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„O.B. für alle Tage“: Erste Ogilvy-Kampagne für O.B. räumt mit Tabus um die Periode auf


Frei von Scham und Tabus möchte Ogilvy die Kommunikation über die Periode gestalten.

Schluss mit blauer Flüssigkeit: Die erste Kampagne von Ogilvy, Thjnk und Loved für die Marke für Periodenprodukte O.B. will ehrlich, authentisch, aber auch humorvoll über das Thema Periode sprechen und so die Traditionsmarke vor allem für jüngere Zielgruppen attraktiver machen.

Erwartungen an Werbung für Periodenprodukte haben sich in den letzten Jahren verändert: Aufnahmen von Frauen, die tiefenentspannt in weißen Sommerkleidern über Wiesen hüpfen, und Flüssigkeiten, die blau oder lila, aber niemals rot sind, haben insbesondere in den jüngeren Generationen ausgedient. Werbung soll die Realität menstruierender Personen widerspiegeln, anstatt sie zu verstecken, als wären rotes Periodenblut, Krämpfe oder Stimmungsschwankungen etwas schambehaftetes. Mit Tabus zu brechen und offen und authentisch über das Thema Periode zu sprechen, ist auch das Ziel der neuen O.B.-Markenplattform „O.B. Für alle Tage“ von Ogilvy.

Die Markenplattform soll die Kommunikation der seit über 70 Jahren aktiven Traditionsmarke O.B. an die Erwartungen und Bedürfnisse der jüngeren Genrationen anpassen und wurde von Ogilvy gemeinsam mit Mitarbeitern von Thjnk und Loved entwickelt. Es ist die erste Arbeit von Ogilvy für O.B., seit WPP den globalen Etat des Konsumgüterkonzerns Kenvue, zu dem O.B. gehört, gewonnen hat. Die erste gemeinsame Kampagne wird in Deutschland, Tschechien, Polen, Ungarn und in der Slowakei ausgerollt. Zuvor war Ogilvy bereits für mehrere Kenvue-Marken im Bereich Public Relations verantwortlich. Durch die aktuelle Kampagne ziehen sich Aussagen nach dem Schema „Ob Durchhängen, ob Durchziehen, ob Hitzewellen, ob Druckwellen, ob, ob, ob… O.B.“. Mit dem Wortspiel um den Markennamen möchten Ogilvy und O.B. die vielen unterschiedlichen Lebensrealitäten während der Periode sichtbar machen. Die Produkte von O.B. werden als Begleiter für alle menstruierenden Personen präsentiert, ob man sich während der Periode nun voller Energie fühlt oder einfach seine Ruhe möchte. „Die Kampagne ist mehr als nur Werbung – sie ist unser Anspruch, ein empathischer Begleiter zu sein und zu einem offeneren, realistischeren Umgang mit dem eigenen Körper beizutragen“, sagt Markus Musey, Global Women’s Health Brand Director bei Kenvue.

Alice Baldczus, Management Supervisor bei Ogilvy, beschreibt die Kampagne als „Startschuss für eine neue Ära von O.B.“: Ziel sei gewesen, sich von den typischen klinisch-sauberen Bildern zu lösen, die man aus der Werbung für Periodenprodukte kenne, und nicht nur Produktvorteile zu kommunizieren, sondern vor allem die Lebensrealität der Zielgruppe in den Mittelpunkt zu stellen. „Die Periode fühlt sich nun einmal nicht jeden Tag nach Sport, perfektem Make-up und einem Dauerlächeln an. Ich bin wahnsinnig stolz darauf, mit einem Team von vielen starken Frauen genau diese Realität sichtbar machen zu dürfen“, ergänzt Natalie Hansen, Creative Director bei Thjnk.

Auch in der Farbsprache der neuen Markenplattform zeigt sich der Bruch mit Klischees: Die Markenfarbe türkis wird durch ein kräftiges Rot ergänzt, dass die Enttabuisierung der Periode symbolisiert. Markante Kampagnenmotive wie ein „Congrats on your Period“-Kuchen sollen eine ehrliche, aber auch humorvolle Kommunikation rund um das Thema Periode ermöglichen.

Neben dem Hauptziel, dem Rebranding der Traditionsmarke O.B., soll die Kampagne auch den Abverkauf der seit April 2026 erhältlichen, verbesserten Produktlinie unterstützen. Sie wird über Online-Video, Social Media, DOOH und am POS in Deutschland, Tschechien, Polen, Ungarn und der Slowakei ausgespielt. Die Umsetzung der Produktion erfolgte durch WPP Production und Zauberberg unter der Regie von Katharina Hingst, die Fotos stammen von Marija Mihailova.



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Snapchat bringt Sponsored Snaps nach Deutschland


Die Idee hinter den neuen AI Sponsored Snaps ist schnell erklärt: Marken können eigene KI-gestützte Agents direkt in die Chat-Funktion integrieren. Statt klassischer Werbung, die irgendwo zwischen Stories oder Videos auftaucht, begegnen Nutzer:innen diesen Marken also dort, wo sie ohnehin aktiv sind – im Gespräch.

Und genau das scheint kein Zufall zu sein. Laut Snapchat wurden allein im ersten Quartal 2026 mehr als 950 Milliarden Chats verschickt. Gleichzeitig haben über 500 Millionen User bereits mit der integrierten KI „My AI“ interagiert. Der Chat ist damit längst nicht mehr nur Kommunikation zwischen Menschen, sondern entwickelt sich zu einem Raum, in dem auch KI ganz selbstverständlich stattfindet.


Sponsored Snaps:

Snapchat schockt User mit Werbung im Chat

Snapchat Logo auf Button vor gelbem Hintergrund
© Rubaitul Azad – Unsplash

Snapchat setzt auf größere Kund:inneninteraktionen

Statt passiv Werbung zu konsumieren, können Nutzer:innen ab sofort aktiv mit Marken interagieren. Fragen stellen, Empfehlungen einholen oder Produkte entdecken – und das alles, ohne den Chat verlassen zu müssen. Für Unternehmen eröffnet sich ein ziemlich direkter Zugang zur Zielgruppe.

In Zukunft sollen Marken eigene KI-gestützte Agent:innen direkt in die Chatfunktion integrieren können (mit einem Klick aufs Bild gelangst du zur größeren Ansicht), © Snapchat
In Zukunft sollen Marken eigene AI Agents direkt in die Chatfunktion integrieren können (mit einem Klick aufs Bild gelangst du zur größeren Ansicht), © Snapchat

Schon die bisherigen Sponsored Snaps zeigen nach Angaben des Unternehmens, dass dieser Ansatz funktioniert. Sie generieren laut Snapchat im Vergleich mit anderen Inventarbuchungen bei Snapchat rund 22 Prozent mehr Conversions und senken gleichzeitig die Kosten pro Aktion um etwa 20 Prozent. Zudem liefern sie doppelt so viele Conversions pro Fullscreen Ad im Vergleich zu anderen Werbeformaten. Die neuen AI-gestützten Varianten setzen genau hier an, nur eben mit deutlich mehr Interaktion. Damit stellt Snapchat eine Art von Werbung bereit, die andere Tech Player in ihren KI-Umgebungen nur bedingt anbieten – Googles AI Mode Ads etwa liefern kontextbezogene Anzeigen, aber (noch) keine Konversation mit der Brand. Ajit Mohan, Chief Business Officer bei Snap Inc., meint:

Conversation is becoming the most valuable real estate in advertising. AI is accelerating that shift, turning chat into the place where people discover products, ask questions, and make decisions in real time. The real opportunity isn’t just putting ads into those environments, it’s designing formats that feel native to how people already talk. That’s what AI Sponsored Snaps are about – pairing the scale of nearly a billion monthly users with AI-powered conversations that drive real engagement and action.

Aktuell bereitet Snapchat den Start in einer Alphaphase vor, unter anderem in Zusammenarbeit mit Experian. Somit wird das Feature zunächst in einem kontrollierten Umfeld getestet, bevor es vermutlich breiter ausgerollt wird.


Anthropic hat kürzlich einen experimentellen Marketplace eingeführt, über den Angestellte Produkte mithilfe von AI Agents kaufen und verkaufen konnten. Mehr dazu erfährst du in unserem ausführlichen Artikel.

Project Deal:

In Anthropics Marketplace kaufen und verkaufen AI Agents für die Menschen

Project Deal: In Anthropics Marketplace kaufen und verkaufen AI Agents für die Menschen
© Anthropic via Canva





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Anthropic vor historischem IPO: Bewertung übertrifft OpenAI



Anthropic plant Mega-Börsengang
– Bewertung könnte auf über 300 Milliarden US-Dollar steigen

orangefarbener Hintergrund, grobe Zeichnung einer Hand, die Weltkugel hält, schwarzweiß
© Anthropic via Canva

Anthropic bringt den Börsengang auf den Weg

Im Dezember berichtete die Financial Times über konkrete Vorbereitungen für einen möglichen Börsengang von Anthropic. Demnachfbeso hatte das Unternehmen die Kanzlei Wilson Sonsini engagiert, die unter anderem die Börsengänge von Google, LinkedIn und Lyft begleitet hatte. Zudem wechselte mit Krishna Rao ein Manager zu Anthropic, der zuvor eine zentrale Rolle beim Airbnb-IPO gespielt hatte. In der Branche wurden diese Personal- und Strukturentscheidungen als deutliche Hinweise auf einen IPO gewertet. Eine offizielle Bestätigung gab es damals jedoch nicht.

Diese Einschätzung wurde nun zumindest teilweise bestätigt. Anthropic gab jüngst die vertrauliche Einreichung eines S-1-Formulars bei der US-Börsenaufsicht SEC bekannt. Das Unternehmen erklärte zudem, dass die Prüfung durch die Behörde den Weg für einen möglichen Börsengang ebnen könne. Ob und wann dieser tatsächlich stattfindet, hänge weiterhin von den Marktbedingungen sowie dem Verlauf des Prüfverfahrens ab.

Seit Monaten wird darüber spekuliert, welches der großen KI-Unternehmen den Gang an die Börse zuerst wagt. Die Aufmerksamkeit richtete sich dabei lange vor allem auf OpenAI. Mit der Einreichung bei der SEC hat Anthropic nun jedoch den ersten offiziellen Schritt gemacht.

Der Wettbewerb verlagert sich auf die Finanzmärkte

Während viele Nutzer:innen vor allem die Leistungsfähigkeit von Claude, ChatGPT oder Gemini diskutieren, richtet sich der Blick von Investor:innen zunehmend auf Umsatzwachstum, Profitabilität und Kapitalbedarf. Denn die Entwicklung moderner KI-Modelle erfordert Investitionen in Milliardenhöhe. Ein möglicher Börsengang von Anthropic würde tiefere Einblicke in die wirtschaftliche Realität eines der wertvollsten KI-Unternehmen der Welt ermöglichen.

Sollte die SEC dem Antrag zustimmen, könnte Anthropic einen der wertvollsten Börsengänge der Technologiegeschichte hinlegen. Schätzungen zufolge lag die Unternehmensbewertung Ende Mai bei 965 Milliarden US-Dollar. Damit würde das Unternehmen sogar vor OpenAI liegen, dessen Bewertung zuletzt auf etwa 852 Milliarden US-Dollar beziffert wurde. Zum Vergleich: Alibaba wurde beim Börsengang 2014 mit rund 231 Milliarden US-Dollar bewertet, Facebook 2012 mit etwa 104 Milliarden US-Dollar, wie ein Ranking von Stock Sharks aus dem Oktober 2025 zeigt.

Rückenwind erhält Anthropic dabei durch die starke Geschäftsentwicklung. Nach aktuellen Prognosen könnte das Unternehmen 2026 einen Jahresumsatz von knapp 45 Milliarden US-Dollar erreichen und damit rund 35 Prozent mehr Umsatz erzielen als OpenAI. Zudem rechnet Anthropic bereits im zweiten Quartal mit dem ersten operativen Gewinn – ein weiterer Faktor, der die hohen Erwartungen der Kapitalmärkte erklärt.


Anthropics Umsatz deutlich vor OpenAI:
5 Mal mehr als 2025

Illustration mit Handsymbol und Netzwerk-Knoten auf orangefarbenem Hintergrund sowie kariertem Notizpapier und skizzierten Linien. Das Motiv steht für KI-Agenten, Zusammenarbeit und die neuen Dynamic Workflows von Claude Opus 4.8.
© Anthropic via Canva

Stelle OnlineMarketing.de als bevorzugte Quelle auf Google ein

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Social Commerce: Warum das Teleshopping-Urgestein QVC große Pläne im Tiktok-Shop hat


In den USA hat der Teleshopping-Riese QVC Insolvenz angemeldet, in Deutschland gehört QVC zu einem der aktivsten Akteure im Tiktok-Shop. Wie das zusammenpasst und warum QVC auf der Social-Media-Plattform zu seinen alten Teleshopping-Tugenden zurückkehrt, erklärt Stefan Meurer, Vice President Buying & Sourcing, im Exklusiv-Interview mit HORIZONT.

Zweifellos hat QVC schon einmal bessere Zeiten gesehen. Vor 40 Jahren gehörte der US-Sender zu den entscheidenden Akteuren, die Einkaufssendungen

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