Apps & Mobile Entwicklung
OpenWrt 25.12.0: Updates der freien Router-Software sind jetzt einfacher
Nachdem im Vorfeld bereits insgesamt fünf Release-Kandidaten auf das baldige Erscheinen der neuen Hauptversion hingedeutet hatten, war es gestern Abend schließlich so weit: Das freie Router-Betriebssystem auf Linux-Basis, OpenWRrt, wurde als sogenanntes Stable Release in Version 25.12.0 zum Download freigegeben.
OpenWrt gibt an, dass seit dem Erscheinen von Version 24.10 über 4.700 Commits eingereicht, also 4.700 Änderungen am Code von OpenWrt vorgenommen wurden.
Highlights der neuen Version
Beaufsichtigte Systemaktualisierung („Attended SysUpgrade“)
Zu den Highlights der neuen Version zählt vor allem die Möglichkeit, OpenWrt nun standardmäßig direkt aus der grafischen Oberfläche „LuCI“ heraus zu aktualisieren.
Statt wie bisher das für das eigene Router-Modell korrekte Image über die OpenWrt-Webseite herunterzuladen und dieses dann wieder im LuCI-Webinterface hochzuladen, übernimmt die „Attended SysUpgrade“ genannte Funktion (ASU; deutsch: Beaufsichtigte Systemaktualisierung) jetzt alle diese Schritte und noch mehr auf Knopfdruck. Das bringt enorme Vorteile mit sich.
Bei der bisherigen Methode gingen nämlich sämtliche zusätzlich installierten Pakete verloren und mussten händisch wieder nachinstalliert werden. Die neue Aktualisierungsfunktion zieht nicht nur das korrekte Image, sondern schließt auch die installierten Pakete automatisch ein, sodass diese eben nicht mehr händisch nachinstalliert werden müssen. Für OpenWrt ist das ein großer Schritt nach vorn in der Benutzerfreundlichkeit, der gegebenenfalls auch neue Nutzer anlockt. Eben jene, die zwar gerne basteln und/oder mehr Freiheiten in der Konfiguration wünschen, aber dennoch nicht auf ein gewisses Mindestmaß an Benutzerfreundlichkeit verzichten möchten.
Die „Beaufsichtigte Systemaktualisierung“ ist optional auch schon für Version 24.10 verfügbar und kann zum Beispiel über LuCI nachinstalliert werden. So kann auch die Aktualisierung von 24.10 auf 25.12 schon direkt auf diesem Wege erfolgen. Die Pakete heißen „attendedsysupgrade-common“ und gegebenenfalls „luci-app-attendedsysupgrade“ für die Nutzung über LuCI.
Wichtig: Wird ein bestehendes System von 24.10 auf 25.12 ohne ASU aktualisiert, ist dieses auch nach dem Update nicht automatisch verfügbar und muss spätestens dann händisch nachinstalliert werden. Nur bei Neuinstallation von 25.12 gehört ASU zu den Standardpaketen.
Wechsel des Paketmanagers
Eine große Auswirkung für bestehende Nutzer hat auch der Wechsel des Paketmanagers. Bisher wurde der „Open Package Management System“ genutzt. Mit Version 25.12 erfolgt nun aber der Wechsel auf den „Alpine Package Keeper“ genannten Paketmanager. Bei einem Paketmanager handelt es sich vereinfacht gesagt um ein Programm, das Software auf einem Betriebssystem verwaltet. Der Paketmanager kümmert sich darum, Programme zu installieren, zu aktualisieren und zu entfernen. Durch den Wechsel des Paketmanagers ändert sich die Syntax für das Installieren von Paketen per Kommandozeile, sofern man dies händisch machen will oder muss.
Folgend ein Beispiel für die Installation eines neuen Pakets:
- Alt:
opkg update && opkg install dnsmasq-full - Neu:
apk --update-cache add dnsmasq-full
Der Alpine Package Keeper bietet neue Möglichkeiten um Abläufe zusammenzufassen, ohne jeden Befehl einzeln einreihen zu müssen. Außerdem hat der APK-Paketmanager weitere Vorteile. Er wird als leichtgewichtig, schnell und sicher beschrieben, ist zudem optimiert für leistungsschwache Linux-Systeme, wie Router es in der Regel sind. Konkret belegt APK zum Beispiel besonders wenig Speicherplatz und die Pakete sind signiert, was die Sicherheit erhöht.
Historie der Kommandozeilen-Befehle
Bisher wurde keine Historie der ausgeführten Kommandozeilen-Befehle (Shell) gespeichert. Nach Verlassen der Sitzung waren diese nicht mehr einsehbar. Version 25.12 führt hier optional die Möglichkeit ein, eine Befehls-Historie abzuspeichern.
Integration des Video-Feeds
Die standardmäßige Integration des Video-Feeds in OpenWrt 25.12 ermöglicht es dem Router mit dem Video-Stream einer IP- oder USB-Kamera umzugehen. So lassen sich kostengünstige Videoüberwachungslösungen aufbauen oder auch der Video-Stream per sicherer VPN-Verbindung aus der Ferne abrufbar machen.
Wi-Fi-Optimierung
Die „Wi-Fi Management Scripts“, also die kleinen Programme, die das WLAN steuern, konfigurieren und überwachen, wurden in ucode neu geschrieben. Zuvor lagen diese als Shell-Skripte vor. Ucode soll schneller arbeiten, weniger Fehler verursachen und die zukünftige Wartbarkeit verbessern. Dass sich daraus Optimierungen der WLAN-Geschwindigkeit ergeben, darf bezweifelt werden, aber zum Beispiel das Neustarten der WLAN-Adapter oder auch Dinge wie die Übergabe von einem Access Point zum nächsten (Stichwort Fast Transition, WLAN Roaming) könnte in Zukunft einen Tick schneller vonstattengehen.
Erweiterte Hardwareunterstützung
OpenWrt gibt an, dass mit Version 25.12 ab sofort 180 zusätzliche Geräte unterstützt werden. Da sich die Anforderungen an die Hardware nur sehr moderat geändert haben, würden zudem die allermeisten Geräte, die 24.10 unterstützt haben, auch mit 25.12 laufen.
Hinzu kommen einige neue Chipsätze, die erstmals oder verbessert unterstützt werden, wie zum Beispiel 10-GbE-Switches mit Realtek-Chipsatz.
Supportende für Version 24.10
Der Wechsel auf Version 25.12 bringt noch eine Reihe weiterer kleinerer Änderungen mit sich, darunter auch die Aktualisierung des Linux-Kernels auf Version 6.12.71. Wichtig ist auch, dass Version 24.10.x ab September 2026 keine Sicherheitsupdates mehr erhält. Um den großen Vorteil des freien Router-Betriebssystems zu erhalten, sollten bestehende Geräte bis zu diesem Datum umgestellt werden. Die auf 24.10 nachträglich installierbare ASU-Funktion macht dies jetzt nun denkbar einfach.
In Gedenken an Dave Täht
OpenWrt 25.12 trägt den Codenamen „Dave’s Guitar“, im Andenken an den Netzwerk-Ingenieur Dave Täht, der am 1. April 2025 verstorben ist. Dave Täht hat maßgeblich an verschiedenen Projekten zur Senkung von Netzwerk-Latenzen mitgewirkt.
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CB-Funk-Podcast #172: Jan berichtet „live“ von der Computex 2026 in Taipeh

Wolfgang, Nicolas und Jan waren diese Woche auf der Computex 2026 in Taipeh, Taiwan. Wie im letzten Jahr zieht Jan im Gespräch mit Fabian kurz vor dem Weg zum Flughafen ein Resümee – zwischen Toiletten und Mülleimern verschanzt im Flur des Messezentrums in Taipeh.
CB-Funk: Die einhundertzweiundsiebzigste Episode
War die Messe wegen der AI-Booms für Gamer und Heimanwender so „langweilig“, wie sie erwartet worden war? Blasen die Hersteller alle Trübsal, es sei denn, ihr Aktienkurs entwickelt sich so, wie Jensen Huang es zur Keynote allen AI-Teilhabern prophezeit hat? Was gab es überhaupt für Spieler und PC-Enthusiasten zu sehen? Und was sagt Fabian als Beobachter aus der Ferne dazu? Antworten gibt es im Podcast.
Zu den besprochenen Produkten gehören neben Nvidias CPU- bzw. APU-Debüt für Privatanwender, AMDs Neuauflage des Ryzen 7 5800X3D und nochmal der Radeon RX 9070 GRE (Test) auch eine traditionelle sowie eine gänzlich neuartige CPU-Wasserkühlung von Noctua. Wir wünschen viel Spaß beim Zuhören!
Wir beantworten eure Fragen
Und wie üblich zur Erinnerung: Wir möchten im CB-Funk jede Woche einige Fragen beantworten, die zum Podcast, zur Redaktion oder zu unseren Themen passen. Gerne könnt ihr eure Fragen an podcast@computerbase.de richten oder aber uns hier im Forum oder auf Discord per Direktnachricht anschreiben – wir sind gespannt!
CB-Funk bei Spotify, Apple, Amazon und Deezer
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An dieser Stelle folgt der obligatorische Hinweis: In die meisten Podcast-Player lässt sich CB-Funk außerdem via RSS einbinden. Die entsprechende URL lautet: https://computerbase.podigee.io/feed/opus.
Übersicht zu den bisherigen Episoden
Eine Übersicht zu den bisherigen Podcast-Folgen und den entsprechenden Artikeln mit Kommentarbereich ist auf der Themenseite CB-Funk zu finden.
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Will kein MMO mehr sein: Dune: Awakening führt Einzelspieler-Modus ein

Das Survival-MMO Dune: Awakening (Technik-Test) will kein MMO mehr sein. Im September kommen ein Einzelspieler-Modus, das nächste Kampagnen-Kapitel und eine große Anzahl Neuerungen, die das Gameplay optimieren und erweitern. Parallel zum Riesen-Update startet das Spiel auf der PlayStation 5 und Xbox Series X|S.
Den MMO-Zusatz will das Sci-Fi-Spiel am 22. September zusammen mit dem Start auf Konsolen loswerden. Das hat durchaus Gründe, denn aktuell sind die Bewertungen des eigentlich gelungenen Titels auf Steam nur noch „ausgeglichen“. Fehlende Spieler, aber viele Bauten auf den Servern, das stört gerade. Nicht zuletzt stand ein Einzelspieler-Modus schon lange auf der Wunschliste von Käufern.
Der Einzelspieler-Modus kann ab Herbst beim Start eines neuen Spiels gewählt werden. Der Schwierigkeitsgrad ist auf drei Stufen oder über individuelle Settings einstellbar. Sie umfassen unter anderem Multiplikatoren für Ressourcen und Erfahrungspunkte, Änderungen an der Verfalls- und Abnutzungsrate oder eine Reduktion von Sandwürmern.
Andere Spieler sind dann logischerweise nicht zu sehen, die Tiefe Wüste, wo unter anderem Herausforderungen warten, wird zudem nicht zurückgesetzt und neu generiert. Auch eigene Gebäude bleiben dauerhaft erhalten. Der Endgame-Modus Landsraad simuliert andere Spieler dabei, damit er nutzbar bleibt. Wird ein Charakter für den Einzelspieler-Modus erstellt, kann er nur dort verwendet werden.
Um kooperativ mit Freunden zu spielen, lassen sich schon jetzt private Server für bis zu 40 Spieler erstellen. Auch dort lässt sich der Schwierigkeitsgrad selbst wählen. Crossplay wird möglich sein, ist aber auf den Windows Store und Xbox begrenzt.
Der Abschluss des Story-Bogens
Mit dem Update reicht Funcom zudem das Ende des ersten Story-Bogens nach, der die vor gut einem Jahr begonnene Geschichte abschließt. Sie lasse sich nun von Anfang bis Ende erleben, schreibt der Entwickler.
Seit Veröffentlichung hat das Survival-Spiel damit einen langen Bogen geschlagen. Schritt für Schritt wurden neue Inhalte und Endgame-Aktivitäten sowie neue Akte der Story nachgereicht. Mittlerweile sind alle Aktivitäten auch im PvE-Modus spielbar. Ein Einzelspieler-Modus erscheint als unvermeidliche Konsequenz dieser Entwicklung. Sie soll auch nach dem September weitergeführt werden. Für die Zukunft steht eine Eiswüste samt neuer Survival-Mechaniken auf der Roadmap.
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CEOs führender KI-Unternehmen: Brief soll KI-entwickelte biologische Waffen verhindern
Führende KI-Unternehmen, Wissenschaftler und Biosecurity-Experten fordern in einem offenen Brief neue gesetzliche Vorgaben für die Kontrolle synthetischer DNA und RNA. Anlass sind wachsende Sorgen, dass immer leistungsfähigere KI-Systeme die Hürden für die Entwicklung biologischer Waffen senken könnten.
Künstliche Intelligenz als Gefahrenquelle ausgemacht
Darüber berichtet das IT-Portal Wired. Zu den Unterzeichnern des an den US-Kongress gerichteten offenen Briefes zählen unter anderem Führungskräfte von Google DeepMind, OpenAI, Anthropic und Microsoft AI, darunter Demis Hassabis, Sam Altman, Dario Amodei und Mustafa Suleyman. Alle sprechen sich für gesetzliche Vorgaben aus, die Anbieter synthetischer DNA- und RNA-Sequenzen verpflichten sollen, sowohl Kunden als auch Bestellungen systematisch zu überprüfen.
Drastisch gesunkene Kosten als Problem
Initiiert wurde der Brief vom Institute for Progress (IFP) und der Foundation for American Innovation (FAI), zwei Non-Profit-Think-Tanks mit Sitz in Washington D.C. In dem veröffentlichten Schreiben warnen sie davor, dass die rasante Entwicklung künstlicher Intelligenz bestehende Wissensbarrieren für den Zugang zu biologischen Waffen deutlich senken könnte. Als besonders relevant heben die Initiatoren die Herstellung synthetischer DNA hervor. Seit den ersten Erfolgen in den 1950er-Jahren habe sich dieser Bereich grundlegend verändert, da heute zahlreiche Unternehmen weltweit genetische Sequenzen automatisiert produzieren und vertreiben. Zugleich sei die Technologie längst zu einem festen Bestandteil von Forschung, Medikamentenentwicklung und Diagnostik geworden und werde dort vielfältig konstruktiv eingesetzt. Einheitliche gesetzliche Vorgaben für Unternehmen existieren bislang jedoch nicht.
Zu den Unterzeichnern zählen außerdem Vertreter der Gensynthese-Unternehmen Twist Bioscience und Ansa Biotechnologies. Beide Unternehmen unterstützen bereits freiwillige Kontrollmaßnahmen im Rahmen des International Gene Synthesis Consortium. Darüber hinaus überprüfen zahlreiche Anbieter Bestellungen automatisiert auf sogenannte „Sequences of Concern“, also genetische Sequenzen mit potenziell gefährlichen Eigenschaften.
Nach Ansicht der Unterzeichner könnte künstliche Intelligenz sowohl die Kostenhürden als auch vor allem die Entwicklungszeiten drastisch reduzieren. Die Kombination aus günstiger werdender Gensynthese und leistungsfähigen KI-Systemen erhöhe das Risiko, dass gefährliche Toxine oder Krankheitserreger entwickelt werden könnten. Zwar werde darauf hingewiesen, dass für die praktische Umsetzung weiterhin biologische Fachkenntnisse erforderlich seien, dennoch könne KI die Recherche, Planung und Entwicklung erheblich erleichtern.
Alte Erreger könnten reaktiviert werden
Als Warnsignal verweisen die Verfasser des Briefes auf ein Experiment aus dem Jahr 2017, bei dem kanadische Forscher mithilfe bestellter DNA im Wert von lediglich 100.000 US-Dollar das ausgestorbene Horsepox-Virus rekonstruieren konnten. Vergleichbare Methoden könnten theoretisch auch bei gefährlicheren Erregern wie den Pocken eingesetzt werden. Gleichzeitig seien die Kosten für die DNA-Synthese in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesunken.
Hinzu komme, dass KI-Systeme laut dem Stanford-Mikrobiologen David Relman dabei helfen könnten, Anbieter mit unzureichenden Kontrollen zu identifizieren oder Bestellungen so anzupassen, dass bestehende Screening-Systeme umgangen werden. Zudem würden vorhandene Kontrollmechanismen immer wieder Schwachstellen aufweisen. So kam zuletzt eine Studie von Microsoft zu dem Ergebnis, dass KI-gestützte Protein-Design-Systeme potenziell gefährliche genetische Sequenzen erzeugen konnten, die von Screening-Programmen nicht erkannt werden.
Druck auf den US-Senat
Der Brief betont daher, dass nicht nur Gensynthese-Unternehmen, sondern auch Anbieter von KI-Systemen Verantwortung übernehmen müssten und zusätzliche Sicherheitsmechanismen erforderlich seien. Bereits unter der Biden-Regierung wurden Richtlinien eingeführt, nach denen staatlich geförderte Forschungseinrichtungen ausschließlich bei Anbietern bestellen dürfen, die entsprechende Prüfverfahren durchführen. Ein Anfang des Jahres im US-Senat eingebrachter parteiübergreifender Gesetzentwurf sieht vor, die Überprüfung von Kunden und Bestellungen für sämtliche in den USA tätigen Gensynthese-Anbieter verpflichtend zu machen.
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