Digital Business & Startups
Peter Thiel und der Antichrist: Warum der Tech-Milliardär vor dem Weltstaat warnt
Gerade hat der Tech-Investor Peter Thiel in Rom Vorträge über den Antichristen gehalten. Warum ist der umstrittene Milliardär so vom Weltuntergang fasziniert? Darüber haben wir mit dem katholischen Theologen und persönlichen Thiel-Vertrauten Wolfgang Palaver gesprochen.
Herr Professor Palaver, deckt sich Thiels Antichrist-Bild mit katholischer Dogmatik und Tradition?
Wolfgang Palaver: Da muss man schauen, was man unter dem Begriff versteht. Der katholische Philosoph Josef Pieper schreibt in „Über das Ende der Zeit“ über den Antichristen und knüpft an Traditionen an, wonach dieser eine tyrannische Weltregierung sein könnte – das entspricht der Position Thiels.
Piepers These ist: Mit jedem Schritt in Richtung politischer Weltordnung wächst auch die Gefahr eines alles kontrollierenden Weltstaates. Der Unterschied zu Thiel ist jedoch, dass Pieper trotz dieser Gefahr dafür plädiert, dort, wo es notwendig ist, auf politische Welteinheit hinzuarbeiten – allerdings im Bewusstsein dieser Gefahr.
Dazu kommt die katholische Soziallehre: Spätestens mit Johannes XXIII. und seiner Sozialenzyklika „Pacem in terris“ wird eine Weltautorität mit effizienten Mitteln gefordert. Diese soll aber kein Weltstaat sein, sondern subsidiär aufgebaut. Das dient als Absicherung gegen einen tyrannischen Weltstaat, den Thiel fürchtet.
Hat Thiel die katholische Soziallehre übernommen?
Palaver: Thiel ist kein Katholik, sondern eigentlich Lutheraner, heute vertritt er eher einen eigenen, vom üblichen evangelikalen Glauben abweichenden Stil. Pieper hat er gelesen, aber die katholische Soziallehre hat er nicht übernommen. Er nennt Nick Bostrom oder vor allem Greta Thunberg Legionäre des Antichristen. Wenn er konsequent wäre, müsste er spätestens die Päpste seit Johannes XXIII. ebenso bezeichnen. Dann müssten konservativ-katholische Leute wie J.D. Vance sich fragen: Stehe ich auf der Seite Thiels oder auf der des päpstlichen Lehramts? Das tut er nicht, obwohl aus geleakten Tonbändern seiner Vorträge bekannt ist, dass er gesagt hat, J.D. Vance solle für den Papst beten, aber ihm nicht zuhören.
Mark Siaulys Pfeiffer/SZ Photo/picture alliance
Hat Thiel eine Nähe zu den Sedisvakantisten, die glauben, es gebe zurzeit keinen rechtmäßigen Papst?
Palaver: Ich glaube eher nicht. Man muss die libertären Hintergründe schauen. Thiel ist etwa von Ayn Rand geprägt, und es gibt ein wichtiges Buch, das er 1997 enthusiastisch gelesen hat: „The Sovereign Individual“ von William Rees-Mogg und James Dale Davidson. Dieses libertäre Manifest sagt voraus, dass die digitale Revolution Staat, Politik und Demokratie auflösen wird. Darin gibt es auch ein Kapitel über die Parallele zwischen dem Niedergang der „senilen, heiligen Mutterkirche“ und dem „Nanny State“: So wie die Reformation die Gläubigen von der belastenden katholischen Kirche gelöst hat, werde die digitale Revolution den Versorgungsstaat aushebeln. Thiel verweist auf seine lutherische Konfession und sagt, die lutherische Kirche sei nie eine zentralistische, globale Organisation gewesen wie die katholische Kirche. Ein mit dem Libertarismus kompatibles Christentum ist daher relativ weit von der katholischen Kirche entfernt.
Ist Thiel aus libertären Gründen Christ – oder aus christlichen Gründen Libertärer?
Palaver: Ich habe natürlich keinen Blick in sein Herz. Aber ich würde sagen: Er ist schon Christ. Und dann gibt es Berührungspunkte zwischen Christentum und Libertarismus, die man nicht übersehen darf. Der Libertarismus ist eine extreme Betonung der Freiheit des Individuums. Ohne jüdisch-christliche Tradition wäre das gar nicht möglich gewesen. Interessant ist auch Ayn Rand: Sie ist extrem gegen das Opfer. Für sie sind das Kollektive, ob Staat oder Kirche, alles Opfermaschinen, die das einzelne Individuum für die Interessen des Kollektivs hinopfern. Thiel war ganz klar gegen den Irakkrieg 2003. Er sagt auch heute, man solle die islamischen Länder in Ruhe lassen, die müssten ihren eigenen Weg finden. Da spürt man das Libertäre. Der Unterschied zwischen Ayn Rand und Thiel ist, dass Thiel sich immer als religiöser Mensch verstanden hat.
Wie haben Sie den Wandel im Denken Thiels erlebt – vom Libertären zum Trump-Unterstützer und Bekannten des umstrittenen politischen Denkers aus der Tech-Szene, Curtis Yarvin?
Palaver: Als er Ron Paul unterstützt hat, ist mir das in Richtung Friedensengagement vorgekommen. Dann kommt dieser Schwenk hin zu Trump und J. D. Vance. Meine Erklärung ist, dass er da einen Wandel in der Bevölkerung gesehen hat, einen Vibe-Shift. Zu Curtis Yarvin wäre ich vorsichtig, Thiel mit ihm zu identifizieren. Thiel sagt, er vertrete nicht die Position von Yarvin. Wenn es den katholischen Neo-Integralisten gelingen würde, einen amerikanischen Staat nach ihrem Muster aufzubauen, würde Thiel da nicht reinpassen: als Homosexueller mit gleichgeschlechtlicher Ehe und adoptierten Kindern. Insofern unterstützt er diese Entwicklungen, solange sie nicht wirklich einen Autoritätsstaat aufbauen. Katechon light eben.
Glaubt Thiel wirklich an den Antichristen? Oder nutzt er das nur als Denkmodell?
Palaver: Man muss es im Kontext sehen: In den USA gibt es diese Antichrist-Diskussion seit Jahrzehnten: Die Uno ist Antichrist, Gorbatschow ist Antichrist. Thiel unterscheidet sich von den Millenaristen, die wirklich glauben, dass der Antichrist kommt, dann die Schlacht von Armageddon und dann Jesus wiederkommt. Thiel sagt, die biblischen Gedanken sind keine historische Abfolge, sondern eine Warnung. Er unterscheidet sich sogar von Pieper, bei dem man den Eindruck hat, dass er sagt: Die biblischen Schriften sagen eine Endkatastrophe voraus, mit der Christen rechnen müssen.
Teilt Thiel René Girards Vorstellung, wir lebten in apokalyptischen Zeiten?
Palaver: Ich glaube schon, dass er das teilt. Ich würde sowohl Girard als auch Thiel bestätigen, dass wir in einer apokalyptischen Phase der Welt sind. Die Doomsday Clock wurde 1947 auf sieben Minuten vor Mitternacht gestellt und 2026 auf 85 Sekunden – das sagen nicht Theologen, sondern Leute, die einfach auf die Weltlage schauen. Dazu kommen die Biogefahren, die Klimakrise und die Gefahren der KI. Thiel setzt irgendwo auf ein Wunder und glaubt, dass man technologisch Durchbrüche haben kann. Es gibt von ihm einen interessanten Aufsatz über Goethes Faust, wo er zeigt, warum technischer Fortschritt und der Glaube an die Wissenschaft zusammengehören. Und wie sich das Faustische, seine Seele aufs Spiel zu setzen, mit dem Glauben an Gott vereinbaren lässt. Das Schlimme ist, dass er über die Ermordung von Philemon und Baucis, die sich dem Projekt entgegenstellen, nichts sagt. Faust riskiert Kollateralschäden – und das wäre mein Punkt: Wenn man technologische Fortschritte fördert, dann bitte nicht wie Faust. Bei KI braucht es „Ethics by Design“.
Thiel sieht aber doch gerade in denen, die vom Weltuntergang sprechen – wie Greta Thunberg – das Antichristliche.
Palaver: Seine Position ist: Je mehr wir uns auf diese Gefahren fokussieren, desto größer ist die Gefahr des totalitären Weltstaates. Das findet er noch schlimmer als die apokalyptischen Gefahren. Es ist eine Wette: Lieber vorausbrausen – vielleicht passiert ein Wunder –, als aus Angst die Apokalypse im Sinne eines totalitären Weltstaates zu kreieren.
Geht Thiel zu leichtfertig mit theologischen Kategorien um – oder hinterfragt er sich selbst?
Palaver: Man beobachtet, wie er da ringt. Wenn man den tyrannischen Weltstaat heute baut, ist die Apokalypse schon da, denkt er. Deshalb ist es besser, einen Weg zu gehen, wo sie noch nicht da ist, und die Zehn-Prozent-Hoffnung auszunutzen, dass es gut geht. Es ist aber kein Glaube, dass das kommen soll. Es gab Interpretationen, Girard und Thiel wollten die Apokalypse beschleunigen – so ein Schmarrn.
Thiel und Girard wollen also nicht die Apokalypse?
Palaver: Ja, eben. Girard sagt, man muss über das Thema reden und die Apokalypse den Fundamentalisten aus der Hand nehmen. In den USA sprechen oft nur die Fundamentalisten über apokalyptische Texte. Dabei gibt es Gründe, sich ganz rational damit auseinanderzusetzen.
Das Interview erschien zuerst in der Welt.
Digital Business & Startups
+++ Eterno +++ Unframe +++ Bunch +++ Getquin +++ Feldwerke +++ Reliant AI +++ Emmi AI +++ Dance +++
Was gibt’s Neues? In unserem #StartupTicker-Wochenrückblick liefern wir einen schnellen Überblick darüber, was in der deutschsprachigen Startup-Szene zuletzt wirklich wichtig war!
#STARTUPLAND

STARTUPLAND: Founders. VCs. Visionaries
+++ Am 10. März 2027 findet im RheinEnergieStadion in Köln unsere vierte STARTUPLAND Conference statt. Es erwartet Euch wieder eine faszinierende Reise in die Startup-Szene – mit Vorträgen von erfolgreichen Gründer:innen, lehrreichen Interviews und Pitches, die begeistern. Mehr über STARTUPLAND
#StartupTicker – Was zuletzt wirklich wichtig war!
STARTUP-RADAR
Brandneu
+++ In den vergangenen Tagen haben wir folgende Startups vorgestellt: BidSeeker.ai, ViaThermo, Yuma Health, Cove, TerraSpark, Insellar, studio vaai, Sapericus AI, Payline, Linexa, Bonice, KothonTech, Connectome Health, Inclusys und swipesign. Mehr im Startup-Radar
Newsletter
+++ Im Startup-Radar-Newsletter, unserem kostenpflichtigen Newsletter, berichten wir über diese Startups: Constrct, Averia, Ledumi, Phronora, Charly, therapie1, baugenic, Qurie, mindocu, HappySupport, Qorelo, Clera, voigency, IB-7 und offgen. 30 Tage kostenlos testen
INVESTMENTS
Eterno
+++ Der norwegische Investor Verdane investiert wohl mehr als 100 Millionen US-Dollar in Eterno. Mehr über Eterno
Unframe
+++ Der Growth-Equity-Investor Highland Europe, Bessemer Venture Partners, Craft Ventures, TLV Partners, Third Point Ventures, Cerca Partners und Vintage Investment Partners investieren 50 Millionen US-Dollar in das deutsche-amerikanische KI-Startup Unframe. Mehr über Unframe
Bunch
+++ Der kanadische FinTech-Investor Portage, Illuminate Financial aus London, Motive Partners, Cherry Ventures und Fintech Collective investieren 35 Millionen US-Dollar in Bunch. Mehr über Bunch
Getquin
+++ Der kanadische FinTech-Investor Portage, State Street Investment Management aus Boston, Horizons Ventures, Trade-Republic-Investor Sino, Heartfelt und Co. investieren 12 Millionen Euro in Getquin. Mehr über Getquin
Feldwerke
+++ Ein namentlich nicht genannter französischer Debt Fund, der auf erneuerbare Energien spezialisiert ist, stellt dem Münchner Startup Feldwerke im Rahmen einer revolvierenden Kreditlinie 12 Millionen Euro zur Verfügung. Mehr über Feldwerke
ClearOps
+++ Hitachi Ventures, der Venture-Capital-Ableger des der Industrie- und Technologiekonzerns , Schoeller Group (Verpackungslösungen, Lieferkette) und Barkawi Group, ein auf Lieferketten spezialisierter Venture Builder, investieren 8,6 Millionen Euro in ClearOps. Mehr über ClearOps
coachbetter
+++ Brighteye Ventures, Swiss Founders Fund, ZEN 11 Holding, Hansi Flick und Silke Flick, Paul Lambert, Julian Draxler und ein ungenannter strategischer Investor investieren 8,2 Millionen US-Dollar in coachbetter. Mehr über coachbetter
LawX
+++ Der New Yorker Investor Motive Partners, Wenvest Capital aus München, xdeck aus Köln und SIVentures aus Leipzig sowie Business Angels wie Christoph Cordes und Ralph Müller investieren 7,5 Millionen Euro in LawX. Mehr über LawX
MERGERS & ACQUISITIONS
Cohere – Reliant AI
+++ Das kanadische KI-Startup Cohere, das sich kürzlich mit Aleph Alpha zusammengeschlossen hat, übernimmt das Berliner KI-Startup Reliant AI. Mehr über Reliant AI
Mistral AI – Emmi AI
+++ Der französische KI-Gigant Mistral AI (Paris) übernimmt das österreichische Startup Emmi AI (Linz). Mehr über Emmi AI
Swapfiets – Dance
+++ Der niederländische Fahrradvermieter Swapfiets übernimmt das E-Bikes-Grownup Dance. Mehr über Dance
Infinite Roots – Bosque Foods
+++ Das Hamburger BioTech Infinite Roots übernimmt das 2022 gegründete Myzelium-Unternehmen Bosque Foods. Mehr über Infinite Roots
Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.
Foto (oben): Shutterstock
Digital Business & Startups
In Europa werden nur 8 Prozent der VCs von Gründern geführt
Eine Venture Capital Firma von Gründern für Gründer? Was in den USA normal ist, soll jetzt auch in Europa Realität werden. Better ventures und EO Berlin wollen sich zusammenschließen, um mehr Unternehmer aus dem Gründungs- in den Investorenmodus zu bringen. Gemeinsam soll dabei 500 Millionen Euro an Kapital mobilisiert werden.
Digital Business & Startups
Flexible Arbeitsmodelle im Alltag: Ein Balanceakt für Unternehmen
#Gastbeitrag
„New Work“ ist nicht synonym zu Laissez-faire. Es braucht Strukturen und klare Regeln sowie Rahmenbedingungen, ebenso ist aber Flexibilität nicht länger verhandelbar. Unternehmen bleibt damit nur, sich den neuen Spielregeln des Arbeitsmarktes hin anzupassen.

Die Corona-Pandemie liegt zwar schon einige Jahre in der Vergangenheit, geblieben sind aber die zum damaligen Zeitpunkt aus der Notwendigkeit heraus entstandenen flexiblen Arbeitsmodelle. Homeoffice, Hybrid-Work und Vertrauensarbeitszeit sind in Unternehmen heute präsenter als je zuvor, auch weil Arbeitnehmende sie konsequent für sich einfordern und zur Verhandlungsmasse deklarieren. Unternehmen müssen damit einen Balanceakt meistern.
Arbeit muss heute ganzheitlich neu gedacht werden
Speziell die Generationen Y und Z legen viel Wert auf Work-Life-Balance und mehr Flexibilität: Gleichermaßen sind jüngere Generationen ihrem Arbeitgeber längst nicht mehr so verbunden wie frühere Generationen. Wer als Unternehmen qualifizierte Fachkräfte dauerhaft an sich binden und kontinuierlich weiterentwickeln möchte, muss jenen also entgegenkommen. Dabei hat sich zugleich die Gewichtung der Benefits aus Arbeitnehmendensicht verändert: Ein Dienstwagen ist heute längst nicht mehr so ein attraktiver Benefit wie früher, viel mehr Wert wird stattdessen auf flexible Arbeitsorte und -zeiten gelegt.
Speziell im Hinblick auf die internationale Konkurrenz und den in Deutschland omnipräsenten Fachkräftemangel, gepaart mit einer ungünstigen demografischen Entwicklung, die künftig nur noch stärker zur Herausforderung avancieren wird, stehen Unternehmen unter Zugzwang. Sie müssen sich als attraktiver Arbeitgeber präsentieren, um qualifizierte Fachkräfte zu gewinnen und zu binden. Hybride Arbeitsmodelle und Homeoffice-Lösungen sind dabei zwei wichtige Werkzeuge: Schon beim Recruiting sorgen beide dafür, dass Unternehmen ihren Suchradius nach neuen Fachkräften signifikant ausweiten können.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Vertrauensarbeitszeit: Speziell jüngere Generationen möchten nicht nur „Arbeitszeit absitzen“, sondern rücken den Fokus stärker auf die tatsächlichen Ergebnisse. Auch in der Wissenschaft wird schon länger argumentiert, dass mehr Arbeitszeit nicht automatisch in mehr Produktivität oder besseren Ergebnissen resultiert. Vertrauensarbeitszeit und ein strategisches Umdenken kann hier helfen – bei dem die Ergebnisse, statt den geleisteten Stunden unter die Lupe genommen werden.
Flexibilität und unternehmenseigene Strukturen verbinden ist dennoch eine Herausforderung
Es liegt in der Natur der Sache, dass in den meisten Unternehmen einzelne Mitarbeitende nicht in einem Vakuum agieren, sondern eine konsequente Abstimmung gegenüber anderen Mitarbeitenden erforderlich ist. Unternehmen müssen sich daher strukturell anpassen: Innerhalb von Teams und Abteilungen gilt es Transparenz zu schaffen, auch Projekte und Arbeitszeiten gehören koordiniert. Hier helfen beispielsweise digitale Kalender, Statusmeldungen und natürlich Kernarbeitszeiten. Speziell bei der Kommunikation können digitale Tools etabliert werden, so dass auch Remote-Arbeitende leicht an Meetings und Projektgesprächen teilnehmen können. Führungskräfte müssen zugleich ihren Stil anpassen: Denn die Produktivität muss im Homeoffice nicht zurückgehen, aber Mitarbeitende müssen anders geführt und geleitet werden, als es bei einer dauerhaften Präsenzarbeit der Fall wäre.
Digitale Zeitmanagement-Lösungen und HR-Tools als Schnittstelle
Die Digitalisierung kann und soll Effizienz- sowie Produktivitätssteigerungen mit sich bringen. Zugleich liefern digitale Schnittstellen, was flexible Arbeitsmodelle anbelangt, essentielle Rückendeckung. Mit der klassischen „Zettelwirtschaft“ kommen Unternehmen und Organisationen nicht weiter, wenn ein guter Teil der Mitarbeitenden gar nicht dort ist, wo die jeweiligen Zettel und Dokumente sind. Das fängt schon bei Routineaufgaben an, beispielsweise in der Personalabteilung: Mit modernen HR-Lösungen können Urlaubsanträge, Krankmeldungen und die Zeiterfassung vollständig digitalisiert und oftmals auch teilweise oder ganzheitlich automatisiert werden.
Das optimiert die Kommunikation untereinander sowie zwischen Abteilungen, zugleich erleichtert es Führungskräften und Projektmanagern die Planung. Auch flexible Arbeitszeiten und Remote-Arbeit müssen so nicht in mehr Bürokratie ausufern, wenn die daran geknüpften bürokratischen und organisatorischen Vorgänge digital und softwaregestützt optimiert werden. Weiterführende Informationen zu modernen Lösungen rund um Arbeitszeit- und HR-Management finden Leser bei Haufe. Frühzeitig solche Strukturen und digitalen Helfer im Unternehmen zu etablieren ist notwendig: Denn eine Rückkehr in ältere, traditionelle Arbeitsverhältnisse und Arbeitsweisen gilt für die nachkommenden und jüngeren Arbeitnehmendengenerationen als ausgeschlossen.
Sich der Digitalisierung zu verwehren, ist also keine Option: Weder ganzheitlich noch auf einzelne Prozesse bezogen. Unternehmen, vor allem solche im Mittelstand, die um Fachkräfte mit großen internationalen Organisationen und Konzernen konkurrieren müssen, sollten sich daher besser zu früh als zu spät entsprechend positionieren.
Flexibilität ist ein Muss – klare Strukturen aber ebenfalls
„New Work“ ist nicht synonym zu Laissez-faire. Es braucht Strukturen und klare Regeln sowie Rahmenbedingungen, ebenso ist aber Flexibilität nicht länger verhandelbar. Unternehmen bleibt damit nur, sich den neuen Spielregeln des Arbeitsmarktes und auf Arbeitnehmende hin anzupassen. Das gelingt mit stabilen, verlässlichen und transparenten digitalen Strukturen, die nicht nur dauerhaft die Kosten senken können, sondern auch maßgeblich Anteil an einer effizienten Umsetzung von modernen Arbeitsmodellen haben.
Foto (oben): pexels, Faizur Rehman
-
Social Mediavor 3 MonatenCommunity Management und Zielgruppen-Analyse: Die besten Insights aus Blog und Podcast
-
Entwicklung & Codevor 3 MonatenCommunity-Protest erfolgreich: Galera bleibt Open Source in MariaDB
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonatenBlade‑Battery 2.0 und Flash-Charger: BYD beschleunigt Laden weiter
-
Künstliche Intelligenzvor 3 Monaten
Top 10: Der beste Luftgütesensor im Test – CO₂, Schadstoffe & Schimmel im Blick
-
Künstliche Intelligenzvor 2 MonateniPhone Fold Leak: Apple spart sich wohl iPad‑Multitasking
-
Apps & Mobile Entwicklungvor 2 MonatenMähroboter ohne Begrenzungsdraht für Gärten mit bis zu 300 m²
-
Künstliche Intelligenzvor 2 Monaten
JBL Bar 1300MK2 im Test: Soundbar mit Dolby Atmos, starkem Bass und Akku‑Rears
-
Social Mediavor 2 MonatenVon Kennzeichnung bis Plattformpflichten: Was die EU-Regeln für Influencer Marketing bedeuten – Katy Link im AllSocial Interview
