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Apps & Mobile Entwicklung

Pixel, Zoll und Pixel pro Zoll: Welche Bildschirme habt ihr auf dem Schreibtisch?


Wie ist euer Bildschirm-Setup auf dem Schreibtisch organisiert? Diese Woche gibt es im Rahmen der Sonntagsfrage im dritten Jahr in Folge und aufbauend auf die große Community-Umfrage zum Jahreswechsel Fragen zu Paneltyp, Pixelanzahl und Monitor-Halterung. Hat der Anteil an OLED-Panels in den vergangenen 12 Monaten zugenommen?

Es ist inzwischen Tradition auf ComputerBase, dass die Redaktion zum Ende eines Jahres in einem großen Umfrage-Artikel zusammenträgt, wie die Soft- und Hardwarebasis der riesigen Community im Forum aufgestellt ist. Dabei waren auch Ende 2025 wieder einige Fragen zur Monitor-Situation mit von der Partie – allerdings gilt es bei einer großen Bandbreite an Themen stets, den Umfang nicht zu sprengen.

Ins Detail gehen diese Umfragen also nicht unbedingt, weswegen die Bildschirme der Community seit 2023 einmal jährlich separat im Rahmen einer Sonntagsfrage im Detail behandelt werden. Rund ein Jahr seit der letzten Runde ist es heute wieder soweit. Immerhin kamen in den letzten 12 Monaten wieder zahlreiche für Spieler interessante Modelle auf den Markt – insbesondere mit OLED-Panel.

Lesern, die an der großen Community-Umfrage Ende 2025 nicht mitgemacht haben, sollen die darin enthaltenen Umfragen zum Thema Bildschirme nicht vorenthalten bleiben. Zwar sind sie allesamt beendet, die Ergebnisse sind aber dennoch interessant.

Bildschirm-Umfragen aus der Community-Umfrage 2024

Auch zur Größe respektive Diagonale des PC-Monitors war eine Fragestellung dabei. Diese bleibt aber zugunsten der direkten Vergleichbarkeit mit vorherigen Community-Umfragen stets oberflächlich. Daher sei an dieser Stelle genauer nachgefragt: Wie groß ist euer primärer Bildschirm am PC? Wer über einen Bildschirm verfügt, dessen Bilddiagonale bei den nachfolgenden Antwortmöglichkeiten nicht exakt gegeben ist, der möge die Option auswählen, die am nächsten dran kommt.

Wie groß ist dein primärer Bildschirm am PC?
  • Rund 21 Zoll oder kleiner

    Historie: 1,1 % 0,9 % 0,6 %

  • Rund 24 Zoll

    Historie: 11,6 % 10,5 % 8,2 %

  • Rund 27 Zoll

    Historie: 37,9 % 40,4 % 38,8 %

  • Rund 32 Zoll

    Historie: 29,2 % 30,4 % 31,8 %

  • Rund 38 Zoll

    Historie: 7,7 % 5,6 % 6,8 %

  • Rund 42 Zoll

    Historie: 4,5 % 5,3 % 6,2 %

  • Rund 48 Zoll oder größer

    Historie: 7,9 % 7,0 % 7,6 %

Und der Vollständigkeit halber: Auf welches Seitenverhältnis setzt ihr bei eurem primären PC-Bildschirm?

Welches Seitenverhältnis hast du beim primären PC-Bildschirm?
  • 3:4, 4:3, 5:4 oder 3:2

    Historie: 0,5 % ➙ 0,5 %

  • 16:10

    Historie: 8,5 % 8,0 %

  • 16:9

    Historie: 65,3 % 65,4 %

  • 21:9

    Historie: 18,8 % 19,4 %

  • 24:10

    Historie: 2,2 % 2,1 %

  • 32:10 oder 32:9

    Historie: 4,7 % ➙ 4,7 %

Auf wie viel(e Pixel pro) Zoll kommt euer Bildschirm?

Damit sind Größe, Formfaktor und Auflösung abgefragt, die Kombination daraus aber noch nicht. Die Pixel- oder Punktdichte gibt an, wie viele Pixel pro Zoll geboten werden. Je höher der Wert, desto schärfer ist das Bild. Moderne Smartphones dringen in Bereiche von bis zu 500 PPI vor, an PC-Bildschirmen mit größeren Abstand zum Auge liegen allerdings in der Regel im Bereich 100 bis 200 PPI. Einen Anhaltspunkt für diejenigen Teilnehmer, die den PPI-Wert ihres Monitors nicht kennen und auch nicht rechnen möchten, liefert die nachfolgende Tabelle.

Ausgewählte Display-Auflösungen im Vergleich

Und damit zur Umfrage: Wie viele PPI bietet euer primärer PC-Bildschirm?

Wie hoch ist die Pixeldichte deines primären PC-Bildschirms?
  • weniger als 100 PPI

    Historie: 18,5 %

  • 100 bis 120 PPI

    Historie: 51,6 %

  • 121 bis 140 PPI

    Historie: 14,4 %

  • 141 bis 160 PPI

    Historie: 4,6 %

  • 161 bis 180 PPI

    Historie: 7,3 %

  • 181 bis 200 PPI

    Historie: 0,8 %

  • höher als 200 PPI

    Historie: 2,8 %

Nachfolgend soll es nun darum gehen, wie viele Pixel bei euch pro Sekunde hin- und hergeschoben werden. Die Auflösung eures primären Bildschirms sowie die Anzahl der insgesamt an den PC angeschlossenen Monitore wurde erst in der erwähnten Community-Umfrage erhoben, aber wie viele Pixel bieten alle Monitore zusammen, die dauerhaft an euren primären PC angeschlossen sind?

Wie viele Pixel bieten alle an deinen PC angeschlossenen Bildschirme zusammen?
  • Unter 2 Millionen

    Historie: 1,1 % 0,6 % 1,5 %

  • 2-4 Millionen

    Historie: 22,9 % 22,3 % 19,2 %

  • 4-8 Millionen

    Historie: 37,4 % 38,6 % 36,1 %

  • 8-12 Millionen

    Historie: 23,4 % 24,7 % 25,7 %

  • 12-16 Millionen

    Historie: 6,5 % 6,0 % 7,4 %

  • 16-20 Millionen

    Historie: 4,5 % 4,3 % 6,3 %

  • 20-24 Millionen

    Historie: 1,2 % 1,1 % ➙ 1,1 %

  • Mehr als 24 Millionen

    Historie: 3,0 % 2,4 % 2,7 %

Wer sich vor einer weiteren Rechenaufgabe nicht scheut, der sei nun eingeladen, anhand der Bildwiederholraten der verwendeten Bildschirme tatsächlich zu berechnen, wie viele Pixel pro Sekunde die eigene Grafikkarte oder iGPU (in der Theorie) berechnen muss und möge das Ergebnis in den Kommentaren mitteilen.

Spielt ihr schon auf OLED und mit HDR?

Besonders interessant ist auch die Frage zum verbauten Panel. In den letzten Jahren wurden immer mehr PC-Bildschirme mit OLED-Display verfügbar und 2025 schickt sich an, noch einmal einige Dutzend weitere OLED-Modelle zu bringen. Mit dabei sind erstmals auch 27-Zoll-Bildschirme mit UHD-Auflösung und 240 Hz.

Welches Panel ist in deinem primären Bildschirm verbaut?
  • TN-Panel

    Historie: 9,1 % 7,1 % 6,2 %

  • VA/PVA/MVA-Panel

    Historie: 21,4 % 19,9 % 17,8 %

  • IPS-Panel

    Historie: 54,1 % 60,5 % 54,7 %

  • OLED-Panel

    Historie: 15,5 % 12,4 % 21,4 %

Es ist davon auszugehen, dass der Anteil an Community-Mitgliedern mit OLED-Bildschirm im Vergleich zur Umfrage vor einem Jahr zugenommen hat – oder?

Es folgt die Frage nach dem Anteil derjenigen Community-Mitglieder, der am eigenen PC auf HDR-Inhalte setzt. Immer häufiger sind Bildschirme nach entsprechenden Standards spezifiziert, oft anzutreffen sind beispielsweise VESA DisplayHDR 400, 600 und 1000 sowie HDR10, aber auch Dolby Vision schafft es vereinzelt in Monitore.

Nutzt du an deinem primären PC-Bildschirm HDR?
  • Ja, immer

    Historie: 11,4 % 13,7 % 17,4 %

  • Ja, manchmal

    Historie: 15,8 % 16,1 % 20,0 %

  • Nein, obwohl mein Bildschirm HDR unterstützt

    Historie: 28,4 % 30,0 % 31,3 %

  • Nein, mein Bildschirm unterstützt HDR nicht

    Historie: 44,4 % 40,2 % 31,3 %

Maßgeblich entscheidend für die HDR-Fähigkeiten ist letztlich auch das Alter des Panels: Wer einen neuen OLED-Bildschirm oder einen IPS-Bildschirm mit Mini-LED-Hintergrund­beleuchtung sein Eigen nennt, wird eher auf HDR zurückgreifen können und wollen, als Nutzer mit einem deutlich älteren Bildschirm. Wie lange habt ihr euer aktuelles Modell schon in Verwendung?

Wie viele Jahre hast du deinen primären Bildschirm schon in Betrieb?
  • Unter 12 Monate

  • 1 Jahr bis unter 2 Jahre

  • 2 bis unter 3 Jahre

  • 3 bis unter 4 Jahre

  • 4 bis unter 5 Jahre

  • 5 bis unter 6 Jahre

  • 6 bis unter 7 Jahre

  • 7 Jahre oder länger

Wie ist euer Bildschirm aufgestellt?

In eine andere Richtung geht die letzte Frage, wie ihr euren primären Bildschirm aufgestellt habt. Mit dem mitgelieferten Standfuß auf dem Tisch? Oder ist euch das zu niedrig und ihr habt einen passenden Untersetzer ausfindig gemacht? Eine elegante Lösung stellt wiederum die Montage per VESA-Halterung dar, etwa an einem starren Monitor-Gerüst, einem flexiblen und schwenkbaren Arm oder aber der Wand hinterm Schreibtisch.

Wie ist dein primärer PC-Bildschirm aufgestellt?
  • Mein Bildschirm steht auf seinem Standfuß

    Historie: 60,4 % 60,7 % 59,5 %

  • Mein Bildschirm steht auf seinem Standfuß und darunter befinden sich Bücher, ein Holzgerüst oder ähnliches

    Historie: 4,3 % ➙ 4,3 % 4,4 %

  • Mein Bildschirm ist an einer nachgerüsteten statischen Monitor-Halterung befestigt

    Historie: 4,6 % 4,2 % 5,6 %

  • Mein Bildschirm ist an einem nachgerüsteten frei beweglichen Monitor-Arm befestigt

    Historie: 24,5 % 26,2 % 25,8 %

  • Mein Bildschirm ist an der Wand befestigt

    Historie: 6,2 % 4,5 % ➙ 4,5 %

Mitmachen ist ausdrücklich erwünscht

Die Redaktion freut sich wie immer über fundierte und ausführliche Begründungen zu euren Entscheidungen in den Kommentaren zur aktuellen Sonntagsfrage. Wenn ihr persönlich ganz andere Ansichten vertretet, die von den bei den Umfragen im Artikel gegebenen Antwort­möglichkeiten nicht abgedeckt werden, könnt ihr davon ebenfalls im Forum berichten. Auch Ideen und Anregungen zu inhaltlichen Ergänzungen der laufenden oder zukünftigen Umfragen sind gerne gesehen.

Leser, die sich noch nicht an den vergangenen Sonntagsfragen beteiligt haben, können dies gerne nachholen, denn die Umfragen laufen stets über eine Dauer von 30 Tagen. Voraussetzung zur Teilnahme ist lediglich ein kostenloser ComputerBase-Account. Insbesondere zu den letzten Sonntagsfragen sind im Forum häufig nach wie vor spannende Diskussionen im Gange.

Die letzten zehn Sonntagsfragen in der Übersicht

Motivation und Datennutzung

Die im Rahmen der Sonntagsfragen erhobenen Daten dienen einzig und allein dazu, die Stimmung innerhalb der Community und die Hardware- sowie Software-Präferenzen der Leser und deren Entwicklung besser sichtbar zu machen. Einen finanziellen oder werblichen Hintergrund gibt es dabei nicht und auch eine Auswertung zu Zwecken der Marktforschung oder eine Übermittlung der Daten an Dritte finden nicht statt.



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AMD Ryzen AI Max+ 400: Das neue Halo-Produkt mit 192 GByte RAM ist offiziell


AMD Ryzen AI Max+ 400: Das neue Halo-Produkt mit 192 GByte RAM ist offiziell

Bild: AMD

Zum Start der AMD-Dev-Box „Ryzen AI Halo“ im Juni kündigt der Konzern direkt den Refresh ab Q3 an: 192 GByte RAM halten bei der Max-400-Serie Einzug, womit AMD zuletzt bereits genannte inoffizielle Gerüchte bestätigt. Damit lassen sich dann ab dem dritten Quartal 160 GByte als VRAM festlegen und für AI nutzen.

Im Fokus des heutigen Tages steht eigentlich die neue Entwickler-Plattform direkt von AMD. Da diese aber schon zur CES 2026 enthüllt wurde, geht es eigentlich hier und heute nur noch um den Termin und den Preis: ab Juni für 3.999 US-Dollar.

Dev-Box von AMD mit Strix Halo

Inbegriffen ist Strix Halo im Vollausbau und eine 2 TByte große SSD, flankiert von AMD-Software unter Windows oder Linux. Dabei lässt sich AMD inspirieren und führt auch eigene Playbooks ein – das Vorgehen kennt man von Nvidias DGX Spark (Test).

AMD Ryzen AI Halo
AMD Ryzen AI Halo (Bild: AMD)

AMD Strix Halo bekommt seinen Refresh

AMDs Produktpalette im Jahr 2026 besteht zum großen Teil aus Refreshes und Rebrands. Aus Ryzen AI Max 300 wird Ryzen AI Max 400 und aus Strix Halo wird Gorgon Halo. Unterschiede zu den Vorgängern sucht man bei allen mit der Lupe. Immerhin wird Gorgon Halo dank eines späteren Erscheinens ab dem dritten Quartal dieses Jahres 50 Prozent mehr Speicher spendiert. Angaben zum Speichertakt gibt es heute noch nicht, von 192 GByte Speicher insgesamt lassen sich dann aber 160 GByte als VRAM deklarieren, erklärt AMD.

AMD Ryzen AI Halo (Bild: AMD)

Die geplanten Modelle der Familie Ryzen AI Max 400 bringen ansonsten lediglich teilweise 100 MHz mehr Takt für die CPU und GPU mit. Das reicht immerhin, um in Benchmarks ganz oben zu stehen, wenn auch nur mit einem geringen Vorsprung von drei oder vier Prozent. Partner wie Asus, Lenovo und HP sollen entsprechende Systeme ab dem dritten Quartal veröffentlichen, die Dev-Box wechsel ebenfalls zeitnah.

AMD Ryzen AI Max 300 „Strix Halo“ und Ryzen AI Max 400 „Gorgon Halo“

AMD Ryzen AI Halo (Bild: AMD)

ComputerBase hat Informationen zu diesem Artikel von AMD unter NDA erhalten. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt.



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Nur für Menschen: W Social startet am 17. Juni in die Public Beta


Ein soziales Netzwerk ganz ohne Bots und unabhängig von den USA will W Social sein. Die Plattform, die nur als echte Personen verifizierte User erlaubt, startet am 17. Juni in die Beta. Wer mitmachen möchte, kann sich bereits jetzt auf eine Warteliste setzen lassen und einen Usernamen sichern.

W Social ist neben Eurosky eine der europäischen Alternativen zu US-Plattformen wie X. Unabhängig von den USA werden die Daten auf europäischen Servern gehostet und auch für den Betrieb gilt europäisches Recht.

Eine weitere Parallele zu Eurosky ist die technische Basis mit dem Authenticated Transfer Protocol (AT Protocol oder atproto). Der offene Standard wurde vom gemeinnützigen Unternehmen hinter dem Kurznachrichtendienst Bluesky entwickelt. Bluesky selbst will auch eine Alternative zu X sein, wird aber in den USA gehostet.

Über die Website von W Social kann ein Beta-Zugang beantragt werden.

Das macht W Social besonders

Damit Künstliche Intelligenz und Bots keine Chance haben, erlaubt W Social ausschließlich echte Menschen als User. Dafür müssen sich diese aber als solche identifizieren. Das geschieht über die Mobile-App W Identitiy, die für Android wie auch iOS angeboten wird. Mit der App wird ein Ausweisdokument (Reisepass oder Personalausweis) gescannt und die Verifizierung direkt auf dem eigenen Gerät durchgeführt, so das Versprechen.

Ihre Identitätsdaten werden ausschließlich auf Ihrem eigenen Gerät gespeichert – es sei denn, Sie entscheiden sich dazu, bestimmte Teile davon freizugeben.

Anonym oder mit echtem Namen

Ein verifizierter Anwender kann sich entscheiden, ob er mit seinem echten Namen auf W Social auftreten will oder anonym mit einem beliebigen Nutzernamen bleibt.

Der Zugriff auf das W Social-Konto wird über eine Liste zugelassener Geräte gesteuert. Geht ein Gerät verloren, kann es vom jeweiligen Konto getrennt werden. Für erneuten Zugriff auf das Konto wird dann eine neue Verifizierung auf einem anderen Gerät nötig.

Wer steht hinter W Social?

Hinter der neuen Plattform steht die in Schweden eingetragene Kapitalgesellschaft W Social AB. Gegründet wurde diese von einem Team aus Investoren und Unternehmern. Als CEO fungiert die Mitgründerin Anna Zeiter, die früher als Vizepräsidentin bei eBay tätig war. Zum Beirat zählen Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Politik. Darunter befinden sich beispielsweise der ehemalige Finanzminister Schwedens wie auch Deutschlands einstiger Vizekanzler Philipp Rösler. Auch Sicherheitsexperten der NATO zählen dazu.



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E-Mail-Client Thunderbird 151: Update verbessert OAuth-Authentifizierung


E-Mail-Client Thunderbird 151: Update verbessert OAuth-Authentifizierung

Bild: Mozilla/MZLA Technologies Corporation

Neben Firefox 151 hat Mozilla auch Thunderbird 151 veröffentlicht. Die neue Version des quelloffenen E-Mail-Clients erweitert unter anderem die OAuth-Anmeldung um zusätzliche Funktionen. Darüber hinaus beseitigt das Update wie gewohnt diverse Fehler sowie zahlreiche Sicherheitslücken.

Vereinfachte Nutzung von OAuth

So lässt sich in Thunderbird 151 nun bei aktivierter Thundermail-OAuth-Anmeldung das jeweilige Konto künftig automatisch einrichten. Zusätzlich können Anwender die OAuth-Anbieterangaben für EWS-Konten nun auch überschreiben. Bei OAuth handelt es sich um ein modernes, Token-basiertes Authentifizierungsverfahren. Statt das reguläre Passwort direkt zu übertragen, autorisiert der Nutzer bei diesem Thunderbird einmalig über die Website des jeweiligen E-Mail-Anbieters. Der Zugriff erfolgt anschließend über einen sicheren digitalen Schlüssel. Dadurch soll die Sicherheit gesteigert werden, weil das eigentliche E-Mail-Passwort nicht mehr in Thunderbird gespeichert werden muss.

An vielen Stellen Neuerungen und Änderungen

Auch zahlreiche kleinere Anpassungen und Fehlerkorrekturen haben die Entwickler an der Anwendung vorgenommen. So wird der öffentliche OpenPGP-Schlüssel in ausschließlich signierten Nachrichten nun standardmäßig nicht mehr angehängt. Zudem führt Thunderbird ab sofort bei jedem Start wieder eine Anwendungsprüfung durch.

In älteren Versionen konnte Mozilla unter bestimmten Umständen beim Start, bei der Verarbeitung von Nachrichten-Headern oder beim Empfang neuer eingehender Nachrichten abstürzen. Dieses Verhalten soll mit Thunderbird 151 nicht mehr auftreten. Ebenso soll das Abbrechen beim Verfassen eines Newsgroup-Beitrags wieder wie vorgesehen funktionieren.

Außerdem konnten weitergeleitete MIME-E-Mails mit fehlerhaftem Format einen leeren Nachrichtenkörper sowie einen zusätzlichen Anhang enthalten. Zudem blieben Multipart-/Related-Anhänge beim Bearbeiten oder Weiterleiten bislang nicht erhalten. Auch diese Probleme sollen mit der neuen Version behoben worden sein.

Die ausführlichen Release Notes listen zahlreiche weitere Änderungen und Neuerungen auf.

Fast 30 Sicherheitslücken geschlossen

Neben den funktionalen Änderungen haben die Entwickler auch zahlreiche Sicherheitsprobleme behoben. Laut den Security Notes schließt Thunderbird 151 insgesamt 29 Schwachstellen, von denen vier mit einem hohen Risiko eingestuft wurden. Die Sicherheitslücken reichen von möglichen Ausbrüchen aus der Sandbox über fehlerhafte Grenzprüfungen bis hin zu Zugriffen auf bereits freigegebene Speicherbereiche und Integer Overflows. Ein zeitnahes Update auf Thunderbird 151 wird daher dringend empfohlen.

Auch Version mit verlängertem Support erhält Update

Neben dem normalen Thunderbird-Versionszweig hat auch die ESR-Version mit verlängertem Support ein Update erhalten. Wie für diesen Zweig üblich bringt Thunderbird 140.11 keine neuen Funktionen, sondern ausschließlich Fehlerbehebungen mit sich. Im aktuellen Fall beschränken sich diese allerdings ausschließlich auf Sicherheitskorrekturen. Laut den Security Notes wurden dabei 20 Schwachstellen behoben, von denen Mozilla sechs als besonders kritisch einstuft. Auch hier sollte schnellstmöglich aktualisiert werden.

Ab sofort verfügbar

Thunderbird 150 sowie Thunderbird 140.11.0 ESR stehen ab sofort auf der Website von Mozilla zum Download bereit. Weiterhin lässt sich die Aktualisierung über die Update-Funktion im E-Mail-Client selbst anstoßen, wobei die meisten Anwender mittlerweile auch eine Benachrichtigung über die neue Version erhalten haben dürften. Wie gewohnt kann der quelloffene E-Mail-Client auch bequem über den Link am Ende dieser Meldung aus dem Download-Bereich von ComputerBase bezogen werden. Android-Nutzer greifen hingegen wie immer zum Play Store von Google oder zu F-Droid.



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