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Plakat der Kieler Woche 2026 – Design Tagebuch


In gut zwei Wochen beginnt die größte Segelregatta der Welt, die Kieler Woche (20. bis 28. Juni 2026). Das Plakat zur diesjährigen Kieler Woche sei „freundlich, locker und mit einer besonderen Leichtigkeit“, so der Veranstalter.

Im Rahmen des traditionellen Designwettbewerbs zur diesjährigen Kieler Woche hatte sich im vergangenen Jahr der Grafikdesigner Erik Brandt aus Minneapolis mit seinem Entwurf gegen 14 weitere Vorschläge durchgesetzt. Die Jury ist der Auffassung: „Das Design vereint die beiden zentralen Facetten der Kieler Woche – Sport und Freizeit – in einem modernen, vielseitigen Auftritt.“

Kieler Woche Plakat 2026, Quelle: Landeshauptstadt Kiel

Auszug des Jury-Statements

„Die dynamische Komposition und die sommerliche Farbgebung vermitteln Offenheit und Lebensfreude. Im Zentrum steht die Wendetonne, die als starkes Symbol den Segelsport mit der offenen, festlichen Atmosphäre des Volksfests verbindet. […] Die rhythmische Spiegelung des Textes schafft eine visuelle Kontinuität, die spielerisch über das Format hinausgeht. Durch die Wiederholung entsteht ein starkes Symbol für die lange Tradition der Kieler Woche, ihre beständige Wiederkehr – und die Gewissheit, dass sie auch in Zukunft immer wieder neu erlebbar sein wird“, heißt es in der Beurteilung der Jury.

Das Plakat der Kieler Woche wird seit 1959 in einem jährlich stattfindenden Designwettbewerb ermittelt, zudem Designer aus dem In- und Ausland eingeladen werden. Das Siegermotiv kommt während der Segel- und Festwoche auf Plakaten und Flaggen zum Einsatz und schmückt darüber hinaus zahlreiche Medien und Anwendungen wie Kaffeebecher, Schlüsselbänder und andere Werbeartikel.

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Design zwischen Krieg und Haltung › PAGE online


Berlin Design Week 2026: PAGE gibt Eindrücke der Ausstellungen »Design in Wartime« und »Tolerance«. Genaues Hinschauen ist unbedingt empfohlen, weil die Themen nie an Wichtigkeit verlieren.

Design zwischen Krieg und Haltung › PAGE online
Tolerance Poster Show, Ausstellung Macherei Kreuzberg // Foto: PAGE

Mit der Menschheit gehen auch leider immer Krieg und globale Konflikte einher. Das machte der Referent Prof. Bohdan Tscherkes von der Nationalen Polytechnischen Universität Lwiw und Gastprofessor an verschiedenen Universitäten auf der Berlin Design Week direkt zu Beginn seines Vortrags klar.

»Design in Wartime«

Er widmet Teile seiner Professur-Arbeit dem ernsten und wichtigen Thema »Design in Wartime«. Dazu kuratierte er im Rahmen der Berlin Design Week auch eine Ausstellung.

Wie tief Design und Kriegführung historisch und aktuell miteinander verwoben sind, verdeutlichte Tscherkes im Talk durch einen eindringlichen visuellen Vergleich. Er stellte ein historisches Gemälde aus dem 17. Jahrhundert einer modernen Infografik von heute gegenüber.

Er zeigte ein klassisches Militärgemälde, das reitende Soldaten in dynamischen, kriegerischen Posen darstellt – die damalige Kunst, den Kampf zu inszenieren. Daneben präsentierte er ein modernes Grafik-Chart, das die Flugbahnen russischer Drohnen über der Ukraine während einer einzigen Nacht visualisiert.

Beides ist Design. 

Krisenzeiten bringen je nach Zeitgeist also ganz eigene Designbereiche hervor  – er benannte einige konkret: Refugee housing facilities, Shelters, Military Design, Art Therapy Design sowie Design for Recovery.

Die Ausstellung drehte sich genau um diese Ansätze räumlicher Strategien, sie zeigte 19 Arbeiten ukrainischer und österreichischer Design- und Architekturstudent:innen.

Eindrücke: 

Design in Wartime Impression der Ausstellung der Berlin Design Week

Design in Wartime Impression der Ausstellung der Berlin Design Week
Fotos: PAGE

Design in Wartime

Design in Wartime

 

Tolerance: Plakatkultur mit Haltung

Im selben Gebäude konnten Besucher:innen obendrein die Tolerance Poster Show bewundern, eine internationale Wanderausstellung. Gegründet von Mirko Ilić, erstreckte sich diese über ein ganzes Stockwerk.

Insgesamt 82 ausgewählte Poster beschäftigten sich mit dem Motto Toleranz.

Wie die Poster inszeniert waren, beeindruckte, denn alle waren auf dem Boden ausgelegt, nicht an den Wänden aufgehängt. Das hatte eine ganz spezielle Wirkung, denn am frühen Abend – kurz vor der Schließung des Gebäudes – fielen die Lichtstrahlen seitlich ins Innere des Stockwerkes.

So entstanden neben der tollen Plakatkunst hübsche, natürliche Lichtkonstellationen. An manchen Stellen gab es sogar kleine Regenbögen durch das einfallende Licht – ein perfektes visuelles Zusammenspiel mit dem Ausstellungsmotto der Toleranz.

Eindrücke der Posterausstellung:

Berlin Design Week Poster Show Tolerance in der Macherei Kreuzberg

Berlin Design Week Poster Show Tolerance in der Macherei Kreuzberg

Design zwischen Krieg und Haltung › PAGE online

Berlin Design Week Poster Show Tolerance in der Macherei Kreuzberg

Berlin Design Week Poster Show Tolerance in der Macherei Kreuzberg - Urban Signals Möbel
Urban Signals, Möbelkollektion Neuendorf Arterior

 

Fotos: PAGE

Passend zum Artikel: Design braucht eine sehr laute Stimme!

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Nah bei den Menschen: Neuer Webauftritt für Amnesty International › PAGE online


Von den Menschen und ihren Geschichten erzählt die neue Website von Amnesty International Schweiz, ermutigt zum Engagement und das alles mit einer umwerfend zeitgemäßen Gestaltung.

Nah bei den Menschen: Neuer Webauftritt für Amnesty International › PAGE online

Sich für Menschenrechte einzusetzen, ist immer dringlich und im Moment so dringlich, wie schon lange nicht mehr. Die weltweiten Hinrichtungen sind auf einem Höchststand, Autokraten gewinnen an Macht, es wird versucht, zentrale Menschenrechtsabkommen auszuhebeln und immer stärker gerät die Demokratie in Gefahr.

Handeln ist gefragt und das unterstreicht die neue Website von Amnesty International Schweiz.

Ganz auf Engagement und dessen Wirkung konzentriert, haben die Digitalagenturen mutoco, die schon für den stylischen Schweizer e-ID zuständig war, und webcloud7 die Plattform grundlegend neu konzipiert.

Im Zentrum stehen die Menschen und ihre Geschichten. Die von Dad Shah ist nur eine von vielen. Ende April wurde der Bruder der pakistanischen Menschenrechtsverteidigerin Fozia Baloch wohl von Sicherheitskräften aus seinem Haus entführt und seitdem fehlt jede Spur von ihm.

Hinzu kommen die willkürlichen Festnahmen und Hinrichtungen im Iran, das Todesstrafengesetz in Israel, aber auch die 10‑Millionen‑Schweiz‑Initiative, die Zuwanderung begrenzen möchte. Am 14. Juni 2026 wird es eine Volksabstimmung darüber geben.

Lebendige Farben, visuelle Pausen

Damit das Engagement für Menschenrechte für jeden unkompliziert ist, wurde die Website neu und übersichtlich strukturiert.

Vier Bereiche stehen dabei zur Verfügung: Themen, Mitmachen, Aktuell, Mehr. Anschließend öffnen sich Unterthemen, die neben klaren Überschriften, vor allem auch durch ihre Bilder geordnet werden.

Und auch hier stehen die Menschen im Mittelpunkt. Diejenigen, die Unrecht erfahren, aber auch diejenigen, die sich engagieren. Die Bilder führen mitten in Welt hinein und machen das Geschehen erlebbar.

Die Sans Serif ist bold und klar, die einzelnen Themen sind mit lebendigen Farben unterlegt – und das alles ist von sehr viel Weißraum umgeben. »Visuelle Pausen« inmitten der oft bedrückenden Inhalte nennen sie die Kreativen.

Auf drei Aspekte ist die neue Website fokussiert: auf die Recherche, darauf, das Engagement zu fördern und dessen Wirkung sichtbar zu machen.

So werden neben den klar strukturierten Inhalten immer auch konkrete Handlungsmöglichkeiten angeboten und Interessierte eingeladen, Teil der Bewegung zu werden.

Über den gestalterischen und auch inhaltlichen Relaunch hinaus wurde das Backend modernisiert, sodass die Redaktion wesentlich flexibler und effizienter darin sein kann, Inhalte zu erstellen und zu publizieren.

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Porträt der Woche: Anne-Katrin Ahrens › PAGE online


PAGE gefällt…: Grafikdesign von Anne-Katrin Ahrens aus Berlin, die mit ihrem Faible für Reduktion lichte Identities entwirft und stilisierte Buchstaben, die man sich ans Revers pinnen kann, die aber auch Augen rollen lässt – und zerschlissenen Smileys ein neues Leben schenkt.

Porträt der Woche: Anne-Katrin Ahrens › PAGE online

Name Anne-Katrin Ahrens

Location Berlin

Web annekatrinahrens.de

Start Studium in London und Hamburg, Master of Fine Arts. Stationen in London und New York. Heute Studio und Ausstellungsraum in Berlin-Kreuzberg. Lehrte Typografie. Gründete gemeinsam mit ihrer Schwester das Schmucklabel Ahrens Ahrens.

Stil Glaubt daran, dass Weißraum selten verschwendet ist.

Lieblingsmotiv Buchstaben und die Räume dazwischen.

Technik Ruhe herstellen. Weniger hinzufügen. Mehr weglassen.

Inspiration Punkt, Linie, Kreis. Ränder, Rhythmen und Pausen.

Kunden Für Marken und Kultur

Produktcollage der Naturkosmetikmarke YLN auf weißem Hintergrund. Zu sehen sind: Shampoo Bars in Papierverpackung, zwei schwarze Sprühflaschen (Leichte Pflege, Extreme Crème), ein Tablet mit der YLN-Salon-Website, eine botanische Tuschezeichnung einer Blume, ein weißes Sachet „Shampoo Bar ylang ylang/rosewood" und ein runder Seifenblock auf Stein. Oben links das kreisförmige YLN-Logo.
Corporate Identity für die Naturkosmetikmarke YLN
Zweiteiliges Produktbild. Links auf beigem Hintergrund eine weiß-transparente Plastiktüten-Grafik mit gelbem Smiley-Face und den Texten „THANK YOU" und „HAVE A NICE DAY!". Rechts dasselbe Motiv als Print auf einem naturweißen Canvas-Tote-Bag.
Edition: Tote Bag für leikela fine art
Links der Bucheinband von „Atelier Emozioni – Jessica Malm" auf hellem Leinen, mit dem Titel in großen blauen Serifenbuchstaben vor einem expressiven, bunten Gemälde-Hintergrund. Rechts drei aufgeschlagene Doppelseiten: eine mit Gemälde-Detailfoto und mehrfarbigem Titelschriftzug; eine mit blau-schwarzem Farbfeld und einer Gips-Hand-Skulptur; eine mit kleiner figurativer Zeichnung auf beigem Grund.
Katalog Atelier Emozioni von Jessica Halm
Nahaufnahme eines zerknitterten, an eine Betonwand geklebten Ausstellungsplakats. Leuchtend orangefarbenes Hochformat mit einem weichen grünen Halbkreis im oberen Drittel. Schwarzer Schriftzug in schräger Anordnung: „Wolfgang Tillmans – Today Is The First Day". Unten: „WIELS 1.2. – 24.5. wiels.org".
Typografie für Ausstellungsplakat Today is the first day von Wolfgang Tillmans, Wiels Brüssel
Zweiteiliges Kampagnenbild der Marke Fächer. Links: Mehrere übereinandergelegte Longsleeves in Dunkelgrau, Weiß, Blau, Gelb und Pink – alle mit Polka-Dot-Mustern und geometrischen Linien-Prints. Oben zwei schwarze Kreise als Markenzeichen. Rechts: Vogelperspektive auf einen Mann in weißem Longsleeve auf einer roten Tartanbahn.
Edition: Longsleeve in fünf Farben für den Ausstellungsraum Fächer 
mit Lisa Herfeldt

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