Künstliche Intelligenz
Proton Meet: Ende-zu-Ende verschlüsselte Videokonferenzen
Proton hat mit Meet einen Videokonferenzdienst vorgestellt, der alle Gespräche Ende-zu-Ende verschlüsselt. Der Dienst richtet sich an Unternehmensnutzer, die vertraulich kommunizieren wollen, ohne dass der Anbieter oder Dritte auf Inhalte zugreifen können. Meetings lassen sich ohne Konto per Link starten. In der kostenlosen Variante können bis zu 50 Personen maximal eine Stunde lang teilnehmen.
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Proton ist ein Schweizer Anbieter datenschutzorientierter Online-Dienste. Zum Portfolio gehören unter anderem Proton Mail, VPN, Drive und Pass. Nach eigenen Angaben nutzen mehr als 100 Millionen Menschen und Unternehmen die Dienste.
Mit Meet reagiert das Unternehmen nach eigener Darstellung auf Datenschutzprobleme gängiger Videokonferenzlösungen. Anbieter wie Zoom, Google und Microsoft könnten auf Metadaten, Chatverläufe und Gesprächsinhalte zugreifen, argumentiert Proton. Hinzu komme, dass Tech-Konzerne zunehmend Audio-, Video- und Chatdaten für das Training von KI-Modellen heranzögen. Auch den US CLOUD Act nennt Proton als Risiko: Er ermögliche US-Behörden den Zugriff auf gespeicherte Daten – selbst wenn die Server außerhalb der USA stehen. Das resultiere in Konflikten mit der DSGVO und ähnlichen Datenschutzgesetzen.
MLS als kryptografische Basis
Proton Meet verschlüsselt Audio, Video, Bildschirmfreigaben und Chatnachrichten Ende-zu-Ende. Selbst Proton habe keinen Zugriff auf die Inhalte, heißt es im Proton-Blog. Als kryptografisches Protokoll kommt Messaging Layer Security (MLS) zum Einsatz. Hierbei handelt es sich um einen offenen Standard für die sichere Gruppenkommunikation, der laut Proton unabhängig geprüft wurde. MLS aktualisiert die Sitzungsschlüssel automatisch, wenn Teilnehmer einem laufenden Meeting beitreten, sodass vorherige Inhalte geschützt bleiben.
Funktionen und Preise
Neben verschlüsselten Video- und Audiogesprächen bietet der Dienst eine Bildschirmfreigabe und einen ebenfalls Ende-zu-Ende-verschlüsselten Chat. Teilnehmer können über Desktop oder Mobilgerät beitreten, eine Anmeldung ist weder für den Gastgeber noch für die Teilnehmer nötig. Meetings lassen sich in Proton Calendar, Google Calendar und Microsoft-Kalender eintragen. Nutzer können Termine auch direkt in Proton Calendar anlegen und einen Meet-Link mit einem Klick einfügen. Zusätzlich bietet Proton eine Buchungsseite an, über die Dritte Termine im Kalender reservieren können.
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Der kostenlose Zugang erlaubt Meetings mit bis zu 50 Teilnehmern für maximal eine Stunde. Wer mehr braucht, kann den Tarif „Meet Professional“ ab 7,99 US-Dollar pro Nutzer und Monat buchen oder Proton Meet über die Workspace-Pakete des Anbieters nutzen.
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(fo)
Künstliche Intelligenz
Von MS-Office zu LibreOffice wechseln: So migriert man Dokumentvorlagen
Wer von Microsoft Office zu LibreOffice wechselt, denkt an den Import vorhandener Dokumente, Tabellen und Präsentationen – aber selten an die Vorlagen. Dabei steckt in sorgfältig gestalteten Briefköpfen, Protokollvorlagen und Tabellengerüsten oft viel Arbeit, die man sich nur ungern erneut machen möchte. LibreOffice kann zwar inzwischen auch mit Microsoft-Vorlagen im DOTX-, XLTX- und POTX-Format direkt umgehen. Das hat aber Nachteile, mehr dazu später.
- Wenn Sie von Microsoft Office zu LibreOffice wechseln, können Sie Ihre Vorlagendateien für Text, Tabellen und Präsentationen mitnehmen.
- LibreOffice kann zwar auch direkt mit Microsoft-Vorlagen umgehen, eine Umwandlung ins ODF-Format ist aber sinnvoller.
- Mehrere Vorlagen können Sie auf einen Rutsch via Kommandozeile und den Headless-Modus von LibreOffice konvertieren.
Wir zeigen in diesem Artikel, wo Microsoft Office und LibreOffice ihre Vorlagen speichern und wie Sie einzelne Dateien aus der LibreOffice-Oberfläche heraus manuell von Microsofts OOXML ins Open Document Format (ODF) konvertieren.
Außerdem erfahren Sie, wie Sie per Kommandozeile einen ganzen Vorlagenbestand in einem Rutsch umwandeln, ohne Ihre Firmenbriefköpfe einem Onlinekonverter anvertrauen zu müssen. Für kommende Artikel planen wir analog hierzu Anleitungen zur Migration von Textbausteinen und persönlichen Wörterbüchern sowie zur Schriftartenproblematik.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Von MS-Office zu LibreOffice wechseln: So migriert man Dokumentvorlagen“.
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Künstliche Intelligenz
Chromebooks: ChromeOS entfernen und stattdessen Linux oder Windows installieren
Auf den ersten Blick wirkt das Thinkpad auf dem Bild wie ein herkömmliches Linux-Notebook, doch ein Blick auf das spezielle Tastaturlayout und die Sondertasten verrät: Hier stimmt etwas nicht. Denn hier läuft ein Fedora-System mit KDE-Oberfläche auf einem Chromebook.
Chromebooks stehen im Ruf, günstig zu sein und mit seinem ChromeOS dennoch mehr als genug Power für die allermeisten Aufgaben zu haben. Warum möchte man es also von ChromeOS befreien? Darauf gibt es gleich mehrere Antworten: So wünschen sich Poweruser mehr Flexibilität und Leistung. Die offizielle Linux-Umgebung innerhalb ChromeOS erlaubt zwar die Installation vieler Linux-Anwendungen, aber eben nicht jeder. Zudem dürstet die Linux-Umgebung aufgrund der Virtualisierung nach Speicher und Rechenpower. Auf schwacher Hardware werden dann selbst schlanke Linux-Programme oft zäh in der Bedienung.
Auch Nachhaltigkeit spielt eine Rolle: In den vergangenen Jahren hat Google für Chromebooks zwar Update-Zeiträume von mehreren Jahren etabliert, doch etliche Geräte laufen dennoch ins Support-Ende, obwohl die Hardware noch flott genug ist, um weitere Jahre ihren Dienst zu verrichten. Nicht wenige Nutzer fühlen sich nicht wohl damit, in welchem Umfang Google KI-Anwendungen forciert oder wünschen sich mehr Datenschutz.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Chromebooks: ChromeOS entfernen und stattdessen Linux oder Windows installieren“.
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Künstliche Intelligenz
Mittwoch: NASA-Mondlandung weiter verschoben, EU droht WhatsApp mit Geldstrafen
Die NASA hat Artemis III als zweiwöchige Testmission im Erdorbit für 2027 bestätigt. Dabei sollen verschiedene Manöver aus Sicherheitsgründen näher an der Erde als auf dem weiter entfernten Mond erprobt werden. Die erste Mondlandung verschiebt sich auf Artemis IV im Jahr 2028. Derweil hat die EU-Kommission Meta Platforms angewiesen, dass WhatsApp rivalisierende KI-Chatbots innerhalb von fünf Tagen kostenfrei erlauben soll. Ansonsten drohen empfindliche Geldstrafen. Es ist eine bislang selten genutzte EU-Zwangsmaßnahme. Meta protestiert und wirft der EU vor, die eigenen Befugnisse zu überschreiten. Ein anderer KI-Anbieter hat gleichzeitig neue KI-Modelle herausgebracht. Anthropics Claude Mythos 5 gibt es für die NSA und ausgewählte Partner. Die veröffentlichte, eingeschränkte Version heißt Claude Fable 5. Abonnement gibt es keines, Fable 5 wird nach einer ersten Testphase ausschließlich nach jeweiliger Tokenmenge abgerechnet – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.
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Die NASA hat die vierköpfige Besatzung für die Artemis III benannt: Statt der ursprünglich geplanten ersten bemannten Mondlandung seit Apollo 17 wird diese Raumfahrt-Mission zu einer rund zweiwöchigen Testmission im niedrigen Erdorbit. Ende 2027 soll dabei das Orion-Raumschiff erstmals Rendezvous- und Andockmanöver mit Testversionen der Mondlander von Blue Origin und SpaceX erproben. Ursprünglich sollte Artemis III zwei Astronauten in der Nähe des Mond-Südpols absetzen. Nach der erfolgreichen Mondumrundung durch Artemis II beschreibt die NASA das neue Vorgehen als Schritt zur Risikominderung. Die erste tatsächliche Landung am lunaren Südpol verschiebt sich damit auf Artemis IV, voraussichtlich im Jahr 2028: Artemis III wird Testflug im Erdorbit nach Verschiebung der NASA-Mondlandung.
Die EU-Kommission hat Meta Platforms angewiesen, WhatsApp für konkurrierende KI-Chatbots kostenfrei zu öffnen. Das soll der Facebook-Konzern innerhalb von fünf Arbeitstagen umsetzen, sonst drohen Zwangsgelder in erheblicher Höhe. Es handelt sich um eine einstweilige Maßnahme. Diese soll gewährleisten, dass der Wettbewerb bis zum Abschluss des Kartellverfahrens nicht dauerhaft beeinträchtigt wird. Denn laut EU-Kommission könnte die bislang erhobene Gebühr für andere Chatbots „schweren und nicht wiedergutzumachenden Schaden für den Wettbewerb“ verursachen. Meta Platforms bezeichnet es als Kompetenzüberschreitung und kündigt Rechtsmittel an: WhatsApp muss nach EU-Anordnung andere KI-Chatbots kostenfrei zulassen, sonst droht Zwangsgeld.
Andere KI-Anbieter kümmern sich weniger um WhatsApp. So strebt Anthropic an die Börse, und für Börsenphantasie braucht es fabelhafte Möglichkeiten. Entsprechend heißt Anthropics neuestes Large Language Model (LLM) Claude Fable 5. Das hat das Unternehmen am Dienstag veröffentlicht. Es soll „alles übertreffen, was wir jemals allgemein verfügbar gemacht haben“. Der springende Punkt ist „allgemein verfügbar“, denn bei Fable 5 handelt es sich um eine inhaltlich eingeschränkte Variante des ebenfalls neuen Mythos 5. Dieses LLM wird, wie von Donald Trump als freiwillige Maßnahme angeordnet, vorerst nur der NSA und, wohl mit Zustimmung des Weißen Hauses, ausgewählte US-Unternehmen zur Verfügung gestellt: Anthropics Claude Mythos 5 erscheint als Fable 5 mit Schranken und wird teuer.
Die erste stabile Version der quelloffenen Web-Office-Suite Euro-Office ist veröffentlicht. Das gaben die federführenden Projektpartner Nextcloud und Ionos bekannt. Mit Euro-Office sollen Unternehmen, Behörden und andere Organisationen gemeinsam Dokumente, Tabellen und Präsentationen erstellen, bearbeiten und sich von proprietären Angeboten wie Microsoft Office oder Google Docs unabhängig machen können. Euro-Office soll zunächst vor allem in Kollaborations-Tools der Partner als Office-Modul Einzug finden. Technisch gesehen handelt es sich um einen Fork der quelloffenen Suite OnlyOffice. Das wird mit der moderneren Architektur und Codebasis im Vergleich zu LibreOffice und dessen Browservariante Collabora begründet: Euro-Office als erste Version des quelloffenen Web-Office ist da.
Rückschlag für die restriktive Visapolitik der US-Regierung: Ein Bundesrichter hat die von US-Präsident Donald Trump eingeführte Gebühr für bestimmte Arbeitsvisa für nichtig erklärt. Die Gebühr von 100.000 US-Dollar für ein Visum sei de facto eine Steuer, die die US-Regierung nicht ohne Zustimmung des Kongresses erheben könne, entschied Bundesrichter Leo Sorokin am US-Bundesgericht für Massachusetts. Im September 2025 hatte Trump für die Neuausstellung von Visa des Typs H-1B eine Gebühr von 100.000 US-Dollar eingeführt. Mit solchen Visa können ausgebildete Arbeitskräfte auf Anforderung von US-Unternehmen einreisen und eine Arbeit aufnehmen. H-1B-Visa sind vor allem im Silicon Valley beliebt, um ausländische Fachkräfte rekrutieren zu können: US-Gericht kippt Trumps Gebühr für Fachkräfte-Visa.
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Auch noch wichtig:
- Eine Space-Simulation mit steiler Lernkurve: In „Starminer“ baut der Spieler Mineralien im Weltraum ab. Die Aussicht ist top, die Bedienung zu komplex. Wir haben „Starminer“ angespielt: Wie „Anno“ im Weltraum, nur komplett anders.
- Einiges war anders an der WWDC-Keynote. Und nicht alles gefällt. Dabei zeigt sich Apple gerade so einsichtig wie selten, meint Malte Kirchner in seinem Kommentar zur WWDC-Keynote: Fundamente statt Hochhäuser.
- AWS verschaltet seine Rechenzentren mit passiven Shuffleboxen und „sprüht“ Daten quasi-zufällig durchs Netz: So spart sich AWS 69 Prozent der Router.
- Apple meint, der Digital Markets Act verhindere das neue KI-System des Konzerns, mit dem Siri besser werden soll. Die Europäische Kommission reagierte prompt: EU reagiert auf Apples Siri-AI-Blockade, weist DMA-Vorwürfe zurück.
- Ein Kettenbrief warnt vor KI-Zugriff auf WhatsApp-Chats. Die Behauptung ist falsch – und trotzdem gibt es ein großes Problem bei WhatsApps Datenschutz: KI-Kettenbrief ist fake – aber es gibt trotzdem ein WhatsApp-Problem.
- Volkswagen hat eine API geändert, wodurch Nutzer über Drittanbieter-Apps wie EVCC nicht mehr an ihre Daten kamen. Wir haben nachgefragt, was da los ist angesichts des Frusts bei E-Auto-Fahrern: Schnittstelle für Drittanbieter weg – VW arbeitet dran.
- Das Update für Google Chrome sollten Nutzerinnen und Nutzer rasch installieren, da eine der geschlossenen Lücken angegriffen wird. Man sollte jetzt aktualisieren: Chrome-Update schließt angegriffene Sicherheitslücke.
- Auf Chromebooks läuft nicht nur ChromeOS. Wenige Handgriffe verwandeln sie in vollwertige Notebooks mit Linux oder Windows. Wir zeigen, wie das geht: ChromeOS von Chromebooks entfernen und stattdessen Linux oder Windows installieren.
- Google senkt die Kosten für sein günstigstes KI-Abonnement und verdoppelt das Speichervolumen. Zudem gibt es eine neue Tarifstufe mit 2 TByte Cloudspeicher: Google reduziert Preis für AI-Plus-Abo und verdoppelt Speicher.
- Die gestrige WWDC-Keynote war für Tim Cook historisch: Es war seine letzte offizielle Präsentation als Apple-Chef. Der Abschied erfolgte eher leise als laut: Tim Cooks leiser Abschied bei der WWDC-Keynote.
- Neben iOS 27 und Co. bekommen auch Apples kleinere Geräte frische Betriebssysteme. Diese Neuerungen wurden bekannt für tvOS 27 und watchOS 27: Das ist neu bei Apple TV und Apple Watch.
- Das russische Unternehmen Buro 1440 will eine Konstellation für Satelliteninternet aufbauen. Es gibt offensichtlich Probleme, ein Satellit ist bereits verglüht: Russischer Internetsatellit stürzt ab.
(fds)
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