Künstliche Intelligenz
Radonbelastung senken: DIY-Lüfter für den Keller im Eigenbau
In den Artikeln „Radioaktives Radon: Warum es ein unterschätztes Risiko ist“ und „Radonsensor im Selbstbau: Messgerät aus Konservendose“ habe ich viel über die Gefahren von Radioaktivität, Radon und seinen Folgeprodukten berichtet. Sie konnten die Spuren sehen, die Strahlung in der Nebelkammer zeichnet, und Ionen in einer „Blechdose“ (die Ionenkammer) sammeln, trennen und messen. Bei so manchem wird dies sicher ein Gefühl der Beklemmung hervorgerufen haben, und aus einem „Ich habe kein Radon im Keller“ wurde ein „Mist, was mache ich nur dagegen“. Genau darum soll es in diesem letzten Artikel der Radon-Miniserie gehen.
Zuerst einmal bitte cool bleiben. Vermutlich ist Ihr Problem gar nicht so schlimm. Und wenn doch, so gibt es viele Möglichkeiten, die Radonbelastung zu verringern. Welche Möglichkeit für Sie am besten geeignet ist, entscheiden entweder Sie selbst, oder Sie beauftragen einen sachverständigen Radonberater. Fallen Sie aber nicht auf selbst ernannte „Fachleute“ herein, denen nur an Ihrem Geld, nicht aber an Ihrer Gesundheit gelegen ist. Zertifizierte Sachverständige finden Sie auf der Homepage des Bundesamtes für Strahlenschutz BfS. Oft lohnt sich auch ein Anruf bei den Umweltschutzbehörden der einzelnen Bundesländer.
- Methoden zur Radonentfernung
- Kalibrierung der Ionenkammer
- Radon mit Lüfter entfernen
Als Erstes sollte nun eine genaue Messung der Radonbelastung über einen Zeitraum von mehreren Monaten, besser noch über ein Jahr, erfolgen. Nicht jede Einzelmessung über 300 Bq/m3 muss Anlass zur Sorge sein. Maßgeblich ist die durchschnittliche Radonbelastung. Radonmessungen über ein komplettes Jahr ermöglichen eine gute Aussagekraft der Ergebnisse, da dadurch jahreszeitliche Schwankungen ausgeglichen werden.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Radonbelastung senken: DIY-Lüfter für den Keller im Eigenbau“.
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Künstliche Intelligenz
WTO warnt vor Ende des KI-Booms wegen Energiemangel
Die Weltwirtschaft steht an einem Wendepunkt, an dem die Verheißungen der Künstlichen Intelligenz auf die harte Realität der globalen Energiepolitik treffen. In ihrem „Global Trade Outlook 2026“ zeichnet die Welthandelsorganisation (WTO) ein Bild, das von extremer Volatilität geprägt ist. 2025 verlief trotz hoher Handelshemmnisse und der protektionistischen Zoll-Politik Donald Trumps zwar überraschend robust. Doch nun sind die dunklen Wolken am Horizont kaum mehr zu übersehen. Hauptgrund für die Sorge der Genfer Experten ist eine paradoxe Wechselwirkung: Die Technologie, die den Welthandel zuletzt stützte, ist seine größte Achillesferse geworden.
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KI hat sich innerhalb kurzer Zeit von einem Nischenthema zum Rückgrat des globalen Investitionswachstums entwickelt. Laut den Daten der WTO entfielen im vergangenen Jahr rund 70 Prozent des gesamten Investitionswachstums in Nordamerika auf KI-bezogene Güter. Zum Vergleich: In den Jahren vor dem Immobiliencrash von 2008 machte der Bausektor lediglich 30 Prozent aus.
Diese hohe Konzentration birgt Risiken. WTO-Chefökonom Robert Staiger hob bei der Präsentation des Handelsausblicks hervor, dass die Schlüsseltechnik in Bezug auf ihre tatsächliche langfristige Fähigkeit zum Liefern von Erfolgen noch immer unbewiesen sei. Da die Investitionen zudem auf eine kleine Gruppe extrem großer Konzerne fokussiert seien, könnte jede Erschütterung des Vertrauens oder der Rahmenbedingungen fatale Folgen haben.
Nahost-Konflikt bedroht Rechenpower-Nachschub
Hier kommt nach Ansicht der WTO der Konflikt im Nahen Osten mit dem Iran-Krieg im Zentrum ins Spiel. Die Region ist nicht nur ein geografisches Nadelöhr für den Welthandel, sondern vor allem Hauptlieferant für Energie und Düngemittel. Ein lang anhaltender Zeitraum hoher Ölpreise würde die Betriebskosten der ohnehin extrem energieintensiven KI-Infrastruktur massiv in die Höhe treiben, warnt die internationale Organisation.
Der Betrieb von Rechenzentren und die Fertigung moderner Halbleiter verschlingen riesige Mengen an Strom. Sollten die Energiepreise über das gesamte Jahr 2026 hinweg auf hohem Niveau bleiben, könnte dies den KI-Boom laut Staiger empfindlich „einklemmen“.
Die WTO schätzt, dass ein dauerhafter Energieschock das Wachstum des Warenhandels um zusätzliche 0,5 Prozentpunkte drücken würde. Das würde die ohnehin vorsichtige Prognose von 1,9 Prozent Wachstum gefährlich nahe an eine Stagnation bringen. Neben den Energiekosten verändert die politische Landschaft die Handelsströme grundlegend. Die USA unter Trump haben die Zölle auf ein seit Jahrzehnten nicht mehr gekanntes Niveau angehoben. Dies führte 2025 allein zu einem Einbruch der US-Importe aus China um 29 Prozent.
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Neue Handelsrouten und schwindende WTO-Prinzipien
Dennoch wuchs der Welthandel insgesamt um 4,6 Prozent, da viele Unternehmen ihre Importe vor Inkrafttreten der Zölle vorzogen und China seine Warenströme erfolgreich nach Asien, Afrika und Lateinamerika umleitete. Besonders die Volkswirtschaften von Singapur, Thailand und Vietnam profitierten von dieser Verschiebung und fungierten als neue Motoren des Welthandels. Die Fragmentierung der Weltwirtschaft wird jedoch immer deutlicher. Der Anteil des Handels, der nach dem sogenannten Meistbegünstigungsprinzip der WTO abgewickelt wird, sank von 80 Prozent 2024 auf nur noch 72 Prozent Anfang 2026.
Das bedeutet, dass immer mehr Geschäfte über bilaterale Sonderabkommen oder durch protektionistische Hürden beeinflusst werden. Die WTO selbst kämpft in diesem Umfeld um ihre Relevanz, während die großen Blockbildungen zwischen den USA und China die globalen Lieferketten zerreißen. Für das laufende Jahr bleibt die Frage entscheidend, ob die Dynamik im KI-Sektor ausreicht, um den Sog der hohen Energiekosten und der geopolitischen Spannungen auszugleichen. Die Weltwirtschaft steuert den Handelsexperten zufolge auf ein Jahr zu, in dem die Rechenleistung von Chips gegen die Förderleistung von Ölquellen antritt.
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(nie)
Künstliche Intelligenz
Nach OpenAI und Microsoft: Perplexity stellt Gesundheits-KI vor
Der KI-Anbieter Perplexity AI hat mit „Perplexity Health“ einen neuen Dienst vorgestellt, der persönliche Gesundheitsdaten aus Wearables, Apps und Patientenakten zusammenführt. Der Dienst soll auf der Basis Fragen zum Wohlbefinden beantworten – etwa zu Herzfrequenz-Trends oder Trainingsplänen. Zunächst steht Perplexity Health für Abonnenten in den USA bereit.
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Perplexity Health soll sich direkt mit Angeboten wie Apple Health, Fitbit und Withings verbinden können, um deren Daten einzubeziehen. Als weitere Datenquellen dienen Perplexity zufolge elektronische Patientenakten von mehr als 1,7 Millionen Gesundheitsdienstleistern. Ein personalisiertes Dashboard soll persönliche Gesundheitsentwicklungen visualisieren.
In Kombination mit der Ende Februar vorgestellten KI-Agenten-Plattform „Perplexity Computer“ sei der Dienst in der Lage, maßgeschneiderte Pläne, zum Beispiel für das Marathon-Training oder Ernährungsempfehlungen zu erstellen, die unter anderem auf Fitnessdaten und Laborwerten basieren. Pro- und Max-Abonnenten in den USA erhalten als erste Zugriff, weitere Regionen und Nutzergruppen sollen folgen. Wer möchte, kann sich auf eine Warteliste setzen lassen.
Der Dienst sei „nicht dazu bestimmt, Krankheiten oder andere Beschwerden zu diagnostizieren, zu behandeln oder zu verhindern, und ist kein Ersatz für professionelle medizinische Beratung“. Vor der Nutzung des Dienstes rät Perplexity, mit dem Arzt oder der Ärztin zu sprechen. Ähnliche Dienste haben kürzlich auch Microsoft und OpenAI angekündigt. OpenAIs Dienst ChatGPT Health hat einer Studie zufolge bisher jedoch nicht gut abgeschnitten und sogar gefährliche Ratschläge erteilt. Studienergebnisse für Copilot Health sollen laut Microsoft bald veröffentlicht werden.
(mack)
Künstliche Intelligenz
c’t-Videoreihe: Das haben wir aus unserem Wetterballon-Flug gelernt (Teil 4)
Mit relativ einfacher Consumer-Technik kann man eindrucksvoll die Interaktion zwischen Weltraum und Erdatmosphäre erforschen. In einer vierteiligen Videoreihe führt Physikerin und Wissenschaftsjournalistin Anne-Dorette Ziems durch die rechtssichere Planung des Wetterballons, das Basteln eigener Messgeräte, einen nervenaufreibenden Starttag und die Auswertung der Messdaten.
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Zum Abschluss geht es an die Daten: Hat die Technik durchgehalten? Wie verändern sich Temperatur, Druck und Strahlung mit der Höhe? Und was kann man aus den Messungen lernen – auch aus den Dingen, die nicht funktioniert haben?
Im ersten Teil haben wir uns durch den Behördendschungel gekämpft. Denn prinzipiell kann in Deutschland jeder einen Wetterballon starten. Es gibt aber natürlich einige Auflagen und Regeln zu beachten.
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Teil 1: Wir schicken unseren Wetterballon in die Stratosphäre!
Der zweite Teil spielte sich vor allem am Lötkolben und am Computer ab. Wir basteln unsere Messgeräte. Erst die Hardware, dann die Software. Mit an Bord: Kameras für spektakuläre Aufnahmen, Sensoren für Temperatur, Luftdruck und Luftfeuchtigkeit – und als Highlight ein selbst gebauter Myonendetektor zur Messung der Höhenstrahlung.
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aspberry Pi, Arduino & LoRa: Das kommt in unsere Wetterballon-Sonde! (Teil 2)
Doch was passiert, wenn der Ballon außer Sicht gerät? Im dritten Teil starteten wir den Wetterballon und jagten ihm hinterher. Es ging quer durchs Land – immer den empfangenen Funksignalen hinterher. Bis wir irgendwann plötzlich keine Funksignale mehr empfingen.
(mond)
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