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Repair-Cafés jubeln: Bundestag beschließt Ökodesign-Reform für Nachhaltigkeit


Der Bundestag hat am Donnerstag ein Gesetzespaket verabschiedet, das die Spielregeln für Produkte auf dem deutschen Markt grundlegend ändern soll. Die Abgeordneten beschlossen den Regierungsentwurf zur Modernisierung der nationalen Umsetzung europäischer Regeln zum Ökodesign und zur Energieverbrauchskennzeichnung mit Änderungen aus dem Wirtschaftsausschuss. Für das Vorhaben stimmten die Koalitionsfraktionen von CDU/CSU und SPD. Die Opposition war geschlossen dagegen.

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Ziel der Initiative ist es, das deutsche Recht an die verschärften europäischen Vorgaben anzupassen. Künftig soll gelten: Produkte müssen nicht nur effizienter werden, sondern auch langlebiger, reparaturfreundlicher und wiederverwertbarer. Davon sollen Verbraucher profitieren: Wenn im Handel ein Energielabel eine bestimmte Effizienzklasse verspricht, muss diese Angabe verlässlich sein. Durch langlebige Geräte und geringere Verbräuche sollen die Kosten der Haushalte sinken. Zudem leistet die Novelle laut dem Parlament einen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft.

Damit die Vorschriften nicht zum Papiertiger mutieren, stärkt das Gesetz die Marktüberwachung der Bundesländer. Die Sanktionsmöglichkeiten bei Verstößen haben die Abgeordneten aktualisiert und an Standards wie das Marktüberwachungsgesetz angepasst. Wenn Hersteller oder Händler schummeln oder falsche Angaben machen, können die Behörden künftig schlagkräftiger durchgreifen. Das soll faire Startbedingungen schaffen und deutsche Qualitätshersteller, die bereits auf Langlebigkeit setzen, vor unlauterem Wettbewerb und minderwertigen Billigimporten schützen.

Besonderen Grund zur Freude hat die ehrenamtliche Reparaturbewegung. Mit der Neufassung führt das Parlament die gesetzliche Kategorie des „nicht-gewerblichen Reparateurs“ ein. Damit ist erstmals klar geregelt: Auch Repair-Cafés und ehrenamtliche Initiativen gelten als fachlich kompetent und haben einen rechtssicheren Anspruch auf Ersatzteile und Reparaturanleitungen der Hersteller.

Der Runde Tisch Reparatur begrüßt diesen Meilenstein: Gerade bei Elektrokleingeräten vom Wasserkocher bis zum Toaster sei eine gewerbliche Reparatur oft wirtschaftlich unrentabel. Die Hürden für den Nachweis – wie etwa eine Vereinsmitgliedschaft oder eine Eigenerklärung zur Sicherheit – hat der Gesetzgeber niedrig gehalten.

Weniger glücklich zeigt sich der Runde Tisch bei den freien gewerblichen Betrieben, die außerhalb der Handwerksordnung agieren. Dabei geht es etwa um unabhängige Smartphone-Werkstätten. Sie sind im Gesetzestext nicht explizit erwähnt, weshalb ihre Anerkennung weiter im Ermessen der Hersteller liegt. Der Bundestag fordert die Bundesregierung zwar in einer Entschließung auf, eine bürokratiearme Einbindung dieser Betriebe zu prüfen und alternative Registrierungslösungen abzuwägen. Eine sofortige Lösung im Sinne eines zentralen Registers wurde aber vertagt.

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Die Debatte im Ausschuss legte Gräben offen. Die SPD lobte den neu vorgeschriebenen digitalen Produktpass als zentrales Werkzeug, um Rohstofftransparenz zu schaffen und eine echte Kreislaufwirtschaft einzuläuten. Die AfD sprach dagegen von einem „Bürokratiehammer“. Vor allem für den Mittelstand sei der Dokumentationsaufwand und das Vorhalten großer Ersatzteillager eine Belastung. Die Exekutive versprach, die Umsetzung über intensive Praxisdialoge bürokratiearm und mittelstandsfreundlich zu gestalten.


(nie)



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BOS-Funk: ETSI standardisiert Funk für Behörden


Das europäische Standardisierungsgremium für Telekommunikation ETSI hat ein neues Komitee für kritische drahtlose Kommunikationsnetze gegründet. Das TC CCS (Critical Communication Systems) soll Digitalfunkstandards für Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienste, Verteidigung, Verkehr, Energieversorger und andere Betreiber kritischer Infrastrukturen weiterentwickeln.

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Dabei geht es sowohl um neue Spezifikationen für Breitbandnetze als auch um die Weiterentwicklung des in die Jahre gekommenen aber robusten TETRA-Standards. Die Auftaktsitzung der Gruppe fand laut ETSI am 12. und 13. Mai im französischen Sophia Antipolis statt, dem Sitz der ETSI.

Ziel des Komitees ist nicht, TETRA unverzüglich abzulösen und abzuschalten. Der europäische Standard ist weltweit im Einsatz und für robuste Sprachkommunikation bekannt. Ein großer Vorteil ist zudem der Direktmodus (DMO), der im Falle eines Netzausfalls weiter Kommunikation erlaubt.

TETRA bietet jedoch nur wenige Kilobit pro Sekunde Datenrate und ist deshalb für moderne Anwendungen wie das Versenden von Bildern, Videos, Karten und Sensordaten wenig bis gar nicht geeignet. Diese Daten haben sich jedoch in den letzten Jahren als enorme Hilfe beim Beurteilen von Gefahrenlagen und dem Einsatzgeschehen herausgestellt. Immer mehr Sicherheitsbehörden und Hilfsorganisationen digitalisieren ihre Einsatzleitungen stark und nutzen beispielsweise Quadrocopter sowie GPS-Tracker, um den Überblick zu behalten.

Das TC CCS soll sich deshalb damit beschäftigen, Standards und technische Berichte für schmal- und breitbandige kritische Kommunikation zu schaffen. Dabei geht es zwar auch um die Weiterentwicklung von TETRA, vor allem aber um modernere Mobilfunktechniken wie 5G und LTE. Diese bieten gegenüber TETRA selbst bei vergleichsweise schmalen Kanälen mehr Bandbreite (einige Dutzend bis mehrere Hundert Megabit pro Sekunde) und sind somit besser für die höheren Anforderungen der Digitalisierung geeignet.

Das Komitee soll Spezifikationen für das geplante European Critical Communications System, kurz EUCCS, vorbereiten, das bis 2030 etabliert werden soll. Es ist nicht als ein einziges zentrales EU-Behördenfunknetz zu verstehen. Ziel ist vielmehr, die Kommunikationssysteme von Behörden und Hilfsorganisationen in Europa interoperabel zu machen – insbesondere für grenzüberschreitende Einsätze. Die EU-Kommission beschreibt EUCCS als System, das die Netze von europäischen Strafverfolgungsbehörden, Zivilschutz und Public-Safety-Organisationen verbindet.

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Auch TETRA kennt mit dem Inter-System Interface Ansätze für netzübergreifende Kommunikation. In der Praxis blieb echtes Roaming aber selten, weil Implementierung, Betrieb, Sicherheitsvorgaben und Berechtigungsmodelle komplex sind. Zumal neben TETRA noch weitere Standards wie Tetrapol und DMR im Einsatz sind.

Das EUCCS soll am Ende aber nicht nur interoperable Funktechnik liefern, sondern auch Standardisierung hinsichtlich Rollen, Prioritäten, Sicherheitsvorgaben und Betriebsprozessen. Das EUCCS ist damit als mehrschichtiger Rahmen für die Zusammenarbeit von Einsatzorganisationen angelegt.

Technische Grundlage für Behördenfunk per LTE und 5G sollen die Mission Critical Services aus der 3GPP-Standardisierung sein. Dazu gehören MCPTT für einsatzkritische Push-to-Talk-Sprachkommunikation, MCData für Daten und MCVideo für Video. Diese Dienste sollen Eigenschaften klassischer Behördenfunknetze in LTE- und 5G-Umgebungen übertragen: Gruppenkommunikation, Priorisierung, sichere Authentifizierung und kontrollierte Nutzung auch unter hoher Netzlast.

Die ETSI sieht dabei offenbar Harmonisierungsbedarf. Auch wenn nationale Systeme künftig auf 3GPP-Standards basieren, müssen sie nicht automatisch problemlos zusammenspielen. Das neue TC CCS soll Anforderungen von Regierungen, Einsatzorganisationen, Netzbetreibern, Regulierern, Industrie und Betreibern kritischer Infrastrukturen bündeln und daraus technische Spezifikationen und Berichte ableiten.

Staatliche BOS-5G-/LTE-Netze sollen daraus nicht zwangsläufig entstehen: EUCCS legt derzeit kein einheitliches Betriebsmodell fest. Nationale Lösungen können dedizierte, kommerzielle oder hybride Infrastrukturen nutzen; entscheidend sind Interoperabilität, Priorisierung und gesicherte Mission-Critical-Dienste. Belgien und Norwegen planen etwa, die Basisstationen kommerzieller Mobilfunker zu nutzen, das Core-Netz jedoch selbst zu betreiben. Sie agieren also wie ein virtueller Netzbetreiber ohne Basisstationen. Dort, wo kommerzielle Mobilfunker nicht abdecken oder weniger Kapazität vorhalten, sind jedoch trotzdem eigene Antennenstandorte möglich.

Die ETSI nennt als Ziel, mit den Arbeiten die Einführung von EUCCS bis 2030 vorzubereiten. Beim Auftakttreffen des neuen Komitees kamen nach ETSI-Angaben mehr als 50 Organisationen aus dem Umfeld kritischer Kommunikation zusammen.

Den Vorsitz übernimmt Ari Toivonen vom finnischen Netzbetreiber Suomen Erillisverkot. Stellvertreter sind Renaud Mellies vom französischen Innenministerium für den Breitbandbereich und David Chater-Lea vom TETRA-Hersteller Sepura für den Schmalbandbereich.


(amo)



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„The Boroughs“: Opa entdeckt Stranger Things


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This article is also available in
English.

It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Schon von Weitem sieht „The Boroughs“ aus wie „Stranger Things“ mit Rentnern statt mit Schülern. Der Vergleich drängt sich auf, weil die neue Netflix-Serie von den Duffer-Brüdern zwar nicht geschrieben, aber produziert wird. Parallelen gibt es viele. Auch hier geht es um eine Clique normaler Menschen in einer trügerischen Kleinstadtidylle, die mit dem Einbruch des Übernatürlichen in ihren Alltag klarkommen müssen, sich zusammenschließen und dagegen kämpfen. Sie schleichen mit der Taschenlampe durch verbotene Tunnel, streiten und vertragen sich, fahren nachts heimlich noch wohin. Nur eben nicht mit dem Fahrrad, sondern mit dem Golfcart. Alle acht Folgen sind am 21. Mai auf Netflix gelandet, bereit zum Bingen.

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Die Serie wird hauptsächlich aus der Perspektive des alten, gebrochenen Ingenieurs Sam Cooper erzählt. Wie Alfred Molina den trauernden, wütenden und verlorenen Witwer darstellt, ist die vielleicht größte Attraktion der Serie. Die künstliche Idylle zerschellt an Molinas hängenden Mundwinkeln. Cooper wird zu Beginn mehr oder weniger gegen seinen Willen von der hilflosen, wohlmeinenden Tochter in der titelgebenden Senioren-Community abgeliefert. Er will in Ruhe gelassen werden. Als er beim Einzug einen KI-Sprachassistenten in seinem neuen Heim entdeckt, reißt er das Gerät aus der Wand. Überhaupt schaut der alte Ingenieur lieber unter Wandabdeckungen und Motorhauben, als sich mit anderen Menschen abzugeben. Abends entspannt er vor dem Röhrenfernseher.


Nachdenkliche Gesichtsausdrücke, die Geräte eher unscharf im Vordergrund: „The Boroughs“ interessiert sich nicht für technische oder biologische Detailfragen. (Bild:

Netflix

)

Dass diese und viele andere Rollen nicht ins Klischeehafte kippen, liegt an der quicklebendigen Präsenz von Molina und einem gutgelaunten Altstar-Ensemble. Alfre Woodard als furchtlose Ex-Journalistin und Denis O’Hare als Cocktails schlürfender Krebspatient spielen so überzeugend, dass man nie wieder Teenagern zuschauen will.

Mit Freude stürzt sich das Ensemble auf die explizite Darstellung all der Dinge, die ab einem gewissen Alter als unangemessen oder unanständig gelten. Sams wilde alte Nachbarn flirten, plaudern über ihr Sexualleben, trinken Cocktails und reiben sich mit Cannabis-Balsam ein.

Allerdings werden sie auch schon ab der ersten Folge von einem namenlosen Schrecken dezimiert, der aus dem Senioren-Suburb eine doppelte Falle macht. Anfangs lehnt sich Sam noch gegen den Einzug in „Gottes Wartezimmer“ auf. Schnell versteht er aber, dass man in die Boroughs kommt, um nochmal richtig zu leben. Einige leben hier allerdings auffällig kurz.

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Etwas schrill fällt die Gestaltung der Gated Community aus. „The Boroughs“ sehen aus wie eine Disney-Planstadt der 1950er Jahre. Alles ist zu sauber, zu perfekt, das Personal schleimig, dazu liegt es isoliert in der Wüste. Spätestens, als man die Einrichtung für Demenzkranke sieht, will man schreiend fliehen. So lassen sich anfangs ein paar treffende Pointen darüber platzieren, wie alte Menschen bevormundet werden. Einige Dialoge klingen wie aus dem Altersheim abgeschrieben.

Leider fällt der Mystery-Teil der flotten Rentnergeschichte nicht besonders geheimnisvoll aus. Für Genre-Fans oder einfach nur Menschen, die in den vergangenen Jahren Netflix abonniert hatten, ist hier eigentlich nichts neu. Nostalgisch wirkt die Serie nicht nur, weil die Oldies ihre Lieblingsplatten der 70er, 80er und 90er auflegen, sondern weil man den Body Horror, die widernatürlichen Schrecken, schrecklichen alten Geheimnisse und das unheimliche Leuchten aus diversen Filmen wiedererkennen könnte.

Die ersten Takte des Mysterys-Plots fallen noch sehr launig aus. Eher banal und etwas wahllos wirken die Enthüllungen, doch die Geschichte funktioniert. Nicht der Anblick eines Monsters ist das Erschütternde, sondern Molinas Reaktion darauf. Im Verlauf der Staffel muss man dann aber schon viel guten Willen mitbringen, um dem Quatsch noch zu glauben. Einige dramatisch gemeinte Enthüllungen scheitern einfach an der Inszenierung, vor allem Maskeneffekte sehen leider nicht so überzeugend aus. Ein besonders dramatischer Augenblick gegen Ende der Staffel kippt ins unfreiwillig Komische.

Ein paar gute Ideen stecken in dem Geheimnis. Es passt zu den Problemen, über die Sams Nachbarn auch abends an der Feuerschale plaudern. Doch die Stärke der Serie bleibt das Schauspiel-Ensemble. Die rebellischen, ungezogenen Alten machen einfach Spaß beim Zuschauen, und sie verwandeln den düsteren Stoff in etwas Leichteres. Teenager haben noch etwas zu verlieren. Die Senioren dagegen wussten schon vorher, dass sie irgendwann demnächst sterben könnten. Und sie sind nicht bereit, brav auf das Ende zu warten.

Die furchtlosen Helden haben etwas Erfrischendes. Endlich muss man mal nicht mehrere Episoden lang warten, bis irgendwelche Teenager den Mund aufbekommen. Auch deswegen ist „The Boroughs“ öfter lustig als spannend. Wie eine Jugendbande mit Knie- und Rückenschmerzen ziehen die Senioren mit großen Augen und gezückten Messern in die Gefahr. Munter klopfen sie dabei Sprüche, schmieden Pläne und überlisten fiese junge Menschen. Als Komödie funktioniert die Serie in solchen Szenen hervorragend.

„The Boroughs“ ist aber nicht nur eine Komödie. Die Geschichte dreht sich um ein wahllos inszeniertes, schlecht erklärtes Geheimnis, das nach dem Schauen keinen rechten Sinn ergibt. Sam ist Ingenieur, auch seine Nachbarn bringen alle eine besondere Expertise mit, die bei diesem Fall helfen könnte. Doch die Szenen, in denen etwas recherchiert, gebaut oder endlich verstanden wird, sind besonders einfallslos. Wenn etwas Unerhörtes aus Röhrenfernsehern gebaut wird, oder eine Bildersuche zu einem unwahrscheinlichen Ergebnis führt, dann bekommt man das nur abgekürzt, vielleicht als Montage zu sehen.

Wer bei einer Mystery-Serie nachverfolgen möchte, wie ein vertracktes Geheimnis Schicht um Schicht aufgedeckt wird, sollte „The Boroughs“ also eher nicht gucken. Das könnte enttäuschend werden. Wer aber mitlachen kann, wenn ein paar Senioren nochmal auf das Leben anstoßen, der wird gut unterhalten. Und wenn dann die Ausdauer nur für die ersten sechs Folgen reicht, hat man vielleicht gar nicht so viel verpasst.


(dahe)



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Product Owner AI Day 2026: Konferenz und Workshop für KI im Produktmanagement


Künstliche Intelligenz ist inzwischen in der Produktarbeit angekommen. Nach der erfolgreichen Erstausgabe des Product Owner AI Day im Herbst 2025 findet die Online-Konferenz am 9. Juli 2026 zum zweiten Mal statt. Der Schwerpunkt liegt dieses Mal auf KI-Agenten und Automationen, um Workflows im Arbeitsalltag zu vereinfachen, Produkte mit KI sinnvoll zu gestalten und bessere Produktentscheidungen zu treffen. Ausgerichtet wird die Konferenz von dpunkt.verlag und iX in Kooperation mit Marc Bless. Frühbucher profitieren derzeit von vergünstigten Preisen.

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Der Product Owner AI Day richtet sich an all jene, die an der Schnittstelle von Produkt, Technologie und Innovation arbeiten – etwa Product Owner, Produktmanagerinnen, Innovation-Manager oder Product Leads und Heads of Product.


Marc Bless

Marc Bless

Marc Bless hat 1984 angefangen, Software zu entwickeln. In den 90ern hat er Informatik mit Schwerpunkt Künstliche Intelligenz studiert und beschäftigt sich seit 1996 mit adaptiven Systemen, agilen Methoden und intelligenten Automatisierungen. Als Gründer und Geschäftsführer von BlessAI unterstützt er Unternehmen dabei, künstliche Intelligenz strategisch zu integrieren.

Am Tag nach der Online-Konferenz, dem 10. Juli, bietet Marc Bless einen ganztägigen Online-Workshop an. Dort können Produktmanagerinnen und -manager sowie Product Owner in einen KI-Deep-Dive eintauchen. Sie lernen praktisch, wie sie mit Automationen und KI-Agenten echte Produktivitätsgewinne erzielen und komplette Workflows neu denken. Wer teilnimmt, sollte sowohl Zugang zu KI-Tools als auch bereits eine grundlegende Erfahrung damit besitzen. Detaillierte Angaben zu den Voraussetzungen sind auf der Konferenz-Website hinterlegt.

Am Ende des Tages sollen die Workshop-Besucher ein tiefes Verständnis für moderne KI-Anwendungen über ChatGPT hinaus mitnehmen, eigene Automationen und Agenten für ihre tägliche Arbeit konzipieren können und wissen, wie sie ihre Effizienz durch smarte, wiederverwendbare Workflows steigern können.

Ein Ticket für den Workshop lässt sich im Online-Ticketshop für 599 Euro (zzgl. MwSt.) buchen.

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Das Programm der Online-Konferenz am 9. Juli besteht aus sechs jeweils 45-minütigen Vorträgen sowie einer Abschlussdiskussion unter Moderation von Marc Bless mit den Referentinnen und Referenten des Tages. Die Vorträge gehen praxisnah darauf ein, wie künstliche Intelligenz in der Produktentwicklung unterstützen kann.

So zeigt Gregor Biswanger unter dem Motto „Nichts lügt mehr als eine veraltete Dokumentation“, wie sich KI durch Spec-Driven Development präzise steuern lässt. Miriam Suchet demonstriert, wie Product Owner mit KI in fünf konkreten Schritten von der tragfähigen Vision bis zur Stakeholder-Freigabe kommen, während laut Markus Andrezak künstliche Intelligenz die Fleißarbeit übernehmen kann, damit Menschen zur aktiven Gestaltung zurückkehren können.

Eine grundlegende Veränderung, die mit KI einhergeht, kommt bei Ralf D. Müller zur Sprache: KI-Agenten verschieben die klassische Arbeitsteilung zwischen Product Owner und Developer. Das birgt neue Herausforderungen, etwa dass der Product Owner zum neuen Bottleneck werden könnte. Und schließlich bleibt auch beim KI-Einsatz nach wie vor menschliches Verständnis gefragt: Wie Julia Bastian gleich zum Einstieg in den Tag warnt, kann KI glänzenden „Discovery-Müll“ produzieren, den es erst einmal kritisch zu bewerten gilt.

Frühbucher können noch bis zum 11. Juni sparen: Bis dahin kostet ein Ticket für den Konferenztag 249 Euro (zzgl. 19 % MwSt.), nach Ablauf des Early-Bird-Tarifs 299 Euro. Teams ab drei Personen erhalten zusätzlich gestaffelte Gruppenrabatte, die der Online-Ticketshop automatisch berechnet. Ein Ticket für den Ganztages-Workshop kostet 599 Euro pro Person.

Weitere Informationen zur Konferenz finden sich auf der Website. Dort lässt sich auch ein Newsletter abonnieren, um über diese und weitere Veranstaltungen aus der Reihe inside agile auf dem Laufenden zu bleiben.


(mai)



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