Digital Business & Startups
+++ SE3 Labs +++ DefenseTech +++ Personio +++ Grenion +++ D2C +++ HelloBody +++ 21 Work Hacks +++
#StartupTicker
+++ #StartupTicker +++ SE3 Labs – die nächste deutsche DefenseTech-Hoffnung +++ Personio unter Druck +++ D2C-Scaleup Grenion Group (HelloBody und Co.) schlittert in die Insolvenz +++ sipgate-Gründer Tim Mois veröffentlicht 21 Work Hacks +++ +++

Was gibt’s Neues? In unserem #StartupTicker liefern wir eine kompakte Übersicht über die wichtigsten Startup-Nachrichten des Tages (Dienstag, 30. Juni).
#STARTUPLAND: NUR DER FRÜHE VOGEL SPART!

If you live and breathe startups – STARTUPLAND is your event
+++ Die günstigste Ticketphase läuft! Wer bei unserer vierten STARTUPLAND Conference 2027 (10. März in Köln, RheinEnergieStadion) dabei sein möchte, sollte jetzt zugreifen. Die Super-Early-Bird-Tickets gibt es nur für kurze Zeit.
#STARTUPTICKER
SE3 Labs
+++ Die nächste deutsche DefenseTech-Hoffnung! Das Münchner DefenseTech SE3 Labs, das wir bereits mehrfach kurz vorgestellt haben, kommt jetzt so richtig aus der Deckung und zeigt erstmals, woran das Team in den vergangenen Monaten gearbeitet hat. Das Startup, das nun offiziell aus der Stealth-Phase herauskommt, entwickelt eine Spatial-AI-Plattform, die Drohnen und anderen autonomen Systemen ermöglicht, ihre Umgebung in Echtzeit dreidimensional zu erfassen, zu verstehen und eigenständig zu handeln. Die Vision des Teams: die grundlegende Softwareplattform für die nächste Generation autonomer Systeme zu schaffen. Besonders bemerkenswert: Die Technologie wird nach Unternehmensangaben bereits gemeinsam mit der Bundeswehr und verbündeten Streitkräften eingesetzt. Hinter SE3 stecken Lukas Köstler, Simon Klenk und KI-Forscher Daniel Cremers von der TU München, einer der renommiertesten Computer-Vision-Experten Europas. Zu den Investoren (5,5 Millionen Seed-Investment) des Startups zählen Lakestar, Seedcamp, Magnetic, EWOR, der Sequoia Scout Fund sowie mehrere Business Angels. SE3 reiht sich damit in eine wachsende Riege deutscher DefenseTech-Hoffnungen wie Helsing, Stark, ARX Robotics und Quantum Systems ein. Mehr über SE3 Labs
Personio
+++ Unicorn unter Druck! Jahrelang galt das Münchner HR-Unicorn Personio als eines der großen Aushängeschilder der deutschen Startup-Szene. Doch laut manager magazin gerät das Unternehmen zunehmend in die sogenannte Venture-Capital-Falle. Während Personio gerade erst den Sprung in die Profitabilität geschafft hat, wächst gleichzeitig der Druck. Das Umsatzwachstum hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verlangsamt, KI verändert den Softwaremarkt rasant und mit dem spanischen Rivalen Factorial drängt ein bestens finanzierter Wettbewerber nach Deutschland. Das eigentliche Problem ist jedoch ein anderes: Personio muss sich noch immer an den Erwartungen messen lassen, die während des VC-Booms zur Milliardenbewertung von 8,5 Milliarden Dollar führten. In der Szene wird der Unternehmenswert inzwischen deutlich niedriger eingeschätzt. Personio steht damit stellvertretend für viele Software-Unicorns: Nach Jahren des Wachstums um jeden Preis verlangen Investoren heute Profitabilität und hohe Wachstumsraten. Mehr über Personio
Grenion
+++ Pleite! Die Mannheimer Grenion Group, zu der Marken wie HelloBody, Banana Beauty und Mermaid+Me gehören, ist insolvent. Zum Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Steffen Rauschenbusch bestellt. Besonders bemerkenswert: HelloBody gehörte einst zu den größten deutschen Influencer-Marken überhaupt. 2020 übernahm Henkel 75 % an HelloBody und Co. zu einer Unternehmensbewertung von rund 400 Millionen Euro. Wenige Jahre später verkaufte der Konzern die Marken an Grenion – nun folgt die Insolvenz. Der Fall zeigt einmal mehr, wie schwierig das Geschäft mit einstigen D2C-Hype-Marken geworden ist. Zwischen hohen Marketingkosten, wachsendem Wettbewerb und schwächerer Nachfrage haben viele der früheren Social-Media-Erfolgsmodelle massiv an Strahlkraft verloren. Mehr über Grenion

21 Work Hacks
+++ Lesestoff für alle, die New Work nicht nostalgisch, sondern praktisch denken: sipgate-Gründer Tim Mois bringt sein neues Buch „21 Work Hacks… für eine erfolgreiche Agentic Transformation“ heraus. Darin teilt der Düsseldorfer seine Erfahrungen aus sechs Jahren KI im Arbeitsalltag. Entstanden sind 21 konkrete Hacks aus der Praxis eines mittelständischen Unternehmens, das seit 2020 ausprobiert, verwirft, nachschärft und weiterlernt. Im Buch geht es unter anderem darum, wie Teams KI-Tools eigenständig testen dürfen und wie sipgate Lernen und Austausch über Formate wie „Open Friday“ und eine regelmäßige Demo strukturiert. Außerdem erklärt Mois, warum bewusst unverplante Zeit zum festen Bestandteil der Organisation wird, wenn Routinearbeit an KI geht. „Die ehrlichste Aussage, die wir nach sechs Jahren KI-Transformation treffen können, lautet: Es gibt kein Fertig“, so Mois. Jetzt bei amazon bestellen
embee
+++ Das Team von embee setzt auf eine „intelligente Messdaten-Auswertung“. „Wir helfen Stromversorgern zu verstehen, welche Kunden von ihnen Elektroautos, Wärmepumpe und Solaranlage besitzen und wie deren Nutzungsverhalten ist“, erklärt Gründer Kai Hinrichsen. Mehr über embee
Startup-Radar
+++ Die Startup-Welt schläft nie! Zeit, einen Blick auf einige brandneue Unternehmen zu werfen, die man unbedingt auf dem Radar haben sollte. Diese Jungfirmen stellen wir euch heute vor: Pace Race, ContextFab, nu:legal, ContexMesh und CyberSafe24. Mehr im Startup-Radar
#JOBS
FOND OF
+++ Unser Job des Tages! FOND OF sucht einen Social Media Manager:in Aevor (all genders). Und wir machen richtig gute Produkte, zum Beispiel Rucksäcke, Schuhe und viele mehr. Gut heißt für uns: Sie haben eine hohe Qualität, sind durchdacht, schön gestaltet und fair hergestellt. Damit das gelingt, arbeiten wir im Team. Jede:r bringt eigene Stärken mit und übernimmt Verantwortung. Gemeinsam schaffen wir mehr – mit Offenheit, Respekt und Freude an der Arbeit.
Was ist zuletzt sonst passiert? Das steht immer im #StartupTicker
Digital Business & Startups
Theo sammelt 25 Millionen ein – Fusion Bionic erhält 8,2 Millionen – KoRo übernimmt seedtrace
#DealMonitor
+++ #DealMonitor +++ PropTech Theo sammelt 25 Millionen ein +++ DeepTech-Startup Fusion Bionic erhält 8,2 Millionen +++ FinTech Nomerra sammelt 2 Millionen ein +++ Entryzero sammelt Kapital ein +++ KoRo übernimmt seedtrace +++ Rauch rettet Kloster Kitchen +++

Im #DealMonitor für den 30. Juni werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.
STARTUPLAND 2027: SAVE THE DATE

The next unicorn? You’ll meet it at STARTUPLAND
+++ Du hast unsere phänomenale dritte STARTUPLAND verpasst? Dann trage Dir jetzt schon einmal unseren neuen Termin in Deinen Kalender ein: Die nächste STARTUPLAND findet am 10. März 2027 statt. Mehr über Startupland
INVESTMENTS
Theo
+++ Der New Yorker Venture Capitalist Insight Partners und Blackrock investieren 25 Millionen Euro (Fremd- und Eigenkapital) in Theo, zuletzt als Hallo Theo unterwegs. Das Berliner PropTech, 2023 von Jona Schaeffer als Dao gegründet, digitalisiert nicht nur Hausverwaltungen, sondern setzt zunehmend auf KI, die operative Aufgaben wie Mieterkommunikation, Reparaturmanagement, Rechnungsfreigaben und Buchhaltung übernimmt. Nach Unternehmensangaben verwaltet die Plattform inzwischen mehr als 25.000 Wohnungen. Insight Partners investierte Anfang 2025 bereits 10 Millionen Euro in Theo. Insgesamt sammelte das Team bisher 36 Millionen ein. Insight hält derzeit rund 46 % am Unternehmen. Mehr über Theo
Fusion Bionic
+++ Stream Capital, TGFS-Technologiegründerfonds Sachsen (TGFS), Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Sachsen (MBG) und die (SBG) – Sächsische Beteiligungsgesellschaft investieren 5,8 Millionen Euro in Fusion Bionic. Hinzu kommen 2,4 Millionen Euro aus „zwei industriellen Großprojekten“. Das Dresdner DeepTech-Startup, 2021 gegründet, setzt auf die „industrielle Oberflächenfunktionalisierung mittels DLIP-Technologie“. Konkret entwickelt das Unternehmen „modulare Lasersysteme und Prozesslösungen für Branchen wie Glas, Halbleiter, Photovoltaik, Automotive und Consumer Electronics“. Mehr über Fusion Bionic
Nomerra
+++ Der Schweizer FinTech-Investor 14Peaks Capital, Redstone und Business Angels investieren 2 Millionen US-Dollar in Nomerra. Das FinTech aus Berlin, 2025 von Johannes Gebendorfer und Jakob Zacherl gegründet, automatisiert mit Hilfe von KI-Agenten Arbeitsabläufe im Private-Market-Geschäft. Die Plattform verarbeitet dabei Dokumente, nutzt bestehende Systeme und übernimmt Aufgaben entlang definierter Prozesse, um Asset Manager und Finanzdienstleister zu entlasten. Mehr über Nomerra
Entryzero
+++ Der Kölner Investor Neoteq Ventures, NRW.BANK, ATIMON Invest, konus invest sowie weitere Business Angels investieren eine ungenannte Summe in Entryzero. Die junge Firma aus Bochum, 2024 von Mohamad Sbeiti und Samet Gökbayrak gegründet, bietet digitale Resilienz durch Automatisierung. „Für Organisationen mit zunehmend komplexen IT-Landschaften und überlasteten Sicherheitsteams bietet Entryzero einen KI-Wingman zur Skalierung der Ressourcen“, erläutert das Unternehmen. Mehr über Entryzero
MERGERS & ACQUISITIONS
KoRo – seedtrace
+++ Das Berliner Food-Grownup KoRo übernimmt (Erwerb der IP) das Berliner Lieferketten-Startup seedtrace. „Ziel der Akquisition ist es, Konsument:innen detaillierte Einblicke in komplexe Lieferketten zu ermöglichen und gleichzeitig vorbereitet für kommende regulatorische Anforderungen zu sein“, teilt das Unternehmen zur Übernahme mit. Das Startup, von Katharina Davids und Ana Haberbosch gegründet, sammelte zuletzt 2 Millionen Euro ein – unter anderem von Alpha Ventures, Twip und Futury Capital. Mehr über KoRo.
Rauch – Kloster Kitchen
+++ Der österreichische Fruchtsafthersteller Rauch übernimmt das insolvente Ingwer-Shot-Startup Kloster Kitchen – siehe auch aboutdrinks. Das Unternehmen aus Reichenschwand, 2015 von Mario Fürst gegründet, schlitterte im April in die Insolvenz. Wie zu vernehmen war, konnten sich die Gesellschafter zuvor nicht auf eine weitere Finanzierung einigen. Zu den Investoren von Kloster Kitchen gehörten in den vergangenen Jahren unter anderem BayBG, die Intro Gruppe um den Unternehmer Hans Rudolf Wöhrl sowie der Fruchtsaft-Hersteller Eckes-Granini, der 2022 ausstieg. Neben Ingwer-Shots verkaufte die Jungfirma zuletzt auch Bio-Säfte, Bio-Smoothies und Mikronährstoffkonzentrate. 2025 kam Kloster Kitchen auf rund 10 Millionen Euro Umsatz. Mehr über Kloster Kitchen
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Foto (oben): azrael74
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5 neue Startups: peeps, Zelara, MARIMET, encosa, Whaaat AI
#Brandneu
Es ist wieder Zeit für neue Startups! Hier einige ganz frische Firmen, die jeder kennen sollte. Heute stellen wir diese Jungunternehmen vor: peeps, Zelara, MARIMET, encosa und Whaaat AI.

deutsche-startups.de präsentiert heute wieder einmal einige junge Startups, die zuletzt, also in den vergangenen Wochen und Monaten, an den Start gegangen sind, sowie Firmen, die vor Kurzem aus dem Stealth-Mode erwacht sind. Übrigens: Noch mehr neue Startups gibt es in unserem Newsletter Startup-Radar.
peeps
Der „Social Club“ peeps aus Würzburg, von Sophia Fries ins Leben gerufen, hilft dabei, die „Einsamkeit unter jungen Menschen zu bekämpfen“. „Mit peeps kannst Du ganz einfach und spontan neue Freunde auf Events im echten Leben kennenlernen“, heißt es von den Machern der App.
Zelara
Hinter Zelara aus Berlin, von Stagelink-Gründer Nikolas Schriefer und Björn Heckel, zuletzt Vice President of Engineering bei HelloFresh, gegründet, verbirgt sich ein „KI-gestütztes System für maßgeschneiderte Kommunikation“. Das Startup verspricht dabei „markenkonforme Botschaften für jeden einzelnen Kunden“.
MARIMET
Das DeepTech MARIMET aus Neuss, von Konstantin Golokteev und Nikita Lisitsyn an den Start gebracht, kombiniert elektromagnetische Vermessung, Signalanalyse und 3D-geologische Modellierung, um Daten aus der Meereserkundung in entscheidungsreife Erkenntnisse umzuwandeln.
encosa
encosa aus München kümmert sich um Batteriespeicherlösungen für Betriebe. „Mit einer Komplettlösung aus Planung, Finanzierung, Installation und Betrieb ermöglicht es encosa energieintensiven Unternehmen, ihre Energiekosten zu senken und zusätzliche Erlöse aus der Vermarktung der Speicher zu erzielen“, heißt es zum Konzept der von Sascha Koberstaedt und Sebastian Becker auf die Beine gestellten Firma.
Whaaat AI
Die Jungfirma Whaaat AI aus Berlin, von den zanox-Machern Thomas Hessler, Jens Hewald und Lars Schulze angeschoben, setzt in Sachen Marketing auf KI-Agenten. „Statt eines einzigen Generalisten übernehmen verschiedene KI-Agenten klar definierte Aufgaben – etwa für LinkedIn, PR, SEO“, heißt es zum Konzept.
Tipp: In unserem Newsletter Startup-Radar berichten wir einmal in der Woche über neue Startups. Alle Startups stellen wir in unserem kostenpflichtigen Newsletter kurz und knapp vor und bringen sie so auf den Radar der Startup-Szene. Jetzt unseren Newsletter Startup-Radar sofort abonnieren!
Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.
Foto (oben): Bing Image Creator – DALL·E 3
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Trade Republic: Darum schweigt Brad Pitt in der Millionenkampagne
Trade Republic holt Hollywood-Star Brad Pitt für den neuen Werbespot. Der Schauspieler sagt darin kein einziges Wort. Warum?
Brad Pitt sitzt in einem dunklen Raum. Er sagt kein Wort. Er schaut nur in die Kamera. Dann eine Stimme aus dem Off: „Kostenloses Konto mit Karte. Zwei Prozent Zinsen. Investieren ab einem Euro.“ Zum Schluss erscheint nur ein Satz: „Was bietet deine Bank?“ Mehr passiert im neuen Werbespot von Trade Republic nicht. Und genau das dürfte ziemlich teuer gewesen sein.
Warum ausgerechnet Brad Pitt?
Trade Republic setzt bei der Kampagne bewusst auf Aufmerksamkeit durch Bekanntheit. „Es ging uns gar nicht darum, dass unser Markenbotschafter die Vorteile unseres Produkts bewirbt, sondern jemanden zu haben, der durch seine Prominenz Aufmerksamkeit generiert“, heißt es auf Gründerszene-Anfrage von Trade Republic. Der Hollywood-Star als Statussymbol und nicht als Erklärer von Tagesgeld.
Wichtig sei außerdem gewesen, „jemanden zu haben, der nicht jede zweite Woche für eine andere Marke sein Gesicht hergibt.“ Der Drehort war in Los Angeles, die Vorbereitung hat zwei Tage vor Ort beansprucht, der eigentliche Dreh dauerte dann nur einen Tag.
Ganz neu ist das Spiel mit bekannten Gesichtern für Trade Republic nicht. In der Vergangenheit setzte das Unternehmen bereits auf Promis, wie den Rapper Luciano, Entertainer Bruce Darnell oder Schauspieler Sky du Mont. Mit Brad Pitt hebt Trade Republic die Messlatte jetzt auf ein neues Level.
Millionen für Schweigen?
Was bekommt man eigentlich dafür, wenn man Brad Pitt einfach nur hinsetzt? Eine konkrete Zahl gibt es von Trade Republic nicht.
Anett Sass, Professorin für Medien- und Bewegtbildmanagement an der Hochschule Fresenius und Mitgründerin der Agentur Professionistas, sagt zu Gründerszene: „Dass Brad Pitt in dem Spot nichts sagt, ist vermutlich der teuerste Teil der Kampagne. Trade Republic kauft damit weniger einen Schauspieler als sofort internationale Aufmerksamkeit. Für europaweite Kampagnen mit globalen Stars wird in der Branche aber oft über hohe einstellige Millionenbeträge gesprochen.“
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Zum Vergleich: Rund um George Clooney und Nespresso kursieren über Jahre Schätzungen von etwa 40 Millionen Dollar, erklärt die Expertin. Und Stars wie Messi, LeBron James oder Ronaldo verdienen mit Werbung und Sponsoring längst hohe zweistellige Millionenbeträge pro Jahr. „Vor diesem Hintergrund wirken hohe einstellige Millionenbeträge für Brad Pitt nicht unrealistisch“, so Sass.
Die Logik hinter dem Nichts
Der Marketingexperte Simon Knittel, Managing Director von Jung von Matt Start, ordnet diese Kampagne folgendermaßen ein: „Ich finde den Spot sehr gelungen – und vor allem: Er funktioniert. Zur möglichen Gage ist es extrem schwer, eine seriöse Zahl zu nennen. Das hängt stark von den Buyouts ab, also davon, in welchen Ländern, auf welchen Kanälen und wie lange der Spot läuft. Bei einem Star wie Brad Pitt zahlt man nicht für die paar Sekunden vor der Kamera, sondern für seine globale Strahlkraft und die Aufmerksamkeit, die sein Name erzeugt. Unter normalen Umständen würde ich sagen: siebenstellig.“
Auch die Inszenierung sieht Knittel als bewussten Gegenentwurf zu klassischen Hochglanzkampagnen: Statt auf große Kulissen oder teure Inszenierungen zu setzen, reduziere der Spot alles radikal. Das Budget sei durch das Star-Testimonial zwar nicht kleiner, das Ergebnis aber ein anderes, und genau darin liege die Wirkung. Entscheidend sei dabei vor allem die Rolle von Brad Pitt selbst: Er werde nicht als „Normalo“ inszeniert, sondern bewusst als Superstar in den Mittelpunkt gestellt. „Er muss nichts erklären, nichts vorspielen, nicht einmal wirklich etwas tun. Seine Präsenz reicht.“
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