Digital Business & Startups
Sicheren Job für Instagram gekündigt – 26-Jährige ist jetzt „Fahrradmaus“
„Hi, ich bin Paula und ich laufe im April meinen ersten Halbmarathon und ab heute beginnt mein Training“: Mit diesen Worten lädt Paula Enzweiler im Januar 2024 ein Reel auf Instagram hoch. Darin bindet sie ihre blonden Haare zum Zopf, zieht dicke Handschuhe an und läuft los. Ihr erstes Ziel: fünf Kilometer. Mit dabei: ihr Smartphone. Enzweiler filmt sich während des Runs, kommentiert ihren Lauf, zählt die Kilometer.
Rückblickend ist dieses Video nicht nur der Startschuss für ihr Halbmarathon-Training, sondern auch für einen neuen Karrierepfad: als Creatorin. Heute ist Enzweiler 26 Jahre alt und hat mehr als 570.000 Follower auf Instagram. Auf Tiktok folgen ihr mehr als 118.000 Menschen (Stand: März 2026). „Hi, ich bin Paula“ ist zu ihrem Signature-Satz geworden. Darüber hinaus ist sie Gründerin der Marke Fahrradmaus – und sie arbeitet an einer Sport-App namens Enduco.
Einer von den ersten 15.000 Followern
Mit dem Laufen angefangen hat Enzweiler, weil ihr Fitnessstudio 2024 wegen Umbauarbeiten geschlossen hatte, sagt sie. Außerdem habe sie mal Leichtathletik gemacht, 400-Meter-Hürden-Lauf, aber das sei schon lange her. Videos von ihrem Training hochgeladen habe sie, um Freunde und Familie über ihren Fortschritt auf dem Laufenden zu halten – wortwörtlich. Zu dem Zeitpunkt hatte Enzweiler aber auch schon knapp 4.000 Follower, wie sie sagt. Nicht wenig für einen privaten Account, auf dem sie eigentlich nur Urlaubsfotos und erste Sportvideos teilte.
Für ihren ersten Halbmarathon trainierte Enzweiler dann mit einem 12-Wochen-Programm aus dem Internet. Fast jeden Tag machte sie davon ein Reel. Aus den 4.000 Followern seien in nur wenigen Wochen 15.000 geworden. Unter diesen 15.000 Followern war auch Marcel Heinrich. Er ist Gründer der Creator- und Athlete-Agentur Fyndafit und heute der Manager von Enzweiler. „Ich hab Paula auf Instagram gesehen, fand die Videos catchy und hatte sofort das Gefühl, dass da viel Potenzial ist“, sagt er.
Was Heinrich damit meint: Enzweiler nimmt ihre Videos als One-Take auf. Sie spricht aus, was ihr in dem Moment durch den Kopf geht. Die Videos wirken nicht gestellt, sondern nahbar. Enzweiler beschönigt ihr Training nicht. Anstrengung? Zeigt sie. Spaß? Ebenso. Verschiedene Szenen verbindet Enzweiler mit schnellen Schnitten. Es geht nicht um Perfektion, sondern darum, ans Ziel zu kommen. Egal wie. Einfach anfangen. Einfach machen. Einfach loslaufen.
Von Vodafone zur Vollzeit-Creatorin
Diese Authentizität war es, die Heinrich damals dazu brachte, Enzweiler eine Nachricht zu schreiben. Da arbeitete sie noch Vollzeit als Projektmanagerin bei Vodafone. „Als ich die Nachricht von Marcel gelesen habe, wusste ich nicht, was ein Manager von mir will”, sagt Enzweiler. „Das fand ich irgendwie merkwürdig, aber die Nachricht war sehr motivierend und nett und dann habe ich mir angehört, was er zu sagen hat.“
Wie die Nachricht geschrieben war? „Persönlich“, sagt Heinrich. Von Ur-Berliner zur Ur-Berlinerin. Kein Standard-Text à la „Du passt so gut ins Team“, erzählt er.
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Was Heinrich zu sagen hatte? „Marcel hat im ersten Call mehr an mich geglaubt als ich selbst“, sagt Enzweiler. „Er meinte, ich könne in ein paar Monaten kündigen und davon leben. Sollte das nicht der Fall sein, dann könnte ich bei Fyndafit arbeiten und erhalte exakt das gleiche Gehalt, um mich Vollzeit auf das Creator-Dasein zu konzentrieren und durchstarten zu können.“ Jobangebot statt Versprechungen zu Followerzahlen. Das sei für Enzweiler ausschlaggebend gewesen.
„Ich habe im ersten Call auch nicht direkt versucht, den Deal zu closen“, sagt Heinrich. „Das finde ich in dem Business auch unangebracht.“
Der Plan ging auf: Enzweiler arbeitete noch eine Woche in Teilzeit – und kündigte dann ihren Job bei Vodafone, um Vollzeit als Creatorin zu arbeiten. Und das, obwohl sie eigentlich immer dachte, sie würde mal in einem Unternehmen Karriere machen. „Ich wollte eigentlich immer eine Corporate-Maus sein”, sagt Enzweiler.
Stattdessen: Videos, in denen sich Enzweiler immer wieder neuen Herausforderungen stellt – 400 Meter eine Skischanze hoch, 24 Kilometer durchs Wattenmeer, Training mit Olympioniken und dazwischen Radrennen, Marathon-Läufe, Teilnahmen am Triathlon und ein bisschen Privates, etwa Videos über ihre Verlobung oder wie sie die Wohnung von einem ihrer Brüder einrichtete. Auf neue Ideen zu kommen, sei für Enzweiler kein Problem. „Mir wird schnell langweilig“, sagt sie. „Deswegen fällt es mir superleicht, immer neue Challenges zu finden und es einfach zu machen.“
Von einer Strategie hinter Enzweilers Social-Erfolg will Heinrich nicht sprechen. Aber natürlich setzt er auf eine bestimmte Herangehensweise. Zum Beispiel auf Live-Events in Form von Community-Runs. Beim ersten Run seien 50 Leute gekommen, mittlerweile seien es 500 bis 1000 Menschen, die kommen. Straßen müssten dafür gesperrt, die Organisation müsse gemeinsam mit dem Ordnungsamt durchgeführt werden, sagt Heinrich.
Ein weiteres Prinzip, das Heinrich und Enzweiler in ihrem Creator-Business verfolgen: wenige, ausgewählte Werbepartner – die aber langfristig. Und auch hier gelte: Enzweiler macht ihr Ding. Sie liest keine Werbeskripte vor und die Videos sind ein One-Take, sagt Heinrich. „Wer jeden Monat 20 verschiedene Rabatt-Codes hat, ist nach anderthalb Jahren in der Branche verbrannt.“ Die Langfristigkeit habe neben dem Faktor Image, noch einen weiteren Vorteil: finanzielle Planungssicherheit für Enzweiler.
Doch nicht nur ihr Content ist abwechslungsreich, sondern auch die anderen Standbeine, die sich Enzweiler mit aufbaut. „Mein Business ist, Leute zum Sport zu motivieren“, sagt sie. Dafür hat sie sich neben dem Dasein als Creatorin zwei weitere Säulen aufgebaut:
„Fahrradmaus“ statt „Corporate-Maus“
Die erste ist die Modemarke „Fahrradmaus“. Während des Trainings für den Halbmarathon hat Enzweiler angefangen, durch Radsport ihre Ausdauer zu trainieren und dabei die Gelenke zu schonen, wie sie sagt. „Deswegen habe ich in einem Video mal gesagt: ‚Hi, ich bin Paula und möchte eine Fahrradmaus werden‘. Ich habe über das Wort gar nicht nachgedacht.“
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Das Wort wurde aber zum Trend, sagt Enzweiler. „Es gab Menschen, die damit Merch rausgebracht haben.“ Enzweiler und Heinrich ließen deswegen das Wort „Fahrradmaus“ als Marke schützen, um daraus selbst eine Modemarke zu machen. Im Onlineshop findet man Fahrradsocken, T-Shirts und Trinkflaschen. Hierfür arbeitet sie mit einem Supplier zusammen. Mit der Marke will Enzweiler vor allem auch zeigen, dass der Radrennsport für alle ist, sagt sie. Die Rennrad-Bubble sei sehr judgy – vor allem Anfängern gegenüber.
Langfristig würde Paula aus der Marke „Fahrradmaus“ gerne ein Familienunternehmen machen, das von ihrem Verlobten Dorian geleitet wird. Ihren Vater könne sich Enzweiler im Backoffice vorstellen, sagt sie. Dafür brauche die Marke aber auch mehr Produkte. „Wenn wir produzieren, sind wir sofort out of stock“, sagt Enzweiler. „Wir können noch nicht einschätzen, wie viele Leute die Produkte wirklich wollen. Ich will, dass wir in Zukunft mindestens acht Produkte im Shop haben, die immer verfügbar sind.” Lager und Logistik sollen mal so aufgestellt sein, dass die Ware in drei bis vier Tagen bei den Kunden ankommt. Laut Enzweiler sei „Fahrradmaus“ aber schon jetzt profitabel.
Trainingspläne mit Enduco
Mit dem Merch von „Fahrradmaus“ will Enzweiler, dass die Community sich untereinander erkennt. Denn die steht im Fokus. So hat sich auch die andere Säule von Enzweiler ergeben: die Sport-App Enduco. „Ich wurde immer wieder nach Trainingsplänen gefragt“, sagt Enzweiler. „Aber eine App von Null an zu entwickeln und auf den Markt zu bringen, würde zu lange dauern.“
Also suchte Heinrich nach Sport-Apps, die technologisch gut sind, aber noch nicht ihren Product-Market-Fit hatten, sagt er. So ist er auf das Startup Enduco gestoßen, mit dem sie jetzt zusammenarbeiten. „Die Basis stand. Wir haben die App dann nach unseren Vorstellungen weiterentwickelt“, sagt Enzweiler. Im Juli 2025 gab es einen Relaunch der App mit Enzweiler als Kooperationspartnerin und einer weiteren Sport-Creatorin, Maren Schiller, die ebenfalls bei Fyndafit unter Vertrag ist. Mittels KI werden die Trainingspläne in der App von Enduco individuell angepasst.
Und auch für Enduco hat Enzweiler Ziele: „Wenn ich es schaffe, dass bis Juni insgesamt 10.000 Leute sich dazu entschieden haben, einen Halbmarathon zu laufen und dafür mit Enduco zu trainieren, das wäre geil.“
Zwei Awards in einem Jahr
Auch wenn das Motto von Enzweiler „einfach machen“ ist, sei ein entscheidender Faktor für Erfolg „dranbleiben“, sagt sie – und sich eine Nische suchen. 2025 bekam Enzweiler gleich zwei Awards für ihre Arbeit als Content-Creatorin. Im September setzte sie Forbes auf die Liste der Top-Creator als„Rising Star“ und im November 2025 gewann sie den Tiktok-Award in der Kategorie „Sports Creator of the Year“.
Das alles durch ein Lauf-Video, das anfing mit den Worten „Hi, ich bin Paula“. Mittlerweile steht in der Bio von Enzweiler auf Instagram übrigens: „Ich bin Paula und ich BIN eine Triathletin, CEO of Fahrradmaus.“
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INVESTMENTS
Proxima Fusion
+++ Der englische DeepTech-Investor XTX Ventures, der Venture-Capital-Arm von XTX Markets, der Londoner DeepTech-Geldgeber East X Ventures, der Venture-Capital-Arm von East X, der Energiekonzern RWE, das US-Unternehmen Google, KfW Capital, SPRIND, Burda Principal Investments, Plural, UVC Partners, Balderton, Cherry Ventures, DST Global, Brevan Howard Macro Venture, Lightspeed, DeepTech & Climate Fonds (DTCF), redalpine, Leitmotif, Elaia, CDP Venture Capital, Bayern Kapital und EIC Fund investieren 411 Millionen Euro (468 Millionen US-Dollar) in Proxima Fusion. Die Bewertung liegt bei 2,4 Milliarden Euro (2,7 Milliarden US-Dollar). Mehr über Proxima Fusion
Quantum Diamonds
+++ Der Berliner Impact-Investor World Fund, IQ Capital, Earlybird, First Momentum, UnternehmerTUM Funding for Innovators, Creator Fund, Onsight Ventures, Bayern Kapital und mehrere Business Angels investieren 15 Millionen Euro in QuantumDiamonds. Hinzu kommen 76 Millionen Euro an Fördergeldern durch den European Chips Acts. Mehr über Quantum Diamonds
Andercore
+++ UniCredit und KfW gewähren dem Berliner Startup Andercore eine revolvierende Kreditlinie in Höhe von 30 Millionen Euro. Mehr über Andercore
Stenon
+++ Der niederländische Impact-Investor Pymwymic, DeepTech & Climate Fonds (DTCF) sowie Altinvestoren wie Atlantic Labs, Oyster Bay Venture Capital, Founders Fund, Time Ventures und Bernd Hoffmann investieren 18 Millionen Euro (Series B) in Stenon. Mehr über Stenon
Fuchs & Eule
+++ GET Fund, PI Impact, WaVe-X, sowie die Altinvestoren SET Ventures, Picus Capital und Realyze Ventures investieren 10 Millionen Euro in Fuchs & Eule. Mehr über Fuchs & Eule
alqem
+++ Der Münchner Geldgeber UVC Partners und der US-Investor Union Square Ventures (USV) investieren im Rahmen einer Pre-Seed-Investmentrunde 8 Millionen Euro in alqem. Mehr über alqem
CCRAFT
+++ Der Schweizer Investor QBIT Capital, Zürcher Kantonalbank, Apprecia Capital, Spacewalk, Blue Wonder Ventures sowie „ein führendes europäisches Unternehmen im Bereich KI-Infrastruktur“ investieren 7,8 Millionen US-Dollar in CCRAFT. Mehr über CCRAFT
ARC
+++ Der Münchner Investor 42CAP sowie die Altinvestoren 468 Capital und IBB Ventures investieren 4 Millionen in ARC. Mehr über ARC
MERGERS & ACQUISITIONS
Holidu – Gites.com
+++ Das Münchner Ferienhaus-Scaleup Holidu übernimmt den 2001 gegründeten niederländischen Ferienhausdienst Gites.com. Mehr über Holidu
Tourlane – Lambus
+++ Das Berliner Pauschalreisen-Grownup Tourlane übernimmt das 2019 gegründete Osnabrücker Startup Lambus, eine „All-in-One Reise-App“. Mehr über Tourlane
Schwabe Group – Hydraid
+++ Die Karlsruher Schwabe Group, ein Unternehmen für Gesundheitslösungen, übernimmt die Mehrheit am Münchner Startup Hydraid. Mehr über die Schwabe Group
Quantum Systems – SensusQ
+++ Das Münchner DefenseTech-Unicorn Quantum Systems übernimmt das estnische Softwareunternehmen SensusQ und eröffnet gleichzeitig einen Standort in Tallinn. Mehr über Quantum-Systems
OFFLINE
ecoLocked
+++ Pleite! Das Berliner Startup ecoLocked ist insolvent. Mehr über ecoLocked
Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.
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Digital Business & Startups
sherpa sammelt 2,2 Millionen ein +++ Skillcourt erhält 1,7 Millionen – Schwabe übernimmt Hydraid
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+++ #DealMonitor +++ sherpa sammelt 2,2 Millionen ein +++ Skillcourt erhält 1,7 Millionen +++ EPIX Sports investiert in Element Boulders +++ Schwabe Group übernimmt Hydraid +++ Quantum Systems kauft SensusQ +++

Im #DealMonitor für den 10. Juli werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.
STARTUPLAND 2027: SAVE THE DATE

The next unicorn? You’ll meet it at STARTUPLAND
+++ Du hast unsere phänomenale dritte STARTUPLAND verpasst? Dann trage Dir jetzt schon einmal unseren neuen Termin in Deinen Kalender ein: Die nächste STARTUPLAND findet am 10. März 2027 statt. Mehr über Startupland
INVESTMENTS
sherpa
+++ Seedcamp, DN Capital, Activant Capital, Brighteye und mehrere Business Angels investieren 2,2 Millionen US-Dollar in Sherpa. Das Startup aus München, 2026 von Tristan Deschler, Tim Altpeter und Max Lang gegründet, entwickelt eine KI-Plattform für das Management externer Arbeitskräfte. Unternehmen können damit Freelancer, Dienstleister und KI-Agenten über eine gemeinsame Lösung verwalten und koordinieren. Mehr über sherpa
Skillcourt
+++ Nicht genannte Investoren investieren 1,7 Millionen Euro in Skillcourt. Das Startup aus Schweinfurt, 2019 von Christian Hasler gegründet, bietet ein digitales Diagnostik- und Trainingssystem für Therapie und Sport an. Die Lösung des Unternehmen verbindet kognitive und motorische Übungen mit präziser Bewegungserfassung, um individuelle Trainings- und Rehabilitationsprogramme zu ermöglichen. Im Zuge der Investmentrunde wird Skillcourt mit 20 Millionen Euro bewertet. Das frische Kapital soll unter anderen in „den globalen Marktausbau“ fließen. Mehr über Skillcourt
Element Boulders
+++ Der Berliner SportsTech-Investor EPIX Sports, hinter dem die Szene-Größen Oliver Roskopf, Johannes Kreibohm, Lukas Brosseder und Lea-Sophie Cramer stecken, investiert eine ungenannte Summe in Element Boulders. Das Unternehmen aus Chemnitz, 2018 von Tom Petzold gegründet, betreibt deutschlandweit Boulderhallen. „This is a major step for us in taking our business to the next level and continuing to grow our vision“, teilt das Team zum Investment mit. EPIX Sports hält nun 18,5 % am Unternehmen. Mehr über Element Boulders
MERGERS & ACQUISITIONS
Schwabe Group – Hydraid
+++ Die Karlsruher Schwabe Group, ein Unternehmen für Gesundheitslösungen, übernimmt die Mehrheit am Münchner Startup Hydraid. Die Jungfirma, 2021 von den Brüdern Fabian und Dominik Winter angeschoben, hat in Zusammenarbeit mit Ärzten und Profisportlern den „Hydration Helper“ entwickelt. Das Kohlenhydrat-Elektrolyt-Pulver soll die Wasseraufnahme nach dem Sport verbessern und den Körper mit wichtigen Vitaminen und Mineralien versorgen. „Unsere Marken-DNA, unser Gründerteam und unsere komplette 20-köpfige Mannschaft bleiben genau da, wo sie hingehören – mittendrin“, teilt das Team zur Übernahme mit. Erst kürzlich übernahm die Schwabe Group die Mehrheit am Berliner HealthTech Synapticon, zu dem die Brain-Training-App NeuroNation und die digitale Gesundheitsanwendung NeuroNation MED gehören. Mehr über die Schwabe Group
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+++ Das Münchner DefenseTech-Unicorn Quantum Systems übernimmt das estnische Softwareunternehmen SensusQ und eröffnet gleichzeitig einen Standort in Tallinn. Erst vor wenigen Tagen sammelte das Unternehmen 1,2 Milliarden US-Dollar frisches Kapital ein. Mehr über Quantum-Systems
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Digital Business & Startups
+++ Union Square Ventures +++ alqem +++ Schüttflix +++ Oyster Bay +++ Startups for Tomorrow Festival +++
#StartupTicker
+++ #StartupTicker +++ Auf diese (wenigen) Startups setzt Union Square Ventures in Deutschland +++ Schüttflix trennt sich von rund 18 % seiner Belegschaft +++ Oyster Bay: Philip Stark wird Partner +++ Eventtipp: Startups for Tomorrow Festival +++

Was gibt’s Neues? In unserem #StartupTicker liefern wir eine kompakte Übersicht über die wichtigsten Startup-Nachrichten des Tages (Freitag, 10. Juli).
#STARTUPLAND: NUR DER FRÜHE VOGEL SPART!

STARTUPLAND is where the future begings
+++ Schnell sein lohnt sich! Die Zahl der Super-Early-Bird-Tickets für unsere vierte STARTUPLAND Conference am 10. März 2027 in Köln (RheinEnergieStadion) ist begrenzt. Wer zuerst kommt, profitiert vom günstigsten Preis. Nutze diese Chance!
#STARTUPTICKER
Union Square Ventures
+++ InvestorsToWatch! Investments von Union Square Ventures (USV) in Deutschland sind rar. Mit alqem landet nun – soweit wir zählen konnten – erst das achte deutsche Startup im Portfolio des legendären New Yorker Geldgebers. Das 2026 gegründete DeepTech aus Garching bei München entwickelt eine KI-Plattform, die die Entwicklung und Kommerzialisierung neuer Materialien beschleunigen soll. Zu den bisherigen USV-Investments hierzulande zählen Auxmoney, Clue, Marley Spoon, OneFootball, Ostrom, SimScale und SoundCloud. Weltweit investierte der milliardenschwere Investor USV bereits früh in Unternehmen wie Twitter, Stripe, Coinbase, Cloudflare, Etsy und Duolingo. Ein Platz im Portfolio von USV ist für deutsche Startups damit nach wie vor eine echte Ausnahme. Mehr über Union Square Ventures
Schüttflix
+++ Entlassungen! Das Gütersloher Baulogistik-Startup Schüttflix trennt sich bis zum Jahresende von rund 18 % seiner Belegschaft – wie unter anderem die Neue Westfälische berichtet. Betroffen sind vor allem Verwaltungs- und Managementstellen. Zuletzt arbeiteten wohl rund 360 Mitarbeitende für die „digitale Plattform für die Ver- und Entsorgung der Baustelle“. Das Unternehmen begründet den harten Schritt mit einer „strategischen Restrukturierung“. Künftig möchte sich das Team stärker auf sein operatives Kerngeschäft sowie den Ausbau eigener Wertstoffanlagen konzentrieren. Schüttflix, 2018 gegründet, sammelte in den vergangenen Jahren bereits mehr als 140 Millionen Euro Venture Capital ein. 2024 erwirtschaftete das Grownup einen Umsatz von 138 Millionen Euro (Vorjahr: 126 Millionen), der Jahresfehlbetrag lag bei 18,9 Millionen Euro (Vorjahr: 23,5 Millionen). Die digitale Recycling-Szene ist derzeit stark unter Druck. Das Grazer Recycling-Scaleup Metaloop schlitterte kürzlich sogar in die Insolvenz. Zuvor wurde zudem das Hamburger Recycling-Startup Cirplus liquidiert. (Neue Westfälische, WiWo) Mehr über Schüttflix
Oyster Bay Venture Capital
+++ Aufstieg! Der Berliner FoodTech-Investor Oyster Bay Venture Capital befördert Philip Stark zum Partner. Stark war in den vergangenen Jahren maßgeblich am Aufbau des inzwischen mehr als 100 Millionen Euro schweren Investors beteiligt und begleitete unter anderem den zweiten Fonds sowie den ersten Exit des Investors. Oyster Bay investiert europaweit in FoodTech- und AgTech-Startups. In den vergangenen Jahren investierte der Geldgeber bereits in Firmen wie Air Up, GoodBytz, Stenon, Dropz, Hooked und Nukoko. Mehr über Oyster Bay
Startups for Tomorrow Festival
+++ Der Countdown läuft: Am 15. September 2026 findet wieder das Startups for Tomorrow Festival in München statt. „Die wichtigste Konferenz für Gründerinnen, Investorinnen und Führungskräfte, die sich für ein besseres Morgen einsetzen“, sagt Startups for Tomorrow-Macher Constantin „Tino“ Schmutzler. Die Teilnehmenden dürfen sich auf Deep Dives, Keynotes und Panels zu den Themen Impact, Growth & AI sowie viele Networking-Möglichkeiten freuen. Zu den Speakern gehören unter anderem Micha Fritz (Gründer von Viva con Agua), Kerstin Erbe (CPO bei dm), die ehemalige Nationalspielerin Tabea Kemme und Fynn Kliemann. Zudem gibt es eine Pitch Night und ein Investors Dinner, auf das sich Startups bewerben können. Die Bewerbungsphase läuft noch bis zum 16. August. Mit dem Code DS15 bekommt ihr 15 % Rabatt auf alle Tickets.
Tentris
+++ Das Bielefelder Startup Tentris entwickelt eine neue Generation von Graphdatenbanken für Unternehmen. Im Interview spricht Gründer Tobias Rebert über die Entstehung des Unternehmens, den Sieg beim STARTUPLAND-Pitch-Contest und die nächsten Wachstumsschritte. Mehr über Tentris
Köln
+++ Nach dem Rekordjahr 2025 bleibt Köln auf Startup-Kurs. Die Zahl der Neugründungen steigt im ersten Halbjahr erneut deutlich. Bei den Finanzierungen zeigt sich dagegen ein anderes Bild: Zahl und Volumen der Finanzierungsrunden liegen klar unter dem Vorjahresniveau. Mehr über die Startup-Szene in Köln
#DEALMONITOR
Investments & Exits
+++ Quantum Diamonds erhält 91 Millionen +++ Lissi sammelt 3,5 Millionen ein +++ Finto bekommt 3,4 Millionen +++ Birdsview erhält 2,5 Millionen +++ Carewell streicht 1,5 Millionen ein +++ Propcorn bekommt sechsstellige Summe. Mehr im Deal-Monitor
#JOBS
BRABUS
+++ Unser Job des Tages! BRABUS sucht einen Mitarbeiter Online Marketing (m/w/d). Technische, emotionale Luxusprodukte wie individuelle Supercars, exklusives high-end Tuning oder Boote sind die Spezialität von BRABUS. Von unserer Zentrale in Bottrop (NRW) ausgehend begeistern wir Kunden in über 100 Ländern.
Was ist zuletzt sonst passiert? Das steht immer im #StartupTicker
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