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Künstliche Intelligenz

Skynet-Szenario: Anthropic warnt vor KI, die sich selbst entwickelt


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KI-Schmiede Anthropic hat sich für eine weltweite Verlangsamung der Forschung und Entwicklung von Künstlicher Intelligenz eingesetzt. „Wir glauben, es wäre gut für die Welt, die Möglichkeit zu haben, die Entwicklung von Frontier AI zu verlangsamen oder vorübergehend auszusetzen, damit gesellschaftliche Strukturen und die Forschung zur Ausrichtung mit dem technologischen Fortschritt Schritt halten können“, erklärten Anthropic-Mitgründer Jack Clark und Anthropic-Forscherin Marina Favaro in einem Blogbeitrag.

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Dafür bräuchte es aber laut dem Autorenteam einen globalen Koordinierungsmechanismus, der eine glaubhafte Verlangsamung unter Staaten und Unternehmen sicherstellen könne. Ansonsten könnten weniger umsichtige Akteure ein solches Moratorium einfach zur technologischen Aufholjagd nutzen oder um sich einen Vorsprung zu sichern.

Anthropic begründet den Vorschlag mit den zunehmenden Fortschritten bei KI-Modellen und skizziert das Szenario, dass Menschen in deren Entwicklung immer weniger Anteil haben. Die KI werde möglicherweise irgendwann eigenständig neue KI-Modelle entwickeln können. Anthropic bezeichnet das als „rekursive Selbstoptimierung“. Eine solche KI, die sich selbst entwickelt, könne einen bedeutenden technologischen Fortschritt darstellen, berge aber auch die Gefahr, dass die Menschheit die Kontrolle verlöre.

Mit Zahlen aus dem eigenen Unternehmen will Anthropic Anzeichen für einen solchen Trend untermauern. Stand Mai 2026 stammten demnach 80 Prozent des Codes, den Anthropic in seine Codebasis einpflegt, vom Modell Claude. Im Februar 2025 habe dieser Anteil noch im niedrigen einstelligen Bereich gelegen. Die Entwickler bei Anthropic lieferten dank KI inzwischen pro Quartal im Schnitt achtmal so viel Code aus wie im Zeitraum von 2021 bis 2025.

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Doch auch qualitativ beschleunige die KI, behauptet Anthropic: Die Häufigkeit, mit der Mitarbeiter Aufgaben von Claude korrigieren oder dabei selber Hand anlegen müssten, sei stetig gesunken – auch bei offen gestellten Aufgaben ohne klare Spezifikationen. Viele Anthropic-Mitarbeiter seien der Meinung, dass der von Claude geschriebene Code Ende 2025 qualitativ noch schlechter war als der von Menschen verfasste, inzwischen aber auf gleicher Höhe. „Wir erwarten, dass er im Laufe des Jahres besser sein wird“, schreiben Clark und Favaro.

Und fügen hinzu: „Sobald die Qualität von Code, der von Menschen und von KI geschrieben wurde, gleichauf ist, werden Menschen gar keinen Code mehr schreiben, sondern sich ausschließlich auf dessen Überprüfung konzentrieren. Wenn sie den Code jedoch nicht so schnell überprüfen können, wie Claude ihn generieren kann, wird die Überprüfung durch Menschen zum Engpass in der KI-Entwicklung.“ Allerdings gestehen sie ein, dass die KI ohne menschliche Urteils- und Entscheidungskraft bislang eher ein fähiger Helfer sei. Es bleibe unklar, ob die heutigen Trainingsmethoden und Architekturen dieses menschliche Potenzial erreichen können.

Der Zeitpunkt für Anthropics Forderung nach einem Moratorium irritiert. Das Unternehmen gilt als einer der global führenden Anbieter und hat erst am Montag mitgeteilt, bei der US-Finanzaufsichtsbehörde SEC vertraulich den Börsengang beantragt zu haben. Damit hat das Unternehmen gegenüber dem ebenfalls an die Börse drängenden Erzrivalen OpenAI die Nase vorn.

Andererseits passen solche Initiativen aber auch gut in das selber gepflegte Image des besonders verantwortungsbewussten Anbieters. Ebenso ist die Betonung der Gefährlichkeit der eigenen Technologie ein offenkundig aufmerksamkeitsstarker Teil der Produktkommunikation. Bei der Vorstellung von Claude Mythos etwa hatte Anthropic den Zugriff auf das Modell zunächst auf einen kleinen Kreis von US-Unternehmen und -Behörden beschränkt. Mythos sei einfach zu gut darin, Sicherheitslücken aufzuspüren, und könne deshalb noch nicht allgemein verfügbar gemacht werden, erklärte das Unternehmen. Inzwischen dürfen auch Institutionen aus Europa darauf zugreifen, Ende Juni will Anthropic einen Bericht über die mit Mythos entdeckten Lücken vorlegen.

Generell greift die KI-Branche in ihrer Kommunikation gern zu Superlativen, die im Nachhinein mitunter auch zurückgenommen werden. So revidierte etwa kürzlich OpenAI-Chef Sam Altman seine Prognose, dass KI auf breiter Front Menschen ersetzen und zu Massenentlassungen führen werde. Altman sagte, dass er die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt doch überschätzt habe.

Dass Anthropic in einem derart umkämpften und hochdynamischen Markt wie dem der KI-Modelle eine Bremsung erreicht, ist eher unwahrscheinlich. Es wäre auch nicht die erste Forderung dieser Art, die verpufft. Im März 2023 machte sich etwa ein offener Brief für eine Zwangspause bei der Entwicklung der mächtigsten KI-Modelle stark und warnte vor gravierenden Konsequenzen der Technologie für die Menschheit. Über 1000 Personen aus Forschung und Wirtschaft hatten unterzeichnet, darunter auch Tech-Prominenz wie Elon Musk und Steve Wozniak. Großen Einfluss auf die KI-Entwicklung der folgenden Jahre hatte der Brief offenkundig nicht.

Anthropic will jedenfalls in den kommenden Monaten Gesprächsrunden mit Vertretern aus Politik, Forschung, Zivilgesellschaft und von KI-Unternehmen organisieren, um die im Blogbeitrag aufgeworfenen Fragen zu diskutieren. Ebenfalls wolle das Unternehmen Forschung vorantreiben für mögliche Sicherungssysteme einer globalen KI-Bremse. „Wenn solche Systeme existierten, würden wir voraussichtlich verlangsamen oder vorübergehend pausieren“, heißt es im Blogbeitrag – aber auch nur dann, wenn andere Entwickler auf dem technologischen Stand es ebenfalls auf überprüfbare Weise täten.


(axk)



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Künstliche Intelligenz

„Guild Wars 3“ für PC und Playstation 5 angekündigt


Das US-Entwicklerstudio ArenaNet hat im Rahmen des Summer Game Fest „Guild Wars 3“ angekündigt. Es ist das erste komplett neue Spiel des Studios seit „Guild Wars 2“ aus dem Jahr 2012 und der erste Teil der Reihe, dessen Kampfsystem sowohl für Maus und Tastatur als auch für Controller entwickelt wurde. Angekündigt sind Versionen für PC, Steam und Playstation 5. Ein erster Trailer zeigt bereits Gameplay aus dem Spiel. Der erste Betatest ist für Herbst 2027 geplant.

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„Guild Wars 3“ spielt mehr als tausend Jahre vor den Ereignissen des ersten „Guild Wars“ und führt in die Region Orr, einer magisch geprägten Wildnis an den Grenzen der Zivilisation. Dort leben sogenannte Vael-Geister, Naturwesen mit enger Verbindung zum Land.

Der zentrale Konflikt zwischen den Gilden dreht sich um die Frage, ob Orr bewahrt oder ausgebeutet werden soll. Spieler schlüpfen in die Rolle eines Vaelwarden, eines Beschützers von Orr, seiner Bewohner und der dort heimischen Geister. Eine besondere Rolle spielt der Seeker, der die Verbindung zu den Geistern herstellt und zugleich als Reittier für die Erkundung der offenen Spielwelt dient.

Spielerisch soll „Guild Wars 3“ stärker von Bewegung geprägt sein als die bisherigen Teile, sowohl bei der Erkundung als auch in den Kämpfen. Spieler sollen gleiten, reiten, springen und an Wänden laufen können, wobei Schwung zwischen verschiedenen Bewegungsarten erhalten bleibt und sich im Kampf in höheren Schaden oder stärkere Treffer umwandeln lässt. Hinzu kommen die aus früheren Guild-Wars-Teilen bekannte umfangreiche Charakteranpassung und der Aufbau eigener Fertigkeitenkombinationen.

Die Guild-Wars-Reihe verzichtet traditionell auf monatliche Abogebühren. Ob das auch für „Guild Wars 3“ gilt, ist bislang nicht bestätigt. Angaben zum Preismodell, zu Veröffentlichungstermin und weiteren Gameplay-Details sollen später folgen. Ein Beta-Test ist für Herbst 2027 angesetzt.

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ArenaNet will das bestehende „Guild Wars 2“ auch nach der Ankündigung von „Guild Wars 3“ weiter aktiv betreuen. Gleiches gilt für „Guild Wars Reforged“, eine modernisierte Neuauflage des ursprünglichen „Guild Wars“ von 2005, die für PC erhältlich ist und diesen Sommer für Android und iOS erscheinen soll. Weitere Einzelheiten dazu sollen in Kürze folgen.

Nach offiziellen Angaben hat die Guild-Wars-Reihe bislang mehr als 29 Millionen Spieler erreicht. Angaben zu aktiven Spielerzahlen macht das Studio nicht.


(tobe)



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Capcom kündigt „Resident Evil Veronica“ an


Ein Remake des Survival-Horror-Klassikers „Resident Evil Code: Veronica“ erscheint 2027. Capcom hat das Spiel zum Auftakt des Summer-Game-Fest-Livestreams am Freitagabend angekündigt – mit dem ersten Trailer-Spot direkt zum Start der Veranstaltung. Das Remake heißt schlicht „Resident Evil Veronica“.

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„Resident Evil Veronica“ kommt für Playstation 5, Xbox Series X|S, Nintendo Switch 2 und über Steam für den PC in den Handel. Entwickelt wird das Remake auf Capcoms hauseigener RE Engine, die bereits die jüngsten Serienteile antrieb. Einen genauen Releasetermin nannte Capcom noch nicht.

Hauptfigur ist erneut Claire Redfield. Die Protagonistin aus dem Originalspiel war zuletzt im Remake von „Resident Evil 2“ aus dem Jahr 2019 spielbar. Die Handlung führt auf die abgelegene, von Zombies überrannte Gefängnisinsel Rockfort, wo Claire nach ihrem Bruder Chris sucht und zwischen die Fronten der Umbrella-Erbenfamilie Ashford gerät.

Das Original „Resident Evil Code: Veronica“ erschien im Februar 2000 für Segas Dreamcast. Es war der erste Serienteil, der nicht zuerst auf einer Playstation-Konsole startete. Zudem stellte es als erstes Resident Evil seine Schauplätze in Echtzeit-3D statt mit vorgerenderten Hintergründen dar. Die Handlung setzte kurz nach den Ereignissen von „Resident Evil 2“ und „Resident Evil 3“ an und füllte damit eine Lücke in der frühen Seriengeschichte. Eine erweiterte Fassung namens „Code: Veronica X“ folgte 2001 für die Playstation 2 und 2003 für den GameCube, eine HD-Version kam 2011 für Playstation 3 und Xbox 360.

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Mit Veronica setzt Capcom seine Serie an Neuauflagen fort. In den vergangenen Jahren erschienen moderne Remakes von „Resident Evil 2“ (2019), „Resident Evil 3“ (2020) und „Resident Evil 4“ (2023). Capcom wechselt sich dabei zwischen neuen Hauptteilen und Remakes älterer Spiele ab. Erst im Februar war mit „Resident Evil Requiem“ ein neuer Hauptteil erschienen.

2026 blickt die Reihe auf 30 Jahre „Resident Evil“ zurück.


(dahe)



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James Cameron erwirbt 3D-Filmtechnik aus Deutschland


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Das bei München ansässige Unternehmen Stereotec wird Teil von James Camerons Lightstorm Vision, das Technik für hochwertige 3D-Aufnahmen sowie deren Verarbeitung und Auslieferung entwickelt. Stereotec selbst stellt 3D-Kamera-Rigs her und bietet Stereografie-Dienstleistungen für die Filmproduktion an.

Das Unternehmens war unter anderem bei den Produktionen von „Dune: Part Two“, Ang Lees „Gemini Man“ und „Billy Lynn’s Long Halftime Walk“ beteiligt sowie jüngst bei immersiven Inhalten für Meta Quest und Apple Vision Pro. Beide Ang-Lee-Filme wurden in stereoskopischem 3D mit 120 Bildern pro Sekunde gedreht.

Stereotec bringt neben seiner Produktionserfahrung patentierte Technik aus knapp zwei Jahrzehnten Arbeit in Lightstorm Vision ein. Das Unternehmen hat sich auf Verfahren spezialisiert, die eine pixelgenaue Ausrichtung der beiden Kamerabilder ermöglichen sollen. Die am Set erfassten Tiefendaten sollen laut Lightstorm Vision eine spätere Automatisierung, KI-gestützte Verarbeitung und skalierbare 3D-Workflows erleichtern.

Als Beispiel für diesen integrierten Ansatz und die Zusammenarbeit zwischen Lightstorm Vision und Stereotec verweisen die Unternehmen auf den kürzlich in deutschen Kinos gestarteten 3D-Konzertfilm „Billie Eilish – Hit Me Hard and Soft: The Tour (Live in 3D)“.

Bei der Produktion kamen mehr als 17 Stereo-Kamerasysteme zum Einsatz, die über Glasfaser- und Funkverbindungen in eine gemeinsame Pipeline eingebunden wurden. Eine Echtzeit-Datenpipeline ermöglichte es den Schnittteams demnach, noch während der Show mit dem Schnitt synchronisierten 3D-Multikameramaterials zu beginnen.

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Gegründet wurde Stereotec 1997 von Florian Maier. Das Unternehmen hat seither zwölf Lumiere Awards für Leistungen im Bereich stereoskopischer 3D-Produktion gewonnen.

„Florian und ich teilen eine Vision für die Zukunft von 3D“, sagte James Cameron anlässlich der Übernahme. „Wir wollen diese Vision in den kommenden Jahren durch rasche technologische Fortschritte gemeinsam voranbringen.“


(tobe)



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