Apps & Mobile Entwicklung
Smartphone-Markt: Rückgang von 4,1 Prozent vor dem noch größeren Einbruch
Im ersten Quartal 2026 war der Smartphone-Markt um 4,1 Prozent rückläufig gegenüber dem gleichen Zeitraum 2025. Das ist aber erst der Anfang eines noch viel größeren Einbruchs, der aufgrund der Speicherkrise für den Verlauf dieses Jahres erwartet wird. Marktanalysten hatten den Rückgang zuletzt auf ca. 13 Prozent prognostiziert.
Samsung bleibt Marktführer
Unter den fünf größten Smartphone-Anbietern haben ausschließlich Samsung und Apple das erste Quartal 2026 mit einem Plus abgeschlossen. Samsung bleibt IDC zufolge der Marktführer mit 62,8 Millionen abgesetzten Geräten und 21,7 Prozent Marktanteil. Das entspricht einem Plus von 3,6 Prozent respektive 1,6 Prozentpunkten.
Die Marktanalysten von IDC erklären Samsungs Zugewinn mit der erfolgreichen Galaxy-S26-Serie, zu der das Galaxy S26 Ultra (Test), Galaxy S26+ und Galaxy S26 (Benchmarks) zählen. Der frühere Launch der neuen Galaxy-A-Serie mit A57 und A37 habe zudem den etwas späteren Marktstart der Topmodelle abgefangen.
Apple folgt dicht auf den Fersen
Apple ist Samsung aber dicht auf den Fersen: 61,1 Millionen abgesetzte Smartphones stehen für einen Marktanteil von 21,1 Prozent und damit ein Plus von 3,3 Prozent respektive 1,5 Prozentpunkten für das erste Quartal. Signifikante Zugewinne seien auf 30 Prozent Wachstum in China zurückzuführen, die aktuelle iPhone-17-Serie sei aber auch global sehr erfolgreich. Auch Apple habe derzeit aber Probleme in den Lieferketten, ansonsten hätte das Plus noch größer ausfallen können, so IDC.
Xiaomi, Oppo und Vivo mit deutlichen Rückgängen
Dahinter folgen die chinesischen Anbieter Xiaomi, Oppo und Vivo. Xiaomi kann den dritten Platz halten, obwohl 19,1 Prozent weniger Smartphones als 2025 abgesetzt wurden. Das Unternehmen hält sich mit 33,8 Millionen Geräten vor Oppo mit 30,7 Millionen (-9,9 Prozent) und Vivo mit 21,2 Millionen (-6,8 Prozent). Xiaomi habe sich strategisch für reduzierte Lieferungen älterer Modelle entschieden, um größere Preisaufschläge zu vermeiden. Oppo wiederum habe mit dem starken Abschneiden auf dem heimischen Markt nicht die globalen Rückgänge abfangen können. Vivo wiederum bleibe der Marktführer in Indien und stark in China, aber nicht auf der globalen Bühne. Morgen folgt das Vivo X300 Ultra.
Honor mit größtem Wachstum
Außerhalb der Top-5-Rangliste bewegen sich Honor, Lenovo (Motorola), Huawei und weitere Hersteller mit zusammen 80,1 Millionen (-4,2 Prozent) Smartphones. Unter den drei genannten Unternehmen habe Honor mit 24 Prozent im Vergleich zum Vorjahr den größten Zugewinn der zehn größten Smartphone-Hersteller weltweit erreicht.
Der große Einbruch kommt erst noch
Die teils positiven Entwicklungen dürften aber schon bald Geschichte sein. Nachdem der Smartphone-Markt im ersten Quartal von 302 auf 289,7 Millionen Geräte (-4,1 Prozent) rückläufig war, stehe dem Markt der große Einbruch aufgrund der Speicherkrise erst noch bevor. Der aktuelle Rückgang ist der erste seit Mitte 2023 und nach zehn Quartalen mit Zugewinnen in Folge.
We expect the first quarter slowdown to be a mild precursor for what lies ahead in 2026 as the supply constraints around memory and price increases further dampen the market growth.
The 4% decline in the market is just a sample of what’s to come as the memory situation intensifies on all fronts.
IDC
Zum einen könne das Volumen im Markt aufgrund der Speicherengpässe nicht gehalten werden, allein dieser Aspekt werde für einen Rückgang sorgen. Darüber hinaus werden die massiv höheren Speicherpreise die Materialkosten und damit die Verkaufspreise nach oben treiben, erklärt IDC. Gerade bei günstigeren Modellen für aufstrebende Märkte habe die Explosion der Speicherpreise die Gerätepreise um 40 bis 50 Prozent steigen lassen, weil der Anteil an der Bill of Materials jetzt so hoch ausfalle.
Hersteller würden darauf mit stärkerer Kostenkontrolle, reduziertem Marketing und weniger Channel-Support zum Beispiel für Trainings und Kaufanreize reagieren. Entsprechende Maßnahmen reduzieren zwar die laufenden Kosten, schränken die Unternehmen aber auch beim Wachstumspotenzial ein.
Es wird und bleibt teurer
Erst Ende Februar hatte IDC prognostiziert, dass der Smartphone-Markt für das gesamte Jahr ein Minus von knapp 13 Prozent erleben werde. Der Markt soll in den folgenden Jahren zwar wieder wachsen, jedoch lediglich in kleinen Schritten und deswegen selbst 2030 noch nicht wieder das Niveau von 2025 erreichen.
Der Markt werde sich insgesamt betrachtet zu höheren durchschnittlichen Verkaufspreisen (ASP) entwickeln und eine „Premiumisierung“ erfahren, die auch dann noch anhalten soll, wenn sich die Speicherpreise laut IDC potenziell in der zweiten Jahreshälfte 2027 stabilisieren könnten – stabilisieren, nicht fallen.
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Qualcomm Dragonfly im Datacenter: Schon wieder verstreicht eine Computex (fast) ohne Neuheiten

Déjà-vu!? Qualcomm nutzt die Computex 2026 um wieder um das Thema Datacenter drumherum zu sprechen. Also wie vor einem Jahr – zumindest fast. Denn während das Unternehmen weiter nicht über Produkte und technische Details spricht, gibt es wenigstens den neuen Brand: Dragonfly.
Nach einem HP Dragonfly gibt es zukünftig also Qualcomm Dragonfly im IT-Bereich. Die kreativen Köpfe mussten hierfür vermutlich nur wenige Überstunden schieben, steht der Name bei HP immerhin für ein Notebook, bei Qualcomm ganz anders für das zukünftige Portfolio an Datacenterprodukten.
Erneut war die Datacentersparte im Rahmen der Messe in Taiwan Qualcomm nur eine ganz kurze Zeit wert. Diese reichte immerhin für die Namensgebung, auf das an der Seite der Tribüne stehende Rack inklusive neuem Logo ging CEO Christiano Amon aber gar nicht weiter ein.
Zum MWC 2026 in diesem Jahr hatte Qualcomm bereits sein Rack erstmals gezeigt. Das Qualcomm AI200 Rack setzt auf AMD-Epyc-Prozessoren und die eigenen neuen AI-Beschleuniger AI200 mit 768 GB LPDDR5.
Heute nichts, am 24. Juni alles!?
Erneut verwies letztlich Qualcomm auch heute auf einen späteren Termin, den 24. Juni 2026 will das Unternehmen nutzen, um mehr zu sagen und auch eine Roadmap für das Datencenter zu präsentieren. Vor einem Jahr an gleicher Stelle wollte man aber auch ganz schnell mit zusätzlichen Informationen nachlegen – gekommen ist dabei aber gar nichts. Von dem vor über einem Jahr angedeuteten Prozessor weiß man heute von offizieller Seite noch genau so wenig wie im letzten Jahr.
Damals hieß es, dass es sich um eine CPU mit rund 80 Oryon-Kernen handelt – das könnte nun, ein Jahr später, für ein Produkt vermutlich erst im nächsten oder übernächsten Jahr dann doch schon wieder ganz anders aussehen. Die Konkurrenz und Eigenentwicklungen im Arm-Bereich haben stark zugenommen und sind weit voran geschritten, vor allem die Vera-CPU von Nvidia als Lösung für (theoretisch) Jedermann ist der neue Platzhirsch hier, den es im Arm-Bereich zu schlagen gilt. Mittlerweile sind die Chef-CPU-Architekten gegangen, am Ende könnte es deshalb durchaus eine Überraschung geben.
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AMD EXPO ULL: AMDs RAM-OC-Standard bekommt Ultra-Low-Latency-Mode

Moderner Arbeitsspeicher und dann auch noch besonders schneller ist aktuell kein beliebtes Thema. Zur Computex hat AMD nichtsdestoweniger neue, besonders schnelle Module mit AMD EXPO angekündigt. Schon „bald“ sollen DDR-Speicherriegel mit EXPO Ultra Low Latency (ULL) für noch niedrigere Latenzen sorgen.
„Bis zu 4 Prozent mehr FPS“ im Vergleich zu Modulen, die nur EXPO bieten, sollen mit den EXPO-ULL-Modulen möglich sein.
Der Zugewinn durch die für besonders niedrige Latenzen ausgelegten Module wird, auch mit Blick auf die Speicherunabhängigkeit der X3D-Prozessoren, kein Thema für den Ottonormalnutzer sein – erst recht nicht in Zeiten, in denen DDR5 ohnehin sehr teuer und sehr schneller DDR5 quasi unbezahlbar ist. Umso besser, dass AMD Ryzen mit 3D V-Cache (X3D) für eine extrem hohe Gaming-Leistung auch gar nicht auf besonders schnellen RAM angewiesen sind.
ComputerBase hat Informationen zu diesem Artikel von AMD unter NDA erhalten. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt.
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ROG NUC 16 Edition 20: Mini-PC mit Intel, RTX 5090 und 128 GB CSODIMM-6400

Das Sondermodell ROG NUC 16 Edition 20 zum ROG-Jubiläum in diesem Jahr setzt das bekannte Motto um: Klotzen statt kleckern! Und so packt das Unternehmen Asus in den Mini-PC bekannter Bauart alles, was man heutzutage auf so kleinem Raum doch unterbringen kann, gekrönt von einer RTX 5090 Laptop GPU mit 175 Watt.
Einen ROG NUC 16 gibt es eigentlich schon, die Top-Ausstattung endet bisher bei einer RTX 5080 mit 16 GByte VRAM. Die in der Sonderedition verbaute RTX 5090 bringt stets 24 GByte GDDR7 mit, mit 175 Watt läuft sie zudem „unlimitiert“.
Ebenfalls nahezu unlimitiert fällt der Speicherausbau aus. 128 GByte in Form von nur zwei Modulen zu verbauen, ist schon eine anspruchsvolle Aufgabe für sich, soll es dann auch noch CSODIMM nach DDR5-6400-Standard sein, wird es extrem übersichtlich. Als Prozessor verbaut Asus dafür nur das aktuell schnellste mobile Produkt von Intel, den Core Ultra 9 290HX Plus mit einer TDP von bis zu 75 Watt.
Die Explosionsdarstellung des ROG NUC 16 auf der Messe offenbart etwas mehr, wie es im Inneren aussieht – das ist bei der Sonderedition im Großen und Ganzen ähnlich. Verbaut sind insgesamt drei Lüfter, zwei kümmern sich primär um CPU und GPU, ein weiterer sorgt dafür, dass RAM und SSD keinen Hitzetod an der Oberseite sterben. Apropos SSD: Zwei davon finden im Mini-PC ihren Platz, eine davon gern als modernste PCIe-Gen5-Lösung.
Zur weiteren Ausstattung aller ROG-NUC-16-Modelle inklusive der Sonderedition zählt Killer-WiFi von Intel, LAN ironischerweise als 2,5-Gbit/s-Lösung von Realtek. Weiterhin gibt es Thunderbolt 4 und einige USB-Anschlüsse diverser Leistungsstufen, dazu je zweimal DisplayPort und HDMI. Für die Antriebskraft sorgt ein 380-Watt-Netzteil, das extern angeschlossen ist.
Einen Preis nennt Asus noch nicht, auch keinen exakten Termin. Als Orientierung könnte der ROG NUC 15 mit Core Ultra 7 275HX und RTX 5080 dienen, der ab 2.849 Euro verfügbar ist. Da die Sonderedition nun mehr bietet – inklusive 64 GByte RAM – wird der Preis wohl deutlich darüber rangieren.
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