Connect with us

UX/UI & Webdesign

So lustig und frech kann eine Museums-Kampagne sein! › PAGE online


Auf besondere Weise führt die niederländische Kreativagentur KesselsKramer Amsterdam-Besucher:innen ins Stedelijk Museum: mit Plakaten samt darauf gekritzelter Tipps, die an den jeweils passenden Orten in der Stadt stehen.

So lustig und frech kann eine Museums-Kampagne sein! › PAGE online

Die Zeit ist knapp, die Reisekasse nicht unbedingt so prall gefüllt wie noch vor wenigen Jahren und dazu ist Amsterdam nicht gerade arm an Attraktionen, an Museen und schönen Orten, die man bei einem Besuch der Stadt nicht verpassen sollte.

Dazu gehört das Museum für moderne Kunst in Amsterdam: das Stedelijk, wie die Bewohner:innen es kurz nennen. Und dahin führen in der aktuellen Kampagne, die von der ikonischen Kreativagentur KesselsKramer entwickelt wurde, jede Menge Wege.

Um die Ecke

Auf leuchtend roten Plakaten, die kurz und knapp von The Modern Art Museum sprechen, ist handschriftlich gekritzelt, was man als Tourist:in in einer fremden Stadt am meisten schätzt: persönliche Tipps, am liebsten noch von Einheimischen, die am besten wissen, was die Highlights der Stadt sind.

»More Art Than Pigeons At The Modern Art Museum of Amsterdam« ist darauf zu lesen – und zwar an Orten, wo es besonders viele Tauben gibt. »Short Walk To The Modern Art Museum Of Amsterdam« ist samt Pfeil in die richtige Richtung in den Straßen der Umgebung zu finden, während in der Fußgängerzone mit seinen Geschäften steht »Find Better Souvenirs at The Modern Art Museum Of Amsterdam«.

Plakate als Wegweiser

An der Bushaltestelle heißt es »Take Lijn 2 For The Modern Art Museum Of Amsterdam«, kehrt man in eine Bar ein, steht auf dem Bierdeckel »Be Hungover At The Modern Art Museum Of Amsterdam« und ist man schon ganz nah beim Museum steht auf einem riesengroßen Gebäude »Behind This Building: The Modern Art Museum Of Amsterdam«.

Die Kampagne ist, maßgeschneidert für die jeweiligen Orte, überall dort zu finden, wo Besucher:innen ankommen oder sich entscheiden müssen, was sie als Nächstes tun: in den Ankunftsbereichen des Flughafens Schiphol und in den Bahnhöfen der Stadt, an Hotspots und den Straßen, die direkt zum Museum führen, in Hotels, in beliebten Kneipen und Restaurants und auch im Internet.

Leuchtend Rot werden die Plakate zu Wegweisern – und wer da keine Lust bekommt, sich sofort auf ins Stedelijk zu machen, der versteht keinen Spaß.

Das könnte dich auch interessieren



Source link

UX/UI & Webdesign

Letterspace 50: Geballte Typo-Kompetenz aus den Niederlanden › PAGE online


Schon seit 2018 gibt es in Amsterdam den Typostammtisch Letterspace. Jetzt erschien ein tolles Buch, das Standpunkte und Arbeiten der ersten 50 Sprecherinnen und Sprecher versammelt – eine Inspirationsquelle auf höchstem Niveau.

Letterspace 50: Geballte Typo-Kompetenz aus den Niederlanden › PAGE online

Zunächst waren sie nur zu dritt: die Typedesigner Diana Ovezea, Sabina Chipara und Edgar Walthert gründeten letterspace.amsterdam als offene Initiative, die erforscht, was Typedesign alles sein kann. 

Die offene Gemeinschaft wuchs schnell, auch aufgrund der einmal monatlich stattfindenden Vorträge von lokalen Kreativen, die über die traditionellen Definitionen von Typografie und Schriftgestaltung hinausgehen und Künstler:innen, Designer:innen und Wissenschaftler:innen einladen, ihre Standpunkte und Arbeiten zu präsentieren, sowie Typedesign zu hinterfragen oder neu zu interpretieren. Die Vorträge sind öffentlich, kostenlos und erfreuen sich wachsender Beliebtheit. 

Der Designer Kuan-Ting Chen, der 2022, noch als Student, beim Wettbewerb »Best Book Design from all over the world« eine Goldmedaille für sein Buch »Met Stoelen« bekam, hatte  die Idee, aus den letterspace.amsterdam-Vorträgen ein Buch zu machen. Zusammen mit dem in Amsterdam lebenden Schweizer Grafik- und Typedesigner Edgar Walthert, der PAGE-Lesern vor allem durch seine intelligente Schrift Logical bekannt ist, wurde die Idee in die Tat umgesetzt.

So entstand »Letterspace 50«, 448 prall gefüllte Seiten mit Standpunkten und Projekten der ersten 50 Sprecherinnen und Sprecher. Man begegnet bekannten Namen wie Hansje van Halem, Bram de Does und Novo Typo, aber auch noch weniger bekannten wie Inna Kochkina, Kevin Rooi und Pink Pony Express.

Gestaltet haben das fadengeheftete, schwarzweiß gedruckte Buch Kuan-Ting Chen und Kasper Quaink, das Vorwort stammt von Edgar Walthert. Vor allem dank seines kleinen Formats von 12 mal 16,5 Zentimter findet es auf jedem Schreibtisch Platz und es macht Riesenspaß, es zwischendurch immer mal wieder in die Hand zu nehmen und sich inspirieren zu lassen: von Ideen, Methoden und Menschen, die zeigen, dass Typografie keine enge Disziplin ist, sondern eine lebendige, experimentelle, die manchmal unerwartete Ergebnisse hervorbringt.

Erhältlich ist »Letterspace 50« bei IdeaBooks, es kostet knapp 30 Euro.

Das könnte dich auch interessieren



Source link

Weiterlesen

UX/UI & Webdesign

Google ändert App-Symbole der Google Workspace Suite – Design Tagebuch


Gmail, Google Drive und weitere Workspace-Tools haben neue App-Symbole bekommen. Alle Symbole wurden, dem allgemeinen Designtrend folgend, mit Farbverläufen ausgestattet.

Google Workspace ist eine cloudbasierte Sammlung von Produktivitäts-, Kollaborations- und Cloud-Computing-Tools. Alle Anwendungen( z.B. Gmail, Drive, Docs) laufen direkt im Webbrowser oder über mobile Apps, sodass keine lokale Softwareinstallation auf dem Computer erforderlich ist. Seit 2020 bündelt Google Kernfunktionen wie E-Mail, Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Cloud-Speicher und Videokonferenzen unter dem Markendach und -namen Google Workspace.

Zuletzt wurde die Software durch umfassende KI-Integrationen und neue Systemkomponenten überarbeitet. Die Neuerungen wurden im Rahmen der Entwicklerkonferenz Google I/O (Mai 2026) sowie auf der Google Cloud Next ’26 (April 2026) offiziell vorgestellt. In diesem Zusammenhang hat Google auch die Symbole/Icons der Apps angepasst.



Source link

Weiterlesen

UX/UI & Webdesign

In die Höhe gebaut: Die aufregende Szenografie der Deutschen Kinemathek › PAGE online


Die Deutsche Kinemathek ist jetzt im einstigen Berliner Technoclub E-Werk untergebracht und so besonders wie der Ort ist die Ausstellungsarchitektur von chezweitz, die jetzt auch die erste Sonderschau »Inventing Queer Cinema« in die Höhe schießen lässt.

In die Höhe gebaut: Die aufregende Szenografie der Deutschen Kinemathek › PAGE onlineBild: © chezweitz/Sara Omassi

Nach 25 Jahren endete der Vertrag der Deutschen Kinemathek am Potsdamer Platz in Berlin und bis neue Räumlichkeiten gefunden sind, hat die berühmte Institution für Film und Fernsehen einen Zwischenstandort in dem ehemaligen Berliner Technoclub E-Werk gefunden.

So besonders wie die neue Location selbst – und typisch Berlin könnte man sagen – ist auch die Ausstellungsarchitektur des Szenografie-Büros chezweitz.

Sie führt den Blick hoch hinauf in die Halle, lässt Filmszenen auf Stoffbahnen durch den Raum schweben, führt Podeste hinauf und an ehemaligen Schaltpulten entlang, die auf verschiedene Weise mit einbezogen werden.

Hier lebt der Film, alles flimmert und ist lebendig und das auch in der ersten großen Sonderausstellung in den neuen Räumlichkeiten, die sich mit »Inventing Queer Cinema« der Geschichte des queeren deutschen Kinos widmet. Gerade auch in Berlin als schillernde Insel der Subkultur.

Bild: © chezweitz/Sara Omassi

Schaltpulte mit Glitzer

Die Szenograf:innen von chezweitz nutzen in der Ausstellungsgestaltung die gesamte Höhe des Raums, spektakuläre neun Meter, und erzählen vertikal und – statt in gewohnter linear Struktur – kaleidoskopartig von Filmemacher:innen und Filmen und in einer Bilderinstallation von Rosa von Praunheim und anderen prägenden Akteur:innen.

Dabei folgt die Szenografie auch dem Improvisierten und dem DIY-Charakter der queeren Filmszene, die nie subventioniert wurde, sondern die Geldlöcher mit ganz eigenen Ideen – und mit Glitzer – stopfen musste.

Durchscheinende Stoffe und goldene und silberne Stoffbahnen sind über die Schaltpulte geworfen und drapiert, ein Jackett, das mit Leopardenstoff verziert ist, hängt an einem der Schalthebel, ein paar Requisiten sind darauf verteilt und ein paar Bilder angelehnt.

Als einen »Werkzeugkasten« bezeichnet chezweitz selbst das Ausstellungsset, das das Büro für die Deutsche Kinemathek entwickelt hat und das mit seinen flexiblen Grafik- und Raummodulen, Vorhängen, Teppichelementen und einer variablen Sitzlandschaft immer wieder neu bespielt werden kann.

Und das so lebendig und in Bewegung ist, dass man immer wieder von Neuem in das Gezeigte hineingezogen wird.

Inventing Queer Cinema, bis 13.09.2026, Deutsche Kinemathek, Berlin, E-Werk. Begleitet wird die Ausstellung von einer umfangreichen Filmreihe und einem Rahmenprogramm.

Bild: © chezweitz/Sara Omassi Bild: © chezweitz/Sara Omassi Bild: © chezweitz/Sara Omassi Bild: © chezweitz/Sara Omassi

Das könnte dich auch interessieren



Source link

Weiterlesen

Beliebt