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Künstliche Intelligenz

Streit über Zukunft von ENUM-Telefon-Domains


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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Als Brücke zwischen Telefonie und Internetdiensten – und auch zwischen klassischer Telefonaufsicht und Internet-Selbstverwaltung – wurde E.164 Number Mapping (ENUM) Anfang des Jahrtausends eingeführt. Jetzt gibt es Streit über die Zukunft der „Telefondomains“ und vor allem darüber, wer über diese Zukunft entscheiden darf. Deutsche und niederländische ENUM-Betreiber kritisierten beim jüngsten Treffen der europäischen Internetregistry-Organisation Réseaux IP Européens (RIPE) in Edinburgh, dass sie bei der Frage, ob man den Betrieb schließen solle, komplett übergangen worden seien.

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Als „Verheiratung“ von Telefonnummern und Internet Domains wurde das ENUM-Protokoll vor 20 Jahren begrüßt. Über eine ENUM-Domain lassen sich automatisiert Mobil- und Festnetznummern, Mail, Fax- oder Videokonferenzkennungen erreichen. Damit sollten nicht nur Voice-over-IP-Anwendungen unterstützt, sondern auch eine zentrale Schaltstelle zwischen verschiedenen Identifiern geschaffen werden.

Für deutsche Rufnummern ist das Deutsche Enterprise Network Information Center (DENIC) zuständig. Für den Betrieb der für alle nationalen Rufnummernbereiche offenen e164.arpa Top Level Domain (TLD) hat sich das Internet Architecture Board, Peergremium der Internet Engineering Task Force (IETF), dereinst auf das RIPE Network Coordination Centre (RIPE NCC) festgelegt. Die Bezeichnung .arpa steht hier für „Adress and Routing Parameter Area“.

Damit die jeweiligen nationalen Vorwahlnummernbereiche nur von autorisierten Organisationen eingetragen werden können, ist die International Telecommunication Union (ITU) der Vereinten Nationen im Boot. Telefonregulierer und Domainregistries taten sich, gerade auch wegen unterschiedlicher Governance-Verfahren, anfangs nicht leicht, eine gemeinsame Architektur für ihre „Heirat“ zu organisieren. Der nun beim RIPE-Treffen in Edinburgh zutage getretene Disput darüber, wer eigentlich über die Zukunft von ENUM entscheiden kann, rührt nicht zuletzt aus solchen Governance-Unterschieden.

Vertreter des niederländischen Ministierums für Wirtschaft und Umwelt, die niederländische Internet Society und die deutsche Registrierstelle DENIC kritisierten scharf, dass das RIPE NCC eigenmächtig bei der ITU vorstellig geworden ist und praktisch die Schließung der e164.arpa-TLD nahegelegt habe.

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Ausgangspunkt war eine Überprüfung von Domaineinträgen in der e164.arpa, die viele verwaiste Länderzonen offenbart hat. Aktuell funktionierten nur noch 28 von insgesamt 46 ENUM-Länderzonen korrekt. Bei den anderen seien häufig nicht einmal mehr die hinterlegten Kontakte erreichbar, bilanzierte Hisham Ibrahim, Chief Community Officer des RIPE NCC. Die zunehmende Vernachlässigung einzelner Zonen mache diese übrigens auch zum Ziel von Angreifern, warnte er.

Die DENIC verzeichnet inzwischen nur noch rund 80 individuelle ENUM-Einträge. Zwar hat sich das ENUM-Protokoll als Protokoll innerhalb von Carriernetzen durchaus durchgesetzt. Rufnummer-Domainvermittlung in der Hand von Endnutzern gerieten über dieses als Carrier ENUM bezeichneten Mechanismus dagegen immer mehr ins Hintertreffen.

Eine Debatte über die Zukunft von ENUM sei also durchaus sinnvoll, erkannten Teilnehmer des Treffens in Edinburgh an. Nicht aber das Vorpreschen des mit dem Registrybetrieb betrauten RIPE-Sekretariats bei der ITU.

Im Januar haben die hauptamtlichen Adressverwalter kurzerhand bei der zwischenstaatlichen Organisation angefragt, ob ENUM noch als aktives Protokoll betrachtet werde, ob RIPE neuere Protokollentwicklungen (RDAP) einpflegen solle, und, vor allem, ob die ITU eine Abschaltung von ENUM oder das Zurückfahren des Supports für angemessen halte. Die ITU machte daraus eine schlichte Anfrage an ihre 194 Mitgliedsstaaten, in der sie um Zustimmung für die Einstellung des Dienstes bat.

Mitgliedsstaaten wie die Niederlande seien von dieser Rückfrage vonseiten der ITU überrumpelt worden, sagte Marco Hogewoning vom niederländischen Ministerium für Wirtschaft und Klima. Die Frist für eine Antwort sei knapp: 15. August. Er befürchte, das RIPE NCC habe sich bei dem Vorstoß nicht zuletzt von den durch den Registrybetrieb entstehenden Kosten leiten lassen. „Aber diese müssten dann erst auf den Tisch.“

Der Verzicht, bei den Betreibern der 28 laufenden Zonen nachzufragen, ist für Peter Koch, Senior Policy Advisor der DENIC, unverzeihlich und widerspreche der Praxis einer Multi-Stakeholder-Verwaltung des Netzes. „Auf dem Silbertablett“ habe das RIPE NCC der ITU ein Mandat zur Abschaltung eines Internetdienstes präsentiert, kritisierte Koch.

Und auch das Internet Architecture Board (IAB), die eigentliche Hüterin der ARPA-Zone und Partner des RIPE NCC, sei erst im Nachhinein befasst worden, kritisiert Jim Reid, ENUM-Entwickler und regelmäßiger Berater der britischen Regierung zu Standardisierungsfragen. Das IAB hatte zwar nun gefordert, dass zunächst die Nutzer zu befragen seien. Doch bis dahin könnte die Schließung bei der ITU bereits durch sein.

Während sich Ibrahim gegenüber heise online verteidigte, dass weder das RIPE NCC noch die ITU einseitig entscheiden könnten, wie es mit ENUM weitergehe, riet Hogewoning dazu, die aktiven ENUM-Registries aufzuklären und aufzufordern, sich bei der ITU zu melden.

Zugleich müsse man sich dafür wappnen, dass die 30 Prozent, die man für einen Stopp der Schließung brauche, nicht zustande kommen. Ein Weiterbetrieb – durch das RIPE NCC oder durch einen neuen, vom IAB bestimmten Registryprovider – wären zwar denkbar. Die aktuell über die ITU erfolgte Autorisierung der nationalen Rufnummern-Labels müssten dann freilich jeweils mit dem einzelnen Land geklärt werden.

Für die nächsten Monate wird das fast vergessene ENUM angesichts des Chaos ganz neu diskutiert werden. In den Niederlanden sieht man durchaus eine Zukunft für den Dienst, wie Ruben Brave, Präsident des niederländischen Chapters der Internet Society (Betreiberin von .1.3.e164.arpa), in einer Mail an das RIPE unterstrich. Das Zusammenspiel staatlich regulierter Nummern mit verifizierbaren Internet Identifiern könne für vertrauenswürdige europäische ID-Systeme noch eine große Rolle spielen.


(Monika Ermert)



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Cybercab: Tesla baut ein Auto, das aktuell nirgends fahren darf


Im April 2026 hatte Tesla die Serienproduktion seines im Oktober 2024 vorgestellten Cybercabs in der Gigafactory in Texas gestartet. Jetzt hat der E-Autokonzern die Produktion des lenkrad- und strompedallosen Robotaxis noch einmal hochgefahren.

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Wie Electrek schreibt, sollen über 100 der zweisitzigen Fahrzeuge auf den Parkplätzen vor dem Fabrikgebäude herumstehen. Das Problem ist, dass Tesla das Cybercab noch gar nicht an private Interessenten verkaufen darf. Und auch der Einsatz in den Robotaxi-Testzonen in Texas und Florida ist nur begrenzt möglich.

Tesla zufolge sollen Ende Juni 2026 die ersten Cybercab-Testfahrten in Austin begonnen haben – allerdings wohl mit menschlicher Begleitung an Bord, wie in einem entsprechenden Video zu sehen ist. Wie diese Person angesichts des Fehlens von Lenkrad und Strompedal eingreifen können soll, ist aber unklar.

Apropos Austin: Hier hatte Tesla im Juni 2025 den Startschuss für seine Robotaxi-Flotte gegeben. Bisher dürften die Testfahrten aber noch nicht den großen Durchbruch gebracht haben. Von den aktuell rund 50 Fahrzeugen sollen Electrek zufolge nur 14 ohne Begleitperson unterwegs sein.

Auch in Dallas und Houston sowie in Miami, wo die Robotaxis seit Kurzem unterwegs sind, fährt Tesla mit angezogener Handbremse. Wie Tesla-Chef Elon Musk Investoren im Zusammenhang mit der Vorstellung der Quartalszahlen im April 2026 erklärte, liege das an Sicherheitsrisiken. Demnach warte Tesla, bis das aktuell in Entwicklung befindliche große Update der FSD-Software auf v15 vorliege.

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Damit wird derzeit für Ende 2026 oder Anfang 2027 gerechnet. Auch erst für 2027 rechnet Musk mit nennenswerten Umsätzen aus dem Betrieb der Robotaxi-Flotte, wie er laut Electrek gegenüber den Investoren sagte.

Tesla setzt also offensichtlich darauf, dass mit FSD v15 zunächst ein sicherer Betrieb in den abgegrenzten Robotaxi-Testzonen in Texas und Florida möglich wird. Bis tatsächlich private Käufer sich in einem der Cybercabs durch die Gegend kutschieren lassen können, dürfte also noch viel Zeit vergehen.

Dieser Beitrag ist zuerst auf t3n.de erschienen.


(jle)



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Atommüll: Sechster Castor-Transport erreicht Zwischenlager Ahaus


Ein weiterer Schwerlasttransport mit hochradioaktivem Atommüll aus dem ehemaligen Forschungsreaktor Jülich hat sein Ziel erreicht: In der Nacht ist der sechste von insgesamt 152 geplanten Castor-Behältern im Zwischenlager Ahaus angekommen, teilte die Polizei mit. Der Großteil der Transporte durch Nordrhein-Westfalen steht damit weiterhin bevor.

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Wie die Polizei Münster mitteilte, verlief der Transport ohne Zwischenfälle. Die Fahrt wurde erneut von Einsatzkräften begleitet, Verkehrsmaßnahmen entlang der Transportstrecke führten kurzfristig zu Verkehrsbeeinträchtigungen. Seit Jahren werden die Castor-Transporte von Umweltverbänden und Anwohnern diskutiert und von Protesten begleitet.

Insgesamt sollen 152 Castor-Behälter vom Forschungszentrum Jülich in das Zwischenlager Ahaus verlagert werden. In den Spezialbehältern befinden sich rund 300.000 kugelförmige Brennelemente. Damit handelt es sich um einen der größten Atommüll-Transporte auf der Straße seit Jahrzehnten. Aus Sicherheitsgründen werden weder genaue Termine noch die exakten Fahrtrouten oder mögliche Alternativstrecken vorab bekannt gegeben.

Die Verlagerung geht auf eine behördliche Anordnung zurück. Nach Angaben der Jülicher Entsorgungsgesellschaft (JEN) musste das bisherige Zwischenlager am Standort Jülich geräumt werden, nachdem die ursprüngliche Aufbewahrungsgenehmigung ausgelaufen war und ein neuer Nachweis zur Erdbebensicherheit gefordert wurde. Als schnellste umsetzbare Option gilt der Transport in das bestehende Zwischenlager nach Ahaus. Die dafür erforderliche Transportgenehmigung wurde im August 2025 erteilt.


(mack)



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Anleitung: Lokale KI mit Llama.cpp nutzen


Wer gelegentlich das Subreddit r/LocalLLaMA besucht, stößt auf Lobeshymnen zu Llama.cpp. Die Software dient dazu, KI-Sprachmodelle auf Consumer Hardware zu verwenden. Mit den richtigen Einstellungen soll Llama.cpp mehr Geschwindigkeit aus lokalen KI-Modellen herausholen, als es Programme wie LM Studio oder Ollama ermöglichen.

Diesem Versprechen kann man schwer widerstehen. Wir haben die Open-Source-Software ausprobiert und mit der Engine ein für unseren Grafikspeicher übertrieben großes Mixture-of-Experts-Modell gestartet. Direkt aus dem Stand hat Llama.cpp die Antwort-Token damit viermal schneller generiert als mit LM Studio. Ob da noch mehr geht, probieren Nutzer aus, sobald sie die Software in wenigen Schritten eingerichtet haben.

  • Llama.cpp ist eine beliebte Engine, die auch unter der Haube von LM Studio und Ollama arbeitet. Nutzer lokaler KI können sie auch direkt verwenden.
  • Die Open-Source-Software bietet Anwendern viele Konfigurationsmöglichkeiten, etwa damit Modelle optimal auf der eigenen Hardware laufen.
  • Über ein Browser-Interface kann man mit den Modellen arbeiten, verschiedene Konfigurationen testen und erhält sofort Daten zur Verarbeitungs- und Antwortgeschwindigkeit des Modells.

Der Artikel erläutert einen einfachen Weg, Llama.cpp unter Windows 11 zu starten und gibt einige Tipps, etwa für den Fernzugriff auf das Browser-Interface. Wir zeigen auch, wie Nutzer KI-Modelle für die Engine so hinterlegen, dass sie verschiedene Konfigurationsmöglichkeiten der LLMs schnell über die Browser-UI testen können. Damit schaffen Sie eine Grundlage, um mit der Software komfortabel zu experimentieren: Vielleicht kitzeln Sie so ein paar Optimierungen aus Ihren bevorzugten LLMs. Für den Artikel haben wir einen etwas älteren Gaming-PC mit Nvidia-Grafikkarte (12 GByte VRAM), 32 GByte DDR4-RAM und der AMD-CPU Ryzen 7 5700G verwendet.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Anleitung: Lokale KI mit Llama.cpp nutzen“.
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