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UX/UI & Webdesign

Strichpunkt setzt Palfinger neu in Szene › PAGE online


Das Maschinenbauunternehmen Palfinger positioniert sich stärker global und das mit einem Markenauftritt der Design- und Brandingagentur Strichpunkt, der von Entschlossenheit und Präzision erzählt – und über 12.300 Mitarbeitende miteinbezieht.

Strichpunkt setzt Palfinger neu in Szene › PAGE online
Strichpunkt / Markus Dunke, Maria Strodt, Nathalia Cury, Alexander Schach, Marlene Kogel, Sam Nhui

Palfinger ist ein börsennotiertes Maschinenbauunternehmen aus Bergheim im Salzburger Land. Spezialisiert auf hydraulische Kran- und Hebetechnik hat die Design- und Branding-Agentur Strichpunkt die Neupositionierung des Unternehmens als innovativer und globaler Produzent und Anbieter in einen neuen Markenauftritt übersetzt.

Letzten Sommer hatten die Stuttgarter Kreativen bereits die Umfirmierung von MAN Energy Solutions zu Everllence mit einem Markenauftritt begleitet, zuvor Metabo, Hersteller von Elektrowerkzeugen mit einem Relaunch versehen und mit Palfinger folgt jetzt ein weiterer Kunde im B2B-Bereich.

Um sich global stärker so positionieren, sind jetzt alle Angebote und Aktivitäten des Unternehmens auf einer Website zusammengefasst – dem Brandsystem inklusive, das zeigt, wie die Marke sich neu aufgestellt hat und was bei der Präsentation und Tonalität beachtet werden muss.

Strichpunkt / Markus Dunke, Maria Strodt, Nathalia Cury, Alexander Schach, Marlene Kogel, Sam Nhui

Motivierend – und umfassend

Wurde das gelb leuchtend unterlegte Wortlogo und Icon geschärft und der überarbeitete Auftritt mit einem klaren, eigens gezeichneten Customfont versehen, wird das Erscheinungsbild von aufstrebenden Linien und Pfeilen bestimmt.

»The only way is up« scheint das zu symbolisieren und natürlich auch die Expertise des Unternehmens für hydraulische Kran- und Hebetechnik.

So dezent wie prägnant zieht sich diese Formensprache durch das überarbeitete Design und gleichzeitig wird es von dem Claim Lifetime Excellence begleitet, der auf die Qualität und auch auf die lange Firmengeschichte Bezug nimmt, die 1932 begann.

Mithilfe von Microsites, Teasern und persönlichen, analogen Formaten und mit einem Helpdesk mit Ticketing-System, an das sich jeder mit Fragen zur Implementierung des Corporate Designs wenden konnte, wurden die weltweit rund 12.350 Mitarbeitenden des Unternehmens involviert.

Und motiviert, die neue Identity mitzutragen, die sich von klassischen Print- zu digitalen Medien über die Gestaltung der Maschinen und Flotte bis zu Messeauftritten und Gebäudefassaden erstreckt.

Blick ins Brand Portal

Wie präzise und zugewandt die Kommunikation ist, zeigt sich auch im öffentlich zugänglichen Brand Portal. Dort wird erklärt, wie die Sprache die Werte des Unternehmens trägt.

Warum eine schleppende Ausdrucksweise auf ein langsames Denken schließen lässt, die Identität Palfingers sich jedoch als leidenschaftlich, geradlinig und führend definiert. Dass es eine Marke ist, »die stets danach strebt, besser zu werden«.

So soll die Sprache leicht und verständlich sein, aber für ein »höher, schneller, näher, stärker« stehen und begeistern.

Wie das am besten gelingt, dazu gibt es zahlreiche Tipps, die sich weit über Palfinger hinaus eignen, einer Marke Nachdruck zu leihen.

Ganz so wie auch Strichpunkt es hier getan hat. Mit einem neuen Erscheinungsbild, das die Marke an den richtigen Stellen schärft und mit einer DNA versehen hat, die mit einem umfassenden modularen System aus dem Hintergrund heraus wirkt – und das weltweit.

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»Schrift ist nicht nur Stil, sondern Markenidentität« › PAGE online


Schriftgestalter Henning Skibbe über Typographic Branding und warum Marken heute stärker über Schrift sprechen müssen.


Typografie ist längst mehr als ein ästhetisches Detail – sie ist ein strategisches Werkzeug in der Markenführung. Im Gespräch erläutert Henning Skibbe, warum Schrift Haltung transportiert, Differenzierung ermöglicht und welche Rolle neue Technologien dabei spielen. Das Thema vertieft er auch in seinem Webinar »Typographic Branding«.

PAGE: Henning, warum ist Typografie heute ein strategisches Thema für Marken?

Henning Skibbe: Schrift ist weit mehr als Stilmittel. Sie ist ein zentraler Bestandteil der Markenidentität. Über Typografie kommunizieren Marken Haltung, Tonalität und Konsistenz – über alle Kanäle hinweg. In einer Zeit, in der Marken auf so vielen Plattformen gleichzeitig stattfinden, ist das unverzichtbar. Eine Marke ohne typografische Strategie wirkt beliebig. Typografie sorgt dafür, dass eine Marke auch ohne Logo erkannt wird. Sie trägt die DNA im Alltag.

Was sind aus deiner Sicht die zentralen Aspekte von Typographic Branding?

Ich betrachte Typografie – auch in meinem Webinar »Typographic Branding«– aus drei Perspektiven: strategisch, gestalterisch und technologisch. Es geht darum, wie Schriftwahl oder -entwicklung gezielt zur Markenführung beitragen kann – ob durch den Einsatz bestehender Schriftfamilien oder durch Custom Fonts. Ein Schwerpunkt liegt darauf, wie sich eine typografische Sprache definieren lässt, die Wiedererkennbarkeit und Flexibilität verbindet. Außerdem geht es um die Frage, wie typografische Entscheidungen im Designprozess fundiert begründet werden können.

Wie verändert sich Typografie aktuell durch neue Technologien wie Variable Fonts oder KI?

Technologie eröffnet enorme Freiräume. Variable Fonts ermöglichen beispielsweise, dass Marken mit Dynamik und Flexibilität arbeiten können, ohne an Konsistenz zu verlieren. Und KI kann typografische Workflows effizienter machen, etwa bei der Schriftanalyse oder bei Tests zur Lesbarkeit. Aber Technik ersetzt kein gestalterisches Denken. KI kann inspirieren, braucht jedoch eine klare Richtung – und die kommt aus der Markenstrategie.

Was sind denn aus deiner Sicht die häufigsten Fehler, die Marken in der Typografie machen?

Viele Marken unterschätzen die Rolle der Schrift oder treffen Entscheidungen zu kurzfristig – etwa aus Budgetdruck oder aufgrund von Trends. Dabei ist Typografie einer der langlebigsten Bestandteile einer visuellen Identität. Wer sie nicht strategisch entwickelt, muss später nachbessern. Ein weiterer Punkt: Accessibility und Lesbarkeit werden häufig zu spät berücksichtigt. Gute Typografie schafft nicht nur Charakter, sondern auch Zugänglichkeit – und das wird zunehmend zu einem Qualitätskriterium für Marken.

Für wen ist das Thema »Typographic Branding« besonders relevant – und warum gerade jetzt?

Relevant ist es für alle, die Marken führen oder gestalten: Designer:innen, Creative Directors, Markenstrateg:innen ebenso wie Brand Manager:innen in Unternehmen. Typografie verbindet Design, Technologie und User Experience. Und weil Marken über zahlreiche Touchpoints hinweg kommunizieren, ist typografische Konsistenz längst kein Nice-to-have mehr, sondern eine Voraussetzung für Glaubwürdigkeit. Wer Schrift strategisch versteht, verfügt über ein starkes Instrument, um Marken zukunftsfähig zu machen.

Typografie strategisch weiterdenken – mit Henning Skibbe

Henning Skibbe, einer der profiliertesten Schriftgestalter im deutschsprachigen Raum, vertieft im Webinar »Typographic Branding« die hier angesprochenen Fragen zur Rolle von Schrift in der Markenführung. Anhand von Praxisbeispielen zeigt er, wie sich typografische Systeme entwickeln und argumentativ im Markenprozess verankern lassen. Als PAGE+ Abonnent:innen erhaltet ihr auf die Teilnahme übrigens einen Rabatt von 30 Prozent.

»Schrift ist nicht nur Stil, sondern Markenidentität« › PAGE onlineBild: Klaus Nather

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Herrenhäuser wird illustriertes Damenhäuser › PAGE online


Seit einigen Jahren bringt die Privatbrauerei Herrenhausen zum Weltfrauentag am 8. März das »Damenhäuser« heraus. Jetzt wird erstmals auch das Etikett umgestaltet. Den Auftakt macht die Illustratorin Paula Kacprzak. Und das hat einen besonderen Grund.

Herrenhäuser wird illustriertes Damenhäuser › PAGE online

Einfach mal machen hat die Illustratorin Paula Kacprzak aus Hannover sich gedacht.

Und da sie immer schon mal ein Bieretikett gestalten wollte, weil es gerade auf Craftbieren so tolle Artworks gibt, hat sie ein Etikett für die Privatbrauerei Herrenhäuser in ihrer Heimatstadt entworfen.

Ohne Auftrag, aber um ihren Stil zu schärfen und dann war das Ergebnis doch zu gelungen, um im Archiv zu landen.

Und so hat Paula Kacprzak die Motive bei der Privatbrauerei eingereicht – und eine Antwort bekommen.

Man war begeistert von den drei Motiven, die sie entwickelt hatte und so kam schnell die Idee auf, sie für die jährliche Sonderedition zum Weltfrauentag am 8. März zu nutzen.

Start einer Illustrations-Serie

Seit mehreren Jahren bereits bringt die Privatbrauerei Herrenhäuser diese limitierte Sonderedition zum Weltfrauentag heraus. Im vergangenen Jahr wurde ein Teil der Erlöse an ein Frauenhaus gespendet.

»Es geht also nicht nur um ein neues Etikett, sondern um echte Haltung«, heißt es von Paula Kacprzak.

Und das erstmals nicht nur mit einem veränderten Schriftzug, der das »Herrenhäuser« in ein »Damenhäuser« verwandelt, sondern erstmals mit einem illustrierten Etikett.

Mit verschiedenen Character kreisen diese bei Paula Kacprzak um Vielfalt, Stärke und Zusammenhalt und dazu wird angestoßen und gemeinsam gefeiert.

Besonders aber hat sich die Illustratorin noch über etwas anderes gefreut. Denn bereits beim ersten Treffen mit Nadin König, der Leiterin Marketing bei Herrenhäuser, entstand die Idee, dass daraus eine Serie entsteht, die jedes Jahr zum Weltfrauentag die Arbeit einer anderen Illustratorin aufs Etikett bringt.

Herrenhäuser sei so auch ein Vorbild für andere Unternehmen, »Kreativschaffenden in Zeiten von KI aktiv den Rücken zu stärken«.

Und so gibt es über das Etikett hinaus auch noch Sticker und ein Damenhäuser T-Shirt.

Screenshot

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Anne Kaiser zum PAGE Jubiläum › PAGE online


Chefredakteurin Anne Kaiser über ihre erste Begegnung mit PAGE und ihre Wünsche für die 40-Jährige Ikone

Ein animiertes Gif mit einer 40, die aus Magazinen und zwei Blumenvasen gebaut ist, aus denen Blumen erwachsen
Am IPad gezeichnet und in Procreate Frame by Frame animiert: aus den Formen des PAGE Logos entwickelte Anne die 40 für das Jubiläum und füllte sie für ihren Gruß mit Leben

Moin PAGE! In Hamburg geboren und fast vierzig Jahre lang hier gelebt, bist du – im Gegensatz zu mir – ein echtes »Nordlicht«. Auch wenn ich für dich in den Norden gezogen bin und mit Hamburg meine Wahlheimat gefunden habe, schnackst du schon viel lockerer – und meistens ohne viele Worte – über das, was dich bewegt: die Liebe zum Design.

Anne meets PAGE

Ein Zehntel deines Lebens darf ich dich mittlerweile nun schon begleiten und immer wieder erleben, wie du Menschen berührst: Kreative, aber auch die, die täglich an dir arbeiten und mit dir wachsen. Mich begleitest du schon seit meinem ersten Schulpraktikum bei einer Grafikdesignerin, die mir zur Inspiration erst einmal eine Ausgabe PAGE auf den Tisch legte. Später dann im Designstudium brachte dich immer ein Dozent mit in unser Studi-Café. Da warst du dann immer schnell weg, weil irgendjemand dich sofort einsteckte.

Aber zu dem Zeitpunkt hätte ich mir noch nicht ausmalen können, einmal in deiner Redaktion, geschweige denn Chefredaktion, zu sitzen. Und jetzt sind wir hier: vier Jahre später ist PAGE nicht nur meine Leidenschaft, sondern auch fester Teil meines Lebens. Von den wundervollen Gesprächen und Begegnungen, die sie mir ermöglicht hat, bis zur Freiheit, mit und durch PAGE Themen zu erkunden und zu diskutieren, welche die Branche bewegen. PAGE ist für mich der schönste Anlass, mit anderen Kreativen ins Gespräch zu kommen und gleichzeitig der Antrieb, um etwas zu verändern.

40 Jahre neu denken

Jetzt, zum 40-Jährigen Jubiläum, darf ich PAGE noch einmal neu entdecken. Denn für die erste Jubiläums-Story »40 Years of Editorial Design by PAGE« habe ich mich tief in unser Archiv begeben und über 500 Fotos von unseren älteren Ausgaben gemacht, bis ich schließlich in die Gegenwart vorgedrungen bin.

Besonders begeistert haben mich neben den alten Layouts die Handschriften der verschiedenen Chefredakteur:innen, die sich in Themen, Rubrikenaufteilung und Haltung widerspiegeln. Denn was uns alle über die Jahrzehnte verbindet, ist der Wunsch, mit PAGE nicht nur zu dokumentieren, sondern auch anzustoßen. Zu inspirieren und an den richtigen Stellen zu rütteln, um etwas Neues zu erschaffen.

Für mich liegt die größte Aufgabe gerade darin, PAGE so zu positionieren, dass sie diese Führungs-Rolle auch in Zeiten erfüllen kann, die der Publishing-Branche und der Kreativbranche viel abverlangen. Denn noch nie waren vertrauenswürdige Medien wichtiger als heute. Und dieser Verantwortung stellen wir uns mit PAGE in jeder Ausgabe, jedem Artikel auf PAGE Online oder sorgsam aufgesetztem Social-Post. Für euch und für PAGE.

2026: die Lovebrand

Jetzt aber zum eigentlichen Geburtstagswunsch, denn darum soll es hier ja schließlich gehen. Liebe PAGE, ich wünsche dir, dass du 2026 in der Branche noch mehr geliebt wirst, als ohnehin. Du hast in den letzten Jahren viel Veränderung durchgemacht und, wenn ich meinen Job dabei richtig mache, niemals deine DNA verloren.

Du bist Lovebrand und Innovatorin zugleich. Und deshalb bleibt mir eigentlich nur weniges zu wünschen: ein Team, das dich liebt. Eine Kreativbranche, die dich genauso fördert, wie du sie. Und eine Zukunft, in der du uns zeigst, was gutes Design wirklich kann. Auf die nächsten 40!



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