Künstliche Intelligenz
Tarifverhandlungen: Weitere Warnstreiks bei der Deutschen Telekom
Die Gewerkschaft Verdi weitet in den Tarifverhandlungen bei der Deutschen Telekom ihre Warnstreiks aus. Nach ersten Ausständen am Dienstag im Norden und Osten sollen die vollschichtigen Warnstreiks an diesem Mittwoch auf weitere Gebiete im Bundesgebiet ausgedehnt werden, wie Verdi in Berlin mitteilte. Die Gewerkschaft begründet den Ausstand mit einer enttäuschenden zweiten Tarifverhandlungsrunde ohne ein Angebot der Arbeitgeber.
Weiterlesen nach der Anzeige
Vom Warnstreik betroffen seien mehrere Bereiche des Telekom-Konzerns, sagte Verdi-Arbeitskampfleiter Pascal Röckert. Aufgrund der Warnstreiks könne es zu schlechterer Erreichbarkeit, Verzögerungen im technischen Kundenservice und im Glasfaserausbau sowie zu Terminabsagen bei Kundenterminen kommen.
Warnstreiks in mehreren Bundesländern
Am Dienstag beteiligten sich laut Verdi mehr als 3000 Beschäftigte an Warnstreiks. Betroffen waren demnach Standorte in Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin und Brandenburg. An diesem Mittwoch seien Arbeitsniederlegungen in Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen geplant.
Verdi fordert für bundesweit rund 60.000 Tarifbeschäftigte unter anderem eine Entgeltsteigerung von 6,6 Prozent bei einer Laufzeit des Tarifvertrags von zwölf Monaten sowie einen Verdi-Mitgliederbonus von 660 Euro im Jahr.
Der Telekom-Konzern in Deutschland besteht den Gewerkschaftsangaben zufolge aus 20 verschiedenen tarifgebundenen Konzernunternehmen, in denen jeweils eigenständige Tarifverträge gelten. Ein Großteil der Entgelttarifverträge habe eine Laufzeit bis zum 31. März 2026. Vor der Tarifrunde seien gemeinsame Verhandlungen für diese Gesellschaften vereinbart worden.
(olb)
Künstliche Intelligenz
In Finnland verhaftetes Mitglied bekannter Hackergruppe in den USA angeklagt
Die Justiz in Chicago hat Anklage gegen ein 19-jähriges Mitglied der berüchtigten Hackergruppe „Scattered Spider“ erhoben, nachdem der als „Bouquet“ bekannte Peter S. kürzlich in Finnland verhaftet wurde. Die USA verlangen die Auslieferung des Teenagers, der die doppelte Staatsbürgerschaft der USA und Estlands besitzt. Dem 19-Jährigen wird vorgeworfen, an verschiedenen Ransomware-Erpressungen beteiligt gewesen zu sein, die große Unternehmen Millionen US-Dollar gekostet haben, wie eine US-amerikanische Tageszeitung berichtet.
Weiterlesen nach der Anzeige
Das Cybercrime-Kollektiv „Scattered Spider“ besteht aus einer losen Gruppe von britischen und US-amerikanischen Hackern, die vorwiegend „Social Engineering“ nutzen, um an Zugangsdaten zu geschlossenen Netzwerken zu gelangen, daraufhin Daten abgreifen und die Organisationen damit schließlich erpressen. Die Gruppe wurde 2023 bekannt durch die Casino-Angriffe auf MGM und Caesars. Es folgte ein Datendiebstahl bei der US-Tochter der Allianz Versicherung. Letztes Jahr wurden der Gruppe ein Cyberangriff auf Marks & Spencer sowie der IT-Angriff auf Jaguar Land Rover zugeschrieben.
Hackerkarriere begann mit 16
Doch der verdächtigte Teenager war auch an zahlreichen anderen Cyberangriffen beteiligt, schreibt die Chicago Tribune, denen Unterlagen der Anklage vorliegen. Demnach war Bouquet in mindestens vier größere Aktionen der Hackergruppe involviert, die zu Lösegeldzahlungen der erpressten Unternehmen in Millionenhöhe geführt haben. Dazu gehört eine Attacke auf eine nicht genannte Online-Kommunikationsplattform im März 2023, als Peter S. erst 16 Jahre alt war.
Im Mai 2025 soll Bouquet einen Cyberangriff auf einen ungenannten milliardenschweren „Luxusartikelhändler“ unterstützt haben. Dabei haben sich die Angreifer telefonisch beim IT-Helpdesk als Mitarbeiter ausgegeben, um Anmeldeinformationen zurückzusetzen. Damit erlangten sie Zugriff auf Zugangskonten von Systemadministratoren und konnten Daten abgreifen. Beim anschließenden Erpressungsversuch verlangte die Gruppe 8 Millionen Dollar, da sie 100 Gigabyte Daten gestohlen hätten. Die wochenlangen Verhandlungen hat die nur „Unternehmen F.“ genannte Firma schließlich abgebrochen und das Lösegeld nicht bezahlt, aber der Cyberangriff hat den Händler laut Anklage trotzdem mehr als 2 Millionen Dollar aufgrund der Betriebsstörungen und einer Sanierung des Systems gekostet.
Verhaftung nach Luxus-Lebensstil
Die Ermittler sind dem Verdächtigten wohl aufgrund seines ausschweifenden Lebensstils auf die Schliche gekommen, der ihn laut Zeitung von Dubai über Thailand und Mexiko nach New York geführt hat, wo er in Luxushotels nächtigte und Kreditkarten, Geldscheine und Schmuckstücke präsentierte. Das soll auf Bildern zu sehen sein, die er auf Facebook und Snapchat gepostet haben soll. Am 10. April wurde der heute 19 Jahre alte Peter S. am Flughafen von Helsinki verhaftet.
Weiterlesen nach der Anzeige
Bouquet ist nicht das erste Mitglied von „Scattered Spider“ (auch bekannt als „Octo Tempest“, „Starfraud“ und „UNC3944“), das verhaftet worden ist. Anfang dieses Monats hat sich der 24-jährige Tyler Robert B., ein britischer Staatsbürger und vermeintlich einer der führenden Mitglieder der Hackergruppe, in Kalifornien schuldig bekannt, mit Textnachrichten Phishing-Angriffe auf US-Unternehmen durchgeführt zu haben und insgesamt mindestens 8 Millionen Dollar von verschiedenen Individuen gestohlen zu haben.
Lesen Sie auch
(fds)
Künstliche Intelligenz
US-Regierung bezahlt zwei Energieunternehmen für Ausstieg aus Windprojekten
Die US-Regierung hat zwei Energieunternehmen aus Offshorewind-Pachtverträgen für einen hohen Betrag herausgekauft. Das US-Innenministerium hat nach eigenen Angaben Vereinbarungen mit den Energieunternehmen Bluepoint Wind und Golden State Wind getroffen. Diese haben sich bereit erklärt, aus Windprojekten, die gerade in der Entwicklung sind, auszusteigen. Stattdessen sollen beide in den Ausbau von fossilen Energieinfrastrukturen investieren.
Weiterlesen nach der Anzeige
Das sei ein Schritt weg „von unbeständigen, kostenintensiven Energiequellen hin zu bewährten konventionellen Lösungen“, schreibt das Innenministerium in seiner Mitteilung. Den lässt sich die US-Regierung knapp 900 kosten: Bluepoint Wind erhält 765 Millionen US-Dollar, Golden State Wind 120 Millionen US-Dollar.
Im Frühjahr lockte die US-Regierung bereits das französische Energieunternehmen TotalEnergies in einen ähnlichen Deal: Für den Ausstieg aus zwei Offshore-Windparkprojekten und die Investition in fossile Energie bekam TotalEnergies eine knappe Milliarde US-Dollar.
Steuergelder der hart arbeitenden Amerikaner
Bluepoint Wind und Golden State Wind sei mit den Windenergieprojekten 2022 ein Produkt verkauft worden, „das nur dann praktikabel war, wenn massive durch Steuergelder subventioniert wurde“, sagte Innenminister Doug Burgum. Nun müssten „die hart arbeitenden Amerikaner nicht mehr die Zeche für teure, unzuverlässige und schwankende Energieprojekte zahlen“. Die Steuergelder steckt die US-Regierung stattdessen in den Ausbau der fossilen Energieinfrastruktur.
Die gegenwärtige US-Regierung unter Präsident Donald Trump setzt sich massiv für fossile Energien ein. Ende vergangenen Jahres hat sie die Bauarbeiten an fünf großen Offshore-Windparks an der Ostküste stoppen lassen. Die Begründung war, dass diese die nationale Sicherheit gefährdeten. Die davon betroffenen Unternehmen und US-Bundesstaaten klagten dagegen und bekamen in allen Fällen recht. Auch in den USA wächst der Anteil der erneuerbaren Energien.
Weiterlesen nach der Anzeige
(wpl)
Künstliche Intelligenz
Bit-Rauschen: Intel baut RISC-V-Controller in Prozessoren ein
Das ist ein Comeback: Der Aktienkurs von Intel schoss Mitte April auf mehr als 65 US-Dollar hoch. Damit hat er sich binnen Jahresfrist ungefähr verdreifacht und liegt so hoch wie nach dem Amtsantritt von Pat Gelsinger vor mittlerweile fünf Jahren. Das ist schön für Intel, aber möglicherweise nur ein Strohfeuer. Denn weshalb die Intel-Anleger so euphorisch sind, ist bei nüchterner Betrachtung schwer zu verstehen. Vermutlich spielt die Kooperation mit Elon Musk eine Rolle: Der plant nämlich gigantische Halbleiterfabriken, sogenannte Terafabs. Doch welche Rolle Intel dabei spielen soll, ist bisher ziemlich unklar. Jedenfalls meint Musk, in Zukunft riesige Mengen an Chips für autonome Autos, humanoide Roboter und KI-Rechenzentren im Weltall zu benötigen. Und die Fabs dafür will er unter anderem mit den Erlösen aus dem Space-X-Börsengang finanzieren.
Eine weitere Intel-Überraschung: In allen neuen Intel-Prozessoren der Baureihe Core Ultra 3 alias Panther Lake steckt auch ein kleiner RISC-V-Controller. Der 64-Bit-Controller erledigt Verwaltungsaufgaben in der Neural Processing Engine der fünften Generation (NPU 5). Er löst die bis zur NPU 4 verwendeten Leon-NN-Kerne mit SPARC-Mikroarchitektur ab. Die eigentliche Rechenarbeit in der NPU 5 leisten weiterhin Matrix-Rechenwerke sowie DSP-Kerne von Type ACT-SHAVE-512 mit VLIW-Technik, die ursprünglich die 2016 von Intel geschluckte Firma Movidius entwickelt hat.

Die Panther-Lake-Prozessoren bringen auch eine Neuheit mit dem schönen Namen FRED, der für Flexible Return and Event Delivery steht. Diese Technik soll die Verarbeitung von Interrupts optimieren und löst die verschachtelte Interrupt Descriptor Table (IDT) ab. Linux kann sie ab Kernelversion 7.1 nutzen und auch AMD wird FRED in die kommenden Zen-6-Ryzens einbauen.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Bit-Rauschen: Intel baut RISC-V-Controller in Prozessoren ein“.
Mit einem heise-Plus-Abo können Sie den ganzen Artikel lesen.
-
Künstliche Intelligenzvor 2 Monaten
Top 10: Die beste kabellose Überwachungskamera im Test – Akku, WLAN, LTE & Solar
-
Social Mediavor 2 MonatenCommunity Management und Zielgruppen-Analyse: Die besten Insights aus Blog und Podcast
-
Social Mediavor 3 MonatenCommunity Management zwischen Reichweite und Verantwortung
-
UX/UI & Webdesignvor 3 MonatenEindrucksvolle neue Identity für White Ribbon › PAGE online
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonatenSmartphone‑Teleaufsätze im Praxistest: Was die Technik kann – und was nicht
-
Entwicklung & Codevor 2 MonatenCommunity-Protest erfolgreich: Galera bleibt Open Source in MariaDB
-
Apps & Mobile Entwicklungvor 3 MonatenIntel Nova Lake aus N2P-Fertigung: 8P+16E-Kerne samt 144 MB L3-Cache werden ~150 mm² groß
-
Künstliche Intelligenzvor 2 MonatenBlade‑Battery 2.0 und Flash-Charger: BYD beschleunigt Laden weiter
