Künstliche Intelligenz
Testsieger: Die beste mobile Klimaanlage – gute Kühlung für unter 300 Euro
Mobile Klimaanlagen schaffen Abhilfe, wenn es im Sommer unerträglich heiß wird. Wir haben Monoblock-Klimageräte von Bosch, Delonghi, Ecoflow & Co. getestet.
Wer schon einmal in einer Dachwohnung gelebt hat, weiß: An heißen Sommertagen reicht selbst morgendliches Stoßlüften mit anschließendem Verschließen der Fenster oft nicht aus, um die Hitze dauerhaft fernzuhalten. Doch nicht nur unter dem Dach – auch in unteren Etagen steigen die Temperaturen in den Sommermonaten spürbar an, nicht selten sind Temperaturen bis knapp unter 40 Grad Celsius zu verzeichnen.
Um die Raumtemperatur sowohl gefühlt als auch messbar zu senken, gibt es viele Möglichkeiten. Eine effektive und einfach nutzbare Lösung bieten moderne Monoblock-Klimageräte. Sie verbessern das Raumklima schnell und ohne großen Aufwand.
Auch wenn sie bei Weitem nicht so teuer sind wie eine zentrale, fest verbaute Klimaanlage, muss man für die meisten Modelle dann doch etwas Geld in die Hand nehmen. Günstigere Alternativen sind in diesem Fall Verdunstungskühler (Ratgeber), die jedoch selbst mit ein paar Einschränkungen daherkommen.
Welche ist die beste mobile Klimaanlage für zu Hause?
In der folgenden Bestenliste zeigen wir die aus unserer Sicht acht besten mobilen Klimaanlagen, die wir im Vorfeld ausführlich getestet haben. Bei der Bewertung haben wir besonderen Wert auf die Kühlleistung, aber auch auf das Preis-Leistungs-Verhältnis, den Energieverbrauch und die Lautstärke gelegt.
Unser Testsieger ist die AEG Comfort 6000 für 495 Euro. Sie liefert das beste Gesamtpaket mit einer guten Kühlleistung, hochwertiger Verarbeitung und App-Steuerung. Zusätzlich ist sie kompatibel mit Home Assistant.
Die Ecoflow Wave 3 für 725 Euro ist unser Technologiesieger. Durch den kompakten Formfaktor ist sie ideal für Camping-Ausflüge und gut geeignet für den Transport. Sie bietet zudem optional einen Akku für den kabellosen Betrieb. Dazu kommen Kühl- und Heizfunktion, die für wohltemperierte Zelte und Camper sorgt.
Unser Preis-Leistungs-Sieger ist die Trotec PAC 2015 E, die mit ihrer kompakten Größe für 230 Euro nicht nur verhältnismäßig günstig ist, sondern zudem auch eine gute Kühlleistung erbringt.
Manche Geräte sind zu Beginn der Saison 2026 nicht mehr in der von uns ursprünglich getesteten Version verfügbar. Allerdings gibt es in diesen Fällen Modelle des Herstellers, die in Bezug auf die Leistung und verwendete Technik identisch sind. Diese haben wir verlinkt und weisen in den betreffenden Einzeltests explizit darauf hin. Diese Bestenliste wird zudem über den Sommer hinweg um weitere getestete Modelle ergänzt.
Technische Daten
Was sind Monoblock-Klimageräte?
Monoblock-Klimageräte gehören zu den beliebtesten Möglichkeiten, eine Klimaanlage nachzurüsten. Inzwischen gibt es sogar schon Modelle mit Akku für den mobilen Einsatz, wie die von uns getestete Ecoflow Wave 3. Monoblock bedeutet, dass sich alle zur Kühlung benötigten Komponenten in einer Einheit befinden. Dadurch sind die Geräte im Vergleich zu fest verbauten Split-Klimaanlagen mobil und ohne großen Aufwand in unterschiedlichen Räumen einsetzbar.
Sie sind vergleichsweise kompakt und arbeiten mit einem Schlauch, der die warme Luft ableitet. Dieser hängt üblicherweise aus einem Fenster. Die dadurch entstehenden offenen Stellen sollte der Käufer mit Stoff oder flexiblem Kunststoff abdichten. Diese Abdichtung funktioniert allerdings in den seltensten Fällen perfekt, häufig dringt dennoch warme Luft von außen in den zu kühlenden Raum ein. Kommt eine Monoblock-Klimaanlage ohne Fensterabdichtung, ist diese ab etwa 10 Euro separat erhältlich.
Dadurch ist die Effizienz einer Monoblock-Klimaanlage nicht optimal. Zudem können sie, je nach Modell, Lautstärken von über 60 dB erreichen, was vorrangig dann stört, wenn man in dem zu kühlenden Raum schlafen möchte. Einen Schlafmodus bieten die meisten mobilen Klimageräte, dieser ist unserer Erfahrung nach aber immer noch viel zu laut. Der sich vom Schlafmodus unterscheidende Silent-Mode, den viele Klimageräte ebenfalls mitbringen, eignet sich häufig für den Einsatz im Homeoffice oder Büro. Er reduziert die Leistung und daher auch die Lautstärke, wodurch zumindest beim Arbeiten tagsüber eine Balance zwischen trotzdem noch passabler Kühlung und akzeptabler Lautstärke geschaffen wird.
Eine Regulierungsmöglichkeit über die mitgelieferte Fernbedienung bieten fast alle von ihnen. Je nach Anbieter gibt es auch eine App zur Steuerung und die Möglichkeit, das Klimagerät in das Smart Home einzubinden. Außerdem entfeuchten sie entweder automatisch oder per separatem Entfeuchtungsmodus den Raum. Man sollte daher beim Einsatz der Geräte auch immer die Luftfeuchte und die Auswirkung auf die Gesundheit im Blick haben. Unsere Bestenliste Top 10: Der beste Luftgütesensor im Test – CO₂, Schadstoffe & Schimmel im Blick berät in dieser Hinsicht.
Hersteller geben bei Klimageräten immer auch eine Kühlleistung in kW und/oder in BTU/h an. Die Abkürzung BTU steht dabei für „British Thermal Unit“, eine Maßeinheit für Wärmeenergie. Im Zusammenhang mit Klimaanlagen gibt sie an, wie viel Wärme das Gerät pro Stunde aus einem Raum entfernen kann. Je höher dieser Wert ist, desto stärker ist auch die Kühlleistung des Klimageräts. Zudem geben Hersteller auch immer eine vorgesehene maximale Raumgröße für die mobilen Klimaanlagen an, bei der diese optimal arbeiten. Das bedeutet logischerweise nicht, dass man ein Klimagerät deswegen nicht auch in größeren Räumen einsetzen kann.
Was sind Split-Klimaanlagen?
Wer eine Lösung zur dauerhaften und effizienten Raumkühlung sucht, für den führt kein Weg an einer Split-Klimaanlage vorbei. Die Geräte sind, wie ihr Name bereits andeutet, zweigeteilt. Der Kompressor hängt üblicherweise an der Außenwand und leitet Luft über einen Schlauch mit Kühlmittel an das Steuerungsmodul im Gebäudeinneren, welches die kühle Luft verteilt.
Durch diese klare Trennung kommt es zu keinem ungewollten Luftaustausch, was sie deutlich effizienter macht als Monoblock-Klimageräte. Außerdem sind sie leiser, schließlich sitzt der laute Kompressor an der Außenwand. Je nach Hersteller und Modell lassen sich Split-Systeme auch um weitere Einheiten erweitern, wodurch dann das ganze Haus oder die ganze Wohnung über ein System kühlt.
Im Vergleich zu den mobilen Monoblock-Klimaanlagen schlagen hier primär die zusätzlichen Kosten der Installation zu Buche. Denn diese ist in vielen Fällen aufwendig und darf gemäß EU-Verordnung 517/2014 (PDF) nur durch einen zertifizierten Fachbetrieb vorgenommen werden. Zudem sollte man bedenken, dass eine Split-Klimaanlage einen Wanddurchbruch benötigt, was einer baulichen Veränderung entspricht und für Besitzer einer Eigentumswohnung in einer Wohnanlage in der Regel durch die Eigentümergemeinschaft genehmigt werden muss.
Mobile Split-Klimaanlagen
Mobile Split-Klimaanlagen wollen die Flexibilität einer Monoblock- mit der Laufruhe einer Split-Klimaanlage vereinen. Dafür bieten sie äquivalent zur klassischen Split-Klimaanlage einen Kompressor, der zum Wärmetausch über einen Schlauch mit Kühlmittel mit der Steuereinheit verbunden ist. Allerdings muss kein Techniker die Elemente an der Wand befestigen, sie stehen schlicht auf dem Boden oder werden per selbst installierbarer Halterung außen am Fenster angebracht.
Der Kompressor befindet sich dann zum Beispiel auf dem Balkon, die Steuereinheit im Wohnzimmer. Die Abdichtungsproblematik gibt es hier jedoch genauso wie bei den Monoblock-Klimaanlagen, dafür ist die Geräuschentwicklung deutlich geringer als bei den lauten Monoblock-Geräten.
Kältemittel
Ein angenehmes Raumklima sollte möglichst umweltschonend erfolgen. Schädlich fürs Klima sind etwa Klimaanlagen, die noch mit älteren, teilfluorierten Kältemitteln wie R134A, R407A oder R410A befüllt werden. Das sind aber nicht mehr viele. Viele Klimaanlagen verwenden das Kältemittel R32, welches bereits klimafreundlicher ist als R410A und gleichzeitig auch hocheffizient ist. Das umweltfreundliche Propan, das auch als R290 bezeichnet wird, findet bei den von uns getesteten mobilen Klimaanlagen Verwendung und ist immer mehr im Kommen. Ab 2032 sind Wärmepumpen und ab 2035 auch Klimaanlagen mit teilfluorierten Kältemitteln in der EU verboten.
Alternative: Verdunstungskühler
Geht ein Stoff vom flüssigen in den gasförmigen Zustand über, ohne den Siedepunkt zu erreichen, entsteht ein kühlender Effekt. Dies nennt man Verdunstung. Es gibt einige Ventilatoren, die sich diesen Effekt zunutze machen, um Räume, aber auch Außenbereiche zu kühlen. Vereinfacht gesagt, erhöhen sie den Flüssigkeitsanteil in der Luft. Verdunstungskühler haben also den gegenteiligen Effekt von Monoblock- und Split-Klimaanlagen, welche die Luft austrocknen. Dafür sind sie deutlich günstiger und verbrauchen deutlich weniger Energie.
Alternative: Ventilatoren
Das einfachste und günstigste Mittel gegenüber hohen Temperaturen sind Ventilatoren. Auch wenn diese die Raumluft nicht abkühlen, hilft in einigen Fällen bereits ein kühler Luftzug. Denn wem heiß ist, dessen Haut gibt Schweiß ab. Durch einen Luftzug verdunstet dieser schneller und kühlt die Haut. Dies ist die einfachste und günstigste Möglichkeit, die gefühlte Temperatur zu senken und moderate Hitzewellen zu entschärfen.
Auf Dauer ist es jedoch nicht empfehlenswert, einen Ventilator direkt auf Gesicht und Hals zu richten. Dadurch kann sich die Gefahr einer Erkältung oder ähnlicher Krankheiten erhöhen. Allerdings hilft es häufig bereits, einen Ventilator an das geöffnete Fenster zu stellen. Wichtig ist dabei, dass der Ventilator die Luft nach außen bläst. So entsteht ein Luftstrom, der kühlere Luft aus dem Gebäudeinneren in das Zimmer trägt.
Klimageräte fürs Smart Home
Leider lassen sich die wenigsten Ventilatoren, Verdunstungskühler und Klimageräte über eine Smart-Home-Zentrale steuern. Es gibt aber auch Ausnahmen: Manche Geräte sind Teil der Smart-Home-Plattform Tuya (Test) und können mit den Apps Elesion, Smart Life und Tuya gesteuert werden. So kann man auf Basis externer Temperatur- und Luftfeuchtigkeitssensoren die Geräte optimal steuern und auch aus der Ferne verwalten. Für Home Assistant gibt es eine offizielle Integration. Aber auch die Einbindung von Midea-Geräten klappt unter Home Assistant. Eine Integration über ESP Home ist ebenfalls möglich.
Wer Ventilatoren oder Klimageräte ohne App-Steuerung im Einsatz hat, kann versuchen, diese mit einer smarten Steckdose ins Smart-Home-System einzubinden. Das gelingt aber nicht mit jedem Modell, da Geräte nicht automatisch starten, sobald Strom auf der Steckdose aktiviert wird.
Alternativ gibt es von einigen Herstellern Nachrüst-Kits, die über ein Infrarot-Gateway die Fernbedienung der Klimageräte und Ventilatoren anlernen und damit fernsteuern können. Einige davon, wie die Tado smarte Klimaanlagen-Steuerung, lassen sich auch in Smart-Home-Systeme wie Home Assistant, Homey und Hornbach einbinden.
Fazit
Wer im Hochsommer nicht ins Schwitzen geraten will, kommt langfristig um eine Klimaanlage nicht herum. Split-Klimageräte, die fest verbaut sind und idealerweise zentral die gesamte Wohnung oder das Haus kühlen, sind das Nonplusultra. Aufgrund der hohen Kosten für den Einbau sind sie jedoch weiterhin eine Luxusanschaffung.
Mobile Monoblock-Klimaanlagen hingegen bieten den unkompliziertesten Einstieg. Sie sind einfach installiert und können nach dem Plug-and-play-Prinzip direkt nach dem Auspacken loslegen – eine Isolierlösung für das Fenster vorausgesetzt. In unserer Bestenliste befinden sich daher mobile Klimaanlagen aus verschiedenen Preisbereichen, um das Spektrum an Funktionsumfang, Leistung und Qualität bestmöglich abzudecken.
Testsieger ist die AEG Comfort 6000, die uns mit ihrem Gesamtpaket an Kühlleistung, Verarbeitung und Funktionsumfang überzeugt. Unser Technologiesieger ist hingegen die Ecoflow Wave 3, die dank eines optionalen Akkus und des kompakten Designs besonders für Camping-Ausflüge geeignet ist und Zelt oder Camper sowohl kühlen als auch heizen kann. Die Trotec PAC 2015 E erkämpft sich aufgrund ihres Preises in Verbindung mit einer dennoch guten Kühlung den Titel Preis-Leistungs-Sieger.
Weitere Produkte und Themen für den Sommer zeigen wir in diesen Artikeln:
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Durchbruch im EU-Parlament: Einigung auf Kompromiss für den digitalen Euro
Die Pläne für den digitalen Euro nehmen im EU-Parlament Fahrt auf. Nach intensiven Verhandlungen im Ausschuss für Wirtschaft und Währung (ECON) haben sich die Verhandlungsführer der Abgeordneten am Donnerstag auf eine gemeinsame Position geeinigt und Kompromisse für teils hochgradig technische Fragen gefunden. Damit zeichnet sich eine Kehrtwende ab, nachdem der Berichterstatter des Parlaments, Fernando Navarrete Rojas, zuvor das Vorhaben nur als nachgelagerte Option vorgeschlagen hatte.
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Nun steht fest: Die zuständigen Parlamentarier streben eine eigenständige und resiliente öffentliche Infrastruktur für das Prestigeprojekt an. Die wohl größte Hürde in den Verhandlungen war, ob das neue Zahlungsmittel ausschließlich online oder auch unabhängig von einer aktiven Internetverbindung funktionieren soll. Die jetzt vereinbarte Lösung sieht laut dem Volt-Abgeordneten Damian Boeselager, der als ECON-Vizevorsitzender maßgeblich an den Gesprächen beteiligt war, ein integriertes System vor. Darin sollen die Nutzer nicht zwischen verschiedenen Anwendungen wechseln müssen, sondern nahtlos online sowie offline bezahlen können.
Offline-Zahlungen im Nahbereich als Mittellinie
Um die Gefahr von Geldwäsche und finanziellem Betrug einzudämmen, soll die Offline-Funktion zunächst auf Transaktionen im unmittelbaren Nahbereich beschränkt werden – also von Smartphone zu Smartphone oder direkt an der Ladenkasse etwa per NFC (Near Field Communication). Distanzzahlungen im Offline-Modus sind zwar nicht vom Tisch. Sie sollen aber erst nach einer Risikobewertung durch die neue europäische Anti-Geldwäsche-Behörde in Betracht gezogen werden.
Ein weiterer kritischer Punkt betraf die Befürchtungen des Mittelstands vor unkalkulierbaren und überhöhten Transaktionsgebühren. Hier verständigte sich das Verhandlungsteam auf ein temporäres Gebührenmodell, das durch eine Durchschnittsobergrenze die Kosten für Händler spürbar drücken soll. Große Handelsketten werden demnach nicht mehr zahlen als heute. Kleinere Betriebe sollen sogar von teils deutlich niedrigeren Gebühren profitieren.
Alle Offline-Transaktionen werden zudem gebührenfrei abgewickelt. Boeselager und die Grünen-Fraktion, der er sich angeschlossen hat, drängten ursprünglich auf eine Pauschalgebühr von vier Cent. Sie sehen in dem Kompromiss nun einen Schritt nach vorn, kritisieren aber die Befristung des Modells: Die spätere Erarbeitung eines permanenten Kostenmodells könnte langjährige Rechtsunsicherheit schüren, die Inflation anheizen und Lobbykämpfe auslösen.
Einheitliches System und starker Datenschutz
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Besonderes Augenmerk legen die Abgeordneten darauf, dass das neue Zahlungssystem von Tag eins an einheitlich ausgerollt wird. Eine Aufspaltung in verschiedene Teilprojekte oder das Knüpfen von Kernfunktionen an Bedingungen wehrten sie ab. Ferner wollen die Parlamentarier das Vertrauen der Bürger gewinnen. Daher haben sie die Datenschutzvorgaben verschärft. Durch die strikte Einhaltung der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und des Konzepts Privacy by Design sollen Europäer künftig nicht mehr zwischen moderner digitaler Zahlung und ihren Grundrechten auf Privatsphäre wählen müssen.
Die französische und die deutsche Datenschutzbehörde verlangten jüngst, der digitale Euro müsse die Anonymität von Münzen und Scheinen technisch imitieren. Auch sie warben dafür, die Privatsphäre direkt in der technischen Architektur zu verankern. Sie setzen vor allem auf den Offline-Modus, da dabei keine Zahlungshistorien bei zentralen Stellen anfielen. Digitale Tokens werden bei diesem Ansatz lokal auf einem Smartphone oder einer Karte gespeichert und können ohne Netzverbindung von Gerät zu Gerät fließen.
Bei den Obergrenzen für das Halten von Guthaben fordern die ECON-Verhandlungsführer ein Umdenken. Die Europäische Zentralbank (EZB) soll diese Limits zwar innerhalb eines gesetzlich vorgegebenen Rahmens festlegen. Sie dürfte dabei aber nicht nur die Finanzstabilität im Blick haben. Die Nutzbarkeit, der barrierefreie Zugang und die finanzielle Inklusion der Bürger müssten gleichberechtigte Faktoren sein. Für Freiberufler soll der Zugang zu den digitalen Basisdienstleistungen kostenlos bleiben, um flexible Formen des Unternehmertums nicht finanziell zu bestrafen.
Bargeld bleibt geschützt
Trotz der digitalen Transformation wird das Bargeld dem Plan nach nicht abgeschafft. Der digitale Euro versteht sich demnach als Ergänzung. Den Schutz von Münzen und Scheinen haben die Abgeordneten gestärkt, damit essenzielle Güter des täglichen Bedarfs weiterhin problemlos bar bezahlt werden können. Technologisch soll die Digitalwährung direkt mit der EUDI-Wallet verknüpft werden, um die Handhabe möglichst einfach und sicher zu machen.
Aus Boeselagers Sicht soll die Digitalwährung die geldpolitische Souveränität des Kontinents stärken und eine echte Alternative zu marktbeherrschenden außereuropäischen Zahlungsdienstleistern wie Visa und Mastercard etablieren. Der Abgeordnete zeigt sich mit dem erzielten Paket weitgehend zufrieden, auch wenn seine Fraktion sich an manchen Stellen ambitioniertere Ergebnisse gewünscht hätte.
Die Abstimmung im ECON ist für den 23. Juni angesetzt. Danach soll die Vorlage noch vor der parlamentarischen Sommerpause im Plenum in Straßburg behandelt werden. Mit dem Votum der Parlamentarier könnte das Projekt dann nach langer Blockade in die entscheidende Phase der Verhandlungen mit dem Ministerrat gehen.
(mki)
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ING: Zahlungen mit Wero ab sofort auch in Onlineshops möglich
Kunden der Direktbank ING können in Onlineshops ab sofort über ihre Smartphones mit dem europäischen Bezahldienst Wero bezahlen. Bisher waren Nutzer der ING-App auf die P2P-Funktion von Wero beschränkt. Darüber können sie im privaten Rahmen mithilfe einer verknüpften Handynummer oder eine Mailadresse Geld an andere Wero-Nutzer schicken und von diesen empfangen. Das Geld fließt dabei über eine SEPA-Echtzeitüberweisung.
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Mit dem Schritt gesellt sich die ING zu weiteren Kreditinstituten wie den Sparkassen, den Volks- und Raiffeisenbanken und einer Reihe anderen Genossenschaftsbanken sowie der Postbank und der Deutschen Bank. Mit einem Girokonto bei diesen Geldhäusern ist es schon seit einigen Monaten möglich, Einkäufe über den Desktop- oder Mobilbrowser oder in Shopping-Apps per Smartphone zu bezahlen – vorausgesetzt, der Shop bietet Wero als Bezahlmethode an.
Nach Angaben der Betreibergesellschaft European Payments Initiative (EPI), einem Konsortium aus deutschen, französischen, belgischen und niederländischen Banken und Sparkassen, tun das derzeit 600 Händler in Deutschland und Belgien. Dazu zählen der Veranstaltungskarten-Dienstleister Eventim oder der Globus-Baumarkt. Kunden sind bei Wero-Zahlungen grundsätzlich durch einen Käuferschutz abgesichert.
Ausbaupläne
Weitere große Handelsketten wie Lidl, Mediamarkt, Rossmann, Cewe, Decathlon oder Hornbach bereiten den Start ebenso vor wie viele kleine Shops. Bis Ende 2026 soll der E-Commerce mit Wero außerdem bei vielen französischen und ersten niederländischen Händlern Einzug halten. Zudem ist Wero für Ladenkassen angekündigt, mit statischen QR-Codes schließt dies auch Hofläden oder gewerbliche Flohmarkthändler ein. Die Funktionalität von Wero soll dabei durch Zahlungen für Abos, die optionale Einbindung von Bonuspunkteprogrammen sowie „Später bezahlen“ erweitert werden.
In Deutschland wollen außerdem weitere Banken Wero anbieten, wie bisher teils in ihren eigenen Banking-Apps, teils in der eigenen Wero-App. Erstere nutzen neben der ING die Sparkassen, die Genossenschaftsbanken sowie Revolut, letztere die Postbank und die Deutsche Bank.

Im Browser am PC zahlt man in Onlineshops einfach über einen QR-Code, den man mit der Wero- oder Banking-App auf dem Smartphone abscannt und dann die Zahlung freigibt. Shoppt man auf dem Smartphone, wird man direkt zur Freigabe in die jeweilige App geleitet.
Bereits angekündigt haben sich die Smartphonebank N26, Commerzbank und Comdirect sowie die Consorsbank. Erwartet wird außerdem die Targobank, eine Tochter der französischen Crédit Mutuel, die zu den Gesellschaftern von EPI gehört. Überdies wollen erste österreichische Banken bei Wero einsteigen, offiziell bekannt ist das bislang von der Raiffeisen Bank.
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Interoperabilität mit anderen europäischen Systemen
Parallel gab die EPI auf der Fachveranstaltung Money 20/20 in Amsterdam bekannt, gemeinsam mit den Betreibern mehrerer nationaler Mobilbezahlsysteme ein gemeinsames Unternehmen gründen zu wollen. Daran beteiligen sich neben der EPI mit Wero derzeit auch das portugiesische SIBS mit MB Way, das spanische Bizum, das italienische Bancomat Pay sowie das dänisch-norwegische Vipps-MobilePay, das auch in Schweden, Finnland und Grönland aktiv ist.
Kern der Vereinbarung ist der Aufbau eines Hubs, an das die einzelnen Bezahlarten angeschlossen werden. Darüber sollen die derzeit 135 Millionen Nutzer dieser Bezahldienste künftig bei allen Händlern bezahlen können, deren nationales System an das Hub angeschlossen ist. Polens Blik hat außerdem in Aussicht gestellt, sich an dem Gemeinschaftsprojekt zu beteiligen. Über das Hub soll Geld wie bei Wero in Echtzeit direkt von Konto zu Konto fließen, Umwege wie bei PayPal oder Zeitverzögerungen wie bei Kartenzahlungen entfallen.
Ziel der hinter den beteiligten Diensten stehenden Banken ist es, eine möglichst große Nutzerzahl zu erreichen. Die Kreditinstitute versprechen sich sowohl einen besseren Wettbewerb und niedrigere Preise für Händler auf dem Bezahlmarkt als auch mehr Unabhängigkeit von außereuropäischen Bezahldiensten.
(mon)
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3-in-1: Speicherkartenleser für SDUC, UHS-II und SD Express
Auf dem Computex-Stand der SD Association waren erste SD-Lesegeräte zu sehen, die mehrere aktuelle SD-Standards parallel unterstützen. Sowohl Genesys als auch Realtek zeigten dort integrierte Kartenleser, die sich in der Massenfertigung befinden sollen. Die Plattformen können sowohl schnelle UHS-II-Karten mit beiden Pin-Reihen ansprechen als auch SD-Express-Karten, welche eine zweite Pin-Reihe für die PCIe-Leitung nutzen. Zudem unterstützen sie SD Express 8.0 und können die dritte Pin-Reihe der normal großen SD-Karten ansprechen, welche diese für eine erneute Verdopplung der Geschwindigkeit benötigen.
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Passende Karten nach SD 7.0 (SD) beziehungsweise SD 7.1 (MicroSD) gibt es schon länger auf dem Markt. Adata hat zudem gerade eine SD-Express-Karte mit einem TByte nach dem SD-8.0-Standard in den Handel gebracht. Kartenlesegeräte sind aber selbst für den 7.x-Standard noch selten, Sandisks Pro Reader SD Express ist beispielsweise kaum zu bekommen.

(Bild: Andreas Sebayang)
SDUC wird mitgeliefert
Die neue Generation Kartenleser soll zudem auch SDUC-Karten unterstützen. SDXC-Karten sind laut Spezidfikation auf 2 TByte begrenzt, mit steigenden Die-Kapazitäten wurde eine neue Kapazitätsklasse notwendig: SDUC, mit UC für Ultra Capacity; der Standard reicht bis 128 TByte. Am Stand der SD Association wurden Sandisk-Karten der Ultra- und Extreme-Serie mit bis zu 8 respektive 4 TByte beworben. Diese sollen in Kürze erhältlich sein, hieß es am Stand. Sandisk selbst war nicht auf der Messe und konnte sich auf Nachfrage bisher nicht äußern. Allerdings hatte der ehemalige Produktionspartner Western Digital bereits vor knapp zwei Jahren Karten mit diesen Kapazitäten gezeigt; diese sind nie erschienen.
Das erste massentaugliche Gerät mit SD-Express-Slot war die Nintendo Switch 2, die Anzahl der passenden Karten stieg nach deren Erscheinen sehr schnell an. Selbst Karten mit 1 TByte Kapazität sind leicht zu bekommen.
Gaming-Handhelds und Notebooks
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Asus gab auf Nachfrage an, dass das ROG Xbox Ally X20 einen MicroSD-Express-Slot habe. Der ältere ROG NUC NUC14SRK bietet laut Datenblatt sogar einen 8.0er-Kartenleser. Adata sagte uns auf der Messe, dass dies das einzige Gerät sei, welches die eigenen Karten mit voller Geschwindigkeit auslesen könne. Früheren Angaben zufolge soll jedoch auch Lenovos ThinkPad P16 Gen 3 einen solchen Slot besitzen.
Auch in Notebooks startet SD Express nun langsam durch. Asus‘ ProArt 14 und 16 mit RTX Spark haben einen entsprechenden 7.0-Kartenleser, HP will in seinen Notebooks MicroSD-Karten nach SD Express unterstützen. Auch RTX Spark könnte den Express-Karten einen Schub geben.
(vbr)
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