Connect with us

Künstliche Intelligenz

Top 10: Das beste Kurbelradio im Test – mit Solar, DAB+ & Powerbank


Albrecht DR 112 im Test: Kleines Kurbelradio mit DAB+ für den Notfall

Lampe, Powerbank, Radio, Bluetooth – aufladbar per Solar, USB oder Kurbel: Das Albrecht DR 112 packt ab 66 Euro viel Technik in ein kompaktes Gehäuse.

VORTEILE

  • DAB+ & Blueooth
  • großer Akku & Solarpanel
  • Lese- und Taschenlampe
  • ordentlicher Klang

NACHTEILE

  • kein Standard-Kopfhörer-Ausgang
  • Empfangsprobleme in Innenräumen

Lampe, Powerbank, Radio, Bluetooth – aufladbar per Solar, USB oder Kurbel: Das Albrecht DR 112 packt ab 66 Euro viel Technik in ein kompaktes Gehäuse.

Das Albrecht DR 112 bietet Radioempfang über UKW und DAB+ sowie Bluetooth-Wiedergabe. Dank Handkurbel und Solarpanel lässt sich der Akku auch ohne Steckdose laden. Zwei integrierte Leuchten – eine bündelnde Taschenlampe und eine Leselampe – machen das kompakte Gerät zum vielseitigen Begleiter für Camping und Notfälle.

Design & Verarbeitung

Im Vergleich zum DR 114 wiegt das DR 112 mit 510 g nur etwas mehr als die Hälfte und ist mit 17,4 × 7,9 × 5,5 cm auch deutlich kompakter – das spart Platz und Gewicht im Rucksack. Auffällig: Das Design kommt uns verdächtig bekannt vor – nahezu identische Gehäuse finden sich unter verschiedenen Markennamen. Wie bei Kurbelradios üblich, dürfte hier ein gemeinsamer OEM-Hersteller dahinterstecken, der die gleiche Plattform an mehrere Anbieter liefert.

Die Verarbeitung ist sauber: keine unsauberen Spaltmaße, keine scharfen Kanten. Das Silikon-Gehäuse macht einen robusten Eindruck und ist nach IPX5 gegen Strahlwasser geschützt – tauglich also auch für den Outdoor-Einsatz. Die Kurbel besteht aus Kunststoff, wirkt aber stabil und solide.

Einen Tragegriff gibt es nicht, bei der kompakten Größe ist er aber auch nicht nötig, denn das Radio liegt gut in der Hand. Über eine Öse lässt sich ein mitgelieferter Karabinerhaken befestigen, auf der Unterseite sitzt ein Fotogewinde zur Stativmontage – praktisch für besseren Empfang.

Das Solarpanel auf der Oberseite lässt sich hochklappen und zur Sonne ausrichten. Die Teleskopantenne ist seitlich rechts oben angebracht, ausziehbar und über ein Knickgelenk schwenkbar. Auf der Vorderseite sitzt mittig ein LCD, darunter sind die Bedientasten logisch und gut erreichbar angeordnet.

Ausstattung & Bedienung

Das DR 112 empfängt UKW und DAB+ und lässt sich zusätzlich per Bluetooth als Lautsprecher mit dem Smartphone koppeln. Das kleine LC-Display zeigt Uhrzeit, Sender und Akkustand an – passend dimensioniert zur kompakten Gerätegröße. Darunter sitzen die Bedientasten für Lautstärke, Senderwahl, Einstellungen, Favoriten und Bestätigung.

Der Power-Button kennt zwei Modi: Langes Drücken schaltet das Gerät komplett aus, kurzes Drücken versetzt es in den Standby mit Uhrzeitanzeige. Ebenfalls per kurzem Drücken wechselt man zwischen DAB+, UKW und Bluetooth. Im DAB+-Betrieb lassen sich auch Details wie Fehlerrate, Kanal, Sendefrequenz, Titel, Interpret und Datenrate abrufen – für Technikinteressierte ein nettes Extra.

Dass viele Funktionen über mehrfaches Drücken derselben Tasten erreichbar sind, ist mitunter etwas verwirrend, aber dem Spritzwasserschutz geschuldet. Drucktasten lassen sich besser gegen Feuchtigkeit abdichten als Drehknöpfe, wie schon beim Test des Nubert Nugo beschrieben. Dennoch ist das DR 112 deutlich besser bedienbar als typische Fernost-Geräte mit oft undurchschaubaren Menüs. Die Lautstärke per Taste zu regeln ist weniger komfortabel als per Drehknopf – verwirrend ist zudem, dass das Gerät hier von „Loudness“ spricht, auch im deutschen Menü.

Praktisch sind die Taschenlampenfunktionen: Ein Druck auf den Lichtknopf aktiviert eine bündelnde LED-Taschenlampe, ein zweiter Druck schaltet auf den Blinkmodus. Klappt man das Solarpanel vollständig hoch, leuchtet auf dessen Rückseite stattdessen die Leselampe – wahlweise als Kaltlicht, Warmlicht oder gemischt.

Wird der auf der Geräteunterseite versteckte SOS-Knopf länger als drei Sekunden gedrückt, ertönt ein lauter Sirenenalarm, während zwei LEDs abwechselnd rot und blau blinken und die Taschenlampe weiß flimmert wie ein Stroboskop. Empfehlung: Vorher üben, wie man das wieder aus bekommt – sonst sorgt man im Zeltlager für unnötige Aufregung. Zum Deaktivieren erneut drei Sekunden drücken und das Solarpanel vollständig hochklappen.

Das auf der Oberseite montierte Thermometer arbeitet als einziges Feature rein analog. Bei Sonneneinstrahlung zeigt es draußen zu hohe Werte an, in Innenräumen ebenso tendenziell etwas zu viel – eher eine nette Spielerei als ein verlässliches Messinstrument. Abgerundet wird die Ausstattung durch zwei einstellbare Weckzeiten und eine dreistufige Displayhelligkeit mit automatischem Dimmen nach 15 bis 180 Sekunden Inaktivität.

Klang & Empfang

Zwei Lautsprecher mit je 5 W RMS liefern für die kompakte Größe einen überraschend guten Klang: bassschwach zwar, aber sauber, klar, unverzerrt und ausreichend laut. Anders als beim DR 114 sitzen die Lautsprecher nicht seitlich, sondern auf der Vorderseite – das sorgt für klare Mitten und Höhen und gute Sprachverständlichkeit.

Die Stereobasis fällt bauartbedingt schmal aus, aber wer das Radio meterweit entfernt aufstellt, hat ohnehin andere Probleme. Als Bluetooth-Lautsprecher für den Urlaub oder kleinere Runden taugt das DR 112 allemal – und der Bassverzicht hat sogar einen Vorteil: weniger Stromverbrauch, längere Laufzeit.

Eine 3,5-mm-Klinkenbuchse für analoge Kopfhörer fehlt – wie bei vielen modernen Geräten. Über die USB-C-Buchse lassen sich zwar Kopfhörer mit digitaler Schnittstelle anschließen, etwa der Bowers & Wilkins Px8 – was aber weniger relevant im Outdoor-Einsatz ist. Bluetooth-Kopfhörer koppeln dagegen nicht: Die Bluetooth-Schnittstelle funktioniert nur in eine Richtung – vom Smartphone zum DR 112, nicht umgekehrt.

Beim DAB+-Suchlauf fand das DR 112 am Teststandort in Bayern auf Anhieb 112 Stationen – der Empfänger ist also sehr empfindlich. Die tatsächliche Wiedergabe in Innenräumen ist allerdings eine andere Geschichte: Einerseits stört der Störnebel anderer Elektronik, andererseits misst die Teleskopantenne den kompakten Abmessungen geschuldet keine 22 cm – selbst für DAB+ eigentlich zu kurz, von UKW ganz zu schweigen.

Sender mit drei Balken oder weniger werden deshalb zwar oft angezeigt, aber nicht sauber wiedergegeben. Das ist verschmerzbar, denn der Einsatzbereich des DR 112 ist Outdoor – für ein Büroradio wären Solarzellen und Kurbel ohnehin fehl am Platz. Ein Ärgernis bleibt allerdings: Bei abreißendem DAB+-Empfang produziert das DR 112 gelegentlich so laute Störtöne, dass man unwillkürlich glaubt, der SOS-Alarm sei losgegangen.

Akku & Kurbel

Der Akku ist mit einer Kapazität von 4000 mAh bei 3,7 V großzügig dimensioniert und lässt sich über USB-C mit 5 V/2 A in rund drei Stunden vollständig laden. Im Radiobetrieb hält er damit einen ganzen Tag durch. Über einen USB-A-Ausgang (ebenfalls 5 V/2 A) kann man das DR 112 zudem als Powerbank nutzen – im Notfall kann das Smartphone also per Radio mit Strom versorgt werden, allerdings reicht die Kapazität kaum für einen vollen Akku.

Das Solarpanel auf der Gehäuseoberseite fällt größer aus als bei vergleichbaren Geräten. Für eine vollständige Ladung braucht es dennoch viele Sonnenstunden – als vollwertiger Ersatz für die USB-Ladung taugt es nicht. Realistisch betrachtet: Drei Stunden Sonne liefern etwa eine Stunde Radiobetrieb. Bei bedecktem Himmel tröpfelt nur noch wenig Energie nach. Das Panel eignet sich daher eher als Unterstützung in den Mittagsstunden oder als Reserve für den echten Notfall.

Im Test erwies sich das DR 112 beim Kurbeln allerdings als effizient: Aus einem komplett leeren Akku lieferten fünf Minuten Kurbeln genug Strom für rund eineinhalb Stunden UKW-Empfang – mehr als bei anderen Testkandidaten. Die Kurbel selbst lässt sich halbwegs angenehm bedienen, Muskelkater im Unterarm ist bei längeren Sessions aber nicht ausgeschlossen. Zudem strapaziert sie mit dem kleinen Griff die Finger. Für DAB+ und Bluetooth dürfte die Laufzeit kürzer ausfallen, da beide Betriebsarten mehr Strom ziehen. Dennoch: Als Notfall-Reserve übertrifft das DR 112 hier die Erwartungen.

Die klare Empfehlung bleibt trotzdem: Das Radio regelmäßig per USB laden, damit im Ernstfall genug Reserven da sind. Die Kurbel ist die letzte Rettung – und genau dafür ist sie auch gedacht.

Preis

Mit einem Listenpreis von knapp 80 Euro zählt das Albrecht DR 112 nicht zu den günstigsten Kurbelradios. Im Straßenpreis geht es ab rund 67 Euro los. Dafür bekommt man ein kompaktes, leichtes und robust verarbeitetes Gerät mit umfangreicher Ausstattung, das mehr als einen Ausflug überstehen dürfte. Als Versicherung, unterwegs informiert zu bleiben und nicht im Dunkeln zu stehen, ist das DR 112 seinen Preis wert.

Fazit

Das Albrecht DR 112 überzeugt als vielseitiges Outdoor- und Notfallradio mit durchdachtem Funktionsumfang. DAB+ und UKW-Empfang, Bluetooth-Lautsprecher, Lese- und Taschenlampe, SOS-Funktion und mehrere Lademöglichkeiten – das kompakte Gerät ist ein echter All-in-one-Begleiter für Camping, Reisen oder Krisenvorsorge. Besonders positiv: die robuste Verarbeitung, der IPX5-Spritzwasserschutz und der für die Größe saubere Klang.

Kurbel und Solarpanel sind dabei klar als Notlösungen zu verstehen – regelmäßiges Laden per USB ersetzen sie nicht. Das Albrecht DR 112 richtet sich an Nutzer, die maximale Funktionalität und Robustheit in einem kompakten Gehäuse suchen – und für die ist es eine der derzeit besten Optionen am Markt.



Source link

Künstliche Intelligenz

Vorfall bei Vision-Pro-Filmproduktion: Tödlicher Crash in Jordanien


Apples sogenannte Immersive-Videos sind bekannt für spektakuläre Aufnahmen: Da geht es dann beispielsweise aufs Hochseil, in den Dschungel zu wilden Tieren, über die Dächer von Paris oder zu Events des Funsport- und Brausekonzerns Red Bull. Beim Versuch, eines dieser mit Spezialkameras gefilmten Videos aufzuzeichnen, kam es nun allerdings zu einem tragischen Unglück: In der jordanischen Wüste stürzte die Pilotin in einem Kleinflugzeug ab.

Weiterlesen nach der Anzeige

Der Vorfall mit dem Microlight, an dem eine 3D-Kamera montiert war, ereignete sich bereits im Sommer 2024, also zu einem Zeitpunkt, als die Vision Pro nur wenige Monate auf dem Markt war. Die Wirtschaftsnachrichtenagentur Bloomberg konnte jetzt im Rahmen einer Untersuchung durch britische Regierungsstellen erste Informationen zu dem Unglück veröffentlichen.

Opfer war Claire Lomas, eine britische Frau mit Querschnittslähmung, die mit Hilfe eines Exoskeletts den Londoner Marathon absolviert hatte. Sie war auch professionell ausgebildete Pilotin. Das Video war Teil einer Apple-Immersive-Video-Serie namens „Adventure“. Die Idee war dabei, mit dem Kleinflugzeug über die Wüste Jordaniens zu fliegen und dabei 3D-Naturaufnahmen zu filmen. Lomas hatte ihre Fluglizenz seit zwei Jahren und war schon vorher mit den Microlights unterwegs gewesen. Die 44-jährige war bei dem Absturz zwar nicht sofort tot, starb aber mehrere Wochen später an den Verletzungen, so die britischen Behörden. Laut Bloomberg hatte Apple für „Adventure“ die britische Produktionsfirma Atlantic Studios engagiert. Angeblich war Apple bereit, pro Folge Millionen US-Dollar auszugeben, obwohl die Immersive-Videos nicht abendfüllend sind, oft sind sie 10 bis 20 Minuten lang.

Weder Apple noch Atlantic Studios wollten sich zu Lomas‘ Unfall äußern. Apple kommentierte gegenüber Bloomberg gar nicht, Atlantic Studios teilte mit, aufgrund des aktuell laufenden Verfahrens könne man nicht antworten. Auch die Familienanwälte von Lomas gaben keine Informationen heraus. In den kommenden Wochen soll es aber ein Hearing des UK Coroner’s Office (Amt für Gerichtsmedizin) geben. Warum dies so lange dauerte, ist unklar. Laut Bloomberg gab es Kritik an der Durchführung der „Adventure“-Serie.

Mitarbeiter klagten über lange Arbeitszeiten, die sie als unsicher empfanden. Apple soll nach Beschwerden Beauftragte für Gesundheit und Sicherheit geschickt haben. Bis auf das Unglück mit Lomas soll es keine weiteren bekanntgewordenen Vorfälle gegeben haben. Das Video aus Jordanien sollte verschiedene bekannte Orte in dem Land zeigen. Bislang erschienen fünf Folgen der „Adventure“-Serie.

Weiterlesen nach der Anzeige


(bsc)



Source link

Weiterlesen

Künstliche Intelligenz

Bitwig Studio 6 im Test: Wenn Kurven elektronische Musik steuern


Automationsdaten steuern im Verlauf eines Stücks verschiedene Parameter: Sie können die Lautstärke bestimmter Klänge verändern, die Grenzfrequenz eines Filters öffnen oder Instrumente im Stereopanorama verschieben. Dazu zeichnet man sie gewöhnlich als Kurven zu den einzelnen Audio- und MIDI-Spuren einer Musikproduktion ein. In vielen Digital Audio Workstations (DAW) sind diese Automationskurven aber nur ein Anhängsel: Sie lassen sich nur mühsam editieren und bremsen oft den kreativen Fluss. Die Software Bitwig Studio 6 macht aus ihnen ein Gestaltungsmittel und behandelt Automationskurven erstmals als eigenständige musikalische Bausteine, die sich frei mit Audio- und MIDI-Spuren kombinieren lassen.

  • Bitwig Studio 6 stellt das klassische DAW-Prinzip infrage und behandelt Automation als eigenständiges musikalisches Material.
  • Der Test untersucht, wie sich Automation-Clips, Modulation und Workflow-Änderungen im Studio- und Live-Einsatz bewähren.
  • Wir klären, ob der Fokus auf Verbesserungen am Workflow und der Bedienstruktur ohne weitere Instrumente und Effekte den großen Versionssprung rechtfertigt.

Mit seinen Automation-Clips bearbeitet Bitwig Steuerdaten wie Audio- oder MIDI-Clips. Anwender organisieren sie unabhängig von ihrer ursprünglichen Spur, loopen, kombinieren und setzen sie sogar als Modulatoren ein. Das eröffnet neue Möglichkeiten für Variationen und Live-Performances, bei denen schnelle Eingriffe und flexible Strukturen entscheidend sind. Im Test klären wir, ob das den Workflow der DAW tatsächlich beschleunigt oder nur die Komplexität erhöht.

Bitwig Studio 6 verzichtet auf neue Instrumente oder Effekte und konzentriert sich stattdessen auf den Workflow. Entscheidend ist, wie weit Automation-Clips im Alltag tragen – im Arrangement, im Live-Set und im Zusammenspiel mit Hardware. Da Bitwig Studio noch nicht jedem geläufig ist, gehen wir zunächst auf die Eigenheiten dieser DAW ein, bevor wir die Neuerungen der Version 6 genauer beleuchten.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Bitwig Studio 6 im Test: Wenn Kurven elektronische Musik steuern“.
Mit einem heise-Plus-Abo können Sie den ganzen Artikel lesen.



Source link

Weiterlesen

Künstliche Intelligenz

Amazon: Ring-Kameras jetzt mit optionaler Gesichtserkennung


„Familiar Faces“ wird in Deutschland zu „Bekannte Gesichter“: Ein bislang in den USA verfügbares Gesichtserkennungs-Feature für Amazons Ring-Kameras ist jetzt auch in Deutschland verfügbar. Ring-Kameras können so Personen erkennen und den Kamerabesitzer darüber informieren, wer vor der Tür steht.

Weiterlesen nach der Anzeige

Ziel des Features ist es laut Amazon, Nutzern personalisierte Benachrichtigungen zu schicken. Anstatt die Meldung „Person an der Haustür“ auf ein Handy zu schicken, kann Ring künftig etwa von „Oma an der Haustür“ berichten. Nutzer können die Benachrichtigung für jede einzelne Person individuell an- und ausschalten, schreibt Amazon in einer Mitteilung.

„Bekannte Gesichter“ legt für jeden Besucher einen Eintrag an, wenn sich eine Person in Sichtweite der Kamera bewegt und ihr Gesicht erkennbar ist. Nutzer haben dann die Gelegenheit, diese Person zu benennen. Insgesamt können bis zu 50 Profile für Personen angelegt werden. Besucher, die vom Nutzer nicht als bekannte Person abgespeichert werden, werden nach 30 Tagen automatisch wieder entfernt.

Die Funktion „Bekannte Gesichter“ ist standardmäßig deaktiviert. Wer das Feature nutzen will, muss es also aktiv einschalten. Amazon weist darauf hin, dass Nutzer vor der Aktivierung eine ausdrückliche Einwilligung von Besuchern einholen müssen. Zudem unterliege die Einwilligung von Kindern besonderen gesetzlichen Auflagen. Wenn eine Person ihre Einwilligung widerruft, müsse sie unverzüglich aus der Datenbank der bekannten Gesichter entfernt werden. Ob die Entfernung aus der Datenbank tatsächlich erfolgt, können Betroffene nicht einfach kontrollieren.

Um das Feature überhaupt nutzen zu können, sind ein Premium-Abonnement bei Ring sowie kompatible Hardware notwendig. „Bekannte Gesichter“ funktioniert auf Kameras und Türklingeln von Ring mit 2K- oder 4K-Auflösung. Auch einige ausgewählte Geräte mit HD-Auflösung werden unterstützt. Einen Überblick gibt Amazon in einem Support-Eintrag. „Bekannte Gesichter“ ist nicht mit der Ende-zu-Ende-Videoverschlüsselung von Ring kompatibel, schreibt Amazon.

„Bekannte Gesichter“ ist eine von mehreren strittigen KI-Funktionen von Ring, die Amazon in den vergangenen Monaten in den USA eingeführt hat. Besonders eine andere Funktion wurde stark kritisiert: „Search Party“ wird von Amazon als KI-gestützte Hilfe bei der Suche nach verloren gegangenen Hunden vermarktet. Dafür können Hundebesitzer und -besitzerinnen ihre Haustiere melden und eine KI-gestützte Suche über alle Ring-Kameras in der Nachbarschaft veranlassen. Läuft das gesuchte Tier durch das Sichtfeld eines dieser Geräte, soll man automatisch darauf hingewiesen werden. Kritiker befürchten, dass dieser Zusammenschluss verschiedener Ring-Kameras dazu genutzt werden könnte, auch Menschen zu verfolgen.

Weiterlesen nach der Anzeige


(dahe)



Source link

Weiterlesen

Beliebt