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Top 5: Die beste NVMe-SSD im Test – Kingston ist Testsieger vor Corsair & Lexar
Kompakt, schnell und sparsam: NVMe-SSDs liefern bis zu 14.000 MB/s, lange Lebensdauer und passen in PC, Laptop und PS5.
Eine NVMe-SSD ist 2026 der Standard für jeden modernen Computer – schneller als jede Festplatte, deutlich flotter als eine SATA-SSD und in Sekundenschnelle eingebaut. Doch der Markt ist durch den KI-Boom und die enorme Nachfrage nach NAND-Speicher in Bewegung: Die Preise sind zuletzt spürbar gestiegen, die Auswahl reicht vom Einsteigermodell für 60 Euro bis zur PCIe-5.0-Spitzen-SSD für 900 Euro. Wir zeigen, welche NVMe-SSD sich für welchen Einsatz lohnt, worauf beim Kauf zu achten ist und wo die Unterschiede zwischen den vielen Solid-State-Drives liegen.
Im Ratgeber klären wir die wichtigsten Fragen: Was bedeutet NVMe überhaupt, warum gibt es M.2-SSDs mit PCIe und mit SATA, welche Kapazität passt zu welchem Einsatz und wie lange hält eine solche SSD eigentlich? Grundlage aller Empfehlungen sind die Messungen der c’t-Redaktion, die wir hier zusammenfassen und einordnen.
Welche ist die beste NVMe-SSD?
Unser Testsieger ist die Kingston Fury Renegade G5: Sie liefert Spitzentempo auf PCIe-5.0-Niveau, bleibt unter 7 Watt Leistungsaufnahme und kostet in der 2-TB-Version rund 311 Euro, mit 1 TB 219 Euro – deutlich weniger als die direkte Konkurrenz.
Als Technologiesieger empfehlen wir die Corsair MP700 Pro XT mit Phisons neuem E28-Controller und sequenziellen Raten bis 14,8 GB/s, die jedoch mit 1 TB 296 Euro und mit 2 TB rund 580 Euro kostet.
Preis-Leistungs-Sieger ist die Lexar NM790 ab 112 Euro mit 512 GB oder 149 Euro mit 1 TB – eine schnelle PCIe-4.0-SSD für Gamer und Alltagsnutzer zu einem fairen Preis pro Terabyte.
Was bedeutet NVMe bei einer SSD?
NVMe steht für „Non-Volatile Memory Express“ und ist ein Protokoll, das speziell für Flash-Speicher entwickelt wurde. Eine NVMe-SSD kommuniziert direkt über die PCIe-Schnittstelle mit dem Prozessor, statt den langsameren SATA-Standard zu nutzen. Das verkürzt die Wege, reduziert die Latenz und bringt spürbar mehr Tempo.
Der entscheidende Vorteil liegt in der Parallelverarbeitung: NVMe kann bis zu 65.535 Warteschlangen gleichzeitig bearbeiten, SATA dagegen nur eine einzige. Für moderne Mehrkern-CPUs ist das NVMe-Protokoll daher ideal, weil mehrere Kerne parallel auf die SSD zugreifen können. Ältere Protokolle wie AHCI bremsen hier aus. NVMe-SSDs kommen meist im M.2-Format, das direkt auf dem Mainboard verbaut wird – ohne Kabel und ohne Rahmen. Das Betriebssystem startet so in Sekunden, Spiele und Programme laden deutlich schneller als von klassischen Festplatten.
M.2-SSD mit NVMe oder SATA – der wichtige Unterschied
Hier sorgt die Bauform regelmäßig für Verwirrung: M.2 ist nur ein physischer Steckplatz, kein Tempo-Versprechen. Es gibt M.2-SSDs mit PCIe-Anbindung (das sind die echten NVMe-SSDs) und M.2-SSDs mit SATA-Anbindung. Beide stecken im selben Slot und sehen nahezu identisch aus – die Geschwindigkeiten unterscheiden sich aber massiv.
Eine M.2-SATA-SSD erreicht maximal rund 560 MB/s, also dasselbe Tempo wie eine klassische 2,5″-SATA-SSD. Eine M.2-NVMe mit PCIe 4.0 kommt auf 7.000 MB/s, Gen5-Modelle auf über 14.000 MB/s. Warum es M.2-SATA überhaupt noch gibt: Viele ältere Notebooks und Mini-PCs haben zwar einen M.2-Slot, aber nur mit SATA-Anbindung.
Wer auf Kompatibilität achten muss, prüft im Mainboard-Handbuch oder Notebook-Datenblatt, welches Protokoll der Slot unterstützt. Auf der Verpackung sollte klar „NVMe“ oder „PCIe“ stehen – sonst droht beim Einbau einer falschen Art von SSD eine böse Überraschung: Eine PCIe-NVMe läuft nicht in einem reinen SATA-M.2-Slot und umgekehrt.
Eine NVMe-SSD ist in praktisch jeder Disziplin schneller als eine SATA-SSD. Während SATA bei rund 560 MB/s an die Grenze der Schnittstelle stößt, erreichen moderne NVMe-SSDs Geschwindigkeiten von 7.000 MB/s bis über 14.000 MB/s. Das sind Faktor 10 bis 25.
Im Alltag spürt man den Unterschied vor allem beim Kopieren großer Dateien, beim Starten von Programmen und bei Spielen mit kurzen Ladezeiten. NVMe-SSDs bieten durch die PCIe-Schnittstelle deutlich höhere Übertragungsraten als vergleichbare SATA-Modelle, was sie besonders für Gaming und professionelle Anwendungen geeignet macht. Eine SATA-SSD bleibt nur dann sinnvoll, wenn das Mainboard keinen NVMe-fähigen M.2-Slot bietet.
SSD oder HDD: Was ist besser?
Eine SSD schlägt jede HDD in Geschwindigkeit, Geräuschentwicklung und Stoßfestigkeit. Eine moderne Festplatte erreicht rund 300 MB/s in den Außenzonen, NVMe-SSDs sind um ein Vielfaches schneller. Der einzige Vorteil der HDD ist der Preis pro Terabyte: Große Kapazitäten sind deutlich billiger.
Eine Festplatte speichert Daten magnetisch auf rotierenden Scheiben, eine SSD nutzt Flash ohne bewegliche Teile. Daraus ergeben sich die bekannten Vorteile der SSD: kürzere Zugriffszeiten, weniger Energieverbrauch, lautloser Betrieb. Für Betriebssystem und Programme gehört heute zwingend eine SSD in den Computer. Im NAS bleibt das Hard-Disk-Drive die sinnvollere Lösung – die nötigen Kapazitäten von 8, 12 oder 24 TB sind mit SSDs noch immer zu teuer.
Alternative Speichermöglichkeiten
Neben der NVMe-SSD gibt es weitere Möglichkeiten zur Datenspeicherung, die je nach Einsatz sinnvoll sein können:
- 2,5″-SATA-SSDs: klassische Bauform für ältere PCs und Laptops ohne M.2-Slot. Maximal 560 MB/s, aber günstig und weit verbreitet.
- HDDs: klassische Festplatten mit hoher Speicherkapazität zum kleinen Preis. Erste Wahl für Datenarchive und NAS-Systeme, nicht mehr für Betriebssystem oder Programme.
- USB-Sticks: für den schnellen Transport kleinerer Datenmengen praktisch. Moderne USB-Sticks nutzen teils M.2-SSD-Technik, liegen im Tempo aber meist deutlich unter internen Laufwerken.
- Speicherkarten (SD und microSD): vor allem in Kameras, Smartphones und Handhelds wie dem Steam Deck als Erweiterung sinnvoll. Als Haupt-Laufwerk im Computer aber zu langsam und zu unzuverlässig.
Für den modernen Desktop-PC oder Gaming-Rechner ist die NVMe-SSD konkurrenzlos. Als Zweit-Laufwerk im selben System oder als Backup-Lösung machen HDDs und externe Datenträger weiterhin Sinn.
Externe NVMe im SSD-Gehäuse
Wer eine interne SSD zusätzlich oder alternativ extern nutzen will, greift zu einem SSD-Gehäuse. Darin steckt eine M.2-NVMe, das Gehäuse verbindet die SSD per USB mit dem Computer. Die erreichbare Geschwindigkeit hängt vom USB-Standard ab:
- USB 3.2 Gen 2 (10 Gbit/s): bis rund 1.000 MB/s – Standard bei günstigen Gehäusen
- USB 3.2 Gen 2 × 2 (20 Gbit/s): bis rund 2.000 MB/s – nur mit kompatiblem Host
- USB4 / Thunderbolt 3⁄4 (40 Gbit/s): bis rund 3.800 MB/s – aktuell das Maximum
- USB4 v2 (80 Gbit/s): theoretisch bis 8.000 MB/s – noch selten am Markt
Für Backups und den Transport großer Videos reicht ein USB-3.2-Gen-2-Gehäuse. Wer eine schnelle externe Arbeitsplatte für Videoschnitt sucht, greift zu USB4 oder Thunderbolt – entsprechende Gehäuse kosten allerdings ein Vielfaches. Wichtig: Der schnellste Gehäuse-Standard nützt nichts, wenn der Computer ihn nicht unterstützt. Vor dem Kauf lohnt sich der Blick auf die Schnittstelle am eigenen Gerät.
PCIe-Generationen: Gen3, Gen4 oder Gen5?
Die Generation der PCIe-Schnittstelle bestimmt die maximale Geschwindigkeit. Gen3 erreicht bis zu 3.500 MB/s, Gen4 bis zu 7.500 MB/s und Gen5 über 14.000 MB/s. Jede Generation verdoppelt grob die Bandbreite.
Für die meisten Nutzer ist PCIe 4.0 heute die beste Wahl. Die Preise sind gefallen, die Kompatibilität ist auf aktuellen Mainboards gegeben, die Leistung reicht für alle Spiele und fast alle professionellen Applikationen. PCIe 5.0 lohnt sich nur für Benutzer mit speziellen Anforderungen – etwa im Videoschnitt mit 8K-Material oder bei großen Datenbanken. PCI Express ist abwärtskompatibel: Eine Gen-4-SSD läuft auch in einem Gen3-Slot, allerdings nur mit Gen-3-Geschwindigkeit. Umgekehrt bringt eine Gen5-SSD im Gen4-Slot keinen Vorteil. Wer Geld sparen will, prüft die Schnittstelle seines Mainboards, bevor er zur teuersten Generation greift.
Welche Kapazität braucht eine NVMe-SSD?
Unter 500 GB lohnt sich eine neue NVMe kaum noch. Allein Windows belegt rund 30 GB, moderne Spiele schnell 100 GB pro Titel. 1 TB ist heute der vernünftige Einstieg, 2 TB der Sweetspot für Gamer und Anwender mit größeren Projekten.
- 500 GB: nur noch für Zweitgeräte oder als reine System-SSD
- 1 TB: aktueller Standard, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
- 2 TB: Sweetspot für die meisten Anwender
- 4 TB und mehr: für Videoschnitt, Steam-Bibliotheken, professionelle Programme
Je größer die Kapazität, desto niedriger oft der Preis pro Gigabyte. Der Aufpreis von 1 auf 2 TB ist meist moderat, bei 4 TB wird es deutlich teurer. Alle Solid-State-Drives verlieren etwas an Geschwindigkeit, wenn sie sich dem Füllstand-Limit nähern. Der Grund liegt im SLC-Cache: Die SSD nutzt einen Teil ihres Speichers als schnellen Pseudo-SLC-Cache, der bei voller interner SSD schrumpft. Ergebnisse aus den c’t-Messungen zeigen, dass manche SSDs ab 90 Prozent Befüllung dramatisch einbrechen, andere halten ihre Schreibgeschwindigkeiten länger. Faustregel: 10 bis 20 Prozent Speicherplatz sollten immer frei bleiben.
Einbau und Kühlung einer NVMe-SSD
Die Installation einer M.2-NVMe ist in wenigen Minuten erledigt. SSD schräg in den Slot stecken, herunterdrücken, mit einer kleinen Schraube fixieren – fertig. Das Betriebssystem wird anschließend wie gewohnt von einem USB-Stick installiert. Das System erkennt die neue interne SSD nach dem Einschalten automatisch.
Bei Gen4- und Gen5-Modellen ist ein Kühlkörper nahezu Pflicht. Schnelle NVMe-SSDs werden unter Last heiß und drosseln bei Überhitzung ihre Leistung – viele Mainboards liefern daher passende Kühlbleche mit. Moderne Controller wie der SM2508 oder Phison E28 bleiben zwar deutlich kühler als ältere Designs, profitieren aber ebenfalls von passiver Kühlung.
Wer ein Notebook aufrüstet, sollte auf die Bauhöhe achten: Hier passen oft nur flache Kühlkörper, andernfalls bleibt die SSD ohne zusätzliche Kühlung. Vor dem Kauf lohnt sich zudem ein Blick auf die unterstützten M.2-Längen des Mainboards. Standard ist M.2 2280 (80 mm), für Handhelds wie das Steam Deck kommen aber auch kürzere Formate zum Einsatz.
Wie lange hält eine NVMe-SSD?
Moderne NVMe-SSDs halten typischerweise 5 bis 10 Jahre bei normaler Nutzung. Die Zuverlässigkeit hängt vom verwendeten Flash-Typ ab: TLC-Speicher ist haltbarer und schneller als QLC-Speicher. Ältere MLC-SSDs sind noch robuster, werden aber kaum noch hergestellt.
Hersteller geben die Haltbarkeit in TBW an (Terabytes Written). Eine 1-TB-SSD kommt je nach Modell auf 600 bis 1.200 TBW – das entspricht mehreren hundert Jahren typischer Heimnutzung. Die Kingston Fury Renegade G5 liegt bei der TBW-Angabe im oberen Bereich, die Sandisk WD Black SN8100 kommt auf 1.200 TB über fünf Jahre Garantie, die Corsair MP700 Pro XT auf 1.400 TB. Die meisten SSDs halten deutlich länger als ihre Garantiezeit.
Wichtiger für die Lebensdauer als die reine Anzahl der Schreibvorgänge ist oft die Temperatur: Eine gut gekühlte SSD altert deutlich langsamer als eine, die dauerhaft am Temperaturlimit arbeitet.
Preisklassen und aktuelle Angebote
Der Markt ist durch den KI-Boom in Bewegung: Hyperscaler kaufen NAND-Speicher in gewaltigen Mengen, die Straßenpreise sind spürbar gestiegen. Für 1 TB Speicherplatz muss man aktuell folgende Preise einkalkulieren:
- PCIe 3.0 ab rund 122 Euro: Einstiegsklasse, etwa die PNY CS1030. Reicht für Office-PCs, ältere Systeme und als Zweit-SSD. Sequenzielle Raten bis rund 2.400 MB/s.
- PCIe 4.0 ab rund 129 Euro: Der Sweetspot für die meisten Nutzer, etwa die Patriot P400 Lite. Solide Alltagsleistung, oft ohne DRAM-Cache, aber mit HMB. Für Gaming und die meisten professionellen Programme mehr als ausreichend.
- PCIe 5.0 ab rund 146 Euro: Der Einstieg in die aktuelle Spitzenklasse beginnt mit der Kioxia Exceria G3. Für volle Geschwindigkeiten jenseits der 14.000 MB/s führt an Modellen wie der Kingston Fury Renegade G5 oder der Corsair MP700 Pro XT aber kein Weg vorbei – hier liegen die Preise für 1 TB bei 219 bis knapp 300 Euro.
Der Aufpreis von PCIe 4.0 auf 5.0 ist bei den Einstiegsmodellen überschaubar, bei den echten High-End-NVMes aber deutlich. Wer den Sprung auf Gen5 macht, sollte sicherstellen, dass das Mainboard den Standard auch unterstützt – sonst verpufft der Mehrpreis. Professionelle Anwendungen profitieren von High-End-NVMe-Modellen mit DRAM-Cache, für den typischen Heim-PC reicht die PCIe-4.0-Klasse völlig aus.
Wer nicht sofort kaufen muss, sortiert Preisvergleichsseiten nach Preis pro Terabyte und wartet auf Neuheiten-Rabatte. Zum Black Friday fallen die Preise erfahrungsgemäß um 20 bis 30 Prozent – angesichts der aktuellen Marktlage allerdings von hohem Ausgangsniveau. Kurzfristig ist eher mit weiter steigenden als mit fallenden Preisen zu rechnen.
Testverfahren: So wurden die NVMe-SSDs getestet
Die Messergebnisse stammen aus dem Testparcours der c’t-Kollegen, die SSDs seit Jahren konsistent vermessen. Die Einordnung als Testsieger, Technologie- oder Preis-Leistungs-Sieger ist unsere eigene redaktionelle Bewertung auf Basis dieser Daten – sie spiegelt nicht zwangsläufig die Wertung der c’t wider.
Jede NVMe prüft die c’t-Redaktion mit mehreren Benchmarks: Crystaldiskmark dient der ersten Geschwindigkeitskontrolle, mit Iometer messen die Kollegen der c’t sequenzielle und zufällige Zugriffe bei verschiedenen Anfragetiefen (QD=1 bis QD=256) und ermitteln so auch die IOPS-Werte. Der PCMark-10-System-Drive-Test bewertet die Eignung als Startlaufwerk, der Drive Performance Consistency Test prüft die Ausdauer unter Dauerlast über viele Stunden.
Zusätzlich füllt H2testw die SSD komplett, um die durchschnittliche Schreibrate und die Größe des SLC-Caches zu ermitteln. Aktiv gekühlte Modelle landen in der schallarmen Kammer, dort misst die c’t den Geräuschpegel aus 25 cm Abstand. Auch die Leistungsaufnahme im Leerlauf fließt in die Bewertung ein – ein wichtiger Wert für Notebooks.
Fazit
Eine NVMe-SSD ist 2026 der Standard für jeden modernen Computer. Der Sweetspot liegt bei einer 2-TB-Gen4-SSD mit DRAM-Cache – hier bekommt man dauerhaft hohe Lese- und Schreibgeschwindigkeiten, gute Zuverlässigkeit und genug Speicherplatz für Spiele und Videos. Unser Testsieger Kingston Fury Renegade G5 liefert in der PCIe-5.0-Spitzenklasse das beste Gesamtpaket aus Tempo, Effizienz und Preis. Die Lexar NM790 ist der klare Preis-Tipp, die Corsair MP700 Pro XT das Technologie-Flaggschiff für alle, die das Maximum wollen.
PCIe 5.0 lohnt sich aktuell nur für professionelle Anwender mit hohem Datenaufkommen. Für den typischen Heim-PC reicht eine gute Gen-4-NVMe-SSD völlig aus. Wer ein älteres System ohne NVMe-fähigen M.2-Slot aufrüstet, greift zur SATA-SSD – der Unterschied zur NVMe ist dort nicht nutzbar.
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Android 17 QPR1 Beta 4: Update bringt neue „Screen Reactions“ und Bugfixes
Während der stabile Release von Android 17 in wenigen Tagen erscheinen dürfte, bereitet Google schon das nächste Update vor: Android 17 QPR1 (Quarterly Platform Release) Beta 4 mit den Buildnummern CP31.260522.006 steht nur drei Wochen nach der Beta 3 für Tester zur Installation bereit und enthält überwiegend Fehlerbereinigungen, aber auch das Screen-Reactions-Feature, das Google im Zuge der Android Show – I/O Edition angekündigt hat.
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Screen-Reactions
Die am 12. Mai für Android 17 angekündigte „Screen Reactions“-Funktion wird offenbar erst im September mit der QPR1 erscheinen. Schließlich ist sie nicht in der letzten Beta von Android 17, sondern erst in der vierten Beta der QPR1 enthalten – in der vergangenen Woche hatte Google sie zuerst experimentell im Canary-Channel veröffentlicht. Mit dieser Funktion können Kreative sich selbst und den Smartphonebildschirm gleichzeitig aufnehmen.

Die Screen Reactions Funktion schwappt vom Canary-Channel in die QPR1 Beta rüber.
(Bild: Andreas Floemer / heise medien)
Die Einstellungen hierfür befinden sich in der Bildschirmaufnahmefunktion. Hier wählt man „Gesamter Bildschirm“ aus, schon zeigen sich im Dialogfenster weitere Optionen wie „Selfie-Kamera anzeigen“ und „Berührungen anzeigen“. Neben dem Starten-Knopf oben auf dem Bildschirm erscheint ein Farbpaletten-Symbol, mit dem Nutzerinnen und Nutzer die Farbe des Selfie-Hintergrunds auswählen können. Standardmäßig ist er transparent.
Eine weitere kleine Funktion schiebt Google vom Canary rüber in die Beta 4: In den Schnelleinstellungen lässt sich nun eine Keyboard-Kachel hinzufügen. Über diese lässt sich schnell zwischen Text- und Spracheingabe wechseln.

Auch die Keyboard-Kachel in Schnelleinstellungen war zuerst im Canary-Channel.
(Bild: Andreas Floemer / heise medien)
Die experimentelle Erweiterung des dynamischen Themings der Canary-Version hat es hingegen nicht in die QPR1 Beta 4 geschafft.
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Bugfixes
Dafür bessert Google allerlei Bugs aus, wie der Konzern in den Release-Notes verrät. Unter anderem behebt die Beta 4 ein Problem, „bei dem der Mauszeiger auf externen Displays unsichtbar wird, wenn Anwendungen mit Arbeitsprofil oder FLAG_SECURE aktiv sind“. Zudem sollen die Einstellungen beim Öffnen der Einstellungsfunktion für Anmeldedatenanbieter über ein vertrauliches Profil nicht mehr abstürzen.
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Ferner kam es bei Videoaufnahmen mit 5-fachem Zoom zu Frame-Sprüngen und Ruckeln beim Schwenken; die Beta 4 soll diesen Fehler beheben. Zudem behebt die neue Beta ein Problem, bei dem die Back-Tap-Gesten auf dem interaktiven Sperrbildschirm nicht ausgelöst wurden. Außerdem werde mit dem Update eine „Regression des Grafiktreibers“ behoben. Diese führte Google zufolge „zu erheblichen Einbußen bei der 3D-Leistung in OpenGL ES-Anwendungen auf neuerer Hardware“. Überdies behebt das Update Probleme mit Wireless ADB und Apps.
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Die Beta 4 steht für Pixel-Geräte ab dem Pixel 6a und neuer zum Ausprobieren bereit. Neugierige und Entwickler müssen ihre Smartphones lediglich im Android-Betaprogramm registrieren, die Software wird anschließend als Over-the-Air-Update eingespielt. Interessanterweise bietet Google die QPR1 nicht für das Pixel 6 und 6 Pro an.
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(afl)
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Erster vollelektrischer TaxiBot senkt Flugzeug-Emissionen in Schiphol erheblich
Der niederländische Amsterdam Airport Schiphol setzt weltweit erstmals einen vollelektrischen TaxiBot zum Schleppen der Flugzeuge vom Gate zur Startbahn ein. Da die Triebwerke des Flugzeugs dabei ausgeschaltet bleiben, wird so Kerosin eingespart und damit CO₂ und NOx vermieden. Der elektrische TaxiBot von Smart Airport Systems ergänzt zwei hybride TaxiBots, die bereits seit 2022 auf dem Flughafen eingesetzt werden.
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Der TaxiBot ist ein vollelektrisch angetriebenes Schleppfahrzeug, das am Bugfahrwerk einer Passagiermaschine angekoppelt wird. Mit einer Geschwindigkeit von bis zu 42 km/h schleppt das Fahrzeug die Flugzeuge vom Gate zur Startbahn. Der Pilot steuert dabei den TaxiBot vom Cockpit aus.
Weniger Emissionen bedeuten Entlastungen für das Bodenpersonal
Die Triebwerke des Flugzeugs sind während des Schleppvorgangs abgeschaltet. Das soll Kerosin einsparen. Laut den Projektdaten von Smart Airport Systems soll bei jedem dieser Rollvorgänge rund 95 kg Treibstoff und etwa 299 kg CO₂-Emissionen eingespart werden. Hinzu kommt eine Verringerung der NOx- und (Ultra-)Feinstaubbelastung sowie ein niedrigeres Betriebsgeräusch, was das Bodenpersonal entlastet. Der Rollvorgang gilt als eine der energieintensivsten Phasen des Flughafenbetriebs.
Steht die Passagiermaschine an der korrekten Position auf der Startbahn, koppelt ein im TaxiBot mitgefahrener Mitarbeiter des Bodenpersonals das Fahrzeug vom Flugzeug ab und fährt es manuell zurück.
Mehr elektrische TaxiBots geplant
Auf dem Amsterdamer Flughafen Schiphol setzt das Bodenabfertigungsunternehmen Menzies Aviation den TaxiBot ein, um zusammen mit dem Flugunternehmen easyJet sowie dem Flugzeugbauer Airbus Passagiermaschinen des Typs A320neo zur Startbahn „Polderbaan“ zu bringen. „Polderbaan“ ist mit rund 3,8 km die am weitesten von den Gates befindliche Startbahn des Flughafens, sodass sich der Einsatz aufgrund der längsten Rollzeiten am meisten lohnt.
Der elektrische TaxiBot ergänzt zwei Hybrid-TaxiBots, die seit 2022 Boeing-737-Maschinen der KLM-Fluglinie zur Startbahn schleppen. Für 2026 sollen noch drei weitere vollelektrische TaxiBots auf dem Airport Schiphol eintreffen und eingesetzt werden. Sie sollen dann andere Flugzeugtypen zur Startbahn befördern können. Darunter befinden sich Embraer-Flugzeuge etwa der KLM Cityhopper. Dazu müssen die TaxiBots für diesen Flugzeugtyp noch zertifiziert werden. Bei Transavia sollen sie Boeing 737 befördern.
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Der Airport Schiphol ist nach Angaben von Smart Airport Systems der erste Flughafen weltweit, der einen vollelektrischen TaxiBot einsetzt. Das Ziel des Flughafens ist es, bis 2030 einen emissionsfreien Flughafenbetrieb zu erreichen. Der elektrische TaxiBot sei laut Studien bei großflächigem Einsatz in der Lage, den Treibstoffverbrauch von Flugzeugen am Boden erheblich zu senken.
(olb)
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