In den letzten Jahren wurden Präsenzsensoren immer beliebter, weil sie erkennen, ob sich jemand in einem Raum befindet. Sie versprechen nicht nur Komfort, sondern auch Effizienz, indem sie Licht, Heizung oder andere Geräte automatisch steuern.
Der Aqara FP300 trumpft mit zahlreichen Sensoren auf und lässt sich flexibel in verschiedene Smart‑Home‑Systeme integrieren. Im ausführlichen Test haben wir für Euch herausgefunden, wie sich der kompakte Präsenzmelder schlägt und ob er in der Praxis Probleme verursacht hat.
Pro:
Thread, Zigbee und Matter an Bord
Superkompakt
Batteriebetrieben
Zuverlässiger Luftfeuchtigkeits- und Raumtemperatursensor
Contra:
Probleme bei der Integration in Apple Home
Design und Einrichtung des Aqara FP300
Beim Aqara FP300 handelt es sich um einen superkompakten Präsenzmelder, der nur in Weiß erhältlich ist. Die Einrichtung gestaltet sich unkompliziert. Über die herstellereigene App oder Standards wie Zigbee, Thread und Matter lässt sich das Gerät schnell in bestehende Smart‑Home-Systeme einbinden.
Aqara FP300 Bildquelle: nextpit / Thomas Kern
Die Einrichtung ist kinderleicht. Wir haben für den Test auf einen Zigbee-Hub zurückgegriffen, mit dem das Setup in der Aqara-Home-App blitzschnell ging. Jedoch benötigen wir für das Hinzufügen in Apple Home mehrere Versuche, bis die Integration klappt.
Für die Anbringung stehen Euch eine magnetische und eine schwenkbare Halterung zur Verfügung, die flexible Montageoptionen an Wand oder Decke bieten. Für die Stromversorgung sind zwei CR2450-Knopfzellen zuständig, die es im Lieferumfang gibt. Wenn Ihr den Zigbee-Standard nutzt, könnt Ihr von einer dreijährigen Akkulaufzeit ausgehen, mit Thread schrumpft sie auf zwei Jahre.
Smart-Home-Funktionen und Automatisierungsmöglichkeiten
Kerndisziplin eines Präsenzmelders ist natürlich die Automatisierungsvielfalt, die durch die Erkennung von Menschen einhergeht. Der Sensor bietet eine Dual‑Sensorik aus traditionellem PIR-Detektor und modernem mmWave-Radar. Dadurch erkennt er nicht nur Bewegungen, sondern auch die bloße Anwesenheit von Personen. Also auch wenn Ihr stillsitzt oder liegt. Und genau das klappt in der Praxis fantastisch.
Aqara-Home-App Bildquelle: nextpit / Thomas Kern
In der Praxis zeigt der Sensor seine Stärken besonders bei Automationen, die über einfache Bewegungsmelder hinausgehen. Allerdings sind nicht alle Funktionen perfekt: In manchen Situationen kommt es zu Verzögerungen bei der Präsenzmeldung oder dazu, dass Abwesenheit zu früh erkannt wird. Zudem sind einige erweiterte Einstellungsmöglichkeiten nur im Zigbee-Modus verfügbar, während Thread oder Matter aktuell weniger Anpassungen erlauben.
Aqara FP300 Bildquelle: nextpit / Thomas Kern
Ergänzt wird das durch Temperatur-, Luftfeuchtigkeits- und Lichtmessungen, sodass der Sensor nicht nur als Präsenzmelder, sondern als Multi-Sensor für Smart‑Home-Automationen dient. So kann Licht beispielsweise nur dann eingeschaltet werden, wenn Präsenz erkannt wird und die Raumhelligkeit unter einem definierten Wert liegt.
Besonders in dieser Hinsicht überrascht der Aqara FP300, denn die Temperatur‑, aber vor allem die Luftfeuchtigkeitsmessung ist weitaus präziser, als man erwartet. Somit bietet sich auch die Integration mit Euren smarten Heizkörperthermostaten (Bestenliste) an.
Fazit: Lohnt sich der Präsenzmelder Aqara FP300?
Ja, auf jeden Fall! Denn der Aqara FP300 ist ein wirklich beeindruckender Präsenzmelder zu einem fairen Preis. Noch dazu ist er batteriebetrieben, was viele Nutzer freuen wird. In der Praxis beweist das kleine Gerät, was alles in ihm steckt, denn nicht nur die Präsenzerkennung ist beeindruckend, sondern auch, wie präzise die Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit gemessen werden.
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Wie sieht Eure App-Bibliothek aus? Egal, ob Ihr lieber Dinge abarbeiten oder aufleveln wollt: Wir liefern Euch jede Woche zwei erstklassige Empfehlungen für Euer Handy. Hier ist unsere Auswahl für diese Woche.
Die Leistungsfähigkeit von Mobiltelefonen ist wirklich sprunghaft angestiegen. Spiele, die früher nur was für leistungsstarke PCs waren, können jetzt auf einem einfachen Smartphone gespielt werden, und Little Nightmares ist eines der Spiele, die diesen Sprung geschafft haben. Dieses skurrile Abenteuer spielt mit euren Kindheitsängsten und versetzt Euch so ins Schaudern! Außerdem im Programm: The Commuter, eine App, die eine neue Art des Nachrichtenlesens bietet.
Sucht ihr noch Möglichkeiten, Euer Smartphone zu optimieren? Dann schaut mal in die letzte Ausgabe. Ansonsten findet Ihr hier die Top-Tipps dieser Woche – ein Spiel und eine Produktivitäts-App -, die jetzt für iOS und Android verfügbar sind.
Kleine Albträume
Wer hätte gedacht, dass PC- und Konsolenspiele irgendwann ihren Weg auf das Smartphone finden würden, ohne ihre Charme zu verlieren? Little Nightmare bietet genau das. Ich schlüpfe in die Rolle von Six, einem kleinen Mädchen in einem gelben Regenmantel, das verzweifelt versucht, von einem riesigen, furchterregenden Schiff namens The Maw zu fliehen. Es ist eines dieser Spiele, bei denen die Geschichte vollständig durch die Umgebung erzählt wird, und ich kann Euch sagen, dass jeder Schatten und jedes übergroße Möbelstück das Gefühl vermittelt, dass sie es auf Euch abgesehen haben.
Die Benutzeroberfläche ist erstaunlich übersichtlich. Die Bedienelemente auf dem Bildschirm sind so gut wie unsichtbar, wenn man sie nicht berührt. Das ist ein großer Gewinn für das Spielerlebnis, da ich jedes Detail der gruseligen Welt um mich herum sehen kann. Ein virtueller Joystick steuert meine Bewegungen, während ein paar kontextabhängige Tasten zum Greifen, Springen und Beleuchten zur Verfügung stehen. Die Steuerung ist etwas gewöhnungsbedürftig, um wirklich präzise zu sein, aber das Layout ist intuitiv genug, um den Spaß nicht zu beeinträchtigen. Wenn du es wirklich auf Präzision abgesehen hast, solltest du ein Gamepad nutzen.
Die Grafik ist, gelinde gesagt, atemberaubend. Allein die Lichteffekte haben mir eine Gänsehaut beschert. Auch das Sounddesign ist erstklassig. Ich würde empfehlen, Kopfhörer zu tragen, um jedes Knarren der Dielen zu hören. Unnötig zu sagen, dass die Akkulaufzeit deines Smartphones bei einem Spiel dieser Größenordnung leiden wird. Es empfiehlt sich, das Spiel zu spielen, während das Handy an ein Ladegerät oder eine Powerbank angeschlossen ist.
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Alles in allem handelt es sich um eine fantastische Portierung, die beweist, dass Spiele für Mobilgeräte auch mit atmosphärischen Big-Budget-Titeln umgehen können, ohne ihre Seele zu verlieren. Es ist nicht nur eine „abgespeckte“ Version; es fühlt sich an, als ob die volle, erschreckende Erfahrung perfekt für das Spielen unterwegs verdichtet wurde. Von mir gibt es dafür eine absolute Empfehlung.
Der Pendler
Wie hat sich Euer Newsfeed in der letzten Woche entwickelt, seit der Krieg über dem iranischen Luftraum begonnen hat? Es war schwierig, herauszufinden, was KI-Schwachsinn, Propaganda und die Wahrheit ist. Die täglichen Nachrichten zu verfolgen, ohne sich von endlosen Textwänden und aggressiven Benachrichtigungen überwältigen zu lassen, kann überfordernd sein. Hier kommt The Commuter ins Spiel. Diese App möchte Nachrichten für Menschen, die ständig unterwegs sind, besser erfassbar machen.
Im Grunde genommen liefert sie eine gezielte Zusammenfassung (die ich nach verschiedenen Kategorien erstellen lassen kann), die sich eher anfühlt, als würde ich mich mit einem gut informierten Freund unterhalten, als eine Zeitung zu lesen. Die App ist schnell zu meinem bevorzugten Begleiter am Morgen geworden, da ich weiß, dass ich genau das lesen kann, was ich will, ohne unnötig Gehirnschmalz aufwenden zu müssen, um die Informationsflut zu filtern.
Die Benutzeroberfläche ist mir wirklich ans Herz gewachsen. Sie ist unglaublich schlank und wurde eindeutig mit Blick auf die einhändige Bedienung entwickelt (obwohl man darüber streiten kann, wie viele Smartphones sich heutzutage noch mit einer Hand halten lassen). Das Layout überzeugt mit großen, scharfen Bildern und fetter Typografie. Die Navigation basiert meist auf einfachen Wischbewegungen, so dass ich nie das Gefühl habe, mich durch komplizierte Menüs wühlen zu müssen, um die Top-Storys des Tages zu finden.
Durchstöbert Nachrichten auf eine Art und Weise, die Spaß macht und erfrischend ist
Ich schätze die Anzeige der „Lesezeit“ für jede Geschichte. So weiß ich genau, wie viele Minuten ich brauche, bevor ich einsteige. Allerdings hat das seinen Preis. Die Zusammenfassungen sind prägnant und treffen die wichtigsten Punkte, ohne dass sie zu langatmig werden, aber sie gehen auch nicht allzu sehr in die Tiefe. Investigativen Journalismus oder technische Nischenberichte braucht ihr hier nicht zu suchen.
Wenn man bedenkt, wie kurz die allgemeine Aufmerksamkeitsspanne geworden ist, ist diese App ein ideales Werkzeug für den modernen, vielbeschäftigten Berufstätigen. Ich würde die App nutzen, um vorzufiltern, woran Ihr interessiert seid. Wenn Ihr dann Zeit habt, könnt Ihr dann andere Quellen nutzen, um tiefer in die Materie einzusteigen.
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iPhone 17e: Apples Smartphone-Familie bekommt günstigen Zuwachs
ABC verlängert sein absolutes Comedy-Meisterwerk um eine 6. Staffel
Wenn der chaotische Schulalltag zur reinsten Goldgrube für brillante Lacher wird, haben die Produzenten alles richtig gemacht. Ein absoluter Kritikerliebling bricht derzeit alle Rekorde und beweist eindrucksvoll, dass der typische Bürohumor auch im Klassenzimmer perfekt funktioniert.
Genau an diesem Punkt dürft Ihr Eure Schulranzen packen und Euch auf eine weitere Runde purer Unterhaltung freuen. Der amerikanische Sender ABC hat seinem preisgekrönten Quotenhit „Abbott Elementary“ offiziell grünes Licht für eine sechste Staffel gegeben. Diese Entscheidung fiel bemerkenswerterweise noch bevor das Finale der aktuell laufenden fünften Staffel überhaupt über die Bildschirme geflimmert ist. Für Euch bedeutet das Nachschub einer Mockumentary, die gekonnt in die Fußstapfen von Giganten wie „The Office“ oder „Modern Family“ tritt. Hier treffen überforderte Lehrkräfte auf ein marodes Bildungssystem und erschaffen dabei eine unwiderstehliche Mischung aus herzhaftem Humor und tiefgründiger Gesellschaftskritik.
Perfekte Noten von den schärfsten Kritikern
Wer im harten Seriengeschäft bestehen will, braucht ein starkes Zeugnis. Die Grundschule in Philadelphia besteht diese Prüfung mit absoluter Bravour. Auf der gefürchteten Bewertungsplattform Rotten Tomatoes gleicht das Profil der Serie einem wahren Triumphzug. Während die erste Staffel bereits auf beachtliche 98 Prozent kletterte, sicherten sich die Staffeln zwei bis vier die makellose Bestnote von 100 Prozent. Ein derartiger Lauf ist in der heutigen Fernsehlandschaft eine absolute Seltenheit.
Auch die renommierte Seite Metacritic vergibt stolze 83 Punkte für das smarte Konzept. Wenn die Trophäenschränke bereits mit Emmy Awards und Golden Globes gefüllt sind, verwundert die frühe Verlängerung um eine weitere Season kaum noch. Die Mischung aus chaotischen Lehrerkonferenzen und dem ständigen Kampf um knappe Budgets trifft exakt den Nerv der Zeit. Ihr seid hier live dabei, wenn ein engagiertes Kollegium täglich den Wahnsinn des amerikanischen Schulsystems meistert.
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Euer direkter Weg ins chaotische Lehrerzimmer
Während das Format in seinem Heimatland längst Kultstatus genießt, fliegt es hierzulande bei vielen noch völlig unbemerkt unter dem Radar. Doch dieser Umstand lässt sich glücklicherweise ganz einfach beheben. Ihr müsst nicht erst ein Visum beantragen, um in den Genuss dieser brillanten Arbeitsplatzkomödie zu kommen. Der Streamingdienst Disney+ hat die Türen zur Abbott Elementary weit geöffnet und bietet Euch den perfekten Einstieg in den wilden Schulalltag.
Aktuell findet Ihr dort die kompletten ersten vier Staffeln zum ausgiebigen Serienmarathon. Zusätzlich stehen bereits die ersten acht Episoden der fünften Staffel für Euch bereit. Falls Ihr also noch nach einer intelligenten Alternative für Eure Feierabende sucht, solltet Ihr Euch schleunigst in die erste Reihe setzen. Die Schulglocke hat bereits geläutet und die nächste Lektion in Sachen brillanter Comedy wartet nur darauf, von Euch entdeckt zu werden.
Scream war gestern:
Diese modernen Horror-Hits knöpft sich „Scary Movie 6“ vor
Anstatt es mal wieder nur MacBook zu nennen, hat Apple beschlossen, dass es Zeit für etwas völlig Neues ist: das MacBook Neo. Das spiegelt sich nicht nur im Produkt und seinem Namen wider, sondern auch im Preis. Einen tragbaren Mac für 699 Euro hat es bei Apple noch nie gegeben. Der günstigste Apple-Computer war bisher der Mac mini. Noch beeindruckender ist, dass er für Studenten nur 599 Euro kostet. In jedem Fall liegt er Preis deutlich unter dem MacBook Air, dem nächsten Geschwistermodell.
Macbook Neo: Äußerlich ein echter Apple-Laptop
Wäre da nicht das farbenfrohe Aluminiumgehäuse, wäre es für einen normalen Menschen schwer, das MacBook Neo von einem MacBook Air zu unterscheiden. Es hat die gleiche Form und wiegt sogar exakt genausoviel. Das Neo ist jedoch etwas höher, dafür aber etwas weniger breit und tief. Mit anderen Worten: Auf dem Schreibtisch nimmt er weniger Platz ein, aber im Rucksack macht es aufgrund des Gewichts keinen wirklichen Unterschied.
Um noch einmal auf das Gehäuse zurückzukommen: Es ist schön zu sehen, dass Apple entdeckt hat, dass leuchtende Farben existieren und sogar für einen Mac verwendet werden können. Allerdings hätte ich gerne ein Cosmic Orange Neo gesehen. Beim nächsten Mal vielleicht.
Das MacBook Neo ist in vier Farben erhältlich Bildquelle: Apple
iPhone im Inneren
Auch das Innere des MacBook Neo ist beeindruckend – für ein 699-Euro-Notebook. Seit Apple seine eigenen Chips einsetzt, konnte das Unternehmen Geräte entwickeln, die in der Intel-Welt niemals möglich gewesen wären. Kein Lüfter, lange Akkulaufzeit, kein Ofen auf dem Schoß? Dank Apple Silicon geht das alles. Erinnert sich noch jemand an das 12″ MacBook? Keine Sorge, darauf kommen wir gleich zurück.
Im Inneren des MacBook Neo steckt ein A18 Pro, bekannt aus dem iPhone 16 Pro. Das Neo hat eine 5-Kern-GPU, einen weniger als das iPhone 16 Pro mit 6 GPU-Kernen. Die CPU bleibt mit zwei Leistungs- und vier Effizienzkernen unverändert. Der neue Laptop ist außerdem nur mit 8 GB Arbeitsspeicher ausgestattet, was auf die Beschränkung des iPhone-Chips zurückzuführen ist. Es ist durchaus möglich, dass zukünftige Versionen dieses Laptops einen A19 Pro erhalten, der 12 GB unterstützt. Frühestens aber auch erst beim nächsten Update.
All dies zeigt, dass dieser SoC aus einem Smartphone gut genug ist, um einen Mac-Laptop anzutreiben. Es gab bereits Vergleiche zwischen dem A18 Pro im MacBook Neo und dem aktuellen Mac Pro mit seinem alternden M2 Ultra. Der A18 Pro schlägt hier den Single-Core-Score im Geekbench locker. Nur ein M4 übertrifft den iPhone-Chip in dieser Hinsicht.
Aber auch das Multi-Core-Ergebnis ist kein Grund sich zu verstecken. Das MacBook Neo schlägt hier immer noch einen M1-SoC. Nicht schlecht für ein 700-Euro-Notebook und vollkommen ausreichend für die meisten normalen Käufer, die einfach nur im Internet surfen, die Apple Intelligence zur Korrektur ihrer Mails und Dokumente nutzen oder einfache Foto- und Videobearbeitung durchführen wollen. Natürlich müssen wir die Testberichte abwarten, um zu sehen, wo der Neo in Bezug auf die Leistung genau landet.
Ein neues 12″ MacBook ist es nicht
Ich erwähnte bereits, dass wir auf das 12-Zoll-MacBook zurückkommen werden. Viele Leute haben sich eine Rückkehr dieses Formfaktors gewünscht, aber das Neo war nie dazu bestimmt, das zu sein. Damals, im Jahr 2015, war das MacBook One, wie es von einigen aufgrund seines einzigen USB-C-Anschlusses genannt wurde, zwischen MacBook Air und Pro positioniert. Für 1.449 Euro. Es war ein Premium-Gerät mit einem Retina-Bildschirm in einem noch schlankeren Gehäuse als das Air.
Während es dank der Apple-eigenen Chips der M-Serie durchaus Platz für ein neues und wirklich schlankes 12-Zoll-MacBook geben könnte, ist es nicht das, was das Neo zu sein versucht. Es kann einfach nicht schlanker, leichter und billiger sein, ohne das aktuelle Air zu kannibalisieren. Vielleicht könnte das 4-Billionen-Euro-Unternehmen daran als nächstes arbeiten, für diejenigen, die einen noch dünneren und gleichzeitig leistungsstarken Mac-Laptop suchen.
Apple MacBook Neo in Zitrus Bildquelle: Apple
Für wen ist das MacBook Neo?
Das bringt uns zu der Frage, für wen dieser Laptop gedacht ist? Beginnen wir mit Preisgestaltung. Apple verkauft zwei Modelle des MacBook Neo. Das Basismodell für 699 Euro kommt mit einer 256 GB SSD, aber ohne Touch ID. Für 100 Euro mehr erhält man 512 GB und den Fingerabdrucksensor. Wenn Ihr mehr Arbeitsspeicher oder mehr Speicherplatz benötigt, verkauft Apple Euch gerne ein MacBook Air.
Touch ID und 512 GB Speicherplatz klingen nach einem guten Upgrade für das Neo. Mit 799 Euro ist es teurer als viele Chromebooks, aber Apple kann die Ökosystem-Karte ziehen. Insbesondere iPhone- und iPad-Nutzer sind hier die Zielgruppe, da macOS sich einfach perfekt integriert. Dieser Plan lässt sich auch auf der Apple-Website für das neue Notebook erkennen. Dort gibt es einen ganzen Abschnitt, in dem das Unternehmen erklärt, wie iPhone und Mac besser zusammenarbeiten.
Aber es ist nicht nur für die preisbewussten Käufer gedacht, die ihren ersten Ausflug in die Mac Welt machen wollen. Ich habe bereits von einer Reihe von Freunden gehört, die den Neo als Reisebegleiter bestellt haben, weil sie ihre teureren und leistungsfähigeren Macs lieber zu Hause lassen. Andere haben ihn bestellt, um einen Couch-Computer zu haben, mit dem sie abends im Internet surfen oder Videos anschauen können. Wer will da noch ein teureres iPad Air kaufen, das weniger kann?
Nicht ohne Kompromisse
Das alles soll nicht heißen, dass das MacBook Neo nicht eine lange Liste von Dingen mitbringt, die im Vergleich zu seinen teureren Geschwistern fehlen. Ein niedrigerer Preis bedeutet nun einmal Kompromisse. Es ist jedoch fraglich, ob sich die Zielgruppe für diese fehlenden Dinge interessieren wird.
MacBook Neo kommt mit zwei USB-C-Anschlüssen Bildquelle: Apple
Es gibt die bereits erwähnte Begrenzung von nur 8 GB RAM. Die Tastatur hat keine Hintergrundbeleuchtung. Es gibt kein Thunderbolt und nur einer der beiden USB-C-Anschlüsse unterstützt 10 Gb/s; der andere ist auf 480 Mb/s beschränkt. Dieser 10 Gb/s-Anschluss ist auch der einzige, der ein einzelnes externes Display mit maximal 4K60 unterstützt. Das interne Display unterstützt nur sRGB, nicht P3 Wide Color. Es fehlt auch True Tone. Die 1080p-Kamera hat kein Center Stage. Aber es gibt keine Notch im Display, was einige Nutzer vielleicht bevorzugen. Es gibt nur zwei anstelle von vier Lautsprechern und auch nur zwei anstelle von drei Mikrofonen. AirPods, die mit dem MacBook Neo verbunden sind, unterstützen kein Spatial Audio mit Head Tracking. Es gibt keine Schnellladefunktion und nur Wi-Fi 6E anstelle von Wi-Fi 7. Das Trackpad unterstützt Force Touch nicht, es klickt physisch, wenn man es drückt.
Noch einmal: All diese und noch einige weitere kleine Details sind für die potenziellen Käufer dieses Laptops wahrscheinlich nicht von Bedeutung. Es handelt sich um ein 700-Euro-MacBook, fast die Hälfte des Preises des MacBook Air.
Das vielleicht wichtigste Unterscheidungsmerkmal ist die Batterielaufzeit im Vergleich zum teureren 13″ Air. Laut Apple verkürzt sich das Surfen im Internet von 15 auf 11 Stunden. Beim Videostreaming verkürzt sich die Laufzeit um zwei Stunden auf 16 Stunden auf dem Neo. Aber selbst diese Zahlen dürften die Käufer dieses Notebooks nicht wirklich einschränken.
Fazit
Das MacBook Neo ist eine gute Möglichkeit für Apple, viele neue Käufer zu finden, die sich sonst ein Chromebook oder einen billigen Windows-PC zugelegt hätten. Aufgrund der steigenden Kosten für Arbeitsspeicher bleibt allerdings abzuwarten, wie lange diese Geräte billig sein oder überhaupt noch existieren werden. Das iPhone war die Einstiegsdroge, die diese Menschen in das Apple-Ökosystem brachte, und der Neo ist die nächste Geräteklasse auf der Liste.
Es ist auch ein besseres Angebot mit viel mehr Fähigkeiten als ein iPad. Das Basismodell des Tablets in Kombination mit einer Tastatur kostet 678 Euro – mit nur 128 GB Speicherplatz und einem 11-Zoll-Bildschirm. Da muss man sich schon fragen, wo das Tablet generell noch Käufer findet.
Es scheint, dass Mark Gurman Recht hatte, als er meinte, dass Apple mit den neuen Geräten in den nächsten Tagen und Wochen eine Menge Besucher in die eigenen Läden bringen wird. Das Interesse am MacBook Neo wird groß sein.
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