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Nextcloud im Praxistest: BESSER als Teams? | c’t 3003


Nextcloud gilt als Open-Source-Alternative zu Microsoft 365, Dropbox und Google Workspace – aber funktioniert das auch im Arbeitsalltag? c’t 3003 hat den Selbstversuch gemacht und zwei Wochen lang ausschließlich Nextcloud genutzt: für Videocalls, gemeinsame Textbearbeitung, Chat und Dateiverwaltung. Das Ergebnis: Die Performance stimmt, die Bedienung ist intuitiv, und die Installation auf einem NAS oder gemieteten Server dauert nur wenige Minuten.

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(Hinweis: Dieses Transkript ist für Menschen gedacht, die das Video oben nicht schauen können oder wollen. Der Text gibt nicht alle Informationen der Bildspur wieder.)

Guck mal hier, ich mache in Nextcloud Videocalls, bearbeite Tabellen mit mehreren Leuten gleichzeitig, schicke GIFs in den Chat mit meinen 3003-Kollegen und das Ganze sieht gut aus, ist einfach zu bedienen, Open Source und kostenlos. Hä? Hieß es nicht immer, dass es keine richtigen Alternativen zu Microsoft Teams gibt, beziehungsweise zu Slack, Zoom und Google Docs? Genau dieses Vorurteil wollen wir in diesem Video mal überprüfen. Dafür haben wir Nextcloud mehrere Wochen lang im 3003-Team verwendet und zwar ausschließlich. Wir haben wirklich alle Tools ersetzt, bei denen wir sonst Zeug von Microsoft, Dropbox und Google verwenden. Dabei haben wir zwei Nextcloud-Installationen getestet, einmal auf einem unserer Homeserver und einmal auf einem gemieteten Server bei einem Hoster. Die große Frage: Ist das Gefrickel? Ist das am Ende sogar besser als Teams? Wie installiert man das eigentlich? Bleibt dran, es wird überraschend.

Achso, ich wollte noch sagen, dass heise wieder die SecIT für Security-Profis anbietet, und zwar vom 18. bis 19. März hier in Hannover mit redaktionell kuratierten Vorträgen, Workshops und Deepdives und abends einer Party, zu der ich natürlich auch komme. Und da bin ich nicht der Einzige. SecIT 2026 live und in Farbe in Hannover. Ich bin dabei, ihr hoffentlich auch. Tickets unter secit-heise.de.

Also zuerst mal ganz kurz unser Nextcloud-Versuchsaufbau. Wir nutzen hier bei c’t 3003 bislang Microsoft Teams zur Kommunikation, also Chatten und Videocalls, Google Docs für Skripte und Dropbox zum Videospuren hin- und herschicken. All das haben wir durch Nextcloud ersetzt. Was wir nicht ersetzt haben, ist unsere E-Mail, einfach weil die von unserem Arbeitgeber heise administriert wird. Da kommen wir also nicht ohne Weiteres ran und das können wir nicht einfach verändern.

Jetzt aber erstmal, warum ist das denn überhaupt so ein Thema? Also zum Beispiel reden ja viele gerade vom Digital Independence Day, der von Organisationen wie dem ja sehr renommierten CCC ins Leben gerufen wurde. Warum soll man denn überhaupt wegwollen von US-Diensten? Ja, das ist ganz einfach. Seit dem sogenannten CLOUD Act darf die US-Regierung alle US-Unternehmen, also Microsoft, Google, Apple, Dropbox und so weiter, dazu verpflichten, Kundendaten herauszugeben. Und zwar auch dann, wenn die Server gar nicht in den USA stehen, sondern zum Beispiel in Europa. Und solche Datenanfragen sind oft noch mit sogenannten Gag-Orders verbunden. Das heißt, Microsoft und Co. dürfen mich als Kunden gar nicht darüber informieren, dass sie gerade meine Daten herausgegeben haben. Ja, das leuchtet vermutlich allen Menschen in Europa ein, egal wie politisch ausgerichtet man so ist, dass das ein Problem ist.

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Kurze Meinung von mir, bevor es wieder auf die Technikebene geht. Mir ist völlig unklar, wie die bayerische Landesregierung unter diesen Bedingungen planen kann, einen fünfjährigen Vertrag mit Microsoft zu schließen, der fast eine Milliarde Euro schwer ist. Alle anderen Bundesländer haben sich auf den Deutschland-Stack geeinigt, bei dem Open Source zumindest priorisiert werden soll. Naja, und ich finde auch, Unternehmen sollten mal gucken, ob man sich wirklich ausschließlich auf US-Big-Tech-Produkte verlassen will.

So, jetzt geht es wieder ganz konkret um Nextcloud. Und zwar erstmal die Beobachtungen von mir als Anwender, was ich jetzt in den ersten Wochen mit Nextcloud so für Erkenntnisse hatte. Wir werden zu unserem Langzeiturteil nochmal ein eigenes Video machen, wir werden da noch viel mehr ins Detail gehen. Wenn ihr sowas jetzt schon lesen wollt, empfehle ich euch diesen Artikel hier auf heise+, der ist auch in der Beschreibung verlinkt. Achso, und wie man die Nextcloud aufsetzt, sowohl bei sich zu Hause als auch beim Hoster, das erklärt Lukas gleich auch noch ausführlich.

So, direkt der erste Start funktionierte wirklich erstaunlich smooth. Lukas hatte uns allen so einen Link geschickt mit so einem Starter-Passwort, da klickt man drauf, gibt ein Passwort ein, ändert das Passwort, kann auf Wunsch einen zweiten Faktor aktivieren und dann ist das schon alles fertig. Und wenn man da dann drin ist zum ersten Mal, sieht man die einzelnen Bestandteile hier oben, der Nextcloud. Die einzelnen Komponenten kann Lukas als Admin natürlich beliebig an- und ausschalten. Zuerst mal das Dashboard mit den letzten verwendeten Dateien und halt die anstehenden Termine. Hier gibt es Nextcloud Talk, da kann man a) per Text kommunizieren und b) Videocalls machen. Und hier sind die Dateien, also das, was woanders OneDrive oder Dropbox heißt. Und wenn die Dateien Office-Dokumente sind, dann kann man die natürlich auch direkt editieren, wenn man da drauf klickt. Dahinter steckt dann standardmäßig Collabora Online, das ist quasi die Online-Version von LibreOffice.

Ja und hier gibt es einen eigenen Bereich für Fotos, da alle Aktivitäten, also was so passiert ist. Mail, da könnte man einen IMAP-Server verbinden. Hier dann noch Kontakte, Termine, Notizen, Aufgaben und wie ich finde sehr praktisch Deck. Das sind so Kanban-Boards, so schön zum Hin- und Herschieben. Ja und weil wir das selbst administrieren, gibt es auch noch eine Doom-Version. Ist ja auch sonst langweilig mit dem ganzen Bürokram. Doom hatte Lukas hier im Nextcloud-App-Store gefunden. Da gibt es noch sehr viele andere Sachen, die man einfach so dazu installieren kann.

Was ich direkt super nice finde, das läuft auf einer eigenen Domain. Das heißt, wenn ihr mit eurem Einrad-Hockey-Verein Nextcloud zur Kommunikation nutzen wollt, dann läuft das Ding zum Beispiel auf nextcloud.einradhockeyvereinerlangen.de und euer berufliches Nextcloud läuft dann zum Beispiel auf schraubenfabrik.de. Und ich finde das durchaus ziemlich elegant, dass ihr dann unterschiedliche Nextclouds in unterschiedlichen Browser-Tabs haben könnt. Also quasi unendlich viele. Bei Teams geht das nicht, wenn ihr das im Browser benutzt, da müsst ihr euch dann ausloggen und wieder einloggen mit dem jeweils anderen Account. Ja, ich weiß, mit der Teams-Desktop-App kann man switchen, aber ich benutze halt gern Browser, weil ich auch gerne Linux benutze und da gibt es keinen Teams-Client.

Ja, und jetzt zum Talk-Bereich, also wo man mit Leuten kommuniziert. Da fand ich direkt die Schwuppdizität echt gut, also das hat alles angenehm schnell reagiert. Fand ich überall bei Nextcloud übrigens, also da ist mir nie irgendwas Lahmes aufgefallen. Also sowohl bei der auf dem Homeserver gehosteten Version als auch bei der im Rechenzentrum. Ja, und bei Nextcloud Talk kann man halt chatten und GIFs schicken und Umfragen, was man so kennt und was man so braucht. Und der Chat unterstützt auch YouTube-Link-Vorschauen, das ist so ein Spezialärgernis von mir, wenn das nicht geht. Geht da aber.

Ja und klar, man kann auch zum Beispiel ein Doc oder ein ODT schicken im Talk und da können dann alle drin rumeditieren. Natürlich auch gleichzeitig. Guck mal, wie schön das klappt mit unterschiedlichen Farben und Namen am Cursor. Also nice. Klar, das sieht alles etwas rudimentärer aus als Office oder Google Docs. Aber ich muss sagen, alle Funktionen, die ich bislang gebraucht habe, habe ich sofort gefunden. Die waren auch vorhanden, also zum Beispiel sowas wie Änderungen markieren oder auch Notizen in das Dokument reinmachen. Ich habe da nichts zu beanstanden gehabt. Außer manchmal so optischen Kleinigkeiten, dass manchmal, wenn man einen Text markieren wollte, dass man das nicht richtig gesehen hat. Aber das war auch immer nur kurzzeitig, solche Sachen. Ich habe auch so Tests gemacht, wie so einen Riesenblock Text reinpasten und sofort den Browser zumachen und hat gar keine Probleme verursacht. Wurde alles zuverlässig gespeichert. Das ist natürlich das allerärgerlichste bei so kollaborativen Office-Plattformen, dass irgendwelche Sachen verschwinden. Ist uns bislang nicht passiert.

Ja, und Videomeetings haben wir auch ziemlich intensiv getestet. Die Bildqualität fand ich meistens tiptop und auch meistens ruckelfrei. Und das hat die üblichen Funktionen, die man so kennt. Also unscharfer Hintergrund oder Hintergrund austauschen, hat auch direkt so tolle Hintergrund-Voreinstellungsbilder. Hier so geil, oh, Raumschiff. Also bis ungefähr vier bis fünf Leute geht das alles problemlos, auch auf der selbst gehosteten Nextcloud. Aber ab dann braucht man so ein sogenanntes High-Performance-Backend. Das war bei unserer Hetzner-Installation direkt mit drin. Musste man nicht extra installieren. Und das Ding tut, was es soll. Also da ging das auch mit mehr Leuten im Call. Aber so Aussagen zur generellen Stabilität der Videocalls im Vergleich zu Microsoft Teams, das finde ich wirklich noch schwierig. Dafür würde ich gerne noch deutlich mehr Meeting-Erfahrung sammeln. Machen wir ja alles noch und da gibt es ja dann auch so ein Langzeit-Test-Video.

Cool finde ich auf jeden Fall, dass ich allen Leuten, also auch Externen, einfach einen eigenen Link mit unserer Domain schicken kann. Und dann klicken die das an und dann kann man sofort videocallen. Das finde ich viel souveräner, als so einen schnöden Microsoft- oder Zoom-Link zu verschicken.

Ja, das Gleiche gilt auch für die Dateiverwaltung. Das ist ja die klassische ursprüngliche Funktion von Nextcloud. Da kann ich einfach externen Leuten einen Link schicken und dann können die Leute da Dateien hochladen, ohne Anmeldung. Also auch so riesig große 4K-Videodateien. Das ist tatsächlich was, was wir häufig brauchen, dass man sowas durch die Gegend schicken will. Also auch von externen Leuten. Wenn man das halt selbst hostet, ist die Größe nur durch die angeschlossenen Datenträger begrenzt. Also man kann da riesige Dateien drauf speichern und rumschicken. Ich habe den Nextcloud-Client auch auf meinem Handy installiert und da eingestellt, dass alle Fotos und Videos direkt im Hintergrund hochgeladen werden sollen. Also quasi als Backup. Ja, und wenn ich meinen Kollegen für ein c’t-3003-Video einen Schnipsel geben will, gebe ich den einfach frei. Das ist ja dann alles schon in die Nextcloud hochgeladen. Funktionierte in meinen Tests einwandfrei. Für Desktops gibt es auch einen Client, der zumindest bei meinen Tests auch problemlos funktioniert hat. Und man kann hier, das fand ich super, auch unterschiedliche Accounts parallel verwenden. Hier, guck mal, dieser Ordner hier bei mir auf der SSD ist mit der lokal gehosteten Nextcloud-Instanz synchronisiert, dieser mit der im Rechenzentrum.

Also von mir erstmal nichts zu meckern, aber wie gesagt, wir nutzen das weiter und machen noch einen Langzeittest.

So, jetzt aber zu Lukas und wie man das Ganze installiert.

An sich ist das relativ einfach. Wenn ihr eure Daten wirklich komplett bei euch zu Hause haben wollt, dann könnt ihr das auf eurem Homeserver oder Raspi installieren. Also klar, Raspi dann eher als Dropbox-Alternative und maximal ein bisschen Textverarbeitung. Auf dem NAS hier mit einer dicken CPU und 8 GB RAM läuft das aber wirklich stabil und hat bei uns keine Performance-Probleme gehabt, auch im Videocall zu fünft. Alternativ geht natürlich auch die Installation auf einem gemieteten Server in der Cloud, dazu sage ich gleich noch mehr.

An sich läuft die Installation aber bei beiden Möglichkeiten ziemlich ähnlich. Am einfachsten ist es, Nextcloud per Docker zu installieren. Nextcloud bietet dafür eine All-in-One-Lösung, da ist dann alles drin, also Nextcloud selbst, die Datenbank, ein Webserver, sogar automatische Updates. Ihr startet einfach einen Docker-Container und der Rest passiert von allein. Für Einsteiger ist das echt die beste Option. Auf dem NAS habe ich eine virtuelle Maschine laufen mit Ubuntu Server und da dieses All-in-One-Image verwendet, dann über das Terminal Docker installiert und mit diesem Befehl Nextcloud. Dann öffnet ihr den Browser über die Domain, die euch hier angezeigt wird, und bekommt dann so eine Wortreihenfolge, die ihr für den ersten Login ins Admin-Konto verwendet. Ja, das hat keine fünf Minuten gedauert, bis ich die ersten Dateien in unsere Nextcloud hochladen konnte.

Wichtig beim Homeserver: Ihr müsst euch Gedanken machen, wie ihr von außen auf eure Cloud zugreifen wollt, also außerhalb von eurem Heimnetzwerk. Dafür braucht ihr entweder eine feste IP-Adresse, einen dynamischen DNS-Dienst oder einen Tunnel wie Tailscale, Pangolin oder Cloudflare. Da gehe ich jetzt nicht im Detail drauf ein, das wäre ein eigenes Thema.

Wenn ihr Nextcloud nicht zwingend auf eurem eigenen Server hosten wollt, wird das Ganze aber definitiv bequemer, wenn ihr euch so einen Virtual Private Server mietet, also Rechenleistung direkt in der Cloud. Weil da habt ihr direkt eine feste IP-Adresse dabei, die dann natürlich offen im Netz hängt. Solche Server gibt es bei verschiedenen Anbietern wie Hetzner, IONOS, Strato etc. schon ab ein paar Euro im Monat. Ich habe das für unseren Test hier mal bei Hetzner mit diesem Paket ausprobiert, also 4 vCPUs, 8 GB RAM, 160 GB SSD und dann nochmal 50 GB extra rangemountet. Das kostet 12,50 Euro im Monat plus 5 Cent pro extra Gigabyte Speicher, den wir da noch dranhängen.

An der Stelle könnt ihr auch direkt eure Firewall konfigurieren. Ihr solltet den Port 22 für SSH-Zugang öffnen und verwendet unbedingt Key-basierte Authentifizierung und gebt am besten nur eure IP dafür frei, dann noch die Ports 443 und 80 aufmachen und dann noch UDP-Port 3478 für Nextcloud Talk. Für die Einrichtung vom All-in-One braucht ihr auch noch Port 8080, den könnt ihr aber wieder zumachen, wenn Nextcloud dann läuft.

Die Server stehen in dem Fall in Nürnberg, kleinere Pakete würden für kleinere Anwendungsfälle auch funktionieren, aber 8 GB RAM machen schon Spaß, wenn ihr das eben auch für Office und so verwenden wollt oder einen Call machen.

Apropos Calls: Wenn ihr da mehrere Leute seid, also so ab 4–5 aufwärts, braucht ihr unbedingt ein High-Performance-Backend, also einen extra Server, der das Video im Hintergrund verteilt, damit nicht alle für jeden einzeln ihre Videostreams hochladen müssen. Das installiert Nextcloud im All-in-One-Paket auf den Virtual Private Servern, also den Servern, die wir gerade angemietet haben. Also seid ihr da wirklich direkt startklar.

Die Installation auf einem VPS läuft ähnlich wie auf dem Homeserver. Hier habe ich jetzt mal Debian verwendet und dann Docker installiert. Ihr zieht euch das Nextcloud-AIO-Image und konfiguriert das Ganze. Der Vorteil: Ihr habt eine feste IP, eine fette Anbindung an das Internet und müsst euch nicht mit dem Upload eurer heimischen Internetleitung rumschlagen. Das sind ja meistens nur 50 Mbit.

Es gibt übrigens auch Managed-Nextcloud-Angebote, wo ihr euch um gar nichts kümmern müsst. Das ist dann quasi wie Dropbox oder Teams, nur dass die Daten in einem deutschen Rechenzentrum liegen. Kostet natürlich mehr, aber für Leute, die halt keine Lust auf Administration haben, ist das eine Option. IONOS bietet das komplett administriert an, da haben meine Kollegen Holger und Stefan gerade einen Artikel drüber gemacht, verlinken wir euch in der Beschreibung.

So, jetzt läuft Nextcloud, die einzelnen Container auch, und jetzt erstmal einloggen. Und dann seht ihr hier schon das Dashboard. Das könnt ihr später auch noch personalisieren, aber erstmal in die Einstellungen und dann unter „Konto“ weitere Benutzer hinzufügen. Ihr könnt hier auch Gruppen erstellen, das ist praktisch, wenn ihr zum Beispiel einen Ordner oder Dateien für die ganze Familie oder das Team freigeben wollt.

Dazu noch ein Tipp: Wenn ihr Nextcloud für ein Team nutzt, dann arbeitet nicht mit normalen Freigaben, sondern nutzt die Team Folders. Die findet ihr über den eingebauten App-Store. Der Speicherplatz in diesen Team-Ordnern wird nämlich nicht von dem privaten Kontingent der Nutzer abgezogen. Also, wenn ihr da nochmal 100 GB an Speicher für ein Team geben wollt, dann könnt ihr das da zentral einstellen.

Und dann solltet ihr euch auf jeden Fall auch noch die anderen Apps angucken. Nextcloud hat nämlich einen eigenen App-Store und da gibt’s echt viel Zeug: Kalender, Kontakte, Notizen, Aufgaben, Videokonferenzen mit Nextcloud Talk, eine Office-Suite namens Nextcloud Office, die auf Collabora basiert und natürlich auch Doom. Die Apps da sind alle kostenlos und ihr installiert die einfach mit einem Klick. Bei einigen braucht ihr dann aber einen API-Key, also zum Beispiel hier für GIFs oder auch wenn ihr eine KI einbinden wollt.

In der All-in-One-Lösung sind aber die wichtigsten Apps schon vorinstalliert. Nextcloud könnt ihr, wie ihr seht, ja komplett im Browser verwenden. Für Desktop, Smartphones und Tablets gibt’s aber auch Apps. Und zwar nicht nur eine, sondern noch extra Apps für Talk – das ist dann der komplette Messenger-/Teams-Ersatz –, Notizen und Kochbuch. Über diese Apps könnt ihr euch dann Nextcloud auch direkt im Dateimanager anzeigen lassen und Auto-Sync für ausgewählte Ordner aktivieren. Dafür ist das ganz nice, aber insgesamt finde ich die Nutzung über den Browser schon deutlich schöner, hat Keno am Anfang ja auch schon gesagt.

Und eine Sache noch: Ihr habt ja wahrscheinlich schon Daten bei anderen Cloud-Diensten, also Google, Dropbox oder Microsoft, und die müsst ihr ja irgendwie in eure Nextcloud bekommen. Und das ist zum Glück relativ easy. Dateien könnt ihr einfach runterladen und dann in euren Nextcloud-Ordner packen, der Client synchronisiert das dann hoch. Bei größeren Datenmengen ist es aber schneller, das direkt auf dem Server zu machen, also per SFTP oder so. Für Kalender und Kontakte exportiert ihr die Daten als ICS- bzw. VCF-Dateien und importiert die in die entsprechenden Nextcloud-Apps. Google und Microsoft bieten dafür auch extra Exportfunktionen an.

Ja, super, danke Lukas. Nextcloud ist auf jeden Fall eine Alternative zu den Produkten der US-Big-Tech-Unternehmen. Diese Aussage traue ich mir auch schon vor unserem Langzeittest zu. Das User-Interface ist jetzt nicht das Allerschönste, das ich jemals gesehen habe, aber ich muss sagen, ich habe es mir viel schlimmer vorgestellt. Ich finde das alles ganz angenehm reduziert und ich war auch echt positiv von der Schwuppdizität überrascht. Das lief alles ziemlich geschmeidig und grobe Bugs sind mir in den ersten Wochen auch nicht untergekommen, von den erwähnten Kleinigkeiten mal abgesehen, also dass einmal die Textmarkierungen in der Online-Textverarbeitung nicht angezeigt wurden zum Beispiel. Aber für mich, und das war eigentlich die größte Erkenntnis, fühlte sich das Experiment nicht so an, als müsste ich irgendwie für unsere digitale Souveränität Opfer bringen oder so, sondern ich habe gerne mit Nextcloud gearbeitet. Also bislang, mal sehen, ob das so bleibt. Ja, wie seht ihr das? Habt ihr Nextcloud auch auf der Liste oder nutzt ihr das sogar schon? Mich interessiert wirklich eure Meinung dazu. Gerne in die Kommentare schreiben, abonnieren und ja, tschüss.

c’t 3003 ist der YouTube-Channel von c’t. Die Videos auf c’t 3003 sind eigenständige Inhalte und unabhängig von den Artikeln im c’t Magazin. Die Redakteure Jan-Keno Janssen, Lukas Rumpler, Sahin Erengil und Pascal Schewe veröffentlichen jede Woche ein Video.


(rum)



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Künstliche Intelligenz

Google mietet für viel Geld Rechenleistung bei Musks SpaceX


Elon Musks Unternehmen SpaceX wird in den kommenden Jahren jeden Monat 920 Millionen Dollar von Google für vermietete Rechenleistung kassieren. Google braucht die Computerkapazität für seine Dienste mit Künstlicher Intelligenz. Die Vereinbarung läuft von Oktober dieses Jahres bis Ende Juni 2029. In einem ähnlichen Deal bezieht auch die KI-Firma Anthropic für 1,25 Milliarden Dollar pro Monat in einem mehrjährigen Deal Rechenleistung von SpaceX.

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Musk ließ in SpaceX seine eigene KI-Firma xAI aufgehen, für die mehrere Rechenzentren gebaut wurden. Nach der vor einigen Wochen bekanntgegebenen Abmachung mit Anthropic erklärte er, dass für die KI-Aktivitäten von SpaceX eines der Rechenzentren ausreiche. Bei xAI und nun SpaceX wird der KI-Chatbot Grok entwickelt, der weniger genutzt wird als ChatGPT von OpenAI, Anthropics Claude und Googles Konkurrenzsoftware Gemini.

Indem Musk Anthropic und Google dringend benötigte Rechenleistung vermietet, hilft er den Unternehmen zugleich im Wettbewerb mit dem Konkurrenten OpenAI, gegen den er als einstiger Mitgründer seit Jahren eine Fehde führt. KI-Infrastruktur ist teuer: Google stellte allein für dieses Jahr Kapitalinvestitionen von bis zu 190 Milliarden Dollar in Aussicht, die vor allem in Rechenzentren gehen sollen.

SpaceX will kommende Woche an die Börse gehen und strebt dabei eine Gesamtbewertung von 1,7 Billionen Dollar sowie Rekordeinnahmen von 75 Milliarden Dollar an. Die reinen Geschäftszahlen von SpaceX stehen in einem krassen Kontrast zu dem angestrebten Börsenwert – die Anleger sollen eher für die Hoffnung auf künftige Erfolge zahlen. So gab es im vergangenen Jahr rote Zahlen von rund 4,94 Milliarden Dollar bei einem Umsatz von 18,67 Milliarden Dollar. Allein schon die Vermietung der Rechenzentren wird diese Zahlen deutlich aufbessern.

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(nie)



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TK-Markt 2025: DSL verliert massiv, Gigabit- und Glasfaser-Boom hält an


Die Bundesnetzagentur zieht Bilanz: Rasant wachsende Datenmengen und der Glasfaserausbau treiben den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandel an. Das zeige der am Freitag veröffentlichte Jahresbericht Telekommunikation 2025. Das digitale Leben der Menschen in Deutschland verlagert sich demnach beständig in Richtung Hochgeschwindigkeitsnetze und internetbasierte Kommunikation. Getragen wird diese Entwicklung von einer weiterhin hohen Investitionsbereitschaft der TK-Unternehmen.

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Insgesamt flossen im vergangenen Jahr laut dem Report rund 15,3 Milliarden Euro an Sachinvestitionen in die Infrastruktur. Der Wert ist genauso hoch wie 2024. Der Fokus lag dabei weiterhin auf dem Ausbau der Mobilfunk- und Glasfasernetze, um dem stetig wachsenden Datenhunger gerecht zu werden.

Besonders deutlich wird der Strukturwandel beim Blick auf die stationären Internetanschlüsse. Verbraucher verlangen nach immer höheren Bandbreiten, langsame Leitungen werden zum Auslaufmodell. Die Zahl der Verträge mit einer maximalen Download-Geschwindigkeit von unter 100 MBit/s schrumpfte im Vergleich zu 2024 von 17,1 auf 15,2 Millionen. Im Gegenzug kletterte die Anzahl der schnelleren Anschlüsse von 21,5 auf 23,6 Millionen. Drei Millionen Haushalte und Unternehmen nutzen inzwischen echte Gigabit-Geschwindigkeiten von mindestens 1000 MBit/s, nachdem es im Vorjahr erst 2,5 Millionen waren.

Als stärkster Motor dieser Dynamik erwies sich 2025 die echte Glasfaser. Die Zahl der aktiv genutzten FTTH- und FTTB-Anschlüsse kletterte innerhalb von zwölf Monaten um mehr als eine Million auf 6,4 Millionen. Damit wächst auch der Anteil der Glasfaser am deutschen Festnetz-Breitbandmarkt spürbar von 13,7 auf 16,5 Prozent. Dieser Erfolg geht zulasten der klassischen DSL-Technologie, deren Marktanteil im gleichen Zeitraum von 61,1 auf 58,5 Prozent zurückging.

Innerhalb der Glasfaser-Kategorie dominiert die Variante FTTH, bei der die Leitungen direkt bis in die Wohnung führen, mit 5,2 Millionen aktiven Anschlüssen. Die restlichen 1,2 Millionen entfallen auf FTTB-Verbindungen, die im Keller enden. Rechnet man die bereits verlegten, aber noch nicht aktivierten Leitungen hinzu, ist das Potenzial deutlich größer: Die Zahl der vorbereiteten FTTH-Anschlüsse lag Ende 2025 bei 7,1 Millionen, bei FTTB waren es 3,3 Millionen.

Parallel zum Netzausbau stiegen die übertragenen Datenmengen. In den deutschen Festnetzen rauschten 2025 enorme 175 Milliarden Gigabyte (GB) durch die Leitungen. Umgerechnet bedeutet das, dass ein durchschnittlicher Breitbandanschluss pro Monat rund 376 GB an Daten verbraucht – ein Plus von 54 GB gegenüber dem Vorjahr. Im Mobilfunk stieg das mittlere Datenvolumen pro aktiver SIM-Karte und Monat um 13 Prozent auf rund 8,4 GB. Insgesamt verarbeiteten die inländischen Mobilfunknetze im Laufe des Jahres ein Datenvolumen von 10,9 Milliarden GB.

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Dieser massive Datenstrom erklärt sich nicht zuletzt durch ein verändertes Kommunikationsverhalten, das die klassische Telefonie und die gute alte SMS immer weiter an den Rand drängt. Die Zahl der herkömmlichen Gesprächsminuten im Festnetz brach von 57 auf 47 Milliarden ein. Auch im Mobilfunk gab es einen Rückgang von 148 auf 132 Milliarden Minuten.

Demgegenüber boomen Messenger- und Videokonferenzdienste. 19,6 Milliarden reine Sprachanrufe wurden 2025 über solche internetbasierten Apps gestartet, was einem Plus von elf Prozent entspricht und ein Gesamtvolumen von 198 Milliarden Minuten generierte. Dazu kamen 9,5 Milliarden Videoanrufe mit zusammen 188,5 Milliarden Minuten. Bei den Kurznachrichten zeigt sich die Verschiebung noch drastischer: Während das SMS-Aufkommen von 5,2 auf 2,9 Milliarden Nachrichten abstürzte, wurden über WhatsApp, iMessage, Signal & Co. 913,5 Milliarden Sofortnachrichten versandt. Das entspricht etwa 13 Nachrichten pro Nutzer an jedem Tag.

Ein zentrales Werkzeug für Sicherheitsbehörden und die Verfolgung von Rechtsverstößen stellt die Bestandsdatenauskunft dar, über die TK-Anbieter Informationen zu ihren Kunden herausgeben müssen. Das zugehörige zentrale Auskunftssystem verzeichnete voriges Jahr eine anhaltend hohe Relevanz, da die Abfragen von Polizei, Zoll und Justizbehörden zur Identifizierung von Anschlussinhabern fester Teil der täglichen Ermittlungspraxis sind.

2025 beantwortete die Regulierungsbehörde insgesamt rund 35,11 Millionen Ersuchen nach Bestandsdaten über das automatisierte Auskunftsverfahren (AAV). Dies entspricht durchschnittlich etwa 96.200 Ersuchen pro Tag. 2022 liefen dagegen „nur“ 23 Millionen Abfragen über das System. 2021 hatten sich Bund und Länder auf Bestimmungen geeinigt, mit denen die Regeln für die Auskunft an die Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts angepasst und teils etwas eingeschränkt werden sollten.

Die Zahl der schriftlichen Beschwerden zu unerlaubter Telefonwerbung belief sich im vorigen Jahr auf 39.628. Das ist ein Anstieg von etwa sechs Prozent im Vergleich zu 2024. Nach dem deutlichen Rückgang des Aufkommens 2023 verzeichnet der Regulierer hier so „eine negative Trendumkehr“.

Lisia Mix-Bieber vom Bundesverband Breitbandkommunikation (Breko) warnt, dass die Zahlen der Bundesnetzagentur zum Glasfaserausbau die angespannte Marktlage beschönigten. Hohe Kosten, Verdrängungswettbewerb und fehlende Planungssicherheit belasteten die Branche. Erstmals seit zehn Jahren stagnieren die Investitionen der Wettbewerber. Da die Deutsche Telekom diese Lücke nicht füllen könne, fordert der Breko investitionsfreundliche Rahmenbedingungen von der Politik. Zudem kritisiert Mix-Bieber den mangelnden Wettbewerb im Mobilfunk, wo große Netzbetreiber weiter dominierten.


(nie)



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GoPro wankt, Kamera-Markt boomt – die Fotonews der Woche 23/2026


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English.

It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Manchmal reicht ein Blick in die Quartalszahlen, um zu verstehen, wie ernst die Lage ist. GoPro hat in einer Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC „erhebliche Zweifel“ am eigenen Fortbestand geäußert – und das ist keine Floskel. Im ersten Quartal 2026 sank der Umsatz um 26 Prozent auf 99 Millionen Dollar, der Kameraabsatz brach um 29 Prozent ein. Die Bruttomarge stürzte von 32,1 auf katastrophale 4,3 Prozent ab, der Nettoverlust belief sich auf 81 Millionen Dollar. Zum Vergleich: Als GoPro 2014 an die Börse ging, war das Unternehmen fast vier Milliarden Dollar wert. Heute sind es 200 Millionen.

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Das Titelbild der Ausgabe 03 2026 des Foto-Magazins c't Fotografie

Das Titelbild der Ausgabe 03 2026 des Foto-Magazins c't Fotografie

(Bild: 

heise

)

Lange Zeit war GoPro das Synonym für „Action“ schlechthin – ohne den kleinen Würfel auf dem Helm war kein Mountainbike-Video komplett. Nun aber hat das Unternehmen in seinen Quartalsunterlagen bei der US-Börsenaufsicht SEC etwas formuliert, was Aktionären die Tränen in die Augen treibt: „substantial doubt“ an der eigenen Fortführungsfähigkeit. Auf Deutsch: Man weiß in San Mateo gerade nicht so genau, ob es das Unternehmen in der bisherigen Form in zwölf Monaten noch geben wird.

Die Gründe sind eine fast lehrbuchhafte Mischung: sinkende Stückzahlen, ein gnadenloser Preiskampf mit DJI und Insta360 sowie – und das ist die unerwartete Pointe – die derzeit explodierenden Preise für Speicherchips. Wenn der NAND-Flash teurer wird, schmerzt das einen Hersteller, dessen Marge ohnehin schon dünn ist. Im ersten Quartal stand unter dem Strich erneut ein Verlust, und das Management deutet bereits an, Geschäftsbereiche „signifikant zu reduzieren, umzustrukturieren oder einzustellen“. Das klingt nach Vokabular, das man als Mitarbeiter ungern in einem Meeting hört.

Ob am Ende ein Käufer einsteigt, eine Restrukturierung kommt oder GoPro doch noch die Kurve kriegt, ist offen. Klar ist nur: Wer noch eine Hero im Schrank hat, sollte sie gut behandeln, sie könnte irgendwann Sammlerwert bekommen.

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Während GoPro also den Notarzt ruft, sieht es in den Bilanzen der klassischen Kamerahersteller erstaunlich rosig aus. Die jüngsten Statistiken der japanischen Camera & Imaging Products Association (CIPA) für April zeigen erneut Wachstum, sowohl bei Stückzahlen als auch beim Wert. Besonders Kompaktkameras legen weiter zu, und das ist tatsächlich keine Nostalgie-Statistik mehr, sondern ein handfester Trend: Die Generation TikTok hat die kleinen Knipsen als stilbildendes Lifestyle-Accessoire entdeckt, was Fujifilm seit Monaten mit Lieferzeiten quittiert, die an die Pandemie-Jahre erinnern.

Spannend ist allerdings ein Detail: Innerhalb der Spiegellosen ging eine Kategorie zurück – die günstigeren APS-C-Einsteigermodelle verlieren Anteile zugunsten von Vollformat. Mit anderen Worten: Wer eine „richtige“ Kamera kauft, greift inzwischen direkt zur teureren Variante. Das mag den Branchenumsatz freuen, lässt aber die Frage offen, wo eigentlich der Nachwuchs herkommen soll, wenn der Einstieg immer teurer wird. Vielleicht ja über die wiedererstarkten Kompakten – ein hübscher Kreislauf.

Pünktlich zum 20. Geburtstag werden bei den Sony World Photography Awards 2027 ein paar Regeln neu sortiert. Es gibt überarbeitete Kategorien, neue Preisstrukturen und – wenig überraschend – verschärfte Hinweise zum Umgang mit KI-generierten Inhalten. Wer sich noch an den Eldagsen-Eklat von 2023 erinnert, genau dort hat Sony offenbar dazugelernt. Eingereicht werden kann ab sofort, und für ambitionierte Hobbyfotografen lohnt sich der Blick in die „Open“-Kategorie, in der einzelne Bilder zählen – keine ganzen Serien wie bei den Profis.

Apropos Demokratisierung der Fotografie: Bei den World Food Photography Awards 2026 hat ein achtjähriger Junge namens Ariel Owliaei den Hauptpreis in seiner Altersklasse gewonnen – aufgenommen mit einem Smartphone. Und seien wir ehrlich: Wer schon einmal versucht hat, ein appetitliches Foto von Spaghetti Bolognese hinzubekommen, ohne dass es aussieht wie eine Tatortaufnahme, weiß, dass das keine Kleinigkeit ist.

Die Awards zeigen einmal mehr, dass das beste Bild eben nicht aus der teuersten Kamera kommt, sondern vom Fotografen mit dem besten Auge. Eine beruhigende Botschaft in einer Woche, in der die Branche zwischen Quartalszahlen, Insolvenzängsten und Speicherpreis-Diskussionen kurz vergessen hatte, worum es eigentlich geht: ums Bild.

Der IMAX-Film „American Amazon“, der im November 2026 weltweit startet. Vier Jahre lang dokumentierte Fotograf Mac Stone die Sümpfe und Wälder im Südosten der USA – eine biologische Schatzkammer, die kaum jemand kennt. 2000 Jahre alte Zypressen, Schwarzbären und die sozialsten Greifvögel der Welt: Stone zeigt, dass man nicht ins Amazonasgebiet reisen muss, um Wildnis zu erleben. Sein gleichnamiges Buch bei teNeues ist vorbestellbar und ab Ende Juni erhältlich.

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(tho)



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