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Entwicklung & Code

Virenjagd: VirusTotal flexibler nutzen per Kommandozeile


Googles Online-Dienst VirusTotal (VT) ist die wohl beliebteste Anlaufstelle für Malware-Scans durch Privatanwender wie auch Profis. Über das Webinterface kann man einzelne Dateien oder verdächtige URLs mit wenigen Klicks übermitteln. VT durchleuchtet sie mit Scan-Engines mehrerer Anbieter, führt zusätzlich dynamische und statische Analysen durch und bündelt alle Informationen in einem ausführlichen Report.

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Jenseits einfacher Anwendungsfälle stößt die grafische Oberfläche des Dienstes jedoch schnell an ihre Grenzen. Zum Beispiel dann, wenn Sie bei akutem Schadcode-Befall möglichst zügig nicht nur eine einzelne Datei, sondern gleich den Inhalt eines ganzen Ordners scannen wollen. Oder wenn Sie im Zuge einer Kompromittierung wissen möchten, ob einige der verdächtigen IP-Adressen aus Ihren Logfiles bereits bei früheren VT-Analysen aufgetaucht sind.

Das „VirusTotal Command-Line Interface“, kurz: vt-cli erspart Ihnen in solchen Situationen zeitraubende Einzel-Uploads beziehungsweise -Suchanfragen. Das auf der Kommandozeile basierende Hilfstool entkoppelt die VirusTotal-Funktionen vom Webinterface, indem es direkt auf das zugrundeliegende API zugreift. So können Sie mittels einfacher Terminal-Befehle die von VT gewohnten Scan- und Suchfunktionen nutzen und überdies den Output Ihren individuellen Bedürfnissen anpassen.

Wie Sie mit dem für Linux, Windows und macOS verfügbaren Gratis-Tool schnelle Batch-Scans umsetzen, Ergebnisse filtern und die VT-Plattform gezielt nach relevanten Bedrohungsinformationen durchsuchen können, erklärt dieser Artikel. Außerdem vermittelt er einen ersten Eindruck davon, wie Entwickler vt-cli zum Skripten von VirusTotal-Abfragen nutzen können, ohne sich mit Interna der Programmierschnittstelle zu befassen.

vt-cli ist ein offizielles VirusTotal-Projekt, dessen Quellcode bei GitHub gehostet wird. Am schnellsten bringt man es auf dem eigenen System zum Laufen, indem man auf die fertig kompilierten Binaries zurückgreift. Die stehen zum Veröffentlichungszeitpunkt dieses Artikels in Version 1.2.0 zum Download bereit.

Eine Installation ist nicht notwendig: Nach dem Extrahieren der Standalone-Anwendung „vt“ kopieren Sie diese einfach in das gewünschte Verzeichnis und starten sie mit dem Kommandozeilenbefehl vt init. In unserem Testdurchlauf mit Windows 11 sowie mit einer frischen Installation des Debian-basierten Kali Linux in VirtualBox klappte das jeweils problemlos. Wer das in der Sprache Go programmierte Projekt lieber selbst kompilieren möchte, folgt der Kurzanleitung in der Readme.MD.

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Nach Eingabe des persönlichen API-Keys – hier im Cygwin-Terminal unter Windows – kann man mit vt-cli loslegen.

(Bild: Screenshot)

In der vt-cli-Dokumentation tummeln sich Anwendungsbeispiele, die die bereitgestellten VirusTotal-Funktionen auf clevere und praktische Weise mit Unix-Befehlen wie cat oder grep kombinieren. Um diese Beispiele unverändert unter Windows übernehmen zu können, raten die vt-cli-Entwickler zur zusätzlichen Installation der freien Laufzeitumgebung Cygwin. Das Cygwin-Terminal versteht Unix-Befehle und bietet laut vt-cli-Team zudem Performance-Vorteile gegenüber der Standard-Windows-Konsole bei der Ausgabe großer Textmengen.



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Apples früherer KI-Chef John Giannandrea verlässt das Unternehmen


Es war ein denkwürdiger Auftritt am Nachmittag des 11. Juni 2024: Apples damaliger KI-Chef John Giannandrea und Software-Chef Craig Federighi demonstrierten auf der Bühne des Steve Jobs Theater im Apple-Hauptquartier in Cupertino den großen Schulterschluss. Die von Apple-Chef Tim Cook eingeleitete Fragestunde mit YouTuberin iJustine sollte die kurz zuvor vorgestellte Apple Intelligence inhaltlich vertiefen und vermutlich ein Signal der Einmütigkeit in der Apple-Chefetage ausstrahlen. Jetzt, nicht einmal zwei Jahre danach, wird Giannandrea das Unternehmen zur Monatsmitte verlassen.

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Das Schicksal des früheren Google-Mitarbeiters ist eng verknüpft mit den KI-Bemühungen Apples. Damals angekündigte Grundfunktionen der Apple Intelligence wie das Zusammenfassen von Texten oder maßgeschneiderte Emojis erreichten zwar binnen weniger Monate einen großen Teil der Apple-Kundschaft. Der Blick der Fachwelt richtete sich allerdings mehr auf das, was nicht kam: Siri sei kein Sprachassistent mehr, sondern ein Geräteassistent mit tieferem Verständnis dafür, was auf dem Gerät passiert, tönte Giannandrea in der damaligen Fragestunde. Zwei Jahre später gibt es immer noch nur die Ankündigung, dass Siri besser werden soll. Zuletzt verdichteten sich jedoch Berichte, wonach Apple für iOS 27 eine eigene Siri-App sowie einen Chatbot-Modus plant.

Giannandrea kam im Jahr 2018 zu Apple. Bei Google war er zuvor acht Jahre lang tätig. Seine Expertise in Machine-Learning passte gut zu Apples Ambitionen, die mit der Neural Engine auch in Hardware gegossen wurden. Doch als mit ChatGPT von OpenAI Jahre später die generativen Sprachmodelle einen Hype auslösten, wirkte Apple wie auf dem falschen Fuß erwischt. Die Vorstellung der Apple Intelligence, 2024, sollte der Befreiungsschlag werden. Die „AI for the rest of us“ (KI für den Rest von uns) sollte mit dem Datenschutz-Vorrang punkten. Stattdessen machte Apple Schlagzeilen damit, dass die KI-Siri offenbar gar nicht funktionierte und das Projekt offenbar komplett zurückgesetzt werden musste. Intern gilt die Dauerbaustelle Siri bereits seit Längerem als Problemfall, da versprochene Funktionen immer wieder verschoben wurden.

Die diesjährige Entwicklerkonferenz WWDC am 8. Juni soll nun den Trubel der vergangenen Jahre vergessen machen. Apple ist eine Kooperation mit Google eingegangen, um deren KI-Modell Gemini zu verwenden. Vor allem aber wurden erhebliche Veränderungen in der Leitung vorgenommen. Dabei gilt Federighi intern als Verfechter eines eher pragmatischen KI-Kurses mit Fokus auf Budgets und Partnerschaften. Der ehemalige Vision-Pro-Chef brachte für den Umbau der Siri-Abteilung zahlreiche Experten aus seinem alten Team mit. Weitere erfahrene Kräfte, die es richten sollen, sind Eddy Cue und Sabih Khan. Erneut ist ein Ex-Googler mit in der Verantwortung: Neuzugang Amar Subramanya soll als Vice President of AI aber deutlich weniger Eigenständigkeit genießen als sein Vorgänger. Er berichte an Federighi.

Giannandrea war in den vergangenen Monaten nur noch Berater für Apple. Sein Rückzug wurde im Dezember 2025 angekündigt, nachdem zuvor bereits laut geworden war, dass es zwischen den Ressortleitern bei Apple geknirscht hat. Bereits im März 2025 habe Cook Giannandrea deshalb die Leitung des Siri-Teams entzogen, hieß es in Medienberichten. Es war ein Rückzug in Raten. Sein Verbleib bis Mitte April erklärt Bloomberg-Reporter Mark Gurman mit den üblichen Gepflogenheiten in börsennotierten Unternehmen, um Giannandrea noch eine letzte Aktienprämie auszahlen zu können.

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Nach Apple will der frühere KI-Chef laut Bericht in verschiedenen Unternehmensvorständen mitwirken und als Berater für Start-up-Unternehmen tätig werden. Wie stark Apples stotternder KI-Motor tatsächlich mit seiner Person verknüpft war, wird sich in den nächsten Monaten zeigen. Finanziell profitiert der Konzern trotz technischer Rückstände massiv: Erwartungen zufolge wird Apple bald eine Milliarde US-Dollar durch KI-Apps im App Store verdienen.

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(mki)



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Gas Town 1.0.0: Agenten brauchen jetzt eine Freigabe


Gas Town hat Version 1.0.0 erreicht und gilt damit als produktionsreif. Nach 14 Vorabversionen (v0.5.0 bis v0.13.0) bringt das Release vor allem mehr Stabilität, bessere Sicherheit und neue Werkzeuge für die Orchestrierung komplexer Abläufe. Im Mittelpunkt stehen eine Workflow-basierte Ausführung, die direkte Anbindung an GitHub Merge Queues sowie zusätzliche Kontroll- und Schutzmechanismen für automatisierte Systeme.

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Gas Town ist ein Open-Source-Projekt, das Entwicklungs- und Automatisierungsprozesse orchestriert – insbesondere mehrstufige, teils agentenbasierte Workflows. Konzepte wie „Formulas“, „Polecats“ oder „Refinery“ stehen für die Verbindung strukturierter Abläufe mit automatisierten Akteuren, die sich in bestehende Entwicklungsumgebungen wie GitHub einfügen. Entwickler arbeiten dazu nur mit einem einzigen, zentralen Agenten zusammen, dem Mayor, der die anderen Agenten selbsttätig ins Leben ruft und orchestriert.

Die wichtigste funktionale Neuerung sind Workflow-Formeln. Der neue Typ „workflow“ in gt formula run erlaubt es, mehrstufige, interaktive Abläufe zu definieren und auszuführen. Statt einzelner Befehle lassen sich damit ganze Prozessketten abbilden – etwa Codegenerierung, Testlauf und Pull-Request-Erstellung in einem Durchgang. Für Entwicklungsteams entspricht das einer leichtgewichtigen Workflow-Engine, die besonders bei KI-gestützten Prozessen nützlich ist.

Dazu passend bindet die Komponente „Refinery“ jetzt nativ GitHub Merge Queues an. Mit merge_strategy=pr reiht Gas Town Pull Requests direkt in die Warteschlange ein. GitHub führt Änderungen dann seriell und erst nach erfolgreichem CI-Lauf zusammen. In automatisierten Setups entfällt damit ein guter Teil der eigenen Merge-Logik, gleichzeitig sinkt das Risiko von Konflikten durch parallele Änderungen.

Version 1.0 bringt außerdem einen ersten Windows-Support. Gas Town implementiert dafür plattformspezifisches Signal-Handling, Prozessmanagement und die Nachverfolgung von tmux-Prozesshierarchien. Da sich diese Mechanismen unter Windows grundlegend von Unix unterscheiden, war eine eigene Umsetzung nötig. Teams mit gemischten Betriebssystemlandschaften können Gas Town damit erstmals durchgängig einsetzen.

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Beim Thema Sicherheit bündelt das Release mehrere Maßnahmen. Die Entwickler haben eine SQL-Injection-Lücke in dolt_remotes geschlossen. Ein neuer „PreToolUse“-Guard blockiert kritische Systemeingriffe wie sudo-Aufrufe oder Paketinstallationen. Zusätzlich lehnt Gas Town unsignierte Binärdateien ab. Die Kombination aus Schwachstellenbehebung und Laufzeitkontrollen zielt vor allem auf agentenbasierte Szenarien, in denen automatisierte Akteure potenziell gefährliche Aktionen auslösen könnten.

Neu sind auch „Mayor Approval Gates“ als Governance-Mechanismus. Bevor ein Polecat – also ein ausführendes Modul oder ein Agent – seinen Wirkungsbereich erweitert, braucht er eine Freigabe. Das betrifft etwa den Zugriff auf zusätzliche Ressourcen oder Komponenten. Das Prinzip ähnelt Policy-Engines oder Human-in-the-Loop-Ansätzen und soll verhindern, dass automatisierte Systeme eigenmächtig ihre Berechtigungen ausweiten.

Ein neues Rate-Limit-Watchdog-Plugin rundet das Release ab. Es erkennt HTTP-429-Antworten und stoppt den betroffenen Prozess automatisch. Das verhindert, dass Workflows bei API-Überlastung in Endlosschleifen laufen oder ungewollt hohe Kosten verursachen.

Alle Details zur Version 1.0.0 finden sich in den Release Notes auf der GitHub-Projektseite von Gas Town.


(fo)



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Neu in .NET 10.0 [18]: Webserver als File-based App


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This article is also available in
English.

It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Das direkte Übersetzen und Starten von C#-Dateien nennt Microsoft File-based Apps. Es ist auch möglich, einen Kestrel-Webserver innerhalb einer solchen App zu starten. Unten stehendes Beispiel zeigt eine ASP.NET Core Minimal WebAPI als eigenständige C#-Datei. Das Hosting erfolgt in dem in ASP.NET Core mitgelieferten Webserver Kestrel.

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Der Dotnet-Doktor – Holger Schwichtenberg

Der Dotnet-Doktor – Holger Schwichtenberg

Dr. Holger Schwichtenberg ist technischer Leiter des Expertennetzwerks www.IT-Visions.de, das mit 53 renommierten Experten zahlreiche mittlere und große Unternehmen durch Beratungen und Schulungen sowie bei der Softwareentwicklung unterstützt. Durch seine Auftritte auf zahlreichen nationalen und internationalen Fachkonferenzen sowie mehr als 90 Fachbücher und mehr als 1500 Fachartikel gehört Holger Schwichtenberg zu den bekanntesten Experten für .NET und Webtechniken in Deutschland.

In der File-based App wird Microsoft.NET.Sdk.Web als SDK angegeben. Als NuGet-Pakete werden Microsoft.AspNetCore.OpenApi und Humanizer verwendet. Die Ahead-of-Time-Kompilierung, die in File-based Apps Standard ist, ist hier deaktiviert, um Warnungen des JSON-Serialisierers zu vermeiden.

Folgender Code zeigt den Webserver auf Basis von ASP.NET Core mit einem Minimal-WebAPI-Endpunkt und OpenAPI-Metadaten:


#:sdk Microsoft.NET.Sdk.Web
#:package Microsoft.AspNetCore.OpenApi@10.*-*
#:package Humanizer@2.14.1
#:property Version=1.1.4
#:property PublishAot=false

using Humanizer;
using Microsoft.OpenApi;

// Webserver einrichten
var builder = WebApplication.CreateBuilder();
builder.Services.AddOpenApi();
var app = builder.Build();
app.MapOpenApi(); // 

app.MapGet("/", () =>
 {
     // Daten für Operation
     var d = new Data
     {
         Version = "9.0",
         Release = "2024-11-12"
     };
     var dotNet9Released = DateTimeOffset.Parse(d.Release);
     var since = DateTimeOffset.Now - dotNet9Released;

     return $"It has been {since.Humanize()} since .NET {d.Version} was released.";
 });

app.MapGet("/data", () =>
 {
     var d = new Data
     {
         Version = "9.0",
         Release = "2024-11-12"
     };
     return Results.Json(d);
 });

app.Run();

class Data
{
    /// 
    /// Version of the .NET release.
    /// 
    public string? Version { get; set; }
    /// 
    /// Release date of the .NET version.
    /// 
    public string? Release { get; set; }
}



Screenshot Beispielanwendung

Screenshot Beispielanwendung

Start und Ausgabe des Webservers (Abb. 1)


(rme)



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