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Raytracing und Pathtracing in Pragmata im Test


ComputerBase hatte die Möglichkeit, sich die PC-Grafik-Features des Actionspiels Pragmata im Detail anzusehen. Verglichen miteinander werden Rasterizer-, Ray- sowie Pathtracing-Grafik, die allesamt große Unterschiede aufweisen. Und auch die Bildqualität von DLSS 4, DLSS 4.5 sowie FSR Upscaling 3.1 wird getestet – bald.

Pragmata: Raster-Grafik mit Ray- und Pathtracing im Vergleich

Nach Resident Evil Requiem (Test) bringt Capcom mit Pragmata das nächste Spiel auf den Markt. Spielerisch unterscheidet sich die Titel deutlich, technisch sind sie aber eng verwandt. Denn es wird auf dieselbe RE-Engine gesetzt, die auf dem PC auch dieselben Features auffährt. Mit dabei sind damit auch wieder Raytracing und Pathtracing – letzteres exklusiv auf GeForce-RTX-Grafikkarten.

Das Technik-Embargo fällt in Scheiben

Das Spiel erscheint am 17. April, bereits heute fällt das NDA – teilweise zumindest. Klassische Spiele-Reviews dürfen ab sofort online gehen, technische Testberichte jedoch vorerst nur sehr eingeschränkt.

Dennoch hat sich ComputerBase Pragmata bereits angesehen, denn ein interessanter Aspekt darf bereits untersucht werden: Grafikvergleiche zwischen Rasterizer-Grafik, Raytracing und Pathtracing dürfen ab sofort erscheinen und genau hierauf konzentriert sich der Artikel.

Ein richtiger Benchmark-Test erscheint im Laufe der Woche

Das bedeutet aber auch, dass alles andere, was es sonst in einem Benchmark-Test auf ComputerBase gibt, noch fehlt. Analysen zu DLSS und FSR gibt es noch nicht, ausführliche Grafikkarten-Benchmarks ebenfalls nicht und auch sonst fehlen die restlichen Testreihen. Sobald das NDA diese zulässt, wird ein normaler Benchmark-Test mitsamt aller Testreihen erscheinen.

Raytracing in der Analyse

Pragmata macht es einem einfach. Es gibt nur die Optionen Raytracing an oder aus (und entsprechend auch nur Pathtracing An oder Aus). Weitere Einstellungen wie zum Beispiel verschiedene Qualitätseinstellungen gibt es nicht. Zu bedenken ist darüber hinaus, dass, wenn Pathtracing aktiviert wird, zugleich immer DLSS Ray Reconstruction aktiv ist. Nvidias AI-Denoiser lässt sich bei Pathtracing nicht abstellen, genauso wenig aber auch aktivieren, wenn das normale Raytracing genutzt wird. Entsprechend lässt sich die Pathtracing-Optik nicht alleine bewerten, es wird zugleich auch DLSS Ray Reconstruction mit bewertet. Auf einer Radeon RX steht Pathtracing damit auch gar nicht erst zur Verfügung.

Erwähnenswert ist zudem, dass bei Pathtracing automatisch DLSS Frame Generation auf den Faktor 2× springt. Das lässt sich aber händisch den eigenen Wünschen nach anpassen.

Pragmata und Resident Evil Requiem setzen zwar quasi auf die gleiche Technik, die künstlerische Gestaltung weist jedoch viele Unterschiede auf. Pragmata ist in einem Science-Fiction-Szenario angesiedelt, die vielen Innenräume sind entsprechend gestaltet. Es gibt viele weiße Wände, viele spiegelnde Oberflächen. Entsprechend nehmen Reflexionen eine sehr wichtige Rolle in Pragmata ein. Und das hat zur Folge, dass die optischen Unterschiede zwischen den Einstellungen durchweg sehr groß bis hin zu immens groß sind.

Rasterizer- vs. Raytracing-Grafik in Pragmata? Die Frage ist schnell beantwortet. Obwohl die Raytracing-Option für Beleuchtung und Reflexionen so einige Probleme aufweist, ist diese der Rasterizer-Optik weit überlegen. Und zwar primär durch einen Punkt, den man auf den Screenshotvergleichen gar nicht sieht:

Weil Pragmata bei Rasterizer-Grafik primär mit Screenspace-Reflexionen arbeitet, lassen sich diese „wegwischen“. Sprich, ist das zu reflektierende Objekt nicht im Bild, gibt es auch die dazugehörige Reflexion nicht. Und da es in Pragmata eben viele Reflexionen gibt, wischt man auch andauernd in Bewegung eine Reflexion weg. Das sieht dann schon sehr störend aus. Raytracing hat dieses Problem nicht.

Darüber hinaus haben die vielen Rasterizer-Reflexionen ein weiteres Problem: Stellenweise rauschen sie massiv, was sehr störend sein kann. Auch die RT-Reflexionen sind nicht frei von Rauschen. Dieses tritt aber nur stellenweise in deutlich reduzierter Art und Weise auf.

Ray- und Pathtracing vs. Rasterizer in Pragmata

Raytracing ist schick, hat aber auch Probleme

Die Raytracing-Reflexionen haben jedoch ihre eigenen Probleme. Aus Leistungsgründen werden weiter entfernte Objekte nicht reflektiert. In den meisten Levels hat dies keinerlei Auswirkungen. Im Abschnitt von „New York“ ist die Sichtweite jedoch hoch und es gibt viele Gebäude. Die weiter entfernten spiegeln sich bei Raytracing dann überhaupt nicht, was optisch leere Flächen erzeugt. Die Rasterizer-Reflexionen sind aber dennoch schlimmer: Ja, hier spiegeln sich bei hoher Sichtweite deutlich mehr Objekte. Doch sind die Reflexionen sichtbar falsch und teils auch kaputt. Das ist dann noch schlimmer als gar keine Reflexionen. Auch auch mit Raytracing rauschen einige Reflexionen. Dies ist aber weniger ausgeprägt als mit Rasterizer-Optik.

Bei den Reflexionen ist Raytracing also klar im Vorteil. Bei der Beleuchtung ist das weniger der Fall. Denn offenbar gibt es auch hier eine Leistungsoptimierung oder vielleicht auch einen suboptimalen Denoiser, der in manchen Räumen eine etwas merkwürdige Beleuchtung erzeugt. Vor allem in den Ecken wird das Spiel dann gerne einmal etwas dunkler als es sollte. Das legt die Vermutung nahe, dass hier schlicht zu wenig „Bounces“ benutzt werden, damit die Strahlen auch überhaupt hinkommen. Genauso gibt es aber auch Szenarien, wo die Raytracing-Beleuchtung einen deutlich besseren Job macht und das Rasterizer-Pendant nur schlecht funktioniert. Das wechselt sich ein wenig ab. Durch die Reflexionen bleibt Raytracing schlussendlich aber klar überlegen.

Pathtracing in der Analyse

In Resident Evil Requiem hat Pathtracing einen guten Eindruck hinterlassen und sah zweifelsohne besser aus als die reine Raytracing-Grafik. Die Unterschiede waren aber teils subtil.

Ganz anders dagegen in Pragmata, das sich durch die unterschiedliche künstlerische Gestaltung geradezu verwandelt, wenn der Pathtracing-Modus angeschaltet wird; und das durchweg zum Positiven. Bis jetzt gab es vermutlich noch kein anderes Spiel, in dem der Unterschied zwischen Path- und Raytracing so groß gewesen ist wie in Pragmata.

Auch hier stehen wenig verwunderlich wieder die Reflexionen im Fokus, die mit Pathtracing noch einmal eine gänzlich andere Qualität als mit Raytracing aufweisen. Es werden schlicht noch mehr Objekte in die Reflexionen einbezogen. Das gilt auch für Zwischensequenzen, in denen Raytracing teils keine Reflexionen werfen will, Pathtracing aber schon. Aber nicht nur das. Zugleich macht DLSS Ray Reconstruction einen sichtbar besseren Job als der Spiel-Denoiser. Denn die Reflexionen sind sehr ruhig, Artefakte gibt es nicht. Ganz anders also als mit Rasterizer- oder Raytracing-Optik.

Komplexeres Raytracing + DLSS Ray Reconstruction hilft

Aber nicht nur die Artefakte hat Nvidias AI-Denoiser besser im Griff. Der Spiel-Denoiser verschluckt auch ganz gerne Reflexionen, die dann gänzlich verschwinden. Das ist etwas, was auch in Resident Evil Requiem passiert ist und vermutlich damit zusammenhängt, dass der Spiel-Denoiser auf Performance optimiert ist.

Pragmata arbeitet primär mit diffusen Reflexionen. Teils gibt es aber auch sehr klare Reflexionen, wo Pathtracing dann noch einmal Kreise um Raytracing dreht. Denn diese gibt es mit Raytracing so gut wie gar nicht und wenn, dann oft nur in geringem Ausmaß. Pathtracing mitsamt DLSS Ray Reconstruction kann das deutlich besser.

Die Reflexionen sind zweifelsohne das Highlight von Pathtracing in Pragmata, doch macht sich auch die bessere Beleuchtung positiv bemerkbar – wenn auch in deutlich geringerem Umfang. Vor allem in verwinkelten Ecken, in die die Lichtquelle nur schwer hinkommt, arbeitet die Pathtracing-Beleuchtung besser, wo es mit Raytracing wortwörtlich gerne einmal etwas dunkel wird.

Grafisch ist Pathtracing eine Wucht

Alles in allem macht Pathtracing in Pragmata einen wirklich hervorragenden Eindruck, der auch der Raytracing-Grafik weit überlegen ist. Es gibt vermutlich kein anderes Spiel, in dem die Grafikqualität von Pathtracing so sehr profitiert.

Erste Benchmarks auf einer GeForce RTX 5070 Ti

Raytracing kostet auf der GeForce RTX 5070 Ti in Pragmata interessanterweise nur wenig Leistung: Acht Prozent sind es sowohl in WQHD als auch in Ultra HD. Das ist doppelt erstaunlich. Denn erstens sieht Raytracing in dem Spiel deutlich besser aus. Gerade die schöneren Reflexionen kosten für gewöhnlich viel Performance. Und zweitens war das in Resident Evil Requiem vor einigen Wochen bei gleicher Engine noch anders: Dort kostete Raytracing auf der gleichen Grafikkarte (es war sogar dieselbe!) 38 Prozent in WQHD.

Pathtracing kostet hingegen wie erwartet viel Leistung. In WQHD gehen gegenüber Raytracing-Grafik weitere 44 Prozent an FPS auf der GeForce RTX 5070 Ti verloren, in Ultra HD sind es sogar 54 Prozent. Das ist mehr als in Resident Evil Requiem, denn dort waren es in UHD nur 34 Prozent. In Summe über beide Technologien fällt der Leistungsverlust in Pragmata am Ende aber sogar etwas kleiner aus (Raster vs. Pathtracing).

Fazit

Raytracing ist in Pragmata entscheidend für eine gute Grafikqualität. Der optische Gewinn gegenüber klassischer Rasterizer-Grafik ist sehr groß. Noch einmal genauso groß ist der Sprung, wenn Pathtracing verwendet wird. Das ist ungewöhnlich, denn in den letzten Spielen war Pathtracing oft nur etwas Feintuning für Raytracing. In Pragmata ist das anders. Das hat zwei Gründe:

  1. Pragmata setzt bei der künstlerischen Gestaltung sehr auf diffuse Reflexionen. Und hier reicht die Raytracing-Umsetzung oft nicht aus. Objekte, die weiter weg sind, werden nur mit Pathtracing erfasst und generell sehen bei letzterem die Reflexionen detaillierter aus. Das macht beides zusammen bereits einen großen Unterschied aus. Auch die Beleuchtung ist mit Pathtracing besser, doch die Reflexionen sind der „Game Changer“.
  2. DLSS Ray Reconstruction: Der Spiel-Denoiser hat die Raytracing-Reflexionen nicht richtig im Griff. Nicht nur, dass Details verloren gehen. Viel schlimmer ist, dass die Reflexionen teils sichtbar rauschen. DLSS Ray Reconstruction hat das Problem dagegen nicht. Und da sich DLSS Ray Reconstruction nicht mit normalen Raytracing kombinieren lässt, lässt sich das auch nicht ändern.

Kostet viel und bringt viel

Pathtracing erzielt in Pragmata damit ein beeindruckendes Ergebnis – auch wenn dies natürlich sehr viel Leistung kostet. Doch wenn diese vorhanden ist, sollte das Feature auf dem PC auf jeden Fall genutzt werden. Raytracing ist qualitativ klar schlechter und die reine Rasterizer-Grafik liegt noch einmal weiter zurück.

Pragmata im Test

Pragmata im Test

ComputerBase hat Pragmata von Capcom erhalten und unter NDA testen können. Dieses schränkt jedoch noch ein, über welche Inhalte genau berichtet werden dürfen. Normale Game-Reviews sind zum Beispiel erlaubt. Dasselbe gilt über die Berichterstattung der PC-Grafik-Features. Was unter anderem jedoch noch nicht erlaubt ist, sind Benchmarks mit verschiedenen Grafikkarten oder generell Tests mit mehr als einer Grafikkarte. Warum das so ist, erschließt sich uns nicht.

Entsprechend ist der Artikel zum sonst üblichen Inhalt angepasst, manche Inhalte fehlen damit. Wenn das NDA es zulässt, wird ComputerBase die fehlenden Testreihen inklusive ausführlicher Grafikkarten-Benchmarks nachreichen.

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Asus‘ „MacBook-Neo-Killer“: Vivobook in zwei Größen bringt Intel Core 3 ins günstige Segment


Asus‘ „MacBook-Neo-Killer“: Vivobook in zwei Größen bringt Intel Core 3 ins günstige Segment

Panther Lake in der kleinen Ausführung Intel Wildcat Lake soll im Vivobook auch bei Asus im Einstiegssegment Kunden einfangen. Dafür wird der Hersteller die CPUs in zwei Größen anbieten und sie im gleichen Haus gegen Snapdragon X Elite stellen – also jener Vorgängerplattform von Qualcomm, nicht der neuesten Generation.

Durch steigende Speicherpreise ist auch Asus gezwungen, den Einstiegsmarkt etwas breiter zu gestalten. Intel Wildcat Lake war ohnehin dafür gedacht, so kommt Intels kleinster Neuling in wenigen Wochen auch im Vivobook S14 (S5452MA) und Vivobook S16 (S5652MA) zum Einsatz. Der Prozessor ist dabei ein Intel Core 7 300 mit 28 Watt TDP, beim Drumherum wird es sparsamer: 8 GByte LPDDR5X sind nur verbaut, dazu eine 512 GByte große SSD. Diese stockt Asus zumindest mit 700 GByte Cloud-Speicher etwas auf.

Vor allem das Vivobook S14, also das 14-Zoll-Modell, dürfte der Job des „MacBook-Neo-Killers“ in Form eines niedrigen Preises zufallen. Ein wohl vergleichsweise günstiges 16:10-Display mit IPS-Technologie ist verbaut, zur Auflösung sagt Asus nichts, vermutlich ist es 1.200p. Das Notebook wiegt 1,2 Kilogramm und ist unter 16 mm dick, ein verbauter Akku hält knapp 22 Stunden durch. Die Anschlüsse sind in Form von je zweimal USB-A und USB-C, HDMI und Kopfhöreranschluss mehr als ausreichend für diese Liga.

Das Vivobook S16 übernimmt im Wesentlichen das Innere komplett (und auch die Anschlüsse), bringt äußerlich aber ein 16:10-Display mit 144 Hz unter. Der Akku im 1,5 Kilogramm schweren Notebook bei 16,4 mm Dicke soll ähnlich lange durchhalten.

GIF Asus Vivobook S14 und S16

Die Konkurrenz dürfte spätestens nach der Computex 2026 umfassend ausfallen, denn jeder wird Wildcat Lake in irgendeiner Form anbieten. Der bisherige Preis-Sieger ist Chuwi: Sie kündigten schon Mitte Mai zumindest per kurzer Presseinformation eine Lösung für 449 US-Dollar an. Da Chuwis Ruf mit Fake-CPUs zuletzt eher gelitten hat, bleibt abzuwarten, was daraus wirklich wird.

Konkurrenz im eigenen Haus: Snapdragon X gibt es auch!

Vivobook S14 und S16 wird es darüber hinaus aber auch mit Qualcomm Snapdragon X geben. Hierfür nutzt Asus aber die erste Generation, wie beispielsweise an den 45 TOPS der NPU ersichtlich, die neue Gen macht sich weiterhin eher rar. Die beiden Notebooks mit den Kennungen S5608QA und S5408QA sind insgesamt gesehen gegenüber den Wildcat-Lake-Lösungen etwas besser ausgestattet: Stets sind bis zu 16 GByte LPDDR5X verbaut, auch ist das Display mal ein WUXGA-IPS-Panel oder auch OLED. Zu Preisen und einem genauen Termin hat Asus noch nichts gesagt.

ComputerBase hat Informationen zu diesem Artikel von Asus unter NDA erhalten. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt.



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Noctua „Thermosiphon“: Pumpenlose AIO kühlt Ryzen jetzt bei 230 W, Q3 2027 im Visier


Noctuas All-in-One-Wasserkühler haben als Noctua NL-LC1 die Serienreife erreicht. Parallel gehen die Arbeiten an der dank Phasenwechselkühlung ohne Pumpe funktionierenden AIO „Thermosiphon“ weiter. Auf dem Messestand in Taipeh zeigt Noctua eine optimierte Version, die einen 9950X3D bei 230 Watt so gut kühlt wie eine NL-LC1-36.

Die Kühlleistung wurde deutlich erhöht

Vor zwei Jahren hatte Noctua den „Thermosiphon“ erstmals als Studio ausgestellt, vor einem Jahr lief ein Prototyp auf dem Messestand, der einen Ryzen 7 9800X3D bei 100 Watt auf Temperatur hielt. Aber um marktreif zu sein, muss mehr gehen.

In diesem Jahr stellt Noctua eine optimierte Variante aus, die einen 9950X3D bei 230 Watt Verlustleitung kühlen kann – und dabei das Leistungsniveau der klassischen AIO Noctua NL-LC1-36 mit 360-mm-Radiator erreicht (ca. 80 °C).

GIF Noctua zeigt den „Thermosiphon“ dieses Jahr ohne Sichtfenster, dafür im Vergleich zur AIO NL-LC1 auf einem Ryzen 9 9950X3D bei 230 Watt TDP – und vergleichbarer Kühlleistung

Dieses Prinzip steckt dahinter

Noctuas „Thermosiphon“-Kühler wirkt auf den ersten Blick wie eine AIO: Es gibt einen Kühler auf der CPU, zwei Schläuche vom Kühler zum Radiator (Zu- und Ableitung) sowie zwei Lüfter auf dem Radiator.

Doch im Kühlsystem fließt keine klassische Flüssigkeit, sondern ein Kühlmittel, das den Aggregatzustand von flüssig auf gasförmig wechselt: Wird es am Kühler (Verdampfer) erhitzt, verdampft es und nimmt dabei viel Energie auf. Das gasförmige Medium – und nur das gasförmige – steigt daraufhin zum Radiator (Kondensator) auf, wo es abkühlt und kondensiert – dabei wird die aufgenommene Energie wieder freigesetzt. Anschließend fließt es zum Kühler zurück.

Noctua Thermosiphon: Das Prinzip der „AIO“ mit Phasenwechselkühlung
Noctua Thermosiphon: Das Prinzip der „AIO“ mit Phasenwechselkühlung (Bild: Noctua)

Und das passiert ganz ohne Pumpe, nur in Folge der sich ändernden Dichte (Thermosiphon-Effekt). Nur noch die Lüfter bleiben als mechanisch bewegliche Komponenten im System.

Diese Herausforderungen gibt es

Das Prinzip klingt schlüssig, warum nicht gleich so? Weil der in der Theorie so einfach zu beschreibende Prozess ohne Pumpe in der vielfältigen Praxis schwer zu beherrschen ist. Gründe sind unter anderem:

  • Die sich ständig wechselnde Abwärme des Prozessors.
  • Die damit ständig wechselnde Menge verdampfter Flüssigkeit.
  • Damit einhergehende Probleme beim Sicherstellen einer kontrollierten Verdampfung.
  • Auch bei niedriger Last auf verlustarmen CPUs muss genug Dampf entstehen, um den Kreislauf am Laufen zu halten.
  • Aber zu viel Dampf im System oder das Entstehen einer so genannten Siedekrise (Leidenfrost-Effekt) gilt es zu verhindern.
  • Flüssigkeit zwischen Verdampfer und Kondensator gilt es zu vermeiden.

Deutliche Verbesserungen am Verdampfer

Um diese Herausforderungen noch besser zu meisten, hat Noctua gegenüber der im Mai 2025 ausgestellten Version den Verdampfer noch einmal angepasst. Über 400 Prototypen soll es gegeben haben, aber auch der Kondensator wurde in 25 verschiedenen Versionen getestet.

Sowohl die neue Geometrie als auch die jetzt gesinterte Oberfläche mit Kapillaren sind das Ergebnis der weiteren Forschung im Verdampfer, die zur Computex in Theorie, anhand von Messwerten und dem laufenden System präsentiert werden.

Zur Computex 2026 erklärt Noctua die am Thermosiphon im letzten Jahr gemachten Fortschritte in Theorie und anhand praktischen Messwerten (Bild: Noctua)

Das Sichtfenster, so Noctua im Gespräch auf der Messe, werde es wohl vorerst aber nicht in die Serie schaffen. In der Entwicklung sei es sehr hilfreich, um mit Hilfe von High-Speed-Kameras die Dampfbildung zu evaluieren, und auch als Aussteller ein Highlight. Die zusätzliche Dichtung serienreif anzubieten, ist zumindest für den Start aber nicht geplant.

Entscheidung gefallen: Sie kommt!

Die Entwicklung sei im letzten Jahr so gut vorangekommen, dass Noctua inzwischen auch einen Termin für den Veröffentlichungszeitpunkt nennt: Im 3. Quartal 2027 soll es so weit sein, auf der Computex 2027 könnte also die Präsentation der fertigen Plattform erfolgen.

Wäre so eine AIO ohne Pumpe etwas für dich, auch wenn sie mehr kostet?

Nicht die erste Idee dieser Art

der8auer hatte bereits zu Ende 2018 eine AiO mit Phasenwechselkühlung zur Serienreife entwickeln wollen. Doch dazu kam es am Ende nie. Auch Noctua hatte bisher nur von einem absehbar mehrjährigen Vorhaben gesprochen, die Möglichkeit, dass die Entwicklungen nie zur Serienreife geführt werden kann, schien zu bestehen. Doch Noctua hat es allem Anschein nach geschafft: Der „Noctua Thermosiphon“, die dann vermutlich erste PC-AIO ohne Pumpe, kommt.

Ein pumpenloses Produkt hatte die dänische Firma Noiselimit in Form des Silentflux bereits 2007 gezeigt, welches ebenfalls ein Kühlmittel und die Verdampfung nutzte. Dieser ist aber aufgrund der kompakten Abmaße nicht als AiO anzusehen.



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Zenbook 14 für 2026: Asus bietet Notebook mit AMD, Intel und Qualcomm an


Asus legt das Zenbook 14 für 2026 neu auf und bietet es mit einer breiten Auswahl von Prozessoren von AMD, Intel und Qualcomm an. Der Hersteller setzt bei seiner Konstruktion auf „Ceraluminum“, das Leichtigkeit mit Stabilität verbinden soll. Mit den Chips von AMD und Qualcomm seien Laufzeiten von rund 21 Stunden möglich.

Das neue Zenbook 14 ohne weiteren Namenszusatz wie „Pro“ oder „A“ kommt dieses Jahr in drei Prozessor-Varianten auf den Markt: UX3480AA mit Intel Core Ultra Series 3, UX3480KA mit AMD Krackan Point und UX3480QA mit Snapdragon X. Auch für diese Notebooks liegen aber noch keine Informationen für den deutschen Markt vor, da Asus weiterhin einen Patentstreit mit Nokia austrägt, der aktuell den Verkauf in Deutschland unterbindet. Auf anderen Märkten ist hingegen im dritten Quartal mit dem Zenbook 14 zu rechnen, Preise liegen aber auch für diese Märkte noch nicht vor.

Das UX3480AA setzt auf Intel

Im UX3480AA lässt sich das Zenbook 14 mit bis zu Intel Core Ultra 9 Series 3 alias Panther Lake konfigurieren. Das lässt im Vergleich zu den zwei anderen Modellen mit kleineren Chips einen höheren Preis vermuten. Dafür spricht auch das 14 Zoll große 3K-OLED-Display, das ansonsten nämlich nicht in dieser Baureihe anzutreffen ist.

Zenbook 14

Das Chassis bringt es auf 1,2 kg und wird teils aus Ceraluminum gefertigt. Dabei handelt es sich um ein von Asus entwickeltes Gehäusematerial, das die Leichtigkeit von Aluminium mit einer besonders harten, keramikähnlichen Oberfläche kombiniert. Dabei wird die Aluminiumoberfläche durch einen speziellen elektrochemischen Prozess umgewandelt, sodass sie widerstandsfähiger gegen Kratzer, Abnutzung und Fingerabdrücke wird, ohne das Gewicht deutlich zu erhöhen. Ceraluminum kommt für das Notebook-Cover zum Einsatz, das weitere Gehäuse sei laut Asus „all metal“.

Platinen für AMD, Intel und Qualcomm
Platinen für AMD, Intel und Qualcomm
Intel-Platine für Zenbook 14
Intel-Platine für Zenbook 14

AMD gibt es im UX3480KA

Wer hingegen zum UX3480KA greift, erhält maximal den AMD Ryzen AI 7 345, eine Krackan-Point-Lösung mit Zen 5 und Zen 5c sowie AMD Radeon 840M. Der Chip wird analog zur Intel-Variante mit einer TDP von 35 Watt betrieben. Die Laufzeiten für die Videowiedergabe fallen mit 21 Stunden gegenüber 17 Stunden aber länger als bei Intel aus. Auch dieses Zenbook 14 kommt auf ein Gesamtgewicht von 1,2 kg. Anders verhält es sich beim Display, wo das OLED-Panel maximal Full HD mit 60 Hz statt 3K bietet.

AMD-Platine für Zenbook 14
AMD-Platine für Zenbook 14

Snapdragon X für das UX3480QA

Das gilt auch für das UX3480QA mit Snapdragon X, wobei das von Asus gewählte Logo den Einsatz des kleinsten Snapdragon X ohne „Elite“ oder „Plus“ nahelegt, von dem es mit dem X1-26-100 ohnehin nur eine SKU gibt. Eine im Asus-Hauptquartier in Taiwan ausgestellte Platine des Notebooks zeigte aber den X1-42-100, der eigentlich unter die Snapdragon X Plus mit silbernem Logo fällt. In jedem Fall kommen beim Qualcomm-basierten Zenbook 14 aber noch nicht die neuesten Snapdragon X2 Elite (Extreme) oder Snapdragon X2 Plus zum Einsatz. Das wiederum dürfte dem (noch unbekannten) Preis des Notebooks zugutekommen.

Qualcomm-Platine für Zenbook 14
Qualcomm-Platine für Zenbook 14

Wie bei der AMD-Ausführung gibt Qualcomm Laufzeiten von bis zu 21 Stunden für das Videostreaming an. Möglich macht das auch hier unter anderem ein OLED-Panel, maximal Full HD mit 60 Hz. Die TDP des Chips beziffert der Hersteller mit 28 Watt.

Für alle Modelle des neuen Zenbook 14 gilt, dass diese Anschlüsse einmal USB-A (rechts) sowie einmal HDMI, zweimal USB-C und Audio (rechts) bieten. Verbaut ist zudem stets eine Full-HD-Webcam mit zusätzlichem Infrarotsensor für die biometrische Anmeldung via Gesichtserkennung mit Windows Hello. Im Vergleich zum Vorgänger fällt zudem das Touchpad größer aus und die Tastatur bietet jetzt 1,7 mm Tastenhub.

ComputerBase hat Informationen zu diesem Artikel von Asus unter NDA erhalten. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt.



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