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+++ voicari +++ everdrop +++ JustPlay +++ Exit +++ Peak +++ Bilanzen +++


#StartupTicker

+++ #StartupTicker +++ Startup der Woche: voicari +++ everdrop reduziert Verluste deutlich +++ JustPlay – und wieder ein millionenschwerer Gaming-Exit +++ Peak: StuDocu-Gründer Marnix Broer wird General Partner +++ Celonis und Co. verzichten bewusst auf Bilanzen +++

+++ voicari +++ everdrop +++ JustPlay +++ Exit +++ Peak +++ Bilanzen +++

Was gibt’s Neues? In unserem #StartupTicker liefern wir eine kompakte Übersicht über die wichtigsten Startup-Nachrichten des Tages (Montag, 18. Mai).

#STARTUPLAND

STARTUPLAND: Founders. VCs. Visionaries

+++ Am 10. März 2027 findet im RheinEnergieStadion in Köln unsere vierte STARTUPLAND Conference statt. Es erwartet Euch wieder eine faszinierende Reise in die Startup-Szene – mit Vorträgen von erfolgreichen Gründer:innen, lehrreichen Interviews und Pitches, die begeistern. Mehr über STARTUPLAND

#STARTUPTICKER

voicari
+++ Die Jungfirma voicari ist unser Startup der Woche! Das Berliner PetTech hilft Hundehalter:innen dabei, die Emotionen von Vierbeinern zu verstehen. „We decode emotions from sound and behavior, starting with barks, and translate them into actionable understanding for humans“, teilt das Team rund um Benedikt Langheinrich zur Idee mit. Mehr neue Startup gibt’s in unserem Startup-Radar

Tipp: Im Startup-Radar-Newsletter, unserem Premium-Newsletter rund um neue Startups, stellen wir einmal in der Woche spannende neue Startups vor. Jetzt 30 Tage kostenlos testen!

everdrop
+++ Zahlencheck! Das Münchner E-Commerce-Startup everdrop, das seit 2019 nachhaltig produzierte und vegane Haushaltsprodukte vertreibt, wächst wieder! 2024 erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz in Höhe von 28,2 Millionen (Vorjahr: 26,9 Millionen). Damit sind die Bajuwaren in Sachen Umsatz wieder auf dem Niveau von 2022 (28,2 Millionen). „Dieses Umsatzwachstum ist besonders bemerkenswert, da es mit einem deutlich reduzierten Vertriebs- und Marketingbudget erzielt wurde und somit unsere Profitabilitätsstrategie voll unterstützt“, teilt das Team mit. Das Wachstum liegt dabei aber „unterhalb des originären letztjährigen Planwertes“. Ein Lichtblick bei everdrop ist der gesunkene Jahresfehlbetrag (3,1 Millionen). Im Vorjahr waren es noch 10,3 Millionen. Insbesondere bei den Personalkosten sparte das Unternehmen deutlich. 2024 wirkten im Durchschnitt 78 Mitarbeitende bei everdrop. Im Vorjahr waren es noch 115, im Jahr zuvor noch 142. Insgesamt kostete der Aufbau von everdrop, das bisher rund 60 Millionen Venture Capital eingesammelt hat, bis Ende 2024 bereits rund 43,7 Millionen. Für 2025 plante das Unternehmen zuletzt ein Ergebnis „nahe an der Gesamtprofitabilität“. 2026 möchte der Online-Shop dann „gesamthaft profitabel“ sein. Mehr über everdrop

JustPlay 
+++ Wieder einmal ein millionenschwerer Gaming-Exit! Der koreanische Videospielentwickler NCSoft übernimmt die Mehrheit (70 %) am 2020 gegründeten Berliner Casual-Gaming-Startup JustPlay. Der Kaufpreis beträgt 202 Millionen US-Dollar. Der gebootstrappte Hidden Champion aus der deutschen Hauptstadt, der eine Loyalty-Gaming-App betreibt, erwirtschaftete 2025 rund 172,8 Millionen Dollar Umsatz und 19,1 Millionen Gewinn. JustPlay, von den ehemaligen AppLovin-Mitarbeitern Carl Livie, Gil Mincberg und Mirko Aquaro gegründet, erreicht mit seinen rund 40 Spielen nach eigenen Angaben derzeit mehr als 25 Millionen Spielerinnen und Spieler. Vor allem in den USA ist JustPlay eine große Nummer. Mit diesem Exit reiht sich JustPlay in eine sehenswerte Liste ein. Zu den wichtigsten Gaming-Exit hierzulande zählen unter anderem Popcore (200 Millionen), Astragon (100 Millionen), Kolibri (120 Millionen), wooga (200 Millionen), Goodgame (270 Millionen) und InnoGames (260 Millionen). Und da draußen sind noch zahlreiche große und kleine Games-Startups unterwegs. Mehr über JustPlay

Peak
+++ Vom Investment zum General Partner! StuDocu-Gründer Marnix Broer wird General Partner beim niederländischen Investor Peak. „Broers Ernennung spiegelt einen breiteren Trend im europäischen Wagniskapital wider, bei dem erfahrene Gründer zunehmend in Investmentrollen wechseln, um die nächste Generation von Unternehmern zu unterstützen. Sein Beitritt stärkt Peaks Positionierung als founder-friendly VC-Fonds“, teilt der Geldgeber zur Personalie mit. Peak rund um Stefan Bary investierte 2015 in StuDocu. 2022 investierte der StuDocu-Gründer dann in den fünften Peak-Fonds. Als General Partner kann Broer nun quasi in die nächste Generation investieren. Zudem eröffnet Peak ein Büro in München. In Berlin ist Peak schon längere Zeit präsent. Mehr über Peak

Bilanzen Celonis
+++ Strafe statt Zahlencheck! „Celonis hat seit 2019 keine Bilanz mehr veröffentlicht“, berichtet das Handelsblatt. „Das Bundesamt für Justiz hat Celonis wegen Verstößen gegen handelsrechtliche Offenlegungspflichten inzwischen zu Ordnungsgeldern von insgesamt 187.500 Euro verpflichtet“, heißt es im Bericht weiter. Das deutsche Decacorn (Bewertung: 11 Milliarden US-Dollar) nimmt diese Strafe – wie etliche andere Unternehmen auch – bewusst in Kauf. Das Software-Unternehmen möchte Konkurrenten einfach keinen Einblick in seine Zahlen gewähren. Leider kein Einzelfall. Auch das milliardenschwere Logistikunternehmen sennder veröffentlichte sehr lange keine Zahlen mehr. Ebenso DeepL und Choco. Die Liste ließe sich locker um dutzende weitere Startups, Scaleups und Grownups erweitern. (Handelsblatt) Mehr über Celonis

StartupsToWatch
In der millionenschweren Startup-Welt tummeln sich viele aufstrebende (junge) Unternehmen, die viel mehr Aufmerksamkeit verdient haben. Dazu gehören Startups wie VisioLab, Pixel Photonics, QuoIntelligence, Blocks, &Charge und Conxai. Mehr in StartupsToWatch

brixl
+++ Das Team von brixl möchte Bauunternehmen helfen, „mehr und profitablere öffentliche Bauprojekte zu gewinnen“. Die größte Herausforderung ist dabei „nicht die Technologie, sondern vor allem Vertrauen in einer traditionell geprägten Branche aufzubauen“. Mehr über brixl

Was ist zuletzt sonst passiert? Das steht immer im #StartupTicker

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Foto (oben): KI



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Startup mit nur acht Mitarbeitern – trotzdem leisten wir uns einen Privatkoch


Nathaneo Johnson, der Geschäftsführer der Serie, ihre Privatköchin Hayley und weitere Teammitglieder.

Nathaneo Johnson, der Geschäftsführer der Serie, ihre Privatköchin Hayley und weitere Teammitglieder.
Courtesy of Nathaneo Johnson

Warum Gründer Nathaneo Johnson für sein Startup einen Privatkoch engagiert hat, verrät er uns. Dieser Text basiert auf einem Gespräch mit Johnson, dem Mitbegründer von Series, einem KI-gestützten sozialen Netzwerk mit Sitz in New York. Der folgende Text wurde aus Gründen der Länge und Verständlichkeit redaktionell bearbeitet.

Ich wusste, dass mein Startup ein Problem hatte, als unser Essensbudget auf über 13.500 Dollar im Monat stieg. Vor Ende vergangenen Jahres wurde der Großteil dieses Geldes für den Lieferservice DoorDash ausgegeben. Die Verpflegung des Teams zu bezahlen, ist für uns ein äußerst wichtiger Teil unserer Arbeitsweise. Ich schätze, dass wir dadurch mindestens zwei Stunden pro Tag sparen, da niemand das Büro verlassen muss, um Essen zu holen.

Ein Privatkoch ist günstiger als Lieferdienste

Wir zogen in ein neues Büro mit Küche um und stellten fest, dass ein privater Koch wahrscheinlich viel günstiger wäre, als jeden Tag Essen zu bestellen. Innerhalb von etwa einer Woche stellten mein Mitbegründer und ich deshalb jemanden ein.

Es mag seltsam erscheinen, dass ein achtköpfiges Team einen professionellen Koch hat, aber ich bezweifle, dass der Koch mich in den Ruin treiben oder dem Unternehmen einen negativen Beigeschmack verleihen wird. Auch wenn ich anfangs auf Widerstand stieß, hat uns diese Veränderung die Möglichkeit gegeben, gesünder und produktiver zu sein.

Einige Mitarbeiter sagten mir, ich sei verrückt

Mein Team liebte es, bei DoorDash bestellen zu können, was es wollte. Daher wusste ich, dass der Koch gut genug sein musste, um die Verlockung einer Bestellung bei einem beliebigen Restaurant in New York City zu übertrumpfen.

Wir haben auf TikTok einen Beitrag veröffentlicht, um einen Koch zu suchen, haben uns dann an die Leute gewandt, die in den Kommentaren Interesse gezeigt hatten, und mit den Vorstellungsgesprächen begonnen.

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Das erste Vorstellungsgespräch und das Probeessen verliefen nicht gut, aber ich wollte die Idee trotzdem weiterverfolgen.

Wir führten weitere Vorstellungsgespräche mit einigen Kandidaten durch – die Köchin, die wir eingestellt haben, war die dritte Person, die wir getestet haben. Ihr Essen war fantastisch und das Team davon überzeugt, dass ein Koch eine gute Idee ist.

Drei frische Mahlzeiten pro Tag

Unsere Köchin arbeitet eher zu den üblichen Zeiten von 9 bis 17 Uhr. Das kann aber je nach unseren betrieblichen Anforderungen variieren. Ihr Gehalt ist niedriger als das der Mitarbeiter im kaufmännischen Bereich, liegt aber im hohen fünfstelligen Bereich. Zusätzlich zu ihrem Gehalt erhält sie eine kostenlose Mitgliedschaft im Fitnessstudio und einen monatlichen Zuschuss für Lebensmittel, den sie für die Mahlzeiten des Teams verwenden kann.

Insgesamt sind wir zu neunt, sie eingeschlossen. Sie bereitet im Laufe des Tages drei Mahlzeiten für uns zu. Einige von uns haben Ernährungsbeschränkungen und Kalorienziele, worauf sie Rücksicht nimmt, und wir haben Mitspracherecht beim Wochenmenü.

Courtesy of Nathaneo Johnson

Sie versucht, gesunde Mahlzeiten für uns zuzubereiten: Zum Frühstück gibt es meist etwas wie Ahornsirup, Speck, Protein-Pfannkuchen und Smoothies. Zum Mittagessen gibt es Hühnerfleischbällchen oder Buffalo-Hot-Honey-Hähnchenstreifen mit Salat, und wir wünschen uns auch oft Steak.

Im Großen und Ganzen sind alle damit zufrieden. Es gibt ein paar Leute, die sich beschweren – aber wer möchte, kann sich das Essen auch von seinem eigenen Geld bestellen.

Gesünderes Essen hat unsere Produktivität gesteigert

Der größte Vorteil sind ehrlich gesagt, die Nährstoffe und die Ausgewogenheit der Mahlzeiten, die wir jetzt zu uns nehmen. Als wir ständig Essen bestellt haben, haben wir uns nicht so gesund ernährt. Vor allem, wenn es spät wurde und wir bei Five Guys oder Popeyes bestellt haben.

Mir ist klar geworden, dass kleine Dinge wie ein grüner Smoothie jeden Morgen mir mehr als alles andere helfen, meinen Tag richtig zu beginnen. Ich fühle mich nicht mehr so benebelt. Ich fühle mich produktiver. Ich glaube auch, dass sich die Vorteile mit der Zeit noch verstärken werden, wie seltenere Ausfälle durch Krankheit.

Courtesy of Nathaneo Johnson

Warum ich einen Koch nicht jedem Startup empfehle

Ich glaube, ein Unternehmen braucht die richtige Ausstattung im Büro, damit ein Privatkoch arbeiten kann. Wir haben das Glück, diesen kombinierten Raum in New York mit einer separaten Küche zu haben.

Wir sehen, riechen oder hören nichts von dem, was in der Küche vor sich geht. Unser Koch sagt uns einfach, wir sollen in den Konferenzraum kommen, wenn das Essen fertig ist. Ich glaube nicht, dass ein Koch bei uns ohne diese Einrichtung funktionieren würde. Es würde wahrscheinlich zu eng werden, und ich möchte nicht den ganzen Tag den Geruch von Essen in der Nase haben.

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Sobald ein KI-Modell für uns kochen kann, werden wir es ausprobieren

Wir haben das Team kürzlich um ein paar Leute verkleinert, um sicherzustellen, dass jede Rolle wirklich notwendig ist. Ich glaube, Kreativität und Vision werden immer von Menschen geprägt sein. Alles andere kann und wird wahrscheinlich bis zu einem gewissen Grad durch KI ersetzt werden.

Bei dieser Entscheidung, einen persönlichen Koch einzustellen, ging es um Effizienz und Kosten, aber ich bin fest davon überzeugt, dass ein Koch in naher Zukunft durch KI ersetzt werden kann.

 





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5 neue Startups: BidSeeker.ai, ViaThermo, Yuma Health, Cove, TerraSpark


#Brandneu

Erneut bereichern vielversprechende Neugründungen die Startup-Szene. Im Folgenden stellen wir diese junge Unternehmen vor: BidSeeker.ai, ViaThermo, Yuma Health, Cove und TerraSpark.

5 neue Startups: BidSeeker.ai, ViaThermo, Yuma Health, Cove, TerraSpark

Frische Ideen, neue Firmen: deutsche-startups.de präsentiert heute wieder junge Startups, die kürzlich gegründet wurden oder gerade ihren Stealth-Mode beendet haben. Wer noch mehr Neugründungen entdecken möchte, sollte unseren Newsletter Startup-Radar abonnieren.

BidSeeker.ai
Bei BidSeeker.ai, in Berlin von Rick Löser und Leon Lowitzki an den Start gebracht, geht es um Ausschreibungen. „We want to seamlessly provide companies with suitable tenders and help them create high-quality offers to increase efficiency, reduce costs and provide the unfair advantage“, heißt es in der Selbstbeschreibung.

ViaThermo
ViaThermo aus Wien, von Philipp Szep und Frederik Hermans auf die Beine gestellt, positioniert sich als „Experte für Haustechnik im Eigenheim“ – samt Eigenleistungsmodell. Konkret geht es um eine „transparente Planung und flexible Angebotsmodelle für Heizung & Wärme, Bad & Sanitär, Lüftung & Klima sowie Elektrotechnik & Photovoltaik“. 

Yuma Health
Das Hamburger HealthTech Yuma Health bietet eine „digitale Lösung für gesunden Umgang mit Sonnen- und Lichtbalance“. Die App der von Falko Brinkmann, Steffen Macfarlane, Asmus Jacobsen und Rakib Mahmmud gegründeten Jungfirma soll Nutzerinnen und Nutzern dabei helfen, „ihre sichere Zeit in der Sonne“ nachvollziehen zu können. 

Cove
Hinter Cove aus München, von Christian Graf von Hardenberg und Lawrence Bird ins Leben gerufen, steckt eine „digitale Steuerberatung für Unternehmen“. Zur Ausrichtung ist auf der Website folgendes zu lesen: „Von der laufenden Buchhaltung bis zum Jahresabschluss. Ein Ansprechpartner, klare Prozesse, keine Überraschungen.“

TerraSpark 
Die Jungfirma TerraSpark, von Tradler-Gründer Jasper Deprez, Sanjay Vijendran, zuletzt bei der ESA tätig, und Tier Mobility-Gründer Matthias Laug in Luxemburg angeschoben, setzt auf Space-Based Solar Power (SBSP) und somit auf Solarenergie aus dem Weltraum. 

Tipp: In unserem Newsletter Startup-Radar berichten wir einmal in der Woche über neue Startups. Alle Startups stellen wir in unserem kostenpflichtigen Newsletter kurz und knapp vor und bringen sie so auf den Radar der Startup-Szene. Jetzt unseren Newsletter Startup-Radar sofort abonnieren!

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Foto (oben): Bing Image Creator – DALL·E 3



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Vibe Coding: Jeder baut jetzt Apps mit KI – darum scheitern die meisten


Heutzutage kann fast jeder eine „Killer“-App entwickeln. Aber sie zum Erfolg zu führen, ist schwieriger denn je.

Heutzutage kann fast jeder eine „Killer“-App entwickeln. Aber sie zum Erfolg zu führen, ist schwieriger denn je.
Getty images; Tyler Le/BI

Wie viele andere seiner Generation hatte Eli Cohen im Jahr 2010 eine großartige Idee für eine App. Doch im Gegensatz zu vielen seiner Altersgenossen, deren Träumereien sich auf Kneipentreffen und missglückte Dates beschränkten, investierte er tatsächlich rund 20.000 Dollar aus eigener Tasche, um das Projekt auf die Beine zu stellen.

Allerdings brachte ihn sein Tatendrang nur bis zu einem bestimmten Punkt. Damals war es „schmerzlich schwer, Software zu entwickeln“, sagt er uns. Er hatte sein Budget aufgebraucht, lange bevor das Projekt überhaupt in Gang kam.

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Was ihn stört, ist nicht, dass das Vorhaben scheiterte, sondern dass ein ähnliches Konzept – die Online-Bildungsplattform Udemy – im selben Jahr an den Start ging und 2021 mit einer Bewertung von vier Milliarden Dollar an die Börse ging. „Ich nehme an, sie hatten mehr Ressourcen, bessere Entwickler und natürlich Glück“, sagt Cohen und betont, dass er deswegen nicht verbittert sei. Die wichtigste Lektion, die er aus dieser Erfahrung gelernt hat, ist, dass der Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg manchmal nicht in der Idee liegt, sondern in der Fähigkeit, sie umzusetzen.

Cohens unternehmerischer Weg endete damit jedoch nicht. Der 45-Jährige, der in Israel lebt, entwickelt derzeit eine Meditations-App, die er MediTailor nennt. Er und sein Bruder nutzten KI, um in wenigen Wochen das zu schaffen, wofür ein Entwicklungsteam vor nicht allzu langer Zeit noch 18 Monate gebraucht hätte. „Zum ersten Mal seit 20 Jahren ist die Barriere zwischen einer Idee und ihrer tatsächlichen Umsetzung gefallen“, sagt er.

Willkommen im Vibe-Coding-Zeitalter

Cohen spricht ein Gefühl aus, das vielen Menschen im Zeitalter der KI vertraut ist: Ausgestattet mit einem Mac Mini und einem Claude-Abonnement können sich begeisterte Unternehmer relativ mühelos ihren Weg in den App Store programmieren. Vorbei sind die Zeiten des stereotypen Typen, der darauf besteht, er habe eine geniale Idee für eine App … wenn er sie nur umsetzen könnte.

Was früher im Silicon Valley ein Witz war, ist heute eine ernstzunehmende Bedrohung: Die Zahl der weltweit neu veröffentlichten Apps hat sich in diesem Jahr bisher gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt.

Der technische Graben der Tech-Branche mag zwar zu einer Pfütze geschrumpft sein, aber nur weil jeder mit einer Idee wie das nächste „Uber für irgendwas“ diese auch umsetzen kann, heißt das noch lange nicht, dass sie den nächsten Internetgiganten schaffen werden. Die Umsetzung ist nach wie vor entscheidend, und die überwiegende Mehrheit der Apps scheitert immer noch. Ein gesättigterer Markt macht es zudem schwieriger, sich abzuheben, und die meisten Ideen sind nicht besonders skalierbar, leicht vermarktbar oder einzigartig.

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Als ich Cohen darauf hinweise, dass es bereits unzählige Meditations-Apps gibt, sagt er mir, dass er sich dessen sehr wohl bewusst ist. „Vielleicht werde ich keinen Erfolg haben, aber zumindest habe ich die Werkzeuge“, sagt er. Das gilt auch für alle anderen.

Jeder kann jetzt Apps bauen

Natürlich ist es nicht so, dass heutzutage buchstäblich jeder eine App per Vibe-Coding entwickeln kann – viele Menschen haben weder die Zeit noch die Energie oder den Wunsch, sich mit der Nutzung von OpenClaw oder Claude Code auseinanderzusetzen. „Die Hürde ist derzeit noch nicht gleich null“, sagt Rebecca Kaden, geschäftsführende Gesellschafterin bei Union Square Ventures. Zwar ermöglicht Vibe-Coding ein neues Niveau an „effizientem Unternehmertum“, doch sind wir noch nicht bei einer echten Demokratisierung der Technologie angelangt.

Vibe-Coding-Tools sind noch nicht Plug-and-Play – es ist für keinen beliebigen Verbraucher ein Kinderspiel, eines Morgens aufzuwachen und einfach damit anzufangen.

Die große App-Flut

Für diejenigen, die den Willen dazu haben, ist der Weg jedoch zugänglicher denn je. Das führt zu einer Lawine von Apps: Daten des Marktforschungsunternehmens Appfigures zeigen, dass im ersten Quartal 2026 414.000 neue iOS- und Android-Apps veröffentlicht wurden, ein Anstieg von 115 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum im Jahr 2025. Außerdem wurden im selben Zeitraum dreimal so viele Apps aktualisiert wie im Vorjahr, was auf rasche Veröffentlichungen, Experimente und hohe Fluktuation hindeutet.

Schnell gebaut, schwer erfolgreich

Es ist jedoch extrem schwer, Aufmerksamkeit zu erregen. Nur 118 neue Apps erreichten in den ersten drei Monaten des Jahres den von Appfigures als „High-Traction“-Status bezeichneten Status – also mehr als 50.000 Downloads in den USA –, was einer mageren Erfolgsquote von 0,02 Prozent entspricht. Dies ist zudem ein relativ geringer Anstieg gegenüber den 94 Apps, die dies im Jahr 2025 schafften.

„Die App-Stores könnten in eine Ära mit mehr Unruhe eintreten: mehr Experimente, schnellere Markteinführungen und ein geringerer Anteil, der sich zu bedeutenden Unternehmen entwickelt“, sagt Ariel Michaeli, CEO und Mitbegründer von Appfigures.

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Vibe Coding boomt im Silicon Valley – 6 Startups, die ihr kennen müsst

Es gibt eine berühmte „South Park“-Folge aus den 90ern, in der die Crew auf eine Gruppe von„Unterhosen-Zwergen“ trifft, die einen fragwürdigen dreistufigen Geschäftsplan entwickeln. Sie haben eine praktische Tabelle, die drei Schritte zum Reichtum aufzeigt: Phase eins besteht darin, Unterhosen zu sammeln. Phase drei ist der Gewinn. Und Phase zwei ist ein riesiges „?“. Die Vibe-Coding-Umgebung führt zu einer Art „Unterhosen-Zwergen-Logik“, erklärt Charity Majors, Operations- und Datenbankingenieurin sowie CTO und Mitbegründerin von Honeycomb.io. Man kann die Unterhosen sammeln – also das Ding programmieren –, aber es gibt ein riesiges Fragezeichen, bevor man Gewinne erzielt.

Der Code ist nicht mehr das Problem

Code, der mehr oder weniger kostenlos erstellt wurde, erfordert dennoch Modellierung und Wartung. Viele Leute könnten einen Slack-Klon per Vibe-Coding erstellen, aber der schwierige Teil beim Aufbau von Slack war nicht das Schreiben des Codes an sich, sagt Majors. Es war das Ausdenken des Designs, das die Anwendung benutzerfreundlich, intuitiv und für Milliarden von Menschen skalierbar machte. „Niemand möchte Slack jeden Tag starten und sehen, wie sich die Schaltflächen verschieben“, sagt Majors.

Ein Risiko beim „Vibe-Coding“ einer App ohne jegliche technische Kenntnisse besteht darin, dass man keine Ahnung hat, wie man etwas repariert, wenn es kaputtgeht – das schafft einen Markt für Softwareentwickler, die Fehler beheben oder die Sicherheit gewährleisten können.

Das eigentliche Problem: Reichweite

Entwicklung und Wartung sind nicht die einzigen Lücken zwischen „genialer Idee“ und „nachhaltigem Unternehmen“. Es gibt auch – und das ist sehr wichtig – Marketing und Reichweite. In Google Play oder den App Store zu kommen, bedeutet nicht, dass jemals jemand deine App sehen oder nutzen wird. Kate Minogue, eine KI-Beraterin, die als Teilzeit-Chief Product Officer für Consumer-Tech-Startups arbeitet, sagt, dass die Verbreitung nach wie vor das am schwersten zu lösende Problem ist. Die zunehmende Anzahl von Apps mache es noch schlimmer, nicht besser.

„Es gibt immer ein ‚Uber für‘ oder ein ‚Duolingo für‘, und man denkt sich: ‚Okay, nun, entweder gibt es das schon, oder es gibt eigentlich keinen Markt dafür‘“, sagt Minogue. „Oft ist es so: ‚Nun, die Idee ist nicht großartig, weil du nicht verstehst, wie viele Millionen Menschen deiner Meinung sein müssen, dass dies eine großartige Idee ist, damit sie Geld einbringt.‘“

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Ein paar Leute, die in einer Wohnung in einer Stadt mit hohem Einkommen zusammensitzen, sind nicht gerade eine Fokusgruppe für das, was ein Großteil der Bevölkerung will oder braucht. Deine tolle Geschäftsidee klingt für normale Leute vielleicht gar nicht so toll – oder sogar für dich selbst, wenn man es nüchtern betrachtet.

Angehende Unternehmer tun, was sie können, um ihre Performance in App-Stores, Suchmaschinen und LLM-Antworten zu optimieren, um zu versuchen, in den Rankings aufzusteigen, oder sie beten, dass sie einen viralen Hit landen. Wenn das nicht funktioniert, müssen sie auf bezahltes Marketing und Werbung zurückgreifen. „Wenn ich mit Unternehmen spreche, die eine App entwickeln, versuche ich, sie darauf vorzubereiten, dass sie Hunderttausende von Dollar ausgeben müssen, um eine skalierte Verbreitung ihrer Apps zu erreichen“, sagt Minogue.

Manche Unternehmen gehen das so an, dass sie einen „studiobasierten“ Entwicklungsansatz verfolgen, bei dem sie fünf oder zehn verschiedene Fitness- oder Produktivitäts-Apps auf einmal veröffentlichen und in Echtzeit testen, ob sich eine davon durchsetzt. Sie brauchen nicht unbedingt einen Knaller – sie wollen nur, dass eine oder zwei genug Zugkraft entwickeln, um etwas Geld einzuspielen. In der Zwischenzeit tragen die „Waisen“ zur wachsenden Masse an Apps bei.

Die neue Builder-Economy

Amjad Masad, CEO der Vibe-Coding-Plattform Replit, sagt, es sei gut, dass mehr „Möchtegern-Unternehmer“ ihre Ideen ausprobieren können – Demokratisierung, oder was auch immer dem nahekommt, wird unweigerlich Qualitätsunterschiede mit sich bringen.

Es ist auch nicht jeder darauf aus, ein Produkt im Wert von einer Milliarde Dollar zu entwickeln. Manche Leute programmieren Tools und Widgets, um sich die Arbeit zu erleichtern. Andere entwickeln Apps, die zwar nicht ausreichen, um ein vollwertiges Unternehmen zu finanzieren, aber genug einbringen, um ihre täglichen Ausgaben zu decken.

„Das Coole daran ist, dass viele dieser Apps keine milliardenschweren Apps im Venture-Maßstab sein müssen“, sagt Masad. „Sie können den Gründern trotzdem viel Geld einbringen und einen Bedarf decken.“

Silicon Valley bekommt Panik

Für einige Vertreter der alten Garde im Silicon Valley fühlt sich das langsam wie eine Identitätskrise an: Wenn ein x-beliebiger Typ an einem Wochenende ein funktionsfähiges Produkt programmieren kann, wozu hat es dann in den vergangenen 20 Jahren gedient, um exklusive Talente zu kämpfen und Konkurrenten bis aufs Messer zu bekämpfen?

Sicher, die großen Akteure, die bereits ihre Millionen – und Milliarden und Billionen – verdient haben, sind begeistert von der Aussicht, durch KI Kosten zu senken und Prozesse zu beschleunigen, aber was ist mit den Leuten, die sich mühsam den Weg nach oben erkämpft haben?

Kylan Gibbs, Mitbegründer und CEO von Inworld AI, der zuvor für Google DeepMind gearbeitet hat, erzählt mir, dass viele Einheimische aus dem Silicon Valley angesichts der jüngsten KI-Entwicklungen langsam „ausflippen“.

Die Befürchtung ist, dass Apps nun entweder so einfach zu erstellen sind, dass bald 100 Konkurrenten auftauchen, oder dass OpenAI oder Anthropic ein ähnliches Produkt auf den Markt bringen könnten, das ihre aufstrebenden Firmen über Nacht zerschmettern würde. Angenommen, du hast fünf Jahre lang an einer tollen Fitness-App gearbeitet, dich abgemüht, um Downloads zu generieren und das Angebot zu perfektionieren. Plötzlich wird der App-Store mit Optionen überschwemmt, die für potenzielle Nutzer nicht zu unterscheiden sind – selbst wenn sie in Wirklichkeit fehlerhaft oder umständlich sind.

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Gleichzeitig hängt ein Damoklesschwert über deinem Kopf: Was hindert einen der großen Akteure daran, ein eigenes Fitness-Add-on zu entwickeln? Sie schnappen dir ohnehin schon deine Kunden weg, denn wer braucht schon eine spezielle App für Trainingsratschläge, wenn er Gemini bitten kann, kostenlos einen Plan zu erstellen?

„Ich habe in den letzten Wochen buchstäblich von einer ganzen Handvoll Freunde und Kollegen, die ebenfalls Gründer sind, gehört: ‚Ja, ich gebe im Grunde genommen einfach auf‘“, sagt Gibbs. „Man denkt an diese Gruppe von Menschen, die sich so lange so besonders gefühlt haben, und dann wird ihnen das weggenommen.“

Terrence Johnson, ein Softwareentwickler aus Colorado, sieht die positive Seite der Einstellung, dass jeder programmieren kann: Es bedeutet, dass ihn weniger Leute damit nerven, ihre Projekte zu entwickeln. Kürzlich hatte er es mit einer besonders aufdringlichen Person zu tun, die versuchte, ihn für die Entwicklung einer Art Managementsystem für Autohäuser zu gewinnen, ohne eine Vorstellung davon zu haben, was das bedeuten würde oder wie lange es dauern würde.

Er erkannte, dass die Person ihre Ideen von vornherein von KI bezog, also wies Johnson sie auf andere Tools hin, mit denen sie selbst einige oberflächliche Dinge erledigen konnten. „Das hat als Ablenkung gereicht, sodass sie mich in Ruhe ließen“, sagt Johnson. „Es ist gut, Menschen zu befähigen, ihre Ideen auszuprobieren und umzusetzen, aber sie begreifen einfach nicht ganz, was das alles mit sich bringt.“

Warum die meisten trotzdem scheitern

Eine neue Generation von Unternehmern könnte ein böses Erwachen erleben, wenn es um die Lektionen geht, die viele Startup-Veteranen bereits kennen. Es ist so gut wie unmöglich, einen Blockbuster zu entwickeln. Die meisten Unternehmungen scheitern. Geld zu verdienen muss irgendwann von einem zukünftigen Problem zu einem aktuellen Problem werden.

Viaano Spruyt, der in Singapur lebt, ist begeistert, dass er dank Vibe Coding seine Online-Community zum Thema psychische Gesundheit – die zuvor auf Discord beheimatet war – in eine App namens Huddle verwandeln konnte. Die neue App ermöglicht es ihnen, weitere Features und Funktionen hinzuzufügen, und er und sein Mitbegründer haben sogar etwas Investorenkapital gesichert. Sie verlagern ihr Konzept von psychischer Gesundheit hin zur Betreuung von Fandoms, doch der Gewinnaspekt des Plans bleibt ein Fragezeichen, und sie verlassen sich bei der Verbreitung auf Mundpropaganda. „Was immer schwieriger wird, ist, das Interesse der Leute zu wecken“, sagt er.

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Spruyt und sein Mitbegründer lernen gerade, was viele „Vibe-Preneure“ allmählich erkennen: Die Grundlagen des Geschäfts sind besonders wichtig, und Spitzenleistungen in Vertrieb, Marketing und Logistik sind der Weg, um voranzukommen – oder sich zumindest aus den überfüllten Schützengräben herauszukämpfen.

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Relativ gesehen gibt es schlimmere Probleme, als dass es 900 Produktivitäts-Apps zu viel im App Store gibt und die Silicon-Valley-Elite dazu gezwungen wird, sich mehr anzustrengen. Eine „Builder Economy“ ist eine spannende Sache. Und hey, wenn sie den Typen mit der Killer-App-Idee zum Schweigen bringt, der dir in einer Bar mit einem Bier in der Hand die Ohren vollquatscht, ist das ein Gewinn für alle.

 





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