Künstliche Intelligenz
Warum LED-Leuchtmittel nicht mehr so grässlich wie früher sind
Die ersten LED-Birnen Anfang der 2000er stießen auf wenig Gegenliebe: Auch wenn sie deutlich weniger Strom benötigten als die bisherigen Glühbirnen, strahlte ihr Licht kalt, Farben sahen blass aus, Personen wirkten fast kränklich. Und geflackert haben sie auch noch – vor allem beim Dimmen.
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Tatsächlich täuschte dieser Eindruck nicht, sondern die ersten LED-Leuchtmittel strahlten ein Farbspektrum ab, dem vor allem Rot fehlte. Im Video erklären wir die Hintergründe und wie man anhand des CRI- oder Ra-Werts feststellen kann, wie farbecht Leuchtmittel sind. Ra/CRI beschreibt, wie gut acht Testfarben wiedergegeben werden. Sonnenlicht entspricht dem Maximalwert von 100, die alten LEDs erreichten vielleicht 60 bis 70. Inzwischen schreibt eine EU-Verordnung vor, dass nur noch Leuchtmittel ab 80 in den Handel gelangen dürfen. Farben und Gesichter wirken damit schon viel natürlicher.
Eine Stichprobe im Baumarkt zeigte, dass Leuchtmittel mit gängigen Fassungen wie E27 oder GU10 auch mit Ra=90 zu finden sind. Besonders farbstarke mit Ra=95 bietet der Versandhandel zu immer noch guten Preisen. Wer besonders kräftige Farben möchte, sucht zusätzlich nach dem Messwert für R9, der über 50 liegen sollte. Die Farbtemperatur ist davon übrigens weitgehend unabhängig, sie bleibt weiterhin ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl eines passenden Leuchtmittels.
Weiterhin beschreibt das Video, warum einige ältere LEDs flackerten. Das ist weitgehend gelöst, da die EU-Verordnung auch hierfür sinnvolle Grenzwerte festgelegt hat. Die zugehörigen Kennzahlen PstLM und SVM stehen allerdings nur auf wenigen LED-Verpackungen. Besser findet man die fürs Dimmen geeigneten Leuchtmittel.
c’t Phasenlage stellt Energiethemen wie Photovoltaik, Solarakkus, Balkonkraftwerke, dynamische Stromtarife, Wärmepumpen und Smart Home miteinander verzahnt dar und sammelt dazu das Know-How der Redaktionen von c’t, heise+ und den anderen heise-Magazinen. Sie finden c’t Phasenlage auf YouTube, auf Peertube und auf den gängigen Podcast-Plattformen. Alle zwei Wochen soll eine Folge erscheinen.
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(jow)
Künstliche Intelligenz
Verbesserte Bordkarten in Apple Wallet: Diese neuen Features gibt es
Bordkarten in der Apple Wallet gibt es seit vielen Jahren. Mit iOS 26 hatte Apple hier eine Reihe neuer Features implementiert, die das Reisen mit einem iPhone weiter erleichtern sollten. Nach und nach machen nun immer mehr Fluggesellschaften mit. Ein Überblick, was der neue digitale Boarding Pass alles kann.
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Nicht nur QR-Code anzeigen
Bislang war die Apple Wallet für Bordkarten vor allem ein Anzeigeinstrument. Einmal hinzugefügt – etwa als E-Mail-Anhang oder direkt aus einer Airline-App – taucht die Karte samt QR-Code automatisch auf, wenn Zeit zum Abflug ist. Je nach Fluggesellschaft war es außerdem möglich, den Boarding Pass nachträglich zu aktualisieren, ein Feature, das allerdings nicht bei allen Fluggesellschaften zum Einsatz kam.
Mit iOS 26 gibt es hier eine Reihe von Verbesserungen, wobei es auch hier jeweils davon abhängt, was eine Airline unterstützen möchte und was nicht. Jüngstes Beispiel ist die gerade frisch auf Version 2026.10 gebrachte Anwendung von American Airlines. Sie zeigt gut, welches Spektrum die neuen Bordkarten in Apple Wallet beherrschen, wenn die Features auch umgesetzt werden. Manche Gesellschaften wie Delta (siehe Bild) hatten einige der neuen Features bereits aktiv geschaltet, sie mittlerweile aus technischen Gründen aber wieder deaktiviert.
Live-Aktivitäten mit Flugverlauf
Die neue American-Airlines-App kommt nun erstmals mit einer Integration der Karten-App bei den Bordkarten. So soll man leichter ans Gate finden. Integriert sind außerdem sogenannte Destination Guides für das Reiseziel sowie die „Wo ist?“-Funktion fürs Gepäck, sollte man diesem einen AirTag spendiert haben. Die Features gab es zwar vorher schon, doch die Wallet bringt sie nun zusammen. Bereits integriert hatte American Airlines Live-Aktivitäten für den Flugverlauf. Dabei zeigt die App im Sperrbildschirm, der Dynamic Island oder dem Smart Stack der Apple Watch den aktuellen Flugverlauf – laut Angaben der Gesellschaft „in Echtzeit“.
Andere Airlines, die die verbesserte Bordkarte unterstützen (oder unterstützen wollen) sind die Lufthansa-Gruppe, United, Virgin Austrlia, Qantas, Air Canada, JetBlue, Southwest sowie Jetstar. Wann Delta wieder mitmacht, ist derzeit noch unklar.
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(bsc)
Künstliche Intelligenz
Nissan Juke EV: Elektro-Crossover auf Leaf-Basis mit „Charakter und Emotion“
Der kommende Nissan Juke wird ein Elektroauto. Von Nissans Elektroautos Micra, Ariya, Leaf und Townstar soll es sich wohl vor allem durch „Charakter und Emotion“ unterscheiden, technisch bleiben die Modelle aber eng verwandt.
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(Bild: Martin Franz / heise Medien )
Charakter und Emotion haben schon die herkömmlich motorisierten Generationen des 2010 vorgestellten Nissan Juke ausgezeichnet: Die für ein Kompakt-Crossover inspirierende Fahrdynamik machte ihn trotz seines, nun, unverwechselbaren Äußeren zu einem dauerhaften Erfolg. Wenn der Hersteller heute „agil, kompakt und unverkennbar Nissan“ schreibt, meint er die vergangene und die kommende Generation: Das Erfolgsmodell soll ins Zeitalter der E-Mobilität übertragen werden. Gleichzeitig soll der Juke EV augenscheinlich Kunden ansprechen, denen Ariya und Leaf zu bürgerlich erscheinen: „Der Juke stand schon immer für ein gewagtes Design, das sich über Konventionen hinwegsetzt“, sagt Nissan.
Die Palette bleibt kompakt
Das gilt auch für das Elektroauto, bei dem die Gestalter auf Kanten und Falten an unerwarteten Stellen zu setzen scheinen, während der Juke bisher eher durch schwungvolle Rundungen auffiel. Verwechslungsgefahr besteht jedenfalls keine. Nissan bleibt mit dem Juke EV aber einem gewissen Hang zur Kompaktheit bei seinen elektrischen Pkw treu. Er soll das Elektroauto-Programm aus dem neuen Kleinwagen Nissan Micra auf gemeinsamer Basis mit dem Renault 5 (Test), dem Kompaktauto Leaf in dritter Generation, dem ebenfalls nicht ausufernden Crossover Nissan Ariya (Test), dem Hochdachkombi Nissan Townstar und einem „weiteren Modell für das A-Segment“ ergänzen.

Nissan
)
Nissan hat noch keine Daten oder Abmessungen verraten, wegen der engen Verwandtschaft zum braven Leaf darf man beim Juke EV aber von den gleichen oder sehr ähnlichen technischen Eckdaten beim Antrieb ausgehen. Er dürfte also als Basismodell mit 130 kW und 345 Nm und einer Batteriekapazität von 52 kWh ausgestattet werden. Dann sind maximal 105 kW Ladeleistung möglich. Die gehobene Ausführung bietet mit 160 kW etwas mehr Leistung, der Akku mit 75 kWh und mit bis zu 150 kW etwas mehr Fassungsvermögen und Ladeleistung. Die Reichweite im WLTP gibt Nissan für den Leaf mit 436 und 604 km an, beim Juke könnten sich wegen der Karosseriegestaltung möglicherweise etwas geringere Werte ergeben.
Laut Hersteller soll der Leaf (und damit wahrscheinlich auch der Juke) an Gleichstrom mit beiden Akkus 250 km Reichweite in 14 Minuten nachfassen und in rund 30 Minuten 20 und 80 Prozent SoC kommen. Bei der kleinen Batterie wären das 31,2, bei der großen 45 kWh und rechnet sich in eine durchschnittliche Nettoladeleistung von etwa 62 oder 90 kW um. An Wechselstrom kann, wie bei den meisten E-Autos, dreiphasig mit 11 kW geladen werden.
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Mit V2G für die Zukunft gerüstet
Was für den Nissan Leaf schon seit der ersten Generation möglich war, soll nun beim Juke neu belebt werden: die in Japan längst etablierte und staatlich geförderte, bei uns aber bislang stiefmütterlich behandelte Vehicle-to-Grid-Technologie („V2G“). Sie weist in Europa noch in die Zukunft, obwohl eine großflächige Integration von Elektroautos schon längst die bei uns nötigen Abschaltungen regenerativer Energieerzeugung bei Überschüssen und das Hochfahren von Kraftwerken in Mangelphasen vermindern und damit mehr regenerativen Strom nutzen helfen könnte. Allein schon durch die bessere Netzstabilisierung würde sich nicht nur die Abhängigkeit von teuren und klimaschädlichen fossilen Energieimporten vermindern. V2G bietet darüber hinaus auch die lukrativen Möglichkeiten, Eigenstrom zu nutzen und am Stromhandel mitzuverdienen.
Der Nissan Juke Hybrid soll weiterhin im Programm bleiben. Der neue Nissan Juke wird konsequenterweise im britischen Nissan-Werk Sunderland gebaut, das bereits den Nissan Leaf produziert. Beide sind sich technisch so ähnlich, dass dabei bedeutende Skaleneffekte entstehen dürften. Nissan will seinen neuen Elektro-Crossover im Frühjahr 2027 ausliefern. Die Ähnlichkeit mit dem Nissan Leaf dürfte den Einstiegspreis unter 40.000 Euro halten lassen.
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(fpi)
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Leitfaden für Unternehmen: Der Weg in die souveräne Cloud
Mit zunehmend komplexeren Cloud-Modellen kommt immer häufiger eine zentrale Frage auf: Wer hat die tatsächliche Kontrolle über Daten und Systeme und wie können Unternehmen gewährleisten, dass ihre Daten sicher und geschützt bleiben? Hier gewinnt der Begriff Souveränität in der Cloud an Bedeutung.
Dieser Artikel liefert einen strukturierten Leitfaden für den Weg in die souveräne Cloud.
- Cloud-Souveränität umfasst vier Bereiche: Daten-, wirtschaftliche, technische und politische Souveränität. Unternehmen sollten alle vier Aspekte bereits bei der Anbieterwahl berücksichtigen.
- Eine vierphasige Cloud Transformation Roadmap von Vision und Strategie über Planung und Architekturdesign bis hin zum Governance-Framework und zu Überlegungen zum langfristigen Betrieb strukturiert den Weg in die souveräne Cloud.
- Eine Exitstrategie als Teil einer Strategie für eine souveräne Cloud definiert, wie sich Daten und Systeme ohne Kontrollverlust zu einem anderen Anbieter migrieren lassen – besonders wichtig für regulierte Branchen wie Gesundheitswesen und Finanzsektor.
- Das Angebot souveräner Cloud-Lösungen wächst, die Anbieter unterscheiden sich aber deutlich im Souveränitätsniveau.

Sebastian Tappe arbeitet bei Rewion als Bereichsleiter Cloud und begleitet Unternehmen kompetent als Trusted Advisor auf ihrem Weg in die Cloud.
Was bedeutet Souveränität in der Cloud?
Der Begriff Souveränität ist weit gefasst und lässt sich unterschiedlich auslegen. Im Cloud-Kontext geht es in erster Linie darum, dass Organisationen konstante Kontrolle über und transparente Einsicht in ihre Daten, Systeme und Infrastrukturen behalten. In einer zunehmend globalen und komplexen Cloud-Landschaft ist es für Unternehmen besonders entscheidend, auf Datenhoheit, offene Standards und Transparenz zu achten. Oft wird die Cloud-Souveränität in vier einzelne Teilbereiche unterteilt, die das Fundament für eine souveräne Nutzung von Cloud-Diensten bilden.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Leitfaden für Unternehmen: Der Weg in die souveräne Cloud“.
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