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Waymo: Expansionspläne erhalten Dämpfer in New York


Die Gouverneurin des US-Bundesstaates New York, Kathy Hochul, hat einen Vorschlag zurückgezogen, den Einsatz kommerzieller Roboter-Taxis außerhalb von New York City in begrenztem Umfang zu legalisieren. Der Vorschlag hätte es Anbietern wie der Alphabet-Tochter Waymo ermöglicht, eine Genehmigung für den Pilotbetrieb ihrer Dienste autonomer Fahrzeuge zu beantragen. Über die Entscheidung, den Plan zurückzuziehen, berichtete am Donnerstag zuerst die Nachrichtenagentur Bloomberg.

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„Aufgrund von Gesprächen mit Interessengruppen, darunter auch Gesetzgebern, war klar, dass es keine Unterstützung für die Weiterverfolgung dieses Vorschlags gab“, sagte ein Sprecher von Hochul gegenüber Bloomberg.

Die Entscheidung ist ein Rückschlag für Waymos Expansionspläne. Das US-Unternehmen hatte erst kürzlich in einer neuen Finanzierungsrunde mehr als 16 Milliarden US-Dollar eingesammelt. Das frische Kapital soll eingesetzt werden, um den Ausbau in den USA sowie den Eintritt in globale Märkte zu befeuern. Bislang ist der Robotaxi-Dienst in einem halben Dutzend US-Städten, darunter San Francisco und Los Angeles, verfügbar. Waymo hat angekündigt, in diesem Jahr in 20 Städten in den USA und im Ausland zu expandieren, darunter Dallas, San Antonio, Orlando, Nashville und London. Im Januar wurde das Netz um Miami erweitert.

Im vergangenen Jahr verdreifachte Waymo sein jährliches Volumen auf 15 Millionen Fahrten und knackte die Marke von insgesamt 20 Millionen Fahrten. Wöchentlich absolviert das Unternehmen mittlerweile mehr als 400.000 bezahlte Fahrten und strebt bis Ende dieses Jahres laut Bloomberg mehr als eine Million bezahlte Robotaxi-Fahrten pro Woche in den USA an.

Der Bundesstaat New York und insbesondere New York City gelten für Robotaxi-Unternehmen als potenzielle Goldgrube. Hochuls ursprünglicher Vorschlag hatte autonome Fahrdienste für New York City allerdings ohnehin ausgeschlossen. Laut dem US-Tech-Portal The Verge testet Waymo derzeit seine von Fahrern gesteuerten Fahrzeuge in der Stadt mit einer Genehmigung, die unter der Verwaltung des ehemaligen Bürgermeisters Eric Adams erteilt wurde. Die Genehmigung läuft jedoch Ende März aus. Wie das US-amerikanische Nachrichtenportal Politico berichtet, hat Waymo seit 2019 mindestens 1,8 Millionen US-Dollar für Lobbyarbeit bei Hochul und den Gesetzgebern des Bundesstaates sowie bei Beamten der Stadt New York ausgegeben.

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Waymo zeigte sich in einer Stellungnahme gegenüber Bloomberg „enttäuscht“ über die Entscheidung der Gouverneurin, bekräftigte jedoch seine Absicht, seinen Roboter-Taxi-Service in New York anzubieten. „Wir sind entschlossen, unseren Dienst nach New York zu bringen, und werden mit der staatlichen Legislative zusammenarbeiten, um dieses Thema voranzubringen.“

Die New York Taxi Workers Alliance (NYTWA) begrüßte hingegen die Entscheidung. Die Taxifahrer-Gewerkschaft, die nach eigenen Angaben 21.000 professionelle Fahrdienstleister und Taxifahrer in New York City vertritt, hatte sich zuvor gegen den Robotaxi-Plan ausgesprochen, da sie den Verlust von Arbeitsplätzen und eine weitere Expansion von Waymo befürchtet. „Wenn der Verlust von Arbeitsplätzen in New York City von Bedeutung ist, dann ist er auch für andere Fahrer im Bundesstaat von Bedeutung“, sagte Bhairavi Desai, Geschäftsführerin der NYTWA, gegenüber Bloomberg. „Wenn Fahrer im Bundesstaat ihre Arbeit verlieren, ist zu erwarten, dass sie in die Stadt kommen, um Arbeit zu suchen. Es mag zwar regulatorische Grenzen geben, aber in dieser Branche gibt es keine praktischen Grenzen. Es wäre naiv von Waymo, sich mit ein paar Autos in Rochester [Stadt im US-Bundesstaat New York, Anm.] zufriedenzugeben, wenn die meisten Jobs aus der Stadt kommen.“


(akn)



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Last Call zur Mastering Observability: OpenTelemetry, KI und Agenten-Systeme


Die Mastering Observability steht 2026 unter dem Leitgedanken, den Fokus von massenhafter Datenerhebung auf zielgerichtete Erkenntnisgewinnung zu verschieben. Statt in Terabytes an Logs, Metriken und Traces zu versinken, sollen Ops- und Entwicklungsteams lernen, proaktives Reliability Engineering zu betreiben. Das Programm gliedert sich in zwei Schwerpunkte: zum einen Observability für KI- und agentenbasierte Systeme, zum anderen Übergang von reaktiven zu vorausschauenden Operations für mehr Resilienz, Sicherheit, Compliance und Kostenkontrolle.

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Den Auftakt gestalten Severin Neumann (Causely) und Juraci Paixao Kroehling (OllyGarden) mit einem gemeinsamen Vortrag darüber, wie sich der Schwerpunkt von der reinen Datensammlung hin zu gezieltem Verstehen verschieben lässt. Der Titel „Weniger Sammeln, mehr Verstehen – hin zu proaktivem Reliability Engineering“ gibt die Stoßrichtung vor.


Mario-Leander Reimer

Mario-Leander Reimer

Mario-Leander Reimer

Anschließend widmet sich Mario-Leander Reimer von QAware dem Thema „Agentic Observability“. Sein Vortrag zeigt auf, wie sich Observability-Konzepte mithilfe von OpenTelemetry auf Multi-Agenten-Architekturen übertragen lassen – ein Feld, das angesichts des wachsenden Einsatzes autonomer KI-Agenten in der Softwareentwicklung zunehmend an Relevanz gewinnt.

Kroehling betritt die virtuelle Bühne ein zweites Mal und nimmt sich in „The Hidden Cost of Bad Telemetry“ die versteckten Kosten mangelhafter Telemetriedaten vor. Der Talk soll praxisnah vermitteln, wie sich fehlerhafte oder überflüssige Daten identifizieren und beseitigen lassen, bevor sie die gesamte Observability-Strategie untergraben.

Nach der Mittagspause richtet sich Kasper Borg Nissen von Dash0 an Plattform-Teams. Sein Vortrag „OpenTelemetry for Platform Engineers“ behandelt den Aufbau von Self-Service-Observability als Plattform-Dienst. Severin Neumann kehrt danach mit „AI für SRE richtig einsetzen: Von klassischer Automation bis LLMs“ zurück und geht der Frage nach, welche Rolle KI-Werkzeuge – von regelbasierter Automatisierung bis hin zu großen Sprachmodellen – im Site Reliability Engineering spielen können.

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Kasper Borg Nissen

Kasper Borg Nissen

Kasper Borg Nissen

Den Abschluss des Vortragsteils übernimmt Sophia Solomon von Elastic. In „From Diagnosis to Action: Building AI Agents That Fix Problems“ demonstriert sie, wie sich KI-Agenten konstruieren lassen, die nicht nur Probleme diagnostizieren, sondern eigenständig Gegenmaßnahmen einleiten. Danach folgt ein Panel unter dem Titel „Observability in the age of AI delivery speed – are machines outpacing humans?“, moderiert von Bastian Spanneberg.

Das Ticket für die Mastering Observability kostet 299 Euro (alle Preise zzgl. MwSt.). Gruppen ab drei Personen erhalten im Ticketshop automatisch mindestens 10 Prozent Rabatt.

Die Online-Konferenz richtet sich an Entwicklerinnen und Entwickler, Ops-Fachleute, DevOps- und Plattform-Teams. Wer über den Fortgang der Mastering Observability auf dem Laufenden bleiben möchte, kann sich auf der Website für den Newsletter registrieren oder den Veranstaltern auf LinkedIn (iX; dpunkt) folgen – der aktuelle Hashtag lautet #masteringobs.


(map)



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Dienstag: US-Behörde beendet Tesla-Untersuchung, Treibstoffaufschlag bei Amazon


Aufatmen für US-Elektroautobauer Tesla. Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA hat ihre Untersuchung zu Teslas Fernsteuerungsfunktion beendet. Der Grund: zu wenige schwere Unfälle und Software-Aktualisierungen. Untersuchungen zu Teslas Full Self-Driving-System aber laufen weiter. Amazon erhebt aufgrund gestiegener Treibstoffpreise bald vorübergehende Zuschläge auf seine Fulfillment-Gebühren für Händler. In Europa steigen diese aber weniger stark als in Nordamerika. Und ein Gericht in Rom erklärt die Preiserhöhungsklauseln von Netflix Italia seit 2017 für ungültig und ordnet Rückerstattungen an – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.

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Die „Full Self-Driving“-Software des US-Elektroautokonzerns Tesla ist bereits seit Längerem im Visier der US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA. Die Behörde hat Bedenken wegen Unfällen, eingeschränkter Sicht und der Frage, ob die FSD-Systeme von Tesla die Fahrer unter realen Bedingungen ausreichend warnen. Derzeit laufen diverse Untersuchungen. Eine andere Überprüfung hat die NHTSA hingegen nun beendet. Nach Software-Updates stellte die Verkehrsaufsicht ihre Untersuchung zu Teslas Fernsteuerungsfunktion jetzt ein. Wegen der ist es zwar immer wieder zu Vorfällen gekommen, aber eben zu keinen schweren. Teslas Fernsteuerungsfunktion: US-Aufsichtsbehörde stellt Untersuchung ein

Wegen des Iran-Krieges sind die Öl- und Gasexporte aus der Golfregion weitgehend unterbrochen. Die Folge: Das geringere Angebot am Weltmarkt lässt die Treibstoffpreise weltweit steigen – auch in Regionen, die von der Lieferunterbrechung nicht betroffen sind. Die höheren Kosten wirken sich wiederum auf die gesamte Wirtschaft aus. Da bildet auch die Logistikbranche keine Ausnahme. US-Online-Händler Amazon erhebt nun vorübergehende Zuschläge auf seine Fulfillment-Gebühren für Händler. Wer in Europa über Amazon verkauft und zustellen lässt, muss also bald einen Treibstoffaufschlag zahlen. Treibstoffpreise: Amazon Fulfillment-Gebühren steigen in Europa nur geringfügig

Gerade erst hat Netflix in seinem wichtigsten Verbrauchermarkt, den USA, erneut die Abopreise erhöht – zum zweiten Mal seit Anfang 2025. In Deutschland liegt die letzte Preiserhöhung von Netflix zwei Jahre zurück. Im Vergleich zu den Vereinigten Staaten sind die Preise in Deutschland noch verhältnismäßig günstig. Wann die nächste Preiserhöhung kommt, ist unklar. In Italien dagegen dürften die Abopreise für viele Verbraucher sinken. Denn ein Gericht in Rom hat die Preiserhöhungsklauseln von Netflix seit 2017 für ungültig erklärt. Abonnenten haben Anspruch auf eine Reduzierung des aktuellen Abopreises, die Rückerstattung zu Unrecht gezahlter Beträge und Schadensersatz. Das Unternehmen kündigte Berufung an. Netflix Italia: Gericht erklärt Preiserhöhungen für ungültig

Seit Monaten bekämpft Russland verstärkt westliche Messengerdienste wie WhatsApp oder Signal. Im Februar wurde beispielsweise WhatsApp technisch blockiert. Die Regierung in Moskau möchte, dass Nutzer den staatlichen Messenger „MAX“ verwenden, der zu einer Art „Everything-App“ nach dem Vorbild des chinesischen WeChat ausgebaut werden soll. WhatsApp bezeichnete Max als „staatliche Überwachungs-App“. Um staatlich verbotene Messenger wie WhatsApp oder Telegram in Russland noch nutzen zu können, sind VPNs nötig. Doch auch die sind nun ins Visier Moskaus geraten. Zuletzt setzten die russischen Behörden neue Mechanismen ein, um die Nutzung von VPNs zu erschweren. Daraufhin kam es zu einem großflächigen Ausfall digitaler Zahlungsmöglichkeiten im Land. Russland sperrt Messenger und VPNs – und seine Banken gleich mit

Den gehypten KI-Assistenten OpenClaw mit einem Claude-Abo zu nutzen, war eigentlich nie vorgesehen. Bei der Konfiguration von OpenClaw gab es allerdings einen Weg, seine Token aus dem Claude-Abo dennoch für den KI-Assistenten zu nutzen. Damit ist nun Schluss. Claude-Entwickler Anthropic schiebt OpenClaw den Riegel vor – zumindest bei Kunden seiner Claude-Abomodelle. Der Zugang für Tools von Drittanbietern ist ab jetzt gesperrt. Die Änderung dürfte vor allem private Nutzer treffen, die ihren Eigenbedarf mit einem Claude-Abo decken. Anthropic wirft OpenClaw aus seinen Claude-Abos

Auch noch wichtig:

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(akn)



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Netflix Italia: Gericht erklärt Preiserhöhungen für ungültig


Die Preiserhöhungen, die Netflix seinen italienischen Abonnenten sieben Jahre lang auferlegt hat, sind rechtswidrig. Das entschied ein Gericht in Rom und verpflichtete den italienischen Ableger des US-Streamingkonzerns zur Rückerstattung zu Unrecht gezahlter Beträge. Geklagt hatte die italienische Verbraucherorganisation Movimento Consumatori (MC).

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Das Gericht in Rom gab der Klage von MC gegen Netflix Italia statt und erklärte die Vertragsklauseln, die Preiserhöhungen von 2017 bis 2024 ermöglichten, für unlauter und somit ungültig. Die Klauseln verstießen gegen das italienische Verbraucherschutzgesetz, indem sie Änderungen ohne Angabe eines triftigen Grundes im Vertrag erlaubten, so die Verbraucherschützer in einer Erklärung zum Gerichtsurteil. Damit seien die einseitigen Abonnementpreiserhöhungen von Netflix in den Jahren 2017, 2019, 2021 und November 2024 rechtswidrig, so das Gericht, mit Ausnahme der Erhöhungen für Verträge, die nach Januar 2024 abgeschlossen wurden.

Laut dem Urteil hat jeder Abonnent Anspruch auf eine Reduzierung des aktuellen Abonnementpreises, die Rückerstattung zu Unrecht gezahlter Beträge und gegebenenfalls Schadensersatz. Auch Verbraucher, die ihr Abonnement im Laufe der Zeit gekündigt haben, haben ein Recht auf Rückerstattung.

Laut MC betrifft die Gerichtsentscheidung Millionen von Verbrauchern. Schätzungen zufolge ist die Zahl der Netflix-Abonnenten in Italien von 1,9 Millionen im Jahr 2019 auf rund 5,4 Millionen im Oktober vergangenen Jahres gestiegen. „Für das Premium-Abo belaufen sich die unrechtmäßigen Preiserhöhungen aus den Jahren 2017, 2019, 2021 und 2024 derzeit auf insgesamt 8 Euro pro Monat, für das Standard-Abo auf insgesamt 4 Euro pro Monat“, erklärten die Anwälte von MC. „Ein Premium-Kunde, der Netflix seit 2017 ununterbrochen bezahlt hat, hat Anspruch auf eine Rückerstattung von rund 500 Euro, ein Standard-Kunde auf rund 250 Euro.“

Das Urteil verpflichtet Netflix außerdem, die Preise seiner bestehenden Abonnements um die Höhe der unrechtmäßigen Erhöhungen zu senken. „Wenn Netflix die Preise nicht umgehend senkt und die Kunden entschädigt, werden wir eine Sammelklage einreichen, um sicherzustellen, dass alle Nutzer die zu Unrecht gezahlten Beträge zurückerhalten“, erklärte Alessandro Mostaccio, Präsident von Movimento Consumatori.

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Netflix kündigte in einer Stellungnahme an, gegen die Entscheidung des Gerichts Berufung einzulegen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. „Wir nehmen Verbraucherrechte sehr ernst und sind überzeugt, dass unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen stets mit italienischem Recht und der gängigen Praxis vereinbar waren“, so das Unternehmen.

Gerade erst hat Netflix in seinem wichtigsten Markt USA erneut die Abopreise erhöht – zum zweiten Mal seit Anfang 2025. In Deutschland liegt die letzte Preiserhöhung von Netflix zwei Jahre zurück. Das Standard-Abo mit Werbung kostet 5 Euro, ohne Werbung 14 Euro pro Monat. Für das Premium-Abo werden monatlich 20 Euro fällig; Zusatzmitglieder kosten je nach Basisabo 4 oder 5 Euro pro Monat. Im Vergleich zu den Vereinigten Staaten sind die Preise in Deutschland noch verhältnismäßig günstig. Offen ist, ob und wann Netflix seine Preise in Deutschland und Europa weiter erhöht.


(akn)



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