Künstliche Intelligenz
Wegweisendes Urteil: Meta hat kein Social-Media-Monopol
Ein Bundesgericht in den Vereinigten Staaten hat in einem jahrelangen Rechtsstreit um eine mutmaßliche Monopolstellung von Meta in den sozialen Netzwerken am Dienstag zugunsten des US-Konzerns entschieden. Angesichts der zunehmenden Beliebtheit von Social-Media-Angeboten wie der Kurzvideo-App TikTok verneinte der Vorsitzende Richter ein illegales Monopol von Meta und seinen Social-Media-Angeboten wie Facebook, Instagram oder WhatsApp.
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Die US-Kartellbehörde Federal Trade Commission (FTC), die den Prozess (AZ. CV-03590-JEB) angestrengt hatte, wirft Meta vor, eine Monopolstellung im Bereich Social Media und insbesondere im Hinblick auf die soziale Interaktion zwischen Freunden und Familie zu haben. Mitte April sagte Meta-Chef Mark Zuckerberg in dem Fall 13 Stunden vor Gericht aus. Die US-amerikanische Handelsaufsicht wollte Meta dazu zwingen, Instagram und WhatsApp umzustrukturieren oder zu verkaufen. Damit sollte nach Ansicht der FTC der Wettbewerb unter den sozialen Netzwerken wiederhergestellt werden.
Nicht nötig, urteilte nun sinngemäß das Bundesbezirksgericht für den Bezirk Columbia. „Die Lage, die noch vor fünf Jahren bestand, als die Federal Trade Commission diese Kartellklage einreichte, hat sich deutlich verändert“, argumentierte US-Bezirksrichter James Boasberg in der Urteilsbegründung. „Meta hat kein Monopol auf dem relevanten Markt“, schrieb er.
Langwieriges Verfahren
Meta hatte vor Gericht argumentiert, dass die Übernahme von Unternehmen statt der Entwicklung von Konkurrenzprodukten eine legitime Geschäftsstrategie sei. Man habe WhatsApp und Instagram verbessert und mit neuen Funktionen ausgestattet. Überdies ignoriere die FTC den Wettbewerbsdruck durch Konkurrenten wie TikTok des chinesischen ByteDance-Konzerns, Googles YouTube oder Apples Messaging-App. Dieser Argumentation folgte Richter Boasberg: „Selbst wenn YouTube herausgenommen wird, widerlegt allein die Einbeziehung von TikTok die Argumentation der FTC.“
Meta zeigte sich denn auch zufrieden mit dem Urteil. „Die heutige Entscheidung des Gerichts erkennt an, dass Meta einem harten Wettbewerb ausgesetzt ist“, erklärte ein Unternehmenssprecher in einer Stellungnahme, aus der verschiedene US-Medien zitieren.
Rückschlag für US-Regierung
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Für die FTC und die Regierung in Washington ist die Entscheidung hingegen ein herber Rückschlag. Das Kartellrechtsverfahren gegen Meta war in der ersten Amtszeit von Präsident Donald Trump eingeleitet worden.
Seit 2023 führt die Aufsichtsbehörde ein separates Kartellverfahren gegen Amazon.com. Der Onlinehändler dränge Kunden durch verwirrende und irreführende Designs sein kostenpflichtiges Prime-Abonnement mit unlauteren Methoden auf und erschwere deren Kündigung, so der Vorwurf. Ende September wurde in dem Fall eine Rekordstrafe gegen Amazon verhängt. Darüber hinaus hat das US-Justizministerium Klagen gegen Google und Apple eingereicht.
(akn)
Künstliche Intelligenz
Bastel-Projekt: Wie man Bewegungen mit einem 24-GHz-Radarsensor erkennt
Unser Haus steht etwa 40 Meter von der Straße entfernt. Entlang der Einfahrt befinden sich Laternen, die natürlich nicht ununterbrochen leuchten sollen, sondern nur, wenn jemand in die Einfahrt einfährt. Das könnte man mit einem handelsüblichen Infrarot-Bewegungsmelder lösen, der den Strom ein- und wieder ausschaltet.
Das Problem dabei ist jedoch, dass dieser technisch nur auf Bewegungen innerhalb seines begrenzten Erfassungswinkels und -bereichs (typisch 110° bis 180°, Reichweite bis ca. 10–15 Meter) reagiert und meist autark arbeitet, ohne Netzwerk- oder Smarthome-Integration. Dadurch kann man etwa nicht programmieren, dass sich das Licht ebenfalls über einen separaten Türkontakt beim Öffnen der Haustür einschalten soll.
- Radarsensor mit ESPHome konfigurieren
- Bewegung, Geschwindigkeit und Position abfragen
- Unterschied zwischen Bewegungssensor und Radarsensor erklärt
Die Lampen lassen sich erst einmal unproblematisch ins Smarthome integrieren: In meinem Fall hängt in der Gartenhütte ein kleiner Sicherungskasten, in dem ein Shelly Pro den Strom auf der Leitung für die Lampen schalten kann. Der Shelly Pro ist direkt in Home Assistant integriert und kann von dort gesteuert werden. Jetzt stellt sich die Frage: Welche Sensorlösung kann alle oben angesprochenen Voraussetzungen erfüllen?
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Bastel-Projekt: Wie man Bewegungen mit einem 24-GHz-Radarsensor erkennt“.
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Künstliche Intelligenz
Alps Alpine: Fahrzeugcockpit mit haptischen Rückmeldungen
Der japanische Elektronikhersteller Alps Alpine hat auf der CES 2026 in Las Vegas Komponenten für Fahrzeugcockpits vorgestellt. Insgesamt sollen Kameras, Sensoren, Audioausgabe und haptisches Feedback als integriertes System zusammenwirken und situationsabhängig reagieren.
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Multimodale Innenraumsensoren
Zentrales Element ist ein Kameramodul, das den Fahrzeuginnenraum mit RGB- und Infrarotsensoren sowie Time-of-Flight-Tiefenmessung (ToF) erfasst, einem Verfahren, das dreidimensionale Tiefeninformationen mithilfe von Lichtlaufzeiten ermittelt.
Die Sensordaten nutzt Alps Alpine, um Position, Haltung und Bewegungen von Fahrer und Mitfahrenden zu bestimmen. Laut Hersteller funktioniert das auch bei schwierigen Lichtverhältnissen, etwa bei direkter Sonneneinstrahlung oder Nachtfahrten.
Kameras hinter Displays
Um Fahrer und Insassen zu überwachen, nutzt Alps Alpine Kameras, die hinter Displays verbaut sind. Störende Linsen, Kameragehäuse oder ähnliche Bauteile sind im Cockpit also nicht zu sehen.
Haptische Bedien- und Rückmeldeflächen
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Weiche Innenraumoberflächen mit integrierten Aktuatoren vibrieren und vermitteln auf diese Weise Informationen über den Tastsinn. So kann beispielsweise das Lenkrad Gefahren taktil vermitteln. Drehregler können unterschiedlich leicht oder schwer reagieren. Die haptischen Signale lassen sich in Intensität sowie Dauer anpassen und sollen visuelle oder akustische Hinweise ergänzen oder ersetzen.
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Audioausgabe, Anzeigeinhalte und Haptik sind softwareseitig synchronisiert. Je nach Fahrsituation verändert das System die Gewichtung der Rückmeldungen, etwa durch reduzierte visuelle Hinweise und verstärkte haptische Signale, wenn das Fahren höhere Konzentration verlangt. Die Logik dafür basiert auf kontextabhängigen Szenarien wie Abbiegevorgängen oder Fahrmoduswechseln.
Modulares und flexibles Konzept
Die Sensordaten werden laut Hersteller in Echtzeit im Fahrzeug verarbeitet. Alps Alpine setzt dabei auf eine modulare Architektur, die sich in bestehende Fahrzeugplattformen integrieren lässt. Die Komponenten sind für den Einsatz unter automobilen Temperatur-, Vibrations- und Sicherheitsanforderungen ausgelegt. Ein Cockpit als Gesamtkonzept gab es auf der Messe allerdings nicht zu sehen, sondern lediglich Einzelteile wie Reglerkomponenten und das Display mit rückseitig integrierter Kamera.
heise online ist Medienpartner der CES 2026
(akr)
Künstliche Intelligenz
Richtech Dex: mobiler humanoider Roboter für die Industrie
Der US-amerikanische Hersteller von Robotersystemen Richtech Robotics führt auf der CES 2026 seinen mobilen humanoiden Roboter Dex als zentrale Komponente seiner Robotikplattform für industrielle und gewerbliche Anwendungen vor.
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Der weiße Roboter misst 137 cm in der mobilen und 109 cm in der stationären Variante. Er kann maximal 5 Kilogramm tragen. Dex ist allerdings eher für Industrie- und Montageaufgaben konzipiert und nicht als Lastenträger. Er ähnelt eher einem Küchengerät, also klassischer Weißware, als einem Industrieroboter. Richtig „humanoid“ wirkt er nicht.
Der Hersteller zeigt ihn im Zusammenspiel mit anderen Robotern, etwa mit dem Serviceroboter für die Kaffeezubereitung Adam, dem Bar‑Roboter Scorpion, der Getränke zubereitet, und dem autonomen Transportroboter Titan, der je nach Ausführung 200 Kilogramm oder 590 Kilogramm tragen kann.

Die Aufgabe des Serviceroboters Adam ist die Zubereitung von Kaffee. Den Großteil der Arbeit machen dabei die Kaffeemaschinen. Adam reicht Gefäße an.
(Bild: heise medien / André Kramer)
Kopf, Arme und Räder
Die mobile Variante von Dex bewegt sich auf Rädern statt auf Beinen. Richtech verspricht dadurch höhere Energieeffizienz, geringeren Wartungsaufwand und stabile Fortbewegung in gemeinsam mit Menschen genutzten Arbeitsumgebungen. Das Fahrwerk hat laut Hersteller einen engen Wendekreis und kann schnell abbremsen.
Der Roboter hat zwei Produktionsarme, an deren Enden sich unterschiedliche Greifer oder Werkzeuge anbringen lassen. Vier Kameras helfen beim Navigieren, Erkennen von Objekten und Überwachen der Tätigkeiten in wechselnden Umgebungen.
Als Recheneinheit dient ein System aus der Jetson-Thor-Reihe von Nvidia. Weil es Sensordaten lokal verarbeitet, soll der Roboter schnell Entscheidungen treffen können. Im mobilen Betrieb erreiche Dex eine Laufzeit von rund vier Stunden pro Akkuladung.
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Software und KI-Training
Richtech trainiert Dex mit einer Kombination aus Simulation und realen Einsatzdaten. Dafür nutzt das Unternehmen offene Simulationsumgebungen wie Isaac Sim und Isaac Lab von Nvidia. In diesen virtuellen Umgebungen lernt der Roboter Arbeitsabläufe, die der Hersteller anschließend in reale Produktionsumgebungen überträgt. So soll sich der Roboter zügig und sicher in sein Arbeitsumfeld integrieren lassen.
Die Steuerungssoftware ist darauf ausgelegt, neue Aufgaben über zusätzliche Trainingsdaten anzulernen. Richtech greife dabei auf Erfahrungen aus mehr als 450 bereits installierten Robotersystemen zurück. Parallel baut das Unternehmen eine eigene Datenbasis aus realen industriellen Anwendungen in den USA auf, die es langfristig auch Dritten zur Verfügung stellen will.
heise online ist offizieller Medienpartner der CES 2026
(akr)
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