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Wynken Blynken & Nod: AOK klärt mit Humor über Geschlechtskrankheiten auf


Mit Wortspielen und Creator-Content will die AOK mit Tabus rund um Geschlechtskrankheiten brechen

In ihrer neuesten Jugendmarketing-Kampagne nehmen sich die AOK und Wynken Blynken & Nod ein Thema vor, das wichtig, aber in unserer Gesellschaft nach wie vor schambehaftet ist: Geschlechtskrankheiten. Die Kampagne setzt auf Humor, um junge Menschen zu einem offenen und lockeren Umgang mit dem Thema anzuregen.

Auslöser der Kampagne ist eine besorgniserregender Entwicklung: Die Fallzahlen für sexuell übertragbare Krankheiten steigen seit Jahren an. Während die junge Generation offener denn je über Dating und Sex spricht, gelten Geschlechtskrankheiten nach wie vor als Tabu-Thema. Dabei ist ein offener und aufgeklärter Umgang mit dem Thema wichtig, um sich bestmöglich schützen zu können. Aus diesem Grund haben sich die AOK und ihre Leadagentur Wynken Blynken & Nod für ihre neue Jugendmarketing-Kampagne vorgenommen, sexuelle Gesundheit von Scham und Stigma zu befreien.

Um die junge Zielgruppe zu erreichen, setzt die Kampagne bewusst nicht auf erhobene Zeigefinger, sondern auf einen lockeren und humorvollen Umgang mit dem Thema. „Wir dürfen junge Menschen nicht mit Verboten verschrecken, sondern müssen sie auf Augenhöhe abholen,“ erklärt Felix Kellndorfer, Geschäftsführer Markt und Produkt beim AOK-Bundesverband. „Wir haben uns gedacht, dass das Thema Safer Sex safe auch lustiger erzählt werden kann. Deswegen haben wir eine Kampagne entwickelt, deren Humor mindestens genauso ansteckend ist wie irgendwelche Infektionen“, ergänzt Maike Biala, Art Directorin bei Wynken Blynken & Nod.
Der Spot im Zentrum der Kampagne zeigt verschiedene Situationen, in denen sich Menschen absurd unvernünftig verhalten: Eine Frau will mit bloßen Händen eine Auflaufform aus dem Ofen holen, jemand anders steckt sich ungerührt ein ausgespucktes Kaugummi vom Bürgersteig in den Mund. Dann folgt die Auflösung: „Du würdest niemals so unvernünftig sein. Warum dann im Bett?“ Ergänzt wird die Kampagne durch Motive für Social Media und Print, die mit Wortspielen wie „Bock auf ’ne Nummer sicher?“ für Aufmerksamkeit sorgen. Videos von Content Creators wie Silvi Carlsson, Laura (@lausitalks) oder Dimi (@dimxoo) bieten zusätzlich Aufklärung auf Augenhöhe. Sämtliche Kampagnenassets enden mit einem Verweis auf das Hilfsangebot der AOK: Das Expertentelefon Clarimedis, das diskret und unkompliziert Antworten auf Fragen rund um sexuelle Gesundheit und Geschlechtskrankheiten bietet. „Mit AOK-Clarimedis bieten wir eine unkomplizierte, hoch-kompetente Anlaufstelle im Alltag. Die Kampagne schafft auf kreative Weise das nötige Bewusstsein für die Problematik und bietet gleichzeitig ein niedrigschwelliges Hilfsangebot“, erklärt Felix Kellndorfer. Außerdem finden sich die wichtigsten Infos zum Thema sowie Zugang zu Hilfsangeboten auf einer eigenen Landingpage der AOK.
Die Kampagne wird dort ausgespielt, wo sich viele junge Menschen ohnehin aufhalten: Auf Social Media, sowie auf unterschiedlichen Datingplattformen. In den vergangenen Jahren haben die AOK und Wynken Blynken & Nod bereits mehrere Jugendmarketing-Kampagnen gestartet, die Aufklärung und Unterstützung rund um verschiedene Aspekte körperlicher und mentaler Gesundheit bieten sollen, darunter Regelschmerzen, Allergien und Resilienz.

Jugendmarketing-Kampagne

AOK und Wynken Blynken & Nod feiern Resilienz als Superpower

Resilienz in schwierigen Situationen ist eine Fähigkeit, die heutzutage besonders wichtig ist. Mit ihrer neuen Jugendmarketing-Kampagne wollen die AOK und Wynken Blynken & Nod junge Menschen nicht nur empowern, sondern ihnen auch Tipps an die Hand geben, um Durchhaltevermögen und mentale Stärke zu fördern.



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Bestellungen aus China – Diskussion um 3-Euro-Zoll der EU


Gründe für die neue Zollregelung

Mit der neuen Regelung möchte die EU vor allem für fairere Wettbewerbsbedingungen sorgen. Denn bisher konnten viele Händler:innen aus Drittstaaten ihre Waren zollfrei anbieten, während Unternehmen innerhalb der EU die entsprechenden Abgaben zahlen mussten.

Ein weiterer Grund ist der Verbraucher:innenschutz. Laut einer EU-Untersuchung erfüllten mehr als 60 Prozent der überprüften Produkte aus Nicht-EU-Online-Shops im vergangenen Jahr die geltenden Sicherheitsvorschriften nicht. Betroffen waren unter anderem Spielzeug, Kosmetik, Nahrungsergänzungsmittel, Elektronik und persönliche Schutzausrüstung. Häufig fehlten wichtige Kennzeichnungen oder Sicherheitsnachweise, teilweise wurden sogar unzulässige Inhaltsstoffe entdeckt.

Erst im Mai hatte die EU-Kommission angekündigt, gegen das Unternehmen Temu eine Strafe in Höhe von 200 Millionen Euro zu verhängen. Der Vorwurf: Temu habe gegen den „Digital Services Act“ (DSA) verstoßen, weil Risiken durch illegale und gefährliche Produkte auf der Plattform nicht ausreichend geprüft worden seien.


200 Millionen Euro Strafe:

EU geht hart gegen Temu vor

200 Millionen Euro Strafe: EU geht hart gegen Temu vor
© V H – Pexels

Doch viele User dürften mit der neuen Regelung nicht zufrieden sein. Denn es ist zu erwarten, dass Unternehmen wie SHEIN, Temu und Co. aus Nicht-EU-Ländern die Zusatzgebühren auf die Verbraucher:innen umlegen. Alien Mulyk, designierte Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbands E-Commerce und Versandhandel Deutschland (bevh), meint:

Auch Bestellungen bei redlichen Händlern im außereuropäischen Ausland werden Sie jetzt deutlich mehr kosten.

Zwar könnten die Preise bei Billiganbieter:innen aus China und anderen Regionen weiterhin sehr günstig bleiben. Doch der Aufschlag geht durch Preiserhöhungen wohl zum großen Teil an die Käufer:innen über.

Wir sehen bereits, dass die Preise auf den Plattformen steigen, die Kosten landen also überwiegend bei den Verbraucher:innen,

erklärt E-Commerce-Expertin Karolin Junker de Neui von Etribes.

Der Zoll aus Deutschland, der zudem auf die unveränderten 19 beziehungsweise sieben Prozent Steuerabführung hinweist, rät den Käufer:innen:

Vor einer Bestellung in einem Nicht-EU-Staat sollten Verbraucher zum Beispiel in den Geschäftsbedingungen des Verkäufers, prüfen, ob die pauschale Zollabgabe bereits im Verkaufspreis berücksichtigt wird oder ob die Zollabwicklung durch den Käufer vorgesehen ist.

Die Kollegen von heise & c’t erklären auf YouTube noch mehr zur Entwicklung.

Weitere Veränderungen in Zukunft: Verpflichtende Kennzeichnungen kommen bald

Die 3-Euro-Gebühr ist allerdings nur eine Übergangslösung. Sie gilt zunächst bis zum 1. Juli 2028. Danach sollen wieder reguläre Zollsätze greifen – abhängig davon, um welche Art von Ware es sich handelt.

Zusätzlich verschärft die EU die Kontrollen im Online-Handel. Ab November 2026 werden Produktkennzeichnungen für importierte Waren verpflichtend, damit sich Sendungen besser nachverfolgen lassen und unsichere Produkte schneller aus dem Verkehr gezogen werden können. Maroš Šefčovič, Kommissar für Handel der Europäischen Union, sagt über die neuen Regelungen:

This reform ensures fairness for all businesses operating within the EU market while keeping customs procedures simple for consumers. By introducing a small duty and stronger product traceability, we are closing loopholes that allowed unsafe and non-compliant goods to enter our market too easily. This is a key step in the modernisation of our Customs Union and towards a fully digital, agile and coordinated EU customs system fit for the challenges of our times.

Auch im Bereich der Technologie will sich die Kommission absetzen und investiert Milliarden, um unabhängiger von OpenAI, Microsoft und Co. zu werden. Mehr dazu erfährst du im folgenden Artikel:


„Your digital future is made in Europe“:

Europas Plan gegen Tech-Abhängigkeit

„Your digital future is made in Europe“: Europas Plan gegen Tech-Abhängigkeit
© Europäische Kommission via X

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WhatsApp Channel Admins können jetzt Werbung markieren


Während Ads auf WhatsApp weltweit Einzug halten, können Admins in Kanälen Kooperationen markieren, um ähnlich wie auf X und Instagram Transparenz zu schaffen.

Im Februar dieses Jahres begann WhatsApp mit dem weltweiten Roll-out beworbener Kanäle und Status Ads. Auch du wirst diese in deinem Updates-Bereich entdecken können. Damit auch bezahlte Inhalte in Kanälen, die aus kommerziellen Kooperationen entstanden sind, als solche erkennbar sind, ermöglicht die Messaging App Channel Admins mit einem neuen Feature die einfache Markierung. Diese gibt es bei der Schwesterplattform Instagram beispielsweise in den erweiterten Einstellungen zum Posting von Beiträgen. Auch X hat seit wenigen Monaten ein Paid Partnership Label für Posts zu bieten.


Integrität retten?

X führt Paid Label ein

X-Logo
© Viralyft – Unsplash (Änderungen wurden vorgenommen via Canva)

Paid Partnerships im Channel auf WhatsApp markieren: So geht es

Der auf WhatsApp spezialisierte Publisher WABetaInfo berichtet vom Roll-out-Start der neuen Werbekennzeichnungsfunktion auf WhatsApp. Sowohl iOS als auch Android User können darauf zugreifen. Der Roll-out kann eine Zeit lang dauern, das Feature sollte aber demnächst bei allen Usern ankommen.

Zur Markierung von Updates in den Channels können die Admins das Kontextmenü durch das lange Gedrückthalten des Updates aufrufen. Dort finden sie dann die Option zur Markierung des Updates als bezahlten Content. Wird sie aktiviert, erhält das Update im Kanal das Paid Partnership Label. Dieses kann nicht mehr entfernt werden. Die Follower des Channels können damit überall klar erkennen, wenn ein Update Teil einer kommerziellen Kooperation ist.

Diese Labels sollen für mehr Transparenz bei der Social-Media-Kommunikation sorgen. Die Admins müssen die Paid Partnership Labels nicht einsetzen. Doch tun sie das nicht und der Content ist werblich, aber nicht entsprechend markiert, drohen Konsequenzen. Abmahnungen und Gerichtsverfahren können folgen, wenn Marken und Unternehmen – in diesem Fall dann Kanalbetreiber:innen – in den sozialen Medien werbliche Inhalte nicht eindeutig markieren. Ein Urteil des Landgerichts Köln hat kürzlich gar entschieden, dass Werbung in den sozialen Medien schon im Grid als solche zu erkennen sein muss. Klar ist für jegliche kommerzielle Kommunikation, dass Werbung schon im Erstkontakt mit Usern auf Social-Media-Plattformen erkenntlich sein muss. Dabei möchte WhatsApp jetzt auch mit dem neuen Feature unterstützen.


WhatsApp ohne Telefonnummer:

Usernames sind da und so stellst du sie ein

beigefarbener Hintergrund, WhatsApp-Profil mit Username, Text in Schwarz und Grün, WhatsApp-Logo
© WhatsApp via Canva

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Instagram-Studie 2026: Diese Formate dominieren


Über 24 Millionen analysierte Beiträge zeigen: Instagram gewinnt an Views und Interaktionen, doch die zugrunde liegenden Formate unterscheiden sich deutlich. Gerade ein altbekanntes Format verliert an Relevanz.

Mit weit mehr als drei Milliarden monatlich aktiven Usern ist und bleibt Instagram eine der populärsten Social-Media-Plattformen überhaupt. Für Creator, Brands, aber auch Advertiser gehört sie seit Jahren zum Content-Mix. Und seit Jahren fragen sich diese Gruppen, was auf Instagram am besten funktioniert. Um darauf datenbasierte Antworten liefern zu können, hat das Analyseunternehmen Metricool eine Instagram-Studie für 2026 veröffentlicht. Dafür hat Metricool weltweit insgesamt 24.364.803 Posts von 375.118 Accounts mit unterschiedlicher Größe und aus unterschiedlichen Branchen untersucht. Im Fokus der Analyse aus den Monaten Januar und Februar 2025 sowie Januar und Februar 2026 standen Beiträge, Karussell-Posts, Reels und Stories. Während Instagram im Jahr 2026 ein klares Plus bei Views und Interaktionen aufweist, müssen Creator besonders darauf achten, welche Formate sie nutzen. Denn nicht alle versprechen eine gute Performance.


Instagrams ultimative Publishing Checklist für deinen Content

Hölzernes Instagram-Logo inmitten von grünen Pflanzen an weißer Wand, Treppengeländer im Vordergrund
© Meta via Canva

Mehr Views und Interaktionen: Klare Zuwächse bei Reels und Karussell-Posts

Metricools neue Instagram-Analyse zeigt, dass die Plattform 2026 ein klares Plus bei den Views verzeichnen konnte. 26,6 Prozent mehr waren es im Vergleich zum Vorjahr. Seit 2024 sind Views auf Instagram die Metrik für alle Formate, getrieben auch vom Wachstum der Reels. Die Views werden durch vielfältige Interaktionsformen unterstützt. Das Team gibt in der Analyse beispielhaft das Öffnen weitergeleiteter Memes, das erneute Öffnen gespeicherter Rezepte und geteilte Reels an. So steht auch für die Interaktionen 2026 ein Plus von 19,3 Prozent zu Buche. Doch wer die Aufmerksamkeit auf die eigenen Inhalte und Themen lenken möchte, sollte bei der Wahl der Formate genau aufpassen. Nach Daten aus der Analyse sind Reels und Karussell-Posts besonders vielversprechend, Beiträge mit Einzelbildern aber nicht mehr.

Die Einzelbild-Posts haben 2026 knapp 22 Prozent Reichweite und über 25 Prozent bei den Interaktionsraten eingebüßt. Auch die Engagement Rate liegt mit 1,99 Prozent hinter jener von Karussell-Posts (3,08 Prozent) und Reels (4,30 Prozent). Trotzdem sind 2026 knapp zwölf Prozent mehr Einzelbild-Posts erstellt worden, was auch zu rund 33 Prozent mehr Aufrufen geführt hat.

Dagegen haben Karussell-Posts mehr zu bieten, wenn es um nützliche Interaktionen geht. Laut Metricool erzielen sie neunmal mehr Saves als Bildbeiträge – und die gelten längst als wichtige Metrik. Instagram-Chef Adam Mosseri hat mehrfach betont, dass Reichweite allein nicht zentral ist, sondern dass Interaktionen wie Saves, Shares und Co. den Algorithmus über Relevanz informieren. Die Karusselle bieten im Vergleich zu Einzelbild-Posts in beinahe allen Messgrößen Vorteile, etwa bei der Reichweite, bei Views, Shares, Likes und Kommentaren. Dennoch liegt das Format bei den Beträgen pro Woche deutlich hinter Einzelbild-Posts. Womöglich, weil letztere schnell erstellt sind.

Doch Creatorn gehen Potentiale verloren, wenn sie nicht auf die Karusselle setzen. Denn diese haben noch mehr Reichweiten- und Interaktionschancen zu bieten. Die Integration von Musik beispielsweise qualifiziert sie für die Ausspielung im Reels Feed, wo sie noch mehr Aufmerksamkeit erlangen können. Zudem können Creator jetzt pro Slide im Karussell eine dedizierte Caption erstellen, um noch besser visuelles Storytelling zu betreiben. Erste Creator können zudem auf Instagram ihre Karussell-Posts neu ordnen, auch nach dem Posten noch. Das kann ebenfalls mehr Chancen fürs Engagement freisetzen.


Mit diesem Tipp vom Instagram-Chef bekommt dein Carousel mehr Reichweite

Zwei Smartphone Mockups mit Instagram Carousel samt Musik-Anzeige, Farbverlauf orange-violett im Hintergrund
© Instagram via Canva

Die 72-Stunden-Marke und Reels als größter Wachstumstreiber

Ein Großteil der Interaktionen und Views für Instagram Content entsteht innerhalb von drei Tagen nach dem Veröffentlichungszeitpunkt. Nach Daten aus Metricools Analyse entfallen 76 Prozent der Views und 75 Prozent der Interaktionen bei Bild-Posts und Karussell-Posts auf diesen Zeitraum. Bei Reels sind es 65 und 61 Prozent.

Die Reels sind auf Instagram ein zentraler Wachstumsfaktor. Marken haben laut Metricool 2026 zwölf Prozent mehr Bildbeiträge, 24 Prozent mehr Karussell-Posts und 36 Prozent mehr Reels veröffentlicht. Nur bei den Reels ist die Engagement Rate angestiegen, um knapp 25 Prozent. Auch die durchschnittliche Wiedergabedauer der Kurzvideos hat sich von vier auf 8,5 Sekunden mehr als verdoppelt. Die gesamte Wiedergabezeit in der Analyse wuchs gegenüber dem Vorjahr um 139 Prozent und die Zahl der Views stieg im Vergleich zum Vorjahr leicht an (um zwei Prozent).

Reels-Entwicklung 2025 gegenüber 2026 in der Metricool-Analyse: Mehr Views und Sehzeit, © Metricool, Diagramm
Reels-Entwicklung 2025 gegenüber 2026 in der Metricool-Analyse: Mehr Views und Sehzeit, © Metricool

Überdies wurden Reels zu 67 Prozent häufiger geteilt, fünf Prozent häufiger gespeichert, erhielten im Schnitt 17 Prozent mehr Likes und elf Prozent mehr Kommentare. Zwar erreichen Reels im Vergleich zu TikTok deutlich weniger Views (29 Prozent weniger) und Interaktionen (14 Prozent weniger), wenn es um Kurzvideos geht. Doch Karussell-Posts performen auf Instagram sehr viel besser als bei der Konkurrenz von ByteDance und erhalten das 4,7-Fache an Views und das 5,8-Fache an Interaktionen.

Reels stehen hinter TikToks zurück, Karussell-Posts auf Instagram toppen jene auf TikTok, © Metricool, Smartphone Mockups mit Zahlen und Vergleichen
Reels stehen hinter TikToks zurück, Karussell-Posts auf Instagram toppen jene auf TikTok, © Metricool

Auch dieser Vergleich bestärkt Creator und Marken in der Ansicht, dass sie mehrere Formate kombinieren sollten, um ihr Social Media Storytelling zu optimieren. Lea Sindel, PR, Events und Education Spezialistin bei Metricool, meint::

Instagram wird häufig noch als ein einheitlicher Feed betrachtet, in dem alle Inhalte gleich funktionieren. Unsere Daten zeigen jedoch ein anderes Bild. Reels und Karussells übernehmen heute klar unterschiedliche Rollen in der Performance-Logik. Reels sorgen für Reichweite und neue Zielgruppen, Karussells für vertiefte Inhalte und deutlich höhere Save-Raten. Gleichzeitig verlieren Einzelbild-Posts und Hashtags messbar an Relevanz. Wer diese Unterschiede versteht, optimiert nicht mehr am Feed entlang, sondern entlang der tatsächlichen Nutzung auf der Plattform.

Hashtag-Verzicht, Fragen als Booster und immer der Blick auf die Community

Zu den weiteren Erkenntnissen der Instagram-Studie 2026 von Metricool gehört, dass Beiträge mit Hashtags im Schnitt 31,7 Prozent weniger Views und 33,9 Prozent weniger Interaktionen als der Plattformdurchschnitt erhalten. Das muss nicht zwingend mit den Hashtags selbst zusammenhängen, kann genauso an der Gestaltung der Posts selbst liegen. Aber die Auffindbarkeit hat sich schon in Richtung natürlicher Sprache und Keywords verschoben. Instagram entwickelt sich zunehmend zu einer search- und keywordgetriebenen Plattform, in der Inhalte über Themen und Suchintention gezielt auffindbar werden. Immerhin zeigt Google seit 2025 in den Suchergebnissen öffentliche Instagram Posts und andere Elemente der Plattform an.

Als Engagement-Hebel können Creator und Brands indes auf Calls-to-Action oder konkrete Fragen setzen. Beiträge mit einer Frage erhalten durchschnittlich 36,7 Prozent mehr Kommentare als Beiträge ohne eine Frage. Solche Fragen können vielfach auch in einem anderen Format auftauchen, das über Einzelbild-Posts, Karussell-Posts und Reels nicht vergessen werden sollte: Stories. Die Reichweite des Formats ist gegenüber 2026 leicht zurückgegangen (um zwei Prozent). Aber die Zahl der Antworten ist um 88 Prozent gestiegen und auch die Zahl der vorzeitigen Abbrüche ging um sechs Prozent zurück. Stories bleiben daher ein wichtiges Element für die Community-Nähe – um die es im Instagram Game ohnehin geht. Zuletzt testete Instagram für dieses Format einen Voice Sticker und Reveal Sticker für AI-Inhalte, ein Retro-Fotostreifen-Sticker ist schon verfügbar.


Instagram Stories erhalten Retro-Fotostreifen-Sticker

Instagram zeigt den neuen Fotostreifen-Sticker im Story-Sticker-Menü.
© eigene Aufnahme, Marc Specter (Adesigndot) via Canva

Noch mehr Insights zur Instagram-Entwicklung auf Basis der analysierten Beiträge findest du in der ausführlichen Studie von Metricool, die auch noch einige Beispiel-Cases und Tipps für die Plattform anführt.


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