Künstliche Intelligenz
Zwei Kompaktnetzteile für den Mini-ITX-Bauvorschlag für Spieler
Kaum war der Artikel zum Mini-ITX-Gamer erschienen, verschwand das von uns ausgesuchte Netzteil vom Markt. Be quiet hatte es offenbar während der Gamescom kommentarlos aus dem Sortiment genommen. Ärgerlich: Wir hatten uns zuvor vom Hersteller versichern lassen, dass es noch mindestens ein Dreivierteljahr verfügbar sein würde.
Das Artikelforum hatte schnell zwei Alternativen parat, die wir nun einem Kurztest unterzogen haben. Das be quiet SFX-L Power 600W (ab 118,71 €) für 120 Euro ist einfach die nächste – und inzwischen niedrigste – Leistungsstufe innerhalb der Netzteilserie, der auch das ursprüngliche 500-Watt-Modell entstammte. Mit 750 Watt Nennleistung tritt das Corsair SF Series Platinum SF750 (ab 168,95 €) an, das etwa 170 Euro kostet. Wir haben die beiden Saftpäckchen einem Schnelltest unterzogen, der die im Artikel zum Bauvorschlag genannten Lastszenarien nachstellt.
SFX versus SFX-L
Bei beiden Modellen handelt es sich um SFX-Netzteile – größere Formate passen nicht in das Fractal Design Era 2, das Gehäuse des Mini-ITX-Bauvorschlags. Allerdings gibt es dieses Netzteilformat in den Varianten SFX und SFX-L, die beide deutlich kleiner als ATX sind, dessen Standardausführung mit 150 × 80 × 140 Millimetern spezifiziert ist (Breite × Höhe × Tiefe). Die SFX-Spezifikation sieht jeweils eine Breite von 125 Millimetern und eine Höhe von 64 Millimetern vor. Doch während ein SFX-Netzteil wie das von Corsair maximal 100 Millimeter tief sein darf, sind beim SFX-L-Format bis zu 130 Millimeter Tiefe erlaubt, die be quiet voll ausnutzt. Beiden Geräten liegt eine ATX-Adapterblende bei, sodass man sie auch in ein Desktopgehäuse einbauen kann.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Zwei Kompaktnetzteile für den Mini-ITX-Bauvorschlag für Spieler“.
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Künstliche Intelligenz
IT-Arbeitsmarkt trübt sich weiter ein
Die Nachfrage am IT-Arbeitsmarkt hat weiter nachgelassen. Das geht aus dem Fachkräfte-Index des Personaldienstleisters Hays hervor, der der iX-Redaktion vorliegt. Die vom Anbieter erfassten Stellenausschreibungen für IT-Fachkräfte sind demnach im vierten Quartal 2025 auf rund 67.500 gesunken, womit sich der Abwärtstrend des Jahres fortsetzte. Im Vergleich zum vorigen Quartal liegt das Minus damit bei sieben Prozent, zum Vorjahresquartal sind es sogar minus 18 Prozent.
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Im Jahresvergleich wurde ungefähr ein Fünftel weniger ausgeschrieben. Von Werten deutlich über 100.000 Jobangeboten, wie sie Hays von 2022 bis Anfang 2024 verzeichnet hat, entfernt sich der Markt immer weiter. Das Minus zeigt sich abgesehen von leichten Zugewinnen bei Datenbank- und SAP-Entwicklern in praktisch allen von Hays erfassten IT-Jobs. So ist etwa die Zahl der Ausschreibungen für IT-Berater mit etwas über 9500 erstmals seit 2021 wieder in den vierstelligen Bereich gefallen.
ITler weniger betroffen als der Gesamtmarkt
Der Rückgang bei den IT-Jobs sei aber geringer als der Einbruch der Fachkräftenachfrage im Gesamtmarkt, stellt Hays fest. Demnach hat sich die Nachfrage im gesamten Jahr 2025 in nahezu allen Wirtschaftsbereichen weiter abgeschwächt. So brachte das vierte Quartal 2025 im Jahresvergleich ein Minus von 25 Prozent. Besonders deutlich falle der Rückgang in den industriellen und unternehmensnahen Dienstleistungsbranchen aus. Bei Ingenieuren sank die Zahl der Stellen im Quartalsvergleich um rund 11 Prozent, im Jahresvergleich sogar um fast ein Drittel (32,3 Prozent). Ähnlich stark brach die Nachfrage nach HR-Personal ein, mit einem Minus von 31,3 Prozent übers Jahr. Einbezogen werden laut Hays Stellenanzeigen der meistfrequentierten Online-Jobbörsen, von Tageszeitungen sowie dem Business-Netzwerk Xing.
Strukturell gesehen bleibe IT wegen Digitalisierung, KI-Einführung und Automatisierung auch im Jahr 2025 einer der Fachkräftebereiche mit der höchsten Nachfrage, ist man sich bei Hays sicher. Andreas Sauer, Bereichsleiter Technology bei Hays, führte dazu aus: „Unternehmen reduzieren zwar ihre Einstellungsvolumina, verzichten jedoch nicht auf kritische IT-Kompetenzen. Insbesondere in den Bereichen Softwareentwicklung, SAP, IT-Architektur, Automatisierung und KI/Data bleibt der Bedarf strukturell hoch. Digitale Transformation wird daher auch in konjunkturell angespannten Phasen nicht ausgesetzt, sondern nur selektiver und strategischer betrieben.“
Ob 2026 neue Impulse bringt, bleibt abzuwarten. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung sieht im Januar noch einen Arbeitsmarkt „ohne Kraft“ und auch keinen klaren Aufschwung angesichts der Verluste in der Industrie. Die Bundesregierung erwartet in diesem Jahr ein Wirtschaftswachstum von 1,0 Prozent, wie Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) bei der Vorstellung des Jahreswirtschaftsberichts sagte. Im vergangenen Herbst hatte Reiche noch mit einem Plus des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 1,3 Prozent gerechnet. 2025 gab es ein Mini-Wachstum von 0,2 Prozent.
(axk)
Künstliche Intelligenz
OpenAI plant angeblich soziales Netzwerk mit biometrischer Bot-Erkennung
Sie stiften Unruhe, sollen die Gesellschaft zersetzen und Panik schüren: Bots sind zu einem großen Problem in sozialen Netzwerken geworden. Für viele Menschen sind sie nur schwer oder gar nicht als solche erkennbar. Der KI-Entwickler OpenAI plant jetzt laut einem Bericht des US-Magazins Forbes angeblich ein eigenes soziales Netzwerk, das Bots gar nicht erst hineinlassen soll. Für diese Überprüfung sollen biometrische Verfahren zum Einsatz kommen.
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Für dieses „Proof of Personhood“ wolle OpenAI wahlweise den Face-ID-Sensor des iPhones von Apple einsetzen oder den World Network Iris-Scanner, heißt es im Bericht. Das Gerät von Tools for Humanity ist allerdings umstritten – das Unternehmen ist auch als Herausgeber der Kryptowährung WLD-Token bekannt. Spanien und Portugal haben den Iris-Scan wegen Datenschutzbedenken zeitweise verboten.
Auch das Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht identifizierte im Dezember 2024 „grundlegende Datenschutzrisiken“. Anders als ein Passwort können Augen nicht geändert werden, begründen Datenschützer ihre Vorbehalte. World Network beklagte umgekehrt, dass die EU keine klaren Anonymisierungs-Standards habe. Dass OpenAI auf den Iris-Scan verzichtet, ist allerdings unwahrscheinlich: OpenAI-Chef Sam Altman ist sowohl CEO von OpenAI als auch Vorsitzender von Tools for Humanity.
Warum OpenAI ein eigenes Netzwerk möchte
Im geplanten bot-freien sozialen Netzwerk sollen sich nach Vorstellung von OpenAI nur Menschen tummeln. Ob das freilich alle Probleme löst, darf bezweifelt werden. Im April 2025 wurde erstmals bekannt, dass OpenAI mit einem kleinen Team an einem Social-Network-Prototyp arbeitet.
Alleine X löschte im Jahr 2025 laut Medienberichten 1,7 Millionen Bot-Accounts. Das Interesse von OpenAI an einem eigenen sozialen Netzwerk erklärt sich indessen nicht nur aus dem Problem mit den Bots: Der ChatGPT-Entwickler sieht sich mit Mitbewerbern konfrontiert, die eigene soziale Netzwerke besitzen und diese einsetzen, um ihre Chatbots bekannter zu machen. Vor allem aber sind die Netzwerke ein Zugang zu Daten, die für das Echtzeit-Training der KI-Modelle verwendet werden können. X hat zum Beispiel Grok integriert. Auch Meta nutzt seine eigenen KI-Modelle in seinen Netzwerken Facebook und Instagram sowie im Messenger WhatsApp.
(mki)
Künstliche Intelligenz
Nach 30 Jahren Entwicklungszeit: GNU gettext 1.0 ist fertig
Das Internationalisierungs-Framework GNU gettext hat mit Version 1.0 einen Meilenstein erreicht. Das Release folgt auf Version 0.26 vom Juli 2025 und markiert damit nach über drei Jahrzehnten Entwicklungsarbeit einen Wendepunkt für das weitverbreitete Lokalisierungs-Tool.
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Sun Microsystems hatte Anfang der 1990er-Jahre mit der Entwicklung von gettext begonnen. 1995 entwickelte Ulrich Drepper für das GNU-Projekt eine eigenständige Implementierung auf Basis von Suns Konzept. Seitdem hat sich das Framework zum Standard für die mehrsprachige Integration in Open-Source-Software etabliert. Projekte wie KDE, LibreOffice, Godot Engine oder Weblate verwalten mit gettext ihre Übersetzungen.
Neue Tools für maschinelle Übersetzung
Die wichtigste Neuerung in Version 1.0 ist die Integration von Large Language Models (LLMs) für maschinelle Vorabübersetzungen. Mit den beiden neuen Programmen msgpre und spit können Entwickler lokale LLMs nutzen, um PO-Dateien automatisch zu übersetzen. Während msgpre komplette PO-Dateien verarbeitet, wendet spit die maschinelle Übersetzung auf einzelne Nachrichten an.
Die Maintainer Bruno Haible und Daiki Ueno weisen in der Dokumentation allerdings ausdrücklich darauf hin, dass Anwender die Lizenzierung der verwendeten LLMs prüfen müssen. Die Modelle sollten GPL-kompatibel und im Sinne freier Software nutzbar sein. Durch die lokale Installation bleibt die Kontrolle über die zu übersetzenden Texte beziehungsweise die Daten beim Nutzer.
Verbesserte Workflows für Maintainer
Neben der LLM-Integration bringt gettext 1.0 Verbesserungen beim Handling von PO-Dateien. Das neue Programm po-fetch lädt übersetzte PO-Dateien automatisch von Übersetzungsprojekt-Websites herunter. Das vereinfacht den Synchronisations-Workflow, da Maintainer nicht mehr manuell nach aktualisierten Übersetzungen suchen müssen.
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Die Parser für PO-Dateien wurden robuster und behandeln jetzt Sonderfälle wie Zeilenumbrüche in msgstr, Plural-Forms und Header-Einträge zuverlässiger. Für die Programmiersprachen Rust und OCaml gibt es eine erweiterte Unterstützung. Details finden sich in der Ankündigung der Version 1.0.
30 Jahre konservative Entwicklung
Dass gettext so lange im 0.x-Status verblieb, liegt an der konservativen Entwicklungsphilosophie des GNU-Projekts. Das Framework basiert auf dem Uniforum-Standard von 1988, GNU wählte dabei einen message-as-key-Ansatz aufgrund der größeren Einfachheit. Über die Jahre stand die Stabilität der API im Vordergrund, wie es bei kritischer Infrastruktur-Software typisch ist.
Die neuen Features in Version 1.0 sind optional und beeinträchtigen die Rückwärtskompatibilität nicht. Bestehende Workflows mit xgettext, msgmerge und msgfmt funktionieren unverändert weiter. Für Maintainer wichtig: PO-Dateien bleiben nun unverändert wie von Übersetzern eingereicht, statt automatisch mit dem POT-File synchronisiert zu werden – das vermeidet Merge-Konflikte und reduziert die Commits. Linux-Distributionen können problemlos auf die neue Version aktualisieren, da die Kernfunktionalität stabil bleibt.
Der Quellcode von gettext 1.0 steht auf den GNU-FTP-Servern zum Download bereit. Die LLM-Tools erfordern eine lokale Installation eines kompatiblen Sprachmodells.
(fo)
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