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1&1 kommt beim Ausbau seines Handynetzes voran


Das vierte deutsche Handynetz bleibt klein, wird aber etwas größer. Wie der Mobilfunk-Anbieter 1&1 in Montabaur mitteilte, waren zum Jahreswechsel gut 2000 Antennen-Standorte aktiv. Im vergangenen Jahr seien pro Quartal im Schnitt 300 neue Standorte hinzugekommen, dieses Ausbautempo soll auch dieses Jahr fortgesetzt werden. „Wir wachsen weiter und erreichen mit diesen Standorten (…) über 25 Prozent der Haushalte“, sagte Firmenchef Ralph Dommermuth. 2030 sollen es über 50 Prozent sein, eine entsprechende Vorschrift der Bundesnetzagentur werde 1&1 „sehr gut schaffen“.

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1&1 ersteigerte 2019 erstmals eigene Frequenzen, danach hatte das Unternehmen mit Lieferproblemen von Vertragspartnern zu kämpfen und der Ausbau verzögerte sich. Anfang 2023 waren nur fünf Standorte in Betrieb und boten Verbindungen für ein Festnetz-Ersatzprodukt an, laut einer staatlichen Vorschrift hätten es 1000 sein müssen.

Ende 2023 ging es mit dem Handynetz los, seither wurden schrittweise immer mehr Standorte in Betrieb genommen. Im Vergleich zu den drei etablierten Mobilfunkern ist das 1&1-Netz klein. Vodafone hat in Deutschland circa 28.000 Standorte, O2 29.000 und die Telekom 36.500. Dort, wo 1&1 kein eigenes Netz hat, werden die Kunden mit dem Netz von Vodafone verbunden. Dafür zahlt 1&1 Geld an Vodafone.

1&1 legte Jahreszahlen vor, denen zufolge der Umsatz 2025 um 1,8 Prozent auf rund 4,1 Milliarden Euro gestiegen ist. Der Nettogewinn sank um knapp die Hälfte auf 166 Millionen Euro. Das lag etwa daran, dass die Vodafone-Roamingkosten höher ausfielen als von 1&1 angenommen. Außerdem wurden mehr Rechenzentren gebaut und Antennen installiert als zuvor, wodurch die Abschreibungen auf das Mobilfunknetz höher ausfielen.

Finanzanalysten spekulieren schon länger, ob der spanische Telekommunikationskonzern Telefónica zugreifen und 1&1 kaufen könnte, um seine Deutschlandtochter O2 zu stärken – dann könnte es wieder nur drei Handynetze geben und nicht mehr vier. „Ich habe nicht vor, das Unternehmen zu verkaufen“, sagte 1&1-Chef Dommermuth, der zugleich auch Hauptaktionär der 1&1-Mutter United Internet ist. „Wir sind aus dem Schlimmsten draußen. Warum sollten wir jetzt das Unternehmen verkaufen, die Party hat ja noch gar nicht begonnen.“

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(afl)



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Speicherkrise: Micron macht so viel Umsatz wie AMD und Intel zusammen


Der Speicherhersteller Micron ist der erste von drei Weltmarktführern, der Geschäftszahlen für den Jahresbeginn 2026 veröffentlicht. Sie zeigen, wie erheblich die aktuelle Speicherkrise ist und wie enorm Speicherhersteller davon profitieren.

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Micron hat von Anfang Dezember 2025 bis Ende Februar 2026 rund 23,9 Milliarden US-Dollar umgesetzt. In diesen Zeitraum fällt das zweite Fiskalquartal 2026 für Micron. In nur drei Monaten ist der Umsatz damit um 75 Prozent gewachsen, gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 196 Prozent. Microns Umsatz ist damit auf dem Niveau von AMD und Intel zusammen.

Das Wachstum beim Nettogewinn ist mit 13,8 Milliarden US-Dollar noch viel größer, da Micron die Preise steigert und damit die Marge maximiert. Ein Jahr zuvor machte die Firma 1,6 Milliarden US-Dollar Nettogewinn. Die Bruttomarge ist in dem Zeitraum von 56 auf 74 Prozent gestiegen, die Betriebsmarge von 45 auf 68 Prozent. Micron verbucht das als Rekord.

Obwohl KI-Rechenzentren die Speicherkrise ausgelöst haben, verzeichnet Micron das größte Wachstum bei NAND-Flash (SSD-Speicher) und DRAM (Arbeitsspeicher) für Desktop-PCs, Notebooks, Smartphones und andere Client-Geräte. In einem Jahr ist der Umsatz von 2,2 Milliarden auf 7,7 Milliarden US-Dollar gestiegen. Die Betriebsmarge explodiert von einem auf 76 Prozent.

Damit ist Client-Speicher das lukrativste Geschäft für Micron. Das liegt an den besonders hohen Preissteigerungen, die der Hersteller dort durchdrücken kann. In nur einem einzigen Quartal ist der Umsatz um 81 Prozent gestiegen – obwohl die verkaufte Speichermenge aufgrund von Produktionsumstellungen gesunken ist. Das heißt, die Preise sind um über 81 Prozent gestiegen.



Microns Umsatz nach Sparten aufgeschlüsselt. „Cloud Memory“ enthält DRAM und NAND-Flash für Cloud- und KI-Rechenzentren. Mit „Core Data Center“ sind klassische Server ohne KI-Fokus gemeint.

(Bild: Micron)

KI- und Cloud-Rechenzentren haben zuletzt gut 7,7 Milliarden US-Dollar Umsatz gemacht, klassische Server 5,7 Milliarden. Automotive und Embedded landeten bei 2,7 Milliarden US-Dollar. Alle Sparten verzeichneten erhebliches Wachstum.

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DRAM für Arbeitsspeicher bleibt Microns Kerngeschäft. 18,8 Milliarden US-Dollar beziehungsweise 79 Prozent des Umsatzes entfielen auf diesen Speichertyp. NAND-Flash für SSDs landete bei 5 Milliarden US-Dollar beziehungsweise 21 Prozent.

Beide Speichertypen bleiben bis auf Weiteres knapp. Micron erwartet keine Entspannung im Kalenderjahr 2026. Auch darüber hinaus sollen DRAM und NAND-Flash knapp bleiben. Bei SSDs sieht die Situation besonders schlecht aus: „Wir stellen derzeit fest, dass die Nachfrage nach NAND-Speicher auf absehbare Zeit deutlich über unserem verfügbaren Angebot liegt.“

Langfristige Abkommen mit Abnehmern untermauern, dass die Industrie keine platzende KI-Blase erwartet: Micron hat ein erstes fünfjähriges „strategisches Kundenabkommen“ unterschrieben. Darin sollen anders als in bisherigen Langzeit-Rahmenverträgen „spezifische Verpflichtungen“ vermerkt sein.

Die Investitionen in neue Fertigungskapazitäten steigen derweil. Micron will im Fiskaljahr 2026 (September 2025 bis Ende August 2026) über 25 Milliarden US-Dollar investieren. Im folgenden Fiskaljahr 2027 sollen die Ausgaben um mindestens 10 Milliarden US-Dollar steigen, hauptsächlich für zusätzliche Fertigungskapazität. Bisherige Investitionen schlagen sich allerdings erst frühestens Ende 2027 auf die Produktionsmenge aus, da der Bau neuer Halbleiterwerke dauert.

Micron bestätigt Schätzungen, dass die Fertigungskapazität von DRAM und NAND-Flash im Kalenderjahr 2026 herstellerübergreifend um gut 20 Prozent steigen soll. Diese Steigerung kommt durch neuere Fertigungsprozesse, die mehr beziehungsweise dichter gepackte Speicherchips auf einem Wafer ermöglichen.

Im laufenden Quartal erwartet Micron 33,5 Milliarden US-Dollar Umsatz (+/- 750 Millionen). Das entspricht 40 Prozent sequenzielles Wachstum. Die Bruttomarge soll auf 81 Prozent steigen. Heißt: Die Preise steigen weiter erheblich.

Microns Aktie ist seit Bekanntgabe der Geschäftszahlen um etwa sieben Prozent gefallen. Das dürfte allerdings an der gesamten Marktlage liegen: Fast alle Techunternehmen sind gerade rot, auch wegen des Iran-Kriegs. Zudem finden Analysten die prognostizierte Marge nicht hoch genug.


(mma)



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X4 Air von Insta360 im Test: Preiswerter Rundumblick


Apple kennzeichnet seine leichteren, kostengünstigeren Geräte, die im Vergleich zu den Profimodellen einige Features weniger bieten, mit dem Zusatz „Air“. Das Konzept hat der Kamerahersteller Insta360 ebenfalls für sich entdeckt.

Die 400 Euro teure X4 Air (ab 329 €) richtet sich an Einsteiger, die 360-Grad-Videos drehen, aber nicht auf Profifunktionen verzichten wollen. Wie bei der X4 (ab 333 €) (480 Euro und X5 (ab 479 €) (590 Euro) handelt es sich um eine Actioncam mit zwei Objektiven und Bildsensoren, die jeweils mit einer Auflösung von bis zu 8K aufnehmen können. Die Elektronik setzt beide Bilder zusammen, sodass ein Kugelpanorama entsteht.


, Melissa Ramson / heise medien

, Melissa Ramson / heise medien

(Bild: Melissa Ramson / heise medien)

Alternativ filmt man nur mit einem Objektiv.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „X4 Air von Insta360 im Test: Preiswerter Rundumblick“.
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Richtig skalieren: Vom Monitoring Stack zur Observability-Plattform


Monitoring gilt im modernen Software Engineering längst als Selbstverständlichkeit – oder, wie es im Englischen heißt, als Commodity: eine standardisierte Leistung, die man am besten günstig von spezialisierten Anbietern einkauft. Doch wie Dominik Schmidle in seinem Talk während der Online-Konferenz Mastering Observability 2025 anmerkt, können kommerzielle Monitoring-Services ab einer gewissen Systemgröße sehr schnell sehr teuer werden. Daher drängt sich unweigerlich die Frage „Selber bauen oder einkaufen?“ auf, wenn klassische Monitoring Stacks bei wachsender Systemkomplexität an ihre Grenzen stoßen.

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Logo der Konferenz Mastering Observabilkity 2026

Logo der Konferenz Mastering Observabilkity 2026

(Bild: AtemisDiana/Shutterstock)

Mehr zu Observability bietet die Online-Konferenz Mastering Observability von iX und dpunkt.verlag am 16. April 2026. Die Konferenz widmet sich unter anderem den Herausforderungen automatisierter Observability für KI- und agentenbasierte Systeme.

Mit steigender Komplexität der zu verwaltenden Systeme wächst auch der Aufwand für deren Überwachung – bis hin zu einer grundlegenden organisatorischen Entscheidung: Bleibt Monitoring lediglich eine Komponente innerhalb der einzelnen verantwortlichen Teams, oder wird es zu einem eigenständigen, teamübergreifenden Produkt? Genau dieser Frage geht Schmidle in seinem Talk „Think Big: Monitoring Stack war gestern – Observability Platform at scale!“ anhand eines konkreten Praxisbeispiels nach: einer B2B-Plattform für Kubernetes Cluster Fleet Management.

Der Vortrag zeichnet die Monitoring-Geschichte dieser Plattform nach, die intern beim IT-Dienstleister Giant Swarm entstanden ist – einem Anbieter eines kuratierten Platform Engineering Stack. Dominik Schmidle teilt dazu nicht nur die im Prozess gesammelten Erfahrungen, sondern erläutert auch im Detail, wie sich mit fokussiertem Produkt-Denken und geeigneten Plattform-Mustern in der Praxis schließlich Mehrwert schaffen lässt, der bis hin zum Endkunden wirkt.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

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Mastering Observability 2025: Think Big: Monitoring Stack war gestern – Observability Platform at scale! (Dominik Schmiedle)


Dominik Schmiedle

Dominik Schmiedle

Dominik Schmidle ist Technischer Produktmanager bei Giant Swarm. Er startete seine Karriere vor über sieben Jahren als Full-Stack-Software-Engineer, fand seine Leidenschaft in DevOps und Produktmanagement und spezialisierte sich mit dem Wechsel zum Produktmanager auf Cloud-Technologie. Sein erklärtes Ziel: das Leben von Entwicklern durch intuitive Entwickler-Plattformen zu vereinfachen. Schmidle engagiert sich darüber hinaus aktiv in der Cloud-Community.

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