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5 neue Startups: Proposal Air, wavebird, Syntik, linqado, Qodia
#Brandneu
Es ist wieder Zeit für neue Startups! Hier einige ganz frische Firmen, die jeder kennen sollte. Heute stellen wir diese Jungunternehmen vor: Proposal Air, wavebird, Syntik, linqado und Qodia.

deutsche-startups.de präsentiert heute wieder einmal einige junge Startups, die zuletzt, also in den vergangenen Wochen und Monaten, an den Start gegangen sind, sowie Firmen, die vor Kurzem aus dem Stealth-Mode erwacht sind. Übrigens: Noch mehr neue Startups gibt es in unserem Newsletter Startup-Radar.
Proposal Air
Hinter Proposal Air aus Butzbach verbirgt sich eine „KI-gestützte Angebotssoftware für Freelancer und Selbstständige“. Das von Julius Sorgner an den Start gebrachte Startup verspricht dabei: „Die Texte sind professionell und branchenspezifisch. Wir empfehlen, jedes Angebot vor dem Versand kurz zu prüfen – die KI liefert 90%, die letzten 10% sind deine persönliche Note.“
wavebird
Die junge Firma wavebird aus München kümmert sich um „Infrastruktur für GenAI Sponsoring“. Dazu teilen die Gründer Mario von Bassen und Stephan Faatz mit: „Wir haben eine neue Kategorie entwickelt: Compute Sponsoring – Werbung, die an den Rechenprozess gebunden ist.“ Nutzerinnen und Nutzer bekommen so „kostenlosen Zugang zu Premium-AI-Modellen“.
Syntik
Bei Syntik aus Siegen, von Mert Erdogan ins Leben gerufen, geht es um individuelle KI-Lösungen. Das Startup unterstützt „mittelständische Unternehmen bei der Identifikation, Entwicklung und Implementierung konkreter KI-Anwendungsfälle“.
linqado
linqado aus Berlin ist eine Plattform für globale Rekrutierung und Relocation. „Wir machen internationale Anwerbung effizienter und benutzerfreundlicher – für Arbeitgeber, Bewerber und für Vermittlungsagenturen“, erläutert das von Konstantin Miller und Tino Schnerwitzki angeschobene Unternehmen.
Qodia
Das junge Unternehmen Qodia, in Hamburg von Ole Reinpold, Lasse Reinpold, Nicolas Riegger und Stephan Lenert gegründet, möchte sich als „automatisierte Abrechnungslösung für Privatärzte“ etablieren. Die KI-basierte Lösung erkennt „Fehler und Optimierungspotenziale und sorgt für fehlerfreie Rechnungen“.
Tipp: In unserem Newsletter Startup-Radar berichten wir einmal in der Woche über neue Startups. Alle Startups stellen wir in unserem kostenpflichtigen Newsletter kurz und knapp vor und bringen sie so auf den Radar der Startup-Szene. Jetzt unseren Newsletter Startup-Radar sofort abonnieren!
Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.
Foto (oben): Bing Image Creator – DALL·E 3
Digital Business & Startups
KI-Startup sucht „Masturbationsberater“ – 100.000 Menschen bewerben sich
Mehr als 100.000 Menschen wollen diesen Job haben: Das KI-Startup Joi AI zahlt 1760 Euro für den Test einer neuen Erotik-Audiofunktion. Das Startup ist Anbieter von „KI-Beziehungen, die emotional, intellektuell und intim erfüllen“.
KI-Unternehmen benötigen Tester und Trainer, um ihre Produkte weiterzuentwickeln. Bei dem Startup Joi AI aus Zypern ist diese Arbeit allerdings nicht jugendfrei: Joi AI sucht aktuell zehn „Masturbationsberater“, die eine neue Audiofunktion für Erwachsene testen sollen. Einzige Voraussetzung: ein Mindestalter von 18 Jahren. Für die Teilnahme zahlt das Unternehmen 2000 US-Dollar (rund 1760 Euro).
Aufgabe: Tagebuch zur Erfahrung schreiben
Die Stelle sei tatsächlich echt, betont das Unternehmen. Die Studie werde gemeinsam mit der Personalabteilung durchgeführt. Gesucht werden Teilnehmende unterschiedlichen Alters, Geschlechts und mit verschiedenen sexuellen Orientierungen. Die ausgewählten Bewerber sollen vier Wochen täglich geführte Audio-Sitzungen absolvieren und jede Woche kurze Berichte über ihre Erfahrungen verfassen.
joi.ai
Schon über 100.000 Bewerbungen
Laut Julie Levin, Leiterin bei Joi AI, ist das Interesse enorm. Gegenüber uns sagte sie, das Unternehmen habe bereits mehr als 100.000 Bewerbungen erhalten. Als das Unternehmen die Stellenausschreibung in sozialen Netzwerken veröffentlichte, rechnete sie zwar mit Reaktionen, aber nicht mit einer solchen Resonanz.
„Was sollen wir mit 100.000 Bewerbungen machen?“, sagte Levin. „Eigentlich müsste ich sie Gewinner nennen, weil es so ein Wettbewerb geworden ist.“
Dieses Startup steckt dahinter
Joi AI, das sich 2025 von Eva AI in Joi AI umbenannte, beschreibt sich selbst als Anbieter von „KI-Beziehungen, die emotional, intellektuell und intim erfüllen“.
Das Angebot des Startups ist als Webanwendung verfügbar und nutzt ein münzbasiertes Bezahlmodell. Für 13,99 US-Dollar pro Monat (rund 12,30 Euro) erhalten Nutzer zunächst 1.000 Münzen. Nach Angaben von PitchBook hat Eva AI seit der Gründung im Jahr 2023 schätzungsweise 4 Millionen US-Dollar (rund 3,5 Millionen Euro) eingesammelt.
Levin wollte uns weder Investoren noch Umsätze oder konkrete Nutzerzahlen nennen. Sie erklärte jedoch, dass rund 70 Mitarbeiter an dem Produkt arbeiten und die Plattform mehrere Millionen Nutzer pro Monat verzeichnet.
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Erotik-KI boomt
Der Markt für erotische KI-Angebote befindet sich derzeit im Wandel. Das Unternehmen xAI von Elon Musk ist bislang das einzige große KI-Labor, das diesen Markt aktiv bedient. Es veröffentlichte KI-Begleiterinnen in Dessous sowie einen „Spicy Mode“, der erwachsenen Nutzern freizügigere Interaktionen ermöglicht.
Auch OpenAI hatte zeitweise angekündigt, die Möglichkeiten seiner Systeme um erotische Inhalte zu erweitern. Medienberichten zufolge rückte das Unternehmen später jedoch wieder von diesen Plänen ab.
KI-Startup trifft einen Nerv
Wer sich für den Job bei Joi AI bewerben möchte, muss zunächst einen kurzen Fragebogen ausfüllen. Eine der Fragen lautet: „Was hoffst du über dich selbst zu lernen?“
„Wir erwarten, dass die Menschen etwas darüber lernen, wie Masturbation ihr Leben beeinflusst – im positiven oder negativen Sinne“, sagte Levin. „Wir wollten, dass sie darüber nachdenken.“
Zusätzlich veröffentlichte Joi AI online einen Aufruf, Bewerbungs-Screenshots zu teilen. Mehrere Nutzer veröffentlichten daraufhin ihre Antworten auf genau diese Frage. „Ich möchte Teil der Geschichte sein“, schrieb ein Kommentator. Ein anderer erklärte, er hoffe, aus einer „verborgenen Gewohnheit“ Geld verdienen zu können.
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Bewerber sind zum Großteil Männer
Nachdem Levins E-Mail-Adresse öffentlich geteilt worden war, schickten zahlreiche Interessenten ihre Lebensläufe direkt an sie. Die meisten Bewerber seien Männer in ihren Zwanzigern und Dreißigern, sagte Levin.
„Ich glaube, das ist aktuell die begehrteste Stellenausschreibung überhaupt“, sagte Levin. „Man würde erwarten, dass so etwas bei OpenAI oder Google passiert. Tut es aber nicht.“
Digital Business & Startups
Wir haben über 2.000 Leute auf LinkedIn kontaktiert
Die Jungfirma Invertix aus München, 2025 von Joseph Perrotta und Kaan Durmaz gegründet, entwickelt „autonome KI-Mitarbeiter, die den Betrieb erneuerbarer Energieanlagen übernehmen“. Vireo Ventures, Italian Founders Fund und Business Angels investierten kürzlich 1,7 Millionen Euro in das Startup.
Im Interview mit deutsche-startups.de stellt Gründer Joseph Perrotta sein Unternehmen einem ganz ausführlich vor.
Wie würdest Du Invertix Deiner Großmutter erklären?
Oma, du kennst doch diese großen Solarparks und Windräder, die man heutzutage überall sieht? Jemand muss sich darum kümmern: prüfen, ob alles läuft, Berichte schreiben, Reparaturen organisieren. Das Problem ist, dass es einfach nicht genug Menschen für diese Arbeit gibt, weil die Branche schneller wächst, als man Leute einstellen kann. Deshalb bauen wir digitale Mitarbeiter, also künstliche Intelligenz, die diese Aufgaben übernimmt. Nicht das Klettern aufs Dach, sondern alles drumherum: Daten auswerten, Berichte schreiben, Alarme sortieren. Stell es dir wie einen neuen Kollegen vor, der nie schläft und nie krank wird. Solarparks und Windräder erzeugen riesige Datenmengen, aber niemand sitzt rund um die Uhr davor und überwacht, ob alles reibungslos läuft. Wir entwickeln eine Art digitalen Mitarbeiter, der die Anlagenbetreiber ständig unterstützt: Er erkennt, wenn ein Wechselrichter weniger Strom produziert als er sollte, erstellt automatisch Berichte für die Bank und sorgt dafür, dass kein Geld verloren geht. Kurz gesagt: ein KI-Kollege, der dafür sorgt, dass grüne Energie auch wirklich Geld verdient.
Wie genau funktioniert Euer Geschäftsmodell?
Wir verkaufen Arbeitsleistung. Jeder AI Worker hat eine Stellenbezeichnung, ein Aufgabenprofil und ein Gehalt: zwischen 2.000 und 4.000 Euro pro Monat. Ein menschlicher Analyst kostet ein Unternehmen vollständig gerechnet 5.000 bis 6.500 Euro. Wir sind also günstiger, arbeiten rund um die Uhr und skalieren sofort. Unser Modell ist „Land-and Expand“: Wir starten mit zwei bis drei digitalen Mitarbeitern in einem Jahresvertrag unter 50.000 Euro, zeigen den Mehrwert und wachsen dann auf 10 bis 20 Mitarbeiter pro Kunde, also 200.000 bis 400.000 Euro wiederkehrender Jahresumsatz. Kunden beginnen meist mit Alarm-Analyse, sehen, dass es funktioniert, und wollen danach auch Berichte, Ticketsysteme und Performance Analysen automatisieren. Wenn man einmal einen AI Worker eingestellt hat, fühlt sich der nächste Schritt ganz selbstverständlich an.
Wie ist die Idee zu Invertix entstanden?
Die ehrliche Antwort? Hartnäckige Neugier. Wir waren vom Energiesektor fasziniert und wollten verstehen, was die Menschen dort wirklich nachts wachhält. Also haben wir über 2.000 Leute auf LinkedIn und WhatsApp kontaktiert: Startups, CEOs, Asset Manager, komplett kalt. Wir wurden dafür sogar auf LinkedIn gesperrt. Aber in all diesen Gesprächen kam immer wieder dasselbe Problem auf. Wir haben uns als Team bei TUM.ai kennengelernt, Europas führender studentischer KI Initiative, und sind durch deren Startup-Inkubator E-Lab gegangen. Und was wir immer wieder gesehen haben, war Folgendes: Die Energiewende scheitert an einem überraschend banalen Engpass, es gibt nicht genug Menschen. Jeder Asset Manager, mit dem wir gesprochen haben, war überfordert mit Alarmen, Berichten und Excel-Tabellen. Die Branche wächst jährlich um 30 %, aber die Teams wachsen nicht mit. Also haben wir uns die naheliegende Frage gestellt: Was wäre, wenn wir statt besserer Dashboards einfach die Mitarbeiter selbst bauen?
Was waren die größten Herausforderungen, die Ihr bisher überwinden musstet?
Drei Dinge. Erstens: Datenzugang. Energieunternehmen betreiben kritische Infrastruktur und sind daher zurecht sehr vorsichtig mit ihren Daten. Die gute Nachricht: Sobald wir mit echten Kundendaten arbeiten, ist der Deal praktisch entschieden, unsere Conversion von Live-Demo zu unterschriebenem Vertrag liegt bei fast 100 %. Die schlechte Nachricht: Genau bis zu diesem Punkt zu kommen, ist der schwierigste Teil im Sales-Prozess. Zweitens: ein Budget schaffen, das es noch gar nicht gibt. Die meisten Energieunternehmen haben weder ein „KI-Budget“ noch ein klassisches Softwarebudget. Wir müssen sie überzeugen, ihr Personalbudget umzudenken, also statt einen weiteren Mitarbeiter einzustellen, einen AI Worker einzusetzen. Das ist kein einfacher Kostenpunktwechsel, sondern ein grundlegender Perspektivwechsel. Und der braucht Zeit. Drittens: große Unternehmen, die sagen: „Das bauen wir selbst.“ Klar, können sie. Aber das dauert zwei Jahre und kostet zehnmal so viel. Auf dem Papier haben wir die besseren Argumente, aber sie in einem Raum durchzusetzen, in dem der CTO sein eigenes Team schützen will, ist eine ganz andere Herausforderung.
Ihr konntet bereits Investorengelder einsammeln. Wie seid Ihr mit Euren Geldgebern in Kontakt gekommen?
Sehr organisch. Vireo Ventures, unser Lead-Investor, kam über das TUM-Ökosystem zu uns. Italian Founders Fundkam über persönliche Kontakte in Italien, wo wir ebenfalls stark operativ vertreten sind. Zusätzlich haben wir ein enges Angel-Netzwerk aufgebaut, Leute aus der Energiebranche, die nicht nur investieren, sondern aktiv Türen öffnen. Einige unserer besten Deals kommen heute über diese Kontakte zustande. Das war kein Zufall, sondern bewusst so gewählt: Wir wollten Investoren, die mehr mitbringen als nur Kapital, nämlich operativen Zugang zur Branche.
Wo steht Invertix in einem Jahr?
Wir werden über 20 zahlende Kunden haben, mit einem Jahresumsatz in Richtung 2 Millionen Euro, und in mindestens fünf europäischen Märkten aktiv sein: DACH, Italien, Benelux und Iberien. Unser Produkt wird von heute 6 auf über 10 Worker-Typen gewachsen sein. Der wichtigste Wandel: Unsere ersten Kunden werden von der Pilotphase in die Skalierung übergegangen sein, von zwei bis drei auf 10 bis 20 AI Worker. Das ist der Beweis, dass unser „Land-and Expand“-Modell wirklich funktioniert. Und sobald dieses Schwungrad in Gang kommt, beschleunigt sich alles deutlich.
Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.
Foto (oben): Invertix
Digital Business & Startups
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