Künstliche Intelligenz
Bundeskartellamt verhängt 2025 weniger Bußgelder
Deutschlands oberste Wettbewerbshüter haben in diesem Jahr verhältnismäßig wenig Bußgelder wegen Kartellvergehen verhängt. Wie das Bundeskartellamt in Bonn mitteilte, waren es rund zehn Millionen Euro und damit deutlich weniger als die im Vorjahr verhängten 26 Millionen Euro.
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Die jährliche Gesamtsumme der Bußgelder schwankt stark. Das liegt auch am Zufall – ist ein großes Verfahren zu Ende, ist die Bußgeldsumme in dem entsprechenden Jahr sehr hoch und in dem Folgejahr mangels ähnlich großer anderer Verfahren niedrig. 2023 hatte die Bußgeldsumme nur 2,8 Millionen Euro betragen – ein niedriger Wert, der damals auch mit coronabedingten Verfahrensverzögerungen begründet wurde.
Milliardenrekord ist schon lange her
Im vergangenen Jahrzehnt waren die Summen, die das Kartellamt den Firmen wegen Kartellvergehen aufgebrummt hat, deutlich höher: Der Jahresrekord lag 2014 bei 1,1 Milliarden Euro. 2019 waren es 848 Millionen Euro – gut drei Viertel entfielen damals auf Geldstrafen im Rahmen eines Verfahrens gegen Stahlhersteller wegen Preisabsprachen bei Blechen.
Dieses Jahr fiel der Audioprodukte-Hersteller Sennheiser negativ auf, die Firma aus Niedersachsen ist vor allem für ihre Kopfhörer bekannt. Sennheiser wurde zu einer Zahlung von sechs Millionen Euro verdonnert. Der Vorwurf: Die Firma habe jahrelang Einfluss auf Händler genommen, um höhere Preise im Laden zu erreichen.
Kartellabsprachen sind grundsätzlich verboten: Sie hemmen den Wettbewerb, was beim Kunden in der Regel zu höheren Kosten führt. Kartellanten machen häufig jahrelang gemeinsame Sache, bis einem von ihnen die Sache nicht mehr geheuer ist und er sich an das Kartellamt wendet, um reinen Tisch zu machen. Dann profitiert er von der Kronzeugenregelung: Als Erster, der auspackt, kommt er ohne Geldbuße davon. Hilfreich für die Ermittlungen der Wettbewerbshüter ist zudem ein System, über das sich Menschen anonym melden können. Bei diesem System gingen in diesem Jahr 600 Hinweise ein.
Die rechtlichen Anforderungen an die Kartellverfahren seien hoch und belastbare Nachweise seien nicht immer leicht zu erbringen, sagte Behördenchef Andreas Mundt. „Umso wichtiger sind moderne Ermittlungsansätze, der perspektivische Einsatz neuer IT-gestützter Auswertungsinstrumente und ein Hinweisgebersystem, das sich erneut als sehr wirkungsvoll erwiesen hat.“
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(olb)
Künstliche Intelligenz
Albanien hebt Tiktok-Sperre auf | heise online
Albanien hat die vor weniger als einem Jahr verhängte Sperre der Video-Plattform TikTok aufgehoben. Wie albanische Medien berichteten, beschloss die Regierung von Ministerpräsident Edi Rama das Ende des TikTok-Verbots am vergangenen Dienstag.
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Die Zugangssperre sollte ursprünglich ein Jahr lang gelten und war am 13. März vergangenen Jahres in Kraft getreten. Konstruktive Gespräche mit Eigentümervertretern der chinesischen Plattform haben Rama zufolge aber zu einer vorzeitigen Aufhebung der Sperrung geführt. Das erklärte der albanische Ministerpräsident dem Nachrichtenportal politico.eu im vergangenen Dezember. Die Sperre betrachtet er aber als wirksam – erst durch diese Maßnahme sei eine Kontaktaufnahme seitens TikTok zustande gekommen. Infolge der Gespräche seien zudem weitere Sicherheitsfeatures eingeführt worden. Über deren Einzelheiten gab Rama keine weiteren Auskünfte.
TikTok-Sperre größtenteils ineffektiv
Die Sperrung von TikTok in Albanien war Analysen des nordmazedonischen Datenanalyseunternehmens Pikasa Analytics zufolge allerdings weitestgehend wirkungslos. In der ersten Woche nach der offiziellen Sperrung ging die Anzahl an auf TikTok veröffentlichten Beiträgen im Vergleich zur Vorwoche um lediglich 3,3 Prozent zurück. Die Menge aller Videoaufrufe auf der Plattform stieg im Vergleich zur Woche vor der Blockierung sogar um 14 Prozent an.
Laut Pikasa umging der Großteil der albanischen TikTok-Nutzer die Plattformsperre mit VPN-Diensten oder anderen Anwendungen, mit denen sich Geoblocking-Methoden aushebeln lassen.
Online-Streit gipfelt in tödlicher Messerstecherei
Die Diskussionen über mögliche schädliche Wirkungen von TikTok kamen in Albanien auf, nachdem Ende 2024 ein 14-jähriger Schüler bei einer Messerstecherei getötet worden war. Die beiden beteiligten Gruppen Jugendlicher sollen sich auf TikTok gegenseitig angefeindet und zu der am Ende tödlichen Zusammenkunft verabredet haben.
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Ein TikTok-Sprecher hatte diesen Hergang gegenüber heise online damals dementiert. Man habe keine Hinweise darauf gefunden, dass der Täter und das Opfer TikTok-Konten besessen hätten. Vielmehr seien die Videos der Streitigkeiten auf anderen Plattformen veröffentlicht worden.
(rah)
Künstliche Intelligenz
Page Match: Spotify synchronisiert Buch und Hörbuch
Spotify erleichtert Nutzern den Wechsel zwischen einem Buch und einem Hörbuch: Mit dem Feature Page Match können Nutzer ein Foto der zuletzt gelesenen Stelle in ihrem Buch machen. Spotify setzt dann das passende Hörbuch an der richtigen Stelle fort. Das funktioniert sowohl mit gedruckten Büchern als auch mit E-Books.
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Grundsätzlich sollen alle Spotify-Nutzer Zugang zu der neuen Funktion bekommen, schreibt das Unternehmen in der Ankündigung der neuen Funktion. Page Match wird aktuell verteilt und soll bis Ende Februar bei allen Usern auf iOS- und Android-Geräten ankommen. Vorerst funktioniert Page Match aber nur bei englischsprachigen Titeln. Ob und wann andere Sprachen folgen, verrät Spotify derzeit nicht.
Wechsel in beide Richtungen
Page Match erlaubt es einerseits, von einem Buch in ein Hörbuch zu springen. Dazu öffnet man in der Spotify-App ein unterstütztes Audiobook und drückt auf den Page-Match-Button. Nun muss man der Kamera die Zugriffsberechtigung geben und die aktuelle Seite im Buch oder auf dem E-Reader scannen. Danach kann man in der Spotify-App entweder direkt weiterhören oder ein digitales Lesezeichen für die gewählte Stelle hinterlegen.
Aber auch andersherum funktioniert Page Match: Dazu wählt man in der Spotify-App nach dem Hören eines Hörbuchs den Page-Match-Button aus und wählt „Scan to read“. Dann muss man eine Buchseite scannen, damit sich Page Match orientieren kann, schreibt Spotify. Anschließend soll Spotify dabei helfen, die richtige Stelle im Buch zu finden, indem es zum Umblättern auffordert.
Damit das klappt, müssen Nutzer sowohl das Hörbuch als auch eine lesbare Form des Buchs besitzen. Das Page-Match-Feature ist für Personen praktisch, die öfter zwischen Lesen und Hören desselben Buchs wechseln – beispielsweise, weil sie abends im Bett lieber lesen, beim Sport aber über das Audiobook weiterhören wollen.
Spotify hat Hörbücher im vergangenen Sommer in das Angebot integriert. Premium-Abonnenten können 12 Stunden Hörbuch pro Monat hören. Wer mehr möchte, kann die Zusatzoption „Hörbücher+“ für 9 Euro im Monat abonnieren, die weitere 15 Stunden pro Monat freischaltet.
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(dahe)
Künstliche Intelligenz
Apples KI-Motoren: Das können die aktuellen M-Chips bei lokalen LLMs & Co.
Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass Apples Geräte beim Thema KI kaum eine Rolle spielen. Denn viel „Intelligenz“ versprühen sie mit den derzeitigen Betriebssystemen bislang nicht. Dabei ist es bald zwei Jahre her, dass der Konzern eine neue und intelligentere Siri versprochen hatte.
Doch daraus wurde bis heute nichts, und das inzwischen verfügbare Apple Intelligence bleibt hinter den Erwartungen zurück.
2026 soll Siri dann endlich so weit sein. Google und andere Hersteller sind mit der KI-Integration in Android samt intelligenterer Sprachassistenz schon weiter. Was insbesondere auf Macs möglich ist, zeigt etwa Claude mit dem Model Context Protocol (MCP), welches KI-Modelle mit Apps und lokalen Datenquellen verzahnt.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Apples KI-Motoren: Das können die aktuellen M-Chips bei lokalen LLMs & Co.“.
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