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Wochenrück- und Ausblick: Teure Speicherkrise vor dem CES-Sturm


Wochenrück- und Ausblick: Teure Speicherkrise vor dem CES-Sturm

Bild: G.Skill

In der vergangenen Woche und über den Jahreswechsel hat die Redaktion mit einem Festtags­programm zu Blicken hinter die Kulissen und zum Mitmachen eingeladen. Nichts­destoweniger gab es auch neue Berichte und Meldungen, wenngleich die erste Woche eines neuen Technik-Jahres ist traditionell die Ruhe vor dem Sturm ist.

Speicherkrise vor Linux

Auch über den Jahreswechsel dominierte das Interesse der Leser die aktuelle Entwicklung in der Speicherkrise. Seit September steigen die Kosten für DRAM und damit auch Arbeitsspeicher massiv an. Innerhalb von wenigen Wochen haben sich die Preise für Privatkunden mehr als verdreifacht und ein Ende ist weiterhin nicht in Sicht. Hersteller von Speicherchips gehen von einer lang anhaltenden Knappheit bis ins Jahr 2028 aus. Neue OEM-PCs und Laptops könnten sogar verschoben werden, hieß es erst kürzlich. Hintergrund ist der Speicherhunger von KI-Rechenzentren zum Training und Betrieb von Large Language Models, die für ChatGPT, Gemini und Co. benötigt werden.

Ebenfalls für viele Zugriffe und sogar noch mehr Kommentare sorgte der Linux-Jahresrückblick. Wayland ist jetzt der Quasi-Standard für den Desktop, FSR 4 läuft und auch der freie Nvidia-Treiber hat große Fortschritte gemacht. Mit Ausblick auf das Jahr 2026 ist zunächst Valve am Zug, Details zur neuen Steam Machine mit Linux soll es bald geben.

Call of Duty: Ghosts schlägt zurück

Bei den Meldungen schafften es Plagiats­vorwürfe gegen Battlefield 6 auf den ersten Platz bei den Zugriffen binnen 24 Stunden: Die Entwickler sollen sich beim Design von Skins bei Call of Duty: Ghosts bedient haben, heißt es. Auf großes Interesse stießen außerdem neue Gerüchte zu einem Ryzen 9 9950X3D2 mit 192 MB L3-Cache.

Podcast

Der ComputerBase-Podcast CB-Funk ist zwischen den Jahren in den Winterschlaf gegangen. Dementsprechend sei an dieser Stelle erneut auf die 149. Episode verwiesen, in der Jan und Fabian das große Nikolaus-Rätsel zum 6.000-Euro-PC besprochen und das Hardware-Jahr 2025 haben Revue passieren lassen.

In der kommenden Woche wird es aber bereits wieder eine neue Episode geben, denn schließlich startet mit der CES 2026 in Las Vegas eine der größten Messen für Unterhaltungs­elektronik und Hardware. Erwartet werden dieses Jahr zwar keine neuen Grafikkarten, immerhin aber neue Prozessoren: Bei Intel steht Panther Lake an, bei AMD mutmaßlich höher taktende X3D-CPUs der Ryzen-9000-Serie. ComputerBase ist mit zwei Redakteuren vor Ort und wird wie gewohnt umfangreich berichten.

Mit diesem Lesestoff im Gepäck wünscht die Redaktion einen erholsamen Sonntag!



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Microns Megafab in New York: Baubeginn der größten US-Chip-Fabrik steht kurz bevor


Microns Megafab in New York: Baubeginn der größten US-Chip-Fabrik steht kurz bevor

Bild: Micron

Micron hat den Baubeginn für die bisher größte Halbleiterfabrik in den USA angekündigt. Am 16. Januar geht es los. Das Projekt „Megafab“ soll insgesamt 100 Milliarden US-Dollar verschlingen. Die ganze Anlage soll bis zu vier Fabriken in sich vereinen. Die Vollendung wird aber noch Jahrzehnte dauern.

Die Umweltaspekte sind geprüft und die Genehmigungen liegen vor, erklärt Micron heute und gibt bekannt, dass der Spatenstich für die Megafabrik in Onondaga County, New York am 16. Januar 2026 erfolgt.

Erste Chips frühestens 2030

Das Projekt wird als „größte private Investition in der Geschichte des Bundesstaates New York“ bezeichnet und soll die „modernste Speicherfertigung der Welt beherbergen“. Vor allem Chips für KI-Rechenzentren sollen dann vom Band laufen, doch das wird noch viele Jahre dauern. Zuletzt hatte sich angedeutet, dass die Produktion der ersten von insgesamt vier geplanten Fabs, erst Ende 2030 beginnt. Die letzte Produktionsstätte könne sogar bis nach 2040 auf sich warten lassen. Diese Termine sind allerdings nicht ganz offiziell und auch heute wagt Micron keine öffentliche Prognose.

Teil einer 200 Mrd. USD schweren Großoffensive

Die Megafab ist Teil eines 200 Milliarden US-Dollar schweren Investitionsplans des Speicherherstellers Micron, der 150 Milliarden US-Dollar in die Speicherfertigung in den USA investieren will. Weitere 50 Milliarden US-Dollar sollen in Forschung und Entwicklung fließen. Dies soll in 90.000 neue Arbeitsplätzen resultieren, in direktem aber vor allem indirekten Umfeld.

Die Summe stemmt Micron aber nicht im Alleingang, denn Subventionen der US-Regierung kommen unter anderem im Rahmen des Chips Act hinzu.

Daher werden zum Spatenstich auch Vertreter der Trump-Administration, des Kongresses und der Regierung des Bundesstaates New York geladen.

Der Spatenstich für Microns Megafabrik in New York ist ein entscheidender Moment für Micron und die Vereinigten Staaten“, wird Sanjay Mehrotra, Vorstandsvorsitzender und CEO von Micron Technology, in der Ankündigung zitiert. Zudem dankt er Präsident Trump, obgleich ein Großteil der Subventionen schon unter der vorherigen Regierung auf den Weg gebracht wurde.

Da die Weltwirtschaft in das Zeitalter der künstlichen Intelligenz eintritt, wird die führende Rolle bei fortschrittlichen Halbleitern der Grundstein für Innovation und wirtschaftlichen Wohlstand sein. Unsere Investitionen und Fortschritte festigen unsere Position als einziger US-amerikanischer Speicherhersteller“, mit diesen Worten vom Micron-CEO endet die kurze Mitteilung. Dass das Ganze auch eine geopolitische Entscheidung war, um die USA unabhängiger von Taiwan und Südkorea aufzustellen, ist kein Geheimnis.



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Retro-Handhelds: Ayns Thor Lite ab sofort vorbestellbar


Retro-Handhelds: Ayns Thor Lite ab sofort vorbestellbar

Bild: Ayn

Bereits vor einiger Zeit hatte Retro-Spezialist Ayn eine günstigere Variante seines Thor-Handhelds angekündigt, die ab sofort vorbestellt werden kann. Die Unterschiede zum großen Bruder fallen dabei gering aus, ebenso wie der Preis.

Länger bekannt

Eigentlich sollte der Thor Lite schon vor einigen Monaten in die Vorbestellung gehen, war im hauseigenen Ayn-Shop jedoch stets als nicht lieferbar gekennzeichnet. Nun scheint erneut Bewegung in die Sache zu kommen, denn mit der bevorstehenden zweiten Charge des Thor kann jetzt auch die Lite-Variante geordert werden.

Von Unterschieden und Gemeinsamkeiten

Das Gehäuse entspricht nach wie vor dem des großen Bruders und beherbergt ebenfalls das Dual-Display, bestehend aus einem 6 Zoll und einem 3,92 Zoll großen AMOLED-Panel, die ebenso mit 1.920 × 1.080 beziehungsweise 1.240 × 1.080 Pixeln auflösen. Während das Hauptdisplay Inhalte mit einer Bildwiederholrate von bis zu 120 Hz darstellt, arbeitet das kleinere Panel mit lediglich 60 Hz.

Der Ayn Thor in Transparent Purple
Der Ayn Thor in Transparent Purple (Bild: Ayn)

Die größten Unterschiede zeigen sich beim verbauten Prozessor: Statt des leistungsstärkeren Snapdragon 8 Gen 2 von Qualcomm mit der Grafikeinheit Adreno 740 kommt im Thor Lite ein Snapdragon 865 mit Adreno 650 zum Einsatz. Der Arbeitsspeicher und der interne Speicher für eigene Inhalte entsprechen mit 8 GB RAM und 128 GB dem der Basisversion des Thor. Bei den kabellosen Verbindungen müssen Nutzer wiederum leichte Abstriche machen, hier stehen lediglich Wi-Fi 6 und Bluetooth 5.1 statt des moderneren Wi-Fi 7 und Bluetooth 5.3 zur Verfügung. Der Akku bietet mit 6.000 mAh wiederum die gleiche Kapazität.

Geringer Preisunterschied

Die überschaubaren technischen Unterschiede schlagen sich auch im Preis nieder: Während Ayn im eigenen Onlineshop für die Basisversion des Thor aktuell 299 US-Dollar verlangt, kostet die Lite-Variante mit 249 US-Dollar nur geringfügig weniger. Diese kann ab sofort vorbestellt werden. Wann die Auslieferung beginnen soll, hat der chinesische Hersteller bislang jedoch noch nicht bekannt gegeben.



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be quiet! Netzteil-Boost: 1.200 W für Power Zone 2 und Pure Power 13 M


be quiet! Netzteil-Boost: 1.200 W für Power Zone 2 und Pure Power 13 M

Bild: be quiet!

Für die zwei nach dem Preisvergleich beliebtesten Netzteil-Serien (von be quiet!), Pure Power 13 M und Power Zone 2, werden zur CES 2026 eine leistungsstärkere Variante mit 1.200 Watt vorgestellt, die sich jeweils für Grafikkarten der nächsten Generation eignen sollen.

be quiet! Power Zone 2 1200W (Bild: be quiet!)

Der Wirkungsgrad bei bis zu 94,3 Prozent des Power Zone 2 soll zu bestehenden Modellen mit einer Zertifizierung nach 80Plus Platinum und Cybenetics Platinum vergleichbar sein, wohingegen sich das Pure-Power-13-M mit 93,5 Prozent auf 80Plus-Gold-Niveau bewegt.

be quiet! Pure Power 13 M 1200W (Bild: be quiet!)

Beide Netzteile verfügen weiterhin über den Semi-Passiv-Modus, eine Kompatibilität zu ATX 3.1 sowie PCIe 5.1 und können so Lastspitzen in Höhe der doppelten Nennleistung puffern. Das Power Zone 2 1200W ist mit gleich zwei 12V-2×6-Anschlüssen mit 600 W ausgestattet, wobei deren Kabel mit 90 Grad an einem Stecker gewinkelt sind. Das Pure Power 13 M kommt jedoch nur mit einem dieser in einer geraden Variante aus – bei beiden Netzteilen gibt es aber auch weiterhin die PCIe-8-Pin-Anschlüsse.



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