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TikTok will die Alterskontrollen in Europa verschärfen


Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters will das chinesische Unternehmen ByteDance auf seiner Online-Plattform TikTok schärfere Alterskontrollen einführen. Zum Einsatz kommen solle demnach ein neues System, das in Großbritannien über ein Jahr lang getestet worden sei. Es analysiere innerhalb eines Accounts Profilinformationen, veröffentlichte Videos und Verhaltensmuster, um vorherzusagen, ob dieser möglicherweise von einem Minderjährigen unter 13 Jahren betrieben werde.

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Bei Treffern sollen die User nicht automatisch gesperrt, sondern das Ergebnis von spezialisierten Moderatoren überprüft werden. Dies solle dazu beitragen, Fehler zu reduzieren und gleichzeitig die Einhaltung der Regeln zu gewährleisten.

Die Änderungen erfolgen offenbar aufgrund der wachsenden Besorgnis europäischer Behörden, dass sich junge Nutzer zu leicht mit falschen Geburtsdaten anmelden können. Die EU-Behörden hatten Social-Media-Betreiber immer wieder aufgefordert, Konten Minderjähriger effektiver zu sperren und den Zugang von Kindern zu Inhalten und Werbung für Erwachsene einzuschränken. Die EU hat auch gewarnt, dass Plattformen mit Geldstrafen oder Einschränkungen rechnen müssen, wenn sie Minderjährige nicht ausreichend schützen. ByteDance wolle in den kommenden Wochen mit der Einführung beginnen, heißt es in dem Bericht.

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(jes)



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Europas Chip-Champion: Besuch in einer Halbleiterfabrik von Infineon


Leistungshalbleiter sind allgegenwärtig, weil sie in fast allen elektrischen und elektronischen Geräten stecken. Sie sind jedoch im Wortsinn „Hidden Champions“, weil man sie normalerweise nicht sieht. Denn Schalttransistoren verstecken sich als unscheinbare Bauteile in Spannungswandlern. Nur weil solche Wandler dank moderner Halbleiter robust, effizient und günstig geworden sind, gibt es überhaupt erschwingliche E-Bikes, USB-C-Netzteile, Powerbanks, Akkuschrauber, Photovoltaik, E-Autos und IT-Hardware. Auch die Energiewende und sogar der KI-Boom hängen wesentlich an hocheffizienten und bezahlbaren Spannungswandlern.

  • Infineon gehört zu den weltweit größten Produzenten von Leistungshalbleitern.
  • Als erster Hersteller fertigt Infineon Galliumnitrid-Chips auf 30-Zentimeter-Wafern.
  • Im Kärntner Villach begann Siemens schon 1970 mit der Verarbeitung von Dioden.

Die deutsche Firma Infineon betreibt einige der weltweit größten Fertigungswerke (Fabs) für Leistungshalbleiter und ist mit knapp 15 Milliarden Euro Umsatz der größte europäische Chiphersteller. Im weltweiten Vergleich liegt Infineon auf Rang elf, und das, obwohl die Firma keine CMOS-Logikchips mit Abermilliarden Transistoren produziert, sondern vermeintlich simple Bauteile. In denen steckt jedoch jede Menge Hirnschmalz, wie unser Besuch in der Infineon-Chipfabrik im österreichischen Villach zeigt.

Die Entwickler der Leistungshalbleiter treiben die Effizienz und die Belastbarkeit immer höher und die Herstellungskosten herunter. Moderne Materialien wie Galliumnitrid (GaN) und Siliziumkarbid (SiC) erschließen neue Anwendungsbereiche und Märkte. Dadurch verdient Infineon etwa am KI-Boom mit. Außerdem entwickelt die Firma in Villach Chips für Quantencomputer: Wir schauen hinter die Kulissen.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Europas Chip-Champion: Besuch in einer Halbleiterfabrik von Infineon“.
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Top 10: Der beste Open-Ear-Kopfhörer im Test – Shokz fast so gut wie In-Ears


JBL Sense Pro: Einer der besten Open-Ear-Kopfhörer im Test

JBL bringt mit dem Sense Pro einen der technisch umfassendsten Open-Ear-Kopfhörer an den Markt. Wir haben ihn getestet.

VORTEILE

  • exzellenter Open-Ear-Klang
  • Bluetooth 6.0 mit Auracast
  • Hi-Res-Audio via LDAC
  • sehr gute Telefoniequalität
  • umfangreiche App mit Hörtest

NACHTEILE

  • Touch-Steuerung zu empfindlich
  • Gesten kaum anpassbar
  • bei Bewegung leichtes Rutschen

JBL bringt mit dem Sense Pro einen der technisch umfassendsten Open-Ear-Kopfhörer an den Markt. Wir haben ihn getestet.

JBL hat auf der Gamescom 2025 die Sense Pro vorgestellt – als Premium-Modell neben den Gaming-Headsets der Quantum-Serie. Die Nachfolger des Soundgear Sense bringen einige Neuerungen mit: größere 16,2-mm-Treiber, Bluetooth 6.0 mit Auracast-Unterstützung, Hi-Res-Audio via LDAC und eine verbesserte Akkulaufzeit. Damit positioniert sich JBL im oberen Preissegment gegen Konkurrenten wie die Anker Soundcore Aerofit 2 oder die Shokz Openfit 2+. Wir haben sie getestet.

Design

Die JBL Sense Pro setzen auf einen hochwertigen, unaufdringlichen Look. Mattes Silikon kombiniert mit metallischen Akzenten sorgt für ein elegantes Erscheinungsbild. Die Kopfhörer wirken premium.

JBL bietet sie in fünf Farbvarianten an: Grau, Blau, Lila, Weiß und Schwarz. Die Farbpalette ist gelungen, besonders das Blau sticht positiv hervor. Im Vergleich zu den Nothing Ear (Open) mit ihrem transparenten Plexiglas-Design wirken die JBL dezenter und erwachsener.

Die Sense Pro fallen etwas größer aus als viele andere Open-Ear-Kopfhörer. Sie sind zwar kleiner als der Vorgänger Soundgear Sense, der Bügel steht aber deutlich sichtbar vor dem Ohrkanal. An zierlichen Ohren könnte das optisch etwas wuchtig wirken.

Verarbeitung

Der Bügel besteht aus einer Titanlegierung und behält seine Form auch nach häufigem Biegen und Verstauen. Das Silikon fühlt sich angenehm an und reizt auch bei längerem Tragen nicht.

Die IP54-Zertifizierung schützt vor Staub und Spritzwasser. Für Sport und leichten Regen reicht das aus. Wer allerdings regelmäßig im Starkregen joggt oder die Kopfhörer zum Schwimmen nutzen will, sollte zu Modellen mit höherer Schutzklasse greifen.

Tragekomfort der JBL Sense Pro

Der Tragekomfort gehört zu den Stärken der Sense Pro. Die leichte Bauweise und der gleichmäßige Druck durch das Split-Hook-Design ermöglichen ganztägiges Tragen ohne Druckstellen. Selbst nach mehreren Stunden spürt man die Kopfhörer kaum.

Durchdacht wirkt der verstellbare Ohrbügel mit 20-Grad-Scharnier. Damit lassen sich die Sense Pro an verschiedene Ohrformen anpassen. Das funktioniert ähnlich gut wie bei den Soundcore Aerofit 2 mit ihrer vierstufigen Mechanik.

Bei Bewegung zeigt sich allerdings eine Schwäche: Die Kopfhörer können bei manchen Trägern verrutschen. Das betrifft vor allem Menschen mit kleineren oder ungewöhnlich geformten Ohren. Die Nothing Ear (Open) sitzen hier etwas sicherer, da ihr schmalerer Bügel mehr Grip bietet.

JBL Sense Pro

Bedienung und App des JBL Sense Pro

JBL setzt bei den Sense Pro auf Touch-Bedienung. Die linke Seite regelt die Lautstärke, die rechte Seite steuert die Wiedergabe. Das Konzept klingt logisch, doch die Umsetzung hinkt.

Die Touch-Flächen reagieren zu empfindlich. Im Test kam es regelmäßig zu unbeabsichtigten Auslösungen – etwa beim Zurechtrücken der Kopfhörer. Physische Tasten wie bei den Shokz Openfit 2+ wären hier die bessere Wahl gewesen.

Ärgerlich: Die Touch-Steuerung lässt sich in der App kaum anpassen. Nutzer können lediglich die Funktionsblöcke zwischen links und rechts tauschen oder die Touch-Steuerung komplett deaktivieren. Eine individuelle Belegung fehlt. Auch das Deaktivieren einzelner Gesten – etwa des empfindlichen Einzeltipps – ist nicht möglich.

Trotzdem gehört die JBL Headphones App zu den besseren Begleit-Apps für Kopfhörer. Sie bietet einen großen Funktionsumfang und ist übersichtlich gestaltet.

Ein zweiminütiger Hörtest erstellt auf Wunsch ein individuelles Klangprofil für beide Ohren. Die App passt den Klang dann frequenziell an die persönlichen Hörfähigkeiten an. Das funktioniert besonders gut bei asymmetrischen Hörverlusten – etwa wenn ein Ohr hohe Frequenzen schlechter wahrnimmt als das andere. Der Unterschied ist hörbar: Musik klingt nach der Kalibrierung ausgewogener und detaillierter.

Der Equalizer bietet zehn Bänder von 32 Hz bis 16 kHz. Dazu kommen sechs Presets für Bass, Jazz, Club und weitere Genres. Ein Balance-Regler ermöglicht den Stereo-Ausgleich zwischen links und rechts.

Weitere App-Funktionen umfassen: Spatial Audio aktivieren/deaktivieren, Voice-Tone-Optionen für Anrufe, Entspannungsklänge, Sleep-Timer, Find-My-Earbuds und Firmware-Updates. Die Entspannungsklänge sind ein nettes Extra für Meditation oder zum Einschlafen.

Die Open-Ear-Kopfhörer unterstützen Bluetooth 6.0. Das bringt neben verbesserter Energieeffizienz auch Auracast, einen neuen Bluetooth-Standard für Audio-Sharing. Damit können viele Nutzer gleichzeitig denselben Audiostream empfangen – etwa in Flughäfen, Fitnessstudios oder Kinos. Noch ist die Infrastruktur dafür kaum vorhanden, aber das Feature ist zukunftssicher.

Multipoint für die gleichzeitige Verbindung mit zwei Geräten funktioniert zuverlässig. Der Wechsel zwischen Laptop und Smartphone klappt nahtlos.

Klangqualität

Die 16,2-mm-Treiber der Sense Pro liefern einen der besten Klänge im Open-Ear-Segment. JBL nennt die Technologie Open Sound mit Adaptive Bass Boost. In der Praxis bedeutet das: natürlicher, luftiger Klang mit überraschend kräftigem Bass.

In ruhigen Umgebungen entfalten die Kopfhörer ihr volles Potenzial. Details in der Musik werden hörbar, die Bühne wirkt breit und räumlich. Der Adaptive Bass Boost sorgt dafür, dass tiefe Frequenzen nicht untergehen – ein häufiges Problem bei Open-Ear-Kopfhörern. Im Vergleich zu den Soundcore Aerofit 2 liegt der Bass auf ähnlichem Niveau, beide Modelle gehören hier zur Spitzenklasse. Trotzdem kann die Klangqualität bauartbedingt nicht mit guten In-Ear- oder Over-Ear-Modellen mithalten.

JBL Sense Pro

Der JBL Spatial Sound erweitert die Klangbühne zusätzlich. Bei Filmen und Spielen sorgt das für mehr Immersion. Allerdings reduziert Spatial Audio die Akkulaufzeit spürbar.

Die Sense Pro unterstützen LDAC für hochauflösendes Audio mit 24 Bit. Auf Android-Geräten mit LDAC-Unterstützung klingt die Musik hörbar besser als mit dem Standard-Codec SBC. iPhone-Nutzer müssen mit AAC vorliebnehmen – immer noch gut, aber nicht auf Hi-Res-Niveau.

Bei Umgebungslärm stoßen die Sense Pro an ihre Grenzen. In der U-Bahn oder an belebten Straßen verliert der Sound an Durchsetzungskraft. Das betrifft bauartbedingt alle Open-Ear-Kopfhörer. Wer in lauten Umgebungen Musik genießen will, braucht In-Ears oder Over-Ears mit ANC.

Die Privatsphäre ist gut gewahrt: Erst bei hoher Lautstärke hört die Umgebung etwas mit. JBL hat die Schallabstrahlung nach außen effektiv reduziert.

Bei der Anrufqualität überraschen die Sense Pro positiv. Vier Mikrofone und ein zusätzlicher Knochenleitungssensor sorgen für klare Sprachübertragung. Ein KI-Algorithmus filtert Umgebungsgeräusche zuverlässig heraus. Im Test verstand uns das Gegenüber klar und deutlich. Die Huawei Freearc sind zwar noch einen Tick besser zum Telefonieren, aber die JBL gehören definitiv zur Spitzengruppe.

JBL Sense Pro

Akku

Die Akkulaufzeit der Sense Pro ist solide. JBL verspricht 8 Stunden pro Ladung bei den Ohrhörern. In der Praxis erreichen wir bei normaler Lautstärke 7 bis 8 Stunden – das deckt sich mit den Herstellerangaben.

Das Ladecase liefert weitere 30 Stunden Energie. Insgesamt sind also 38 Stunden Wiedergabe möglich, bevor das Case an die Steckdose muss. Das liegt im oberen Mittelfeld: Die Earfun Openjump schaffen 42 Stunden, die Nothing Ear (Open) etwa 30 Stunden.

10 Minuten Laden reichen für 4 Stunden Wiedergabe. Das rettet den Arbeitstag, wenn man morgens das Laden vergessen hat. Wireless Charging wird unterstützt.

Preis: Was kostet der JBL Sense Pro?

Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 180 Euro. Aktuell sind die Sense Pro für 160 Euro (Amazon) erhältlich.

Fazit

Die JBL Sense Pro gehören zu den besten Open-Ear-Kopfhörern am Markt. Sie überzeugen mit hervorragendem Klang, langer Akkulaufzeit und zukunftssicherer Technik wie Auracast. Die Personi-Fi-Kalibrierung und der umfangreiche Equalizer heben sie von der Konkurrenz ab. Auch die Telefonqualität ist überdurchschnittlich gut.

Kritikpunkte sind die zu empfindliche Touch-Steuerung und die eingeschränkten Anpassungsmöglichkeiten für Gesten. Wer physische Tasten will, sollte zu den Shokz Openfit 2+ greifen. Für alle anderen sind die Sense Pro eine klare Empfehlung.



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Bericht: EU will ZTE und Huawei bei Netzwerken und Solar verbannen


Laut einem Bericht der Financial Times Deutschland enthält ein zur Vorstellung am 20. Januar geplantes Gesetz über Cybersicherheit Passagen, die ZTE und Huawei als Zulieferer für Telekommunikationsinfrastruktur, Photovoltaikanlagen und Sicherheitsscanner ausschließt.

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Die EU-Kommission überarbeitet ihre Sicherheits- und Technologiepolitik und will nicht nur ihre Abhängigkeit von großen US-Technologieunternehmen verringern, sondern auch von chinesischen Anbietern, die sie als risikoreich einordnet. Die USA haben Huawei seit Langem aus ihren Telekommunikationsnetzen verbannt.

Das vorgeschlagene Gesetz der EU wird es voraussichtlich für EU-Länder verbindlich machen, risikoreiche Anbieter aus ihren Netzwerken etwa für 5G- oder 6G-Mobilfunk auszusperren, sagten Informanten der Financial Times. Bisher war das freiwillig. Die EU hatte auch die Zulieferung beim Bau von Zügen und Windkraftanlagen im Visier.

In Brüssel wächst offenbar die Sorge, dass sensible Daten nach China abfließen könnten. Die Entfernung chinesischer Technik solle zeitlich abgestuft je nach Bereich, Ausstiegskosten und verfügbaren Alternativen erfolgen.


(jes)



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