Künstliche Intelligenz
Spiekeroog bekommt Glasfaser – spätestens bis 2028
Schneller surfen – das soll auf Spiekeroog bald nicht nur auf den Wellen am Nordseestrand möglich sein, sondern auch im Internet. Als letzte der sieben bewohnten ostfriesischen Inseln soll Spiekeroog eine Anbindung ans Glasfasernetz bekommen. Dafür muss ein rund neun Kilometer langes Seekabel vom Festland zur Insel gelegt werden.
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Eine Förderung hat nun das Bundesministerium für Digitales und Staatserneuerung zugesagt, wie der Landkreis Wittmund mitteilte. Das Vorhaben auf Spiekeroog ist Teil von mehr als 500 Ausbauprojekten, die vom Bund gefördert werden. Spiekeroog wartet schon seit Jahren auf eine Glasfaser-Anbindung. Doch ein Kabel durch das Wattenmeer zu verlegen, ist kompliziert und teuer.
Der für die Insel geplante Anschluss zähle zu den „technisch und genehmigungsrechtlich anspruchsvollsten Ausbauprojekten in Niedersachsen“, teilt der Landkreis mit. Bislang gibt es nach Angaben der Gemeinde auf der Insel Kupferkabel der Telekom sowie ein Koaxialkabelnetz (HFC-Netz) für die TV-Verteilung, Internet und Telefon. Doch diese Netze kommen laut Inselverwaltung an ihre Grenzen. Im Vergleich zu reinen Glasfaser-Verbindungen, sind solche Verbindungen schwankungsanfälliger, wenn viele Haushalte im selben Netzsegment unterwegs sind – etwa abends, wenn viele Menschen Filme streamen.
Auf der Nordseeinsel leben nach Gemeinde-Angaben rund 800 Einwohner – insbesondere von Frühjahr bis Herbst kommen Tausende Touristen hinzu. Seit Jahren arbeiteten Insel und Landkreis daher an einer Lösung. „Aufgrund der besonderen geografischen Lage, der hohen Investitionskosten und der fehlenden privatwirtschaftlichen Ausbauperspektive war eine Förderung zwingend erforderlich“, teilt die Landkreisverwaltung weiter mit.
Zwischenzeitlich gab es 2023 einen Rückschlag, als die Landesregierung entschied, die Landesförderung für den Breitbandausbau wegen einer schwierigen Haushaltslage einzustellen. Viele Kommunen fürchteten damals, dass mit dieser Entscheidung der Netzausbau erschwert werden dürfte – auch Spiekeroog.
Millionenförderung vom Bund
Nun erhält Spiekeroog für den Glasfaser-Ausbau aus dem Bundesprogramm zur Unterstützung des Gigabitausbaus eine Förderung von bis zu 4,75 Millionen Euro. Diese Summe deckt laut Landkreis die Hälfte der Kosten ab. Das Land Niedersachsen will den Ausbau demnach ebenfalls fördern. Die Gemeinde Spiekeroog hat bereits beschlossen, rund 850.000 Euro aufzubringen. Die Gesamtkosten wurden zuletzt auf rund 9,5 Millionen Euro geschätzt.
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Der Glasfaser-Ausbau sei ein wichtiger Schritt für die Zukunftsfähigkeit der Insel, heißt es vom Landkreis Wittmund. „Eine leistungsfähige Glasfaserinfrastruktur ist heute Grundlage für moderne Verwaltung, digitale Bildung, medizinische Versorgung, Tourismus und Gewerbe. Gleichzeitig stärkt sie die Widerstandsfähigkeit kritischer Infrastrukturen und verbessert die Lebensqualität für Einheimische und Gäste.“ Bis spätestens 2028 soll der Glasfaser-Anschluss für Spiekeroog installiert sein. Das Ziel sei ein nachhaltiges, hochleistungsfähiges Gigabitnetz, das langfristig betrieben und allen Haushalten sowie Betrieben auf der Insel zur Verfügung gestellt werden soll, so der Landkreis Wittmund.
(nie)
Künstliche Intelligenz
„Fallout Shelter“: Amazon macht „Fallout“ zur Reality-Serie
Amazon macht „Fallout“ nach dem Erfolg der gleichnamigen Serie auch zur Reality-Show. In „Fallout Shelter“ müssen sich Show-Teilnehmer in einem Vault in verschiedenen Wettbewerben duellieren. Die Reality-Serie soll zehn Folgen umfassen und auf Amazon Prime Video zu sehen sein.
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Derzeit sucht Amazon nach Teilnehmern für „Fallout Shelter“. Wer mitspielen will, muss mindestens 21 Jahre alt sein und in die USA sowie ins Vereinigte Königreich reisen dürfen. Gefilmt wird voraussichtlich im Juni 2026 für drei Wochen, heißt es in dem Casting-Aufruf.
Produziert vom „Squid Game“-Team
„Fallout Shelter“ (nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Mobilspiel von Bethesda) wird von Studio Lambert produziert. Das Team steckt auch hinter der Reality-Umsetzung von „Squid Game“, deren Teilnehmer zum Teil massive Kritik an den Drehs äußerten: An einem verlassenen Militärflughafen nördlich von London mussten Teilnehmer etwa stundenlang bei Temperaturen um den Gefrierpunkt stillstehen. Mehrfach mussten Teilnehmer von Notfallsanitätern versorgt werden, berichtete unter anderem die Sun. „Sie haben uns wie Pferde bei einem Pferderennen behandelt“, sagte eine Person dem Rolling Stone.
Voraussichtlich werden Amazon und Studio Lambert trotzdem keine Probleme haben, ausreichend Interessenten für die Reality-Show aufzutreiben. Immerhin winkt dem Gewinner ein „riesiger Cash-Preis“ – die genaue Summe wird noch nicht genannt.
„Angesiedelt in den bombensicheren Bunkern von Vault-Tec versetzt ‚Fallout Shelter‘ eine vielfältige Gruppe von Teilnehmern in eine immersive Welt, in der viel auf dem Spiel steht“, schreibt Amazon in der Ankündigung der Serie. „Fallout Shelter“ sei vom schwarzen Humor der Serie inspiriert und soll Teilnehmer vor eine Reihe anspruchsvoller Herausforderungen stellen. Auch moralische Dilemmata müssen die Spieler demnach lösen. Wann „Fallout Shelter“ ausgestrahlt wird, ist noch nicht bekannt.
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(dahe)
Künstliche Intelligenz
Netflix: Keine Änderung an Kino-Zeitfenster nach Warner-Kauf
Netflix versucht, die Sorge zu zerstreuen, dass die Übernahme des Hollywood-Urgesteins Warner Brothers die Zukunft der Filmtheater-Branche torpedieren könnte. Der Streaming-Riese werde das Kino-Geschäft von Warner keinen Risiken aussetzen, versicherte Co-Chef Ted Sarandos in einem Interview der New York Times. So werde man etwa das bisherige Zeitfenster von etwa 45 Tagen, die Filme exklusiv in Kinos laufen, beibehalten.
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Netflix hatte in der Vergangenheit wenig Begeisterung für Filmtheater gezeigt. Auf Fragen dazu antworteten Manager stets, dass es für die Firma wichtiger sei, Filme für hunderte Millionen Streaming-Kunden zu veröffentlichen, als sie in Kinos zu bringen. Zur Verkündung der Warner-Übernahmepläne hatte Sarandos noch signalisiert, dass Netflix von einer schrittweisen Veränderung der Zeiträume ausgehe, die Filme nur im Kino zu sehen seien. Amerikanische Kinobetreiber sorgen sich, dass ihnen bei kürzeren Exklusivfenstern überlebenswichtige Einnahmen entgehen könnten. Filme von Warner waren zuletzt ein wichtiger Stützpfeiler für das Geschäft der Kinos.
„Wir wollen gewinnen“
Sarandos betonte, dass Netflix nach einer Warner-Übernahme auch die Nummer eins im Kino-Geschäft sein wolle. „Wir wollen gewinne“ sagte er, und zwar sowohl am ersten Wochenende eines Films als auch bei den Einnahmen an den Kinokassen insgesamt. Durch Einblick in die Warner-Bilanzen habe Netflix festgestellt, dass das Kino-Geschäft des Hollywood-Konzerns besser laufe als man es angenommen habe.
Netflix will das Studio- und Streaming-Geschäft von Warner Brothers in einem 83 Milliarden Dollar schweren Deal kaufen – ohne die aktuell noch zum Konzern gehörenden Fernsehsender wie CNN. Der Rivale Paramount dagegen bietet 108,4 Milliarden Dollar für das gesamte heutige Unternehmen Warner Bros. Discovery. Das Warner-Management entschied sich für das Netflix-Gebot, Paramount wandte sich danach direkt an die Aktionäre. Der Ausgang des Bieter-Wettstreits ist noch offen.
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(nie)
Künstliche Intelligenz
Windows: Microsoft patcht Patchday-Patches | heise online
Für einige Versionen von Windows 10 und 11 hat Microsoft Updates außer der Reihe veröffentlicht. Sie sollen Probleme beheben, die nach den regulären Sicherheitsupdates vom Januar-Patchday aufgetreten sind.
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Einen bekannten Fehler bei Remotedesktop-Verbindungen beheben diese Patches:
- KB5077744 (Build 26200.7627 und 26100.7627; Windows 11 Version 25H2 und 24H2)
- KB5077793 (Build 26200.32234; Windows Server 2025)
- KB5077792 (Build 25398.2096; Windows Server Version 23H2)
- KB5077800 (Build 20348.4650; Windows Server 2022)
- KB5077796 (Build 19045.6811 und 19044.6811; Windows 10 Version 22H2 und Enterprise LTSC 2021)
- KB5077795 (Build 17763.8280; Windows 10 Enterprise LTSC 2019 und Server 2019)
Für Windows 11 in der Version 23H2 steht außerdem dieses Update bereit:
- KB5077797 (Build 22631.6494; Windows 11 Version 23H2)
Es behebt zusätzlich zum Remotedesktop-Problem noch einen weiteren Fehler mit der Energiesparfunktion, der ebenfalls mit dem Januar-Patchday hinzukam und Probleme beim Herunterfahren und mit dem Ruhezustandsmodus verursacht hat.
Microsoft bezeichnet die Patches als „Out-of-Band“ – also Updates außer der Reihe, die nicht am regulären Patchday (zweiter Dienstag im Monat) erscheinen, sondern unabhängig davon gravierende Fehler schnell beheben sollen. Nicht zu verwechseln sind sie mit den optionalen Preview-Updates, die oft am dritten oder vierten Dienstag im Monat erscheinen (früher auch C- oder D-Patches genannt) und meist eine Vorschau auf nicht sicherheitskritische Änderungen bieten.
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(jss)
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