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Künstliche Intelligenz

Starlink im Iran: Wie das Regime den Dienst stört und was dagegen hilft


Seit Anfang Januar spitzt sich die Lage im Iran zu. Was Ende Dezember als Demonstrationen von Geschäftsleuten begann, die ihrem Ärger über die schlechte Wirtschaftslage Luft machten, hat sich zu Massenprotesten entwickelt, die das iranische Regime blutig unterdrückt. Mittlerweile ist von Tausenden Toten die Rede. Davon sollen möglichst wenig Bilder und Nachrichten in die Öffentlichkeit geraten, weshalb die iranische Regierung Kommunikationsnetze blockiert.

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Verlässliche Informationen sind schwer zu bekommen, denn seit den Abendstunden des 8. Januar ist praktisch das gesamte Land offline; das Content Delivery Network Cloudflare verzeichnet nahezu keinen Datenverkehr mehr aus dem Iran und auch die Internetbeobachtungsgruppe Netblocks spricht von einer vollständigen Kommunikationsblockade.

Einer der wenigen digitalen Wege nach draußen führt derzeit per Satellit über das weltumspannende Netzwerk Starlink der Firma SpaceX. Das ist im Iran zwar verboten, Terminals kommen aber durch Schmuggel ins Land und SpaceX toleriert die Nutzung; seit dem 13. Januar ist sie sogar kostenfrei. Aktuell häufen sich jedoch Berichte, dass auch Starlink im Iran zusehends schlechter funktioniert und Nutzer aktiv verfolgt werden. Doch wie kann ein System aus Tausenden Satelliten vom Boden aus gestört werden und wie findet das Regime Nutzer der Geräte, ohne Zugang zu Kundendaten oder dem Netzwerk?

  • Starlink ist im Iran illegal, aber Terminals werden ins Land geschmuggelt.
  • Die Funkverbindung aus dem All zum Terminal lässt sich leicht stören.
  • Die Starlink-Konstellation besteht mittlerweile aus über 9000 Satelliten.

Die US-amerikanische Organisation Holistic Resilience, die Iranern dabei hilft, ihre Internetzugänge abzusichern, spricht von rund 50.000 Nutzern im Land. In diesem Artikel beleuchten wir, wie Starlink arbeitet, weshalb es im Iran funktioniert und wie die iranische Regierung das Netz mutmaßlich stört. Zwar lassen sich weder das Regime noch SpaceX gerne in die Karten schauen, doch Hacker und Journalisten interessiert das wenig und die Regeln der Physik gelten für alle.

Starlink ist eine von SpaceX gebaute Satellitenkonstellation im niedrigen Erdorbit (Low Earth Orbit, LEO), die der Internetversorgung dient. Das primäre Ziel des Tech-Milliardärs und SpaceX-Gründers Elon Musk: schneller, latenzarmer und bezahlbarer Internetzugang für entlegene Regionen der Welt, überall dort, wo andere Zugangswege versagen oder nicht wirtschaftlich sind. Das ab 2015 entwickelte, ab 2019 in den Orbit geschossene und seit 2021 für Privatkunden nutzbare Netzwerk zählt mittlerweile über 9 Millionen Verträge. Es ist zudem das bisher größte Satellitennetzwerk der Welt mit rund 9500 aktiven Satelliten, die mittlerweile den Großteil der menschengemachten Objekte im Erdorbit ausmachen. In Deutschland verlangt Starlink derzeit 50 Euro pro Monat für stationäre Nutzung ohne Volumenbegrenzung. Teurer ist der monatliche Tarif für das transportable Starlink-Terminal, das etwa auch Wohnmobile versorgt.



Ein typisches Starlink-Set für Heimnutzer besteht aus dem vollständig integrierten Satmodem und einem Router, der die Antenne per Ethernetkabel mit Strom versorgt. Weitere Antennen- oder Stromkabel sind nicht notwendig.

Internetzugang über Satellit ist nicht neu und seit den frühen 2000er-Jahren über geostationäre Satelliten verfügbar. Durch den niedrigen Orbit um 550 Kilometer kann Starlink gegenüber diesen deutlich bessere Ergebnisse liefern: Statt rund 120 Millisekunden Signallaufzeit für 35.800 Kilometer (geosynchroner Orbit) beträgt diese bei Starlink nur etwa 2 Millisekunden.

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Außerdem verteilen sich die Kunden auf die hohe Anzahl an Satelliten, wovon jeder wiederum bis zu 48 separate Spotbeams abstrahlt, was bessere Empfangsergebnisse und somit höhere Datenrate bedeutet. Typische Privatkunden mit stationärem Terminal dürfen zwischen 150 und 400 Mbit/s Downlink- und 10 bis 50 Mbit/s Uplink-Datenrate bei 25 bis 100 Millisekunden Latenz erwarten, ein großer Gewinn gegenüber den 50 bis 100 Mbit/s Downlink-Rate, den 600 Millisekunden Latenz und dem häufig limitierten Datenvolumen bei geostationären Angeboten.



Das seit Mitte 2024 erhältliche Starlink Mini liefert weniger Datenrate, ist aber dafür um einiges kleiner als das große Set und läuft an Gleichspannungsquellen zwischen 12 und 48 Volt wie Powerstations. Das große Set lässt sich zwar mit Adaptern auch so betreiben, ist aber mit 60 bis 140 Watt Leistungsaufnahme ein echter Stromfresser.

Damit das optimal klappt, muss der Nutzer das Satellitenmodem an einem Ort mit wenigstens 100 Grad freier Sicht auf den Himmel aufstellen. Derzeit gibt es das Standardset für stationäre Heimnutzer, das Mini für unterwegs, das Mini X mit zusätzlichem Mini-Router, Perfomance- und Enterprise-Modelle für Geschäftskunden sowie mehrere Spezialversionen für anspruchsvollere Anwendungen in See- und Luftfahrt.

Starlink nutzt Frequenzen zwischen 10,7 und 14,5 GHz (im sogenannten Ku-Band) für die Kommunikation zwischen dem Satelliten und der Kundenantenne sowie Blöcke zwischen 17,8 und 30 GHz für die Kommunikation zwischen Bodenstation und Satellit. Diese kurzen Wellenlängen weisen eine hohe Wegstreckendämpfung auf, sodass für große Distanzen immer Richtantennen nötig sind. Gleichzeitig hat SpaceX aber auch keine andere Wahl, denn wer viele Kunden mit hohen Datenraten versorgen will, benötigt breite Frequenzblöcke. Im Ku-Band liegen auch die Sendefrequenzen des digitalen Satellitenfernsehens DVB-S2.

Um den Dienst in seiner Qualität und Einfachheit zu ermöglichen, hat SpaceX phasengesteuerte Gruppenantennen massentauglich gemacht, sowohl für seine Satelliten als auch für die Satmodems beim Kunden. Solche Phased-Array-Antennen sind, grob zusammengefasst, elektronisch veränderbare Richtantennen ohne bewegliche Teile. Sie bestehen aus zahlreichen kleinen Antennenelementen, die dynamisch in Gruppen angesteuert und aufeinander abgestimmt werden.

Ein einfaches Phased Array wurde bereits 1905 entwickelt und besteht aus drei Strahlern, deren Anordnung ein gleichseitiges Dreieck mit etwas mehr als einer Viertel-Wellenlänge bilden. Einzeln betrieben ist jeder Strahler ungerichtet, er strahlt ringsum in alle Richtungen gleichmäßig ab und empfängt Signale aus allen Richtungen gleichmäßig gut. Speist man jedoch in der Dreiecksanordnung an zwei Strahlern an der Basis parallel ein und den Strahler an der Spitze über eine Phasen-Umwegleitung eine Viertel-Wellenlänge später, bekommt das Array die Charakteristik einer Richtantenne mit der Vorzugsrichtung Dreiecksspitze und -basis. Schließt man die Umwegleitung an einen der anderen Strahler an, ändert sich auch die Vorzugsrichtung des Arrays entsprechend um 60 Grad.



Die Gruppenantenne eines Starlink-Terminals besitzt mehrere Hundert bis Tausend Elemente, wie hier beim geöffneten Starlink-Mini zu sehen.

(Bild: Oleg Kutkov, Twitter)

Indem man die Anzahl der Antennenelemente drastisch erhöht – Starlink-Terminals sollen bis zu 1500 haben –, lassen sich sowohl Antennenleistung als auch Bündelung steigern, und zwar dynamisch im laufenden Betrieb. Das Prinzip ist also der Schlüssel von Starlinks Erfolg und kommt sowohl vom Satelliten zum Boden als auch in der Rückrichtung zum Einsatz; beide versuchen, die eigenen Aussendungen möglichst präzise aufeinander zu lenken.

Anders als bei Parabolschüsseln, wie man sie vom Satellitenfernsehen kennt, ist es beim Phased Array der Starlink-Terminals nicht mehr wichtig, die Antenne exakt auf einen Satelliten auszurichten: Die Empfangseinheit verstellt einfach die Vorzugsrichtung des Arrays so lange, bis es den Satelliten bestmöglich empfängt und umgekehrt. Durch kontinuierliches Nachstellen kann sie den Satelliten im Blick behalten, bis irgendwann der nächste Starlink-Satellit übernimmt und das Array darauf justiert wird.

Die ersten zwei Versionen der Starlink-„Schüsseln“ hatten zwar Motoren zur Ausrichtung, die aber nur zur initialen Positionierung dienten, nicht für aktives Nachführen der Antenne zum jeweils genutzten Satelliten. Mittlerweile ist das Ausrichten nur noch für bestmögliche Ergebnisse nötig; Starlink funktioniert aufgrund der großen Anzahl an Satelliten schon seit geraumer Zeit in beliebiger Ausrichtung zum Himmel sowie auch in Bewegung (Auto, Boot, Flugzeug et cetera).



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Wetterballon im Selbstbau | c’t uplink


Es ist ein Bastelprojekt der etwas größeren Art, und es will gut vorbereitet werden: Es geht um Herstellung, Bestückung und Start eines eigenen Wetterballons. Damit kann man nicht nur einiges an Messdaten sammeln. Man bekommt auch tolle Videoaufnahmen aus den oberen Schichten der Erdatmosphäre.

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Logo mit dem Schriftzug "c't uplink – der Podcast aus Nerdistan"

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Den wöchentlichen c’t-Podcast c’t uplink gibt es …

In dieser Remote aufgezeichneten Folge des c’t uplink erzählen wir, was es vorab zu beachten und zu beantragen gilt, welche Technik wir dem Ballon mitgegeben haben, und wo wir ihn nach der Landung wieder eingesammelt haben.

Zu Gast: Andrijan Möcker, Anne-Dorette Ziems
Host: Jan Schüßler
Produktion: Tobias Reimer

► Teil 1 der Wetterballon-Videostrecke von annesnerdnight und heise & c’t:

► Mehr zum Thema Wetterballon lesen Sie bei heise+ (€):
https://www.heise.de/ratgeber/Ein-Myonendetektor-zum-Selberbauen-11102499.html?seite=all
https://www.heise.de/ratgeber/Einen-eigenen-Wetterballon-basteln-und-starten-10250817.html

► sowie in c’t (€):
https://www.heise.de/select/ct/2026/6/2533809272716342850
https://www.heise.de/select/ct/2025/4/2432508255737374520

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In unserem WhatsApp-Kanal sortieren Torsten und Jan aus der Chefredaktion das Geschehen in der IT-Welt, fassen das Wichtigste zusammen und werfen einen Blick auf das, was unsere Kollegen gerade so vorbereiten.

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(jss)





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Aufstellort Solar-Batteriespeicher: Was bei Lebensdauer und Sicherheit zählt


Wer sich einen Batteriespeicher zur PV-Anlage anschafft, steht vor einer praktischen Frage: Wohin mit ihm? Meist hat man im Einfamilienhaus gar nicht so viel Spielraum und die Entscheidung fällt häufig zwischen (Heizungs-)Keller, Garage und Hauswirtschaftsraum.

Jeder dieser Orte hat seine Vorzüge und Nachteile. Um es gleich damit aufzuräumen: Das Brandrisiko eines Heimspeichers liegt statistisch im Bereich anderer Haushaltsgeräte und deutlich unter dem eines Autos. Doch der Aufstellort entscheidet nicht nur mit über die Sicherheit, sondern ist auch für die Lebensdauer der Batterie relevant.

  • Das Brandrisiko von Heimspeichern ist sehr gering und nicht höher als bei anderen Haushaltsgeräten.
  • Qualität ist der beste Schutz: Ein Batteriebrand entsteht durch eine Verkettung technischer Fehler. Hochwertige Systeme mit präziser Sensorik und Hersteller-Monitoring sind entscheidend.
  • Entgegen hartnäckiger Mythen und teils fehlerhafter Bedienungsanleitungen ist die Feuerwehr auf Heimspeicher-Havarien vorbereitet und kühlt die Anlagen im Ernstfall regulär mit Wasser.
  • Ein ebenerdiger, gut belüfteter Raum ohne zusätzliche Brandlasten ist sicherer als der Keller (schwerer Abtransport, Überflutungsgefahr), wobei ein eigens abgetrennter Batterieraum den Idealzustand darstellt.
  • Da extreme Kälte beim Laden gefährlich ist und Hitze die Batteriealterung massiv beschleunigt, bietet ein moderat temperierter Raum im Haus den besten Kompromiss aus Sicherheit und Effizienz.

Der Artikel zeigt auf, wie man die Risiken durch die Wahl der richtigen Produktqualität minimiert, warum Mythen über die Feuerwehr falsch sind und wie man zu einem Kompromiss zwischen Brandschutz und optimalen Betriebsbedingungen gelangen kann.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Aufstellort Solar-Batteriespeicher: Was bei Lebensdauer und Sicherheit zählt“.
Mit einem heise-Plus-Abo können Sie den ganzen Artikel lesen.



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London: Bei Cyberangriff auf Verkehrsbehörde zehn Millionen Datensätze gestohlen


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This article is also available in
English.

It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Bei einem Cyberangriff auf Transport for London (TfL) wurden 2024 sensible Daten von etwa zehn Millionen Kundinnen und Kunden entwendet. Die Behörde ist für das Verkehrssystem in London zuständig. Unter den gestohlenen Daten seien Namen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern und Adressen, berichtet die BBC.

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Eine anonyme Person hat den britischen Nachrichtensender demnach kontaktiert und ihm die Daten zur Verfügung gestellt. Sie habe zuvor eine Kopie der gestohlenen TfL-Datenbank erlangt. Die BBC gibt an, die Daten untersucht und anschließend gelöscht zu haben. Die rund 15 Millionen Zeilen hätten schätzungsweise Informationen von zehn Millionen TfL-Kundinnen und Kunden enthalten.

Der Angriff von 2024 sei auf die kriminelle Gruppierung „Scattered Spider“ zurückzuführen, so die BBC. Unter anderem seien viele Informationstafeln und Online-Dienste ausgefallen, was einen Schaden von 39 Millionen britischen Pfund (umgerechnet knapp 45 Millionen Euro) verursacht hätte. Es sei einer der größten Hackerangriffe in der britischen Geschichte gewesen. Die mutmaßlichen Täter, zwei junge Erwachsene, stehen in Großbritannien vor Gericht.

Die BBC wirft TfL vor, unzureichend auf den Cyberangriff reagiert zu haben. Die Behörde habe nicht genug getan, um betroffene Kundinnen und Kunden zu warnen. Mehrere Millionen von ihnen hätten keine Warnung erhalten oder diese nicht zur Kenntnis genommen. Es sei jedoch wahrscheinlich, dass die gestohlenen Daten noch nicht dafür verwendet wurden, weitere Angriffe durchzuführen, berichtet die BBC unter Berufung auf die anonyme Quelle.


(mho)



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