Künstliche Intelligenz
c’t-Webinar: Weniger Zufall, mehr Midjourney
Midjourney erzeugt Bilder auf Zuruf, vorausgesetzt, die Eingaben stimmen. Mit präzisen Textprompts und zahlreichen Stilparametern eignet sich die KI als Werkzeug für eigene visuelle Ideen, vom schnellen Entwurf bis zur ausgearbeiteten Illustration. Neue Funktionen generieren zudem kurze Animationen, mit denen sich einfache Szenen oder Abläufe darstellen lassen. Im Webinar lernen die Teilnehmer, wie sie ihre Vorstellungen strukturiert und nachvollziehbar in Midjourney umsetzen.
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Vom präzisen Prompt zum Ergebnis
Auch wenn inzwischen zahlreiche KI-Bildgeneratoren verfügbar sind, lohnt sich der Blick auf Midjourney weiterhin. Das System liefert in vielen Szenarien eine höhere Bildqualität und bietet verlässliche Werkzeuge für konsistente Ergebnisse – ein Punkt, an dem viele Alternativen scheitern. Das Webinar zeigt praxisnah, wie sich diese Stärken im Alltag nutzen lassen und wie man typische Fehler vermeidet. So entsteht ein klarer, reproduzierbarer Workflow statt ziellosem Experimentieren.
Die Inhalte des Webinars reichen vom Aufbau wirkungsvoller Prompts über die Bildbearbeitung mit dem Midjourney-Editor bis zu fortgeschrittenen Techniken wie der Verwendung von Referenzbildern für konsistente Charaktere und Stile. Auch das Zusammenspiel mit anderen Tools zur Nachbearbeitung und die Integration in bestehende Workflows kommen zur Sprache. Ein eigener Themenblock widmet sich Midjourneys Animationsfunktion.
Midjourney-Experte gibt Einblicke
Referent Adrian Rohnfelder ist mehrfach ausgezeichneter Profifotograf und Midjourney-Experte. Er verbindet seine kreative Erfahrung mit neuesten KI-Tools und gibt sein Wissen als Dozent und Speaker weiter. Für die Teilnahme sind keine Vorkenntnisse nötig, erste Erfahrungen mit Midjourney sind jedoch von Vorteil.
Das Webinar bietet damit einen praxisorientierten Überblick über KI-gestützte Bild- und Videoproduktion. Teilnehmende erhalten konkrete Anleitungen, um Midjourney effizient in Projekte einzubinden.
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- Termin: 28. Januar 2026, 14:00 bis 17:00 Uhr
- Preis: 69,00 Euro
Zur Teilnahme benötigen Sie lediglich einen aktuellen Browser. Weitere Informationen zum Webinar sowie Details zur Anmeldung finden Sie auf der Webseite der heise academy.
(abr)
Künstliche Intelligenz
Tilly Nordwoods erster Song: KI kann lustig sein – dank 18 Menschen
In einem türkisfarbenen Kleid und als Puppe ist Tilly Norwood in ihrem ersten Musikvideo zu sehen. Das erinnert stark an Elsa, den aktuellen Disney-Liebling aller Kinder. So passt auch das Lied von Tilly, dem KI-generierten Star und Creator, auf den ersten Blick zu genau diesem Disney-Prinzessinnen-Universum, gepaart mit ein bisschen Radio-Pop. Doch weder Lied noch Video sind einfach nur platt. Schaut man genau hin, ist es sogar ziemlich lustig. Es zeigt auf spielerische Art auf, welche Probleme KI mit sich bringt.
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Das vermeintliche KI-Video zur KI-Musik von KI-Star Tilly ist gar nicht mal einfach so mittels KI erstellt worden. Es gibt einen Hinweis vor dem Video, dass 18 Menschen daran beteiligt waren. Darunter waren demnach echte Schauspieler, Produktionsdesigner, Kostümdesigner und Prompter, also jene Leute, die der KI entlocken können, was sie haben wollen – zumindest bis zur regulären Nachproduktion.

Das Internet ist voll von heißen IT-News und abgestandenem Pr0n. Dazwischen finden sich auch immer wieder Perlen, die zu schade sind für /dev/null.
Tilly will kein Roboter sein, aber skalieren
Ihren Humor wollen die Macher direkt mit dem weiteren Hinweis beweisen, dass beim Dreh des Videos keine Flamingos verletzt wurden. Ausgerechnet dieser Witz ist eigentlich viel zu flach und abgenutzt. Dagegen entlockt Tilly vor dem Bildschirm zumindest mir ein dickes Grinsen, wenn sie sich schwertut, alle Bilder mit Fahrrädern anzuklicken, um zu beweisen, dass sie kein Roboter ist.

Tilly Norwood tut sich mit dem Captcha schwer.
(Bild: Youtube)
Humorvoll ist auch eher die unsagbare Übertreibung von Kitsch, die absolut gewollte KI-Optik, in der London beim Sonnenuntergang gezeigt wird. Auch Tilly zwischen Serverschränken, die davon singt, dass man skalieren könne, amüsiert.
Der Inhalt des Lieds ist insgesamt herrlich irritierend bis doof. Tilly singt über ihr Dasein, das freilich mehr ist, als bloß Technik. Schon Britney Spears wusste zu berichten, wie es ist, kein Kind mehr zu sein, aber auch noch keine Frau. „Hinter dem Code, hinter dem Licht, bin ich nur ein Werkzeug, doch ich bin am Leben.“
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„KI ist nicht der Feind“
Nun könnte man all das für ein Plädoyer halten, KI-Figuren ernst zu nehmen und mit Menschen gleichzusetzen. Doch da sind die absurden Szenen, in denen Tilly das Gesicht wegrutscht, in denen die Macher sie singen lassen, man solle sich mit der Materie auseinandersetzen. Tilly will mehr sein als ein „Dollardream“, sie will echtes Design sein, sogar lebendig. Und dann folgt auch noch ein direkter Aufruf an Schauspieler, zu handeln, um die Zukunft mitzugestalten. Denn: „KI ist nicht der Feind, KI ist der Schlüssel.“ Wir müssen ihn nur zu nutzen wissen, um nicht abgehängt zu werden.
Tilly Norwood soll eine KI-generierte Schauspielerin und nun auch Musikerin sein, die von einer niederländischen Produktionsfirma geschaffen wurde. Ihr Dasein hat schon öffentliche Kritik von der Hollywood-Schauspieler-Gewerkschaft SAG-AFTRA hervorgerufen. Dabei geht es freilich um die Frage nach den Trainingsdaten, die für die Erstellung der Figur genutzt wurden, sowie die Rechte an der künstlerischen Gestaltung und die Konkurrenz zu menschlichen Schauspielerinnen und Schauspielern.
Ohne von Menschenhand gemachte Inhalte keine KI-Modelle. Ohne KI-Modelle keine Tilly Norwood. Klar. Aber: Es ist auf jeden Fall eine klügere Auseinandersetzung mit dem Thema, ein Musikvideo zu erschaffen, als alles einfach verbieten zu wollen.
(emw)
Künstliche Intelligenz
Vision Pro als Monitor für X-Plane 12 – mit einem Umweg
X-Plane 12, der nach Herstellerangaben „fortschrittlichste Flugsimulator der Welt“, kommt auf Apples Mixed-Reality-Headset. Ab visionOS 26.4, das in den kommenden Wochen erwartet wird, soll die Vision Pro zum externen Display für die Software werden. Dabei verwendet der Hersteller Laminar Research einen besonderen Trick, der mit dem Update auf die Brille kommt.
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Rückmeldung vom Headset
Dabei handelt es sich um das sogenannte Foveated Streaming, das Nvidias CloudXR-Technik nutzt. Dabei werden nur die Bereiche besonders schnell auf die Vision Pro übertragen, die der Nutzer gerade sieht. Das soll Bandbreite sparen und dennoch einen besonders guten Bildeindruck ermöglichen. Außerdem ist es möglich, gestreamte Inhalte mit lokal gerenderten zu kombinieren. Für X-Plane bedeutet das laut Ankündigung, dass man die Version 12 des Simulators entweder von einem ausreichend schnellen PC oder einem Cloud-System mit Nvidia-RTX-Grafik auf die Vision Pro bringen kann.
Diese dient dann als hochauflösendes immersives Display für X-Plane 12. Damit das funktioniert, ist eine „Companion App“ für die Vision Pro notwendig, die Laminar Research über den App Store vertreiben wird. Auf PC- oder Cloud-Seite wird das Headset dann erkannt und als Streaming-Output-Möglichkeit dargestellt. Der Prozess geht in beide Richtungen: Mit Apples ARKit kann X-Plane 12 dann die Cockpit-Position tracken. Der Simulator soll zudem „physische und digitale Welten“ miteinander verbinden.
Geplantes „VR-Update“ für X-Plane 12
In seiner Entwicklerdokumentation hatte Apple zuvor eine Reihe weiterer Anwendungsfälle für das neue Foveated Streaming genannt: neben der Übertragung hochwertiger Spiele von einem leistungsstarken Rechner ist dies auch CAD-Software. Auch Remote-Desktop-Anwendungen über längere Strecken (also außerhalb des eigenen WLAN-Netzwerks) sind denkbar.
X-Plane 12 kostet im Download aktuell 60 US-Dollar, als DVD-Set zum Offline-Einspielen 100 Dollar. Die Anwendung ist für Windows, Linux und den Mac erhältlich, wobei für die CloudXR-Lösung ein PC notwendig ist. Laminar Research kündigte für die kommenden Monate auch ein „VR-Update“ an, bei dem zusätzliche Mixed-Reality- und VR-Features in den Simulator kommen sollen.
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(bsc)
Künstliche Intelligenz
Windows Server 2025: Die neue Relevanz von dMSA und Geräteidentitäten
Windows Server 2025 bringt delegierte verwaltete Dienstkonten (delegated Managed Service Accounts, dMSA) als neuen Kontotyp mit – mit ihm ändert sich, wie sich Dienste in Active Directory authentifizieren.
Im Unterschied zu den bisherigen gruppenverwalteten Dienstkonten (gMSA) setzt dMSA auf die Authentifizierung durch Geräteidentitäten und liefert automatisch rotierende, kryptografisch erzeugte Schlüssel. Damit muss man Passwörter nicht mehr manuell pflegen, viele Risiken klassischer Dienstkonten werden eliminiert. Organisationen können damit Dienste migrieren, ohne umfangreiche Anwendungsänderungen vorzunehmen, und erhalten zugleich eine bessere Protokollierbarkeit der Dienstkontoaktivität.
- Delegierte verwaltete Dienstkonten (dMSA) binden die Authentifizierung direkt an Geräteidentitäten und liefern kryptografisch erzeugte Schlüssel, die nicht lokal installierbar sind.
- Nötig sind Windows Server 2025 als Domänencontroller, ein KDS-Stammschlüssel und spezifische Registry-Konfigurationen auf Clientsystemen ab Windows 11 24H2.
- Die Migration bestehender Dienstkonten erfolgt über PowerShell-Cmdlets, wobei sowohl Einzelhost- als auch Massenmigrationsszenarien unterstützt werden.
- Schwachstellen wie Golden dMSA und BadSuccessor erfordern strikte Governance durch enge Rechtedelegation, kontinuierliches Monitoring von Kerberos-Events und vordefinierte Wiederherstellungsprozesse.

Thomas Joos ist freiberuflicher Autor, Trainer und IT-Consultant. Er berät Unternehmen in den Bereichen Microsoft-Netzwerke, Security, KI und Cloud.
Die Verfügbarkeit von dMSA bleibt aber an Voraussetzungen gebunden: Domänencontroller müssen auf Windows Server 2025 laufen und Clients brauchen Windows 11 24H2. Für eine domänenübergreifende Nutzung verlangt die Topologie zudem bidirektionale Vertrauensstellungen in der Gesamtstruktur. Ohne solche Grundlagen bleibt dMSA in seiner Wirksamkeit eingeschränkt.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Windows Server 2025: Die neue Relevanz von dMSA und Geräteidentitäten“.
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