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Digital Business & Startups

Wer Kapital aufnehmen will, sollte früh beginnen


#Interview

„Wir gehen davon aus, dass Deutschland in den kommenden Jahren deutlich aktiver wird“, sagt Sara Sclarsic, Gründerin und General Partner beim Valley-Investor Voyager Ventures. „Insbesondere München entwickelt sich zunehmend zu einem zentralen Startup-Standort.“

„Wer Kapital aufnehmen will, sollte früh beginnen“

Der 2021 gegründete amerikanische Frühphasen-Investor Voyager Ventures, hinter dem Sarah Sclarsic und Sierra Peterson stecken, verkündete zuletzt das Final Closing seines zweiten Fonds (275 Millionen US-Dollar).

In den vergangenen Jahren investierte der umtriebige Geldgeber aus San Francisco bereits in die deutschen Startups Annea (digitale Zwillinge von Windturbinen und Solaranlagen) und Enapi (Transaktionsbroker für die EV-Ladeindustrie). Nun sollen hierzulande zügig weitere Investments folgen.

Der Valley-Investor interessiert sich insbesondere für Themen wie „Energieerzeugung und -verteilung, fortschrittliche Fertigung in der Industrie, kritische Materialien, physische KI und Computing“. Voyager Ventures verwaltet derzeit in drei Fonds 475 Millionen US-Dollar.

Im Interview mit deutsche-startups.de spricht Sara Sclarsic, Gründerin und General Partner bei Voyager Ventures, einmal ausführlich über ihre Sicht auf Deutschland.

Wie würdest Du Deiner Großmutter Voyager Ventures erklären?
Voyager investiert in junge Unternehmen, die die grundlegenden Systeme der Weltwirtschaft neu denken und verbessern. Sie entwickeln Technologien, die Materialien, Energie und industrielle Prozesse effizienter, kostengünstiger und nachhaltiger machen. Wenn sich diese Grundlagen verbessern, werden Volkswirtschaften widerstandsfähiger, das Leben verlässlicher und Wachstum langfristig tragfähig. Voyager unterstützt genau die Unternehmen, die es der globalen Wirtschaft ermöglichen, sich weiterzuentwickeln und dauerhaft anzupassen.

Wie bewertest Du die aktuelle Investmentsituation in Deutschland?
Kapital bleibt selektiv, doch die Richtung ist klar und zunehmend positiv – insbesondere durch politische Impulse in strategischen Bereichen wie Energiewende und Deep Tech. Das zeigt sich unter anderem an neuen großvolumigen Fonds, mit denen privates Kapital gezielt in industrielle Modernisierung und Klimainfrastruktur gelenkt wird. Auch Zukunftstechnologien wie Fusion sind inzwischen fest in der nationalen Agenda verankert. Diese politischen Signale übersetzen sich zunehmend in konkrete Nachfrage- und Investitionsanreize. Instrumente wie Carbon Contracts for Difference reduzieren Risiken bei der industriellen Dekarbonisierung und schaffen Planungssicherheit. Das ermöglicht es Gründerinnen und Gründern wie auch Investoren, über den Prototyp hinauszudenken und früh auf Skalierung zu setzen. Auf europäischer Ebene tragen zusätzliche Initiativen dazu bei, grenzüberschreitendes Wachstum zu erleichtern – ein entscheidender Hebel insbesondere für deutsche Startups.

Mit welchen Erwartungen blickst Du auf die kommenden Monate?
Wir gehen davon aus, dass Deutschland in den kommenden Jahren deutlich aktiver wird. Insbesondere München entwickelt sich zunehmend zu einem zentralen Startup-Standort, der innerhalb des Landes an Bedeutung und Geschwindigkeit gewinnt. Wir beobachten hier vor allem Dynamik in Bereichen wie Geothermie, Energiespeicherung und industrieller Technologie. Öffentliche Förderinstrumente wirken dabei als Katalysator: Sie mobilisieren privates Kapital und reduzieren Risiken bei realen, kapitalintensiven Projekten. Entscheidend ist, dass sich der Markt insgesamt öffnet. Rund drei Viertel der deutschen Startups planen, in den kommenden zwölf Monaten Kapital aufzunehmen. Wir erwarten, dass die Nachfrage nach Finanzierung bis 2026 weiter anzieht.

Was rätst Du Gründer:innen, die derzeit auf Kapitalsuche sind?
Investoren wollen verstehen, wer ihr seid, wofür ihr steht und wie aus dieser Vision Schritt für Schritt ein belastbares Unternehmen entsteht. Entscheidend ist Klarheit: Wie viel Kapital wird benötigt, wofür genau und wie wird es nachvollziehbar in Wachstum übersetzt? Die Aufgabe von Investoren ist es, Chancen und Risiken zu bewerten. Deshalb lohnt sich Offenheit, insbesondere auch bei den größten Risiken. Transparenz schafft Vertrauen, und gute Investoren werden ohnehin eine gründliche Due Diligence durchführen. Zeigt klar, wo ihr dem Wettbewerb überlegen seid und wo es noch Lücken gibt. Genau dort sehen Investoren häufig Ansatzpunkte, um gemeinsam besser zu werden und langfristig partnerschaftlich zusammenzuarbeiten. Wer Kapital aufnehmen will, sollte früh beginnen. Viele Runden dauern sechs Monate oder länger, und knappe Liquidität schwächt die eigene Verhandlungsposition. Recherchiert gezielt Investoren, die zu eurem Sektor passen: Sie sind in der Regel besser informiert, besser vernetzt und können operativ wirklich unterstützen. Bereitet euch auf konkrete Fragen vor: Wie lange dauert euer Sales Cycle? Warum entscheiden sich Kunden für euch? Ihr kennt euer Geschäft am besten. Je präziser ihr es vermittelt, desto effizienter läuft der Prozess. Denkt zum Schluss bewusst über das Investorenkonsortium nach. Welchen Beitrag leistet jeder Investor über Kapital hinaus? Oft ist eine Kombination aus einem starken Lead-Investor und Co-Investoren sinnvoll, die Mehrwert bei Hiring, Business Development, Produkt oder zukünftigen Finanzierungsrunden liefern.

Welche Startups begeistern Dich derzeit ganz besonders?
Ein Beispiel aus unserem Portfolio ist Enapi, ein Berliner Startup, in das wir im vergangenen Jahr investiert haben. Enapi entwickelt die Daten- und Zahlungsinfrastruktur für ein vernetztes E-Mobilitäts-Ökosystem und betreibt bereits einen Großteil der Ladeinfrastruktur in Europa. Neun der zehn größten E-Mobility-Service-Provider zählen heute zu den Kunden. Aktuell expandiert das Unternehmen in den US-Markt. Darüber hinaus sehen wir starke kommerzielle Fortschritte bei Unternehmen, die neue Verfahren zur Gewinnung kritischer Ressourcen entwickeln – von strategisch wichtigen Metallen bis hin zu grundlastfähiger Energie. Ein Beispiel ist Alta, das eine modulare Technologie entwickelt hat, mit der Seltene Erden zu niedrigeren Kosten als in China produziert werden können. Fortschritt beschränkt sich dabei nicht auf industrielle Systeme. Er zeigt sich auch im Alltag. Unser Portfoliounternehmen Copper hat Haushaltsgeräte rund um integrierte Batteriesysteme neu gedacht. Das verbessert Leistung und Energieeffizienz und bringt Energiespeicherung sowie Versorgungssicherheit direkt in private Haushalte.

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Foto (oben): Voyager Ventures



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Drei Löwen kämpfen um Startup Purora – doch nach der Show scheitert der Deal DHDL: Löwen kämpfen um Startup Purora – nach der Show scheitert der Deal


Schnelle und gesunde Gerichte aus dem Mixer: damit wollten Heinz Pöttinger und Beatrice Ilie in Die Höhle der Löwen punkten – und überzeugten Dagmar Wöhrl. Doch der Deal für ihr Startup Purora platzte. Gründerszene hat nachgefragt.

Drei Löwen kämpfen um Startup Purora – doch nach der Show scheitert der Deal DHDL: Löwen kämpfen um Startup Purora – nach der Show scheitert der Deal

Beatrice Ilie und Heinz Pöttinger präsentieren mit Purora ein Ernährungskonzept mit dem eigens entwickelten ThermoTwist.
RTL / Bernd-Michael Maurer

Gesunde und schnelle Gerichte aus dem Mixer – damit wollten Gründer Heinz Pöttinger (38) und Beatrice Ilie (28) aus Österreich bei den Löwen punkten. Hinter dem Startup Purora steckt ein Familienbetrieb: Vater Heinz senior, Mutter Eva sowie die Brüder Moritz, Nikolaus und Georg Pöttinger sind ebenfalls in das Projekt eingebunden.

Die Idee fasst Heinz Pöttinger in Die Höhle der Löwen (DHDL) in einem Satz zusammen: „Fast good statt Fast Food.“ Aufgewachsen auf einem Biobauernhof und geprägt von immer verfügbaren frischen Lebensmitteln will er mit seinem 2020 gegründeten Startup dafür sorgen, dass sich gesunde Ernährung unkompliziert in den Alltag integrieren lässt.

Während sich in der Show gleich mehrere Löwen für Purora begeistern, kommt es nach der Aufzeichnung anders – der Deal platzt.

Das macht Purora

Purora kombiniert Technik mit vorbereiteten Bio-Mahlzeiten in Gläsern: Im Zentrum steht der eigens entwickelte Mixer „ThermoTwist“, erklärt der Gründer Heinz Pöttinger. Das Gerät könne Zutaten sowohl kalt mixen als auch Speisen schonend erwärmen, sodass Vitamine nicht verloren gehen. Dazu bietet Purora fertige Mahlzeiten im Glas an – darunter Smoothies, Porridge, Proteinshakes und Suppen – die mit Wasser und eben dem „ThermoTwist“ zubereitet werden können. Laut Unternehmensangaben umfasst das Sortiment inzwischen rund 30 verschiedene Mahlzeiten.

Außerdem gibt es noch weitere Standbeine: Neben dem Online-Direktgeschäft setzt das Startup auch auf B2B-Kunden für Mixer und Mahlzeiten wie Büros, Hotels oder Fitnessstudios. Zusätzlich gehören ein Kochbuch, Snacks und Ernährungskuren zum Konzept, so Pöttinger. In über fünf Jahren hat das Startup damit bisher rund 660.000 Euro Umsatz über den eigenen Online-Shop erwirtschaftet.

Die Löwen Dagmar Wöhrl und Ralf Dümmel testen den Mixer von Purora.

Die Löwen Dagmar Wöhrl und Ralf Dümmel testen den Mixer von Purora.
RTL / Bernd-Michael Maurer

Um das Wachstum zu beschleunigen, benötigt Purora Unterstützung von den Löwen: Für 300.000 Euro bieten sie zehn Prozent der Firmenanteile an. Neben Kapital erhoffte sich das Team vor allem strategische Hilfe – etwa beim internationalen Markenaufbau sowie beim Ausbau des Vertriebs.

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Sowas gab es noch nie bei DHDL: Startup schnappt sich Mega-Deal

Geschmack überzeugt – die Strategie nicht

Die Verkostung in der Show überzeugt: „Das schmeckt mir sehr gut“, sagt Dagmar Wöhrl. „Ich kann gar nicht mehr aufhören zu essen.“ Aber: Die breite Produktpalette kommt bei den Löwen nicht nur gut an. „Ihr seid völlig lost, sorry“, wirft Frank Thelen ein. Es fehle eine Fokussierung, kritisiert der Unternehmer. „Du kannst doch nicht auf so vielen Schauplätzen spielen.“ Er rät deshalb dem Team von Purora dazu, sich nicht auf den Lebensmittel-Einzelhandel zu konzentrieren, sondern auf den B2B-Markt zu setzen.

Finanziell hat bislang vor allem die Familie Pöttinger das Startup unterstützt: Sieben Millionen Euro sind bereits aus der eigenen Familienholding in Entwicklung und Aufbau geflossen, erklärt Heinz Pöttinger in der Show. Der Familienbetrieb reicht bis ins Jahr 1871 zurück – im österreichischen Grieskirchen entstand zunächst ein kleiner Handwerksbetrieb. Daraus entwickelte sich im Laufe der Zeit der Landtechnikhersteller Pöttinger Landtechnik GmbH. Nach Unternehmensangaben beschäftigt Pöttinger heute rund 2000 Mitarbeiter, der Umsatz liegt bei 405 Millionen Euro.

„Was habt ihr mit sieben Millionen gemacht?“

„Was zur Hölle habt ihr damit gemacht? Wo sind die sieben Millionen hin?“, fragt daraufhin Thelen. Es habe viel „Trial-and-Error“ gegeben, das Geld sei in Forschung und Entwicklung der Technik sowie in die zehn Angestellten geflossen, erklärt Heinz Pöttinger den Löwen.

Die strategische Ausrichtungen des Familien-Startups sorgt für Diskussionen in der Höhle.

Die strategische Ausrichtungen des Familien-Startups sorgt für Diskussionen in der Höhle.
RTL / Bernd-Michael Maurer

Eine Rekordsumme findet Carsten Maschmeyer. Bisher habe noch kein Gründer bei DHDL so viel Geld in das eigene Startup gesteckt: „Das zeigt auch, dass ihr überzeugt seid und Bock drauf habt.“ Trotzdem steigt Maschmeyer aus. Er befürchtet zu wenig Gewinne in der Zukunft: „Da bekomme ich Angst, dass euer USP Utopie ist.“

Deal mit Dagmar Wöhrl

Schließlich kämpfen drei Löwen um einen Deal mit Purora: Dagmar Wöhrl bietet 300.000 Euro für 15 Prozent, Frank Thelen und Judith Williams bieten als Investoren-Duo 400.000 Euro für 20 Prozent. Nachdem sich der Familienrat der Pöttingers ausgetauscht hat, gibt es ein Gegenangebot und schließlich einen Deal: „Mein Herz sagt Dagmar Wöhrl.“

Beatrice Ilie und Heinz Pöttinger haben einen Deal mit Dagmar Wöhrl.

Beatrice Ilie und Heinz Pöttinger haben einen Deal mit Dagmar Wöhrl.
RTL / Bernd-Michael Maurer

In der Show einigen sich Purora und Wöhrl auf 300.000 Euro und 13,75 Prozent der Unternehmensanteile. „Das ist ein Mega-Produkt, ich finde die Ideen faszinierend und ich finde auch euch als Familie faszinierend“, sagt Dagmar Wöhrl. Für Wöhrl ist es der erste Deal in der 19. DHDL-Staffel.

Wie ging es nach der Aufzeichnung der Show weiter? Gründerszene hat nachgefragt.

Löwen-Deal mit Purora ist geplatzt

„In der Show und auch danach hat sich Heinz für Dagmar Wöhrl entschieden“, sagt Beatrice Ilie (COO) im Gespräch mit Gründerszene. Die Investorin sei in der Show ganz klar die richtige Wahl für das Startup gewesen, weil sie sich dafür ausgesprochen habe, das Familienunternehmen stärken und unterstützen zu wollen. Trotzdem: „Strategisch haben wir im Nachgang keine Einigung gefunden.“ Heinz Pöttinger ergänzt: „Wir haben einfach gemerkt, dass es für beide Seiten nicht passt.“

Das bestätigt ebenfalls eine Sprecherin der Unternehmerin auf Anfrage. Dagmar Wöhrl blicke sehr positiv auf die Begegnung mit dem Gründerteam zurück: „Gerade nach der Sendung führen wir sehr intensive Gespräche, um zu prüfen, ob eine Partnerschaft langfristig wirklich passt. In diesem Fall haben wir gemerkt, dass unsere Vorstellungen über die Weiterentwicklung des Unternehmens auseinandergehen.“

Die Investorin betont ihren großen Respekt für die Arbeit der Gründer: „Die Entwicklung eines eigenen Unternehmens erfordert Mut, Leidenschaft und Durchhaltevermögen. Ich habe großen Respekt vor dem Engagement des Purora-Teams und wünsche den Gründern für ihren weiteren Weg von Herzen viel Erfolg.“

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Die Teilnahme an DHDL war „einer der spannendsten Tage meines Lebens“, fasst Heinz Pöttinger den Pitch gegenüber Gründerszene zusammen. Dass gleich drei Löwen um einen Deal gekämpft haben, sei für das Purora-Team eine Bestätigung dranzubleiben und weiterzumachen. „Wir wollen nach wie vor beide Kundengruppen, sowohl B2B als auch B2C abdecken. Das verfolgen wir weiter,“ erklärt Ilie. Zukünftig will Purora das Geschäft mit Ernährungskuren ausbauen. Derzeit tüftelt das Team mit einem Partner in China an einer neuen Variante ihres Mixers, verrät Pöttinger.





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DHDL-Battle: zwei Gründer, zwei Deals – das gab es noch nie


Das gab es noch nie bei DHDL: Zwei Junggründer pitchen gegeneinander – und am Ende bekommen beide einen Deal, emotionaler Papa-Moment inklusive.

Die zwei Jungunternehmer im Pitch-Battle: Christopher Czellary (l.) und Philipp Hammerer (r.).

Die zwei Jungunternehmer im Pitch-Battle: Christopher Czellary (l.) und Philipp Hammerer (r.).
RTL / Bernd-Michael Maurer

Im jüngsten Battle jemals, traten am Montag zwei minderjährige Jungunternehmer bei „Die Höhle der Löwen“ gegeneinander an – und sorgten nicht nur wegen ihres Alters für ein Novum bei DHDL.

Beim sogenannten Battle pitchen zwei Gründer kurz nacheinander und haben nur jeweils eine Minute Zeit, die Löwen zu überzeugen. Im Anschluss entscheiden die Investoren dann, wer weiterkommt. Der- oder diejenige darf dann weiterpitchen – und hat die Chance auf ein Investment. Normalerweise. An diesem Tag lief aber alles anders – zumindest für Team Maschmeyer und Gründer Philipp Hammerer.

Junges Battle: Die Pitches

Dieser pitchte zuerst mit seinem Startup „Jimmy-Ausbildung“, welches Schüler durch Chat-Interviews und KI-Matching zu den passenden Unternehmen bringen soll. So will der 16-jährige Gründer, der sich mit zwölf Jahren selber das Programmieren beigebracht haben soll, den Fachkräftemangel in der Azubi-Branche beenden. Seine Forderung: 80.000 Euro für 20 Prozent seiner Anteile.

Nach dem ersten Pitch folgt dann Gründer Nummer Zwei: Christopher Czellary mit „Peak Protect“. Der 17-Jährige, der schon immer, „wie Papa“, Unternehmer werden wollte, will Smartphones vor dem Herunterfallen und Diebstahl schützen. Dafür hat er einen Gummistrang entworfen, der an der Hose befestigt wird. Christopher Czellary fordert 75.000 Euro für 25 Prozent seiner Anteile.

Knackiges 3:2 für Peak Protect

Nach diesen Pitches kommt es dann zum ersten Showdown. Während alle von Alter und Engagement der Junggründer begeistert sind, bilden sich zwei Lager. Maschmeyer betont, dass „Unternehmen und Azubis schwer zusammenfinden“, und sieht bei Jimmy-Ausbildung großes Potenzial. Allerdings kann er nur eine weitere Löwin überzeugen.

Scheitert (zunächst) im Battle: Philipp Hammerer.

Scheitert (zunächst) im Battle: Philipp Hammerer.
RTL / Bernd-Michael Maurer

Die restlichen Löwen sind von Peak Protect begeistert – auch wegen eigenen Erfahrungswerten. Während Dagmar Wöhrl berichtet, dass ihr Handy in Ecuador geklaut wurde, verlor Janna Ensthalers Tochter ihres auf der Skipiste. Das sind genug Argumente für die Löwen. So wird es zu einer knappen 3:2 Entscheidung für Peak Protect. Ralf Dümmel muss die schwere Botschaft überbringen.

Aber so sichtlich Peak Protect-Gründer Christopher Czellary sich freut, genauso offensichtlich ist sein Gegner Philipp Hammerer geknickt. Bis Carsten Maschmeyer interveniert und sich nochmal an den jungen Gründer richtet: „Renn mal nicht ganz aus dem Studio weg“. Optimistisch, doch noch einen Deal zu bekommen, verabschiedet sich dieser von der Bühne, die nun Christopher Czellary gehört.

Die Löwen probieren die zwei Produktvarianten von ihm dann sogar selbst aus. Begeistert von Produkt und Umsatz, welcher laut Gründer 90.000 Euro in 90 Tagen betragen haben soll, fragen diese ihn über seinen Alltag zwischen Schule und Gründertum aus. Sein Programm ist: vormittags Unterricht, nachmittags Bestellungen verschicken. Telefonate mit den chinesischen Lieferanten macht Czellary selbst, sagt er.

Die Löwen Judith Williams (l.) und Carsten Maschmeyer (r.) schauen ganz genau hin.

Die Löwen Judith Williams (l.) und Carsten Maschmeyer (r.) schauen ganz genau hin.
RTL / Bernd-Michael Maurer

Ein emotionaler Moment

Dass das nicht ohne Papa geht, ist klar. Vater Rainer Czellary kommt auf die Bühne und Papa sowie Sohn loben einander – es wird emotional in der Höhle. Nach einer tränenreichen Umarmung der beiden sind die Löwen von Produkt und Emotionen so überwältigt, dass sowohl Ensthaler als auch Dümmel investieren wollen. Dümmel, der Lieblingslöwe von Christopher und Rainer Czellary, bekommt dann den Zuschlag.

Happy End: Deals für beide Teens

Doch das ist nicht das Ende der Geschichte. Nach diesem erfolgreichen ersten Deal, folgte ein erfolgreicher zweiter Deal: Maschmeyer geht noch in der Sendung hinter die Bühne und erklärt sich als großer Fan von Junggründer Philipp Hammerer. Und: er will investieren. Der Deal kommt zustande, trotz des Ausscheidens von Hammerer im Battle – das gab es noch nie bei DHDL.

Maschmeyer sagt dazu nach der Sendung zu Gründerszene: „Den größten Fachkräftemangel gibt es bei Ausbildungsberufen. Jimmy-Ausbildung sorgt dafür, dass Bewerber und Ausbildungsbetriebe schnell zusammenfinden: Statt seitenlanger Anschreiben reicht ein kurzes Interview in der App und die Unternehmen bewerben sich bei den passenden Azubis von morgen. Als Philipp seine Lösung vorgestellt hat, war mir sofort klar: Das ist nicht nur technisch klug, sondern wird dafür sorgen, dass Ausbildungsplätze schneller und passender besetzt werden. Auch wenn die anderen Löwen mich überstimmt haben und Philipp das Battle verloren hat, hat er mich überzeugt.“

Und der Deal mit Christopher Czellary? Auch der blieb laut Sprecherin von Dümmel nach der Sendung bestehen.





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RE-SHIRT, Peak Protect, Jimmy, Heartbeat Revivel, purora, Butjer – Das Grillbrett treten vor die Löwen


#DHDL

Die Löwen brüllen wieder! An diesem Montag geht es bei Vox erneut in “Die Höhle der Löwen”. In der aktuellen Folge pitchen RE-SHIRT, Peak Protect, Jimmy, Heartbeat Revivel, purora und Butjer – Das Grillbrett.

RE-SHIRT, Peak Protect, Jimmy, Heartbeat Revivel, purora, Butjer – Das Grillbrett treten vor die Löwen

In der erfolgreiche VOX-Gründershow „Die Höhle der Löwen“ (DHDL) dreht sich in der mittlerweile 19. Staffel wieder alles um spektakuläre Geschäftsideen, außergewöhnliche Pitches und umkämpfte Deals. Zur Löwen-Jury gehören in dieser Frühjahrs-Staffel der Regal-Löwe Ralf Dümmel, die Venture-Capital-Löwin Janna Ensthaler, der Sales-Löwe Carsten Maschmeyer, die Beauty-Löwin Judith Williams, die Familien-Löwin Dagmar Wöhrl und der Startup-Löwe Frank Thelen.

Die DHDL-Startups der Woche

RE-SHIRT aus München
Anna Hadzelek (36) und Emmy Schumacher (36) betreten die Bühne mit einer Idee, die sowohl die Textilwelt als auch die Umwelt aufhorchen lassen soll: Ein T-Shirt, das nur für einen einmaligen Anlass sichtbar ist und danach einfach verschwindet. „Ein T-Shirt-Aufdruck, der nach dem Waschen einfach wieder verschwindet“, erklären die beiden Gründerinnen von RE-SHIRT. Ihre Innovation: eine weltweit einzigartige Textildruckfarbe auf Basis natürlicher Rohstoffe, die sich rückstandslos auswaschen lässt – und so aus Einweg-T-Shirts echte Kreislaufprodukte macht. Die Idee ist simpel, aber revolutionär: Bedruckte Shirts für Messen, Events, Abschlussfeiern oder Junggesellenabschiede können nach einmaligem Tragen im Alltag weiter genutzt werden. Dadurch sparen die Gründerinnen nicht nur Ressourcen, sondern setzen auch auf ein nachhaltiges Geschäftsmodell im B2B-Bereich. „Es ist schon ein sehr wichtiger Tag für uns, weil wir mit jemandem im Boot, der nicht nur investiert, sondern uns auch langfristig begleitet, ein Stück Planungssicherheit gewinnen würden“, betonen Anna und Emmy. Und die Löwen? Sie sind neugierig, stellen kritische Fragen zu Marktpotenzial, Umsatz und Vertrieb, doch werden sie auch 350.000 Euro für 15 Prozent der Firmenanteile investieren?

Battle-Pitch
Auch in dieser Staffel gibt es wieder den Battle-Pitch: Zwei Gründer(-teams) treten dabei im jeweils einminütigen Kurzpitch gegeneinander an – doch nur eines von beiden bekommt die Chance, den Löwen sein Produkt in voller Länge zu präsentieren. Wer darf um einen Deal kämpfen und wer muss „Die Höhle der Löwen“ sofort wieder verlassen?

Peak Protect aus A-Leobendorf
Christopher Czellary (17)
Angebot: 75.000 Euro für 25 Prozent der Firmenanteile

Jimmy aus Königsmoos
Philipp Hammerer (16)
Angebot: 80.000 Euro für 20 Prozent der Firmenanteile

Regelverstoß in der Höhle der Löwen! Im Gründer-Battle treten die Teenager Philipp Hammerer (16) mit dem Ausbildungsportal Jimmy und Christopher Czellary (17) mit Peak Protect, einer ausziehbaren Handysicherung, gegeneinander an. Eigentlich sind die Regeln klar: 60 Sekunden Pitch, einer bleibt und einer geht – ohne Chance auf einen Deal. Doch diesmal läuft alles anders. Die Löwen sind sich uneins und es kommt zu einer Wendung, mit der niemand gerechnet hat.

Heartbeat Revivel aus Berlin
„Wer ist bereit, mit mir Leben zu retten?“ Diese Gründerin steht nicht für ein gewöhnliches Startup: „Das ist wirklich eine Mission. Ich möchte, dass jeder hilft!“ Rettungssanitäterin und Erste-Hilfe-Ausbilderin Nicole Oudes (38) stellt mit Heartbeat Revivel ein tragbares, schlüsselbundgroßes Soundgerät vor, das im Notfall klare, gesprochene Schritt-für-Schritt-Anweisungen zur Wiederbelebung gibt – jederzeit und überall einsetzbar. Der Hintergrund ist alarmierend: Jährlich erleiden rund 70.000 Menschen in Deutschland einen Herzstillstand. Doch nur in etwa 40 Prozent der Fälle beginnen Laien mit Wiederbelebungsmaßnahmen. „Das bedeutet, dass 42.000 Menschen sterben jedes Jahr ohne Chance auf eine Wiederbelebung“, erklärt Nicole. Jede Minute ohne Hilfe verringert die Überlebenschance um zehn Prozent. Das Gerät führt Ersthelfer strukturiert durch die lebensrettenden Maßnahmen – von der Überprüfung der Atmung über den Notruf bis hin zur Herzdruckmassage im richtigen Rhythmus. Ein integriertes Metronom gibt den Takt vor, zusätzlich gibt es einen Baby- und Kindermodus. Die Gründerin produziert bislang selbst – vom 3D-Druck des Gehäuses bis zur Programmierung der Platine. Um Produktion, Vertrieb und Reichweite professionell auszubauen, bietet sie den Löwen 20 Prozent ihres Unternehmens für 160.000 Euro an. Ihre Vision: flächendeckende Verfügbarkeit – „überall“, vom Einzelhandel bis in private Haushalte.

purora aus A-Raab
Mit purora betritt ein echtes Familienprojekt die Bühne: Gründer Heinz Pöttinger (38) treibt die Vision gemeinsam mit Beatrice Ilie (28) voran – unterstützt von seiner gesamten Familie. Vater Heinz senior, Mutter Eva sowie die Brüder Moritz, Nikolaus und Georg stehen nicht nur moralisch hinter dem Projekt, sondern sind auch aktiv daran beteiligt. Ein Familienunternehmen mit klarer Mission – und einem bemerkenswerten finanziellen Hintergrund: Bereits 7 Millionen Euro sind aus der Familienholding in die Entwicklung geflossen. „Fast good statt Fast Food“ – so lautet die Vision von Heinz. Aufgewachsen auf einem Biobauernhof, geprägt von frischen Lebensmitteln wie Löwenzahn, Brennnesseln und Beeren, möchte er gesunde Ernährung alltagstauglich machen. Sein Ansatz: ein durchdachtes Ernährungskonzept aus Technik und Bio-Mahlzeiten. Herzstück ist der eigens entwickelte „ThermoTwist“, ein Mixer, der kalt mixt oder Speisen schonend auf 42 bzw. 52 Grad erwärmt. Passend dazu bietet purora fertige Bio-Mahlzeiten im Glas: Smoothies, Porridges, Proteinshakes oder Suppen – frei von Zuckerzusätzen und künstlichen Inhaltsstoffen. Rund 30 verschiedene Mahlzeiten umfasst das Sortiment bereits. Neben dem Endkundengeschäft setzt das Startup auf B2B-Kunden wie Offices, Hotels oder Fitnessstudios sowie auf Kochbücher und Ernährungskuren. Neben einer Investition von 300.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile erhofft sich purora vor allem strategische Unterstützung: Die Vertriebsexpertise und das Netzwerk der Löwen sollen beim internationalen Markenaufbau und beim Ausbau des Vertriebs helfen. 

Butjer – Das Grillbrett aus Schweiburg
Heute wird in der Höhle angegrillt – und das mit prominenter Unterstützung: Boxer-Legende Axel Schulz steht persönlich am Rost und bringt nicht nur Würstchen, sondern auch jede Menge Energie mit. Gemeinsam mit den Gründern Enrico Krüger (50), Udo Mammone (38) und Tim Gollenstede (40) präsentiert er BUTJER – DAS GRILLBRETT, ein multifunktionales 6-in-1-Tool, das das Wenden, Servieren und Reinigen am Grill deutlich einfacher machen soll. Die Idee entstand aus einer echten Pannensituation: Bei einem Grill-Event fehlte plötzlich das wichtigste Werkzeug – die Grillzange. Kurzerhand wurde improvisiert, mit einem Reibebrett von der benachbarten Baustelle. Aus einem Provisorium entwickelte sich schließlich ein durchdachtes Produkt aus Vollholz mit integrierter Edelstahlklinge. Das Grillbrett vereint Hitzeschutz, Wender, Wurstschaufel, Steak-Haken, Rostreiniger und Bieröffner in einem Tool – praktisch, robust und mit einem Augenzwinkern entwickelt. Axel Schulz lernte die drei Gründer bei einer Grillmeisterschaft kennen. Begeistert von Produkt und Teamgeist unterstützt er BUTJER heute als Werbegesicht. „Die Jungs sind sensationell – und das Brett hat mir am Grill echt den Hintern gerettet“, so der Ex-Boxprofi, der das Tool inzwischen selbst regelmäßig einsetzt. Für den nächsten Wachstumsschritt suchen die Gründer 100.000 Euro für 15 Prozent Anteile an ihrer noch zu gründenden GmbH. Ob die Löwen bei so viel Grillleidenschaft anbrennen oder ob am Ende doch jemand K.O. geht?

Tipp: Alles über die Vox-Gründershow gibt es in unserer großen DHDL-Rubrik.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): RTL / Bernd-Michael Maurer



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