Künstliche Intelligenz
Top 10: Die beste Powerbank ab 20.000 mAh im Test – Anker, Ecoflow, Ugreen & Co.
Zum Laden von Laptops unterwegs braucht es starke Powerbanks mit hoher Kapazität. Wir haben die besten mobilen Akkus ab 20.000 mAh getestet.
Wer nicht überall Strom zur Verfügung hat, aber am Laptop arbeiten muss, benötigt eine Powerbank mit USB-C-Anschluss. Dafür ist ausreichend Leistung erforderlich, oft 65 W oder noch mehr. Genauso muss ein externer Akku genug Kapazität bieten, damit er den Laptop vollständig laden kann. Hier bieten sich Modelle mit 20.000 mAh oder noch mehr an.
Für diese Bestenliste haben wir uns ein Potpourri an Powerbanks besorgt, die besonders groß und stark sind – darunter Modelle, die über 200 W liefern und entsprechend teuer sind, ebenso wie deutlich günstigere Varianten. Preislich liegen die mobilen Akkus zwischen 20 und 130 Euro. Vertreten sind unter anderem Baseus, Ecoflow, Anker, Ugreen Nexode und Iniu.
Welche Powerbank ist die beste?
Mit der besten Mischung aus viel Kapazität, viel Leistung (über einen einzelnen Port) sowie einem inzwischen fairen Preis von 80 Euro küren wir die Anker Powerbank 737 (Powercore 24K) zum Testsieger.
Die Ugreen Nexode Powerbank mit 20.000 mAh für 57 Euro ist unser Preis-Leistungs-Sieger. Ebenfalls eine gute Ausstattung bieten die Anker 25K Powerbank 165W für 85 Euro sowie die Revolt PB-420 für 62 Euro.
Praxistest
Im Test erreichen die meisten Modelle rund 70 bis 80 Prozent der angegebenen Kapazität. Einige bleiben deutlich unter diesen Werten. Neben den üblichen Umwandlungsverlusten liegt das auch daran, dass die Ausgangsspannung der Powerbank deutlich höher ist als die Zellspannung des Akkus. Während letztere häufig bei 3,7 Volt liegt, kann die Ausgangsspannung je nach Ladestandard bis zu 20 Volt betragen.
Um die tatsächlich nutzbare Kapazität zu ermitteln, nutzen wir das Messgerät F-nirsi FNB58, das uns Banggood zur Verfügung gestellt hat. Als Verbraucher kommt ein Lastsimulator zum Einsatz, an welchem wir gezielt die Leistung anpassen können. Diesen hängen wir zwischen Powerbank und Messgerät, auf welchem wir wiederum die Verbrauchsdaten über das integrierte LCD auslesen – neben der Kapazität auch die Leistung. Ferner sieht man, auf welche Schnellladetechnik sich die Geräte geeinigt haben. Das Messgerät erhält seinen Strom über das angeschlossene USB-C-Kabel.
Das für Smartphones immer wichtiger werdende Power-Delivery-Zusatzprotokoll PPS (Programmable Power Supply) können wir über den integrierten PD-Listener ebenfalls auslesen.
Kapazität und Mitnahme im Flugzeug
Laut der internationalen Flugbehörde IATA (International Air Transport Association) dürfen Powerbanks im Handgepäck nur bis 100 Wattstunden (Wh) ohne zusätzliche Genehmigung der Fluglinien mitgeführt werden. Daher ist es wichtig, zu wissen, welche Kapazität die eigene Powerstation hat. Meist wird diese jedoch nicht in Wh, sondern plakativ in Milliamperestunden (mAh) angegeben. Mehr zu der Problematik zeigen die Kollegen von Heise Tipps+Tricks im Artikel Powerbank im Flugzeug – das müssen Sie beachten.
Um die Kapazität in Wh selbst zu errechnen, benötigt man zusätzlich noch die Volt-Angabe, mit der der Akku arbeitet. Bei der Xlayer Power Bar 20.000 sind dies beispielsweise 3,7 Volt. Diesen Wert multipliziert man nun mit der Kapazität in Milliamperestunden und teilt das Ergebnis durch 1000. Anschließend erhält man im Falle der Xlayer-Powerbank „74“, was dann die Kapazität in Wh ist. Die gute Nachricht aber ist, dass bis auf eine Powerbank alle in diesem Artikel gelisteten Produkte die 100-Wh-Grenze nicht überschreiten, sondern bei 99 Wh bleiben.
Wichtig: Wh und Watt (W) sind nicht zu verwechseln. Während ersteres die gebotene Akkukapazität beziffert, beschreibt zweiteres die Leistung, umgangssprachlich also die Geschwindigkeit, mit der man maximal laden kann. Dabei gibt es eine Eingangsleistung (Aufladegeschwindigkeit) und eine Ausgangsleistung (Laden fremder Geräte), die unterschiedlich sein können.
Welche Powerbank benötige ich?
Um die passende Powerbank auszuwählen, sind zwei zentrale Eckdaten entscheidend: die verfügbare Leistung (insgesamt sowie pro Port) und die Kapazität. Die Leistung wird in W angegeben, die Kapazität in Amperestunden – genauer gesagt in Milliamperestunden (mAh), weil diese Zahl deutlich höher aussieht und sich das auf der Packung einfach besser macht.
Vereinfacht gesagt bestimmt die Leistung, welche Endgeräte man wie schnell laden kann. Die Kapazität definiert hingegen, wie oft man diese Geräte aufladen kann. Die Eingangsleistung in Verbindung mit der Kapazität wiederum sagt aus, wie schnell der mobile Akku wieder voll aufgeladen ist.
Vor dem Kauf sollte man wissen, was einem wichtig ist. Möchte man hauptsächlich das Handy unterwegs aufladen, sollte man auf eine hohe Kapazität achten. Hier ist die Geschwindigkeit weniger wichtig als die Anzahl der Ladezyklen. Geräte wie Notebook, Überwachungskamera oder LTE-Router benötigen hingegen definitiv mehr Leistung, damit sie funktionieren, genauer gesagt geladen werden.
Daher muss man hier darauf achten, dass zumindest ein Port die notwendige Leistung zur Verfügung stellt. Powerbanks, wie die Anker Powerbank 737 leisten hier beispielsweise 140 W, was definitiv für moderne Notebooks ausreicht. Wenn sie eine höhere Ladespannung unterstützen, laden aber auch manche Smartphones schneller auf, was die Aufladezeit deutlich verkürzen kann.
Wie oft lädt die Powerbank mein Smartphone?
Da die Anzahl der Ladezyklen von der Qualität des Akkus, der Ladetechnik sowie äußeren Einflüssen abhängig ist, kann man leider nur grobe Angaben machen. Aus der Praxis heraus können wir sagen, dass sich Smartphones mit circa 4500 mAh bei einer Powerbank mit 20.000 mAh oder mehr zwischen vier und fünfmal aufladen lassen.
Notebooks mit Windows schaffen bei dieser Kapazität locker ein bis zwei Ladungen, zumindest, wenn der USB-C-Port genügend Spannung liefert. Gleiches gilt für das Macbook Pro, das Macbook Air, ein Chromebook (Ratgeber) oder Tablets (Bestenliste), die ihren Akku an einer großen Powerbank noch häufiger füllen können. Wer einen Langstreckenflug vor sich hat, kann damit wahrscheinlich die Zeit gut überbrücken. Gerade bei den Macbooks gilt es aber auf die benötigte Leistung zu achten, da einige Modelle zum Aufladen eine Mindestleistung von 90 W benötigen.
Die Ladezeiten der Powerbanks selbst hängen erneut davon ab, wie gut die Netzteile sind, aber auch, wie viel Eingangsleistung sie unterstützen. Ein genereller Tipp ist, die Powerbanks möglichst nicht komplett zu entladen. Im Idealfall hält man die verwendeten Lithium-Ionen-Akkus zwischen 30 und 70 Prozent. In diesem Bereich kann dieser Akkutyp am zuverlässigsten arbeiten, was auch dessen Lebensdauer erhöht. Für eine vollständige Aufladung benötigen die mobilen Akkus normalerweise mehrere Stunden.
Anschlüsse: USB-C und USB-A sind essenziell
Eine gute Powerbank sollte mindestens einen USB-C-Anschluss und idealerweise auch einen USB-A-Port besitzen. USB-C ist für alle Geräte mit höheren Ansprüchen notwendig, zudem werden die Powerbanks meist darüber aufgeladen. Viele Laptops und Macbooks laden mittlerweile über diesen Anschluss. USB Power Delivery läuft in beide Richtungen. Ein Endgerät kann einerseits mehr Leistung nutzen, ein Ladegerät mit USB-PD wiederum lädt die Powerbank schneller als ein Standard-USB-Netzteil.
Warum ist USB-A immer noch wichtig? Der Port ist noch lange nicht veraltet, im Gegenteil. Produkte wie Smartwatches oder Kopfhörer bringen größtenteils entweder ein eigenes Ladegerät mit oder setzen auf Kabel für USB-A auf USB-C. Gerade um Geräte wie Sportuhren unterwegs aufzuladen, ist USB-A unverzichtbar.
Abseits von USB-A und USB-C sind andere Anschlüsse inzwischen eher selten. Manche Powerbanks bieten etwa noch einen Eingang für Micro-USB und fast nie einen für Apple Lightning. Gerade letzteres ist praktisch, schließlich kann man dann das iPhone sowohl laden als auch die Powerbank mit dem Apple-Kabel auffüllen. Ersteres hingegen ist heutzutage nicht mehr zeitgemäß, da die meisten Smartphones, Tablets, Notebooks und Lautsprecher mittlerweile auf USB-C setzen. Zudem unterstützt der Anschluss kaum moderne Ladestandards, kann aber für ältere Geräte noch nützlich sein.
Weitere Features
USB-C und Power Delivery sind bei den meisten Markenprodukten inzwischen Standard. Dank der Schnellladefunktion USB Power Delivery (USB PD) kann das Ladegerät eine deutlich höhere Ausgangsleistung an den Port liefern. Endgeräte und Ladegerät/Akku handeln hierbei die bestmögliche Ladeleistung aus. Bei Powerbanks kann das inzwischen bis zu 90 W und mehr sein. Das ist genug, um kompatible Smartphones schnell aufzuladen oder um stromhungrige Notebooks (Ratgeber) wie ein Lenovo Thinkpad oder ein Apple Macbook Pro unterwegs mit Strom zu versorgen. Auch Spielkonsolen, etwa die Nintendo Switch (Testbericht) oder das Steam Deck können so unabhängig von der Steckdose betrieben werden.
Am schnellsten ist momentan USB-Power-Delivery in Version 3.1. Damit sind theoretisch bis zu 240 W pro einzelnem Port möglich, je nachdem welche Ladespannung die entsprechende Powerbank unterstützt. Power Delivery 3.1 bietet dabei Ladestufen mit 28 Volt, 36 Volt oder 48 Volt – im Unterschied zu PD 3.0, das nur 5, 9, 12, 15 oder 20 Volt nutzt. Bisher kennen wir aber nur Powerbanks mit 140 W, also mit der 28-Volt-Ladestufe von PD 3.1. Für 240 W wäre eine höhere Ladespannung von 48 Volt notwendig. Das liegt primär auch daran, dass es an Endgeräten fehlt, die so hohe Ladegeschwindigkeiten überhaupt verarbeiten können.
Neben USB-PD findet man immer wieder Qualcomm Quick Charge (QC). Die Technik setzt ein kompatibles Smartphone voraus, kann dann aber über USB-A deutlich schneller laden. Wer ein passendes Gerät hat, sollte darauf achten, USB-C und Power Delivery sind aber deutlich wichtiger.
Alternativen
Eine mögliche Alternative zu Powerbanks, wie der Anker Powercore 24k oder der Baseus Blade HD 100W können kleinere Powerstations sein. Die beiden Gerätetypen unterscheiden sich über das Vorhandensein einer AC-Schuko-Steckdose. Modelle, wie die Flashfish A101 (81 Euro bei Banggood) bieten einen solchen Anschluss mit einer Ausgangsleistung von bis zu 120 W und einer Kapazität von knapp 100 Wh.
Zwar leidet hier deutlich die Handlichkeit unter der zusätzlichen Technik, doch für manche Laptops kann eine vollwertige Netzsteckdose unerlässlich sein. Denn noch immer setzen nicht alle Laptops auf USB-C als Ladeanschluss, womit man auf proprietäre Netzteile mit AC-Stecker zurückgreifen muss. Hier kommen dann die Powerstations ins Spiel, die nicht nur USB-Anschlüsse bieten.
Photovoltaik und Powerbanks
Powerbanks mit Solarmodulen klingen auf den ersten Blick wie eine sinnvolle Investition. In unseren Tests zu Akkus mit Solar zeigt sich aber, dass die Leistung der im Gehäuse integrierten Solarzellen zu gering ist, um die Powerbank wirklich effektiv aufzuladen. Inzwischen gibt es aber auch einige Geräte, die Solarpanels zum Aufklappen bieten und so ein effizientes Laden mit höherer Leistung ermöglichen.
Eine bessere Wahl sind allerdings mobile Solarzellen, die sich aufklappen und ideal auf die Sonne ausrichten lassen. Damit bekommt man eine überraschend gute Ausbeute, und die Module sind klein genug, um im Rucksack Platz zu finden. Einige lassen sich sogar am Rucksack selbst anbringen. Dann kann man während der Wanderung zumindest ein wenig Energie generieren. Mehr dazu im Beitrag: Solarrucksack: Die perfekte Ergänzung zur Powerbank?
Wer ernsthaft unterwegs per Solar laden will, benötigt ein leistungsfähiges Panel mit einer Leistung ab etwa 20 W. Anbei einige günstige Beispiele von Modellen mit integriertem Stromwandler und USB-Anschluss.
Fazit
Wer unterwegs viel Leistung für den Laptop benötigt, der findet mittlerweile bereits für knapp 20 Euro gute Powerbanks, die mit 20.000 mAh oder mehr an Kapazität länger halten. Manche bieten obendrein noch 65 W oder mehr genug Ausgangsleistung für angeschlossene Geräte per USB-C. Dennoch gibt es auch Ausreißer nach oben und so kann man über 150 Euro für eine Powerbank ausgeben. Solche Modelle haben gewiss ihre Daseinsberechtigung, aber nicht für jedermann notwendig.
Insgesamt genügen Modelle, wie die Iniu BI-B63, die Anker Powercore 24k oder Ugreen Nexode 20.000 mAh. Alternativen können günstige Powerstations helfen, die zusätzlich eine AC-Haushaltssteckdose bieten, aber weniger kompakt sind. Damit lassen sich andere Geräte ohne USB-C einfach laden.
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KI-Slop: Regisseur Darren Aronofsky startet Clip-Serie „On This Day… 1776“
Der Regisseur Darren Aronofsky (Mother!, Caught Stealing) hat eine Reihe KI-generierter Kurzclips zur US-Unabhängigkeitsbewegung veröffentlicht. Die Serie „On This Day… 1776“ erscheint seit Ende Januar auf dem YouTube-Kanal von Time Studios und besteht aus drei bis fünf Minuten langen Episoden, die jeweils einzelne Ereignisse aus dem Revolutionsjahr 1776 nachzeichnen sollen.
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Das Projekt wird von Aronofskys Firma Primordial Soup produziert. Die Bilder sind vollständig KI-generiert, unter Einsatz mehrerer KI-Tools, etwa von Google DeepMind. YouTube kennzeichnet die Videos knapp als „veränderte oder synthetische Inhalte“. Die Sprecherstimmen stammen dagegen von realen, SAG-AFTRA-organisierten Synchronsprechern – eine Reaktion auf die im vergangenen Jahr ausgehandelten KI-Regelungen der Gewerkschaft.
Inhaltlich zeigen die Clips lose aneinandergereihte, teils fotorealistische Szenen zur Revolution. Die Bilder wirken durchaus fotorealistisch, aber generisch. Kameraeinstellungen und Schnitt machen einen wirren Eindruck. Eine zusammenhängende Erzählung oder erkennbare Dramaturgie fehlen. Entsprechend kritisch fallen viele Reaktionen in den Kommentaren aus, in denen Nutzer die Videos als typischen KI-Slop bezeichnen.
Finanziell unterstützt wird das Projekt unter anderem vom Softwarekonzern Salesforce. Aronofsky versteht die Serie als Experiment, wie sich KI künftig in der Filmproduktion einsetzen lässt – und wie das Publikum auf solche Formate reagiert.
(hag)
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Extrem flacher Top-Mini-PC mit optionalem eGPU-Dock: Khadas Mind 2s im Test
Ein Mini-PC wie kein anderer: Der Khadas Mind 2s ist ultraflach, leistungsstark und haftet magnetisch am optionalen eGPU-Dock mit Nvidia Geforce RTX 4060 Ti.
Flache Mini-PCs hatten wir schon einige – und auch eGPUs als Zubehör sind nicht völlig außergewöhnlich. Doch das Konzept des chinesischen Herstellers Khadas ist in jeder Hinsicht einmalig und besonders durchdacht: Anwender können den nur daumendicken Mini-PC per magnetischem Schnellanschluss mit einem optionalen eGPU-Dock verbinden.
Darin steckt eine waschechte Desktop-Grafikkarte – die Nvidia Geforce RTX 4060 Ti. Der PC selbst ist auch nicht von schlechten Eltern: Im extrem hochwertigen Aluminiumgehäuse werkelt ein Intel Core Ultra 7 255H gepaart mit 64 GB Arbeitsspeicher (RAM) sowie 2 TB SSD-Speicher. Zudem verfügt er über einen Notfallakku, der dem System erlaubt, bei voreiligem Abstecken die aktuelle Sitzung zu speichern und den PC noch sicher in den Standby-Modus zu versetzen.
Diese Hardware ist zweifelsfrei etwas Besonderes und auf Top-Niveau angesiedelt. Doch eine solche Workstation hat ihren Preis: Allein für den Mini-PC ohne Dock werden schon 1799 Euro fällig. Ob seine Fähigkeiten solch hohe Ausgaben rechtfertigen, zeigt sich im Test. Der Hersteller hat uns den Mind 2s inklusive GPU-Dockingstation für den Test zur Verfügung gestellt.
Ausstattung: Welche Hardware bietet der Khadas Mind 2s?
Der seit 2016 bestehende Hersteller Khadas Technology aus China war bislang primär für kompakte Single-Board-Computer (SBCs) wie die VIM- und Edge-Serien sowie Hi-Fi-Audio-Produkte wie DACs und Verstärker bekannt. Seit 2023 hat man nun auch mit der Mind-Serie den Bereich der Mini-PCs betreten. Der uns vorliegende Mind 2s ist dabei bereits die dritte Iteration der Reihe.
Er setzt auf einen modernen Intel Core Ultra 7 255H, den wir erst kürzlich im Asus Nuc 15 Pro (Testbericht) unter die Lupe genommen haben. Diese CPU wurde Anfang Januar 2025 vorgestellt und verfügt über 16 Kerne bei 16 Threads. Diese setzen sich aus verschiedenen Kern-Typen zusammen, wobei es sechs Performance-Kerne (Lion Cove P), acht Effizienz-Kerne (Skymont E) und zwei Low-Power-Kerne (Crestmont E) gibt. Die P-Kerne takten mit bis zu 5,1 GHz, die E-Kerne mit 4,4 GHz und die Low-Power-Kerne mit 2,5 GHz.
Während die standardmäßige TDP (Thermal Design Power) 28 W beträgt, liegt sie im PL2-Turbo bei bis zu 115 W. Die maximale Betriebstemperatur ist bei 110 Grad. Der CPU-Teil des Chips ist bei TSMC im modernen N3B-Prozess mit 3 nm gefertigt. Die integrierte GPU hört auf den Namen Intel Arc Graphics 140T mit einem Takt von 2250 MHz. TSMC fertigt diese im N5P-Prozess. Ihre maximale AI-Berechnungsleistung liegt bei 74 TOPS (Terra Operations per Second). Sie greift auf den Arbeitsspeicher des Systems zurück, wovon sie in unserer Ausstattung Last-abhängig bis zu 32 GB beanspruchen darf.
Zusätzlich verfügt der Intel Core Ultra 7 255H über eine integrierte NPU (Neural Processing Unit) für KI-Anwendungen mit 13 TOPS (Int8). Insgesamt kommt der Chip mit den 9 TOPS der CPU folglich auf eine kombinierte Berechnungsleistung von 96 TOPS (Int8).
Der Khadas Mind 2s kommt in unserer Testausstattung mit satten 64 GB an fest verlötetem LPDDR5X-RAM. Entsprechend ist er nicht aufrüstbar, kann in LP-Bauweise aber dafür höhere Geschwindigkeiten erreichen, als SO-DIMM-RAM, was Khadas mit starken 8400 MT/s auch ausnutzt. An die SSD kommt man ebenfalls nicht ohne weiteres. Sie stammt von Western Digital, wobei es sich um die WD SN740 mit 2 TB im Format M.2-2230 handelt. Ausweislich Crystaldiskmark schreibt sie mit 4836 MB/s und liest mit 5242 MB/s. Das sind sehr solide Werte für eine PCIe-4.0-SSD.
Anschlussseitig ist der Khadas Mind 2s durch die geringe Bauhöhe begrenzt und kann nur für fünf Anschlüsse Platz bieten. Diese sind dafür allerdings in Top-Besetzung vertreten, es gibt zweimal USB-A 3.2 Gen2 sowie je einmal HDMI 2.1, Thunderbolt 4 und USB4. Die beiden letzteren sind auch die für die Stromversorgung zuständigen Ports. Hierbei können wir neben dem beiliegenden USB-Netzteil auch solche von Drittherstellern nutzen, wie wir sie in unserer Bestenliste der USB-C-Ladegeräte testen.
Drahtlos funkt der Khadas Mind 2 mittels Wi-Fi 6E und Bluetooth 5.3. Als WLAN-Chipsatz arbeitet dabei der Intel AX211.
Weiterhin ist ein 5,55 Wh großer Akku im Mini-PC enthalten, was ausgesprochen ungewöhnlich ist. Dieser sorgt allerdings nur dafür, dass das System die laufende Sitzung bei Verlust der Stromzufuhr oder zu frühzeitigem Abstecken sichern und den PC in den Standby-Modus versetzen kann. Normal arbeiten kann man über den Akku hingegen nicht, er dient nur als Notfallabsicherung. Der automatische Standby wird nach unter fünf Sekunden ausgelöst.
Über die Software Khadas Mind kann man dieses Verhalten aber auf Wunsch auch anpassen, sodass der Akku aktiv als Stromquelle zum Betrieb genutzt werden kann.
Was nutzt das optionale Khadas Mind Dock?
Nutzt man das Dock, erhält man eine richtige Desktop-Grafikkarte: die Nvidia Geforce RTX 4060 Ti – wahlweise mit 8 oder 16 GB GDDR6-VRAM (Videospeicher). Die Karte setzt auf einen AD106-Chip der Ada-Lovelace-Architektur und taktet zwischen 2310 und 2535 MHz. Sie verfügt über 4352 CUDA-Kerne, 136 Tensor-Kerne und 34 Raytracing-Kerne. Ihre Performance entspricht 22,06 TFLOPS (FP32), für KI-Berechnungen kann sie 353 TOPS (Int8) bewältigen. Die Speicherbandbreite beträgt 128 Bit, womit Übertragungen von 288 GB/s möglich sind.
Auch anschlussseitig erweitert das Dock den Mini-PC: Hinzu kommen zweimal HDMI 2.1a, Displayport 1.4a, 2,5-Gigabit-LAN, USB-C und ein SD-4.0-Kartenslot. Zusätzlich bietet die Station einen Kopfhöreranschluss sowie einen im Powerknopf integrierten Fingerabdrucksensor zur Authentifizierung via Windows Hello.
Zudem gibt es einen integrierten Lautsprecher, der erstaunlich basslastig ist, jedoch gerade bei mittlerer bis hoher Lautstärke bereits matschig klingt. Räumlichkeit, Details oder differenzierte Frequenzbereiche sind hier nicht auszumachen – für einen integrierten Speaker aber dennoch ordentlich. Die Stromversorgung für Station und PC wird bei aktiver Verbindung über den Dreipol-Stromanschluss des Docks hergestellt.
Die Verbindung zwischen PC und Station geschieht über den als Khadas Mind Link bezeichneten Anschluss. Der PC ist dabei dank Magneten kinderleicht in richtiger Position eingesetzt und hält sicher. Der Anschluss arbeitet laut Hersteller nach PCIe 5.0 x8 und bietet eine maximale Transfergeschwindigkeit von 256 GT/s.
Performance: Wie schnell ist der Khadas Mind 2s?
Bei unserem klassischen Office-Benchmark PCMark 10 hat es mit dem Sprung auf Versionsstand 2.x größere Veränderungen gegeben. Entwickler UL Solutions weist im Changelog des Updates ausdrücklich darauf hin, dass die Ergebnisse zwischen neuer und alter Version nicht mehr miteinander vergleichbar sind. Wir haben beim Khadas Mind 2s zuerst die letzte Version des Workflows der Version 1.x ausgiebig getestet und haben anschließend auf den neuesten Stand mit dem neuen Workflow der Version 2.0 aktualisiert.
In der alten Version des Benchmarks erreicht das System durchschnittlich 8195 Punkte mit Dock. Ohne Dock sind es 8010 Punkte. Die Version 2.x führt zu einem Anstieg auf 9333 Punkte (ohne Dock) sowie 9697 Punkte (mit Dock).
Bei 3DMark Time Spy gibt es zusammen mit dem Dock satte 13.086 Punkte für das Gesamtsystem, welche sich aus 13.483 GPU-Punkten und 11.215 CPU-Punkten zusammensetzen. Ohne Station sind es insgesamt 4651 Punkte, welche aus 4208 GPU-Punkten und 11.538 CPU-Punkten zusammengesetzt sind.
Der CPU-Benchmark-Klassiker Cinebench R24 attestiert dem Intel Core Ultra 7 im Mind 2s 126 Punkte im Single-Core-Durchlauf und 880 Multi-Core-Punkte. Beim plattformübergreifenden Benchmark Geekbench 6 erreichen wir 2777 Punkte (Single-Core) und 13.228 Punkte (Multi-Core).
Khadas Mind 2s – Bilderstrecke
Bei einem Mini-PC, der mit einer echten Desktop-Grafikkarte im Dock kommt, drängt sich selbstredend auch das Thema Gaming auf. Entsprechend haben wir den Mini-PC zunächst mit und dann ohne seine Station getestet.
Fangen wir mit der reinen Leistung des Mini-PCs an sich an: Anno 1800 läuft in Full-HD auf niedrigen Einstellungen auf der Intel Arc 140T mit 60 FPS (ohne FSR-Upsampler). In hohen Einstellungen sind es 25 bis 30 FPS, mit FSR (Fidelity FX Super-Resolution; ausgewogen) stabil 30 FPS. Das auch oft als Toaster-Test bezeichnete Counter-Strike 2 flitzt mit 100 bis 120 FPS in hohen Settings über den Bildschirm. Cities Skylines läuft in mittleren Einstellungen mit 13 bis 15 FPS, in niedrigen Optionen mit bis zu 19 FPS.
Mit verbundenem eGPU-Dock klettern die Bildwiederholraten in Anno 1800 auch beim Preset Hoch auf 60 FPS. Bei Counter-Strike 2 sind es in hohen Optionen 180 bis 220 FPS. Cities Skylines 2 läuft auf Mittel mit 23 FPS, auf Niedrig mit bis zu 45 FPS.
Nachdem die Leistung der iGPU in Full-HD bereits ordentlich ist, dreht das System mit der dGPU des Docks erst richtig auf und wird zu einem richtigen Mini-Gaming-PC. Zwar dürfte der Hersteller angesichts des schlichten Designs weniger Spieler, als den Einsatz als Workstation im Blick gehabt haben – aber warum denn nicht auch darauf zocken?
KI: Wie gut ist die NPU des Khadas Mind 2s?
Um die KI-Leistung des Systems mit einem echten Benchmark bewerten zu können, verwenden wir Procyon. Dabei handelt es sich um eine weitere Software des Entwicklers UL Solutions, die gewissermaßen der Nachfolger von PCMark 10 ist – auch wenn dieses vorerst unterstützt bleibt. Dieser bietet drei verschiedene Tests für die KI-Leistung in verschiedenen Aufgaben: Image Generation, Text Generation und Computer Vision.
Hier können wir wahlweise die iGPU, dGPU oder NPU, gelegentlich auch die CPU auswählen. Welche Optionen bereitstehen, ist abhängig vom verwendeten „Toolkit“, welches für jeden Grafikkartenhersteller unterschiedlich ist. Unter Windows bietet sich das allgemeine Toolkit Microsoft ONNX-Runtime DirectML an – das kann aber nicht die NPU ansteuern.
Den Anfang macht ein Bildgenerierungstest, basierend auf Stable Diffusion 1.5 Light: Hier erhalten wir mit der NPU 795 Punkte (Intel OpenVINO). Nutzen wir hier die iGPU und OpenVINO, springt das Gesamtergebnis auf 3711 Punkte. Die dedizierte Nvidia-Grafik erreicht hier 23.268 Punkte.
Kommen wir zum Bereich der Textgenerierung mit LLMs (Large Language Models). Hier nutzt Procyon die Modelle Phi 3.5, Mistral 7B, Llama 3.1 und Llama 2. Wir wählen zuerst nur die NPU mit OpenVINO und erhalten 299 (Phi), 271 (Mistral), 248 (Llama 3.1) und 246 Punkte (Llama 2). Bei der iGPU sind es 1006 Punkte mit Phi, 986 mit Mistral, 976 mit Llama 3.1 und 933 mit Llama 2.
Mit der dedizierten Grafik des Docks erreichen wir mit OpenVINO in Phi 1355 Punkte, mit Mistral 1336 und mit Llama 3.1 sind es 1190 Punkte. Llama 2 macht beim Durchlauf Probleme, sodass ein Score von 0 angegeben wird. Danach testen wir die iGPU noch mit Microsofts ONNX-Runtime, wobei wir 573 Punkte mit Phi und 499 Punkte mit Mistral erzielen. Mit Llama 3.1 sind es 495 und mit Llama 2 551 Punkte.
Abschließend betrachten wir noch Computer Vision: Hier schafft es die NPU auf 376 Punkte bei Float16-Präzision mit OpenVINO. Die iGPU erreicht bei Float32 333 Punkte mit OpenVINO und 261 Punkte mit Microsofts Windows ML. Mit der dedizierten Grafik sind es 1137 Punkte mit TensorRT Float32.
Daraus leiten wir ab, dass die NPU bei gleicher CPU im Khadas Mind 2s etwas mehr Spielraum als beim Asus Nuc 15 Pro (Testbericht) hat, der uns leistungsseitig insgesamt etwas festgekettet vorkam. Im Vergleich zu den beiden GPUs sind die Resultate der NPU deutlich niedriger.
Eine höhere NPU-Leistung ist für das derzeitige Einsatzgebiet des KI-Chips in solchen Systemen aber ohnehin nicht notwendig. Denn dieser kommt primär für kleine alltägliche KI-Anwendungen wie Autokorrektur, Text-to-Speech, Gesichtserkennung oder auch Microsofts Recall zum Einsatz. Dabei soll er das System entlasten und solche Aufgaben möglichst effizient und unbemerkt im Hintergrund erledigen.
Lüfter: Wie laut ist der Khadas Mind 2s?
Der Khadas Mind 2s gehört weder zu den leisesten noch zu den lautesten Mini-PCs. Mit 35 dB(A) unter Last und unter 30 dB(A) im Idle lärmt er nicht übermäßig, insbesondere wenn man seine hohe Leistung bedenkt. In Kombination mit dem eGPU-Dock sind es dann knapp 40 dB(A) in der Spitze, was für eine derart starke Hardware absolut im Rahmen ist.
Weiterhin ist das enorm flache Gehäuse bei der Bewertung der Lautstärke zu bedenken, das für die Kühlung zusätzliche Schwierigkeiten birgt. Dennoch übersteigt der Mini-PC unter Volllast mittels Aida64-Stresstest die 84-Grad-Marke nicht. Im Schnitt sind es 74 Grad Celsius.
Nachdem der Chip-Takt zu Beginn des Stresstests knapp 5,08 GHz erreicht, pendelt er sich im Verlauf bei 1,7 bis 1,8 GHz ein. Ohne Last bezieht der Khadas Mind 2s meist 25 bis 35 W. Unter Volllast sind es dann schnell bis zu 80 W. Bei aktiver Nutzung des eGPU-Docks steigt der Gesamtverbrauch auf bis zu 220 W an.
Software: Welches Betriebssystem ist auf dem Khadas Mind 2s installiert?
Auf dem Khadas Mind 2s ist Windows 11 in der Home-Edition und Stand 24H2 vorinstalliert. Die Installation weist nach vollständigem Systemscan per Windows Defender keine Auffälligkeiten auf. Das System kommt ohne zusätzliche Software, lediglich das kleine Tool des Herstellers Khadas Mind zur Veränderung einiger Einstellungen ist vorinstalliert.
Auch der Betrieb von Linux ist möglich. Dazu sollte man zuvor ins BIOS gehen, um Secure Boot zu deaktivieren. Im Test wählen wir dafür den Weg über die erweiterten Wiederherstellungsoptionen von Windows. Darüber gelangen wir in das ziemlich altbacken aussehende AMI-BIOS und können Secure Boot und Bootreihenfolge einstellen.
Über einen mit Ventoy ausgerüsteten USB-Stick booten wir dann in das auf Ubuntu basierende Tuxedo OS. Nach kurzer Einrichtung können wir WLAN, Bluetooth und das Audio problemlos verwenden. Auch die Auflösung wird richtig erkannt und der PC wacht aus dem Standby zuverlässig wieder auf.
Gehäuse: Wie ist die Verarbeitung des Khadas Mind 2s?
Das Gehäuse des Khadas Mind 2s gehört zu den absoluten Highlights des Produkts. Die Oberfläche fühlt sich extrem hochwertig an. Das liegt nicht nur an der Materialwahl Aluminium, sondern insbesondere an der extrem hohen Verarbeitungsqualität.
Das gilt auch für das optionale Dock, das auf das gleiche Material setzt. Seien es die Öffnungen zur Luftzufuhr, die hochwertig und ansprechend gearbeitet sind, die Bedienelemente, Anschlüsse oder der magnetische Konnektor zwischen Dock und PC. Die Qualität ist nach unserem Empfinden mehr als ebenbürtig mit großen Markenherstellern, wobei sich auch der Name Apple in puncto Design und Verarbeitung aufdrängt.
Neben Optik und Verarbeitung fällt vornehmlich das flache Gehäuse auf. Der Mini-PC misst aberwitzig flache 146 × 20 × 105 mm und ist damit in etwa so dick wie ein Daumen. Das Gewicht von 435 g ist trotz integriertem Akku vergleichsweise niedrig. Dafür schlägt die Station richtig zu Buche: Das Gehäuse der Station hat ein Volumen von 2,5 Litern. Das Gewicht beträgt stattliche 2,7 kg. In Kombination trägt man so also über 3 kg mit sich herum, sollte man das System mal transportieren wollen.
Vorn im Lüftergitter des Docks ist weiterhin eine LED eingearbeitet, die bei Betrieb leuchtet und im Standby pulsierend blinkt. Am Mini-PC befindet sich diese im Powerbutton.
Öffnen und damit erweitern oder warten lässt sich der Khadas Mind 2s nicht. Das Gehäuse ist versiegelt und bietet auf gewaltfreiem Weg keine Möglichkeit, geöffnet zu werden. Ohnehin ist der RAM wie angesprochen verlötet – bei der Kompaktheit aber auch nachvollziehbar.
Preis: Was kostet der Khadas Mind 2s?
Der Preis des Khadas Mind 2s gehört zum Testzeitpunkt definitiv zu den Wermutstropfen. Denn allein der Mini-PC kostet ohne Dock bereits in unserer Testausstattung (Ultra 7, 64 GB RAM, 2 TB SSD) satte 1799 Euro. Das Dock mit Nvidia Geforce RTX 4060 Ti (Desktop-Variante mit 16 GB GDDR6) frisst dann abermals 1299 Euro. Die kleinere Variante der RTX 4060 Ti mit nur 8 GB GDDR6 liegt bei 852 Euro.
Die günstigste Basis-Variante mit Intel Core Ultra 5 125H, 16 GB RAM und 512 GB SSD beginnt bei 850 Euro. Der Vorgänger Khadas Mind 2 kostet mit Intel Core Ultra 7 155H, 64 GB RAM und 2 TB SSD derzeit 1192 Euro.
Fazit
Der Khadas Mind 2s ist zweifelsfrei ein hervorragender, sehr leistungsstarker Workstation-Mini-PC. Dank der optionalen Station mit Desktop-Grafikkarte lässt er sich neben KI-Anwendungen und grafisch anspruchsvollen Projekten auch zum Zocken verwenden. Die Leistung ist hier absolut beeindruckend und auf einem Spitzenniveau. Wärmeentwicklung und Lautstärke halten sich dabei in Grenzen – trotz des extrem kompakten Formfaktors des Mini-PCs.
Davon abgesehen befinden sich die Verarbeitungsqualität und das Anschlussangebot auf einem absoluten Top-Niveau. Das Design der Workstation ist insgesamt sehr ansprechend. Abseits dieser Messergebnisse mag die Einmaligkeit des Gesamtkonzepts mit einem derart flachen Mini-PC den Preis teilweise rechtfertigen, doch 1799 Euro oder sogar 3098 Euro mit Station sind dennoch sehr hoch angesetzt. Das ist im Wesentlichen auch das größte Gegenargument für den sonst überzeugenden Khadas Mind 2s.
Nachteilig könnte weiterhin das versiegelte Gehäuse sein, das somit Komponentenwartung und Erweiterung von RAM und SSD verwehrt. Die Lautstärke ist im Vergleich zu anderen Modellen weder hoch noch gering. Angesichts der gebotenen Leistung ist sie aber gerechtfertigt. Insgesamt ein hervorragender Mini-PC mit einem außergewöhnlichen, spannenden Konzept.
Künstliche Intelligenz
Textprojekte gemeinsam stemmen mit Git: So gehen Dokumentationen und mehr
Wenn größere Teams an einem Buch oder einer umfangreichen Dokumentation arbeiten, tauschen die Mitglieder oft Word-Dateien mit Namen wie „Dokumentation_v2_final.docx“ und „Dokumentation_v2_final_neu.docx“ untereinander aus. Dabei geht jedoch schnell der Überblick verloren, welche Datei tatsächlich den aktuellen Stand enthält.
- Mit Git arbeiten mehrere Personen unabhängig an großen Textprojekten.
- Die einzeln lokal erarbeiteten Beiträge werden später kontrolliert zusammengeführt.
- Grafische Tools wie Tower oder Fork machen Git auch weniger versierten Nutzern zugänglich.
- Review-Prozesse und automatische Prüfungen sorgen für eine möglichst fehlerfreie Veröffentlichung.
Eine naheliegende Lösung scheint die gemeinsame Arbeit an einem per Cloud geteilten Word- oder Pages-Dokument. Doch auch das birgt Probleme: Definierte Versionsstände werden nur unter bestimmten Voraussetzungen gespeichert und bei großen Teams lassen sich Überarbeitungen und Kommentare zunehmend schwerer nachvollziehen. Viele Bilder, Anmerkungen und ein wachsendes Änderungsprotokoll bringen die Programme an ihre Grenzen. Zudem drohen Synchronisationskonflikte, wenn mehrere Personen parallel offline am selben Abschnitt arbeiten.
Hier kommt Git ins Spiel. Die Software zur Versionsverwaltung hält jede Änderung mit Zeitstempel, Autor und Beschreibung fest und dokumentiert den gesamten Verlauf lückenlos. Durch die verteilte Architektur kann jedes Teammitglied unabhängig und auch offline arbeiten. Konflikte, die beim Zusammenführen offenbart werden, lassen sich gezielt lösen.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Textprojekte gemeinsam stemmen mit Git: So gehen Dokumentationen und mehr“.
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