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Künstliche Intelligenz

Analyse zu neuen Plänen: Macht Apple bei KI jetzt alles besser?


Apple Intelligence ist ein Begriff, bei dem Fans von KI bislang abwinken: Die Sprach- und Bildmodelle des iPhone-Herstellers gelten einfach nicht als konkurrenzfähig, genauso wenig wie die offerierten Dienste wie Schreibwerkzeuge, Image Playground oder Genmoji. Einen eigenen Chatbot bietet Apple ebenso wenig an, mit Siri lässt sich nur schlecht plaudern. Zwei Nachrichten aus den vergangenen Wochen könnten nun dazu führen, dass sich das alles ändert: Apple hat demnach vor, erstmals einen eigenen Chatbot direkt in seine Betriebssysteme zu integrieren, sowie, und das ist noch erstaunlicher, ein eigenes KI-Wearable auf den Markt zu bringen.

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Ein Kommentar von Ben Schwan

Ein Kommentar von Ben Schwan

Ben Schwan lebt als Journalist und Autor in Berlin, schreibt seit 25 Jahren über Technologie-, Forschungs- und Wissenschaftsthemen und lässt sich seine Begeisterung für Neues weder durch sich ständig wiederholende Hype-Zyklen, amoklaufende Sicherheitspolitiker noch technische Unzulänglichkeiten nehmen.

Zunächst zum Chatbot. Diesen hatte Apple über einen langen Zeitraum sowohl nach Innen als nach Außen abgelehnt. Softwareboss Craig Federighi gilt allgemein als KI-Skeptiker, der Rieseninvestitionen wie bei anderen IT-Riesen bislang untersagt hatte. Offenbar fürchtete der Konzern, erstens nicht mit der Konkurrenz mithalten zu können, sowie zweitens in Fallen hineinzulaufen, die Apple gar nicht mag – etwa wenn KIs halluzinieren, Guardrails nicht beachten und damit das familienfreundliche Image des Konzerns antasten.

Doch mit iOS 27, macOS 27 und den anderen Betriebssystemen, die im Sommer vorgestellt und im Herbst ausgeliefert werden dürften, soll sich das ändern: Ein systemweit zur Verfügung stehender Chatbot ist glaubwürdigen Berichten zufolge vorgesehen, als eine Art Super-Siri. Das Ganze wird dann vom „bevorzugten Cloud-Anbieter“ des Konzerns „gepowert“, zu dem sich Google kürzlich offiziell erklären durfte. Heißt: Apple steht außen drauf, ein Google-Gemini-basiertes Modell ist drin. Interessant wird hier, wie Apple dies vermarkten wird. Der Konzern äußert sich nicht zu technischen Details, es könnte für ihn aber ratsam sein, durchblicken zu lassen, dass man Google-Technik nutzt, um die oben erwähnten möglichen Peinlichkeiten zu umgehen.

Völlig unklar ist auch noch, wie es mit dem Datenaustausch aussieht. Bislang wird angenommen, dass Apple zunächst einfachere Gemini-Modelle auf eigenen Servern im Rahmen der Private-Cloud-Compute-Initiative laufen lässt, doch sind die für den im Herbst geplanten Chatbot wohl nicht gut genug. Danach kann Apple eigentlich nur noch Google-Tensor-Systeme erwerben, die für die neuesten Gemini-Modelle optimiert sind, um sie in eigene Rechenzentren zu stellen. Oder aber die Rechenarbeit erfolgt in Googles Anlagen, was preislich und praktisch wohl sinnvoll ist, zumal auch die halbe iCloud auf Google-Cloud-Servern gehostet wird (neben Microsoft Azure und Amazons AWS).

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Erste Anzeichen, wie man sich das alles vorzustellen hat, wird es wohl im April geben. Dann kommt nach allen aktuellen Erkenntnissen endlich die kontextsensitive Siri im Rahmen von iOS 26.4. Diese wird auf Apples eigenen Modellen sowie auf einfacheren Gemini-Modellen basieren, wie es bislang heißt. Der Konzern kann sich hier keine Schnitzer erlauben, nachdem das Vorhaben bereits im Sommer 2024 (!) angekündigt worden war. Siri soll damit endlich intelligenter werden, Nutzerinhalte verwenden, um echten Mehrwert zu bieten – und auch Apps steuern oder zumindest auslesen. Die Chatbot-Qualitäten eines ChatGPT oder Claude sind jedoch nicht zu erwarten, die kommen später.

Schließlich kam auch noch die Meldung herein, dass Apple im Sinne einer direkten Konkurrenz zu Ex-Designboss Jony Ive ein eigenes KI-Gadget in Form eines Wearables plant. Als ich dies erstmals vernahm, hielt ich es für einen Scherz. Schließlich sind bisherige Produkte in dem Segment krachend gescheitert, und es steht keineswegs fest, dass es Jony Ive zusammen mit Sam Altman gelingt, ein im Markt erfolgreiches KI-Wearable von OpenAI durchzusetzen.

Trotzdem scheinen die Informationen der Wahrheit zu entsprechen. Laut Angaben von The Information soll für 2027 eine Art anpinnbarer AirTag mit Lautsprecher, Kamera, Mikrofone und drahtloser Ladefunktion erscheinen. OpenAI hat selbst angeblich Stifte, Brillen, Pins und/oder Ohrstöpsel in der Pipeline. Die Sinnhaftigkeit dieser Geräte ergibt sich eigentlich nur daraus, dass sie ohne Zusatzhardware wie ein Smartphone funktionieren, denn sonst könnte man einfach dieses verwenden.

Apple hat außerdem bereits die Apple Watch, die die ideale Plattform für einen ständig verfügbaren KI-Assistenten darstellen dürfte – sie kann aber bislang offiziell nur indirekt Apple Intelligence. Apples möglicher KI-Pin soll ein Millionenseller werden. Wie intelligent oder Cloud-abhängig er wird, ist offen. Es wäre für Apple zumindest ungewöhnlich, in eine derart unbewiesene Kategorie vorzustoßen. Da ist der Aufkauf des KI-Unternehmens Q.AI schon spannender, das es ermöglichen soll, mit Sprachassistenten stimmlos zu kommunizieren. Das wäre ein echter Fortschritt.


(bsc)



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Künstliche Intelligenz

Wie Initiativen versuchen, gefährdete US-Forschungsdaten zu retten


Bereits im Februar 2025 kam eine Liste unerwünschter Wörter aus der National Science Foundation ans Tageslicht. Die US-Behörde versuchte anhand dieser Begriffe anscheinend, Forschungsprojekte herauszufiltern, die im Sinne der Trump-Regierung in Zukunft keine Fördermittel erhalten sollten. Demnach konnte ein Projekt schon in Gefahr geraten, wenn die Forscher in der Projektbeschreibung oder in ihrem Förderantrag zum Beispiel von Hassrede (hate speech) oder Polarisierung (polarization) schrieben, von Vielfalt, Teilhabe und Inklusion (Diversity, Equity and Inclusion, DEI), von Klimawandel (climate change), von Transgender oder auch nur von Geschlecht (gender), von LGBTQ sowieso, von männlich dominiert (male dominated) oder selbst nur von weiblich (female) oder irgendetwas mit Frauen (women).

Gleichzeitig wurden ähnliche Listen kritischer Wörter bekannt, die Websites öffentlicher Stellen gefährden konnten, wenn sie dort Erwähnung fanden. Beispielsweise wurde von der Website der US-Streitkräfte ein historischer Verweis auf die Enola Gay entfernt. Es handelt sich dabei um das Flugzeug, mit dem die Atombombe über Hiroshima abgeworfen wurde. Der Bomber war nach der Mutter des Piloten benannt worden, doch der Namensbestandteil Gay (zu Deutsch: schwul) könnte auf der Liste unerwünschter Wörter gestanden haben.

  • US-Forschung leidet nicht nur unter ideologisch vergebenen Fördermitteln, sondern Studienergebnisse und Datensätze drohen auch von Servern zu verschwinden.
  • Deutsche Institutionen kopieren in konzertierten Aktionen Datensätze von US-Kooperationspartnern.
  • Aktivisten der Initiative Safeguarding Research & Culture koordinieren Privatleute, die gefährdete Datensätze von US-Webseiten spiegeln.

Nicht wenige Forscher sind nun besorgt, dass sich US-Universitäten und Forschungsinstitute genötigt sehen könnten, zahlreiche Forschungs-Paper und Studienergebnisse von ihren Servern zu löschen. Mehrere Institutsverbunde, aber auch Initiativen und private Aktivisten versuchen seitdem, gefährdete Forschungsdaten aus den USA zu retten und auf eigenen Servern und Festplatten zu sichern.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Wie Initiativen versuchen, gefährdete US-Forschungsdaten zu retten“.
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Künstliche Intelligenz

Alphabet-Tochter Wing startet Lieferungen per Drohne im Großraum San Francisco


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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Die Alphabet-Tochter Wing plant, ihren Drohnenlieferdienst für Privathaushalte in den kommenden Monaten auf die San Francisco Bay Area auszuweiten. Das kündigte das Start-up am Montag an. Man habe eine Drohnentechnologie entwickelt, die kleine Pakete sicher direkt zu den Häusern in dicht besiedelten Wohngebieten fliegen kann, so das Unternehmen, und damit eine Lösung für ein Problem gefunden, vor dem alle Lieferdienste stehen. „Die traditionelle Zustellung auf der letzten Meile ist für kleine, dringende und lokale Bestellungen nach wie vor langsam, teuer und ineffizient.“

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Die leichten, hochautomatisierten Drohnen von Wing nutzen eine VTOL-Technik (Vertical Take-Off and Landing). Sie können also senkrecht starten und landen wie ein Helikopter; in der Luft gehen sie dann in einen energieeffizienten Gleitflug über, vergleichbar mit Kleinflugzeugen.

Nach eigenen Angaben hat Wing seinen Drohnenlieferdienst in der Bay Area zunächst auf dem Google-Campus in Mountain View eingeführt. In einem Pilotversuch wurden dort beispielsweise Büromaterialen in Echtzeit an verschiedene Büros auf dem Campusgelände geliefert. Das positive Feedback habe Wing bestärkt, seinen Service auf weitere Stadtteile im Großraum San Francisco auszuweiten, erklärte das Unternehmen.

Der Großraum San Francisco hat dabei für Wing eine besondere Bedeutung, „da das Unternehmen 2012 über Googles ‚X‘, die Moonshot Factory, in der Bay Area gegründet wurde“. Moonshot Factory ist eine Forschungseinheit, die Alphabet-Start-ups wie das Robotertaxi-Unternehmen Waymo betreut und sie bei der Ausgründung in unabhängige Unternehmen unterstützt.

Wing liefert bereits in einigen der größten Metropolregionen der USA Lebensmittel und Haushaltswaren für Großkunden wie die US-Supermarktkette Walmart oder den On-Demand-Lieferservice DoorDash per Drohne aus, darunter in Houston, Atlanta und Dallas. Das Drohnen-Start-up hat demnach bereits über 750.000 Lieferungen zugestellt und beliefert mehr als zwei Millionen Kunden.

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Im Oktober 2024 startete Wing zudem ein Pilotprojekt in Dallas mit dem Roboterlieferunternehmen Serve Robotics, um den Lieferradius der Lieferroboter mithilfe von Drohnen zu erweitern. Dabei holen Roboter von Serve Robotics Essenslieferungen in Restaurants ab und übergeben sie an Wing-Drohnen zur Auslieferung aus der Luft.


(akn)



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Japan setzt Hochgeschwindigkeitszug für Gütertransport ein


Schnelle Güter auf der Schiene: Die japanische Eisenbahngesellschaft East Japan Railway (JR East) setzt Hochgeschwindigkeitsgüterzüge ein. Am heutigen Montag ist der erste regulär gefahren. Der Güter-Shinkasen sei von Morioka, der Hauptstadt der Präfektur Iwate im Norden der Hauptinsel Honshu, nach Tokio gefahren, berichtete die japanische Nachrichtenagentur Jiji. Für die etwa 540 Kilometer lange Strecke braucht der Zug rund 3 Stunden und 15 Minuten.

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Der Güter-Shinkasen basiert auf der konventionellen Personenzug-Baureihe E3. Sie wurde zwischen 1995 und 2010 gebaut und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 275 Kilometern pro Stunde. Die Gütervariante kann mit maximal 1000 Kisten und einer Nutzlast von 17,4 Tonnen beladen werden.

Der Hochgeschwindigkeitsgüterzug, der aus sieben Wagen besteht, soll künftig an Werktagen verkehren. Er wird eilige und hochwertige Güter transportieren. Dazu gehören beispielsweise frische Lebensmittel wie Muscheln, Obst oder Gemüse, aber auch medizinische Geräte oder Maschinenteile. Die Güter werden auf Rangierbahnhöfen be- und entladen. Für den Transport innerhalb der Bahnhöfe kommen fahrerlose Fahrzeuge zum Einsatz.

Für JR East sei der Gütertransport ein neues Geschäftsfeld, mit dem die Eisenbahngesellschaft die sinkenden Einnahmen aus der Personenbeförderung aufzufangen versuche, sagte Kei Yazaki, Berater beim Wirtschaftsforschungs- und Beratungsunternehmen Nomura Research Institute, der britischen Wirtschaftszeitung Financial Times. Sich auf die Personenbeförderung allein zu verlassen, sei schwierig angesichts des Bevölkerungsrückgangs in Japan.

Ganz neu ist das Geschäft mit dem Gütertransport nicht: Anfang dieses Jahres hat JR East den Kurierdienst Hako-byun gestartet. Dabei werden in konventionellen Shinkansen-Zügen verderbliche oder dringliche Waren wie Fisch oder Maschinenteile zu den Flughäfen von Tokio und Narita gebracht und von dort per Luftfracht weiter transportiert. Destinationen sind unter anderem Singapur, Hongkong und Taipeh.

JR East ist aus der 1987 privatisierten Japanischen Staatsbahn hervorgegangen. Die Eisenbahngesellschaft ist eine der größten weltweit und betreibt die Hochgeschwindigkeitslinien auf Honshu nördlich von Tokio.

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(wpl)



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