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Künstliche Intelligenz

KI-Agenten im Auto: SoundHound AI vernetzt Fahrzeugdaten mit Services


Künstliche Intelligenz ist längst auch im Auto angekommen. So nutzen Mercedes-Benz und VW ChatGPT eine ChatGPT-Integration, Volvo verlässt sich auf Googles Gemini. Viel mehr als eine natürlichere Kommunikation und Zugriff auf umfangreichere Informationsquellen bieten derartige Systeme allerdings nicht. Mit Agentic AI (KI-Agenten) ändert sich dies. Ein derartiges System, das selbstständig plant und Aufgaben ausführt, hat SoundHound AI auf dem MWC 2026 demonstriert.

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Die von SoundHound AI entwickelte Software kann auf verschiedenen großen Sprachmodellen (LLMs, Large Language Models) aufbauen und bietet rund zwei Dutzend unterschiedliche KI-Agenten. Jeder Agent ist für einen eigenen Bereich zuständig, womit sich der Zugriff auf Daten und Funktionen abgrenzen lässt. Allerdings können die Agenten untereinander kommunizieren, was trotz der Aufgabenteilung komplexe Einsatzmöglichkeiten eröffnet.

Ein dafür gern genutztes Beispiel: Essen. Der Fahrer – oder ein Mitfahrer – teilt dem System mit, dass er auf dem Weg nach Hause eine Pizza abholen möchte. Bestimmte Schlüsselwörter sind dabei anders als bei vielen Sprachsteuerungen nicht nötig. Im ersten Schritt nennt der Assistent passende Restaurants, anschließend lässt sich die Bestellung diktieren. Dabei sind selbst Sonderwünsche wie „Bitte kein Käse auf der Pizza“ möglich. Wurde alles korrekt erkannt, reicht erneut ein einfacher Sprachbefehl für die Bestellung – die die automatische Bezahlung über das hinterlegte Zahlungsmittel auslöst. Laut Produktmanager Rupert Spielvogel könnte der KI-Agent dem Restaurant sogar die Ankunftszeit mitteilen, damit das Essen passend fertig ist. Es gibt aber eine wichtige Einschränkung. Denn Unternehmen, etwa Fast-Food-Ketten, müssen das System unterstützen. Entsprechende Verträge bestehen unter anderem mit Pizza Hut, Panda Express und weiteren Ketten.

Die KI kann aber auch Parkplätze am Zielort reservieren und bezahlen sowie Fahrzeugfunktionen wie Klimaanlage, Sitzheizung oder Navigationssystem steuern. Ist der Zugriff auf die Fahrzeugsensoren freigeschaltet, lassen sich deren Daten für verschiedenste Zwecke nutzen. Ein Anwendungsbeispiel ist die Übersetzung von Text auf Straßenschildern im Ausland. Hier reicht ein Kommando wie „Was steht auf dem Schild am Straßenrand?“ aus, um die Daten der Frontkamera auszulesen und den erkannten Text in die eigene Sprache übersetzen zu lassen.



Falls der Fahrzeughersteller es zulässt, kann die KI auf die Frontkamera zugreifen und etwa Straßenschilder übersetzen.

(Bild: SoundHound AI)

Ein weiterer Mehrwert gegenüber bisherigen Sprachassistenten soll der anpassbare Charakter sein. So lassen sich verschiedene Persönlichkeiten anlegen, etwa vom ausschweifend antwortenden Begleiter bis hin zum Zyniker. Laut SoundHound AI ist es aber auch möglich, eine Art Tagesform zu berücksichtigen. Dann fasst sich die KI am Montag beispielsweise kürzer als am Freitag. Ebenso sind verschiedene Charaktere für Fahrer und Mitfahrer einstellbar.

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Welche Funktionen am Ende im Fahrzeug tatsächlich verfügbar sind, hängt laut Rupert Spielvogel vom Hersteller ab. Denn diese können festlegen, auf welche Fahrzeugdaten und -funktionen die KI-Agenten Zugriff erhalten. Zu den bisherigen Partnern gehören unter anderem Genesis, Hyundai, Kia, Lucid und die Stellantis-Gruppe, zu der unter anderem Fiat, Peugeot und Opel gehören. Welcher Hersteller als erster die KI-Agenten in einem Serienmodell einsetzen wird, verriet das Unternehmen gegenüber heise online nicht. Der Start ist allerdings für das Jahr 2026 geplant.


(pbe)



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London: Bei Cyberangriff auf Verkehrsbehörde zehn Millionen Datensätze gestohlen


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Bei einem Cyberangriff auf Transport for London (TfL) wurden 2024 sensible Daten von etwa zehn Millionen Kundinnen und Kunden entwendet. Die Behörde ist für das Verkehrssystem in London zuständig. Unter den gestohlenen Daten seien Namen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern und Adressen, berichtet die BBC.

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Eine anonyme Person hat den britischen Nachrichtensender demnach kontaktiert und ihm die Daten zur Verfügung gestellt. Sie habe zuvor eine Kopie der gestohlenen TfL-Datenbank erlangt. Die BBC gibt an, die Daten untersucht und anschließend gelöscht zu haben. Die rund 15 Millionen Zeilen hätten schätzungsweise Informationen von zehn Millionen TfL-Kundinnen und Kunden enthalten.

Der Angriff von 2024 sei auf die kriminelle Gruppierung „Scattered Spider“ zurückzuführen, so die BBC. Unter anderem seien viele Informationstafeln und Online-Dienste ausgefallen, was einen Schaden von 39 Millionen britischen Pfund (umgerechnet knapp 45 Millionen Euro) verursacht hätte. Es sei einer der größten Hackerangriffe in der britischen Geschichte gewesen. Die mutmaßlichen Täter, zwei junge Erwachsene, stehen in Großbritannien vor Gericht.

Die BBC wirft TfL vor, unzureichend auf den Cyberangriff reagiert zu haben. Die Behörde habe nicht genug getan, um betroffene Kundinnen und Kunden zu warnen. Mehrere Millionen von ihnen hätten keine Warnung erhalten oder diese nicht zur Kenntnis genommen. Es sei jedoch wahrscheinlich, dass die gestohlenen Daten noch nicht dafür verwendet wurden, weitere Angriffe durchzuführen, berichtet die BBC unter Berufung auf die anonyme Quelle.


(mho)



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10 Prozent des beobachtbaren Universums: Größter Galaxien-Katalog fertig


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Eine internationale Forschungsgruppe hat den nach eigenen Angaben umfangreichsten Katalog von Galaxien am Nachthimmel zusammengestellt und öffentlich einsehbar gemacht. Das Projekt namens REGALADE umfasst demnach präzise Angaben zur Entfernung und Größe von fast 80 Millionen Galaxien. Für die Arbeit hat das Team 14 viel genutzte Datensätze und Himmelsdurchmusterungen zusammengeführt und mithilfe der Messdaten des Weltraumteleskops Gaia bereinigt. Abgedeckt sei der gesamte Sternenhimmel bis in eine Entfernung von mehr als sechs Milliarden Lichtjahren, das seien etwa 10 Prozent des Volumens des beobachtbaren Universums insgesamt. Für die Forschung sei der Katalog von immensem Wert.

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Der Katalog sei hauptsächlich hilfreich, wenn es darum geht, den Ursprungsort eines vorübergehenden Phänomens am Himmel zu identifizieren. Das können Supernovae oder Kollisionen von Schwarzen Löchern oder Neutronensternen sein, erklärt das Team. Vor allem das brandneue Vera C. Rubin Observatory wird schon bald jede Nacht sieben Millionen Hinweise auf solche Ereignisse finden; REGALADE soll helfen, dass dazu jeweils schnell die Galaxie identifiziert werden kann, aus der ein Signal kommt. Erst damit könnten die Signale auch rasch klassifiziert und ermittelt werden, welche davon einer weiteren Analyse bedürfen. Das werde zudem „die Tür zur Entdeckung vollkommen neuer Arten von Himmelsphänomenen öffnen“, ist sich Co-Autorin Nadejda Blagorodnova sicher.

Bisher verfügbare Kataloge hätten lediglich vergleichsweise nahe Galaxien vollständig abgedeckt, ab einer Entfernung von 300 Millionen Lichtjahren habe es jeweils große Lücken gegeben, erklärt das Team noch. Die jetzt vorgelegte Arbeit bringe Expertise aus der Zeitbereichsastronomie, der Analyse von Doppelsternen, der Arbeit mit Sternenkatalogen und der Multimessenger-Astronomie zusammen. Das Ergebnis sei eine wichtige Grundlage für die wissenschaftliche Nutzung jener Datenmengen, die neue Observatorien im Weltraum und auf der Erde jetzt und bald liefern werden. Wer einen Eindruck von dem Katalog bekommen will, kann eine interaktive Ansicht im Internet nutzen. Vorgestellt wird die Arbeit im Fachmagazin Astronomy & Astrophysics.

Das für die Arbeit grundlegende Weltraumteleskop Gaia wurde Ende 2013 gestartet und galt rasch nach der Aufnahme der wissenschaftlichen Arbeit ein halbes Jahr später als das vielleicht wichtigste Teleskop im Weltraum. Mit einer Gigapixelkamera lichtete es mehr als zehn Jahre lang kontinuierlich den Sternenhimmel ab. Weil sie sich dabei mit der Erde um die Sonne bewegte, ermöglichten die präzisen Messdaten dank der sogenannten Parallaxenmessung eine immer genauere Ermittlung der Position von Milliarden Sternen und eben auch Galaxien. Damit sollte das Instrument die Grundlage für unterschiedlichste weitere Forschung legen, und genau das hat das Weltraumteleskop bereits eindrucksvoll erledigt. Vor einem Jahr musste es deaktiviert werden.


(mho)



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Internet im Iran weiterhin gesperrt


Die Bevölkerung im Iran ist auch am siebten Kriegstag weitgehend vom internationalen Internetzugang abgeschnitten. Die auf Internetsperren spezialisierte Organisation Netblocks sprach am Freitag von nur einem Prozent Konnektivität. Daten des IT-Unternehmens Cloudflare zeigten ebenfalls einen nahezu vollständigen Einbruch des Internetverkehrs.

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Ein kleiner Teil des Militär- und Machtapparats im Iran nutzt das Internet unterdessen weiter ohne Einschränkungen. Seit Jahren verfügt ein privilegierter Kreis über sogenannte „weiße SIM-Karten“, die es ermöglichen, ohne Sperren und Restriktionen online zu gehen. Auch iranische Medien publizieren ihre Nachrichten auf Telegram und X, die eigentlich gesperrt sind.

Irans Internet unterliegt auch in Friedenszeiten strenger Zensur. Viele Webseiten und auch Apps sind in dem Land mit gut 90 Millionen Einwohnern gesperrt. Um soziale Medien und Netzwerke wie etwa Instagram, Tiktok und Youtube zu nutzen, gehören Tunneldienste (VPN) für einen Großteil der Nutzer zum Alltag. Die Verbindungen sind dann jedoch oft langsam und unzuverlässig.


(mho)



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