Künstliche Intelligenz
10 Prozent des beobachtbaren Universums: Größter Galaxien-Katalog fertig
Eine internationale Forschungsgruppe hat den nach eigenen Angaben umfangreichsten Katalog von Galaxien am Nachthimmel zusammengestellt und öffentlich einsehbar gemacht. Das Projekt namens REGALADE umfasst demnach präzise Angaben zur Entfernung und Größe von fast 80 Millionen Galaxien. Für die Arbeit hat das Team 14 viel genutzte Datensätze und Himmelsdurchmusterungen zusammengeführt und mithilfe der Messdaten des Weltraumteleskops Gaia bereinigt. Abgedeckt sei der gesamte Sternenhimmel bis in eine Entfernung von mehr als sechs Milliarden Lichtjahren, das seien etwa 10 Prozent des Volumens des beobachtbaren Universums insgesamt. Für die Forschung sei der Katalog von immensem Wert.
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Eine „Tür zu Entdeckungen“
Der Katalog sei hauptsächlich hilfreich, wenn es darum geht, den Ursprungsort eines vorübergehenden Phänomens am Himmel zu identifizieren. Das können Supernovae oder Kollisionen von Schwarzen Löchern oder Neutronensternen sein, erklärt das Team. Vor allem das brandneue Vera C. Rubin Observatory wird schon bald jede Nacht sieben Millionen Hinweise auf solche Ereignisse finden; REGALADE soll helfen, dass dazu jeweils schnell die Galaxie identifiziert werden kann, aus der ein Signal kommt. Erst damit könnten die Signale auch rasch klassifiziert und ermittelt werden, welche davon einer weiteren Analyse bedürfen. Das werde zudem „die Tür zur Entdeckung vollkommen neuer Arten von Himmelsphänomenen öffnen“, ist sich Co-Autorin Nadejda Blagorodnova sicher.
Bisher verfügbare Kataloge hätten lediglich vergleichsweise nahe Galaxien vollständig abgedeckt, ab einer Entfernung von 300 Millionen Lichtjahren habe es jeweils große Lücken gegeben, erklärt das Team noch. Die jetzt vorgelegte Arbeit bringe Expertise aus der Zeitbereichsastronomie, der Analyse von Doppelsternen, der Arbeit mit Sternenkatalogen und der Multimessenger-Astronomie zusammen. Das Ergebnis sei eine wichtige Grundlage für die wissenschaftliche Nutzung jener Datenmengen, die neue Observatorien im Weltraum und auf der Erde jetzt und bald liefern werden. Wer einen Eindruck von dem Katalog bekommen will, kann eine interaktive Ansicht im Internet nutzen. Vorgestellt wird die Arbeit im Fachmagazin Astronomy & Astrophysics.
Das für die Arbeit grundlegende Weltraumteleskop Gaia wurde Ende 2013 gestartet und galt rasch nach der Aufnahme der wissenschaftlichen Arbeit ein halbes Jahr später als das vielleicht wichtigste Teleskop im Weltraum. Mit einer Gigapixelkamera lichtete es mehr als zehn Jahre lang kontinuierlich den Sternenhimmel ab. Weil sie sich dabei mit der Erde um die Sonne bewegte, ermöglichten die präzisen Messdaten dank der sogenannten Parallaxenmessung eine immer genauere Ermittlung der Position von Milliarden Sternen und eben auch Galaxien. Damit sollte das Instrument die Grundlage für unterschiedlichste weitere Forschung legen, und genau das hat das Weltraumteleskop bereits eindrucksvoll erledigt. Vor einem Jahr musste es deaktiviert werden.
(mho)
Künstliche Intelligenz
Apple TV cancelt Dramedy „Palm Royale“ – und Nutzer sind sauer
Es ist für Zuschauer äußerst unschön, wenn sich ein Sender oder Streamingdienst dazu entscheidet, eine Serie zu beenden, bevor alle Handlungsstränge im Rahmen eines Finales oder einer finalen Staffel aufgelöst wurden. Cliffhanger sollte es eigentlich nur geben, wenn klar ist, dass es weitergeht. Bislang gab sich Apple hier meist vorbildlich: Bei Apple TV laufende Shows wurden üblicherweise zu einem soliden Ende geführt, auch wenn der iPhone-Konzern keine weiteren Folgen bestellen wollte. Was es hingegen schon gab, waren lange Wartezeiten auf neue Staffeln, etwa bei „Severance“. Doch nun lässt Apple seine Kunden bei einer viel gelobten Dramedy-Show tatsächlich hängen.
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Viele Nominierungen
„Palm Royale“ wird Fachmedien zufolge „einfach so“ eingestellt, obwohl die zweite Staffel mit vielen Fragen endete. Wie Variety schreibt, wurde dies auch bereits bestätigt – wobei eine Ankündigung seitens Apple noch fehlt.
Apple hatte „Palm Royale“, dessen Hauptdarstellerin Kristen Wiig ist, im Frühjahr 2024 veröffentlicht und dann auch gleich im Sommer für eine zweite Staffel beauftragt, obwohl zunächst nur 10 Folgen geplant waren. Die zweite Staffel mit weiteren 10 Folgen lief von November 2025 bis Januar 2026. Apple veröffentlicht Shows stets im Wochentakt und nicht zum „Bingen“ auf einmal, wie man das von Netflix kennt.
Plot Twist ohne weitere Staffel
„Palm Royale“ galt als Kritikerliebling, hatte bei Rotten Tomatoes allerdings nur ein Rating von 60 Prozent. Die Show bekam insgesamt 35 Nominierungen für Preise wie die Emmys, Critics‘ Choice Award sowie Actor Awards. Die Serie spielte im Palm Beach der Sechzigerjahre und ging auf einen Roman von 2018 zurück.
Das Finale von „Palm Royale“ endete mit einem Plot Twist, der für viel Stoff für die kommende Staffel 3 gesorgt hätte. Diesen müssen sich Fans der Show nun dazudenken. Es ist unklar, warum Apple die Serie abrupt gecancelt hat. Es gibt Berichte, dass sie in der Produktion sehr teuer war. Der Streamingmarkt steht aktuell vor einem Umbruch, nachdem Netflix aus dem möglichen Kauf von Warner Brothers ausgestiegen ist.
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(bsc)
Künstliche Intelligenz
Wetterballon im Selbstbau | c’t uplink
Es ist ein Bastelprojekt der etwas größeren Art, und es will gut vorbereitet werden: Es geht um Herstellung, Bestückung und Start eines eigenen Wetterballons. Damit kann man nicht nur einiges an Messdaten sammeln. Man bekommt auch tolle Videoaufnahmen aus den oberen Schichten der Erdatmosphäre.
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Den wöchentlichen c’t-Podcast c’t uplink gibt es …
In dieser Remote aufgezeichneten Folge des c’t uplink erzählen wir, was es vorab zu beachten und zu beantragen gilt, welche Technik wir dem Ballon mitgegeben haben, und wo wir ihn nach der Landung wieder eingesammelt haben.
Zu Gast: Andrijan Möcker, Anne-Dorette Ziems
Host: Jan Schüßler
Produktion: Tobias Reimer
► Teil 1 der Wetterballon-Videostrecke von annesnerdnight und heise & c’t:
► Mehr zum Thema Wetterballon lesen Sie bei heise+ (€):
https://www.heise.de/ratgeber/Ein-Myonendetektor-zum-Selberbauen-11102499.html?seite=all
https://www.heise.de/ratgeber/Einen-eigenen-Wetterballon-basteln-und-starten-10250817.html
► sowie in c’t (€):
https://www.heise.de/select/ct/2026/6/2533809272716342850
https://www.heise.de/select/ct/2025/4/2432508255737374520
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In unserem WhatsApp-Kanal sortieren Torsten und Jan aus der Chefredaktion das Geschehen in der IT-Welt, fassen das Wichtigste zusammen und werfen einen Blick auf das, was unsere Kollegen gerade so vorbereiten.
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(jss)
Künstliche Intelligenz
Aufstellort Solar-Batteriespeicher: Was bei Lebensdauer und Sicherheit zählt
Wer sich einen Batteriespeicher zur PV-Anlage anschafft, steht vor einer praktischen Frage: Wohin mit ihm? Meist hat man im Einfamilienhaus gar nicht so viel Spielraum und die Entscheidung fällt häufig zwischen (Heizungs-)Keller, Garage und Hauswirtschaftsraum.
Jeder dieser Orte hat seine Vorzüge und Nachteile. Um es gleich damit aufzuräumen: Das Brandrisiko eines Heimspeichers liegt statistisch im Bereich anderer Haushaltsgeräte und deutlich unter dem eines Autos. Doch der Aufstellort entscheidet nicht nur mit über die Sicherheit, sondern ist auch für die Lebensdauer der Batterie relevant.
- Das Brandrisiko von Heimspeichern ist sehr gering und nicht höher als bei anderen Haushaltsgeräten.
- Qualität ist der beste Schutz: Ein Batteriebrand entsteht durch eine Verkettung technischer Fehler. Hochwertige Systeme mit präziser Sensorik und Hersteller-Monitoring sind entscheidend.
- Entgegen hartnäckiger Mythen und teils fehlerhafter Bedienungsanleitungen ist die Feuerwehr auf Heimspeicher-Havarien vorbereitet und kühlt die Anlagen im Ernstfall regulär mit Wasser.
- Ein ebenerdiger, gut belüfteter Raum ohne zusätzliche Brandlasten ist sicherer als der Keller (schwerer Abtransport, Überflutungsgefahr), wobei ein eigens abgetrennter Batterieraum den Idealzustand darstellt.
- Da extreme Kälte beim Laden gefährlich ist und Hitze die Batteriealterung massiv beschleunigt, bietet ein moderat temperierter Raum im Haus den besten Kompromiss aus Sicherheit und Effizienz.
Der Artikel zeigt auf, wie man die Risiken durch die Wahl der richtigen Produktqualität minimiert, warum Mythen über die Feuerwehr falsch sind und wie man zu einem Kompromiss zwischen Brandschutz und optimalen Betriebsbedingungen gelangen kann.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Aufstellort Solar-Batteriespeicher: Was bei Lebensdauer und Sicherheit zählt“.
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