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Project Helix spielt PC-Spiele: Steam wird die Xbox fressen


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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Jetzt ist es raus. Die nächste Xbox (Project Helix) spielt auch PC-Spiele, kündigte die neue Xbox-Chefin Asha Sharma fast beiläufig in einem X-Post am Donnerstagabend an. Es ist ein Paradigmenwechsel, der einmal mehr die Frage aufwirft: Was ist eigentlich eine Xbox? Und es zeigt, dass Microsoft nicht mehr an die klassische Spielekonsole glaubt – zu groß ist der Rückstand zur Playstation. Denn mit Project Helix spielt Microsoft ein gefährliches Spiel.

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Freilich haben auch Konsolen ihre Vorzüge: Sie sind kompakt, passen neben den Fernseher, lenken wegen ihres geradlinigen Interfaces nicht vom Kerngeschäft Gaming ab. Weil sie eine einheitliche Hardware-Basis anvisieren, sind Spiele in der Regel besser optimiert. Sie haben ein exzellentes Preis-Leistungs-Verhältnis, weil ihre Hersteller den Verkaufspreis subventionieren und das Geld mit Spiele-Sales zurückholen.

Nur: Das sind keine Unumstößlichkeiten. All das ist auch mit PCs möglich, wie Valves Steam Deck zeigt. Die Deck-Oberfläche ist komplett aufs Gaming ausgelegt, viele Spiele haben sogar passende Grafik-Voreinstellungen für den Handheld-PC. Und preislich liegt das Deck auch auf Konsolen-Niveau, weil Valve für den Verkauf von Steam-Spielen eine Provision einstreicht. Warum sollte das nicht auch mit einer Xbox gelingen?

Aus mehreren Gründen. Für Microsoft ist eine PC-ähnliche Xbox riskant, weil sie das Konsolen-Geschäftsmodell komplett auf den Kopf stellen könnte. Viele der genannten PC-Vorteile hören sich im unternehmerischen Umkehrschluss nämlich gar nicht mehr ganz so cool an.

Kopierschutzfreie Spiele auf GOG? Kann man auf Szene-Websites so einfach herunterladen, dass man es kaum bemerkt, gerade eine Schwarzkopie gezogen zu haben. Emulierte Spiele? Schwieriges Terrain. Gebührenfreies Online-Gaming? Das Geld muss an anderer Stelle wieder reingeholt werden.

Vor allem könnte Microsoft bei einem Xbox-PC die Kontrolle über das Ökosystem abgeben. Wenn jemand im Xbox-Store Spiele kauft, bekommt Microsoft dafür eine Provision. Das funktioniert gut, wenn Nutzer wie auf aktuellen Xboxen keine andere Wahl haben. Sobald andere Stores zugelassen werden, bricht diese Einnahmequelle zusammen: Wer Spiele auch auf Steam kaufen kann, wird selten im Xbox Store Geld ausgeben. Steam wird Xbox fressen, wenn Microsoft es zulässt. Darüber darf es keine Illusionen geben. Das ganze Finanzierungsmodell stünde auf der Kippe.

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Immerhin bleiben Nutzer trotzdem im Windows-Ökosystem! Aber mal konsequent zu Ende gedacht: Was hielte Nutzer von Project Helix eigentlich davon ab, Linux auf ihrer Xbox zu installieren? Und was bliebe von der Xbox dann noch übrig als ein AMD-Chip und ein hübsches Gehäuse?

Das alles setzt natürlich voraus, dass Microsoft seine Xbox auch wirklich öffnet. Schon jetzt läuft auf den aktuellen Xbox-Konsolen im Kern Windows, davon bekommen Nutzer nur nicht viel mit. Sharma schreibt, die nächste Xbox könne PC-Spiele spielen – sie schreibt nicht, die Xbox werde ein PC. Es ist denkbar, dass Microsoft die nächste Xbox wieder nach allen Regeln der Kunst verriegeln will. Doch je mehr Windows Microsoft seinen Nutzern einräumt, desto einfacher wird es, den Rest auch noch freizulegen.

Zudem gibt es Hinweise darauf, dass Microsoft ein offenes Xbox-Ökosystem wagen könnte. Am Xbox Ally sieht man schon, wie das aussehen kann: Der Handheld-PC kommt mit einer speziell zugeschusterten Xbox-Gaming-Oberfläche, die Microsofts eigene Inhalte zwar sehr wohl in den Vordergrund rückt, grundsätzlich aber auch Steam und Co. einbinden kann. Wer will, kann auf dem Ally auch in den ganz normalen Windows-Desktop wechseln. Ist das ein Testlauf für Project Helix oder nur ein einmaliges Experiment?

Für Asha Sharma ist es ein Geschenk: Zu ihrem Amtseintritt durfte sie aufregende neue Hardware ankündigen und sich das Motto „The Return of Xbox“ auf die Fahnen schreiben. Tatsächlich hat Sharma mit dem Xbox-PC nicht besonders viel zu tun: Schon seit Jahren arbeitet Microsoft an Features, um Windows-PCs etwas konsoliger zu machen. Schon die frühere Xbox-Präsidentin Sarah Bond sagte, Xbox sei eben nicht nur auf einen Store ausgelegt. Und auch Sharmas Vorgänger Phil Spencer ließ immer mal wieder Hinweise auf eine Xbox in der Art fallen, wie sie Sharma nun bestätigt hat. So ein Konzept entsteht eben nicht in zwei Wochen.

Dass Sharma Project Helix nun als Rückkehr der Xbox feiert, ist geschickter Spin. Dabei deutet sich an, dass Project Helix gewissermaßen das Gegenteil werden könnte: Ein PC ist auch dann ein PC, wenn auf dem Gehäuse ein Xbox-Logo prangt.

Mit Project Helix spielt Microsoft den größten Joker aus, den man im Duell mit Sony ziehen kann: das Windows-Ökosystem. Für Spieler hat eine Konsole, die auch PC-Spiele spielen kann, enorme Vorteile. Aus unternehmerischer Sicht ist Project Helix ein hochriskantes Manöver, das bewährte Finanzierungsmodelle komplett über den Haufen wirft. Es ist das Wagnis eines Unternehmens, das auf dem Konsolenmarkt nicht mehr viel zu verlieren hat – und vielleicht die spannendste neue Xbox seit 20 Jahren.


(dahe)



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AOL + Vimeo: Italienische Bending Spoons geht an US-Börse


Bending Spoons hat sich vor allem durch andere Namen einen solchen gemacht: AOL, Brightcove, Eventbrite, Evernote, Harvest, Issuu, Komoot, Meetup, MileIQ, Mosaic, Remini, Splice, Streamyard, Vimeo und Wetransfer zählen inzwischen zu den Marken des italienischen Aufkäufers. Jetzt strebt er an die US-Börse NASDAQ.

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Den entsprechenden Antrag auf einen Börsengang hat Bending Spoons am Montag eingebracht. Im Unterschied zu diversen anderen Börsengängern, die derzeit für Schlagzeilen sorgen, verdient Bending Spoons Geld – und das kaum mit Werbung, sondern weitaus überwiegend durch Abonnements. 2025 hat das Unternehmen 1,3 Milliarden US-Dollar umgesetzt und daraus 291 Millionen US-Dollar Cashflow lukriert.

Der Betriebsgewinn belief sich auf 278 Millionen US-Dollar, doch die vielen kreditfinanzierten Übernahmen sorgten für nicht weniger als 143 Millionen US-Dollar Zinsen. Das hat den Reingewinn auf 111 Millionen US-Dollar schrumpfen lassen. Nach Abzug von Steuern blieb als Nettoergebnis eine rote Null.

Im März hat Bending Spoons laut Börsenprospekt 500 Millionen Nutzer gezählt, von denen aber nur neun Millionen etwas bezahlt haben. Im ersten Quartal 2026 kamen 83 Prozent des Umsatzes aus Abogebühren und nur zehn Prozent aus Reklame. Knapp die Hälfte des Aboumsatzes stamme von Nutzern, die schon mindestens fünf Jahre bei der Stange seien, sagt der Prospekt.

Allerdings sind die Nutzer gar nicht Teil des Marktes, den Bending Spoon im Visier hat. Als Total Adressable Market (theoretisch möglicher Markt) hat es vielmehr 1.000 weitere Unternehmen ausgemacht, die vielleicht zu kaufen wären, und die 2025 insgesamt 400 Milliarden US-Dollar Umsatz gemacht haben (zum Teil auch mit einander, versteht sich). Ein Bilderbuchbeispiel von Börsenphantasie.

Diese wird, so hofft das Management laut Reuters, Bending Spoons mit mindestens 20 Milliarden US-Dollar bewerten. Stand Ende März hatte die Firma fast sechs Milliarden US-Dollar Schulden. Beim Börsengang wird das Unternehmen eigene Aktien neu ausgeben. Zusätzlich werden bestehende Aktionäre Anteile feilbieten. Dividenden wird es keine geben. Wie hoch der Streubesitz ausfallen wird, ist offen, aber unbedeutend: Die Gründer behalten sich eine nicht gehandelte Aktiengattung mit fünffachem Stimmgewicht.

Der Schuldenberg soll weiter wachsen. Denn Beding Spoons‘ Strategie besteht im Aufkaufen von Unternehmen, deren Belegschaft dann zu großen Teilen oder, wie beim App-Betreiber Mosaic, sogar zur Gänze gefeuert wird. Anschließend soll das übernommene Projekt möglichst viel Geld einbringen.

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Jüngste Übernahme ist die oberösterreichische Firma Tractive. Sie bietet GPS-Halsbänder mit Mobilfunkmodul für Hunde und Katzen an, selbstredend mit Abonnement. Der im Mai übernommene Geschäftsbetrieb Tractives ist in den veröffentlichten Finanzzahlen noch nicht enthalten, weil diese nur bis Ende März gehen.

2026 darf Künstliche Intelligenz in einem Börsenprospekt natürlich nicht fehlen. „Viele unserer Produkte und proprietären Techniken beinhalten KI”, schreibt Bending Spoons, „und wir setzen KI umfassend in unserem Betrieb ein.” Das ist nicht ohne Risiko: „Unser Geschäft ist teilweise von KI und unserer Fähigkeit, KI zu entwickeln und wirksam einzusetzen, abhängig. KI kann uns Risiken aussetzen.”

Dazu passt der neue Vertriebskanal: KI-Agenten sollen gebracht werden, Abonnements aus dem Bending-Spoons-Portfolio zu empfehlen: „Wir haben in die Optimierung unserer Kundenakquise mittels Empfehlungen durch KI-Agenten investiert.” Ausgezahlt hat sich das bislang nicht: „Obwohl dieser Kanal bislang nur marginal beigetragen hat, erwarten wir, dass dieser Beitrag mit der Zeit wachsen wird.”


(ds)



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Wie Digitalisierung konkret funktioniert: Ein Besuch im Maschinenraum


Alle rufen nach „Digitalisierung“, doch wie funktioniert das eigentlich konkret? Einen ungewöhnlich tiefen Einblick in die Modernisierung der Verwaltung gewährte Ende Mai das niedersächsische Innenministerium: Es lud die Presse in eine ehemalige Kantine des landeseigenen Dienstleisters IT.Niedersachsen, wo seit Februar die „Taskforce Digitalisierung“ arbeitet. Das 30-köpfige Team aus Mitarbeitern des Innenministeriums, von IT.Niedersachsen, GovConnect und weiteren Dienstleistern soll ein klar definiertes Ziel erreichen: Zehn häufig genutzte Verwaltungsleistungen, zum Beispiel die Ummeldung und der Wohngeldantrag, sollen im Land möglichst flächendeckend digital verfügbar werden. Dafür müssen (je nach Verwaltungsleistung) bis zu 405 Gemeinden an die bereits bestehenden Onlinedienste angebunden werden.

Die erste Herausforderung dabei: Die Städte und Gemeinden müssen die Hilfe des Landes auch annehmen. „Wir wollen Kommunen dafür begeistern, sich auf diesen Prozess einzulassen“, sagt Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens (SPD) bei der Vorstellung der Taskforce. Dabei steht sie vor einer großen Wand mit Post-its, die zeigen, in welchen Landkreisen die Kommunen bereits mit der Taskforce zusammenarbeiten.

Im Ministerium hofft man, dass die Fortschritte der Vorreiterkommunen bald auch die Nachbarn zum Mitmachen animieren. Auch im bundesweiten Vergleich will Niedersachsen mithilfe der neuen Taskforce punkten: Im Dashboard Digitale Verwaltung des Bundes habe man sich schon von Rang 11 auf Rang 5 „vorgearbeitet“, betont Behrens. Aktuell liegen laut Dashboard nur noch der Stadtstaat Hamburg sowie Bayern, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein vor Niedersachsen. Das Dashboard zeigt an, wie viele Verwaltungsleistungen die Länder flächendeckend online anbieten.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Wie Digitalisierung konkret funktioniert: Ein Besuch im Maschinenraum“.
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Liveticker zur WWDC: Alles zu iOS 27, macOS 27, Siri und Apple-KI


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Jetzt ist es so weit: Ab 19 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit steigt Apples diesjährige Keynote zur Entwicklerkonferenz World Wide Developers Conference (WWDC) 2026. Wie immer dürfte es vor allem um Software gehen: iOS 27, macOS 27, iPadOS 27, watchOS 27, tvOS 27 und visionOS 27 werden erwartet. Besonderer Fokus in diesem Jahr ist das Thema Künstliche Intelligenz, wo Apple bekanntermaßen viel Nachholbedarf hat.

So sollen Siri und Apple Intelligence auch dank Google-Gemini-Unterstützung endlich smarter und kontextsensitiver werden – unter anderem erstmals in Form eines echten Chatbots. Ob es auch neue Hardware geben wird, ist unklar. Denkbar wären unter anderem neue Mac-Studio- und Mac-mini-Modelle sowie Zubehör wie HomePod mini und Apple TV, allerdings gab es hier in jüngster Zeit keine konkreten Gerüchte, dass das Erscheinen an die WWDC geknüpft wäre. Alle Infos im Minutenprotokoll.

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(bsc)



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