Apps & Mobile Entwicklung
Speicherpreise im Check: Bei RAM geht’s weiter runter, bei SSDs und HDDs weiter rauf

ComputerBase blickt im Monatsrhythmus auf die Preisentwicklung bei RAM, HDDs und SSDs, die sich im Zuge der globalen Speicherkrise seit dem vergangenen Herbst massiv erhöht haben. Beim RAM setzt sich der Trend zu sinkenden Preisen fort, während es bei Festplatten und SSDs noch teurer geworden ist.
Hinweise zur Methodik
Jeweils ein Dutzend der Mitte Oktober 2025 populärsten (nach Aufrufen) Speicherprodukte im Preisvergleich sind die Basis für die Studie zur Preisentwicklung von RAM, HDD und SSD im Online-Handel. Der Überblick zeigt die Teuerung jedes Produkts in Prozent und liefert abschließend einen Durchschnittswert.
Neuerdings ist die Liste der Händler im Preisvergleich bei manchem Produkt voll von kleineren, unbekannten eBay-Händlern. Hier drängt sich die Vermutung auf, dass sich diese erst im Zuge der Speicherkrise eingedeckt haben, um aus den weiter steigenden Preisen Profit zu schlagen – „Scalper“ werden solche Akteure umgangssprachlich genannt.
Die eBay-Verkäufer bieten die Kits teils erheblich günstiger als renommierte Online-Shops an. Da aber ein gewisses Risiko besteht, nicht die gewünschte Ware zu erhalten und solche Angebote den allgemeinen Preistrend verfälschen, werden eBay-Angebote fortan nicht bei der Analyse berücksichtigt. Das gilt auch für Marketplace-Angebote bei Amazon.
Preissteigerung bei RAM, HDD und SSD im Überblick
Das nachfolgende Diagramm veranschaulicht den aktuellen Trend. Bei RAM sinken die Preise seit einigen Wochen wieder, während sich die Preissteigerungen bei HDD und SSD auf deutlich niedrigerem Niveau fortsetzen.
Anstieg der Preise von RAM, HDD und SSD seit Mitte September 2025
Aktuelle DRAM-Preise
Im Durchschnitt sind die Preise in den letzten vier Wochen erneut gesunken. Bis auf eine Ausnahme sind alle Kits heute günstiger als noch Mitte Februar. Betrug die Preissteigerung gegenüber dem September vor einem Monat noch mehr als das Vierfache, liegt sie jetzt wieder unter der Marke von 300 Prozent.
Aktuelle HDD-Preise
Bei den Festplatten hält der Trend zu steigenden Preisen hingegen weiter an. Die durchschnittliche Preissteigerung hat sich von gut 50 Prozent Mitte Februar auf nun 66 Prozent Mitte März erhöht. Fast alle beobachteten Modelle sind erneut teurer geworden. Die WD Red Plus 4 TB ist jetzt doppelt so teuer wie im vergangenen September.
Aktuelle SSD-Preise
Die Preissteigerungen bei SSDs sind noch höher als bei HDDs und die Preise steigen auch hier weiter. Im Durchschnitt haben sich SSDs gegenüber dem Zeitpunkt vor der Speicherkrise um 90 Prozent verteuert, kosten also inzwischen fast doppelt so viel. Ein Extrembeispiel ist die Kingston NV3 mit 1 TB, die sich von rund 50 Euro auf nun über 130 Euro verteuert hat.
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Speicher für 2027 ausverkauft: Samsungs Chipsparte macht 4.800 Prozent mehr Gewinn

Samsung ist zurück! Genauer gesagt ist es die Speichersparte der Südkoreaner, die einmal mehr den gesamten Konzern trägt. Mit einem Umsatzwachstum von 292 Prozent allein beim Speicher wurde in der gesamten Chipsparte so ein Gewinnwachstum von 4.800 Prozent erzielt. Wie kann das sein?
Von Null auf Hundert
Anfang 2025 lagen die Preise am Boden. Samsungs Chipsparte machte noch 25,1 Billionen Won Umsatz (knapp 16 Milliarden US-Dollar), 19,1 Billionen Won (12,9 Mrd. USD) entfielen auf Speicher. Daraus resultierte für die gesamte Abteilung nur ein magerer Gewinn von 1,1 Billionen Won (740 Mio. USD) im operativen Geschäft.
Ein Jahr später ist alles anders. Der Umsatz der Chipsparte zog auf 81,7 Billionen Won (rund 55 Mrd. USD) an, die Speichersparte allein steuerte 74,1 Billionen Won (50,5 Mrd. USD) zu. Und der Gewinn explodierte: Aus 1,1 Billionen Won wurden 53,7 Billionen Won (36 Mrd. USD). Die Speichersparte ist damit nahezu allein verantwortlich für die gesamte Umsatzsteigerung und Gewinnexplosion bei Samsung Electronics.
Speicher für 2027 ist schon ausverkauft
Das Speichergeschäft ist es letztlich auch, welches Samsung noch einmal gesondert aus der Chipsparte in den Fokus rückt. Die Nachfrage ist in allen Bereichen zu hoch, die Preise werden weiter steigen, erwartet Samsung. Das führt dazu, dass Großkunden de facto schon die Produktion für das Jahr 2027 aufgekauft haben. Im Jahr 2027 wird deshalb die Schere von Angebot und Nachfrage wohl noch größer als in diesem Jahr sein, erklärte Samsung im Conference Call zu den Quartalszahlen. Da größere Mengen an zusätzlicher Kapazität in der Fertigung bei vielen Herstellern erst ab 2028 online gehen, dürfte es wohl selbst für das Jahr 2028 schnell ziemlich düster aussehen.
Anders sieht es bei der Foundry aus. Der Umsatz dort ging zurück, Samsung ist der größte Kunde von Samsung. 2-nm-Chips beispielsweise fürs Smartphone, dazu Base-Dies für HBM4. Und einmal mehr verweist das Unternehmen hier auf die Zukunft, so wie in den vielen letzten Jahren bereits, dann sollen eventuell Aufträge kommen, aktuell gebe es entsprechende Diskussionen – das klingt jedoch wie vor fünf Jahren bereits, wo Samsung im Anschluss daran fast jeden externen Foundry-Kunden verlor. Und der nächste Schritt mit 1,4 nm liege im Plan, erklärt Samsung, ohne zusätzliche Details darzulegen. Alleinstehende Zahlen für die Foundry traut sich Samsung aber weiterhin nicht auszugeben.
Andere Sparten kämpfen mit der Normalität
Wird die Chipsparte mal beiseite geschoben, zeigt sich bei Samsung ein ganz anderes Bild. Denn in den anderen Geschäftsbereichen herrscht Normalität und auch Konkurrenz, zudem ist die Nachfrage manchmal schwächer und Samsung Produkt nicht eines der besten. Entsprechend gehen hier die Umsätze auch mal zurück – das TV-Geschäft ist hart umkämpft. Samsung konnte den vorab vermuteten operativen Verlust in der Smartphone-Sparte verhindern, noch schlagen hier die hohen Speicherpreise nicht vollends durch.
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Thick As Thieves: Coop-Stealth-Diebstähle starten kurz und günstig

Das „Stealth-Action-Heist-Spiel“ Thick As Thieves startet im Mai zum minimalen Preis. Darin durchstreifen Spieler alleine oder zu zweit umher und reißen sich unterschiedliche Wertgegenstände unter den Nagel – geschickt, aber gewaltfrei und das zum minimalen Preis. Die Kehrseite des Günstig-Kurses: Die Basisversion ist kurz.
Hinter Thick As Thieves stecken mit Warren Spector (Deus Ex und Thief) sowie Paul Neurath (Thief) zwei alte Branchengrößen, die sich vor allem mit Schleichspielen einen Namen gemacht haben. In deren Tradition steht auch ihr jüngster Titel. Nach einer Neuorientierung, bei der das ursprünglich geplante PvPvE-Konzept verworfen wurde, geht es nun nur noch alleine oder kooperativ als Vertreter der Diebesgilde auf Beutezug.
Schauplatz ist die fiktive Stadt Kilcarin rund um die Jahrhundertwende in einer Welt mit aufkommender Technologie und Magie. Es stehen zwei Protagonisten mit unterschiedlichen Fähigkeiten zur Auswahl. Welche Sicherheitsanlagen und Wachposten es zu überwinden gilt, entscheidet, wie damals bei der Thief-Serie, der Schwierigkeitsgrad.
Preis und Erscheinungstermin
Thick As Thieves erscheint schon am 20. Mai für den PC auf Steam. Eine Konsolenversion soll folgen, hat aber noch keinen Termin. Der Preis liegt bei lediglich fünf Euro. Dafür gibt es eine einführende Kampagne mit 16 Missionen, die mindestens vier Stunden Spielzeit liefern sollen.
Der niedrige Preis hat aber noch weitere Gründe, die über den relativ kurzen Umfang hinausgehen: Mit dieser Entscheidung könne man laut Warren Spector den Spielern früher die Welt zeigen und darüber hinaus zusätzliche Inhalte für das Spiel ausgehend von den beobachteten Interaktionsweisen entwickeln. Damit sollen dann das Setting und die Story ausgebaut werden.
Einfache Grafik, niedrige Anforderungen
Das offizielle Bildmaterial zeigt stilisierte Grafik, deren angenommener niedriger Hardwarehunger sich in den Systemanforderungen bestätigt sieht. Minimal braucht es nur einen Quadcore-Prozessor mit GeForce GTX 1060 und damit einer mittlerweile alten Mittelklasse-Grafikkarte. Empfohlen wird Intels erster Mainstream-Sechskern-Prozessor mit GeForce RTX 2070, die nach heutigen Maßstäben ein leicht erreichbares Leistungsniveau darstellen.
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Qualcomm × Asus: Klares Jein zum Snapdragon X2 Elite unter Linux

Während Qualcomm bereits seit Monaten Kernel-Patches für die Unterstützung des Snapdragon X2 Elite einreicht, vermeldet Asus, dass nach Rücksprache mit dem Chipentwickler vorerst kein Linux-Support kommen wird. Lügt hier eine Partei oder macht es sich jemand einfach nur leicht?
Ein X-Post wirft Fragen auf
Ein aktueller Post auf X gibt die Aussage von Asus wieder, dass vorerst kein Linux-Support für Geräte der Snapdragon-X2-Elite-Platform angedacht ist und dafür bezieht sich der Hersteller auf seinen Chiplieferanten Qualcomm.
Doch Qualcomm selbst liefert bereits seit Monaten Patches für den Linux-Kernel, um die Unterstützung für seine aktuellen Notebook-Chips zu gewährleisten. Zuletzt wurde diese mit dem Kernel 7.0 deutlich ausgebaut.
Mehr Schein als Sein?
Bereits beim Vorgänger, dem X-Elite zeichneten sich jedoch Probleme ab. So hat Tuxedo die Entwicklung einer darauf beruhenden Plattform abgebrochen, da sich die Probleme ohne absehbare Lösung häuften.
Schlechte Laufzeiten, problematische BIOS-Updates und keine Lüftersteuerung. Auch die Video-Hardwarebeschleunigung lief nicht wie gewünscht. Zahlreiche Gründe die Entwicklung nicht fortzusetzen und sich auf den Nachfolger zu konzentrieren, den Qualcomm im Winter 2025 angekündigt hat.
Liegt es an Asus oder Qualcomm?
Qualcomm hat zwar nachweislich Arbeit für die Unterstützung des X2-Elite unter Linux geleistet, doch reichen die Arbeiten, um Linux problemlos auszuführen oder liegt es an der Implementation seitens Asus? Diskussionen von Nutzern deuten darauf hin, dass es unter anderem in der Verantwortung der Gerätehersteller liegt, das UEFI mit ARM Linux-kompatibel zu halten.
Letztendlich werden vielleicht finale Geräte und Modelle anderer Hersteller Antwort bringen. Doch dass Linux und ARM grundsätzlich gut miteinander können, zeigen nicht nur zahlreiche Server-Prozessoren, sondern auch die Unterstützung der M*-Prozessoren von Apple. Der Ausgangspunkt hier ist jedoch aber auch ein komplett anderer.
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