Künstliche Intelligenz
Elektroauto Kia EV2: Basismodell ab 26.600 Euro
Es kommt Bewegung in die Klasse der kleinen Elektroautos. Modelle wie Mini Cooper E, Peugeot e-208 und Renault 5 (Test) bekommen zunehmend Konkurrenz. Der Hyundai-Konzern will sich seinen Anteil auch in diesem Segment sichern. Der Kia EV2 bekommt dafür zahlreiche Optionen, zwei Antriebe und zumindest an der Basis ziemlich faire Preise mit auf den Weg.
Weiterlesen nach der Anzeige
Im üblichen Format
Der EV2 ist mit 4,06 m etwa so lang wie ein elektrischer Opel Corsa (Test). Sein Radstand misst 2,57 m. Kia bietet verschiedene Konfigurationen der Rückbank an. Ein Kunde kann wählen, ob er den EV2 als Fünf- oder Viersitzer mit fester oder als Viersitzer mit verschiebbaren Rücksitzen haben möchte. Dann liegt das Volumen zwischen 362 und 403 Litern (Rückbank ganz nach vorn geschoben). Zu haben ist das allerdings nur in den beiden teuersten Ausstattungslinien – und dort auch nur gegen 300 Euro Aufpreis. Unter der vorderen Haube findet sich ein Fach mit 15 Litern.

Kia wagt eine gegenüber der Konkurrenz eigenständige Gestaltung, die den größeren Modellen der Marke ähnelt.
(Bild: Kia)
Vier Versionen
Kia bietet den Kleinwagen in vier Ausstattungslinien an. Die Grundausstattung Light kann man nur zusammen mit der kleinen Batterie ordern, die Spitzenversion GT-Line nur mit der großen. Schon das Basismodell zu einem Preis ab 26.600 Euro ist nicht ärmlich ausgestattet. Dinge wie Rückfahrkamera, Klimaautomatik, Abstandstempomat und eine kabellose Nutzung von Android Auto und Apple CarPlay sind immer inklusive. Die nächste Stufe in Hierarchie heißt Air und kostet 28.990 Euro. Sie fügt ein paar Kleinigkeiten hinzu, von denen insbesondere die Vorkonditionierung für die Batterie erwähnenswert scheint.
Der Schritt zur Variante Earth kostet 2300 Euro mehr und fügt der Liste unter anderem die Höhenverstellung für den Beifahrersitz, eine induktive Ladeschale für Smartphones und Heizungen für Sitze und Lenkrad hinzu. Die GT-Line verändert den EV2 vor allem optisch und hebt den Preis auf knapp 37.000 Euro.
| 42,2-kWh-Batterie | 61-kWh-Batterie | |
| Light | 26.600 | – |
| Air | 28.990 | 33.490 |
| Earth | 31.290 | 35.790 |
| GT-Line | – | 36.890 |
Kleine Batterie, etwas stärkerer Motor – und umgedreht
Weiterlesen nach der Anzeige
Zwei Antriebsstränge bietet Kia in diesem Auto an. Das Basismodell hat eine LFP-Batterie mit 49 kWh und einen E-Motor mit 108 kW. Die größere NMC-Batterie hat einen Energiegehalt von 61 kWh und wird mit einem E-Motor gekoppelt, der mit 99,5 kW minimal schwächer ist. Da dieser Unterschied sehr klein und auch das Leergewicht nahezu identisch ist, liegen auch die Fahrleistungen nah beieinander. 8,7 oder 9,5 Sekunden sind für die Mehrheit der EV2-Interessenten vermutlich nachrangig. In beiden Versionen wird die Höchstgeschwindigkeit auf 161 km/h beschränkt.
Reichweite
Mit der kleinen Batterie wird im LTP eine Reichweite von 308 bis 317 km erreicht, mit der großen sollen es 413 bis 453 km sein. Der Stromverbrauch im Zyklus liegt bei 15,1 bis 16,3 kWh. Ungewöhnlich ist die Idee, Laden an Wechselstrom mit bis zu 22 kW zu ermöglichen. Allerdings gibt es das nur für die Linien Earth und GT-Line und zieht erhebliche Mehrkosten nach sich. Denn das 22-kW-AC-Paket für 990 Euro ist nur zusammen mit dem Winter-Connect-Paket zu haben, das weitere 1390 Euro kostet. Meine These: Das werden sich in diesem Segment vermutlich nicht viele leisten.

Auch im Innenraum ähnelt der EV2 den anderen Modellen der Marke Kia stark.
(Bild: Kia)
Kia macht nur für die große Batterie eine konkrete Aussage zur DC-Ladeleistung, die dort bei 118 kW liegt. Interessanter ist aber ohnehin der Rückschluss auf die durchschnittliche Ladeleistung. Bei der 61-kWh-Batterie liegt sie bei rund 85 kW, bei der 42-kWh-Batterie bei knapp 61 kW. Mit beiden Werten bewegt sich Kia auf Höhe der Konkurrenz und dürfte gute Chancen haben, sich einen relevanten Anteil an diesem wachsenden Segment zu sichern.
Mehr zur Marke Kia
Künstliche Intelligenz
iCloud+ wird zum indirekten KI-Abo
Was kostet Siri AI? Wer Apples WWDC-Keynote in dieser Woche verfolgte, konnte zunächst davon ausgehen: nichts zusätzlich. „Sie werden kostenlos mit unseren neuesten Softwareversionen verfügbar sein“, so Softwarechef Craig Federighi in einer Videosequenz. Doch dann schob er ein „Aber“ nach: Es wird bei bestimmten Features Nutzungslimits geben. Diese lassen sich allerdings unter Umständen „überspringen“. Dabei nutzt Apple eine bereits bekannte Strategie, die sich um den Speicherdienst iCloud+ dreht.
Weiterlesen nach der Anzeige
„Leistungsstarke Servermodelle“ kosten
Als Beispiele für Limits nannte Apple unter anderem die Bildgenerierung, die sich dank des neuen Image Playground (und Google-Unterstützung) verbessert hat. Vermutlich gelten sie aber genauso für die Erweiterung von Bildinhalten, eventuell die Clean-Up-Funktion zum Löschen von Bildinhalten sowie die neue Perspektivenänderung Spatial Reframing, die durchaus interessant ist. Bislang hat Apple keine konkreten Angaben dazu gemacht, wie viele Bilder Nutzer standardmäßig generieren dürfen. Federighi sprach aber von „Tageslimits“, diese setzen sich also nach 24 Stunden wieder zurück. Als Grund für die Einschränkungen nannte er, dass für die Funktionen „leistungsstarke Servermodelle“ verwendet werden.
Wer an die Grenze stößt, kann aber Abhilfe schaffen: „Ein erweiterter Zugriff ist bei den meisten iCloud+-Abos verfügbar“, so der Softwarechef. Das erinnert an andere Funktionen, die Apple iCloud+ spendiert hat – respektive dazu nutzt, mehr (oder teurere) dieser Abonnements zu verkaufen. „Bei den meisten iCloud+-Abos“ dürfte bedeuten, dass die billigste Variante für 99 Cent im Monat (ergibt 50 GByte Speicherplatz) wohl nicht dabei ist.
Erinnerungen an HomeKit Secure Video
Apple hatte dies bereits früher ähnlich gehandhabt: So funktioniert der sichere Videodienst für Apple Home, HomeKit Secure Video, mit dem billigsten Abo nur mit einer einzigen Kamera, die größeren Pakete (2,99 Euro im Monat für 200 GByte, 9,99 Euro im Monat für 2 TByte) nutzen fünf oder gar eine unlimitierte Anzahl von Aufnahmequellen.
Eine weitere Neuerung nur für iCloud+-Abonnenten ist die Nutzung von Apple Intelligence im Rahmen von HomeKit Secure Video. Mit „kompatiblen Kameras“ (welche das sind, blieb zunächst unklar) soll man dann unter anderem schriftlich zusammenfassen können, was zu sehen ist. Apple dürfte im Laufe der kommenden Wochen oder Monate konkretere Angaben zu Nutzungslimits machen. iOS 27, iPadOS 27, macOS 27 und die anderen neuen Systeme werden im Herbst erwartet.
Weiterlesen nach der Anzeige
(bsc)
Künstliche Intelligenz
Western Digital rüstet Enterprise-Festplatten gegen Quantenangriffe
Quantencomputer existieren noch nicht in der Leistungsklasse, die heutige Verschlüsselungen brechen könnte. Doch Angreifer könnten bereits jetzt signierte und chiffrierte Daten sammeln, um sie später zu entschlüsseln. Man nimmt an, dass es sich dabei typischerweise um staatliche Akteure handeln wird. Das US-amerikanische National Institute of Standards and Technology (NIST) hat 2024 Standards für quantensichere Kryptografie (Post Quantum Cryptography, PQC) veröffentlicht. Der Festplattenhersteller WD integriert nun Post-Quantum-Verfahren in zentrale Sicherheitsfunktionen wie Secure Boot, Firmware-Updates und Secure Messaging bei seinen Enterprise-Festplatten.
Weiterlesen nach der Anzeige
Das Bedrohungsmodell beschreibt WD mit dem Stichwort „harvest now, decrypt later“. Besonders kritisch ist das, weil Code-Signatur-Schlüssel und Signaturen über die gesamte Lebensdauer einer Enterprise-Festplatte vertrauenswürdig bleiben müssen. Damit der Wechsel funktioniert, hat WD im vergangenen Jahr eine PQC-fähige Infrastruktur ausgerollt, die Ausstellung, Speicherung und Lebenszyklus-Verwaltung der neuen Schlüssel und Zertifikate übernimmt.
Längere Schlüssel
Im Interview erläuterte WD-CTO Carl Che den technischen Hintergrund: Der eingesetzte Algorithmus ist selbst kein PQC-Verfahren, sondern eine klassische Berechnung mit deutlich längeren Schlüsseln. Während RSA-3072 mit 384 Byte als Grundmodul für den öffentlichen Schlüssel arbeite, sei dieser in der WD-Implementierung der neuen Verfahren rund siebenmal länger. Das erhöhe den Aufwand für das Brechen der Verschlüsselung drastisch, auch mit Quantenrechnern.
Lesen Sie auch
Che betont, dass die Technik nicht die Nutzerdaten auf den Laufwerken schützt – diese Verschlüsselung bleibt Sache der Kunden. Geschützt wird vielmehr die Firmware-Integrität: Secure Boot, signierte Firmware-Updates sowie die authentifizierte Kommunikation für RMA- und Feldanalyse-Vorgänge.
Zuerst bei Enterprise-Laufwerken
Weiterlesen nach der Anzeige
Den Auftakt machen die Enterprise-Festplatten mit der höchsten Kapazität, weitere Produktlinien sollen folgen. Hyperscaler und Cloud-Provider qualifizieren die Laufwerke bereits, konkrete Firmen nennt WD jedoch nicht. Profitieren sollen nach Angaben von Che aber auch Käufer kleinerer Stückzahlen, etwa für NAS-Systeme, da abgelegte oder ausgemusterte Laufwerke häufig in fremde Hände gelangen.
Enterprise-Kunden empfiehlt WD ein Krypto-Inventar aller Geräte, Boot-Chains, Firmware-Pakete und Zertifikate, die Priorisierung langlebiger Assets sowie die Vorbereitung der PKI- und HSM-Teams auf ML-DSA-basierte Code-Signatur. Auch die EU-Kommission hat im April 2024 einen koordinierten PQC-Fahrplan empfohlen, der bis 2030 kritische Infrastrukturen und bis 2035 eine breite Migration anvisiert. Angesichts der NIST- und EU-Vorgaben ist absehbar, dass Seagate und Toshiba sowie die Hersteller von Enterprise-SSDs nachziehen.
(ll)
Künstliche Intelligenz
ThinkTab X11 Gen 1 im Test: Android-Tablet für den Arbeitsalltag
Ein alltagstaugliches Android-Tablet zu einem überschaubaren Preis steht sowohl bei Privatkunden als auch im Unternehmensumfeld häufig auf der Einkaufsliste. Das ThinkTab X11 Gen 1 von Lenovo fällt in diese Kategorie. Unsere Testkonfiguration ohne Mobilfunkmodem ist in dieser Form in Deutschland nicht zu kaufen, inklusive 5G-Konnektivität bei ansonsten gleicher Ausstattung gibt es das Tablet jedoch hierzulande für etwa 550 Euro. Für 60 Euro weniger verkauft Lenovo das X11 auch ohne Zubehör in Form von Hülle und Stift.
Das ThinkTab X11 ist schmucklos gestaltet: schwarzer Kunststoff mit matter Oberfläche, flaches Display mit nicht allzu schlankem Rahmen, fertig. Nur die rote, programmierbare Zusatztaste neben Lautstärkewippe und Einschalter und gleich zwei USB-C-Anschlüsse, einer an der rechten und einer an der unteren Seite, fallen auf.
Nimmt man das Tablet aus der Schachtel, ist es federleicht – aber nur, weil der Akku separat verpackt ist. Um ihn einzulegen, zieht man die eingeklipste Abdeckung ab und schiebt den flachen Akku in sein Fach. Unter der Abdeckung verbirgt sich zudem ein Schlitz für eine MicroSD-Karte zur Erweiterung des internen Speichers von 256 GByte.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „ThinkTab X11 Gen 1 im Test: Android-Tablet für den Arbeitsalltag“.
Mit einem heise-Plus-Abo können Sie den ganzen Artikel lesen.
-
Künstliche Intelligenzvor 3 Monaten
JBL Bar 1300MK2 im Test: Soundbar mit Dolby Atmos, starkem Bass und Akku‑Rears
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonatenOscars 2026: Was die heise‑Leser anders entschieden hätten
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonatenEmpfehlungsalgorithmen bei TikTok erklärt: Die Maschine hinter dem Endlos‑Feed
-
Social Mediavor 3 MonatenVon Kennzeichnung bis Plattformpflichten: Was die EU-Regeln für Influencer Marketing bedeuten – Katy Link im AllSocial Interview
-
Künstliche Intelligenzvor 2 Monaten„Don’t Starve Elsewhere“: Survival‑Hit kehrt nach zehn Jahren zurück
-
Künstliche Intelligenzvor 2 MonatenWeitere Entlassungswelle bei Disney: Bis zu 1000 Mitarbeiter betroffen
-
Künstliche Intelligenzvor 2 MonateniX-Workshop Angriffsziel lokales AD − Schwachstellen finden und beheben
-
Künstliche Intelligenzvor 2 MonatenKine‑Exakta: Die erste Spiegelreflexkamera fürs Kleinbild
