Künstliche Intelligenz
Neue Übersicht: iOS 26.4 macht Hotspot-Abrechnung leichter
Im Rahmen der Einführung von iOS 26.4 hat Apple auch eine Funktion freigegeben, die den Überblick über die Verwendung der iPhone-Datenweitergabefunktion verbessert. Mit dem sogenannten persönlichen Hotspot lässt sich das Datenvolumen von Apple-Handys per WLAN an andere Geräte verteilen, seien es nun iPhones, Android-Geräte, Macs oder iPads. Das neue Feature sorgt dafür, dass man direkt sehen kann, welches Gerät wie viele M- oder GBytes verbraucht hat – statt nur eine Gesamtsumme wie bislang. Allerdings hängt die Genauigkeit der Anzeige bei Apple-Geräten davon ab, welche Software auf der versorgten Hardware läuft.
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Bessere Übersicht, schneller zu finden
Die Infos zum persönlichen Hotspot findet man direkt vom ersten Einstellungsbildschirm aus: Sie sind unter „Mobilfunk“ angeordnet (wo sie zuvor nur einen Teilbereich darstellten). Wartet man kurz, taucht dann auch gleich der Datenverbrauch auf, der unter „Kompatibilität maximieren“ angeordnet wurde, einer Funktion die dazu dient, auch ältere WLAN-Geräte einbinden zu können.
Neu ist nun, dass Apple versucht, die Hotspot-Verwendung einzelnen Geräten zuzuordnen. Diese werden dann auch mit Namen und jeweiligem Verbrauch genannt. Wie bereits zuvor gibt es auch eine Zahl für den Gesamtdatenverbrauch, die bereits im Hotspot-Hauptbildschirm auftaucht. Geräte mit Android-Betriebssystemen, Windows-PCs sowie Macs mit macOS 15.3 oder älter sowie iPhones und iPads mit iOS und iPadOS 18.3 oder älter werden nicht einzeln aufgeführt, landen bei „sonstige Geräte“.
Die Endabrechnung macht der Provider
Im direkten Versuch war die neue Funktion allerdings zunächst noch nicht sehr zuverlässig. So wurden Geräte trotz passendem Betriebssystem nicht unterschieden beziehungsweise ihr Name nicht übertragen. Möglicherweise benötigt das System hier mehr Daten.
Apple schreibt zudem, dass man sich auf die Verbrauchsanzeige nur teilweise verlassen kann: Letztlich sei der Mobilfunkanbieter die Instanz, die die Endabrechnung durchführt. Daher ist es sinnvoll, bei intensiver Hotspot-Nutzung ohne Flatrate immer in der jeweiligen App oder auf der jeweiligen Website des Netzbetreibers nachzusehen, ob man sich noch im Rahmen seines Limits befindet.
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(bsc)
Künstliche Intelligenz
Apple schickt Siri-Entwickler ins KI-Bootcamp
Apple schickt angeblich eine größere Zahl von Entwicklern seiner Sprachassistenz Siri in einen mehrwöchigen KI-Lehrgang, damit diese lernen, wie sie KI-Coding-Tools für die Programmierung einsetzen können. Laut einem neuen Bericht will Apple dafür sorgen, dass das Team zu anderen Abteilungen im Hause aufschließt. Gerade die Arbeit des Siri-Teams steht in diesem Jahr besonders im Fokus der Öffentlichkeit, ist es doch bislang die im Jahr 2024 versprochene Weiterentwicklung des Sprachassistenten schuldig geblieben.
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Es gehe um weniger als 200 Personen aus einer Gruppe von insgesamt mehreren hundert Entwicklern. Nach dem Bootcamp sollen noch rund 60 Entwickler im Kern-Siri-Team verbleiben. Weitere 60 sollen für Qualitätssicherung und Sicherheits-Evaluierung verbleiben. Apple plant offenbar, ein kleineres, schlagkräftigeres Team zu bilden, das mithilfe von KI-Coding-Tools eine höhere Effizienz erreicht.
Intern als „Nachzügler“ verschrien
Der Bericht von The Information, der sich auf namentlich nicht genannte Quellen im Unternehmen stützt, knüpft an frühere Veröffentlichungen an, die ein eher betrübliches Bild der Siri-Abteilung zeichneten. So soll das Siri-Team bei Apple intern seit Jahren als Nachzügler („laggard“) gelten. Es ist von aufgeblähten Strukturen und mangelnder Wettbewerbsfähigkeit die Rede.
Offiziell lassen sich die durchgesickerten Informationen nicht bestätigen, weil Apple zu solchen Interna schweigt. Allerdings deuten die Ergebnisse und personelle Umwälzungen der vergangenen Monate und Jahre darauf hin, dass es in der Siri-Abteilung Apples nicht rund läuft. Die im Jahr 2011 erstmals veröffentlichte Sprachassistenz ließ schon vor dem Hype signifikante Weiterentwicklungen vermissen. Spätestens seit der Konkurrenz durch Chatbots wie ChatGPT, Claude und Gemini sieht Apples Siri aber richtig alt aus.
Neustart mit Gemini in iOS 27
Das sollte sich mit der Einführung der Apple Intelligence, die auf der Entwicklerkonferenz WWDC im Jahr 2024 vorgestellt wurde, signifikant ändern – tat es aber nicht. Stattdessen musste Apple die Veröffentlichung der angekündigten KI-Siri öffentlich verschieben. KI-Chef John Giannandrea nahm seinen Hut. An seiner Stelle hat Softwarechef Craig Federighi das Zepter übernommen. Er hat Mike Rockwell, der für die Vision Pro verantwortlich zeichnete, mit der Verantwortung für die Weiterentwicklung von Siri betraut.
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Mit der Bekanntgabe, dass Google mit seinem KI-Modell Gemini künftig die Grundlage für die KI-Siri bildet, schien der erhoffte Neuanfang erreicht. Der jetzige Bericht von The Information deutet aber darauf hin, dass die zu bewältigende Arbeit für die Modernisierung offenbar doch viel umfangreicher ausfällt. Beobachter wundern sich, dass Apple Teile seines Siri-Teams zwei Monate vor der WWDC auf einen Lehrgang schickt. Es könnte aber darauf hindeuten, dass die für iOS 27 erforderlichen Arbeiten größtenteils abgeschlossen sind und sich der Blick des Teams teilweise schon auf die kommenden Schritte richtet.
Auf der Weltentwicklerkonferenz Apples, die am 8. Juni beginnt, werden mit iOS 27 erste konkrete Ergebnisse des Siri-Neustarts erwartet. Die neue Siri soll besser mit natürlicher Sprache zurechtkommen, gesprächiger sein und auch komplexe Aufgaben übernehmen können. Dazu gehört laut Brancheninsidern auch ein echter Chatbot-Betrieb mit eigener App, der längere Konversationen und eine Suchfunktion ermöglichen soll.
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(mki)
Künstliche Intelligenz
EU-Vorschlag: Google soll Such- und Gemini-Daten rausrücken
Die EU-Kommission hat der Alphabet-Tochter Google mitgeteilt, wie das Suchmaschinenangebot besser den Vorgaben des Gesetzes über Digitale Märkte (DMA) entsprechen kann. Damit soll der US-Konzern dazu gebracht werden, Hindernisse für Wettbewerber auszuräumen. „Daten sind ein wichtiger Input für die Online-Suche und für das Entwickeln neuer Dienste, einschließlich KI“, sagt Wettbewerbskommissarin Teresa Ribera.
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EU will Parameter festschreiben
Welche Maßnahmen genau die Kommission nun vorschlägt, verriet die Aufsichtsbehörde der Öffentlichkeit bislang nicht. Nur so viel: Dritte sollen konkrete Daten zu herkömmlichen Suchen und KI-Suchen erhalten, der Umfang der mit anderen zu teilenden Suchdaten soll erweitert und auch die Häufigkeit und der Weg dafür sollen neu geregelt werden. Da Google diese Daten Dritten nicht kostenfrei zur Verfügung stellen muss, will die EU-Kommission jedoch Parameter festschreiben, wie dabei ein angemessener, aber nicht wettbewerbsbehindernder Preis gebildet werden kann.
Öffentliche Konsultation
Die konkreten Vorschläge will die EU-Kommission ab Freitag der interessierten Öffentlichkeit zur Diskussion bereitstellen. „Mit der öffentlichen Konsultation möchten wir vom Markt wissen, wie Google am effektivsten Suchdaten mit konkurrierenden Suchmaschinenanbietern teilen kann“, sagt die für den digitalen Binnenmarkt zuständige EU-Kommissionsvizepräsidentin Henna Virkkunen. Der heutige Schritt der Kommission war für April erwartet worden, nachdem die EU am 27. Januar ein entsprechendes Verfahren eingeleitet hatte. Binnen sechs Monaten sollen im Rahmen eines „Spezifizierungsverfahrens“ Lösungen gefunden werden, um mögliche Marktverzerrungen zeitnah anzugehen, statt Jahre vergehen zu lassen.
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Die Diskussion um ein möglicherweise unzulässig wettbewerbsbeschränkendes Verhalten des Anbieters ist dabei bereits seit mehreren Jahren in vollem Gange, seit dem Inkrafttreten des Digital Markets Act umso intensiver. Google hatte vor zwei Monaten bereits Änderungen in Aussicht gestellt.
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(afl)
Künstliche Intelligenz
Amazon eröffnet Smart Warehouse in China
Die Zollschlupflöcher wurden zwar geschlossen, doch chinesische Onlineshopping-Anbieter wie Temu und Shein bleiben für den US-Riesen Amazon eine große Herausforderung. Statt auf zollfreien Direktversand an die Käufer zu setzen, halten die chinesischen Anbieter Waren nun in US-Lagern vor und liefern von dort aus. Zuvor hatte beispielsweise Temu Direktlieferungen aus China in die USA weitgehend eingestellt, um auf die geänderten Zollregeln zu reagieren. Amazon kontert jetzt mit einem „smarten Lagerhaus“ in China, das Herstellern einen leichteren und günstigeren Zugang zum US-Markt ermöglichen soll. Verschlankte Prozesse und andere Vorteile sollen Amazons Logistikplattform für chinesische Händler attraktiver machen als die chinesische Konkurrenz.
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Amazons Global Warehousing and Distribution (GWD) Centre wurde in Shenzhen errichtet und damit in direkter Nähe zu einer Vielzahl von Fabriken und E-Commerce-Händlern, die grenzüberschreitend verschicken. Das berichtet die South China Morning Post. Der US-Anbieter übernimmt die gesamte Lieferkette ab Fabrik bis zum US-Lager mit lokaler Lagerung, Zollabwicklung, grenzüberschreitendem Versand und Bestandstransfers. Bislang mussten Händler diese Schritte oft selbst koordinieren.
Bis zu 45 Prozent niedrigere Lagerkosten
Durch die Bündelung des chinesischen Lagerhauses und seiner US-Lagerhäuser verspricht Amazon seinen Kunden bis zu 45 Prozent niedrigere Lagerkosten gegenüber rein US-seitiger Lagerhaltung. Größere Warenmengen können so zunächst in China verbleiben, bevor sie in die Lager in den USA überführt werden.
Amazon wirbt damit, dass Händler ihre Waren von Shenzhen aus mit bis zu sieben Tagen schnellerer Lieferzeit in die US-Fulfillment-Center nachliefern können – allerdings nur in Kombination mit Amazon Global Logistics (AGL). Händler können dabei zwischen KI-gesteuerter Automatisierung und manueller Kontrolle für den Warenfluss wählen. Das smarte Warenlager soll sich zudem durch Verknüpfung aller relevanten Systeme auszeichnen. Die Zolldokumentation werde automatisiert erstellt, sodass zeitraubende Fehler bei der Abwicklung vermieden werden können.
Amazon schaut auch nach Europa
Vor einigen Monaten haben die USA die „De-minimis“-Ausnahmeregelung für Sendungen unter 800 US-Dollar abgeschafft, um die Zoll-Ausnahmeregelung für Billigimporte zu beenden, mit der Waren aus China zollfrei in die USA geschickt werden konnten. Auch in Europa wird über das Ende der Zollfreiheit für Kleinsendungen diskutiert, um faire Wettbewerbsbedingungen zu schaffen: Die EU führt ab Juli 2026 eine Gebühr von drei Euro auf Pakete aus Drittländern ein, deren Warenwert 150 Euro unterschreitet. Vorher konnten diese zollfrei eingeführt werden. Dennoch können chinesische E-Commerce-Plattformen wie Temu ihren Marktanteil im grenzüberschreitenden Handel immer noch ausweiten. 2025 steigerte Temu seinen Marktanteil laut einer Erhebung der International Post Corporation von weniger als 1 Prozent auf 24 Prozent und ist damit gleichauf mit Amazon.
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Amazon will seine neuen Aktivitäten laut Bericht erst in die Yangtze-River-Delta-Region in China ausweiten und habe als nächstes auch Europa und Japan im Visier.
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(mki)
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