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Google und Gucci arbeiten an Smart Glasses der Luxusklasse


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Smart Glasses könnten schon bald das Luxussegment erreichen. Der CEO von Kering Luca de Meo sagte in einem Gespräch mit Reuters, dass das Unternehmen im nächsten Jahr mit Google zusammen Smart Glasses der Marke Gucci auf den Markt bringen möchte.

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Google hat für dieses Jahr erste Smartglasses angekündigt, mit den Brillenherstellern Warby Parker und Gentle Monster als Partner. Bereits bei der Vorstellung der Kooperationen vor einem Jahr fiel der Name Kering. Damals hieß es, dass Google auch mit Kering Eyewear, der Brillensparte des Luxuskonzerns zusammenarbeiten werde. Diese Partnerschaft scheint sich nun zu konkretisieren.

De Meo will mit dem Vorstoß in Smartglasses Kerings Brillen- und Schmucksparte ausbauen, die bislang nur einen kleinen Teil des Gesamtumsatzes ausmachen, sagt der CEO zu Reuters. Zum Konzern gehören Marken wie Saint Laurent, Bottega Veneta und Balenciaga. Gucci ist weiterhin der wichtigste Umsatztreiber, schwächelt jedoch seit einigen Jahren.

Der Erfolg von Smartglasses begann 2023 mit der Einführung der Ray-Ban Meta-Brillen. 2025 erweiterten die Marktführer Meta und EssilorLuxottica ihr Portfolio um sportliche Modelle wie Oakley Meta HSTN und Oakley Meta Vanguard. Das Luxussegment könnte nun zum nächsten Ziel werden, nachdem die Partner bislang etwa zehn Millionen smarte Brillen verkauft haben.

EssilorLuxottica ist der größte Brillenhersteller der Welt, der neben eigenen Marken auch für Luxusunternehmen wie Prada, Chanel und Versace im Rahmen von Lizenzvereinbarungen Brillen entwirft, produziert und vertreibt. EssilorLuxottica unterhält weltweit rund 13.500 Brillengeschäfte.

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Seit geraumer Zeit gibt es Gerüchte, dass Meta Smart Glasses der Marke Prada plant. Ein aktueller Bericht von Bloomberg behauptet, dass eine Einigung mit Prada noch in diesem Jahr erzielt werden könnte. Mit dem Vorstoß ins Luxussegment könnte EssilorLuxottica höhere Margen bei seinen Smartglasses erzielen. Ein Punkt, der offenbar für Spannungen zwischen den Partnern sorgt, da Meta angeblich auf möglichst niedrige Preise pocht, um möglichst schnell eine große Verbreitung zu erreichen.

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Damit deutet sich ein direkter Wettbewerb zwischen Metas Prada-Brille und Googles Gucci-Brille an. Neben Google und Meta arbeitet auch Apple an verschiedenen Designs eigener Smart Glasses, die schon dieses Jahr vorgestellt und 2027 in den Handel kommen könnten.


(tobe)



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Künstliche Intelligenz

Montag: Eröffnung der Hannover Messe 2026, Raumsonde Voyager 1 im Stromsparmodus


Bei der Eröffnung der Hannover Messe 2026 versucht Bundeskanzler Merz, Zuversicht zu verströmen, während die Industrie auf echte Reformen hofft. Derweil bewirbt Brasiliens Präsident die Erneuerbaren. Das Partnerland der Industriemesse will der Europäischen Union dabei helfen, die Energiekosten zu senken und ihre Industrie zu dekarbonisieren. Energie ist auch das Problem von Voyager 1. Die NASA musste jetzt ein weiteres Messinstrument der bereits seit 14 Jahren im interstellaren Raum fliegenden Sonde abschalten, da der Leistungspegel nach einem regulären Flugmanöver unerwartet gefallen ist. Doch es gibt Hoffnung auf eine Reaktivierung. Derweil hat ein fehlerhaftes Edge-Update die Paste-Funktion im Kontextmenü von Microsoft Teams außer Gefecht gesetzt. Nutzer haben offenbar Probleme mit dem Einfügen von Bildern, Text und URLs. Das hat Microsoft mittlerweile bestätigt. Ein Fix soll jetzt schrittweise ausgerollt werden, doch Tastaturkürzel funktionieren weiterhin – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.

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Die weltweit wichtigste Industriemesse mit mehr als 3000 Ausstellern ist in Hannover gestartet. Diesjähriges Partnerland der Hannover Messe ist Brasilien, entsprechend eröffnete sie Bundeskanzler Friedrich Merz zusammen mit dem brasilianischen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva am Sonntagabend. Prägend sind in diesem Jahr die Themen KI und Robotik, die für Industrie und Gesellschaft große Chancen bieten, aber auch der Bereich Rüstung. Auf der Eröffnungsveranstaltung hob der brasilianische Präsident hingegen hervor, wie wichtig erneuerbare Energien für nachhaltiges wirtschaftliches Wachstum sind. Die Messe ist für Fachbesucher sowie Interessierte noch bis zum 24. April geöffnet: Merz und Lula eröffnen Hannover Messe 2026 zwischen KI-Zuversicht und Reformdruck.

Die Stromversorgung der Raumsonde Voyager 1 wird fast 49 Jahre seit Beginn der Mission immer prekärer. Nach einem regulären Flugmanöver war der Leistungspegel der Sonde überraschend gefallen, sodass die Gefahr bestand, dass sich einige Komponenten aus Sicherheitsgründen selbst abschalten könnten. Deshalb hat die NASA kurzfristig das Messinstrument für geladene Teilchen mit niedriger Energie abgeschaltet, um Strom zu sparen. Es gibt jedoch Hoffnung, dass dieses in den nächsten Monaten wieder reaktiviert werden kann, wenn es nach den Stromsparplänen der NASA geht. Denn das Voyager-Team will einige Teile verschiedener Geräte durch energiesparendere Alternativen ersetzen, wodurch Kapazitäten frei werden sollen: NASA schaltet weiteres Instrument der ersten Voyager-Sonde zum Stromsparen ab.


Erde und Mond

Auf diesem Bild wurde der Mond künstlich aufgehellt, damit er über der hellen Erde zu sehen ist. (Bild: NASA/JPL)

Wer in Microsoft Teams auf dem Desktop Inhalte per Rechtsklick einfügen will, schaut ins Leere: Die Paste-Option im Kontextmenü ist ausgegraut und nicht anwählbar. Betroffen sind sowohl Windows– als auch macOS-Nutzer der Desktop-Anwendung in Version 26072.519.4556.7438. Zahlreiche IT-Administratoren berichten von Nutzerproblemen mit dem Einfügen von Bildern, Text und URLs. Neuinstallation der App oder Löschen des Caches brachten keine Besserung. Microsoft hat die Ursache inzwischen identifiziert: Eine Code-Regression in einem kürzlichen Update des Microsoft-Edge-Browsers löste demnach den Fehler aus. Allerdings ist die Zwischenablage selbst nicht betroffen, sodass die gewohnten Tastenkürzel weiterhin funktionieren: Einfügen per Rechtsklick funktioniert in Microsoft Teams nicht mehr.

Ebenfalls nicht mehr funktionieren wird Sideloading mit Amazons neuer Generation von Fire TV Sticks, zumindest für die allermeisten Nutzer. Auf Amazons Produktseite für den neuen Fire TV Stick HD wird ein entsprechender Hinweis angezeigt. Davor hatte es bereits Anzeichen gegeben, dass Sideloading unter dem neuen Fire-TV-Stick-Betriebssystem Vega OS erheblich strenger behandelt wird. Ausnahmen gibt es nur für Entwickler. Amazon hatte den neuen Kurs beim Sideloading bereits im Herbst klargemacht. Hintergrund waren massive Probleme mit Piraterie-Apps, die sich in der Regel nur per Sideloading installieren lassen. Amazon ist gegen eine Reihe solcher Apps vorgegangen, aber Sideloading bleibt in Fire OS grundsätzlich erlaubt, anders als im neuen Vega OS: Amazons neue Fire TV Sticks verhindern Sideloading.

Das Piraten-Abenteuer „Windrose“ beginnt mit einem gestrandeten Piratenkapitän, der auf einer einsamen Insel überleben muss. Gleichzeit schwört er auf Rache, aber dafür braucht er eine Mannschaft und ein Boot. Danach steht der eigenen Freibeuter-Karriere nichts mehr im Wege. Windrose ist ein kooperatives Survival-Action-RPG für eins bis acht Spieler, das vor ein paar Tagen in einer ersten Early-Access-Version auf Steam erschienen ist. Zwar erinnern insbesondere die Spielmechaniken an „Valheim“, den Pandemie-Hit von 2021, aber die Grafik hebt sich deutlich vom Wikinger-Survival-Vorbild ab. Windrose verbindet das erfolgreiche Spielprinzip von Valheim mit dem Spaß einer bunten Piratenwelt und ist eine sehr gelungene Umsetzung der Piraten-Fantasie: Piraten-Rollenspiel „Windrose“ überzeugt mit Rum und Säbel.

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Einmal hinter dem Steuer des eigenen Piratenschiffs stehen: Windrose erfüllt diese Fantasie eindrucksvoll. (Bild:

Fabian Scherschel/Screenshot Windrose

)

Auch noch wichtig:

  • Psychisch krank und potenziell gefährlich? Bund und Länder bauen ihre Frühwarnsysteme auf – mit Datenaustausch, Fallmanagement und Risikoanalyse. Es ist staatliches Bedrohungsmanagement: Psychisch kranke Personen mit Risikopotential.
  • Zum zweiten Mal messen sich in Peking zahlreiche Roboter bei einem Halbmarathon. Die Unterschiede zum ersten Rennen sind deutlich. Der Stand der Technik: Humanoide Roboter beim Halbmarathon in Peking schneller als Menschen.
  • Fachkräftemangel und Co. gefährden laut Internistenkongress die Versorgungsqualität. KI soll es richten, doch der Mensch muss stets im Mittelpunkt stehen. Denn allein der BMI sei „ganz grobes Maß“: Algorithmen sagen besser voraus, wer sehr krank wird.
  • Für den selben Steckplatz und kompatibel zu bisherigen DIMMs: Für Intel-CPUs soll es bald billigere Speichermodule geben. Fraglich ist die Leistung von HUDIMM: billigere Speichermodule für Intel-Mainboards.
  • Die VW-Tochter Moia will den ÖPNV mit autonomen Shuttles retten und verlangt staatliche Förderung. Der Konzern prüft auch den Einstieg von Investoren und will den Fahrermangel stoppen: Moia fordert Milliarden für autonome Shuttle-Flotten.
  • Eine Studie zeigt, wie rasant klassische Medien in den USA an Boden verlieren. Podcaster wie Joe Rogan und Late-Night-Talker übernehmen das Informationsmonopol: US-Wähler setzen auf Influencer statt auf Nachrichten und sagen Bye-bye TV-News.
  • Warum sollte man Windows 11 auf einem 150-Euro-Einplatinenrechner einrichten? Weil es geht. Wie, zeigen wir in diesem Video: Windows 11 auf dem Radxa Dragon Q6 installieren.
  • Lange galt Datenschutz als Bremse für die Wissenschaft. Neue EU-Leitlinien schaffen Klarheit bei KI-Einsatz, breiten Einwilligungen und dem Zweckbindungsdogma: Wie die DSGVO als Daten-Turbo für die Forschung Innovationen beschleunigen soll.
  • Die US-Regierung nimmt Gespräche mit dem sanktionierten KI-Hersteller Anthropic auf, auch um über die Nutzung von Claude Mythos Preview zu beraten: Anthropic und US-Regierung wieder im Gespräch über Zusammenarbeit.
  • Ransomware-Banden setzen auf KI und das Darknet, um kritische Infrastruktur zu treffen. Ermittler in Koblenz agieren zunehmend proaktiv: Ransomware-Angriffe fordern Ermittler heraus.
  • Canon baut eine Kamera, die im Dunkeln besser sieht als eine Katze, Ricoh feiert die GR-Serie und ein Fotograf zeigt, wie vergänglich selbst Weiße Haie sind. Das sind die Fotonews der Woche 16/26: Canons Nachtsicht-Wunder und ein Hai-Flüsterer.
  • NRW meldet Rekord an Datenschutzbeschwerden. Gesetze werden übereilt verabschiedet, Grundrechtsschutz bleibt oft auf der Strecke, heißt es im Tätigkeitsbericht: NRW-Datenschutzbeauftragte warnt vor Datennutzung um jeden Preis.
  • OpenAI bietet mit GPT-Rosalind ein biologisches Sprachmodell für Target Discovery und Genomik. Vorerst ist es nur für US-Firmenkunden verfügbar: KI-Modell GPT-Rosalind von OpenAI speziell für Biologieforschung.


(fds)



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NASA schaltet weiteres Instrument der ersten Voyager-Sonde zum Stromsparen ab


Die Stromversorgung der Raumsonde Voyager 1 wird fast 49 Jahre seit Beginn der Mission immer prekärer. Nach einem regulären Flugmanöver war der Leistungspegel der Sonde überraschend gefallen, sodass die Gefahr bestand, dass sich einige Komponenten aus Sicherheitsgründen selbst abschalten könnten. Deshalb hat die NASA kurzfristig das Messinstrument für geladene Teilchen mit niedriger Energie abgeschaltet, um Strom zu sparen. Es gibt jedoch Hoffnung, dass dieses in den nächsten Monaten wieder reaktiviert werden kann, wenn es nach den Stromsparplänen der NASA geht.

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Bereits vor rund einem Jahr hat die NASA weitere Instrumente der Voyager-Sonden abgeschaltet, damit diese noch bis in die 2030er-Jahre arbeiten können. Dafür muss aber Strom gespart werden. Die beiden Sonden werden von Radionuklidbatterien mit Energie versorgt, die elektrischen Strom aus der Wärme erzeugen, die beim Zerfall von Plutonium-238 entsteht. Allerdings verliert eine solche Batterie etwa 4 Watt Leistung im Jahr. Deshalb wurden im Laufe der Jahre nach und nach weitere Systeme deaktiviert.

Voyager 1 war zusammen mit ihrer Schwestersonde Voyager 2 im Sommer 1977 im Abstand von etwa zwei Wochen gestartet. Die Primärmission war auf vier Jahre angelegt. Inzwischen sind die Sonden weiter von der Erde entfernt als jedes andere von Menschen hergestellte Objekt: Voyager 1 hat 25 Milliarden Kilometer zurückgelegt, 21 Milliarden Kilometer sind es bei Voyager 2. Sie haben das Sonnensystem verlassen und sind im interstellaren Raum unterwegs: Voyager 1 seit 2012, Voyager 2 seit 2018. Mit ihren verbliebenen Instrumenten liefern sie immer noch wertvolle Daten.

Allerdings gibt es aufgrund des Alters immer wieder Probleme mit den beiden Sonden. Die Kommunikation bricht ab, Systeme fallen aus. Reparaturen sind schon allein wegen der langen Signallaufzeiten schwierig: Bis ein Signal Voyager 1 erreicht, vergehen mehr als 23 Stunden, bei Voyager 2 sind es 19,5 Stunden. Die Voyager-Sonden hatten die gleiche Ausstattung von zehn Instrumenten an Bord, von denen aber einige schon relativ bald abgeschaltet wurden, nach dem Passieren der großen Gasplaneten Jupiter, Saturn und Neptun.

Am 27. Februar 2026 führte Voyager 1 laut NASA ein geplantes und reguläres Rollmanöver durch, aber der Leistungspegel der Raumsonde ist daraufhin unerwartet gefallen. Ein weiteres Absinken der Leistung würde das Unterspannungsschutzsystem aktivieren, das verschiedene Komponenten automatisch deaktiviert, um den Betrieb der Sonde zu erhalten. Eine manuelle Reaktivierung ist allerdings ein längerer Prozess mit eigenen Risiken. Deshalb mussten die NASA-Ingenieure schnell handeln und haben das Messinstrument für geladene Teilchen mit niedriger Energie (LECP, Low-energy Charged Particles) abgeschaltet. Bei Voyager 2 war dies bereits letztes Jahr deaktiviert worden.

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„Auch wenn die Abschaltung eines wissenschaftlichen Instruments niemandem gefällt, ist es die beste verfügbare Option“, erklärt Kareem Badaruddin, Missionsleiter der Voyager-Sonde. „Voyager 1 verfügt noch über zwei funktionierende wissenschaftliche Instrumente – eines zur Messung von Plasmawellen und eines zur Messung von Magnetfeldern. Sie funktionieren weiterhin einwandfrei und senden Daten aus einer Region des Weltraums, die noch nie ein anderes von Menschenhand geschaffenes Raumfahrzeug erforscht hat.“

Allerdings ist das LECP-Instrument nicht komplett abgeschaltet. Ein kleiner Motor, der den Sensor im Kreis dreht, um alle Richtungen abzudecken, bleibt aktiv. Dieser benötigt mit 0,5 Watt nur wenig Leistung und erlaubt der NASA die beste Chance, das Instrument wieder in Betrieb nehmen zu können, falls zusätzliche Energie gefunden werden kann. Denn das ist das nächste Ziel des Voyager-Teams.

Derzeit arbeiten die NASA-Ingenieure an einem Plan, den sie „the Big Bang“ nennen, um den Betrieb der Voyager-Sonden noch weiter zu verlängern. Dabei sollen einige Teile mehrerer mit Strom versorgter Geräte auf einmal durch energiesparendere Alternativen ersetzt werden, wobei die Sonden warm genug gehalten werden, um weiterhin wissenschaftliche Daten zu sammeln. Das soll im Mai und Juni dieses Jahres zunächst bei Voyager 2 getestet werden, da sich diese Sonde näher an der Erde befindet. Falls dies erfolgreich ist, soll es frühstens im Juli auch bei Voyager 1 durchgeführt werden. Dann könnte auch das LECP-Instrument reaktiviert werden.


(fds)



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Energiekrise: IWF rät von Tankrabatt ab


Der Internationale Währungsfonds (IWF) hält nichts von temporären Maßnahmen wie Tankrabatten zur Abfederung hoher Energiepreise. Zwar sei die Versuchung für Regierungen groß, den Preisanstieg mittels Obergrenzen oder Senkungen der Kraftstoffsteuer einfach zu stoppen. „Dies sind jedoch unkluge Maßnahmen“, heißt es in einem Informationsgespräch der Organisation zu Europa. Eine nicht zielgerichtete Unterstützung komme überproportional einkommensstarken Haushalten zugute, die mehr Energie verbrauchten.

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Der IWF beruft sich dabei auf Erkenntnisse aus der Energiekrise infolge des Beginns des Ukraine-Krieges 2022. Nun sollten die europäischen Regierungen die „kostspieligen Fehler nicht wiederholen“. „Umfassende und unbefristete Unterstützungsmaßnahmen lassen sich nur schwer wieder rückgängig machen und sollten vermieden werden.“ Der IWF bemängelte zudem, dass derartige breit angelegte Maßnahmen den Anreiz für Menschen und Unternehmen unterdrücke, ihren Verbrauch zu senken und in Alternativen und mehr Effizienz zu investieren.

Den IWF-Angaben zufolge hätten europäische Regierungen damals durchschnittlich 2,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Energiehilfepakete ausgegeben. Die Bilanz: „Mehr als zwei Drittel davon waren nicht zielgerichtet.“ Eine Analyse der Organisation habe gezeigt, dass lediglich 0,9 Prozent des BIP erforderlich gewesen seien, um für die unteren 40 Prozent der Haushalte die gesamte Energiekostensteigerung vollständig zu kompensieren. Zwischen Juni und Ende August 2022 hatte etwa die Bundesregierung infolge des Ukraine-Krieges ebenfalls die Steuer auf Kraftstoffe gesenkt.

Die Koalitionsspitzen von CDU, CSU und SPD wollen angesichts des derzeitigen Engpasses die Steuern auf Dieselkraftstoff und Benzin zur Abfederung hoher Preise um jeweils rund 17 Cent brutto pro Liter begrenzt auf zwei Monate senken. Die reduzierten Steuersätze sollten vom 1. Mai bis 30. Juni gelten, heißt es in einem Entwurf. Derzeit befasst sich der Bundestag mit dem Entwurf, der Bundesrat könnte den Tankrabatt dann endgültig am 24. April beschließen.


(fpi)



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