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Top 10: Die besten Bluetooth-Lautsprecher für Garten, Balkon und WM 2026


Bluetooth-Lautsprecher sind ideal für Garten, Balkon und Public-Viewing zur WM 2026. Wir zeigen die zehn besten aus über 40 Tests.

Ob entspannter Grillabend, Festival oder gemeinsames Fußballschauen im Freien: Ein guter Bluetooth-Lautsprecher sorgt überall für den richtigen Sound. Gerade rund um sportliche Großereignisse wie die Fußball-WM 2026 rücken die mobilen Boxen vermehrt in den Fokus – im Garten, auf der Terrasse oder beim Public-Viewing mit Freunden.

Unsere Analyse zeigt: Besonders gefragt bei unseren Lesern sind kompakte Bluetooth-Lautsprecher mit einem Gewicht von 0,5 kg bis gut 1 kg – handlich genug für den spontanen Einsatz beim Public Viewing, robust genug für den dauerhaften Outdoor-Einsatz. Genau diesen Modellen widmen wir unsere regelmäßig aktualisierte Bestenliste. Wer seine Bluetooth-Box noch leichter wünscht, der sollte bei unserer Bestenliste der kleinen Bluetooth-Lautsprecher vorbeischauen.

Auch Katzen finden winzige Bluetooth-Boxen gut.

Welcher kleine Bluetooth-Lautsprecher ist der beste?

Unser Testsieger ist der JBL Charge 6 für 134 Euro (Amazon). Er vereint kräftigen Klang mit einer langen Akkulaufzeit, der besten App, guter Verarbeitung und kultigem Design.

Zum Technologiesieger küren wir den Marshall Emberton III für 148 Euro (Amazon). Der Vintage-Bluetooth-Lautsprecher besticht nicht nur mit seinem Äußeren, er klingt auch noch verdammt gut und läuft mit einer Akku-Ladung länger als die meisten anderen.

Wer sparen will, greift zu unseren Preis-Leistungs-Sieger Xiaomi Sound Outdoor für schlanke 37 Euro (Alza). Trotz kompakter Maße klingt der Outdoor-Speaker besser als viele deutlich teurere Konkurrenten.

Hier unser vollständiges Ranking:

KURZÜBERSICHT

Der JBL Charge 6 ist der neue Platzhirsch unter den kompakten Bluetooth-Lautsprechern und erobert den Spitzenplatz unserer Bestenliste. Mit verbessertem Klang, längerer Akkulaufzeit und erhöhter Wasserdichtigkeit setzt er die Messlatte etwas höher.

Der Preis von 135 Euro (Amazon) ist angesichts der gebotenen Leistung nachvollziehbar, macht den Charge 6 aber zu einer Investition.

VORTEILE

  • kraftvoller, präziser Klang mit starkem Bass
  • lange Akkulaufzeit
  • verbesserte IP68-Wasserdichtigkeit
  • hochwertige Verarbeitung
  • Auracast und USB-C-Audio

NACHTEILE

  • spürbarer Aufpreis zum Vorgänger
  • Schwächen in den mittleren Höhen bei hoher Lautstärke
  • kein Mikrofon für Freisprechfunktion
  • nur SBC-Codec

Der Marshall Emberton III ist ein kompakter Bluetooth-Lautsprecher, der mit kultiger Optik, hochwertigem Material-Mix und starker Technik aufwartet. Der Klang ist kraftvoll, warm und druckvoll. Die größten Trümpfe des Emberton III sind seine enorme Mobilität dank kompakter Abmessungen und geringem Gewicht sowie die herausragende Akkulaufzeit. Er kostet rund 148 Euro (Amazon).

VORTEILE

  • kompakt, schick, hochwertig
  • kraftvoller, warmer Klang
  • enorme Akkulaufzeit & Quick Charge

NACHTEILE

  • Tiefbass nicht so druckvoll wie größere Boxen
  • Bedienknopf etwas schwammig
  • AUX-Eingang fehlt

Der Xiaomi Outdoor Speaker (2024) beweist: Guter Sound muss nicht teuer sein. Dazu ist der Bluetooth-Lautsprecher schick, wasserdicht und einfach zu bedienen. Für gerade einmal 37 Euro bietet der robuste Klangzylinder eine beeindruckende Performance.

VORTEILE

  • unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis
  • robustes, wasserdichtes IP67-Design
  • kräftiger Bass trotz kompakter Größe
  • praktische Trageschlaufe für unterwegs
  • unkomplizierte Bedienung

NACHTEILE

  • keine Equalizer
  • Höhen könnten präsenter sein
  • kein AUX-Eingang
  • keine Powerbank-Funktion
  • Akkulaufzeit nur Durchschnitt

Ratgeber

Sound: Welche Bluetooth-Lautsprecher haben den besten Klang?

Entscheidend für einen guten Klang ist unter anderem die Treibergröße. Große Treiber ab 50 mm Durchmesser sind besser in der Lage, tiefe Bässe zu reproduzieren. Kleinere Treiber unter 40 mm, wie man sie in kompakten Geräten findet, bieten weniger Druck im Bassbereich. Viele gute kleine Bluetooth-Lautsprecher nutzen zwei Treiber – einen größeren für die tiefen Frequenzen und einen kleineren für die Höhen. So hat etwa der hervorragende JBL Charge 6 einen 53 mm × 93 mm Tief-/Mitteltöner und einen 20 mm Hochtöner.

Gleichzeitig beeinflusst das Material der Treiber den Klang. So setzt etwa der Hochtöner des Edifier ES60 auf Seide.

Die Verstärkerleistung, gemessen in Watt RMS, bestimmt, wie laut und verzerrungsfrei der Lautsprecher spielt. Hier sollte man die Peak-Watt-Angaben ignorieren, da sie wenig über die reale Leistung aussagen. Ein 20-W-RMS-Lautsprecher liefert etwa einen saubereren und verzerrungsfreien Klang als ein Modell, das nur 10 W RMS bei gleicher Lautstärke aufbringen kann. Gute kabellose Lautsprecher bis 1 kg wie der JBL Charge 6 haben bis zu 45 W RMS.

Die Größe und das Gewicht sind entscheidende Faktoren für die Klangqualität, besonders für den Bass. Denn Bass benötigt Platz, um sich voll entfalten zu können. Viele stationäre Lautsprecher verfügen über ein Bassreflexsystem, etwa über Öffnungen im Gehäuse. Das verstärkt den Schalldruck. Bluetooth-Lautsprecher setzen dagegen häufig auf passive Bassradiatoren. Bei ihnen handelt es sich im Grunde um eine oder mehrere geschlossene Membranen. Öffnungen gilt es zu vermeiden, schließlich soll bei der mobilen Outdoor-Nutzung kein Schmutz oder Flüssigkeit eindringen.

Akku: Wie ist die Laufzeit meiner Bluetooth-Box?

Die Akkukapazität eines Bluetooth-Lautsprechers ist ein entscheidender Faktor, wenn es um die Spielzeit geht – aber nicht der Einzige. Viele Hersteller geben die Akkukapazität in Milliamperestunden (mAh) an. Das beschreibt, wie viel Strom der Akku über eine Stunde hinweg liefern kann. Erst zusammen mit der Spannung in Volt ergibt sich die tatsächliche Energiemenge in Wattstunden (Wh), was der tatsächlichen Akkukapazität entspricht. So hat die JBL Charge 6 einen Akku mit 7722 mAh. Multipliziert mit ihrer Spannung von 3,6 V ergibt sich eine Akkukapazität von 27,8 Wh.

Neben der reinen Akkukapazität bestimmen weitere Faktoren wie die Verstärkerklasse und die Stromaufnahme der Treiber die Laufzeit des Bluetooth-Lautsprechers. Ein großer Akku garantiert also nicht automatisch eine lange Laufzeit, ist jedoch ein wichtiges Indiz. Viele moderne Bluetooth-Lautsprecher funktionieren optional auch als Powerbank (Bestenliste). Wer diese Funktion nutzen möchte, sollte zusätzliches Augenmerk auf die Größe des Akkus legen.

Die Laufzeitangabe des Herstellers ist ein weiterer wichtiger Hinweis. Hierbei ist zu beachten, dass diese Werte meist unter wenig transparenten Bedingungen gemessen werden: moderate Lautstärke, kein Einsatz von Bass-Boostern oder anderen stromintensiven Funktionen.

Marshall Emberton III

Gerade die Lautstärke ist für die tatsächliche Akkulaufzeit entscheidend. Ein Speaker auf maximaler Lautstärke entleert den Akku viel schneller als ein leise spielendes Gerät. Dabei steigt die Leistungsaufnahme exponentiell an, je lauter der Lautsprecher spielt.

Was die Ladezeit betrifft, so hängt diese sowohl von der Kapazität des Akkus als auch vom verwendeten Ladestrom ab. Moderne Lautsprecher nutzen zunehmend USB-C als Ladestandard. Viele Bluetooth-Boxen kennen kein Quick Charge. Hier kann es selbst bei geringer Akkukapazität einige Stunden dauern, bis der Stromspeicher wieder voll ist. Bei Geräten wie dem Marshall Emberton III mit Quick Charge genügt es, sie 20 Minuten zu laden, um viele Stunden Spielzeit zu erhalten.

Verarbeitung: Wie robust soll eine Bluetooth-Box sein?

Bei der Verarbeitungsqualität eines Bluetooth-Lautsprechers, insbesondere für den Outdoor-Einsatz, spielen Robustheit und Materialwahl eine entscheidende Rolle. Ein Bluetooth-Lautsprecher sollte nicht nur wetterfest sein, sondern auch mechanischen Belastungen wie Stößen, Stürzen und Vibrationen standhalten. Hier sind mehrere Details zu beachten.

Zunächst einmal ist der Schutz gegen Wasser und Staub ein zentrales Kriterium. Die IP-Zertifizierung (Ingress Protection) ist der Industriestandard, um die Widerstandsfähigkeit gegenüber dem Eindringen von festen Partikeln und Flüssigkeiten zu bewerten. Ein Lautsprecher mit einer IP67-Zertifizierung wie der Sony Ult Field 1 ist sowohl staubdicht als auch wasserdicht. Er soll neben einer Unempfindlichkeit gegenüber Staub bis in eine Tiefe von einem Meter unter Wasser für 30 Minuten durchhalten, bevor Flüssigkeit eindringt. Aber Achtung: Diese Werte wurden unter Laborbedingungen gemessen und gelten nicht für Chlorwasser, Wasser mit Seife oder Salzwasser.

Sony Ult Field 1

Neben der Wasserdichtigkeit spielt die Stoßfestigkeit eine zentrale Rolle. Outdoor-Lautsprecher sollten in der Lage sein, Stürze aus typischen Höhen, etwa 1,5 Meter, ohne Beschädigungen zu überstehen. Hier sind Gehäuse aus Thermoplasten wie TPU (thermoplastisches Polyurethan) oder robuster ABS-Kunststoff besonders vorteilhaft. Diese Materialien kombinieren eine hohe Flexibilität mit einer starken Schlagfestigkeit. Der JBL Charge 6 setzt beispielsweise auf eine Gummierung an den Ecken und Kanten, um Stöße abzufangen, während das Mesh-Gewebe am Gehäuse zusätzlichen Schutz vor Kratzern und Abrieb bietet.

Ein weiterer Aspekt ist die Qualität der Gehäusedichtung. Outdoor-Lautsprecher verwenden oft Gummiabdeckungen, um Anschlüsse wie den USB-Port oder den AUX-Eingang zu schützen. Eine mangelhafte Abdichtung kann dazu führen, dass Feuchtigkeit ins Innere gelangt und Korrosion an den elektronischen Bauteilen verursacht. Hochwertige Lautsprecher setzen daher auf versiegelte, robuste Gummiklappen, die fest sitzen und auch nach häufigem Öffnen und Schließen dicht bleiben.

Design: Wie muss ein guter Bluetooth-Lautsprecher aussehen?

Das Design eines Bluetooth-Lautsprechers geht über ästhetische Aspekte hinaus. Es beeinflusst auch, wie er genutzt werden kann, wie gut er klingt und wie robust er im Alltag ist. Dabei sind vorrangig bei hochmobilen Geräten Formfaktor, Größe und Gewicht zentrale Punkte.

Ein durchdachtes Design vereint Funktionalität mit Ästhetik. Hier geht es nicht nur darum, ob der Lautsprecher gut aussieht, sondern auch darum, wie ergonomisch er ist und welche praktischen Vorteile er im Alltag bietet. Zum Beispiel bieten viele kleine Bluetooth-Lautsprecher kompakte Designs, die auf Portabilität ausgelegt sind. Beispiele dafür sind der Sony Ult Field 1 und der Marshall Emberton III. Diese Geräte können dank mitgelieferter Schlaufen an Rucksäcken, Fahrrädern oder Kleidung befestigt werden, was sich für Outdoor-Aktivitäten anbietet.

LG Xboom 360 DXO2T

Ein weiteres Beispiel für durchdachtes Design sind Lautsprecher mit runden oder zylindrischen Formen wie der LG Xboom 360 DXO2T. Diese Geometrien ermöglichen eine 360-Grad-Soundverteilung, was einen gleichmäßigen Klang in alle Richtungen ermöglicht.

Kleine Bluetooth-Lautsprecher bieten aufgrund ihres kompakten Designs und des geringen Gewichts klare Vorteile für alle, die häufig unterwegs sind. Einige Modelle sind so klein, dass sie sogar in eine Jackentasche passen. Mehr dazu in unserer Bestenliste der kleinen Bluetooth-Lautsprecher.

Freisprecheinrichtung: Telefonieren mit dem Bluetooth-Lautsprecher

Einige Bluetooth-Lautsprecher bieten eine integrierte Freisprecheinrichtung, um Anrufe direkt über den Lautsprecher anzunehmen. Dabei verwenden hochwertige Lautsprecher oft geräuschunterdrückende Mikrofone und Software, um Hintergrundgeräusche auszublenden.

Multipoint: mehrere Geräte gleichzeitig verbinden

Multipoint erlaubt es einem Bluetooth-Lautsprecher, mit mehreren Geräten gleichzeitig verbunden zu sein. Dies ist besonders praktisch, um etwa Notebook und Smartphone gleichzeitig mit dem Gerät zu verbinden. Wenn die Box also Musik vom Laptop spielt und ein Anruf auf dem Smartphone eingeht, schaltet der Lautsprecher automatisch auf den Anruf um. Nach dem Anruf wechselt er selbstständig zurück zur Musik des Laptops.

Verbindungsoptionen (AUX, USB, NFC)

Bluetooth ist die Standardverbindungsmethode für drahtlose Lautsprecher. Doch viele Modelle können mehr.

Ein 3,5-mm-Klinkenanschluss (AUX) ist besonders nützlich, wenn man eine kabelgebundene Verbindung bevorzugt oder wenn das Bluetooth-Signal aus einem Grund nicht verfügbar oder stabil genug ist. Dies gilt vorwiegend in Umgebungen mit vielen Störquellen oder für ältere Geräte ohne Bluetooth. Ein AUX-Anschluss sichert zudem eine verlustfreie, stabile Audioverbindung mit geringer Latenz, was für Audiophile und Gamer wichtig sein kann.

NFC (Near Field Communication): Die NFC-Technologie vereinfacht das Koppeln von Bluetooth-Geräten erheblich. Ein einfacher Kontakt zwischen dem Lautsprecher und einem NFC-fähigen Smartphone reicht aus, um eine Verbindung herzustellen, ohne dass man die Bluetooth-Einstellungen manuell durchlaufen muss.

Hi-Res-Codecs: Einige Bluetooth-Lautsprecher unterstützen neben SBC und in einigen Fällen auch AAC zusätzlich LDAC-, AptX– oder AptX HD-Codecs, die eine höhere Audioqualität über Bluetooth ermöglichen, indem sie Musik mit geringerer Latenz und weniger Komprimierung übertragen.

Fazit

Die richtige Bluetooth-Box zu finden, ist gar nicht so einfach. Einer der wichtigsten Faktoren ist der Klang, der in unserer Bewertung die höchste Priorität hat. Dabei ist wirklich guter Klang erst ab einem gewissen Volumen möglich. Aber auch kleine Bluetooth-Lautsprecher haben ihren Reiz. Hier gilt es, den goldenen Mittelweg zu finden.

Dabei sollte nie das Preis-Leistungs-Verhältnis außer Acht gelassen werden. Auch Design, Verarbeitung und Akkulaufzeit können den ausschlaggebenden Unterschied machen. Dazu kommen noch weitere Funktionen wie Wasserdichtigkeit, ein AUX-Eingang, Freisprecheinrichtung, Multipoint, hochauflösende Codecs, Multiroom und mehr.

Der Testsieger ist die JBL Charge 6, zum Vintage-König küren wir den Marshall Emberton III, und als Preis-Leistungs-Sieger überzeugt der Xiaomi Sound Outdoor.

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BESTENLISTE

Testsieger

JBL Charge 6

Bluetooth-Box JBL Charge 6 im Test

Der JBL Charge 6 ist mit verbessertem Klang und längerer Akkulaufzeit unser neuer Testsieger. Im Test zeigen wir, warum.

VORTEILE

  • kraftvoller, präziser Klang mit starkem Bass
  • lange Akkulaufzeit
  • verbesserte IP68-Wasserdichtigkeit
  • hochwertige Verarbeitung
  • Auracast und USB-C-Audio

NACHTEILE

  • spürbarer Aufpreis zum Vorgänger
  • Schwächen in den mittleren Höhen bei hoher Lautstärke
  • kein Mikrofon für Freisprechfunktion
  • nur SBC-Codec

Der JBL Charge 6 ist mit verbessertem Klang und längerer Akkulaufzeit unser neuer Testsieger. Im Test zeigen wir, warum.

JBL hat mit der Charge-Serie einen Bluetooth-Lautsprecher im Portfolio, der regelmäßig die Bestenlisten anführt. Der neue JBL Charge 6 tritt nun in die großen Fußstapfen des beliebten JBL Charge 5. Die Amerikaner versprechen mehr Power, längere Akkulaufzeit und bessere Wasserdichtigkeit. Zeit für einen gründlichen Check: Kann der Newcomer die hohen Erwartungen erfüllen? Wir haben den Lautsprecher auf Herz und Nieren geprüft.

Design und Verarbeitung des JBL Charge 6

Der JBL Charge 6 bleibt dem bewährten Design treu. Das zylindrische Gehäuse mit Mesh-Bezug und Gummipuffern schreit förmlich „Ich bin ein JBL!“. Mit 23 x 10 x 10 cm und 1 kg Gewicht ist er weder winzig noch ein Fliegengewicht, passt aber anstandslos in jeden Rucksack. Man könnte sagen: Er hat die optimale Größe für einen Lautsprecher, der zwar gut klingen, aber trotzdem noch transportabel sein soll.

Die Farbpalette ist groß: Rot, Camouflage, Lila, Blau, Schwarz, Pink und Weiß stehen zur Auswahl. Das klassische JBL-Rot sticht genauso hervor wie das neue Lila, während Schwarz und Weiß zeitlos wirken. Pink und Blau erscheinen etwas blass. Camouflage erweckt den Eindruck, als würde der Lautsprecher zum Wehrdienst eingezogen. Aber Geschmäcker sind verschieden und Auswahl hat noch nie geschadet.

Der überarbeitete Gummifuß ist ein echter Fortschritt, der Charge 6 steht im Vergleich zum Vorgänger fest auf dem Boden der Tatsachen. Ebenfalls Lob verdient der breite und griffige Tragegriff. An zwei Befestigungspunkten kann er als Riemen oder Schlaufe angebracht werden. Nur das Einfädeln der Nippel durch die Laschen erfordert Fingerspitzengefühl.

Die Verarbeitung ist wie von JBL gewohnt makellos. Im Härtetest übersteht der Charge 6 sogar Stürze aus einem Meter Höhe auf Asphalt – nichts für schwache Nerven, aber beruhigend für Tollpatsche. Neu ist die Schutzklasse IP68. Der Lautsprecher ist damit nicht nur staubdicht, sondern überlebt auch 30 Minuten in 1,5 Metern Wassertiefe. Der Vorgänger mit IP67 würde bei diesem Tauchgang absaufen.

Wie gut ist der Klang des JBL Charge 6?

Mit 45 Watt Gesamtleistung (30 Watt RMS Woofer, 15 Watt RMS Tweeter) übertrifft der Charge 6 seinen Vorgänger leicht. Der 53 x 93 mm große Tieftöner und der 20 mm Hochtöner decken einen Frequenzbereich von 56 Hz bis 20 kHz ab.

Im Hörtest zeigt der Charge 6, was in ihm steckt. Der Bass ist präziser und druckvoller geworden. Die passiven Bassradiatoren an den Seiten vibrieren wie wild und liefern Tieftöne, die man in dieser Geräteklasse zu schätzen weiß. Bei maximaler Lautstärke – und die ist beachtlich – könnten kleinere Gegenstände auf dem Tisch durchaus ins Tanzen geraten.

Bei hohen Lautstärken offenbart der Lautsprecher allerdings leichte Schwächen in den mittleren Höhen. Bestimmte Stimmen und Instrumente verlieren etwas an Präsenz und werden etwas vom wuchtigen Bass verschluckt. Dennoch gehört der Charge 6 klanglich zur Elite seiner Gewichtsklasse. Der neue „AI Sound Boost“ reduziert Verzerrungen bei hoher Lautstärke etwas.

Bei den Bluetooth-Codecs bleibt JBL konservativ: Nur der Standard-Codec SBC wird unterstützt. Audiophile mögen die Nase rümpfen, doch es gibt einen Lichtblick: Über USB-C ist High-Res-Audio möglich. Im Test führte dies zu einer merklich besseren Klangqualität.

Ein Wermutstropfen bleibt: Auch der Charge 6 verzichtet auf ein integriertes Mikrofon. Als Freisprecheinrichtung taugt er daher nicht – schade.

Bedienung und App des JBL Charge 6

Die Bedienung erfolgt über physische Tasten auf der Oberseite. Diese sind neu angeordnet, bieten einen präzisen Druckpunkt und sind auch im Dunkeln gut zu erfühlen. Neben den üblichen Verdächtigen (Power, Bluetooth, Play/Pause, Lautstärke) gibt es auch eine Auracast-Taste.

Diese Funktion verbindet mehrere JBL-Lautsprecher mühelos miteinander. Ein Gerät dient als Quelle und überträgt das Signal an die anderen. Die Kopplung ist kinderleicht und gelingt ohne komplizierte Paarungsrituale. Mit zwei Charge 6 lässt sich sogar ein Stereo-Paar bilden – allerdings nur über die App.

Die JBL Portable App ist übersichtlich und selbsterklärend. Sie zeigt den genauen Batteriestatus und bietet einen neuen 7-Band-Equalizer – ein deutliches Upgrade gegenüber dem 3-Band-Equalizer des Vorgängers. Der neue „Playtime Boost“ optimiert die Akkulaufzeit.

Insgesamt ist die App kein Feature-Monster, aber sie erfüllt ihren Zweck. Wer seinen Lieblingssound einmal eingestellt hat, wird sie vermutlich nur selten öffnen.

Der Akku des JBL Charge 6

Die Akkulaufzeit ist beeindruckend: Bis zu 24 Stunden hält der Charge 6 durch – vier Stunden länger als sein Vorgänger. Mit aktiviertem „Playtime Boost“ sind sogar 28 Stunden möglich, allerdings bei reduzierter Lautstärke. Perfekt für Camping-Trips oder Strandtage, die kein Ende nehmen wollen.

Der 34 Wh Akku (7,2 V bei 4722 mAh) lädt in etwa drei Stunden komplett auf. Ein LED-Balken am Gerät zeigt die Restkapazität an – nicht so präzise wie eine Prozentanzeige, aber ausreichend für eine grobe Einschätzung. Die Powerbank-Funktion über USB-C ist ein praktisches Extra für Notfälle.

Was kostet der JBL Charge 6?

Mit 135 Euro (Amazon) ist der JBL Charge 6 kein Schnäppchen.

Fazit

Der JBL Charge 6 ist der neue Platzhirsch unter den kompakten Bluetooth-Lautsprechern und erobert den Spitzenplatz unserer Bestenliste. Mit verbessertem Klang, längerer Akkulaufzeit und erhöhter Wasserdichtigkeit setzt er die Messlatte etwas höher.

Besonders beeindruckend sind der kraftvolle Bass, die hohe Maximallautstärke und die makellose Verarbeitung. Die Auracast-Funktion und der verbesserte Equalizer sind willkommene Ergänzungen. Kleinere Schwächen wie das fehlende Mikrofon und die Beschränkung auf den SBC-Codec trüben das Gesamtbild nur leicht.

Der Preis von 135 Euro (Amazon) ist angesichts der gebotenen Leistung nachvollziehbar, macht den Charge 6 aber zu einer Investition. Wer einen vielseitigen, robusten und klangstarken Bluetooth-Lautsprecher sucht, der auch mal ein unfreiwilliges Bad überstehen kann, wird mit dem JBL Charge 6 glücklich werden.

Wer mehr Wumms braucht, findet in der JBL-Xtreme-Serie größere, lautere Modelle – allerdings zum Preis von mehr Gewicht und Volumen. Für Minimalisten könnte die kompaktere JBL-Flip-Serie interessant sein, die trotz geringerer Größe erstaunlich gut klingt.

Vintage-König

Marshall Emberton III

Bluetooth-Lautsprecher Marshall Emberton III im Test

Der Marshall Emberton III ist ein stylischer und kompakter Bluetooth-Lautsprecher, der das typische Rock-’n‘-Roll-Feeling der kultigen Verstärker-Marke versprüht. Mit seinem robusten Design, dem kraftvollen Klang und der langen Akkulaufzeit will er vor allem unterwegs überzeugen. Ob ihm das gelingt, zeigt unser Test.

VORTEILE

  • kompakt, schick, hochwertig
  • kraftvoller, warmer Klang
  • enorme Akkulaufzeit & Quick Charge

NACHTEILE

  • Tiefbass nicht so druckvoll wie größere Boxen
  • Bedienknopf etwas schwammig
  • AUX-Eingang fehlt

Der Marshall Emberton III ist ein stylischer und kompakter Bluetooth-Lautsprecher, der das typische Rock-’n‘-Roll-Feeling der kultigen Verstärker-Marke versprüht. Mit seinem robusten Design, dem kraftvollen Klang und der langen Akkulaufzeit will er vor allem unterwegs überzeugen. Ob ihm das gelingt, zeigt unser Test.

Kompakte Bluetooth-Lautsprecher erfreuen sich großer Beliebtheit. Sie sind die perfekten Begleiter für unterwegs und sorgen fast überall für den passenden Soundtrack. Mit dem Emberton III bringt Marshall einen mobilen Speaker, der nicht nur mit kultiger Optik im Verstärker-Look, sondern auch mit kraftvollem Klang überzeugen will.

Design und Verarbeitung

Der Marshall Emberton III versprüht mit seinem Design sofort das typische Rock-’n‘-Roll-Feeling der kultigen Verstärker-Marke. Mit Abmessungen von etwa 16 × 7 × 8 cm (B × H × T) und einem Gewicht von lediglich 670 Gramm ist er äußerst kompakt und mobil. Im Vergleich wirken Konkurrenten wie die JBL Charge 5 (Testbericht) mit knapp einem Kilogramm oder der LG Xboom Go DXGQ7 (Testbericht) mit 1,1 kg geradezu wuchtig.

Das Gehäuse des Emberton III ist größtenteils mit einem weichen, gummiert wirkenden Kunstleder überzogen, das sich fantastisch anfühlt. Vorder- und Rückseite zieren hingegen Metallgitter, auf der Front prangt zudem das typische goldene Marshall-Logo. Liebhaber der berühmten Marshall-Verstärker werden hier sofort ein wohliges Retro-Gefühl bekommen.

Marshall Emberton III

Auf der Oberseite sitzt ein großer, goldener Knopf. Per mittigem Druck wird die Wiedergabe gestartet oder gestoppt, durch Drücken nach links, rechts, oben oder unten lässt sich die Lautstärke regeln und Titel überspringen. So schick der Knopf aussieht, in der Praxis erweist er sich leider als etwas schwammig und unpräzise. Neben dem goldenen Knopf finden sich ein dezenter Power-Button und eine Bluetooth-Taste. Die andere Seite ziert eine schicke und detaillierte Akku-Anzeige im Marshall-Look. Ganz rechts sitzt ein USB-C-Port zum Laden und eine Befestigungsmöglichkeit für die mitgelieferte Trageschlaufe.

Einen AUX-Eingang sucht man vergebens, auch lässt sich der Speaker nicht als Powerbank nutzen. Auf der gummierten Unterseite sorgen Standfüße für festen Halt.

Verarbeitung und Material wirken rundum hochwertig. Nichts knarzt oder wackelt, die Metallgitter sitzen fest und auch an Übergängen und Nähten gibt es keinerlei Kritikpunkte. Mit IP67-Zertifizierung ist der Marshall zudem komplett staub- und wasserdicht. Selbst ein 30-minütiges Tauchbad in einem Meter Tiefe übersteht er problemlos.

Sound: Wie gut ist der Klang des Marshall Emberton III?

Im kompakten Gehäuse des Emberton III stecken 20 Watt Leistung, die den Klang nicht nur nach vorn, sondern dank Fullrange-Treiber auch nach hinten abstrahlen. Das erzeugt eine gewisse Räumlichkeit, wenn auch nicht so ausgeprägt wie beim LG Xboom 360 DXO2T (Testbericht).

Insgesamt gefällt uns der Klang richtig gut. Vor allem im Marshall-Modus umhüllen uns warme, satte Klänge. Verzerrte E-Gitarren bekommen durch den Speaker den klassischen Marshall-Sound verpasst. Die maximale Lautstärke ist ordentlich, in den oberen Pegelbereichen setzen jedoch spürbar Verzerrungen ein.

Auch in puncto Tiefbass muss sich der Winzling so mancher größeren Box geschlagen geben. Mit gerade einmal 670 Gramm Gewicht stößt der Emberton III hier an die physikalischen Grenzen des klanglich Machbaren. Zwar klingt er für sich genommen sehr gut, gegen eine JBL Charge 5 (Testbericht) oder eine LG Xboom Go DXGQ7 (Testbericht) kommt er bassmäßig aber nicht an.

Marshall Emberton III

Die Marshall Bluetooth App bietet zwar keinen vollwertigen EQ, aber immerhin drei Presets. Standardmäßig ist der Marshall-Sound mit warmer, recht ausgeglichener Abstimmung aktiviert. Preset 2 hebt Höhen und Bässe an, Preset 3 betont die Mitten und eignet sich gut für Podcasts oder Hörbücher. Fürs reine Musikhören bevorzugen wir den ausgewogenen Marshall-Klang.

Technisch ist der Emberton III auf der Höhe der Zeit. Er verbindet sich per Bluetooth 5.3 und unterstützt neben dem SBC- auch den AAC-Codec. Praktisch: Per Multipoint lassen sich mehrere Zuspieler gleichzeitig koppeln. Dank des eingebauten Mikrofons kann der Marshall auch als Freisprecheinrichtung dienen. Solange man sich nahe am Speaker befindet, ist die Sprachqualität sehr gut. Mit zunehmender Entfernung schleicht sich jedoch ein störender Halleffekt ein.

App

Die Marshall-Smartphone-App bietet nicht allzu viele Funktionen. Immerhin lassen sich neben der Wahl dreier Sound-Presets auch Software-Updates einspielen. Es gibt ferner eine Option, den Akku zu schonen. Für den alltäglichen Gebrauch greift man jedoch eher selten zur App, die meisten Funktionen werden direkt am Speaker gesteuert.

Akku

Einer der großen Überraschungen des Emberton III ist der potente Akku. Laut Marshall soll er eine Wiedergabedauer von bis zu 32 Stunden ermöglichen – allerdings nur bei geringer bis mittlerer Lautstärke. Spielt man überwiegend mit hohem Pegel, schrumpft die Laufzeit deutlich. Trotzdem gehört der Marshall-Speaker zu den ausdauerndsten Mobil-Boxen, die wir bislang im Test hatten.

Ein Lob verdient auch die präzise Akkustandanzeige, die jederzeit über die verbleibende Laufzeit informiert. Geladen wird der Marshall per USB-C, ein passendes Kabel liegt bei. Dank Quick Charge reichen 20 Minuten an der Steckdose, damit der Bluetooth-Speaker wieder sechs Stunden lang Musik spielen kann.

Preis: Was kostet der Marshall Emberton III?

Mit einem Preis von rund 148 Euro (Amazon) ist der Marshall Emberton III im gehobenen Preissegment kompakter Bluetooth-Lautsprecher angesiedelt.

Fazit

Der Marshall Emberton III ist ein kompakter Bluetooth-Lautsprecher, der mit kultiger Optik, hochwertigem Material-Mix und starker Technik aufwartet. Der Klang ist kraftvoll, warm und druckvoll, auch wenn größere Boxen im Hinblick auf Tiefbass und Maximallautstärke die Nase vorn haben. Die größten Trümpfe des Emberton III sind seine enorme Mobilität dank kompakter Abmessungen und geringem Gewicht sowie die herausragende Akkulaufzeit.

Wer den legendären Marshall-Look mag und eine kleine, robuste Box für unterwegs sucht, liegt mit dem Emberton III goldrichtig. Deutlich mehr Wumms bietet die JBL Charge 5 (Testbericht). Unter dem Strich ist Marshall mit dem Emberton III ein rundum gelungener mobiler Spaßmacher mit hohem Lifestyle-Faktor gelungen.

Preis-Leistungs-Sieger

Xiaomi Sound Outdoor

Bluetooth-Lautsprecher Xiaomi Sound Outdoor 2024 im Test

Der Xiaomi Outdoor Speaker (2024) liefert robusten Sound im wasserdichten Gehäuse – und das zum Schnäppchenpreis von unter 40 Euro. Wir testen den kleinen Klangriesen.

VORTEILE

  • unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis
  • robustes, wasserdichtes IP67-Design
  • kräftiger Bass trotz kompakter Größe
  • praktische Trageschlaufe für unterwegs
  • unkomplizierte Bedienung

NACHTEILE

  • keine Equalizer
  • Höhen könnten präsenter sein
  • kein AUX-Eingang
  • keine Powerbank-Funktion
  • Akkulaufzeit nur Durchschnitt

Der Xiaomi Outdoor Speaker (2024) liefert robusten Sound im wasserdichten Gehäuse – und das zum Schnäppchenpreis von unter 40 Euro. Wir testen den kleinen Klangriesen.

Bluetooth-Lautsprecher sind wie Smartphones – gefühlt hat jeder einen, aber nicht jeder einen guten. Xiaomi mischt nun mit dem Outdoor Speaker (2024) den Markt der günstigen Soundboxen auf. Für schlanke 37 Euro verspricht der chinesische Hersteller Features, die man sonst nur bei deutlich teureren Modellen findet: 30 Watt Leistung, IP67-Schutz und Bluetooth 5.4.

Kann der kleine Klangzylinder tatsächlich mit den etablierten Audio-Platzhirschen mithalten oder ist er nur ein weiterer günstiger Plastikbomber mit Bluetooth? Wir haben dem Xiaomi-Speaker auf die Membran geklopft.

Design und Verarbeitung

Der Xiaomi Outdoor Speaker zeigt sich im zylindrischen Gewand mit kompakten Maßen von 196,6 × 68 × 66 mm. Mit etwa 600 g ist er leicht genug für jede Rucksacktour, aber schwer genug, um nicht bei jedem Basswumms vom Tisch zu hüpfen.

Erhältlich in Schwarz, Blau oder Rot, punktet unser schwarzes Testmodell mit einer 2 cm breiten Silikon-Trageschlaufe in der Farbe Orange. Diese dient nicht nur als optischer Akzent, sondern lässt sich auch praktisch an Rucksäcken oder Haken befestigen – ein Feature, das selbst mancher 100-Euro-Box fehlt.

Die Materialkomposition aus Stoff und Gummi fühlt sich hochwertig an und macht einen robusten Eindruck. Das dezente Xiaomi-Logo auf der Vorderseite schreit nicht nach Aufmerksamkeit, sondern fügt sich harmonisch ins Gesamtbild ein.

Mit seiner IP67-Zertifizierung trotzt der Speaker Staub und Wasser gleichermaßen. Die gummierten Elemente schützen zusätzlich vor Stößen.

Wie gut ist der Klang des Xiaomi Outdoor Speaker?

Für eine Box dieser Preisklasse liefert der Xiaomi Outdoor Speaker (2024) erstaunlich erwachsenen Sound. Die 30 Watt Gesamtleistung (20-Watt-Woofer + 10-Watt-Tweeter) sorgen für ordentlich Druck.

Der Frequenzbereich von 60 Hz bis 20 kHz deckt das Wesentliche ab, wobei der Bass dank zweier passiver Radiatoren überraschend satt ausfällt. Die Mitten klingen ausgewogen und lassen Stimmen natürlich erscheinen. Bei den Höhen zeigt sich der Speaker etwas zurückhaltender.

Im Vergleich zum viermal teureren JBL Charge 5 (Testbericht) muss sich der Xiaomi in puncto Feinauflösung zwar geschlagen geben, bleibt aber auch bei hoher Lautstärke erstaunlich verzerrungsarm.

Die Möglichkeit, zwei Speaker zum Stereopaar zu verbinden oder theoretisch bis zu 100 Geräte zu koppeln, macht den kleinen Xiaomi zum potenziellen Party-Beschaller – vorausgesetzt, man hat genügend Freunde mit dem gleichen Lautsprecher. Das eingebaute Mikrofon für die Freisprechfunktion überrascht mit klarer Stimmübertragung und minimalen Echos.

Bedienung und App

Die Bedienung erfolgt ausschließlich über sechs physische Tasten am Gerät: drei oben (Lautstärke hoch/runter, Multifunktionstaster) und drei hinten (Ein/Aus, Bluetooth-Pairing, Link-Taste für Multi-Speaker-Modus).

Kaum versetzen wir den Speaker in den Pairing-Modus verbindet er sich auf Anhieb mit dem Smartphone, ohne Zickereien oder komplizierte Prozeduren. Der Verzicht auf eine App bedeutet natürlich auch: kein Equalizer, keine Firmware-Updates, keine Zusatzfunktionen.

Xiaomi Sound Outdoor 2024

Akku

Mit seinem 2600-mAh-Akku hält der Xiaomi Outdoor Speaker bis zu 12 Stunden bei halber Lautstärke durch. Im Mittelfeld der Bluetooth-Speaker ist das ein solider Wert, auch wenn manche Konkurrenten wie der Marshall Emberton III (Testbericht) mit bis zu 32 Stunden deutlich länger durchhalten – aber auch viel mehr kosten.

Das Aufladen erfolgt über USB-C mit maximal 15 Watt. Nach 2,5 Stunden an der Steckdose ist der Akku vollständig geladen. Eine Powerbank-Funktion zum Laden des Smartphones gibt es nicht.

Konnektivität und technische Eigenschaften

Bluetooth 5.4 bildet das Kommunikationsrückgrat des Xiaomi Outdoor Speaker (2024). Die Unterstützung der Codecs SBC und AAC sorgt für problemlose Verbindungen mit praktisch allen Smartphones. High-Res-Codecs wie aptX oder LDAC fehlen. Nicht schlimm – bei einer 40-Euro-Box würde man sie ohnehin nicht hören.

Der USB-C-Anschluss dient ausschließlich zum Laden und versteckt sich hinter einer wasserdichten Gummiklappe. Ein AUX-Eingang fehlt.

Was kostet der Xiaomi Outdoor Speaker?

Schon ab 37 Euro geht der Outdoor Speaker von Xiaomi über die virtuelle Ladentheke. Für diesen Preis bekommt man normalerweise einen Bluetooth-Lautsprecher mit Spielzeugklang. Der Xiaomi Outdoor Speaker (2024) bietet stattdessen 30 Watt Leistung, IP67-Schutz und ordentlichen Sound – ein Preis-Leistungs-Verhältnis, das seinesgleichen sucht.

Fazit

Der Xiaomi Outdoor Speaker (2024) ist der Beweis, dass ordentlicher Sound nicht unbedingt teuer sein muss. Für läppische 37 Euro bietet der robuste Klangzylinder eine beeindruckende Performance.

Seine Stärken liegen im kraftvollen Bass, der soliden, wasserdichten Verarbeitung und dem ansehnlichen Design. Die Bedienung ohne App ist unkompliziert – Auspacken, Einschalten, Musik hören. Die Schwächen: kein AUX-Eingang, keine Klangeinstellungen und Höhen, die präsenter sein dürften. Bei diesem Preis sind das verzeihbare Kompromisse.

Der Xiaomi Outdoor Speaker ist der perfekte Begleiter für preisbewusste Musikfans, die einen robusten Outdoor-Lautsprecher suchen, ohne tief in die Tasche greifen zu müssen. Er macht am Strand genauso eine gute Figur wie unter der Dusche oder auf dem Balkon – und auch wenn er mal ins Wasser fällt, überlebt er das mit stoischer Gelassenheit.

Bluetooth-Lautsprecher JBL Flip 7 im Test

Der JBL Flip 7 überzeugt mit verbessertem Sound, robuster Bauweise, Auracast und praktischem Karabinerhaken. Wir haben den kompakten Bluetooth-Lautsprecher getestet.

VORTEILE

  • toller Klang für seine Größe
  • robuste Bauweise mit IP68
  • abnehmbarer Karabiner
  • selbsterklärende Bedienung
  • Auracast

NACHTEILE

  • keine Freisprechfunktion
  • Nur SBC-Codec
  • keine Abwärtskompatibilität
  • durchschnittliche Akkulaufzeit

Der JBL Flip 7 überzeugt mit verbessertem Sound, robuster Bauweise, Auracast und praktischem Karabinerhaken. Wir haben den kompakten Bluetooth-Lautsprecher getestet.

JBL hat mit der beliebten Flip-Serie seit Jahren einen festen Platz in der Welt der portablen Bluetooth-Lautsprecher. Der neue JBL Flip 7 verspricht gegenüber dem Vorgänger zahlreiche Verbesserungen. Mit einem Preis von 111 Euro bei Amazon positioniert sich der Lautsprecher im mittleren bis gehobenen Preissegment. Wir testen, ob sich der Aufpreis zum mittlerweile deutlich günstigeren Vorgängermodell lohnt und zeigen, welche weiteren Alternativen es gibt.

Design und Verarbeitung des JBL Flip 7

Der JBL Flip 7 bleibt dem charakteristischen zylindrischen Design der Flip-Serie treu. Mit Abmessungen von 183 × 70 × 72 cm und einem Gewicht von nur 560 g ist er etwa halb so schwer wie der JBL Charge 6. Diese Leichtigkeit macht ihn zum perfekten Begleiter für unterwegs.

Das Gehäuse besteht überwiegend aus einem stabilen Stoffbezug, ergänzt durch verstärkte Gummipuffer an den Enden. Die auffälligste Neuerung ist der abnehmbare Tragegriff aus Stoff oder wahlweise ein praktischer Karabiner. Dieses Befestigungssystem ist besser gelöst als beim Charge 6. Besonders der Karabiner erweist sich bei Outdoor-Aktivitäten als Trumpf – ein Klick, und der Lautsprecher hängt sicher am Rucksack.

In sieben Farben erhältlich – Weiß, Blau, Rot, Schwarz, Camouflage, Lila und Pink – bietet JBL eine breite Auswahl. Das matte, metallische JBL-Logo auf der Vorderseite wirkt hochwertig, dahinter schimmert das typische JBL-Rot hervor. Die kompakte Form passt problemlos in Rucksacktaschen oder sogar in Getränkehalter.

Die Verarbeitung ist erstklassig. Dank IP68-Zertifizierung bietet der Flip 7 vollständigen Schutz vor Staub und übersteht 30 Minuten in 1,5 Metern Wassertiefe – eine Verbesserung gegenüber der IP67-Zertifizierung des Flip 6. Stürze aus einem Meter Höhe auf Beton? Dank verstärkter Gummipuffer kein Problem für den robusten Klangzylinder.

Wie gut ist der Klang des JBL Flip 7?

Der JBL Flip 7 setzt Maßstäbe für die Klangqualität in seiner Gewichtsklasse. Mit einem 45 × 80 mm großen Tieftöner und einem 16 mm Hochtöner deckt er einen Frequenzbereich von 60 Hz bis 20 kHz ab. Die Ausgangsleistung beträgt 25 Watt RMS für den Tieftöner und 10 Watt RMS für den Hochtöner – beachtliche Werte für einen so kompakten Lautsprecher.

Im Hörtest liefert der Flip 7 einen klaren, kräftigen Klang mit verbesserter Detailgenauigkeit und tieferem Bass. Er ist der beste Lautsprecher seiner Gewichtsklasse. Bei maximaler Lautstärke lässt der Bass allerdings etwas nach – physikalische Grenzen lassen sich eben nicht überlisten. Für unterwegs liefert er jedoch einen Sound, der die meisten Konkurrenten in den Schatten stellt.

Als Mono-Lautsprecher konzipiert, kann der Flip 7 mit einem zweiten Exemplar für echten Stereoklang gekoppelt werden. Die Auracast-Verbindung gestaltet sich erfreulich unkompliziert: Knöpfe auf beiden Geräten drücken, und schon kommunizieren die Lautsprecher miteinander. Der Sound wird nahtlos gespiegelt. Allerdings ist er nicht abwärtskompatibel, mit dem Flip 6 will er sich entsprechend nicht paaren.

Die 5.4-Bluetooth-Übertragung unterstützt nur den SBC-Codec. High-Res-Codecs sucht man vergebens. Auch auf einen AUX-Eingang und ein Mikrofon für Freisprechfunktionen verzichtet JBL komplett.

Bedienung und App des JBL Flip 7

Die Bedienung des Flip 7 ist erfreulich unkompliziert. Die physischen Tasten auf der Oberseite umfassen Power, Bluetooth, Auracast, Play/Pause und Lautstärkeregelung. Diese neue Anordnung ist übersichtlich, logisch aufgebaut und auch im Dunkeln gut zu ertasten.

Die JBL Portable App bietet einen neuen 7-Band-Equalizer – eine klare Verbesserung gegenüber dem Vorgänger. Vier EQ-Voreinstellungen und die „Playtime Boost“-Funktion zur Verlängerung der Akkulaufzeit runden das App-Angebot ab. Insgesamt ist die App eher schlank, deckt aber alle wesentlichen Funktionen ab.

Der Akku des JBL Flip 7

Die Akkulaufzeit beträgt bis zu 14 Stunden bei normaler Nutzung. Mit aktiviertem „Playtime Boost“ verlängert sich die Wiedergabezeit laut JBL auf 16 Stunden, allerdings auf Kosten des Bassumfangs. In 2,5 Stunden ist der Lithium-Ionen-Polymer-Akku mit 17,28 Wh (3,6 V / 4800 mAh) über USB-C wieder vollständig geladen.

Im Vergleich zu anderen Bluetooth-Lautsprechern liegt der Flip 7 im Mittelfeld. Der JBL Charge 6 bietet mit bis zu 24 Stunden (oder sogar 28 Stunden im Boost-Modus) deutlich mehr Ausdauer. Für einen Tagesausflug reicht die Akkulaufzeit des Flip 7 dennoch.

Was kostet der JBL Flip 7?

Der JBL Flip 7 ist aktuell für 111 Euro bei Amazon erhältlich. Angesichts der verbesserten Funktionen, der robusten Bauweise und der hervorragenden Klangqualität ist dieser Preis fair. Der Vorgänger JBL Flip 5 ist mit 93 Euro deutlich günstiger zu haben, bietet jedoch weniger Leistung, geringere Wasserdichtigkeit und kennt kein Auracast.

Fazit

Der JBL Flip 7 setzt neue Maßstäbe für kompakte Bluetooth-Lautsprecher. Mit seinem verbesserten Klang, der robusten IP68-Zertifizierung und dem durchdachten Design überzeugt er auf ganzer Linie. Dazu kommt die einfache Bedienung, der praktische Karabiner und die solide Akkulaufzeit.

Beeindruckend ist die Klangqualität, die trotz der kompakten Abmessungen überraschend kraftvoll und detailreich ausfällt. Die zukunftssichere Auracast-Funktion ist ein weiterer Pluspunkt.

Der Preis ist angesichts der gebotenen Leistung und Qualität angemessen. Wer einen kompakten, robusten und exzellent klingenden Bluetooth-Lautsprecher sucht, der auch bei widrigen Bedingungen zuverlässig funktioniert, macht mit dem JBL Flip 7 nichts falsch.

Bluetooth-Lautsprecher Sony Ult Field 1 im Test

Der Sony Ult Field 1 ist ein kompakter Bluetooth-Lautsprecher für unterwegs mit robustem Gehäuse und Ult-Klang-Boost. Unser Testbericht zeigt, ob sich der Kauf lohnt.

VORTEILE

  • robustes Design mit IP67-Schutz
  • guter Klang mit aktivierter ULT-Funktion
  • einfache Bedienung

NACHTEILE

  • Klang ohne ULT-Funktion weniger überzeugend
  • App mit wenigen Funktionen

Der Sony Ult Field 1 ist ein kompakter Bluetooth-Lautsprecher für unterwegs mit robustem Gehäuse und Ult-Klang-Boost. Unser Testbericht zeigt, ob sich der Kauf lohnt.

Kompakte Bluetooth-Lautsprecher für den mobilen Einsatz gibt es wie Sand am Meer. Sony versucht mit dem Ult Field 1 dennoch, sich von der Masse abzuheben. Der Speaker soll nicht nur robust sein, sondern auch mit besonders gutem Klang punkten. Ob das Konzept aufgeht, klären wir in diesem Test.

Design

Der Sony Ult Field 1 präsentiert sich in einem kompakten Gehäuse, das mit Abmessungen von 206 × 77 × 76 mm und einem Gewicht von 650 g angenehm handlich ausfällt. Erhältlich ist der Lautsprecher in den Farben Weiß, Schwarz, Grün und Orange.

Die Verarbeitungsqualität macht einen hochwertigen Eindruck. Das Gehäuse ist mit einem schmutzabweisenden Stoffbezug überzogen, während die Kanten durch Gummi geschützt sind. Der zusätzliche Schutz verleiht dem Lautsprecher nicht nur ein wertiges Aussehen, sondern wappnet ihn auch für den Outdoor-Einsatz. Die seitlichen Passivradiatoren sind leicht nach innen versetzt und somit vor Beschädigungen geschützt.

Dazu passt die IP67-Zertifizierung des Ult Field 1. Damit ist der Lautsprecher sowohl staubdicht als auch wasserdicht und übersteht ein Untertauchen in bis zu einem Meter tiefem Wasser für 30 Minuten. So ist der Sony Ult Field 1 für Strand, Camping und Poolparty gerüstet.

Sony Ult Field 1

Ein praktisches Detail ist die integrierte Trageschlaufe. Der Lautsprecher kann sowohl waagerecht als auch senkrecht platziert werden. Auf der Rückseite befindet sich hinter einer Klappe ein USB-C-Port zum Aufladen des Geräts.

Sound: Wie gut ist der Klang des Sony Ult Field 1?

Der Sony Ult Field 1 kommt mit einem 16 mm Hochtöner und einem 83 × 42 mm Tieftöner. Auf den ersten Eindruck präsentiert sich der Klang zunächst etwas enttäuschend. Hier kommt jedoch die namensgebende Ult-Taste ins Spiel: Nach deren Aktivierung entfaltet der Lautsprecher sein wahres Potenzial mit deutlich verbessertem Klangeffekt.

Mit aktivierter Ult-Funktion liefert der Ult Field 1 einen spritzigen Sound. Die Höhen sind deutlich ausgeprägt, die Mitten passabel. Der Bass ist für die kompakte Größe des Lautsprechers ordentlich. Insgesamt ergibt sich ein lebendiges Klangbild, das für die meisten Musikgenres geeignet ist.

Komplexe Musikstücke mit vielen gleichzeitig spielenden Instrumenten zeigen allerdings die Grenzen des kompakten Lautsprechers auf. Hier neigt der Klang dazu, zu verschmieren und an Präzision zu verlieren. Auch bei maximaler Lautstärke treten Verzerrungen auf. Positiv: Der Ult Field 1 erreicht insgesamt eine für seine Größenklasse beachtlich hohe maximale Lautstärke.

Neben der Musikwiedergabe macht der Sony Ult Field 1 auch bei der Wiedergabe von Podcasts eine gute Figur. Die Sprachverständlichkeit ist hervorragend. Zudem verfügt der Lautsprecher über eine Telefoniefunktion, die im Test überzeugte. Im Test gibt es auf der Gegenseite zwar einen leichten Halleffekt, ein Echo oder merkliche Verzögerungen bei Gesprächen bleiben aus.

Insgesamt bietet der Sony Ult Field 1 einen für seine Größe überraschend guten Klang, der besonders mit aktivierter Ult-Funktion überzeugt. Für Hörer, die Wert auf einen detaillierten und lebendigen Sound legen, ist er eine interessante Option in der Preisklasse um 100 Euro.

Bedienung und App

Die Bedienung des Sony Ult Field 1 gestaltet sich dank der gut platzierten Tasten auf der Oberseite unkompliziert. Die Buttons für Lautstärke, Ein/Aus, Bluetooth und die Ult-Funktion haben einen guten Druckpunkt und sind selbsterklärend angeordnet und beschriftet.

Erfreulich minimalistisch und übersichtlich ist die zugehörige Sony-App. Sie erfordert keine Registrierung per E-Mail. Nach einem initial nötigen Firmware-Update des Lautsprechers stehen verschiedene Einstellungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Der integrierte Equalizer ist allerdings nur nutzbar, wenn der Klangmodus auf „Custom“ gestellt ist. In diesem Fall können Höhen, Mitten und Bass individuell angepasst werden. Interessant ist die Option, bei der Bluetooth-Verbindung zwischen Priorität auf Klangqualität oder auf stabile Verbindung zu wählen. Außerdem gibt es eine Art Stromsparmodus.

Insgesamt fällt die App-Funktionalität jedoch eher sparsam aus. Im Vergleich zu manchen Konkurrenzprodukten hätten wir uns hier mehr Einstellungsmöglichkeiten und Features gewünscht.

Akku

Sony verspricht für den Ult Field 1 eine Akkulaufzeit von 12 Stunden. Diese Angabe konnten wir im Test bei mittlerer Lautstärke bestätigen. Damit liegt der Lautsprecher im guten Mittelfeld seiner Klasse und sollte für die meisten Einsatzszenarien ausreichend Ausdauer bieten.

Konnektivität

Der Sony Ult Field 1 setzt auf Bluetooth 5.3 als Übertragungsstandard. Dies gewährleistet eine stabile und energieeffiziente Verbindung zu kompatiblen Geräten. Unterstützt werden die Codecs SBC und AAC für Android- als auch für iOS-Nutzer.

Es ist möglich, zwei Ult Field 1 Lautsprecher zu einem Stereo-Paar zu verbinden. Dies erlaubt eine deutlich breitere Klangbühne und ist besonders für größere Räume oder Outdoor-Bereiche interessant. Ausprobieren konnten wir das jedoch nicht.

Preis: Was kostet der Sony Ult Field 1?

Mit einem Preis von 65 Euro auf Amazon positioniert sich der Sony Ult Field 1 im mittleren Preissegment für kompakte Bluetooth-Lautsprecher. Er konkurriert damit direkt mit beliebten Modellen wie dem JBL Flip 6 oder dem LG Xboom Go. Angesichts der gebotenen Leistung und Funktionen ist der Preis angemessen.

Fazit

Der Sony Ult Field 1 ist ein solider Allrounder unter den kompakten Bluetooth-Lautsprechern. Sein robustes Design mit IP67-Schutz macht ihn zu einem verlässlichen Begleiter für Outdoor-Aktivitäten. Klanglich überzeugt er besonders mit aktivierter Ult-Funktion, die dem Sound deutlich mehr Leben einhaucht. Doch hätte man sich Taste im Grunde sparen können. Niemand will den Sony Ult Field 1 mit ausgeschalteter Ult-Funktion hören.

Die Bedienung gestaltet sich einfach, während die App zwar übersichtlich, aber etwas funktionsarm ausfällt. Die Akkulaufzeit von zwölf Stunden bewegt sich im Mittelfeld. Es gibt zusätzlich die Möglichkeit, zwei Geräte zu einem Stereo-Paar zu verbinden.

Für einen Preis von 65 Euro auf Amazon erhält man mit dem Sony Ult Field 1 einen vielseitigen und gut klingenden Bluetooth-Lautsprecher.

Bluetooth-Lautsprecher Sonos Play im Test: WLAN, Akku, IP67 & warmer Klang

Der Lautsprecher Sonos Play mit WLAN, Bluetooth und AirPlay 2 tritt gegen die hauseigene Konkurrenz und etablierte Bluetooth-Lautsprecher an.

VORTEILE

  • kräftiger, voller Klang
  • WLAN 6, AirPlay 2, Spotify Connect
  • hochwertige Verarbeitung
  • lange Akkulaufzeit
  • Trueplay-Einmessung

NACHTEILE

  • relativ groß
  • Equalizer nur zwei Bänder
  • teuer

Der Lautsprecher Sonos Play mit WLAN, Bluetooth und AirPlay 2 tritt gegen die hauseigene Konkurrenz und etablierte Bluetooth-Lautsprecher an.

Sonos hat sich mit smarten Multiroom-Lautsprechern einen Namen gemacht. Mit dem Sonos Play schiebt der Hersteller einen mobilen Bluetooth-Lautsprecher ins Portfolio. Er positioniert sich zwischen dem handlichen Sonos Roam 2 (Testbericht) und dem deutlich größeren Sonos Move (Testbericht). Er kombiniert Bluetooth mit WLAN, AirPlay 2 und Multiroom – ein Paket, das klassische Bluetooth-Lautsprecher so nicht bieten.

Im Vergleich zum Sonos Move fällt der Play mit 1,3 kg deutlich leichter aus. Der Move wiegt stolze 3 kg und eignet sich eher für die Terrasse als für den Rucksack. Dafür bleibt der Play bei Bassfülle und maximaler Lautstärke hinter dem großen Bruder zurück. Gegenüber dem Roam 2 spielt der Neue spürbar erwachsener auf, mit kräftigerem Bass und mehr Lautstärkereserven. Kompakter und leichter als der Roam 2 ist er allerdings nicht.

Design und Verarbeitung des Sonos Play

Hochwertig. Modern. Edel. Der Sonos Play hebt sich optisch klar von typischen Bluetooth-Lautsprechern mit ihren Stoffbespannung ab. Für einen mobilen Lautsprecher fällt er allerdings vergleichsweise groß und schwer aus. Die Abmessungen liegen bei 192 × 113 × 77 cm, das Gewicht bei 1,3 kg. Im Rucksack macht sich das bemerkbar.

Zur Wahl stehen die Farben Schwarz und Weiß. Eine integrierte Schlaufe dient zum Tragen und Aufhängen, durch die allerdings nur zwei Finger passen. Praktisch: Sie lässt sich nach unten drehen und verschwindet dann optisch fast vollständig. Beim weißen Modell setzt die Schlaufe als pastellgrüner Akzent einen dezenten Farbtupfer. Die schwarze Variante kommt mit grauer Schlaufe daher.

Sicher steht der Lautsprecher dank gummierter Unterfläche nur aufrecht. Hinlegen ist keine gute Idee – durch die ovale Form rollt der Play auf schiefer Fläche gerne weg. Die Verarbeitung ist erstklassig. Das stabile Gehäuse eignet sich gut für Terrasse, Garten und Reisen. Dank IP67-Zertifizierung trotzt er Staub und übersteht 30 Minuten in einem Meter Wassertiefe.

Wie gut ist der Klang des Sonos Play?

Für seine Größe spielt der Sonos Play überraschend kräftig und voll auf. Der Bass drückt spürbar, ohne dass das Gehäuse mitvibriert oder das Klangbild in Verzerrungen abrutscht. Stimmen klingen natürlich und gut verständlich – ideal für Podcasts und Hörbücher. Auch die Klangbühne wirkt für einen mobilen Lautsprecher angenehm breit.

Bei der Lautstärke macht der Bluetooth-Lautsprecher ebenfalls eine gute Figur. Er erreicht hohe Pegel, ohne sofort ins Verzerren zu kippen. An den Sonos Move 2 reicht er klanglich aber nicht heran. Der spielt sowohl basswuchtiger als auch lauter auf.

Ein Kritikpunkt: Die Bassabstimmung wirkt je nach Musikrichtung etwas zu dominant. Bei elektronischen Tracks oder Hip-Hop kann der Tiefton andere Frequenzen leicht überdecken. Hier hilft der Equalizer in der App. Allerdings beschränkt sich Sonos auf einen schlichten Zwei-Band-EQ mit Reglern für Bass und Höhen. Mehr Bänder wären wünschenswert gewesen.

Sonos Play

Eine echte Aufwertung ist die Trueplay-Einmessung. Sie passt den Klang automatisch an die Raumakustik an. Steht der Play in einem Regal mit Echo-Effekten oder direkt an der Wand, gleicht Trueplay die akustischen Eigenheiten aus. Auf Wunsch misst das System bei jedem Anheben des Lautsprechers automatisch neu ein – ein cleveres Detail für mobile Nutzung.

Wer noch mehr will, koppelt zwei Sonos Play per App zu einem Stereopaar. Das steigert die Klangqualität massiv. Räumlichkeit, Detailauflösung und Lautstärke profitieren spürbar.

Bedienung und App des Sonos Play

Die wichtigsten Funktionen lassen sich direkt am Gerät steuern. Auf der Oberseite sitzen physische Tasten für Lautstärke und Wiedergabe/Pause. Zweimaliges Drücken springt einen Song vor, dreimaliges einen zurück. Eine eigene Taste aktiviert die Sprachsteuerung. Auf der Rückseite finden sich Bluetooth-Taste, Mikrofon-Stummschalter und Ein-/Aus-Knopf.

Die Haptik der Tasten ist etwas fest, was sich in der Praxis aber als Vorteil erweist – Fehleingaben gibt es kaum. Im Dunkeln lassen sich die unbeleuchteten Knöpfe gut ertasten. Eine fummelige Touchbedienung wäre hier die schlechtere Wahl gewesen.

Die Sonos-App bietet eine umfangreiche Funktionsvielfalt. Sie gruppiert Lautsprecher in Räumen, erstellt Stereopaare, regelt den Equalizer und weckt auf Wunsch mit Lieblingsmusik. Auch die Trueplay-Einmessung läuft komplett über die App. Leider zeigt sich diese seit dem großen Update vor einiger Zeit weiterhin instabil und wenig selbsterklärend. Wer Sonos nicht gewohnt ist, sucht manche Einstellung länger als nötig.

Der Akku des Sonos Play

Bis zu 24 Stunden verspricht Sonos bei moderater Lautstärke. Im Test bestätigt sich der Wert weitgehend. Für einen Tag am See oder eine längere Gartenparty reicht der Akku problemlos.

Praktisch: Der Play lädt über USB-C auch externe Geräte wie das Smartphone. Aufgeladen wird er entweder per USB-C-Kabel oder mit der beiliegenden Ladestation. Besonders erfreulich ist der wechselbare Akku. Der Tausch erfordert allerdings Werkzeug – ein schneller Akkuwechsel unterwegs ist nicht vorgesehen. Sonos zielt damit auf bessere Reparierbarkeit und längere Produktlebensdauer.

Konnektivität und technische Eigenschaften des Sonos Play

Hier spielt der Sonos Play seine größte Stärke aus. Statt sich auf Bluetooth zu beschränken, kombiniert er WLAN 6, Bluetooth 5.3, Apple AirPlay 2 und Spotify Connect in einem Gehäuse. Damit bietet er deutlich mehr Möglichkeiten als die meisten klassischen Bluetooth-Lautsprecher.

Über WLAN integriert sich der Play nahtlos ins Sonos-Multiroom-System. Wer bereits andere Sonos-Lautsprecher besitzt, kann den Play in einzelne Räume gruppieren oder im ganzen Haus synchron Musik abspielen. AirPlay 2 erlaubt Apple-Nutzern das direkte Streaming vom iPhone, iPad oder Mac. Spotify Connect funktioniert ebenfalls ohne Umweg über Bluetooth – das spart Akku am Smartphone und erhöht die Klangqualität.

Unterwegs übernimmt Bluetooth 5.3. Der Wechsel zwischen WLAN und Bluetooth läuft nahtlos. Über Amazon Alexa lässt sich der Lautsprecher zudem per Sprache steuern. Auf der Rückseite sitzt ein USB-C-Anschluss, der primär zum Laden dient.

Ein Stereopaar mit zwei Sonos Play ist möglich, ebenso die Einbindung in Multiroom-Setups. Einige dieser Funktionen entfalten ihren Nutzen allerdings erst innerhalb des Sonos-Systems. Wer nur einen einzelnen Bluetooth-Lautsprecher sucht und kein Multiroom plant, lässt einen Teil des Potenzials brachliegen.

Was kostet der Sonos Play?

Der Sonos Play ist für 345 Euro bei Amazon erhältlich. Das ist sportlich. Klassische Bluetooth-Lautsprecher wie der JBL Charge 6 sind deutlich günstiger zu haben, bieten aber auch nicht den vollen Funktionsumfang mit WLAN, AirPlay 2 und Multiroom-Anbindung.

Fazit

Der Sonos Play ist ein gelungener Hybrid aus Smart Speaker und mobilem Bluetooth-Lautsprecher. Er kombiniert hochwertige Optik, robuste IP67-Verarbeitung und kräftigen Klang mit einer Konnektivität, die klassischen Bluetooth-Boxen klar überlegen ist. WLAN 6, AirPlay 2, Spotify Connect und Multiroom heben ihn deutlich aus der Masse heraus.

Klanglich liefert er einen vollen, basskräftigen Sound mit guter Stimmwiedergabe und breiter Bühne. Als Stereopaar wird er richtig stark. Die Trueplay-Einmessung holt zusätzlich Klangqualität aus schwierigen Aufstellorten. Auch der wechselbare Akku und die lange Laufzeit von bis zu 24 Stunden sind klare Pluspunkte.

Wermutstropfen sind die teils instabile App, der knappe Zwei-Band-Equalizer und das vergleichsweise hohe Gewicht. Auch der Preis von 345 Euro will erst einmal verdaut werden. Wer bereits im Sonos-Kosmos unterwegs ist oder die Flexibilität zwischen WLAN und Bluetooth braucht, bekommt mit dem Play einen spannenden mobilen Smart Speaker.

Edifier ES60 im Test: Retro-Bluetooth-Lautsprecher mit mächtig Bass

Der Edifier ES60 ist ein stylisher Bluetooth-Lautsprecher im Retro-Look. Er bietet kräftigen Klang und Ambientebeleuchtung.

VORTEILE

  • Retro-Design mit hochwertiger Anmutung
  • kräftiger, warmer Bass
  • Multipoint
  • Ambientebeleuchtung
  • Preis-Leistungs-Verhältnis

NACHTEILE

  • Akkulaufzeit nur 9 h
  • App ohne echten Equalizer
  • keine Farboptionen der Beleuchtung

Der Edifier ES60 ist ein stylisher Bluetooth-Lautsprecher im Retro-Look. Er bietet kräftigen Klang und Ambientebeleuchtung.

Wer einen Bluetooth-Lautsprecher mit klassischem Verstärker-Charme sucht, denkt häufig an den Marshall Emberton III (Testbericht). Doch auch der Edifier ES60 versprüht Retro-Charme. Optisch sind sich beide Speaker ähnlich – sie kokettieren mit dem rockigen, kultigen Look klassischer Gitarrenverstärker. Preislich liegen die beiden Modelle jedoch weit auseinander: Der ES60 kostet regulär rund 90 Euro, aktuell im Angebot bei Joybuy gar nur unschlagbare 53 Euro. Der Marshall kostet bei Amazon fast dreimal so viel, nämlich 145 Euro.

Beim Akku hängt der Marshall den Edifier deutlich ab – über 32 h Laufzeit beim Emberton III stehen rund 9 h beim ES60 gegenüber. Auch in Sachen Mobilität punktet der Marshall. Er wiegt mit etwa 670 g rund ein Drittel weniger als der ES60 mit knapp einem kg. Beim Schutz vor Wasser liegt der Marshall mit IP67 ebenfalls leicht vorn, während der ES60 mit IP66 zwar gegen starke Wasserstrahlen, nicht aber gegen Untertauchen geschützt ist. Trotzdem kann auch der Edifier überzeugen. Wir haben getestet, ob er dem Marshall Emberton III gefährlich werden kann.

Design und Verarbeitung des Edifier ES60

Der Edifier ES60 ist ein echtes Schmuckstück. Sein Retro-Design erinnert an klassische Gitarrenverstärker und greift damit in die gleiche Stil-Kiste wie der Marshall Emberton III. Erhältlich ist der Lautsprecher in Schwarz oder Elfenbein. Unser vom Hersteller zur Verfügung gestelltes Testmodell kommt in der hellen Elfenbein-Variante daher.

Die Kunstleder-Optik in Verbindung mit dem Metallgitter vorne und hinten sorgt für einen edlen Auftritt. Silberfarbene Bedienelemente setzen einen schicken Akzent und unterstreichen den Vintage-Charakter. Mit Abmessungen von etwa 19 × 9 × 10 cm und einem Gewicht von rund 1 kg ist der ES60 jedoch weder besonders klein noch leicht. Eine Trageschlaufe erleichtert den Transport.

Die Verarbeitung ist für die Preisklasse top. Spaltmaße sitzen sauber, das Gehäuse wirkt robust. Die Schutzklasse IP66 schützt vor Staub und starken Wasserstrahlen, ein Tauchgang ist allerdings tabu. Ein nettes Extra ist die integrierte Ambientebeleuchtung mit mehreren Effekten.

Die Taster auf der Oberseite sehen schick aus und bieten einen guten Druckpunkt. Sie sind aber leider unbeleuchtet. Im Dunkeln muss man sich dadurch blind durchtasten, was die Bedienung erschwert.

Wie gut ist der Klang des Edifier ES60?

Im Inneren des ES60 werkelt ein durchdachtes Treiberkonzept. Zwei 19-mm-Seidenkalotten-Hochtöner – einer nach vorn, der zweite nach hinten gerichtet – sorgen für eine breite Klangausbreitung. Den Tiefmittenbereich übernimmt ein ovaler Tiefmitteltöner mit Langhub-Auslegung, unterstützt von einer Passivmembran. Die Gesamtleistung liegt bei 34 W RMS, aufgeteilt in 18 W für den Tiefmitteltöner und 2 × 8 W für die Hochtöner.

Im Hörtest gefällt der ES60 mit kräftigem, warmem Bass. Die Passivmembran erzeugt einen deutlich hörbaren Tiefbasszuwachs. Vor allem Pop, Rock und elektronische Musik machen damit richtig Spaß. Die Abstimmung ist bassbetont.

Dank des zweiten nach hinten gerichteten Hochtöners strahlt der Klang nach vorn und nach hinten ab. Das verleiht dem Sound eine angenehme Räumlichkeit. Die Herstellerangabe eines „360°-Klangs“ ist allerdings nur eingeschränkt nachvollziehbar – der Klang verteilt sich zwar breit, einen wirklich gleichmäßigen Rundumklang erzeugt der Edifier aber nicht.

Edifier ES60

Die maximale Lautstärke ist hoch und bleibt erfreulich verzerrungsarm. Stimmen werden klar wiedergegeben. Im Hochtonbereich agiert der ES60 jedoch etwas zurückhaltend. Die Detailauflösung erreicht nicht ganz das Niveau höherwertiger Premium-Modelle. Bei komplexen Musikstücken mit vielen gleichzeitig spielenden Instrumenten verliert der Lautsprecher etwas an Feinzeichnung.

Wer noch mehr Klangbreite möchte, kann zwei ES60 zu einem Stereopaar koppeln. Insgesamt gehört der kompakte Bluetooth-Lautsprecher klanglich zu den stärkeren Vertretern seiner Preisklasse – vor allem dank des satten Tieftons.

Bedienung und App des Edifier ES60

Die Bedienung erfolgt direkt am Gerät über separate Tasten für Lautstärke, Ein/Aus, Bluetooth, Wiedergabe/Pause und Titelsteuerung. Auch die Lichtsteuerung lässt sich direkt am Speaker regeln. Eine Batteriestandsanzeige über fünf LEDs gibt einen groben Überblick. Insgesamt ist die Bedienung logisch aufgebaut und unkompliziert.

Edifier ES60

Die zugehörige App Edifier Connex ist solide, lässt aber Wünsche offen. Sie bietet vier Equalizer-Presets: Music, Game, Movie und Outdoor. Eine Custom-Einstellung fehlt – ein echter Equalizer mit individuellen Bandanpassungen ist also nicht an Bord. Schade, denn so kann man die etwas zurückhaltenden Höhen nicht selbst aufpolieren.

Auch bei der Beleuchtungssteuerung wäre mehr drin gewesen. Die App erlaubt die Anpassung der Beleuchtung, allerdings nur in der Helligkeit und zwischen warmweiß und kaltweiß. Andere Farben sind nicht wählbar, obwohl die Hardware Multi-Color scheinbar unterstützen würde. Es fehlt schlichtweg die Software-Option. Immerhin gibt es einen Alarmmodus, der den Leuchtstreifen an der Unterseite rot blinken lässt. Firmware-Updates und die generelle Gerätekonfiguration laufen ebenfalls über die App.

Der Akku des Edifier ES60

Beim Akku zeigt sich die größte Schwäche des ES60. Edifier gibt eine Laufzeit von bis zu 9 h an. Die tatsächliche Laufzeit hängt stark von der Lautstärke und der Nutzung der Ambientebeleuchtung ab.

Im Marktvergleich ist das eher unterdurchschnittlich. Angesichts der Größe und des Gewichts von rund 1 kg hätten wir hier mehr erwartet – im Gehäuse böte sich Platz für einen größeren Akku. Geladen wird der ES60 via USB-C. Eine Powerbank-Funktion zum Laden des Smartphones gibt es nicht.

Konnektivität und technische Eigenschaften des Edifier ES60

Beim Bluetooth-Standard ist der ES60 auf der Höhe der Zeit. Bluetooth 5.4 sorgt für eine stabile und energieeffiziente Verbindung. Dank Multipoint-Funktion lassen sich zwei Geräte gleichzeitig koppeln.

Bei den Codecs hält sich Edifier dagegen zurück. Nur der Standard-Codec SBC wird unterstützt. Höherwertige Codecs wie aptX oder LDAC fehlen. Immerhin gibt es einen USB-C-Audioeingang. Über diesen lassen sich Zuspielgeräte kabelgebunden anschließen, was qualitativ einen Vorteil gegenüber dem SBC-Streaming bringt. WLAN-Konnektivität oder ein integrierter Sprachassistent fehlen.

Was kostet der Edifier ES60?

Der reguläre Preis des Edifier ES60 liegt bei rund 90 Euro. Aktuell gibt es ihn im Rahmen einer Aktion bei Joybuy für nur 53 Euro für Kunden, die über die App kaufen. Das ist ein außergewöhnlich gutes Angebot, üblicherweise fallen etwa 90 Euro an.

Fazit

Der Edifier ES60 ist ein optisch hervorragend gelungener Bluetooth-Lautsprecher. Sein Retro-Look erinnert an klassische Gitarrenverstärker und kann mit dem deutlich teureren Marshall Emberton III konkurrieren. Die Verarbeitung ist für die Preisklasse top. Das weiße Kunstleder, die silbernen Bedienelemente und das Metallgitter wirken edel, die integrierte Ambientebeleuchtung setzt einen dezenten Akzent.

Klanglich liefert der ES60 einen kräftigen, bassbetonten Sound mit guter Räumlichkeit. Pop, Rock und elektronische Musik machen besonders viel Spaß. Schwächen zeigt der Lautsprecher in den Höhen und bei der Detailauflösung anspruchsvoller Musik.

Größter Kritikpunkt bleibt der Akku. Mit 9 h Laufzeit liegt der ES60 deutlich unter dem heutigen Durchschnitt. Auch die Beschränkung auf den SBC-Codec und das Fehlen eines echten Equalizers in der App sind Wermutstropfen. Wer aber einen stylishen Lautsprecher mit kräftigem Klang sucht und mit der überschaubaren Akkulaufzeit leben kann, bekommt – besonders zum aktuellen Aktionspreis von 53 Euro bei Joybuy – einen echten Preis-Leistungs-Tipp.

Bluetooth-Lautsprecher Bose Soundlink Flex 2 im Test: warmer Klang, starker Bass

Der Bluetooth-Lautsprecher Bose Soundlink Flex 2 bringt einen verbesserten Klang mit neuem Codec und endlich einen Equalizer.

VORTEILE

  • warmer Klang mit gutem Bass
  • IP67-Schutz
  • Equalizer
  • Bluetooth 5.3 & aptX Adaptive
  • gute Freisprechfunktion

NACHTEILE

  • Akkulaufzeit nur 12 Stunden
  • keine großen Hardware-Upgrades
  • keine alternativen Anschlüsse
  • Bass verliert bei hoher Lautstärke an Präzision

Der Bluetooth-Lautsprecher Bose Soundlink Flex 2 bringt einen verbesserten Klang mit neuem Codec und endlich einen Equalizer.

Bose gehört zu den etablierten Größen im Bluetooth-Lautsprecher-Markt. Mit dem Soundlink Flex 2 zeigt der Hersteller die zweite Generation seines kompakten Outdoor-Speakers. Für 110 Euro (Amazon) verspricht Bose hohe Klangqualität im robusten Gehäuse – allerdings mit nur minimalen Verbesserungen gegenüber dem Vorgänger.

Es gibt unter anderem eine neue Shortcut-Taste, App-Unterstützung mit Equalizer und Bluetooth 5.3 statt des veralteten 4.2-Standards. Hardware-seitig bleibt fast alles beim Alten – was nicht zwangsläufig schlecht ist, schließlich war der Vorgänger bereits ein solider Lautsprecher.

Doch die Konkurrenz schläft nicht: Der JBL Flip 6 kostet ähnlich viel und bietet vergleichbare Features. Der Marshall Emberton III ist etwas teurer, punktet aber mit deutlich längerer Akkulaufzeit von bis zu 32 Stunden. Der Sony Ult Field 1 lockt mit kräftigem Bass zum günstigeren Preis. Kann sich der Soundlink Flex 2 in diesem hart umkämpften Segment behaupten? Wir machen den Test.

Design und Verarbeitung des Bose Soundlink Flex 2

Mit Abmessungen von 20 × 9 × 5,2 cm und einem Gewicht von 600 Gramm bleibt der Soundlink Flex 2 angenehm kompakt. Er passt problemlos in jeden Rucksack, für die Hosentasche ist er allerdings zu groß. Das silikonummantelte Gehäuse fühlt sich weich und rutschfest an, während das pulverbeschichtete Metallgitter auf der Vorderseite für Stabilität sorgt.

Bose bietet den Lautsprecher in vielen Farben an: Schwarz, Dunkelblau, Hellblau, Grau, Rosa, helles Türkis, Gelb und Blütenrosa. Die Farbvielfalt übertrifft viele Konkurrenten. Optisch gibt sich der Speaker elegant, aber wenig spektakulär – er fügt sich unauffällig in verschiedene Umgebungen ein.

Die IP67-Zertifizierung macht den Flex 2 staubdicht und wasserdicht bis zu einem Meter Tiefe für 30 Minuten. Praktisch: Der Lautsprecher schwimmt auf dem Wasser. Die Silikonrückseite schützt vor Stößen und Kratzern. Gummifüße sorgen für stabilen Stand auf verschiedenen Oberflächen. Eine kleine Trageschlaufe ermöglicht das Aufhängen oder Befestigen des Speakers.

Im direkten Vergleich zum Vorgänger fällt auf: Optisch sind beide Generationen fast identisch. Der Flex 2 ist minimal schmaler, ansonsten gibt es weder optisch noch haptisch große Unterschiede. Die Verarbeitungsqualität bleibt auf hohem Niveau – der Lautsprecher fühlt sich durchweg stabil und wertig an.

Wie gut ist der Klang des Bose Soundlink Flex 2?

Der Soundlink Flex 2 liefert einen warmen, bassstarken Klang mit klaren Mitten und nuancierten Höhen. Für seine kompakte Größe bietet er eine beeindruckende Klangqualität. Bose passt den Sound automatisch an die Ausrichtung an: Liegend klingt er runder, stehend direkter und fokussierter.

Bei moderater Lautstärke spielt der Flex 2 seine Stärken aus. Podcasts und Hörbücher profitieren von der klaren Stimmwiedergabe. Bei Musik überzeugt der ausgewogene Klang, wobei der Bass angenehm präsent ist, ohne die Mitten zu überdecken. Die maximale Lautstärke fällt erfreulich hoch aus und reicht für mittelgroße Räume oder Outdoor-Aktivitäten.

Schwächen zeigen sich bei hohen Pegeln: Der Bass verliert merklich an Druck und Definition. Die Separation einzelner Instrumente lässt nach, wodurch komplexe Musikstücke – besonders klassische Musik – an Präzision verlieren. Hier stoßen die kompakten Treiber an ihre physikalischen Grenzen.

Bose Soundlink Flex 2

Das integrierte Mikrofon mit Echo-Reduktion ermöglicht Freisprechtelefonate in guter Qualität. Gesprächspartner verstehen uns laut und deutlich, selbst aus zwei Metern Entfernung vom Gerät. Im Vergleich zum Vorgänger klingt der Flex 2 minimal besser – der Bass reicht tiefer, die Gesamtabstimmung wirkt ausgewogener. Der neue Equalizer in der App erlaubt erstmals Klanganpassungen.

Mit einem zweiten Soundlink Flex 2 lässt sich ein Stereopaar bilden oder der Party-Modus aktivieren. Diese Funktion konnten wir nicht testen. Unterstützt werden die Codecs SBC, AAC und aptX Adaptive – letzterer ist besonders für Android-Nutzer interessant und bietet bessere Audioqualität. Ein AUX-Eingang oder weitere Audio-Anschlüsse fehlen. Der USB-C-Port dient ausschließlich zum Laden, nicht zur Audioübertragung.

Bedienung und App des Bose Soundlink Flex 2

Die Bedienung erfolgt über sechs Tasten auf der Oberseite: Ein/Aus, Bluetooth-Pairing, eine neue programmierbare Shortcut-Taste, Lautstärke hoch/runter und Play/Pause. Die Druckpunkte haben sich gegenüber dem Vorgänger verbessert, bleiben aber suboptimal – die unter Silikon liegenden Tasten erfordern deutlichen Druck.

Die Tastenreihenfolge ist leicht erlernbar und auch im Dunkeln gut erfühlbar, obwohl eine Tastenbeleuchtung fehlt. Drei kleine LEDs zeigen den Betriebsstatus an. Sprachansagen informieren über Batteriestand, Verbindungsstatus und Anrufer-ID, klingen aber mechanisch und hölzern. Glücklicherweise lassen sie sich abschalten.

Die Bose-App erweitert die Funktionalität erheblich. Ein 3-Band-Equalizer mit Presets für Bass und Höhen ermöglicht Klanganpassungen – allerdings hätten wir uns mehr Bänder gewünscht. Die Shortcut-Taste lässt sich mit verschiedenen Funktionen belegen: Stereo/Party-Modus, Sprachassistent oder Spotify Tap.

Weitere App-Features umfassen die Verwaltung von Bluetooth-Quellen, Firmware-Updates, individuelle Benennung, Abschalttimer und Akkustandsansage. Simplesync soll die Kopplung mit Bose-Soundbars oder anderen Speakern ermöglichen. Die Einrichtung gelingt schnell. Multipoint-Bluetooth verbindet bis zu zwei Geräte gleichzeitig.

Der Akku des Bose Soundlink Flex 2

Die Akkulaufzeit beträgt bis zu 12 Stunden bei 50 Prozent Lautstärke, bei maximaler Lautstärke sind es nur noch drei Stunden. Das vollständige Aufladen dauert vier Stunden über USB-C mit 5V/1,5A. Ein USB-C-zu-USB-A-Kabel liegt bei.

Im Vergleich zum Vorgänger hat sich nichts verändert – die Akkuleistung bleibt identisch. Das ist enttäuschend, besonders angesichts der laufstarken Konkurrenz: Der Marshall Emberton III hält mit 30 Stunden mehr als doppelt so lange durch. Eine Powerbank-Funktion zum Laden anderer Geräte fehlt ebenfalls. Für die Preisklasse ist die Akkulaufzeit zu kurz.

Was kostet der Bose Soundlink Flex 2?

Mit einem Straßenpreis von 110 Euro (Amazon) befindet sich der Soundlink Flex 2 deutlich unter der UVP von 179,95 Euro. Damit liegt er preislich beinahe auf Augenhöhe mit dem JBL Flip 6. Der Marshall Emberton III kostet mit etwa 140 Euro mehr, bietet dafür aber die längere Akkulaufzeit.

Fazit

Der Bose Soundlink Flex 2 ist ein solider Bluetooth-Lautsprecher mit bewährten Qualitäten und minimalen Verbesserungen. Die Klangqualität überzeugt angesichts der kompakten Größe, besonders bei moderater Lautstärke. Eine robuste Verarbeitung mit IP67-Schutz macht ihn zum zuverlässigen Outdoor-Begleiter. Die neue App-Unterstützung mit Equalizer und die verbesserte Bluetooth-Verbindung sind willkommene Upgrades. Toll finden wir seine sehr guten Telefonieeigenschaften.

Enttäuschend bleibt die unverändert kurze Akkulaufzeit von maximal 12 Stunden. Die Konkurrenz zeigt, dass deutlich mehr möglich ist. Auch die fehlenden Anschlussmöglichkeiten abseits von Bluetooth schränken die Flexibilität ein. Wer bereits den Vorgänger besitzt, findet kaum Gründe für ein Upgrade. Neueinsteiger erhalten einen guten Bluetooth-Lautsprecher zum fairen Preis.

Bluetooth Speaker Fender x Teufel Rockster Go 2 im Test

Der Fender x Teufel Rockster Go 2 kombiniert soliden Klang mit markanter Optik. Ob der Aufpreis für die Fender-Edition gerechtfertigt ist, zeigt unser Test.

VORTEILE

  • robustes, wasserdichtes Gehäuse (IP67)
  • lange Akkulaufzeit
  • ausgewogener, kraftvoller Klang für die Größe
  • markantes Fender-Design
  • Stereo-Pairing und Multipoint-Bluetooth

NACHTEILE

  • keine App für Klanganpassungen
  • Verzerrungen bei maximaler Lautstärke
  • relativ hoher Aufpreis für rein optische Verbesserungen

Der Fender x Teufel Rockster Go 2 kombiniert soliden Klang mit markanter Optik. Ob der Aufpreis für die Fender-Edition gerechtfertigt ist, zeigt unser Test.

Bluetooth-Lautsprecher sind längst mehr als nur mobile Klangquellen – sie sind Lifestyle-Produkte, die sowohl durch Funktionalität als auch durch Design überzeugen müssen. Mit dem Rockster Go 2 in der Fender-Edition präsentiert Teufel eine Kooperation mit dem legendären Gitarrenhersteller, die Musikfans begeistern soll. Während die Standardversion des Rockster Go 2 bereits für soliden Klang in kompaktem Format bekannt ist, setzt die Fender-Edition mit ihrem markanten Design noch einen drauf. Doch rechtfertigt das den Aufpreis von etwa 30 Euro? Im Vergleich zu ähnlich großen Modellen wie dem JBL Flip 6 oder dem Marshall Emberton III positioniert sich der Teufel Rockster Go 2 im mittleren Preissegment.

Design und Verarbeitung

Die Fender-Edition des Teufel Rockster Go 2 präsentiert sich in einem Steel-Black-Design, das von der Ästhetik der berühmten Fender-Gitarren inspiriert ist. Mit seinen kompakten Abmessungen von 21 × 11 × 6 cm und einem Gewicht von 734 Gramm bleibt der Lautsprecher angenehm transportabel. Das verchromte Fender-Logo auf der Vorderseite verleiht dem Gerät einen unverwechselbaren Look und hebt es optisch von der Standardversion ab.

Das Gehäuse besteht aus robustem Kunststoff mit einer umlaufenden Gummierung, die nicht nur vor Stößen schützt, sondern auch für einen sicheren Griff sorgt. Die Verarbeitung macht einen soliden Eindruck – alle Elemente sind sauber verarbeitet, wobei die Druckpunkte der Bedientasten etwas präziser hätten ausfallen können. Dank der IP67-Zertifizierung ist der Rockster Go 2 sowohl staub- als auch wasserdicht.

Praktisch ist der mitgelieferte flexible Tragegurt, der das Transportieren erleichtert und das Befestigen an Rucksäcken oder Fahrrädern erlaubt. Ein nettes Extra der Fender-Edition ist das beiliegende Plektrum, das eine schöne Reminiszenz an die Gitarrenwelt darstellt. Das Gewinde an der Unterseite erlaubt die Befestigung an einem Stativ.

Wie gut ist der Klang des Fender x Teufel Rockster Go 2?

Klanglich setzt der Teufel Rockster Go 2 auf zwei 50-mm-Vollbereichstreiber aus Aluminium und eine 64-mm-Passivmembran. Der abgedeckte Frequenzbereich von 60 Hz bis 20.000 Hz ist für einen Lautsprecher dieser Größenklasse respektabel.

Im Hörtest zeigt sich der Rockster Go 2 kräftig und ausgewogen. Die mittleren Frequenzen werden besonders gut wiedergegeben. Die passive Bassmembran sorgt für eine ansprechende Tieftonwiedergabe, die zwar nicht mit größeren Lautsprechern mithalten kann, aber für die kompakte Bauform überzeugt.

Bei maximaler Lautstärke zeigen sich allerdings die physikalischen Grenzen des kompakten Gehäuses – hier kommt es zu hörbaren Verzerrungen. Im mittleren Lautstärkebereich spielt der Rockster Go 2 jedoch sehr angenehm und detailtreu. Die Höhen könnten etwas präsenter sein, um mehr Brillanz zu erzeugen, aber insgesamt bietet der Lautsprecher einen für seine Größe erstaunlich ausgewogenen Klang.

Es besteht die Möglichkeit, zwei Rockster Go 2 zu einem Stereopaar zu koppeln oder sogar bis zu 100 kompatible Lautsprecher zu einer Party-Kette zu verbinden. Ausprobieren konnten wir das nicht.

Bedienung

Die Bedienung des Teufel Rockster Go 2 erfolgt über die Tasten auf der Oberseite des Gehäuses. Hier finden sich Knöpfe für Ein/Aus, Bluetooth-Pairing, Lautstärkeregelung und Wiedergabe/Pause. Zusätzliche Funktionen wie der Titelwechsel sind über Mehrfachbelegungen möglich. Die Tasten reagieren zuverlässig, wenn auch mit einer leichten Verzögerung.

Teufel Rockster Go 2 Fender Edition

Die Bedienung ist insgesamt unkompliziert und auch für Technik-Neulinge leicht zu verstehen. Allerdings verzichtet Teufel sowohl bei der Standard- als auch bei der Fender-Version auf eine begleitende App. So fehlen Möglichkeiten zur individuellen Klanganpassung über einen Equalizer oder zur Installation von Firmware-Updates.

Akku

Der Lithium-Ionen-Akku des Teufel Rockster Go 2 bietet eine beeindruckende Laufzeit von bis zu 15 Stunden bei mittlerer Lautstärke. Bei geringer Lautstärke sind laut Teufel sogar bis zu 28 Stunden möglich. Im Test können wir das bestätigen.

Das Aufladen erfolgt über USB-C und dauert etwa 2,5 Stunden bis zur vollständigen Ladung. Ein Ladegerät ist wie mittlerweile üblich nicht im Lieferumfang enthalten. Die LED-Anzeige gibt einen groben Überblick über den verbleibenden Akkustand.

Konnektivität und technische Eigenschaften

Der Teufel Rockster Go 2 setzt auf Bluetooth 5.2 für die kabellose Verbindung mit Audioquellen und unterstützt Multipoint-Verbindungen für zwei Geräte gleichzeitig. Bei den unterstützten Codecs beschränkt sich der Lautsprecher auf SBC und AAC, während fortschrittlichere Codecs wie aptX oder LDAC fehlen.

Interessant ist die Doppelfunktion des USB-C-Anschlusses, der nicht nur zum Laden, sondern auch als Audioeingang dient. Eine separate analoge AUX-Buchse gibt es nicht.

Preis: Was kostet der Fender x Teufel Rockster Go 2?

Die Fender-Edition des Rockster Go 2 kostet aktuell direkt bei Teufel 110 Euro.

Fazit

Der Teufel Rockster Go 2 in der Fender-Edition ist ein gelungener Bluetooth-Lautsprecher, der soliden Klang mit robuster Bauweise und einem markanten Design verbindet. Die lange Akkulaufzeit von bis zu 28 Stunden und die IP67-Zertifizierung sprechen für ihn. Der ausgewogene Klang mit ansprechender Basswiedergabe überzeugt in den meisten Situationen, auch wenn bei maximaler Lautstärke Verzerrungen auftreten. Als Kritikpunkte sind das Fehlen einer begleitenden App für Equalizer-Einstellungen zu nennen.

Ob der Aufpreis für die Fender-Edition gerechtfertigt ist, hängt letztlich vom persönlichen Geschmack und der Größe des eigenen Geldbeutels ab. Wer Wert auf das markante Aussehen legt, für den kann sich die Fender-Edition lohnen. Wer hingegen rein auf die Funktionalität und ein möglichst gutes Preis-Leistungs-Verhältnis schaut, ist mit der Standardversion des Rockster Go 2 besser bedient.

Bluetooth-Lautsprecher Beats Pill (2024) im Test

Der Beats Pill (2024) zeigt, dass auch kleine Pillen große Wirkung haben können. Wir testen, ob der kompakte Bluetooth-Lautsprecher die Konkurrenz schluckt.

VORTEILE

  • kräftiger Sound mit gutem Bass
  • 24 Stunden Laufzeit
  • wasser- und staubdicht (IP67)
  • schickes Design mit Schlaufe
  • Schnellladefunktion

NACHTEILE

  • kein Equalizer
  • AUX-Eingang fehlt
  • Tastenbedienung im Dunkeln schwierig
  • Höhen manchmal etwas scharf

Der Beats Pill (2024) zeigt, dass auch kleine Pillen große Wirkung haben können. Wir testen, ob der kompakte Bluetooth-Lautsprecher die Konkurrenz schluckt.

Der Beats Pill feiert 2024 ein lautstarkes Comeback. Kann die Apple-Tochter mit ihrem 120-Euro-Speaker gegen etablierte Konkurrenten von JBL, Marshall, Bose und Sony bestehen? Wir haben die Musikpille getestet.

Design und Verarbeitung

Die Pillenform bleibt, alles andere wurde modernisiert. In den Farben Mattschwarz, Gold und Rot erhältlich, macht besonders unser rotes Testgerät eine auffällige Figur und gefällt uns richtig gut.

Die abnehmbare Schlaufe und die ergonomische Silikonunterseite machen den 680 Gramm schweren Speaker zum angenehmen Begleiter. Clever: Die 20-Grad-Aufwärtsneigung sorgt für bessere Klangprojektion auf flachen Oberflächen – der Sound landet im Ohr, nicht in der Tischplatte.

Mit IP67-Zertifizierung ist der Pill staubdicht und wasserfest. Strandbesuche oder Poolpartys sind also kein Problem – solange er nicht länger als 30 Minuten auf Tauchstation geht.

Wie gut klingt der Beats Pill (2024)?

Der Racetrack-Neodym-Woofer liefert überraschend kräftigen Sound aus dem kompakten Gehäuse. Der Frequenzbereich von 56,6 Hz bis 19,6 kHz ist für diese Größenklasse beachtlich.

Das Klangbild zeigt sich hell, mit sattem Bass und warmen Mitten. Bei manchen Tracks können die Höhen allerdings etwas zu scharf ausfallen.

Mit einer ordentlich hohen maximalen Lautstärke bei erstaunlich geringer Klangverzerrung beschallt der Pill problemlos mittelgroße Räume. Wer es noch lauter mag, kann zwei Pills im Stereo- oder Amplify-Modus koppeln. Ein Bassmonster, etwa für Hip-Hop-Partys, braucht man aber nicht zu erwarten.

Dank integriertem Mikrofon kann man mit der Pille auch telefonieren, auch wenn uns das Gegenüber nur mit etwas Hall versteht.

Bedienung und App

Die Bedienung erfolgt über vier Tasten auf der Oberseite: Ein/Aus (mit Bluetooth-Pairing), eine Multifunktionstaste für Wiedergabe/Pause/Titel-Navigation und zwei Lautstärketasten. Im Dunkeln werden diese allerdings zum Tastratespiel – eine Beleuchtung fehlt.

Apple-typisch gibt es keine separate iOS-App – der Pill integriert sich in die Systemeinstellungen. Dort lassen sich der Name, Anrufsteuerung und Find-My-Funktion anpassen. Android-Nutzer bekommen eine eigene Beats-App mit ähnlichen Funktionen. Ein echter Wermutstropfen: Es fehlt ein einstellbarer Equalizer.

Akku

Mit 24 Stunden Laufzeit bei mittlerer Lautstärke hängt der Pill viele Konkurrenten ab. Eine Schnellladeoption liefert nach 10 Minuten Ladezeit bereits 2 Stunden Musik.

Praktisch: Der USB-C-Anschluss dient nicht nur zum Laden, sondern kann auch als Powerbank für andere Geräte fungieren. Das beiliegende USB-C-Kabel muss allerdings ohne Netzadapter auskommen.

Konnektivität und technische Eigenschaften

Bluetooth 5.3 sorgt für stabile Verbindungen. Der USB-C-Port unterstützt neben dem Laden auch verlustfreies Audio bis 48 kHz/24-Bit. Einen AUX-Eingang sucht man vergeblich.

Bei den Codecs beschränkt sich Beats auf SBC und AAC. aptX oder LDAC bleiben außen vor, was die meisten Nutzer aber kaum bemerken werden.

Preis: Was kostet der Beats Pill (2024)?

Mit einem Straßenpreis von aktuell 111 Euro positioniert sich der Pill im mittleren Preissegment.

Alternativen

Fazit

Der Beats Pill (2024) ist die gelungene Wiedergeburt eines Klassikers. Er vereint kraftvollen Sound, marathonfähigen Akku und robustes Design in einem schicken Paket. Die fehlenden Equalizer-Optionen und der vermisste AUX-Eingang sind kleine Bitterpillen in einer ansonsten runden Medizin. Wer eine Musikpille gegen akute Stille sucht und auf lange Akkulaufzeit Wert legt, ist hier bestens versorgt.

ZUSÄTZLICH GETESTET

Bose Soundlink Micro

Teufel Motiv Go

JBL Flip 5

Anker Soundcore Boom 3i

Sonos Roam 2

Marshall Kilburn II

Teufel Rockster Cross

LG Xboom Go DXGQ7

JBL Charge 5

Edifier MP230

Teufel Rockster Cross

Sonos Roam

Tribit Stormbox Mini+

Blitzwolf WA3

Hama Twin 3.0

JBL Flip 6

JBL Boombox 3 Wi-Fi

Anker Soundcore Motion Boom

Loewe We Hear 1

Pure Woodland

Fender Newport

Pure Classic Aura

Sony XB33

Tronsmart Bang

Harman Kardon Luna

Tronsmart Mirtune S100

Xiaomi Mi Portable Bluetooth-Speaker

Nubert Nugo One



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Künstliche Intelligenz

Bild-KI in WhatsApp und Instagram ausprobiert: Das kann Muse Image


Metas neue Bilderstellungs-KI hat auf einen Schlag Milliarden an potenziellen Nutzern. Denn im Juli 2026 veröffentlichte der US-Konzern mit Muse Image sein neuestes Modell direkt in WhatsApp und Instagram. Wahrscheinlich ist Muse Image sogar auf Ihrem Smartphone nur eine Wischgeste entfernt.

Die neuen Funktionen sind gut versteckt. Wer einen Status in WhatsApp oder eine Story auf Instagram veröffentlicht, kann diese nun per KI bearbeiten. Vorgefertigte Effekte sollen Selfies mehr Stil verleihen, sofern Sie nicht selbst prompten wollen. Oder Sie generieren direkt ein ganz neues Bild, statt echte Urlaubserinnerungen zu posten.

  • Muse Image ist das erste Bildmodell von Metas neuer KI-Abteilung Superintelligence Labs und wurde am 7. Juli 2026 veröffentlicht.
  • Nutzer aus Deutschland greifen direkt über WhatsApp oder Instagram auf die neuen Funktionen zu, um Bilder zu verändern oder zu erstellen.
  • Der Gratis-Spaß hat Grenzen: Ist das Tageslimit aufgebraucht, bringt Sie auch ein bezahltes Abo nicht weiter.

Wir haben die neuen generativen Funktionen in WhatsApp, Instagram und Metas AI-App angeschaut. Dieser Ratgeber erklärt, wo Sie die Funktionen finden, was damit möglich ist und an welchen Stellen Meta seinen Nutzern Grenzen setzt. Sie haben gar keine Lust auf KI? Dann folgen Sie unserer Anleitung, um der Verwendung Ihrer Fotos zum Training von Metas KI zu widersprechen.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Bild-KI in WhatsApp und Instagram ausprobiert: Das kann Muse Image“.
Mit einem heise-Plus-Abo können Sie den ganzen Artikel lesen.



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Künstliche Intelligenz

Kundendaten bei Dienstleister abgeflossen: Datenschutzvorfall beim Lidl-Shop


Beim Discounter Lidl gab es einen Datenschutzvorfall. Das teilte das Unternehmen betroffenen Kunden mit. Unbefugte konnten sich bei einem Shop-Dienstleister Zugang zu einer Datei mit Kundendaten verschaffen und haben diese abgezogen. Lidl hat die zuständige Datenschutzbehörde informiert. Wer hinter dem Angriff steckt, ist unklar.

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Die Angreifer entwendeten Anrede, Vor- und Nachname, Telefonnummer, E-Mail-Adresse, Geburtsdatum und Kundennummer der betroffenen Kunden. Wie ein Sprecher uns auf Nachfrage mitteilte, sind weder Postanschriften noch Passwörter oder Zahlungsinformationen betroffen. Die Kundenkonten wurden nicht kompromittiert, stellt der Sprecher weiterhin fest.


Datenschutzvorfall bei Lidl

Datenschutzvorfall bei Lidl

Datenschutzvorfall bei Lidl

Der Angriff traf nicht die zentrale Datenbank des Shopsystems, sondern einen IT-Dienstleister des Handelskonzerns. Dieser habe sofort reagiert und „die erforderlichen Maßnahmen getroffen, um die IT-Systeme wieder vollständig abzusichern“, so die Sprecherin. Außerdem habe der Dienstleister Strafanzeige gestellt.

Hinweise auf einen Missbrauch der Daten gebe es keine, heißt es in der uns vorliegenden E-Mail. Dennoch sollen Betroffene wachsam gegenüber Phishing und Identitätsmissbrauch sein, empfiehlt Lidl.

Lidl gehört ebenso zur Schwarz-Gruppe wie der Cloud-Anbieter Schwarz Digits und das Sicherheitsunternehmen XM Cyber.

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(cku)



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Künstliche Intelligenz

Top 10: Die beste Gaming-Maus im Test – Preis-Leistungs-Sieger für 30 €


Kabellose Gaming-Mäuse sollen leicht und präzise sein und gleichzeitig viele Zusatztasten bieten. Wir zeigen die besten unter ihnen.

Im Gaming-Bereich haben Spieler je nach Genre unterschiedliche Anforderungen an ihre Peripherie. Gaming-Mäuse für MMORPGs haben etwa eine Vielzahl zusätzlicher Tasten, um der Menge an Fähigkeiten und Routinen im Spiel gerecht zu werden. In der kompetitiven Shooter-Szene dreht sich währenddessen alles um Präzision und blitzschnelle Reaktionen.

Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, setzen Hersteller auf schlanke Designs, ein geringes Gewicht und hochpräzise Sensoren. High-End-Mäuse sind zudem mit einer hohen Abtastrate ausgestattet, wodurch Verzögerungen weitestgehend vermieden werden. Im Bereich kompetitiver Shooter übertrumpfen sich Mäusehersteller also regelmäßig mit neuer Technik.

Wir zeigen hier die besten kabellosen Gaming-Mäuse mit einem Fokus auf schlankem Design und geringem Gewicht und zeigen in unserem Ratgeber-Teil zudem auch Mäuse aus anderen Bereichen der Gaming-Welt. Wir erklären außerdem, was hinter Fachbegriffen wie DPI und Polling-Rate (Abtastrate) steckt und was die Griffe, mit denen man eine Maus hält, unterscheidet.

Wenn nicht anders angegeben, sind die Mäuse in dieser Bestenliste vorrangig für Rechtshänder ausgelegt. Mäuse mit symmetrischem Design kann man theoretisch mit beiden Händen verwenden, da sich die seitlichen Buttons allerdings auf der linken Seite befinden, kann dies für Linkshänder unbequem und störend sein.

Welche ist die beste Gaming-Maus?

Unser Testsieger ist die Wireless-Gaming-Maus Logitech G Pro X2 Superstrike für 180 Euro. Per Software kann man sowohl die Klick-Haptik als auch den Betätigungspunkt der Maustasten individuell einstellen. Obendrein kommt sie mit einer 8K-Polling-Rate und einer hervorragenden Verarbeitung.

Als Technologiesieger geht die Glorious Model O3 Wireless für 107 Euro hervor. Sie überrascht mit einem durchdachten Akkusystem, welches die Gaming-Maus dank mitgelieferter Ladestation, austauschbaren Akkus und integriertem Notstrom permanent im Einsatz hält und ein Ladekabel überflüssig macht.

Der Preis-Leistungs-Sieger ist die Cherry Xtrfy M68 Pro Wireless zum absoluten Killerpreis von derzeit 27 Euro (Ebay). Sie überzeugt mit einem griffigen und bequemen Design und liefert zudem präzise Klicks bei 8000 Hz.

KURZÜBERSICHT

Mit ihren induktiven Sensoren liefert die Logitech G Pro X2 Superstrike eine komplette Neuheit im Bereich der Gaming-Mäuse: eine vollständig anpassbare Klicktiefe sowie anpassbares haptisches Feedback. Mit einer Abtastrate von 8000 Hz und einem starken Akku wird sie zum Powerhouse unter den High-End-Gaming-Mäusen. Sie kostet aktuell 180 Euro.

VORTEILE

  • anpassbare Betätigungspunkte
  • anpassbares Klick-Feedback
  • Rapid-Trigger-Funktion
  • hervorragende Verarbeitung
  • ausdauernder Akku

NACHTEILE

  • teuer
  • kabelgebunden nur 1000-Hz-Abtastrate möglich

Für 107 Euro sticht die Glorious Model O3 Wireless mit ihrem ungewöhnlichen Akkusystem aus der Masse der Gaming-Mäuse heraus. Eine hochwertige Verarbeitung und eine gute Performance beim Zocken und Arbeiten zählen ebenfalls zu ihren Stärken.

VORTEILE

  • hervorragende Verarbeitung
  • robustes Design
  • Austausch der Akkus ist einfach & schnell

NACHTEILE

  • Software sorgt für viel Frustration
  • teuer

Für aktuell 27 Euro (Ebay) bietet die Cherry Xtrfy M68 Pro Wireless ein symmetrisches Design mit einer 8000-Hz-Abtastrate und gerade einmal 55 g Eigengewicht. Beim Zocken überzeugt sie mit präzisen Klicks und genauen Bewegungen, während Formfaktor und Griffigkeit auch bei stundenlangem Spielen Freude bereiten.

VORTEILE

  • bequemes Design
  • top Verarbeitung
  • gute Performance beim Zocken

NACHTEILE

  • seitlicher Ladeport sehr unpraktisch
  • keine Individualisierbarkeit dank fehlender Software
  • Einstellungen an der Maus vorzunehmen ist umständlich

Ratgeber

Worauf muss man bei einer Gaming-Maus achten?

Wie auch bei einer Tastatur oder einem Headset muss die Maus in erster Linie bequem benutzbar sein. Abhängig von Sitzposition, Handgröße und Platz auf dem Schreibtisch kommen manche Mäuse aufgrund ihrer Form einfach nicht infrage. Wer mit gesundheitlichen Problemen wie dem Karpaltunnelsyndrom zu kämpfen hat, sollte sich eher nach einer ergonomischen Maus umsehen.

Nicht jede Gaming-Maus unterstützt die gleichen Verbindungsmodi. Während die Mäuse in unserer Bestenliste allesamt kabellos sind, gibt es weiterhin rein kabelgebundene Mäuse. Diese sind in den meisten Fällen günstiger, aber auch weniger flexibel einsetzbar. Das ist primär dann relevant, wenn man die Maus nicht nur zum Zocken am PC verwendet, sondern auch andere Endgeräte wie Tablets mit ihr bedienen möchte.

Die meisten kabellosen Gaming-Mäuse unterstützen eine Funkverbindung via 2,4-GHz-Funk-Receiver. Dieser wird per USB-A-Anschluss entweder direkt an den PC gesteckt oder – je nach Hersteller – mittels eines Verlängerungsadapters mit dem USB-C-Port des Ladekabels verbunden. Das soll vordergründig dafür sorgen, dass die Distanz zwischen dem Receiver und der Maus so kurz wie möglich gehalten wird.

Die Funktechnologie ist mittlerweile so stark, dass die Verzögerung durch die Übertragung des Signals beim Zocken kaum noch ins Gewicht fällt. In vielen Fällen unterstützen Gaming-Mäuse auch eine Bluetooth-Verbindung. Diese eignet sich zwar, um damit zu surfen oder im Büro zu arbeiten, unterliegt aber in puncto Latenz der Funkverbindung um einiges.

Die Gaming-typische RGB-Beleuchtung gibt es natürlich auch bei vielen Mäusen.

Je nachdem, welche Spiele man hauptsächlich spielen möchte, ist ein Griff zu einer High-End-Maus mit 8000-Hz-Abtastrate und State-of-the-art-Sensoren unnötig. Viele Funktionen aus dem High-End-Bereich richten sich an kompetitive Spieler oder Professionals aus dem E-Sport. Für gelegentliches Zocken reicht auch eine Mittelklasse-Maus, wie die Hyperx Pulsefire 2 Haste.

Während die Mäuse in dieser Bestenliste aufgrund ihrer Charakteristika hauptsächlich für kompetitive First-Person-Shooter (FPS) ausgelegt sind, gibt es auch welche, die andere Nischen und Bedürfnisse bedienen. Anstatt ultraleicht gibt es Exemplare, die deutlich mehr wiegen und teilweise sogar mit extra einsetzbaren Gewichten kommen. Auch die bereits erwähnten MMORPG-Mäuse, die mit 8 oder mehr zusätzlichen Buttons ausgestattet sind, um Makros oder Shortcuts auszuführen, gibt es.

Weniger wichtig für die tatsächliche Performance der Maus, aber für den einen oder anderen dennoch essenziell: die RGB-Beleuchtung. Diese reicht von Akzenten wie einem beleuchteten Mausrad oder dem Logo bis hin zur Festbeleuchtung an den Seiten. Ist einem die Akkulaufzeit wichtig, sollte man jedoch auf eine permanente Beleuchtung verzichten oder direkt eine Maus kaufen, die gar keine RGBs hat.

Die Software der Gaming-Maus kann ebenso ein wichtiges Entscheidungskriterium sein. Dazu zählt nicht nur der Funktionsumfang, den diese der Maus ermöglicht. Hersteller wie Logitech oder Asus ROG bieten mit ihren Software-Angeboten Schnittstellen zu anderen Produkten aus dem eigenen Sortiment. Wer also bereits Tastaturen oder Headsets eines bestimmten Herstellers besitzt, sollte sich überlegen, ob sich auch ein Kauf der Gaming-Maus aus dem gleichen Hause lohnt.

Was sind Claw-, Palm- und Fingertip-Grip?

Wie man die Maus hält, ist von Person zu Person unterschiedlich. Dennoch haben sich überwiegend drei differenzierte Handpositionen herauskristallisiert, die auch beim Design der Mäuse mitbedacht werden.

Verwendet man den Claw-Grip, um die Maus zu halten, bedeutet das, dass die Finger gekrümmt auf den Maustasten liegen und die Peripherie über Bewegungen mit dem Handgelenk manövriert wird. Beim Claw-Grip lohnt es sich, auf das Gewicht der Maus zu achten, da eine leichtere Maus weniger Kraftaufwand für das Handgelenk bedeutet und dementsprechend auch weniger anstrengt.

Beim Palm-Grip liegt die Hand vollständig auf der Maus, was bedeutet, dass man sie ausschließlich über den Arm bewegt. Feine Bewegungen mittels Handgelenk sind nur schwer möglich. Um den Griff zu unterstützen, ist es ratsam, eine längere und auch etwas breitere Maus zu wählen, die Platz für die gesamte Handfläche bietet.

Hält man die Maus ausschließlich mit den Fingerspitzen, spricht man hier vom Fingertip-Grip. Dabei berührt die Handfläche nicht die Maus, welche daher über das Handgelenk bewegt wird. Neben texturierten Flächen an den Seiten der Maus, die den Fingerspitzen besseren Halt geben, ist auch hier ein leichtes Gerät zu bevorzugen, um das Handgelenk zu entlasten. Da die Handfläche keinen Kontakt mit der Maus hat, ist es auch nicht verkehrt, auf eine flachere und kürzere Maus zurückzugreifen.

Was sind Abtastrate und DPI?

Die Abtastrate sagt aus, wie häufig die Maus ihre Position an den PC weitergibt, und spiegelt die damit verbundene Reaktionszeit wider. Sie wird dabei immer in Hz angegeben. Einfach gesagt: je höher der Hz-Wert, desto schneller die Reaktionszeit und desto geringer die Verzögerung. Allerdings bedeutet eine höhere Abtastrate auch mehr Auslastung für den PC und kann dementsprechend, vor allem bei älteren Computern, die Leistung beeinträchtigen.

Der Standard bei Gaming-Mäusen ist nach wie vor 1000 Hz. In den letzten Jahren haben sich Frequenzen von 4000 bis 8000 Hertz ebenfalls etabliert und werden vermehrt im hochpreisigen High-End-Segment genutzt.

DPI Settings in GHub

DPI hingegen steht für Dots per Inch und beschreibt, wie viele Pixel der Mauszeiger auf dem Monitor zurücklegt, wenn man die Maus auf dem Schreibtisch einen Inch (2,54 cm) bewegt. Erhöht man die DPI-Einstellung, wird der Sensor sensibler. Schiebt man jetzt die Maus die gleiche Distanz auf dem Schreibtisch wie zuvor, bewegt sich der Zeiger deutlich weiter. Manche Hersteller verwenden die Abkürzung CPI (Counts per Inch) anstatt DPI, meinen damit aber das Gleiche.

Verringert man den DPI-Wert, wird der CMOS-Sensor (Complementary metal-oxide-semiconductor) weniger sensibel und das Gegenteil tritt ein: Der Zeiger bewegt sich weniger weit für die gleiche zurückgelegte Distanz auf dem Schreibtisch. Bei einer DPI-Einstellung von 600 muss man die Maus etwa rund 8 cm bewegen, um von der linken Seite eines Full-HD-Monitors (1920 × 1080 Pixel) ganz auf die rechte Seite zu gelangen. Hat man einen höheren DPI-Wert eingestellt, beispielsweise 2000, dann muss man die Maus für die gleiche Strecke nur einen halben Zoll oder 1,27 cm bewegen.

Grundsätzlich ist der DPI-Wert Geschmackssache, allerdings empfiehlt es sich je nach Programm, eine niedrigere DPI zu wählen. Bei kompetitiven FPS-Games etwa, bei denen es wichtig ist, pixelgenau mit der Maus zu zielen. Andersherum lohnt sich eine etwas höhere DPI, wenn man mit einem Multi-Monitor-Setup arbeitet und die Maus etwa über drei Bildschirme bewegen muss. Da viele Mäuse aber in der Lage sind, verschiedene DPI-Profile anzulegen und per Knopfdruck zwischen diesen zu wechseln, ist die Geschwindigkeit der Maus für jede Situation problemlos anpassbar.

Welche Sensoren stecken in einer Maus?

Im Vergleich zu den Mäusen von früher, die mit ihren Kugeln und Rollen sehr anfällig für die Ansammlung von Fusseln waren und deswegen regelmäßig gereinigt werden mussten, ist man bei modernen Mäusen auf eine digitale Sensorik umgestiegen: optische Sensoren und Laser-Sensoren.

Bei optischen Mäusen beleuchtet eine LED die Fläche unter ihr, wodurch der CMOS-Sensor im Inneren der Maus in der Lage ist, Fotos vom Untergrund aufzunehmen. Die Maus ist so imstande, die Oberflächenstruktur zu erfassen und durch die digitale Verarbeitung der geschossenen Bilder festzustellen, wie weit und wohin sie sich bewegt hat, um die Cursorbewegung und -position auf dem Monitor abzubilden.

Die LED der optischen Maus scheint typischerweise in regulärem Rot oder Infrarot auf die Oberfläche.

Laser-Mäuse setzen ebenfalls auf die Aufnahme tausender Bilder, um Position und Oberfläche zu bestimmen. Der Unterschied ist jedoch, dass der verbaute Laser tiefer in die Oberfläche eindringen kann als die LED einer optischen Maus und so die Feinheiten und Veränderungen in der Struktur dieser besser für die Kamera erfassbar macht. Daraus resultiert primär, dass Laser-Mäuse noch präzisere Bewegungen ermöglichen, als es optische bereits tun – und solche Mäuse auf mehr Oberflächen ohne Probleme funktionieren.

Beide Sensoren eignen sich für die Arbeit im Büro oder beim Gaming. Man sollte allerdings bei optischen Mäusen darauf achten, auf einer matten und lichtundurchlässigen Oberfläche zu arbeiten. Bei Oberflächen wie Glastischen oder bei Tischen mit einem glänzenden, reflektierenden Finish hat es der Sensor schwer, zuverlässig zu arbeiten. Laser-Mäuse haben dieses Problem nicht und finden sich auf so ziemlich allen Oberflächen gut zurecht. Aufgrund ihrer deutlich präziseren Erfassung sind sie nicht jedermanns Geschmack und je nach Modell eventuell auch etwas Overkill für den regulären Einsatz im Büro.

Fazit

Leichte kabellose Gaming-Mäuse sind flexibel einsetzbar, auf Dauer schonender für das Handgelenk als schwere Mäuse und obendrein ideal, um in FPS wie Valorant oder CS2 zu dominieren. Um eine solche Maus zu genießen, muss man nicht unbedingt tief in die Tasche greifen – aber im High-End-Bereich gibt es phänomenal gute Hardware, die beim Zocken einen deutlichen Unterschied macht.

Ausschlaggebend hierfür ist in erster Linie die hohe Abtastrate, dank der die Mäuse extrem kurze Reaktionszeiten vorweisen können und im Spiel für verzögerungsfreie und präzise Klicks sorgen. Zusätzliche Funktionen, die dank der Software freigeschaltet werden, ermöglichen häufig eine zusätzliche Individualisierung im Umgang mit der Maus. Makros, Shortcuts oder gar auf den Spieler angepasste Beschleunigungskurven sind möglich.

Mit unserer Bestenliste haben wir die stärksten Gaming-Mäuse vorgestellt. Unser Testsieger ist die Logitech G Pro X2 Superstrike für 180 Euro. Als Technologiesieger geht die Glorious Model O3 Wireless für 111 Euro hervor. Ein unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis bietet die Cherry Xtrfy M68 Pro Wireless für derzeit 27 Euro (Ebay).

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Logitech G Pro X2 Superstrike im Test: Gaming-Maus mit verstellbarer Klicktiefe

Die Gaming-Maus Logitech G Pro X2 Superstrike startet eine kleine Revolution: Dank induktiver Sensoren gibt es verstellbare Klicktiefe und haptisches Feedback.

VORTEILE

  • anpassbare Betätigungspunkte
  • anpassbares Klick-Feedback
  • Rapid-Trigger-Funktion
  • hervorragende Verarbeitung
  • ausdauernder Akku

NACHTEILE

  • teuer
  • kabelgebunden nur 1000-Hz-Abtastrate möglich

Die Gaming-Maus Logitech G Pro X2 Superstrike startet eine kleine Revolution: Dank induktiver Sensoren gibt es verstellbare Klicktiefe und haptisches Feedback.

Logitech geht mit der G Pro X2 Superstrike den nächsten Schritt in Richtung High-End-Gaming-Maus. Bereits die G Pro X Superlight 2 (Testbericht) konnte uns vollends überzeugen. Die X2 Superstrike setzt mit brandneuer Technologie noch einmal eine Schippe darauf.

Induktive Sensoren statt regulärer Switches ermöglichen anpassbare Klicks – sowohl in Sachen Schnelligkeit als auch in Bezug auf das haptische Feedback. Hier muss man keine Kompromisse eingehen und kann die Maus ganz den eigenen Anforderungen anpassen. Wie sie sich im Einsatz zeigt, klären wir im Test. Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.

Lieferumfang

Die Maus kommt mit einem Verbindungskabel (USB-A-zu-USB-C), dem 2,4-GHz-Funkdongle (USB-A) und einem Extender (USB-C-zu-USB-A), um den Dongle mit dem Kabel zu verbinden und ihn so näher an die Maus zu bringen. Außerdem liegen der Gaming-Peripherie noch optionales Grip-Tape, ein Quick-Start-Guide sowie ein Ersatzdeckel für die Verstaumöglichkeit auf der Unterseite der Maus bei.

Design

Vom Formfaktor her und mit den Maßen 63,5 x 40 x 125 mm entspricht die X2 Superstrike eins zu eins der X Superlight 2. Mit etwa 61 g ist sie auch nur gut 1 g schwerer. Im von Logitech „Lunar Eclipse“ getauften Farbdesign präsentiert sich die Gaming-Maus in einer Kombination aus Schwarz und Weiß. Das Gros der Schale ist weiß, während linke und rechte Maustaste in Schwarz gehalten sind. Das Logitech-Logo, der Superstrike-Schriftzug sowie die komplette Unterseite der Maus sind ebenfalls schwarz. Sie ist zwar symmetrisch, aufgrund der linken seitlichen Buttons aber in erster Linie für Rechtshänder geeignet.

Was die Bedienelemente angeht, hat sich nichts verändert: Das Mausrad ist aus Kunststoff und mit einer gummierten und texturierten Oberfläche versehen. Ein dedizierter DPI-Button fehlt auch bei der Superstrike 2. Auf der linken Seite befinden sich die erwarteten zwei Extra-Buttons, und auf der Unterseite liegt der An-/Ausschalter. Der magnetisch fixierte Deckel für die Verstaumöglichkeit des Funkdongles sitzt bombenfest und lässt sich durch Hineindrücken lösen. Der USB-C-Port zum Laden der Maus befindet sich vorn an der Spitze und ermöglicht so gleichzeitiges Spielen und Laden.

Die Verarbeitung ist einwandfrei, was man bei dem Preis allerdings auch erwarten darf. Alles sitzt fest, nichts klappert und auch beim Schütteln der Maus regt sich im Inneren nichts.

Software

Maus und Funkdongle werden problemlos von unserem Desktop-PC unter Windows 11 erkannt. Wer die Maus anschließend konfigurieren möchte, kommt um die Software Logitech G-Hub nicht herum. Neben den DPI und der Tastenbelegung stellt man für die G Pro X2 Superstrike auch den Betätigungspunkt sowie das haptische Feedback ein und schaltet, wenn gewünscht, die Rapid-Trigger-Funktion hinzu. Die Bedienung der App ist gewohnt intuitiv und die Benutzeroberfläche aufgeräumt.

Insgesamt stehen fünf verschiedene DPI-Profile zur Auswahl, die sich alle individuell anpassen lassen. Der DPI-Bereich liegt dabei zwischen 100 und 44.000, veränderbar in Fünfer-Schritten oder höher. Klickt man das Advanced-Kästchen an, offenbaren sich weitere Einstellungsmöglichkeiten. Nun lassen sich die DPI der x- und y-Achse individuell einstellen und die Lift-Off-Distance verändern. Unterteilt ist die Distanz in low, medium und high. Hier hätten wir eine Angabe in mm besser gefunden.

Neben von Logitech bereitgestellten DPI-Profilen mit Bezeichnungen wie MMORPG, First Person oder MOBA, kann man auch eigene Presets erstellen und abspeichern oder von der Community kreierte DPI-Profile über das Globus-Symbol suchen und herunterladen.

Die Abtastrate der G Pro X2 Superstrike geht bis auf 8000 Hz hoch, allerdings nur im kabellosen Modus. An das Ladekabel angeschlossen, ist bei 1000 Hz Schluss. Das ist schade, da andere, zum Teil deutlich günstigere Konkurrenzmodelle, das auch mit dem Kabel hinbekommen. Zusätzlich zu den 8000 Hz unterstützt die Gaming-Maus auch 4000, 2000, 1000, 500, 250 und 125 Hz.

Für die Tastenbelegung stehen unter anderem Tastenkombinationen, einzelne Tasten der Tastatur, Media-Steuerung und Makros zur Verfügung, letztere mit inkludiertem Editor. Der BHOP-Modus ist auch wieder am Start. Aktiviert man ihn, wird die erste Betätigung des Mausrads ignoriert, außer es folgt eine zweite Mausradbewegung im zuvor festgelegten Zeitfenster. Das soll verhindern, dass man im Eifer des Gefechts aus Versehen zu springen beginnt. Der Hintergrund ist, dass man beim Bunny-Hopping das Springen auf das Mausrad anstatt auf die Leertaste legt, um präziser und mit besserem Timing hüpfen zu können.

Das wohl spannendste Feature der Pro X2 Superstrike ist allerdings das Haptic Inductive Trigger System (HITS). Ähnlich wie bei Tastaturen mit magnetischen Switches lässt sich auch hier der Betätigungspunkt der linken und rechten Maustaste individuell anpassen, mit dem Unterschied, dass in der Maus keine Switches verbaut sind.

Hinzu kommt noch die Rapid-Trigger-Funktion, ebenfalls bekannt aus der Welt der magnetischen Tastatur-Switches, mit der man festlegen kann, wie schnell die Maustaste nach dem Klick zurücksetzt. Damit jedoch nicht genug: Selbst das haptische Feedback beim Klicken kann angepasst werden – von ausgeschaltet bis hin zum prägnanten Klick.

Bedienbarkeit

Beim Spielen überzeugt uns die Logitech G Pro X2 Superstrike auf ganzer Linie. Der Formfaktor ermöglicht für uns eine bequeme Verwendung im Fingerspitzengriff. Mit 61 g Eigengewicht ist sie nicht die leichteste der von uns bisher getesteten Gaming-Mäuse, aber auch nach mehreren Stunden am Stück treten bei uns in der Hand und im Handgelenk keinerlei Ermüdungserscheinungen auf. Die seitlichen Buttons sind mit regulären Switches ausgestattet und haben einen angenehmen Druckpunkt, der verhindert, dass man sie aus Versehen betätigt.

Logitech G Pro X2 Superstrike - Bilder

Die Sensoren auf Induktionsbasis, die Logitech anstelle traditioneller Switches verwendet, sind ein wahrer Gamechanger. Dass hier keine regulären Switches im Einsatz sind, merkt man, sobald die Maus ausgeschaltet ist. Dann klicken die Tasten nämlich nicht mehr – ein haptisches Feedback fehlt. Das Klickverhalten samt Betätigungs- und Resetpunkt individuell einstellen zu können, ist einfach genial. Die Unterschiede sind tatsächlich deutlich spürbar.

Dass beiden Maustasten unabhängig voneinander einstellbar sind, ist praktisch, da man so etwa der rechten Maustaste für das Aim-Down-Sights einen anderen Betätigungspunkt zuweisen kann als der linken Schusstaste. Dank Onboard-Speicher lassen sich zudem bis zu fünf Profile abspeichern. Richtet man sich Profile für verschiedene Spiele ein, kann man sie dann direkt von der Maus aus abrufen.

In der Praxis machen sich die Unterschiede zu herkömmlichen Switches schnell bemerkbar. Sowohl in Overwatch als auch in Valorant bemerken wir die deutlich schnelleren Klicks sowie das schnellere Zurücksetzen der Tasten mit aktiviertem Rapid-Trigger. Das ist zu Beginn etwas ungewohnt und bedarf eventuell ein wenig Herumprobieren mit verschiedenen Klickstärken. Hat man jedoch die richtige Kombination für sich gefunden, fühlt sich der Umgang mit der G Pro X2 Superstrike unglaublich gut an.

Auch der Akku der Gaming-Maus überzeugt. Wie lange er mit einer Ladung durchhält, variiert stark mit den gewählten Funktionen. Maximal ist laut Logitech ein Betrieb von 90 Stunden möglich. In der App sieht man immer eine Prognose der verbleibenden Stunden in Abhängigkeit der aktuellen Einstellungen.

Mit der Abtastrate dauerhaft auf 8000 Hz, dem Betätigungspunkt bei 2, Rapid Trigger auf 2 und dem haptischen Feedback auf 2 attestiert uns die App 19 Stunden bis zum nächsten Ladevorgang. Die Zahl halten wir allerdings für sehr konservativ, da wir nach zweieinhalb Tagen im täglichen Einsatz auf der Arbeit und anschließender drei bis vierstündiger Zocksessions am Abend immer noch 62 Prozent Akku und 12 Stunden angezeigt bekommen. Setzen wir die Abtastrate auf 1000 Hz herunter, schießt die Prognose auf über 60 Stunden hoch.

Preis

Die Logitech G Pro X2 Superstrike gibt es aktuell für 180 Euro. Die UVP liegt ebenfalls bei 180 Euro.

Fazit

Die Möglichkeit, die Bedienbarkeit der Maus komplett an die eigenen Bedürfnisse anpassen zu können, macht die Logitech G Pro X2 Superstrike zu einer unglaublich flexiblen Peripherie. Die Begriffe „Innovation“ und erstaunliche „Technologie“ dienen dabei nicht nur als Marketing-Schlagwort, sondern hält tatsächlich, was sie verspricht. Klicks fühlen sich schneller an und auch das haptische Feedback verändert sich je nach gewählter Einstellung merklich. Zusätzlich überzeugen auch die Verarbeitung und die generelle Bedienbarkeit der G Pro X2 Superstrike.

Logitech serviert hier eine technisch beeindruckende High-End-Gaming-Maus, die ein unglaubliches Maß an Individualisierung liefert und ihresgleichen sucht. Allerdings zahlt man dafür auch einen happigen Preis von 180 Euro. Wer gerne Early-Adopter einer neuen Technologie im Bereich der Gaming-Mäuse sein möchte, schlägt hier definitiv zu.

Gaming-Maus Glorious Model O3 Wireless im Test: Endlos Zocken dank drei Akkus

Die Glorious Model O3 Wireless setzt auf zwei austauschbare sowie einen fest verbauten Akku, um die Gaming-Maus permanent mit Strom zu versorgen.

VORTEILE

  • hervorragende Verarbeitung
  • robustes Design
  • Austausch der Akkus ist einfach & schnell

NACHTEILE

  • Software sorgt für viel Frustration
  • teuer

Die Glorious Model O3 Wireless setzt auf zwei austauschbare sowie einen fest verbauten Akku, um die Gaming-Maus permanent mit Strom zu versorgen.

Die meisten modernen Gaming-Mäuse sind mittlerweile kabellos und setzen auf fest verbaute Akkus, um die Peripherie möglichst lange mit Strom zu versorgen, bis man dann doch wieder das Kabel auspacken und die Peripherie aufladen muss.

Nicht so bei der Glorious Model O3 Wireless. Hier verfolgt der Hersteller mit einem System aus Ladestation, zwei austauschbaren und einem fest verbauten Akku zur Überbrückung den Traum des wahrhaftig kabellosen Gamings. Per Ladestation, die gleichzeitig auch als Hub für den 2,4-GHz-Dongle dient, lädt einer der beiden Akkus auf, während der andere in der Maus im Einsatz ist. Der fest verbaute Akku dient zur Überbrückung.

Ob das Konzept aufgeht und wie sich die Gaming-Maus mit 8000-Hz-Abtastrate in der Praxis schlägt, erklären wir im Test. Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.

Lieferumfang

Die Maus kommt mit der Ladestation, einem 2,4-GHz-Funk-Dongle, einem USB-A-zu-USB-C-Verbindungskabel sowie zwei austauschbaren Akkus. Ein Quick-Start-Guide sowie Sticker liegen ebenfalls bei.

Design

Die Model O3 Wireless gibt sich im symmetrischen Rechtshänder-Design, mit zwei Buttons auf der linken Seite und wiegt mit eingesetztem Akku etwa 66 g. Farblich wählt man zwischen Schwarz und Weiß. Der Look ist auffällig: Die Schale der Gaming-Maus verläuft nicht in einem Guss über die ganze Maus, sondern ist zur Mitte hin unterbrochen. Ein Fluss aus bunt leuchtenden LEDs bahnt sich seinen Weg und zieht einen Graben zwischen der vorderen und der hinteren Hälfte der Maus. Das leuchtende Mittelstück ist leicht tiefer gelegt als die restliche Schale.

Das ist aber nicht der einzige Blickfang der Model O3 Wireless, denn am hinteren Ende der Maus sitzt der orangefarbene Akku, dessen texturiertes Endstück prominent heraussticht. Möchte man ihn zum Austausch lösen, muss man ihn in die Maus drücken. Während ein Akku im Einsatz ist, lädt der zweite bereits in der Ladestation.

Diese fungiert zeitgleich auch als Hub für den Funk-Dongle. Alternativ kann man den Dongle auch direkt an einen USB-A-Port des PCs stecken. Nebst Ladefunktion bietet die Station auch einen Überblick zum Akkustand der Maus, des Ersatzakkus in der Station, der derzeitigen Abtastrate sowie der aktuellen DPI – farblich kodiert via LEDs.

Software

Die Maus arbeitet mit der App Glorious Core. Bis zu drei Profile mit unterschiedlichen Einstellungen lassen sich auf der Maus abspeichern. Sechs unterschiedliche DPI-Werte, farblich kodiert, können nach Belieben eingerichtet werden. Die Maus unterstützt dabei 50 bis 30.000 DPI.

Abtastrate, Motion Sync, Lift-Off-Distance und Debounce Time kann man ebenfalls anpassen. Im kabelgebundenen Modus sind maximal 1000 Hz möglich, kabellos kann die Model O3 Wireless auf eine Abtastrate von bis zu 8000 Hz zugreifen. Die Lift-Off-Distance, also bis zu welcher Höhe beim Anheben der Maus der Sensor noch Bewegungen registriert, gibt es in den Settings 0,7, 1,0 und 2,0 mm. Die Debounce-Time stellt man für die linke und rechte Maustaste kombiniert und für die restlichen Buttons der Peripherie separat ein.

Glorious Core bietet 11 unterschiedliche vordefinierte Beleuchtungseffekte für die Model O3 Wireless. Die Einstellungsmöglichkeiten beschränken sich hier auf die Helligkeit und Geschwindigkeit der Effekte. Für die Tastenbelegung der Maus und des Ladedocks stehen die üblichen Verdächtigen zur Auswahl: Tastatureingaben, Maus-Funktionen, Mediensteuerung und Windows-Funktionen. Einen integrierten Makro-Editor gibt es nicht.

Leider ist die Software eine der größten Schwächen der Gaming-Maus, da sie oft die vorgenommenen und abgespeicherten Einstellungen nicht übernimmt. Das passierte etwa beim Versuch, die Tastenbelegung der seitlichen Buttons zu ändern. Erst nachdem wir die Tasten komplett zurücksetzen und die gewünschte Funktion erneut auf die Taste legen, spielt die Maus mit.

Auch beim Ändern der Abtastrate streikt Glorious Core manchmal. Man wird zwar gewarnt, dass die App beim Umstellen der Abtastrate die Verbindung zur Maus kurzzeitig verlieren kann, dass die Maus dabei dann aber die Einstellungen nicht übernimmt, darf einfach nicht sein. In unserem Fall müssen wir das Programm dann komplett beenden und neu starten, um die Abtastrate erfolgreich anzupassen.

Bedienbarkeit

Die Frustrationen mit der Software ausgeklammert, macht die Model O3 Wireless einen soliden Eindruck auf dem Mauspad. Beim Zocken mit Fingerspitzengriff manövriert sich die Maus angenehm über den Schreibtisch. Die unkonventionelle Form der Schale und der hinten leicht herausragende Akku stören uns nicht, da die Handinnenfläche in unserem Fall die Maus nicht berührt. Verwendet man hier einen anderen Griff, kann es sein, dass man sich an die Form gewöhnen muss. Durch den Akku verschiebt sich der Schwerpunkt der Maus nach hinten, was uns beim Zocken aber nicht sonderlich gestört hat.

Die Model O3 Wireless arbeitet mit optischen Switches und dem BAMF-3.0-Sensor, welcher auf dem Pixart PAW 3950 aufbaut. Er hat eine maximale Geschwindigkeit von 750 IPS und eine maximale Beschleunigung von 50 g. Die Klicks fühlen sich angenehm und präzise an. Auch die Bewegungen der Maus machen einen flüssigen Eindruck. Am PC verwenden wir die Peripherie im 2,4-GHz-Funkmodus und haben während des Testzeitraums keinerlei Verbindungseinbrüche oder spürbare Verzögerungen – sowohl beim Arbeiten als auch beim Zocken.

Was die Glorious Model O3 Wireless jedoch besonders macht, ist das ausgeklügelte Akkusystem. Die Maus hat nicht nur zwei austauschbare Akkus, sondern auch die sogenannte Guardian Battery. Diese ist fest verbaut und liefert der Maus bis zu 10 Stunden Strom, wenn kein Akku in ihr steckt. Der Sinn dahinter ist, dass beim Austauschen der Akkus die Maus nicht ausgeht und so die Verbindung zum PC trennt. Das gewährleistet einen reibungslosen Austausch und sofortiges Weiterzocken ohne Verzögerungen.

In der Praxis funktioniert diese Lösung hervorragend. Der Austausch der Akkus geht mit zwei Handgriffen unheimlich schnell vonstatten und die Maus ist sofort einsatzbereit. Während der vollgeladene Akku die Maus mit Strom versorgt, wird der leere Akku parallel im Dock aufgeladen. Die Maus signalisiert im Übrigen mittels rotem Aufleuchten der LEDs, dass der Akku zur Neige geht und ausgetauscht werden sollte.

Akku

Offiziell gibt Glorious für die Model O3 Wireless eine Einsatzzeit von bis zu 71 Stunden im 2,4-GHz-Modus an. Theoretisch ist die Ausdauer jedoch irrelevant, da man permanent einen vollgeladenen Akku zum Austausch zur Verfügung hat. Während des Testzeitraums hält ein Akku bei einer Mischung aus 1000- und 8000-Hz-Abtastrate und Beleuchtung bei 50 Prozent Helligkeit im Schnitt etwa 5 Stunden durch, bis die Maus uns per rot leuchtenden LEDs zum Austauschen animiert.

Das ist im Vergleich zu Mäusen mit fest verbauten Akkus natürlich extrem kurz, relativiert sich aber durch den einfachen und schnellen Austausch und macht die Kabelverbindung von der Maus zum PC komplett überflüssig.

Preis

Die Glorious Model O3 Wireless hat eine UVP von 170 Euro. In Schwarz gibt es sie momentan für knapp 107 Euro. In Weiß gibt es sie aktuell für 111 Euro.

Fazit

Die Glorious Model O3 Wireless wirbelt den Markt der kabellosen Gaming-Mäuse mit einem komplett neuen Ansatz auf: Anstatt die fest verbaute Batterie aufzumotzen, arbeitet die Peripherie mit austauschbaren Akkus und ermöglicht so mehr oder weniger permanent kabelloses Zocken. Die Umsetzung ist gelungen, denn der Austausch der Akkus geht reibungslos und schnell vonstatten.

Auch die Verarbeitung und das Handling der Maus im täglichen Einsatz überzeugen uns. Leider drückt Glorious Core, die Software der Maus, den sonst sehr positiven Eindruck. Einstellungen werden vermeintlich gespeichert, aber nicht von der Maus übernommen. Nur durch mehrmaliges Resetten und erneutes Einrichten der Einstellungen werden diese anerkannt. Das darf bei einer so hochpreisigen Maus einfach nicht sein.

Das ist schade, denn die Glorious Model O3 Wireless macht ansonsten einen für uns hervorragenden Job. Hier kann man nur hoffen, dass die Benutzerfreundlichkeit mit zukünftigen Software-Updates deutlich verbessert wird.

Cherry Xtrfy M68 Pro Wireless im Test: Gaming-Maus mit 8000 Hz, 55 g & ohne App

Die Cherry Xtrfy M68 Pro Wireless bietet ein flaches, symmetrisches Design mit einer 8000-Hz-Abtastrate und kommt ohne App.

VORTEILE

  • bequemes Design
  • top Verarbeitung
  • gute Performance beim Zocken

NACHTEILE

  • seitlicher Ladeport sehr unpraktisch
  • keine Individualisierbarkeit dank fehlender Software
  • Einstellungen an der Maus vorzunehmen ist umständlich

Die Cherry Xtrfy M68 Pro Wireless bietet ein flaches, symmetrisches Design mit einer 8000-Hz-Abtastrate und kommt ohne App.

Die Xtrfy M68 Pro Wireless ist die aktuellste Iteration der Cherry-Maus und speziell für Gaming ausgelegt. Mit einer Abtastrate von 8000 Hz, einem Gewicht von gerade mal 55 g und einem kompakten, abgerundeten Design bringt sie Präzision und Bedienkomfort auf das Mauspad. Der Verzicht auf eine dedizierte App bietet sowohl Vorteile als auch Nachteile. Wir klären im Test auf. Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.

Lieferumfang

Die Cherry Xtrfy M68 Pro Wireless kommt ungewöhnlicherweise mit zwei 1,8-m-langen USB-A-zu-USB-C-Verbindungskabeln. Eines ist für den 2,4-GHz-Funkdongle gedacht und ein weiteres dient dazu, die Maus zu laden. Nebst der Anleitung und dem Datenblatt liegen zudem ein paar zusätzliche Maus-Skates bei.

Design

Die Cherry Xtrfy M68 Pro Wireless gibt es sowohl in Schwarz als auch in Weiß. Auffällig sind die nach vorn hin stark abflachenden Tasten der 55 g leichten Gaming-Maus, die ihr die Maße 61 × 39,5 × 123,3 mm spendieren. Das flachere Design hat zur Folge, dass der USB-C-Ladeport, der sich bei den meisten Gaming-Mäusen heutzutage an der Schnauze befindet, bei der M68 Pro Wireless auf der rechten Seite platziert ist. Warum diese Designentscheidung nicht optimal ist, dazu später mehr.

Über eine kleine LED vorne links an der Peripherie gibt die M68 Pro Wireless farblich kodiert Informationen wie den aktuellen Akkustand, die DPI oder die Polling-Rate (Abtastrate) wieder. Erwartungsgemäß befinden sich auf der linken Seite der symmetrischen Maus zwei zusätzliche Tasten. Auch wenn der Formfaktor symmetrisch ist, handelt es sich aufgrund der Button-Platzierung bei den meisten symmetrischen Mäusen trotz alledem um Rechtshändergeräte.

Über einen Schalter auf der Unterseite der Peripherie schaltet man die Gaming-Maus ein und wechselt zwischen verschiedenen Einstellungsmenüs. Ein zusätzlicher Button dient dazu, die Einstellungen der Maus zu verändern.

Die Verarbeitung ist einwandfrei, und die Maus fühlt sich trotz des geringen Gewichts robust an. Im Inneren der M68 Pro Wireless klappert zudem nichts, während die Gewichtsverteilung optimal zur Mitte hin austariert wurde. Das macht sich primär beim Anheben bemerkbar.

Einrichtung & Software

Die Cherry Xtrfy M68 Pro Wireless verzichtet vollkommen auf den Einsatz einer Software. Zum einen macht das die Einrichtung der Gaming-Maus super einfach, da man sie ohne Weiteres sofort einsetzen kann, zum anderen verliert sie dadurch einiges an Individualisierbarkeit.

Sämtliche Einstellungen bezüglich DPI, Abtastrate und Co. müssen über die Buttons der Maus konfiguriert werden. Dazu dient der bereits erwähnte Schalter auf der Unterseite der Maus in Kombination mit dem daneben gelegenen Button. Mit dem Switch wechselt man zwischen CPI (Counts per Inch, meist gleichbedeutend mit DPI), Polling-Rate und Debounce Time. Hier kommt die mitgelieferte Anleitung zum Tragen. Da das grafische Interface einer App fehlt, um Informationen zu vermitteln, muss man sich zudem voll und ganz auf die LED der Maus verlassen.

Die LED der Cherry Xtrfy M68 Pro Wireless gibt sämtliche Statusinformationen der Gaming-Maus wieder.

Insgesamt gibt es acht verschiedene DPI-Profile (400, 800, 1200, 1600, 3200, 4000, 7200, 26.000), zwischen denen man wechseln kann. Die Polling-Rate ist standardmäßig auf 1000 Hz eingestellt, lässt sich aber auf bis zu 8000 Hz erhöhen und auf 125 Hz senken. Zudem stehen noch Abstufungen von 250 Hz, 500 Hz und 4000 Hz zur Verfügung. Kabelgebunden sind maximal 1000 Hz möglich.

Debounce Time, Motion Sync und Lift-Off-Distance lassen sich ebenfalls konfigurieren – allesamt durch Wechseln in das DT-Menü via des Schalters. Die geringstmögliche Verzögerung bei der Debounce Time beträgt 2 ms und kann, wenn gewünscht, auf 4 ms, 8 ms oder 12 ms erhöht werden. Die Lift-Off-Distance kann man nur zwischen 1 mm und 2 mm wechseln, andere Mäuse bieten hier teilweise noch 0,7 mm an. Motion Sync schaltet man ganz simpel ein oder aus.

Die Maus ermöglicht zudem, die Sensor-Performance etwas anzupassen. Dafür stehen drei Sensormodi zur Verfügung: Pro-Gaming-Mode für die beste Leistung und den höchsten Stromverbrauch, Standard-Gaming-Mode für ausbalancierte Leistung und Stromverbrauch und der Low-Power-Mode, der einen geringeren Stromverbrauch priorisiert und dafür die Leistung des Sensors zurückschraubt.

In einer Welt, in der mehr und mehr Gaming-Mäuse auf Web-Apps umsteigen oder diese zusätzlich zu den traditionellen Desktop-Apps anbieten, wirkt der vollständige Verzicht auf eine App-Lösung hier unnötig einschränkend. Die Konfigurationen gelingen zwar auch rein über die Buttons der Maus relativ reibungslos, wir müssen aber jedes Mal die Anleitung zurate ziehen, um uns die richtige Button-Kombination ins Gedächtnis zu rufen. Der Verzicht auf eine App bedeutet zudem, dass man Buttons nicht neu belegen kann.

Bedienbarkeit

Beim Zocken fühlt sich die Cherry Xtrfy M68 Pro Wireless ausgesprochen gut an: Die Klicks sind crisp, präzise und die Maus bietet eine gute Griffigkeit. Cherry verwendet den Pixart-PAW-3395-Sensor, der eine Geschwindigkeit von 650 IPS und eine Beschleunigung von 50 g unterstützt. Die 2,4-GHz-Verbindung bleibt während unseres Tests dauerhaft stabil und ohne merkbare Verzögerungen. Wir verwenden Mäuse im Fingerspitzengriff und kommen mit der M68 Pro Wireless super klar. Auch nach mehreren Stunden in Overwatch bedient sich die Peripherie ausgesprochen angenehm.

Im Fingertip-Grip bedient sich die Cherry Xtrfy M68 Pro Wireless ausgesprochen bequem.

Die seitlichen Buttons fühlen sich hervorragend an und benötigen eine für uns optimale Betätigungskraft. Auch das Mausrad steuert sich gut, allerdings wünschen wir uns hier eine etwas bessere Texturierung der Oberfläche.

Wirklich störend ist der seitlich angebrachte Ladeport der Maus. Er wird von einem Gummistopfen verdeckt, den man mühselig aus der Maus pfriemeln muss. Hat man das Ladekabel angeschlossen, kommt direkt das nächste Ärgernis: Aufgrund der seitlichen Positionierung stößt man vorn mit der Maus permanent mit dem Kabel zusammen, wodurch die Mausbewegungen enorm beeinträchtigt werden. Bei entspannteren Singleplayer-Spielen mag das nicht ganz so tragisch sein, bei kompetitiven Online-Games ist man so aber klar im Nachteil.

Akku

Im Inneren der Gaming-Maus steckt ein 350-mAh-Akku, für den Cherry bis zu 90 Stunden Laufzeit pro Ladung verspricht. Wie lange der Akku bei einem Daheim am Ende tatsächlich durchhält, hängt vor allem davon ab, mit welcher Abtastrate man die Maus verwendet und ob für welchen Sensor-Modus man sich entscheidet. Wir verwenden die Maus sowohl tagsüber für die Arbeit (1000 Hz, Standard-Gaming-Mode) als auch am Abend zum Zocken (8000 Hz, Pro-Gaming-Mode) und kommen so auf etwas weniger als drei Tage, bevor wir die Maus ans Ladekabel hängen müssen. Für eine vollständige Ladung benötigt die Peripherie zwei Stunden.

Preis

Die UVP der Cherry Xtrfy M68 Pro Wireless liegt bei 140 Euro. Aktuell gibt es das schwarze Modell bereits für 27 Euro (Ebay). In Weiß kostet sie momentan knapp 60 Euro.

Fazit

Die Cherry Xtrfy M68 Pro Wireless überzeugt uns im Test mit ihrer Performance beim Spielen, gestützt durch ein schlankes und angenehmes Design sowie den kompetenten Sensor, der für präzise Bewegungen sorgt. So kommen auch nach mehreren Stunden des Spielens weder Frust noch Ermüdungserscheinungen auf.

Während die fehlende Software zwar für einen reibungslosen Plug-and-play-Einsatz sorgt, vermissen wir vor allem eine unkomplizierte Konfiguration der Maus, die bei der M68 Pro Wireless ausschließlich über die Buttons am Gerät selbst vorzunehmen ist. Sehr frustrierend ist zudem auch der seitlich und damit sehr ungünstig platzierte Ladeport. Dieser sorgt dafür, dass das Ladekabel regelmäßig beim Spielen gegen die Maus stößt und so die Bewegungsfreiheit beeinträchtigt.

Für die nächste Iteration der Maus wünschen wir uns hier definitiv eine Verbesserung. So können wir die Gaming-Maus nur bedingt empfehlen.

Asus ROG Harpe II Ace im Test: Gaming-Maus für Zocker mit hohen Ansprüchen

Die Gaming-Maus Asus ROG Harpe II Ace spricht mit ihrem Design und ihren Funktionen in erster Linie Zocker an, die die eigene Performance optimieren möchten.

VORTEILE

  • 8000-Hz-Abtastrate, mit und ohne Kabel
  • Mit 48 g extrem leicht
  • keine Installation nötig dank Web-App
  • sinnvolle Funktionen, um Performance zu verbessern

Die Gaming-Maus Asus ROG Harpe II Ace spricht mit ihrem Design und ihren Funktionen in erster Linie Zocker an, die die eigene Performance optimieren möchten.

Mit der Harpe II Ace liefert Asus ROG eine Gaming-Maus, die vor allem kompetitive Gaming-Enthusiasten ansprechen soll. Mit einer Abtastrate von bis zu 8000 Hz, ultraleichten 48 g Eigengewicht, bis zu 42.000 DPI und diversen Feintuning-Optionen per Web-App überzeugt die Peripherie auf den ersten Blick. Ob sie auch im Dauereinsatz durchhält, zeigen wir in unserem Test.

Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.

Lieferumfang

Zur Asus ROG Harpe II Ace gibt es ein USB‑A‑zu‑USB‑C‑Verbindungskabel, den 2,4-GHz-Funk-Receiver sowie den dazugehörigen Verlängerungsadapter. Neben einem Quick-Guide liegt dem Paket außerdem noch ein Set an Stickern bei sowie eine ausführlichere Bedienungsanleitung. Auch ein Set an zusätzlichen Maus-Skates sowie das Grip-Tape dürfen hier nicht fehlen.

Außer mit dem Funkmodus ist die ROG Harpe II Ace noch in der Lage, sich per Bluetooth kabellos mit den Endgeräten zu verbinden.

Design

Die Asus ROG Harpe II Ace ist in Schwarz oder Weiß erhältlich. Neben dem ROG-Schriftzug auf der linken Seite und dem Ace-Schriftzug auf der rechten prangt auf dem Mausrücken das Logo der Marke. Farbe spendiert der Maus das mit RGB-LEDs ausgestattete Mausrad. Farben sowie Effekte stellt man mittels der Web-App ein. Das Mausrad selbst ist mit schräg verlaufenden Rillen texturiert, die Halt bieten beim Scrollen.

Neben den zwei Hauptmaustasten hat die Gaming-Peripherie zwei weitere Tasten auf der linken Seite, die frei konfigurierbar sind. Auf der Unterseite der Maus befinden sich der Schalter, um zwischen den drei Verbindungsmodi zu wechseln, sowie der DPI- und der Pairing-Button. Ein Fach bietet Platz, um den Funk-Receiver für den Transport zu verstauen. Der USB-C-Port der Maus befindet sich vorn am Gerät.

Einrichtung

Nachdem die Maus per Verbindungskabel am PC angeschlossen ist, beginnt dieser sofort mit der Einrichtung. Anschließend weist ein Popup-Fenster darauf hin, dass man die Maus mittels der Web-App Gearlink konfiguriert. Praktisch, denn so erspart man sich eine Installation und kann sie theoretisch von überall verwenden, vorausgesetzt, man hat eine Internetverbindung.

Per Gearlink sollte man dann auch umgehend ein Firmware-Update durchführen. In unserem Fall entleerte sich der Akku der Maus grundlos rasant. Erst nachdem wir das Firmware-Update für den Funk-Receiver und die Maus durchgeführt hatten, normalisierte sich der Akkuverbrauch wieder.

Software

Bei Gearlink handelt es sich um eine Web-App, die auch schon für andere Eingabegeräte aus dem Hause Asus ROG zur Verfügung steht. Das Praktische daran ist, dass sie vollends über den Browser läuft und man lokal kein Programm installieren muss. Alle Einstellungen an der Maus hinterlegt das Programm direkt auf dem internen Speicher der Peripherie. So muss Gearlink nicht durchgehend im Hintergrund aktiv sein.

Über das Menü Button Assignment weist man den Tasten der Maus neue Funktionen zu. Während das Gros der zur Verfügung stehenden Funktionen bekannt sein dürfte, sorgt die ominöse Stealth-Funktion für Schmunzeln: Drückt man die Taste, auf der die Stealth-Funktion liegt, minimiert der PC automatisch alle offenen Fenster und schaltet den Audioausgang stumm. Dieser Killswitch dürfte vor allem diejenigen freuen, die noch bei ihren Eltern wohnen und nicht beim Zocken oder anderweitigen Dingen am PC überrascht werden möchten.

Hinter Performance verbergen sich unter anderem Einstellungen zu den DPI und der Abtastrate. Insgesamt gibt es vier verschiedene DPI-Profile, die man mit unterschiedlich hohen DPI-Werten versehen kann. Von 100 bis hin zu extrem hohen 42.000 DPI hat man hier die volle Bandbreite zur Auswahl. Wahlweise aktiviert man hier auch Angle Snapping und Motion Sync. Wir verzichten jedoch darauf, da uns die Steuerung mit diesen, vor allem beim Zocken, nicht gefällt. Interessanter ist der Menüpunkt Angle Tuning. Da wir persönlich unsere Maus leicht schräg nach links ausgerichtet halten, führt für uns eine Bewegung von links nach rechts nicht zu einer geraden Linie auf dem Bildschirm. Tatsächlich verläuft sie nach rechts oben. Indem man in der App den Winkel anpasst, richtet man die Maus neu aus und eine gerade Bewegung entsteht. Es lohnt sich, damit etwas herumzuexperimentieren und einen Winkel zu finden, der sich für einen natürlich anfühlt. Schlussendlich verändert man im Performance-Menü auch die Abtastrate der Maus von 125 bis 8000 Hz. Wie bei allen Mäusen gilt auch hier: Je höher die Abtastrate, desto höher ist der Akkuverbrauch.

Lighting beinhaltet alle Beleuchtungseinstellungen. Praktisch ist hier, dass man über die Beleuchtung den Akkustand der Maus anzeigen lassen kann. Insgesamt gibt es fünf Effekte, zwischen denen man wählt.

Zusammenfassend bietet die App eine gute Mischung an sinnvollen Funktionen, die es einem ermöglichen, die Maus den eigenen Bedürfnissen nach anzupassen. Überrascht hat uns jedoch das Fehlen eines Makro-Editors, der normalerweise zum Standard gehört.

Bedienbarkeit

Wenn wir Mäuse verwenden, bedienen wir sie mit dem sogenannten Fingertip-Grip. Bei diesem haben nur die Fingerspitzen Kontakt zur Maus, während Handballen und Handgelenk in der Luft schweben. Das ist insofern relevant, als die Asus Rog Harpe II Ace laut Hersteller in erster Linie für Menschen mit Fingertip- und Claw-Grip konzipiert wurde. Unabhängig davon, ob es sich dabei um Marketing-Talking-Points handelt oder nicht – die Harpe II Ace überzeugt uns im täglichen Gebrauch.

Das verwendete Material sorgt für eine gute Haftung, sammelt aber binnen Minuten Fingerabdrücke en masse. Die seitlichen Buttons haben einen hervorragenden Druckpunkt und sind mit ausreichendem Abstand positioniert, sodass man sie noch bequem erreicht, aber nicht versehentlich betätigt. Die geringen 48 g Eigengewicht schonen hingegen das Handgelenk und verhindern Ermüdungserscheinungen. Zudem hat die Maus zumindest für unsere großen Hände nach hinten genügend Spielraum für Feinjustierungen, ohne mit dem Handballen gegen den Mausrücken zu stoßen.

Wie auch bei den anderen Mäusen mit einer Polling-Rate von 8000 Hz gibt es an der Harpe II Ace hier nichts auszusetzen. Klicks wirken latenzfrei und die Maus unglaublich responsiv. Hier bemerken wir ebenfalls sofort den Unterschied nach dem Wechsel von 1000 Hz zu 8000 Hz.

Nach einem Abstecher in unseren FPS des Vertrauens – Valorant – gefallen uns die bereits erwähnten Druckpunkte der seitlichen Buttons, aber auch die der linken und rechten Maustaste. Bei den seitlichen Buttons haben wir bei anderen Mäusen oft das Problem, dass wir sie entweder aus Versehen oder nicht stark genug drücken, um die dort hinterlegte Push-to-Talk-Funktion zu aktivieren. Nicht so hier. Nach mehreren Ranked-Matches haben uns die verwendeten ROG-Optical-Micro-Switches überzeugt. Zu keiner Zeit haben wir das Gefühl, dass Klicks ungewollt oder gar nicht registriert wurden.

Der Akku macht einen ordentlichen Job, wird aber deutlich stärker beansprucht, wenn man die Maus permanent mit 8000 Hz und aktivierter RGB-Beleuchtung verwendet. Eine Aufladung ist so in unserem Fall gut alle zwei Tage fällig. Aktiviert man zusätzlich noch den Zone-Mode, wirkt sich das noch einmal stärker auf den Akku aus. Der Zone-Mode deaktiviert nämlich sämtliche Energiesparfunktionen, um das Maximum an Leistung aus der Maus zu holen.

Preis

Die Asus ROG Harpe II Ace gibt es sowohl in Schwarz für 134 Euro als auch in Weiß für 136 Euro.

Fazit

Die Asus ROG Harpe II Ace ist eine hervorragende, auf kompetitives Zocken abgestimmte Gaming-Maus, die mit ihrer 8000-Hz-Abtastrate und den optischen Switches perfekt für FPS wie Valorant oder CS2 geeignet ist. Mit nur 48 g verhindert sie auch nach mehreren Stunden des Zockens Ermüdungserscheinungen. Durch die zusätzlichen Einstellungsmöglichkeiten der Web-App Gearlink kann man die Maus ein gutes Stück weit den eigenen Bedürfnissen anpassen. Mit derzeit knapp 129 Euro ist sie allerdings alles andere als erschwinglich.

Logitech G Pro X Superlight 2 im Test: Diese Gaming-Maus ist perfekt für Shooter

Die kabellose Gaming-Maus Logitech G Pro X Superlight 2 wiegt 60 g, hat eine Abtastrate von 8000 Hz und einen ominösen BHOP-Modus.

VORTEILE

  • kabellose Abtastrate von bis zu 8000 Hz
  • ausführliche DPI-Einstellungen
  • top Akkuleistung
  • Oberfläche sorgt für guten Halt

Die kabellose Gaming-Maus Logitech G Pro X Superlight 2 wiegt 60 g, hat eine Abtastrate von 8000 Hz und einen ominösen BHOP-Modus.

Die technischen Daten der Logitech G Pro X Superlight 2 dürften Fans kompetitiver Shooter hellhörig machen: 8000-Hz-Abtastrate, 60 g leicht, 100 bis 44.000 DPI und ein Bunny-Hop-Modus. Wir haben die kabellose Gaming-Maus getestet. Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.

Lieferumfang

Ähnlich leicht wie die Maus ist auch die Box, in der sie geliefert wird. Zur Peripherie gibt es ein Ladekabel mit USB-A-auf-USB-C-Anschluss, einen Funk-Receiver sowie einen Funk-Adapter, um den Receiver an das Ladekabel anzuschließen. Als Zubehör liegt der Maus Grip-Tape bei, welches man auf die Maustasten und seitlich für besseren Halt anbringen kann. Möchte man noch besser über das Mauspad gleiten, tauscht man den Deckel des Funk-Receiver-Fachs, auf der Unterseite der Maus, gegen ein mitgeliefertes Ersatzstück mit Antihaftbeschichtung aus.

Design

Optisch ist unser Testmodell der Logitech G Pro X Superlight 2 in schlichtem Schwarz gehalten. Alternativ gibt es die Maus noch in Weiß und Rosa. Auf der rechten Seite prangt der Schriftzug Superlight in silber, während auf dem Mausrücken das Logitech-Logo, ebenfalls in silber, platziert ist. Eine einzelne, winzige LED blinkt in bestimmten Situationen auf – etwa wenn man die Maus einschaltet oder der Akku zur Neige geht. Neben Maustasten und Mausrad gibt es zwei Buttons auf der linken Seite, die man per Software frei belegen kann. Die Superlight 2 wird dem Namen gerecht und bringt rund 60 g auf die Waage, ihre Maße betragen 125 x 63,5 x 40 mm.

Der An-/Aus-Schalter befindet sich auf der Unterseite der Maus und lässt sich dank rauer Texturierung einfach nach oben oder unten schieben. Ebenfalls auf der Unterseite ist ein magnetisch haftender Deckel, hinter dem sich das Fach für den Funk-Receiver befindet. Hier verstaut man den winzigen Receiver idealerweise, wenn man die Maus transportiert. Durch das Herunterdrücken des Deckels löst sich die magnetische Anziehungskraft und der Verschluss löst sich von der Maus. Der USB-C-Port ist vorn an der Maus angebracht. Dadurch kann man sie auch während des Ladens problemlos weiter verwenden.

Einrichtung

Wie es sich für Logitech-Produkte gehört, profitiert auch die G Pro X Superlight 2 von der Integration in den Ghub. Über die Software richtet man die Maus unkompliziert ein und aktualisiert die Treiber der Peripherie und des Funk-Receivers. Zur Aktualisierung wird man automatisch aufgefordert, wenn man mit der an den PC angeschlossenen Maus G-Hub zum ersten Mal startet – der ganze Prozess dauert nur wenige Minuten. Anschließend kann man sich, wenn gewünscht, an die Einstellungen der Maus machen.

Software

Wie bei so ziemlich allen Produkten aus der Gaming-Sparte von Logitech dient G-Hub auch bei der Superlight 2 als Software, um sämtliche Einstellungen an der Peripherie vorzunehmen. Die Menüs sind übersichtlich und leicht verständlich gestaltet. Für so ziemlich jedes Icon ploppt ein Tooltip auf, wenn man mit dem Mauszeiger darüber fährt.

Insgesamt gibt es drei Menüs für die Superlight 2: Sensitivity, Assignments und Scroll Wheel. Über Sensitivity stellt man die DPI der Maus ein, also wie sensibel sie auf Bewegungen reagiert. Das reicht von 100 bis 44.000 DPI – genug Spielraum also, um auch wirklich jeden Anwendungszweck abzudecken. Wer möchte, kann sogar unterschiedlich hohe DPIs für die x- und y-Achse festlegen. Insgesamt gibt es fünf Slots – jeweils farblich kodiert – für unterschiedliche DPI-Einstellungen. Die LED auf der Maus signalisiert beim Wechsel dann, welches der Profile gerade aktiv ist. Zusätzlich gibt es Presets von Logitech für verschiedene (Gaming)-Anwendungen wie FPS, MMORPG, Productivity und RTS.

Neben der Lift-Off-Distance, also der Distanz zwischen Maus und Schreibtisch beim Anheben der Peripherie, stellt man über das Sensitivity-Menü auch die gewünschte Abtastrate der Superlight 2 ein. Praktisch: Die Logitech G Pro X Superlight 2 benötigt keinen extra Adapter für die 8000 Hz Polling-Rate, wie es bei vielen anderen Mäusen der Fall ist, sondern unterstützt die Technologie von vornherein. Unterteilt wird hier zwischen der kabellosen und kabelgebundenen Abtastrate. Kabellos sind bis zu 8000 Hz möglich, kabelgebunden hört es bei 1000 Hz auf.

Im Menü Assignments weist man den Maus-Buttons Funktionen zu. Hier wählt man entweder aus einer Liste von Befehlen (etwa Copy-and-paste) und Keyboard-Tasten aus oder legt Aktionen für bestimmte Programme auf die Tasten. Für Discord lässt sich etwa das Mikrofon stumm schalten. Auch einen Makro-Editor liefert die Software.

Der dritte und wohl kurioseste Menüpunkt nennt sich Scroll Wheel. Dahinter verbirgt sich der sogenannte BHOP-Mode. BHOP steht für Bunny hop und ist eine Technik, bei der man durch kontrolliertes Springen beim Vorwärtsbewegen an Geschwindigkeit gewinnt. Viele FPS-Spieler nutzen das Mausrad anstatt der Leertaste, um den Charakter im Spiel springen zu lassen. Ist der BHOP-Mode aktiv, soll verhindert werden, dass man durch Anstupsen des Mausrads sofort anfängt zu springen. Erst durch ein zweites Mal Scrollen innerhalb eines definierten Zeitrahmens, 100 bis 1000 ms, wird dann der Sprung ausgeführt.

Bedienbarkeit

Die Logitech G Pro X Superlight 2 fühlt sich fantastisch in der Hand an. Ihr geringes Gewicht schont das Handgelenk und auch ohne das Grip-Tape bietet sie für uns genug Halt und Griffigkeit. Das Mausrad, wenngleich aus Plastik, um das Gewicht zu verringern, fühlt sich stabil an und sorgt dank der gummierten und texturierten Oberfläche für kontrollierte Scrollbewegungen. Häufiges Säubern steht bei der Superlight 2 jedoch an der Tagesordnung, denn Rückstände durch die natürlichen Öle der Haut sind schnell sichtbar auf der Oberfläche.

Für die Maustasten verwendet Logitech mechanisch-optische Switches. Spannend ist, dass man in den Einstellungen zwischen den Modi optical only und hybrid wechseln kann. Letzterer dient zum Stromsparen. Die Klicks haben einen überraschend tiefen und prägnanten Ton, der sich von den hellen und flachen Klicks bisheriger Mäuse, die wir verwendet haben, unterscheidet.

Der Unterschied von einer 1000-Hz-Abtastrate, die wir bis dato gewohnt waren, zu 8000 Hz ist deutlich spürbar. Die Maus fühlt sich tatsächlich responsiver an und auch während diverser Gaming-Sessions in Valorant machte sich der Unterschied bemerkbar. Kommentare unseres Zock-Partners à la Du triffst heute erstaunlich gut kratzten zwar am Ego, bestätigen aber unseren Eindruck. Ob und wie stark hier ein Placebo-Effekt mit schwingt, sei mal dahingestellt.

Der Akku macht ebenfalls eine gute Figur: Nach drei Tagen im täglichen Dauerbetrieb auf der Arbeit und mehrstündiger Gaming-Sessions am Abend zeigt uns G-Hub eine Restladung von 30 Prozent an. Wir verwenden die Maus dabei ausschließlich mit einer Abtastrate von 8000 Hz und ohne den Stromsparmodus. Das anschließende Aufladen ist auch erfreulich schnell und stört nicht, da man die Maus währenddessen problemlos verwenden kann. Die Akkuleistung variiert selbstverständlich von Person zu Person in Abhängigkeit der Einstellungen, wir sind jedoch sehr zufrieden mit der Performance.

Preis

Die UVP der Logitech G Pro X Superlight 2 liegt bei 180 Euro. Derzeit gibt es die Gaming-Maus bereits für 100 Euro.

Fazit

Das Gesamtpaket der Logitech G Pro X Superlight 2, bestehend aus nützlichen Funktionen, guter Haptik, starkem Akku und super Software, überzeugt uns auf ganzer Linie. Die 8000-Hz-Abtastrate im kabellosen Zustand liefert einen merklichen Unterschied in der Responsivität und benötigt dafür, im Gegensatz zu manch anderen Herstellern, keinen zusätzlichen Adapter. Das Ganze spiegelt sich jedoch im Preis wider: Mit derzeit 98 ist die Maus alles andere als günstig und für die reine Verwendung etwa als reine Office-Maus viel zu teuer. Von ihr profitieren in erster Linie FPS-Spieler, die mit einer leichten, performanten und super präzisen Maus die nächste anstehende Gaming-Session bereichern möchten.

Razer Deathadder V4 Pro im Test: Starke Gaming-Maus dank Razer Synapse

Die Gaming-Maus Deathadder V4 Pro ist leichter und größer als der Vorgänger und kommt von vornherein mit einer Abtastrate von 8000 Hz.

VORTEILE

  • gute Verarbeitung
  • starker Akku
  • Razer Synapse bietet praktische Funktionen
  • nützliche LED-Anzeige am Funk-Receiver

NACHTEILE

  • teuer
  • glänzende Oberfläche zieht Staub & Schmutz an

Die Gaming-Maus Deathadder V4 Pro ist leichter und größer als der Vorgänger und kommt von vornherein mit einer Abtastrate von 8000 Hz.

Leichter, schneller und präziser? Die Razer Deathadder V4 Pro kommt als neuestes Update der langlebigen Deathadder-Reihe diesmal von vornherein mit einer Abtastrate von 8000 Hz, einem neuen Sensor und hat dabei noch abgenommen. 56 anstatt 63 g bringt die neue Profi-Gaming-Maus nun auf die Waage. Hinter den Kulissen arbeitet derweil erneut Razer Synapse, die Software, mit der man die Gaming-Maus den eigenen Bedürfnissen entsprechend konfiguriert. Ob das Gesamtpaket den stolzen Preis wert ist, zeigen wir im Test.

Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.

Lieferumfang

Die Peripherie kommt mit einem 1,8 m langen USB-A-zu-USB-C-Nylonstoffkabel für die Verbindung mit dem PC sowie dem Funk-Dongle für die kabellose Verbindung. Nebst der Kurzanleitung für die erste Inbetriebnahme liegen zudem noch Griptape sowie ein Stickerset bei.

Design

Die Deathadder V4 ist wie bereits erwähnt nicht nur gut 7 g leichter als das Vorgängermodell, sondern tatsächlich auch 7 mm länger (68 x 44 x 128 mm). Erhältlich ist sie in Schwarz und Weiß. Das ergonomische Schalendesign hat die typische Erhöhung zur linken Mitte. Erwartungsgemäß gibt es zwei zusätzliche Buttons auf der linken Seite, die mit der Software frei belegt werden können. Die Oberfläche ist glatt und leicht glänzend, was vor allem dazu führt, dass Staub, Fingerabdrücke und Co. schnell sichtbar sind. Häufiges Abwischen ist also leider vorprogrammiert.

Das Mausrad ist aus Plastik und mit einem optischen Switch ausgestattet. Die Rillen auf der Oberfläche helfen dabei, nicht mit dem Finger abzurutschen. Statusmeldungen teilt die Maus via der kleinen LED unmittelbar über dem Mausrad mit. Der USB-C-Port befindet sich vorne an der Peripherie, wodurch man diese problemlos während des Aufladens weiterverwenden kann.

Power- und DPI-Button teilen sich einen Knopf auf der Unterseite der Maus. Kurzes Drücken wechselt zwischen den einzelnen DPI-Profilen, während längeres Drücken die Maus ein- oder ausschaltet. Persönlich bevorzugen wir immer die Lösung eines Schalters, um die Maus ein- oder auszuschalten, das ist jedoch Geschmackssache.

Der Funk-Receiver der Deathadder erfüllt direkt mehrere Funktionen und sieht dabei noch schick aus: Der kuppelförmige Receiver, in der gleichen Farbe gehalten wie die Maus, hat vorne drei LEDs, die Informationen wie den Akkustand, das derzeitige DPI-Profil oder die Verbindungsqualität abbilden. Welche Informationen man angezeigt haben möchte, wählt man in Razer Synapse aus.

Einrichtung

Nach dem Verbinden der Maus mit dem PC über das mitgelieferte Kabel ist sie sofort startklar. Auch der Funk-Dongle muss kurz vom PC eingerichtet werden. Währenddessen ploppt eine Benachrichtigung für den Download von Razer Synapse auf. Über das Tool konfiguriert man sämtliche Funktionen der Maus und updatet zudem auch die Firmware von Deathadder und Funk-Dongle.

Software

Wer bereits einmal ein Razer-Produkt verwendet hat, dem dürfte Razer Synapse sofort ein Begriff sein. Das Tool ist die Schnittstelle für die meisten Razer-Peripherien und bietet diverse Einstellungsmöglichkeiten. Tastenbelegungen, DPI-Einstellungen und die Abtastrate richtet man hierüber unter anderem ein.

Für die Tastenbelegungen stehen so ziemlich alle Funktionen parat, die man von einer Maus erwartet: darunter Makros, Änderung der Sensitivität, das Starten von Programmen sowie Windows-Shortcuts. Sollte man mehrere Razer-Produkte haben, lassen sich über die Maus auch Funktionen anderer Geräte steuern.

Fünf verschiedene DPI-Profile stehen zur Verfügung, mit einer Range von 100 bis 45.000 DPI, die man sogar auf 1er-Schritte genau feintunen kann. Dabei lassen sich sowohl die x- als auch die y-Achse separat anpassen. Praktisch ist auch die Funktion vom Sensitivity Matcher. Hat man zuvor mit einer anderen Maus gezockt, übersetzt das Tool die dortige Sensitivität auf die Razer Deathadder V4 Pro.

Die Abtastrate, auf Englisch Polling-Rate, reicht von 125 Hz bis 8000 Hz. Dazwischen liegen 4000, 2000, 1000 und 500 Hz.

Generell hat Razer viele praktische Features in Synapse gesteckt. Der hinzuschaltbare Polling-Rate-Wechsler etwa, der die Abtastrate, falls gewünscht, auf einen anderen Wert setzt, wenn man ein Spiel im Vollbildmodus startet. Aber auch Stromsparoptionen sowie die Kalibrierung der Maus in Abhängigkeit von der Mauspad-Oberfläche sind sinnvolle Optionen.

Bedienung

Trotz der glatten Oberfläche bietet die Razer Deathadder V4 Pro für unseren Fingertip-Grip genug Halt, um problemlos über den Tisch zu gleiten und beim Anheben nicht aus der Hand zu rutschen. Den längeren Rumpf bemerken wir tatsächlich, da dieser gelegentlich gegen den Handballen drückt. Als wirklich störend empfinden wir das aber nicht. Die Razer Optical Switches leisten gute Arbeit und Klicks mit den beiden Maustasten fühlen sich hervorragend und präzise an. Die zwei seitlichen Buttons sind erfreulich groß und benötigen ausreichend Kraft, um nicht im Eifer des Gefechts aus Versehen betätigt zu werden.

Der Akku bietet ordentlich Ladung, vorausgesetzt, man nutzt ihn nicht permanent mit einer 8000-Hz-Abtastrate. Diese beansprucht nämlich sowohl den Akku als auch die CPU des Computers. Wir verwenden die Razer Deathadder V4 Pro tagsüber während der Arbeit mit 4k Hz und abends beim Zocken mit 8k und kommen so problemlos auf 3 Tage, bis wir die 20-Prozent-Warnung via Synapse erhalten und die Maus ans Ladekabel hängen. Ein solider Wert.

Preis

Die Razer Deathadder V4 Pro hat eine UVP von 180 Euro. In Schwarz kostet sie momentan 150 Euro. In Weiß bekommt man sie für 128 Euro. Eine grüne Version der Maus gibt es exklusiv im Razer-Store für 180 Euro.

Fazit

Mit einem Preis von 151 Euro richtet sich die Razer Deathadder V4 Pro vor allem an Enthusiasten. Diese bekommen dafür allerdings auch eine richtig gute Gaming-Maus, die mit ihrer soliden Verarbeitung, einem starken Akku und präzisen Klicks für viel Freude beim Zocken sorgen dürfte. Die Software Razer Synapse versorgt die Maus indes mit einer Vielzahl an praktischen und vor allem bereichernden Funktionen. Die glänzende Oberfläche zieht Staub und Schmutz leider magisch an und der Preis dürfte viele abschrecken. Wer damit leben kann, macht mit einem Kauf hier definitiv nichts falsch.

Asus ROG Keris II Ace im Test: Diese Gaming-Maus lässt man nicht mehr los

Die superleichte Gaming-Maus Asus ROG Keris II Ace ist nicht nur top verarbeitet, sondern bekommt dank eines Firmware-Updates auch mehr Power.

VORTEILE

  • hervorragende Haptik
  • Akkuanzeige per Mausrad ist praktisch
  • dank Firmware-Update 8000 Hz auch kabellos

NACHTEILE

  • Akku bei aktiver Beleuchtung vergleichsweise etwas schwachbrüstig
  • Armoury Crate statt Gearlink Web-App

Die superleichte Gaming-Maus Asus ROG Keris II Ace ist nicht nur top verarbeitet, sondern bekommt dank eines Firmware-Updates auch mehr Power.

Mit der Keris II Ace liefert Asus ROG neben der Harpe II Ace eine weitere High-End-Gaming-Maus. Ebenfalls mit einer Abtastrate von 8000 Hz ausgestattet, kommt die kabellose Leichtgewicht-Maus diesmal im ergonomischen Design daher. Was unter der Haube steckt und wie sie sich beim Zocken und im Alltag schlägt, beleuchten wir im Test. Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.

Lieferumfang

Die Maus kommt mit einem 2 m langem USB-A-zu-USB-C-Verbindungskabel mit Nylonstoffmantel. Im Gegensatz zur Harpe II Ace benötigt die Keris II Ace einen Polling-Rate-Booster, also einen Adapter, der in den USB-Port gesteckt wird, damit sie die 8000-Hz-Abtastrate erreicht. Dieser wird ebenfalls mitgeliefert. Für den kabellosen Einsatz liegt selbstverständlich auch der Funk-Receiver samt Reichweiten-Adapter bei. Ersatz-Gleitfüße, optionales Griptape für besseren Halt und ein Stickerset hat man als Goodies dazugepackt. Die inkludierte Betriebsanleitung gibt zudem einen generellen Überblick über die Funktionen der Maus.

Design

Farblich kommt die Maus wahlweise in Schwarz oder Weiß. Mit 54 g Eigengewicht reiht sie sich zudem in die Riege der superleichten Mäuse ein. Größentechnisch liegt sie bei Maßen 67 x 42 x 121 mm. Im Vergleich zur Harpe II Ace setzt Asus ROG hier explizit auf ein ergonomisches Schalendesign der Rechtshändermaus. Im Klartext bedeutet das, dass die Maus mittig links höher gewachsen ist. Wir bemerken während des Tests beim täglichen Gebrauch weder spürbare Vor- noch Nachteile im Vergleich zum sonst symmetrischen Design anderer Mäuse. Die Riffelungen links und rechts an der Peripherie bieten für uns optimalen Halt und fühlen sich angenehm an, weswegen wir nicht auf das mitgelieferte Griptape zurückgreifen.

Wie die meisten Gaming-Mäuse hat auch die Keris II Ace links zwei zusätzliche Buttons, deren Funktion man per Software konfiguriert. Farbliche Akzente setzt das gummierte und mit LEDs ausgestattete Mausrad. Eine schöne Lösung, da die Beleuchtung von Gaming-Mäusen häufig so platziert ist, dass sie unter der Hand verschwindet und nicht zur Geltung kommt. Wer keine Beleuchtung mag, kann sie selbstverständlich per Software ausschalten und so direkt auch den Akkuverbrauch verringern. Apropos Akku: Der USB-C-Port für die Kabelverbindung befindet sich an der „Schnauze“ der Maus, wodurch man keine Ladepause einlegen muss und beinahe verzögerungsfrei weiter zocken kann.

Neben der Kabelverbindung und der 2,4-GHz-Funk-Verbindung kann die Keris II Ace auch Bluetooth. Um zwischen den drei Modi hin und her zu wechseln, gibt es einen Schalter auf der Mausunterseite. Dort befinden sich auch der DPI-Button, mit dem man die DPI-Profile wechselt, sowie ein Pairing-Button für die Kopplung im BT-Modus. Nicht außergewöhnlich, aber dennoch gerne gesehen, ist der Stauraum für den Funk-Dongle auf der Unterseite.

Einrichtung

Wie bei den meisten Mäusen kann die Asus ROG Keris II Ace direkt nach dem Verbinden per Kabel und der anschließenden automatischen Einrichtung durch den PC loslegen. Allerdings ist sie zum Zeitpunkt des Tests nicht mit der Web-App Gearlink kompatibel. Um den vollen Funktionsumfang der Maus nutzen zu können, benötigt man daher die kostenlose Software Armoury Crate. Diese ist im Unterschied zu Gearlink nur unter Windows verfügbar und daher für Nutzer anderer Betriebssysteme, wie Linux, nicht nutzbar. Sie ist vor allem auch für die Firmware-Updates von Maus und Funk-Receiver essenziell. Diese sollte man umgehend durchführen. Wie wir im Test herausfanden und uns von Asus ROG anschließend bestätigen ließen, bekam die Keris II Ace per Firmware-Update ein Upgrade spendiert. So kann sie nun auch im kabellosen Funk-Modus auf eine Abtastrate von 8000 Hz zugreifen. Ursprünglich ging das nur kabelgebunden, kabellos war bei 4000 Hz Schluss.

Software

Für die Software heißt es „back to the roots“: Anstatt der sehr praktischen Web-App Gearlink, die wir während unseres Tests der Harpe II Ace zu schätzen gelernt haben, müssen wir hier mit der PC-App Armoury Crate vorliebnehmen. Diese fiel uns in der Vergangenheit durch Abstürze, Aufhänger und Probleme bei der Installation negativ auf. Während des Tests mit der Keris II Ace verhält sich die geräteübergreifende Software erfreulich kooperativ. Abstürze gab es keine und auch die Installation klappt dieses Mal auf Anhieb. Allerdings bemerken wir manchmal eine etwas träge Performance innerhalb des Programms, wenn wir zum Beispiel zwischen Tabs hin und her wechseln.

Auf der Haben-Seite verbucht das Programm jedoch ein paar nützliche Funktionen: Erwartungsgemäß können die Tasten der Maus mit neuen/anderen Aktionen belegt werden, darunter auch Windows-Shortcuts und Multimedia-Funktionen. Installiert man noch den Makro-Editor hinzu, lassen sich auch selbst erstellte Makros auf Tasten legen. Vier DPI-Profile stehen zur Auswahl, jedes davon ist konfigurierbar. Die Spanne liegt hier bei 100 bis 42.000 DPI. Die Abtastrate (auch Polling-Rate), also wie häufig die Maus pro Sekunde mit dem PC kommuniziert, reicht von 125 Hz bis 8000 Hz. Praktisch: Man kann unterschiedliche Profile anlegen und sie anschließend mit bestimmten Spielen verknüpfen. Startet man das betreffende Spiel, wechselt das Profil automatisch. Das ist dann von Vorteil, wenn man nicht dauerhaft mit einer bestimmten Polling-Rate arbeiten möchte. In Valorant sind die 8000 Hz super, beim Arbeiten im Homeoffice vielleicht etwas übertrieben.

Funktionen wie Angle Snapping und Angle Tuning sind auch wieder mit am Start. Letztere ist vor allem für diejenigen interessant, die ihre Maus nicht gerade, sondern angewinkelt halten und auf dem Schreibtisch bewegen. Die Software macht dann aus den schrägen Bewegungen auf dem Schreibtisch gerade Bewegungen auf dem Bildschirm. Angle Snapping kann man sich hingegen als digitales Lineal vorstellen, das einem dabei hilft, eine gerade Linie zu ziehen. Das Feature ist jedoch Geschmackssache und nicht für jedes Spiel zu gebrauchen.

Die Beleuchtungseinstellungen halten sich in Grenzen, sind aber völlig ausreichend. Fünf verschiedene Effekte stehen zur Auswahl. Extrem nützlich ist der Battery Mode, welcher farbkodiert den Akkustand wiedergibt. Effekte wie pulsierende Farben oder der permanente Wechsel durch das Farbspektrum sind auch am Start.

Bedienung

Die Asus ROG Keris II Ace liegt gut in der Hand. Wir bedienen sie mit dem Fingertip-Grip, haben also ausschließlich über die Fingerspitzen Kontakt zur Maus. Dank der etwas gröberen Oberflächen- und Seitenflächen-Textur haben wir zu keiner Zeit das Gefühl, die Kontrolle über die Maus zu verlieren. Dank des matten Finishs bleiben Fingerabdrücke auf der Oberfläche zudem aus. Wir verwenden die Maus sowohl bei der Arbeit als auch beim Zocken. In beiden Fällen macht sie einen souveränen Job. Die optischen Switches der linken und rechten Maustaste liefern ein angenehmes Klickgeräusch und haben einen guten Druckpunkt. Die 8000-Hz-Abtastrate hält, was sie verspricht, und sorgt während unseres Tests für verzögerungsfreies Zocken.

Das Verbindungskabel ist mit 2 m lang genug, um während des Ladens beim Spielen nicht zu stören. Der Akku leert sich, abhängig von den gewählten Einstellungen, verhältnismäßig schnell. Mit voller Beleuchtung und einer permanenten Abtastrate von 8000 Hz sehen wir die Prozentanzeige zügig schwinden. Wir haben aber die Erfahrung gemacht, dass bereits das Senken der Beleuchtungsintensität auf 50 Prozent den Akkuverbrauch deutlich reduziert. Wer noch mehr aus dem Akku herausholen möchte, schaltet die Beleuchtung ganz aus und nutzt die 8000 Hz nur gezielt beim Zocken.

Preis

Die Asus ROG Keris II Ace in Weiß gibt es momentan für 108 Euro. In Schwarz kostet sie derzeit knapp 110 Euro auf Amazon.

Fazit

Als super leichte Maus macht die Asus ROG Keris II Ace für 105 Euro vieles richtig. Dank der raueren Textur der Schale und der geriffelten Seiten bedient sie sich hervorragend und liegt gut in der Hand. Nach einem Firmware-Update arbeitet sie jetzt auch kabellos mit einer Abtastrate von 8000 Hz und muss sich nicht hinter der Harpe II Ace verstecken. Die RGB-Beleuchtung ist nicht nur ein netter farblicher Touch, sondern durchaus nützlich, da sie den Akkustand anzeigen kann. Schade ist, dass man statt der praktischen Web-App Gearlink hier wieder auf Armoury Crate umsteigen muss. Ein Programm, das nach wie vor leider nicht rund läuft und in unserem Test zwar diesmal nicht abstürzt, aber weiterhin träge ist. Zudem sind so Linux-Nutzer ausgesperrt, da Armoury Crate nur für Windows verfügbar ist. Der Akku kommt bei voller Beleuchtung ganz schön ins Schwitzen und verliert verhältnismäßig schnell an Ladung, das lässt sich aber durch Anpassen der RGB-Intensität eindämmen.

Letztlich macht es einfach Spaß, mit der Keris II Ace zu spielen. Sie bedient sich äußerst angenehm und punktet mit ihrer Leistung auf dem Schlachtfeld. Der etwas schwächelnde Akku und die teilweise ruckelige Software trüben den Eindruck ein wenig, dennoch liefert sie einen hervorragenden Job ab, ist allerdings auch nicht günstig.

Be Quiet Dark Perk Ergo im Test: Leichte Gaming-Maus für Egoshooter

Hinter der Be Quiet Dark Perk Ergo und der Dark Perk Sym stecken zwei wirklich solide Gaming-Mäuse, mit denen man gekonnt Shooter spielen kann.

VORTEILE

  • gute Akkulaufzeit
  • 8000-Hz-Abtastrate
  • Web-App und Desktop-App für Mauseinstellungen
  • zuverlässige Performance beim Spielen

NACHTEILE

  • Wechsel zwischen Web-App und Desktop-App nicht immer reibungslos
  • Web-App hat nicht alle Funktionen der Desktop-App

Hinter der Be Quiet Dark Perk Ergo und der Dark Perk Sym stecken zwei wirklich solide Gaming-Mäuse, mit denen man gekonnt Shooter spielen kann.

Mit der Dark Perk Ergo und der Dark Perk Sym wagt Be Quiet den Einstieg in die Welt der superleichten Gaming-Mäuse. Ausgestattet sind die beiden Nager mit einer 8000-Hz-Abtastrate und dem Pixart-PAW3950-Sensor, der bis zu 32.000 DPI ermöglicht.

Die Mäuse unterscheiden sich vorwiegend in ihrer Form: Die Dark Perk Sym besitzt einen symmetrischen Körperbau, während die Dark Perk Ergo ergonomisch geformt ist. Bei beiden Varianten handelt es sich allerdings um Rechtshänder-Mäuse. Wir haben beide Versionen ausgiebig getestet und klären, ob sie den Kauf wert sind. Die Testgeräte stellte uns der Hersteller zur Verfügung.

Lieferumfang

Beide Mäuse kommen mit einem orangen USB-A-zu-USB-C-Verbindungskabel, dem Funk-Dongle mit 2,4 GHz sowie einem Funk-Adapter. Neben der Betriebsanleitung liegt zudem ein zusätzliches Set an Maus-Skates bei.

Design

Sowohl die Dark Perk Sym als auch die Dark Perk Ergo sind in schlichtem Schwarz gehalten. Beide Gaming-Mäuse wiegen gerade mal 55 g. Das geringe Gewicht erklärt sich schnell, wenn man die Mäuse umdreht. Sie sind auf der Unterseite offen und gewähren so Einblick in das Innere der Gaming-Peripherie. Der Be-Quiet-Schriftzug ziert die so sichtbare Platine. Wenn man genau hinschaut, kann man sogar die Mechanik beim Klicken der seitlichen Buttons beobachten.

Beim Rest des Layouts geht es derweil traditioneller zu: Zwei Buttons gibt es auf der linken Seite, während der Power-Button und der DPI-Switch auf der Unterseite der Maus liegen. Das Mausrad ist aus Plastik und gummiert geriffelt, einen Schalter, um zwischen Einrasten und Durchdrehen des Scrollrads zu wechseln, gibt es nicht. Was die Maße angeht, unterscheiden sich die beiden Modelle natürlich geringfügig aufgrund ihres Formfaktors. Die Dark Perk Ergo misst 120 × 66 × 40 mm, während die Dark Perk Sym 123 × 66 × 39 mm misst.

Eine richtige Beleuchtung hat die Maus nicht. Lediglich eine kleine LED über den seitlichen Buttons, die beim DPI-Wechsel farblich kodiert signalisiert, welches Profil gerade aktiv ist. Generell wirken beide Mäuse sehr schlicht und stechen optisch kaum hervor. Die Verarbeitung ist einwandfrei, wenngleich wir etwas Angst hätten, die Maus aufgrund der offenen Unterseite fallen zu lassen.

Einrichtung & Software

Die Einrichtung erfolgt problemlos per Anschluss via des Verbindungskabels direkt an die Maus oder per 2,4-GHz-Dongle. Anschließend sollte man entweder das IO Center als Desktop-App herunterladen oder die Web-App im Browser aufrufen. Für etwaige Firmware-Updates muss man sowohl Maus als auch Dongle parallel an den PC anschließen. Leider können Einstellungen wie die Klickgeschwindigkeit und die Maussensitivität zum Testzeitpunkt nur über das Betriebssystem oder die Desktop-App angepasst werden, weswegen man in diesen Fällen um eine Installation der App nicht herumkommt.

Die Web-App funktioniert bis auf eine Ausnahme reibungslos. Der Wechsel zwischen der Desktop-App und der Browser-Version gelingt nicht immer sofort. Häufig muss die PC-App vorher beendet und/oder die Browser-App neu geladen werden, damit die Maus im Browser konfigurierbar ist (Stand: Launch-Version beider Apps).

Die Einstellungsmöglichkeiten decken sich zum Großteil mit denen anderer Hersteller. Maustasten lassen sich mit verschiedenen Funktionen neu belegen, die fünf DPI-Profile mit unterschiedlichen Werten den eigenen Bedürfnissen anpassen – allerdings nicht kleiner als in fünfziger Schritten. Der verbaute Pixart-PAW3950-Sensor ermöglicht hier bis zu 32.000 DPI.

Spannend bei den Maustasten-Einstellungen ist, dass man auch das Verhalten des Klicks bestimmen kann. Ein einfacher Klick kann so wahlweise als Doppelklick ausgelesen werden. Alternativ kann man eine Aktion so lange ausführen lassen, wie man die Taste gedrückt hält. Mit der Auto-Fire-Einstellung richtet man hingegen ein, wie viele Klicks pro Sekunde (bis zu 50) bei gedrückter Maustaste auslösen.

Weitere Einstellungsmöglichkeiten beinhalten die Abtastrate (125 – 8000 Hz), Stromsparmodus inklusive Sleep-Timer sowie die Lift-Off-Distance. Auch Angle Snapping, Ripple Control und Motion Sync sind wie bei anderen Gaming-Mäusen am Start. Etwas außergewöhnlicher ist da schon die Möglichkeit, die Klickgeschwindigkeit sowie die Klickverzögerung einzustellen.

Bedienbarkeit

Im Praxistest kommen wir mit beiden Mäusen problemlos klar. Sowohl in täglichen Arbeitsszenarien als auch beim Spielen am Abend. Unser Mausgriff ist zwischen Fingertip- und Claw-Grip angesiedelt. Wir können beide Mäuse so einwandfrei bedienen, bevorzugen bei einer Gaming-Maus aber generell eine symmetrische Form. Die Omron-Optical-D2FP-FN2-Switches liefern einen zufriedenstellenden Betätigungspunkt und erfordern eine für uns ideale Betätigungskraft, um ungewollte Auslöser zu vermeiden.

Links die Dark Perk Ergo, rechts die Dark Perk Sym

Für uns sind auch die seitlichen Buttons immer ein wichtiges Kriterium bei der Wahl der Maus, da wir hier die Push-to-Talk-Funktion für den Voice-Chat im Spiel legen. Tatsächlich unterscheiden sich die beiden Modelle hier etwas voneinander. Nicht nur klingen die Klicks unterschiedlich (etwas heller bei der Sym) sondern auch die Buttons haben eine leicht andere Form. Bei der Sym sind sie etwas schmaler und der hintere Button ist etwas länger gezogen. Bei beiden Modellen klicken die seitlichen Tasten super zufriedenstellend, wobei wir generell die etwas breitere Variante der Dark Perk Ergo bevorzugen.

Die seitlichen Buttons der Be Quiet Dark Perk Sym und Ergo unterscheiden sich leicht in Form und Klang.

Beim Spielen verwenden wir überwiegend eine Abtastrate von 8000 Hz, tagsüber während der Arbeit hingegen hauptsächlich 1000 Hz. Sowohl kabelgebunden als auch kabellos wirken unsere Inputs präzise und ohne spürbare Verzögerungen. Das Gehäuse beider Mäuse ist aus ABS-Plastik und liegt hervorragend in der Hand. Auch wenn optionales Grip-Tape im Lieferumfang grundsätzlich auch bei den Be Quiet Dark Perk eine nette Dreingabe gewesen wäre, vermissen wir hier keine texturierten Seitenteile – trotz der glatten Oberfläche bieten beide Mäuse exzellenten Halt.

Der Akku macht während des Testzeitraums ebenfalls eine gute Figur. Wie bereits erwähnt, wechseln wir nur für unsere Gaming-Sessions auf eine Abtastrate von 8000 Hz und nutzen beide Mäuse im Alltag mit 1000 Hz. Damit erreicht man zwar nicht die maximal angegebenen 110 Stunden Laufzeit (bei 1000 Hz), kommt bei gemischter Nutzung jedoch problemlos auf etwa zwei bis drei Tage, bevor die Mäuse wieder ans Ladekabel müssen. Bei ausschließlicher Nutzung mit einer Abtastrate von 1000 Hz halten sie deutlich länger durch.

Preis

Die UVP der Be Quiet Dark Perk Ergo und Dark Perk Sym liegt bei 110 Euro. Die Dark Perk Ergo gibt es momentan für 89 Euro zu kaufen. Für die Dark Perk Sym zahlt man aktuell ebenfalls etwa 89 Euro.

Fazit

Mit der Dark Perk Ergo und der Dark Perk Sym steigt Be Quiet vielversprechend in den Markt der Gaming-Mäuse ein. Beide Exemplare überzeugen mit einer soliden Verarbeitung, einer guten Haptik und präzisen und verzögerungsfreien Klicks. Die Kombination aus Web-App und Desktop-App ist praktisch, läuft allerdings bisher nicht vollkommen rund. Nichts, was ein zukünftiges Firmware-Update nicht lösen könnte.

Als Neueinsteiger auf dem Markt bieten die beiden Mäuse von Be Quiet aber wenig Neues, für das sich ein Umstieg lohnen würde. Wer aktuell auf der Suche nach einer neuen High-End-Gaming-Maus ist, macht mit einem Kauf der Dark Perk Sym oder Dark Perk Ergo jedoch wenig falsch.

Gaming-Maus Logitech G305 X Superlight im Test: Ewig zocken mit einer Akkuladung

Leicht, kompakt und mit einer beeindruckenden Akkulaufzeit: Die Gaming-Maus Logitech G305 X Superlight liefert ab – und das für unter 100 Euro.

VORTEILE

  • beeindruckende Akkulaufzeit
  • mit 61 g angenehm leicht
  • knackige & präzise Klicks
  • Logitech G-Hub als kompetente Software

NACHTEILE

  • 8000 Hz nur via separat erhältlichem Dongle

Leicht, kompakt und mit einer beeindruckenden Akkulaufzeit: Die Gaming-Maus Logitech G305 X Superlight liefert ab – und das für unter 100 Euro.

Die Logitech G305 X Superlight stellt ein Update der beliebten G305 dar. Trotz 61 statt 99 Gramm Gewicht, RGB-Beleuchtung und mehr DPI bleibt der Formfaktor gleich. Bis zu 130 Stunden Laufzeit pro Ladung schreibt Logitech dem Akku zu. Wir haben die Gaming-Maus für 80 Euro getestet und verraten, ob sich der Kauf lohnt. Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.

Lieferumfang

Die Logitech G305 X Superlight kommt mit 2,4-GHz-USB-A-Funkdongle und einem USB-C-zu-USB-A-Verbindungskabel.

Design

Die Bauform der 61 g schweren Logitech G305 X Superlight ist vollkommen symmetrisch und mit Maßen von 63,9 × 38,2 × 117,3 mm relativ kompakt. Sie folgt dem typischen Layout von Rechtshändermäusen, mit zwei Buttons auf der linken Seite der Peripherie. Unter dem Mausrad befindet sich der DPI-Button, welcher von einem milchigen Kunststoffstreifen umschlossen ist. Hier scheint die RGB-Beleuchtung der kleinen Maus dezent hindurch.

Auf der Unterseite der Peripherie befinden sich An-/Aus-Schalter sowie der Modus-Button, um zwischen der Funk- und der Bluetooth-Verbindung zu wechseln. Außerdem verstaut man hier den 2,4-GHz-Funkdongle. Vorne an der Maus liegt der USB-C-Port, um sie per Kabel zu laden. Dadurch kann man sie auch problemlos während des Ladens kabelgebunden verwenden. Unser Testgerät ist weiß, es gibt aber auch eine schwarze Variante der G305 X Superlight.

Trotz des geringen Gewichts und des kleinen Formfaktors wirkt die Logitech G305 X Superlight recht robust. Im Inneren klappert nichts, am Gehäuse wackelt oder knarzt nichts, und in der Hand fühlt sie sich ausgesprochen griffig an.

Software

Wie für alle Logitech-Gaming-Produkte kommt auch bei der G305 X Superlight die Software G-Hub zum Einsatz. Die App bietet fünf verschiedene DPI-Profile, ermöglicht es, die Tastenbelegung der Maus zu verändern sowie die Beleuchtung der LEDs anzupassen. Zudem findet der BHOP-Modus erneut Einzug, dazu später mehr.

Die Einrichtung ist binnen weniger Sekunden erledigt. Die Software erkennt die Peripherie sofort und gewährt Zugriff auf die Einstellungen. Die fünf DPI-Profile lassen sich wahlweise sowohl auf der x- als auch auf der y-Achse konfigurieren. Wer das nicht braucht, kann den DPI-Wert auch ganz regulär für beide Achsen gleichzeitig festlegen. Die DPI-Spanne liegt hier zwischen 100 und 44.000 und ist sogar in Einser-Schritten veränderbar. Logitech liefert zudem auch DPI-Presets für verschiedene Szenarien und Spielgenres.

Für die Tastenbelegung stehen diverse Tastenkombinationen à la Strg + C und Strg + V parat, aber auch Makros kann man erstellen und auf eine der Tasten legen. Neu hinzugekommen sind Audiosamples, die man per Tastendruck abspielen kann. Logitech liefert hier eine Auswahl, die von Begrüßungen in verschiedenen Sprachen bis hin zu speziellen Soundeffekten wie Keuchen, Piepton oder Applaus reicht. Die Option, eigene Samples hochzuladen und auf die Tasten zu legen, konnten wir nicht finden.

Sechs verschiedene Beleuchtungseffekte und vier vordefinierte Effektfarben liefert die App. Dazu kommt die Option, benutzerdefinierte Farben festzulegen. Wer möchte, kann die Beleuchtung selbstverständlich auch komplett ausschalten.

Mit aktiviertem BHOP-Modus ignoriert die G305 X die erste Scrollbewegung des Mausrads, außer eine zweite Bewegung findet innerhalb eines zuvor festgelegten Zeitfensters statt. Das soll verhindern, dass es aus Versehen betätigt wird. Gerade im Bereich der kompetitiven taktischen Shooter legen Spieler die Sprungfunktion gerne auf das Mausrad, um kontrollierter springen zu können. Das zeitlich genau abgestimmte Springen ermöglicht schnellere Bewegungen im Spiel und wird Bunny-Hopping genannt.

Die App liefert, wie auch in den vergangenen Tests anderer Logitech-Gaming-Mäuse, eine hervorragende Performance und glänzt mit einer fantastischen Benutzerfreundlichkeit, aufgeräumtem Design und nützlichen Funktionen.

Bedienbarkeit

Wir verwenden die Logitech G305 X Superlight bei der täglichen Arbeit im Büro und setzen sie abends beim Zocken ein. Überrascht hat uns hier der Akku. Nach gut einer Woche im täglichen Einsatz attestiert uns G-Hub noch 85 Prozent Akkustand. Logitech wirbt mit bis zu 130 Stunden pro Ladung, was für uns durchaus plausibel klingt. Wer die Maus nur für die abendliche Gaming-Session verwendet, wird mit einer Akkuladung sehr lange auskommen. Praktisch ist in diesem Zusammenhang die Schnellladefunktion, die nach 2 Minuten Aufladen bereits 3,5 Stunden Akkulaufzeit gibt.

Wie alle Mäuse greifen wir auch die G305 X Superlight mit den Fingerspitzen. Sie bedient sich komfortabel über mehrere Stunden hinweg und liegt sicher in der Hand. Die Klicks der zwei Haupttasten sind knackig, während die Betätigungskraft der zwei seitlichen Tasten für unseren Geschmack minimal zu schwach ist. Sie ist aber hoch genug, damit wir die Tasten nicht aus Versehen durch Auflegen des Daumens betätigen.

In Overwatch und Valorant bemerken wir keine Verzögerung der Klicks, die Maus wirkt ausgesprochen responsiv und die Betätigung der Maustasten überhaupt nicht schwammig. Die G305 X Superlight unterstützt von Haus aus eine Abtastrate von 1000 Hz und kann per separat erhältlichem – aber derzeit ausverkauftem – Dongle auf bis zu 8000 Hz hoch gehen.

Preis

Die UVP der Logitech G305 X Superlight liegt bei 80 Euro. Aktuell bekommt man sie in Schwarz für 77 Euro. In Weiß kostet sie derzeit ebenfalls 77 Euro.

Fazit

Die Logitech G305 X Superlight erfindet das Rad nicht neu, liefert mit geringem Gewicht, präzisen Klicks und einer starken Akkulaufzeit aber eine solide Grundlage, um beim Zocken mit ihr viel Spaß zu haben. Im Vergleich zur Flagship-Gaming-Maus Logitech G Pro X2 Superstrike (Testbericht) kostet sie auch nur etwa halb so viel. Unterstützt wird sie durch die App Logitech G-Hub, die mit einer top Benutzerfreundlichkeit glänzt.

Wer mehr Leistung aus der Peripherie herausholen möchte, muss einen separaten Dongle kaufen, der die Abtastrate der G305 X Superlight auf bis zu 8000 Hz erhöht. Braucht man das nicht, bekommt man mit der G305 X Superlight trotzalledem eine starke Gaming-Maus.

Gaming-Maus Steelseries Aerox 3 Wireless im Test: IP54 trotz löchriger Optik

Die Gaming-Maus Steelseries Aerox 3 Wireless fällt durch ihr löchriges Design auf, was trotz der vielen Öffnungen eine IP54-Zertifizierung hat.

VORTEILE

  • schickes Design
  • praktische Funktionen per Software
  • solide Haptik
  • starke RGB-Beleuchtung

NACHTEILE

  • Akku nicht sehr ausdauernd
  • etwas zu teuer für den Funktionsumfang
  • seitliche Buttons relativ schmal

Die Gaming-Maus Steelseries Aerox 3 Wireless fällt durch ihr löchriges Design auf, was trotz der vielen Öffnungen eine IP54-Zertifizierung hat.

Die Steelseries Aerox 3 Wireless fällt sofort dank des luftig-löchrigen Designs der Schale in Kombination mit der kräftigen RGB-Beleuchtung auf. Schickes Aussehen ist aber bekanntlich nicht alles, und da stellt sich die Frage, ob die 67 g leichte kabellose Gaming-Maus noch mehr zu bieten hat. Wir haben sie getestet und verraten es. Das Testgerät wurde uns vom Hersteller zur Verfügung gestellt.

Lieferumfang

Zusammen mit der Maus gibt es ein 1,8 m langes Verbindungskabel (USB-C-zu-USB-A), einen 2,4-GHz-Funkreceiver sowie einen Extension-Adapter. Eine Kurzanleitung liegt ebenfalls bei.

Design

Die Steelseries Aerox 3 Wireless kommt im symmetrischen Formfaktor, mit etwa 67 g Gewicht und den Maßen 121 × 67 × 38 mm. Das macht sie relativ groß, weswegen sie auch prima für größere Hände geeignet ist. Unser Testmodell ist weiß, alternativ gibt es die kabellose Gaming-Maus aber auch in Schwarz und im milchig transluzenten Ghost-Look.

Optisch ist der Nager dank der löchrigen Schale definitiv ein Blickfang. Mit aktivierter RGB-Beleuchtung kann man so einen guten Blick ins Innere der Peripherie erhaschen. Die LEDs befinden sich im unteren Teil der Maus und strahlen durch transluzentes Plastik seitlich sowie logischerweise oben durch die Löcher hindurch. Tatsächlich, und das wirkt aufgrund der unzähligen Öffnungen fast unglaubwürdig, ist die Maus IP54 zertifiziert. Dadurch ist sie vor Staub und Spritzwasser geschützt.

Die Schale besteht aus ABS-Plastik, verzichtet aber auf das häufig verwendete weiche Finish. Dadurch fühlt sie sich ein klein wenig rauer an. An der Verarbeitung gibt es so gut wie nichts auszusetzen. Lediglich der DPI-Button wirkt etwas wackelig beim Drücken.

Das gummierte Mausrad aus Plastik ist für unseren Geschmack etwas zu tief gelegen, lässt sich aber noch gut bedienen. Auf der linken Seite befinden sich zwei zusätzliche, ziemlich schmale Buttons. Auch die Unterseite ist von Löchern durchzogen, allerdings durch das transluzente Plastik abgedichtet. Hier befindet sich der Power-Schalter, der gleichzeitig auch die Verbindungsmodi – Funk, Bluetooth und kabelgebunden – wechselt. Für Letzteren befindet sich der USB-C-Port vorn an der Maus.

Einrichtung & Software

Die Einrichtung klappt problemlos, Maus und Funkdongle werden von unserem PC unter Windows 11 sofort erkannt. Die Aerox 3 Wireless ist zudem kompatibel mit ChromeOS, Linux, Mac und der Xbox. Das gilt allerdings nur für die Maus, denn die Software Steelseries Engine läuft zum Testzeitpunkt nur unter Windows 7 und höher sowie unter Mac OSX 10.12 und höher. Da sie aber mit einem Onboard-Speicher ausgestattet ist, lassen sich Einstellungen direkt auf ihr abspeichern.

Engine ist Teil der Steelseries-GG-Suite und beherbergt alle Einstellungsmöglichkeiten der Maus. Die Maustasten kann man mit neuen Funktionen belegen, darunter das Öffnen von Programmen, das Aufzeichnen und Ausführen von Makros oder das Ausführen von Shortcuts (auch Windows- oder Mac-spezifische Shortcuts). Praktisch: Unter dem Dropdown-Menü ist zusätzlich ein Aufnahme-Tool integriert, über das man etwa Tastenkombinationen händisch aufzeichnet und direkt auf eine gewünschte Maustaste legt.

Fünf verschiedene DPI-Profile stehen zur Auswahl und sind selbstredend individuell anpassbar. Bis zu 18.000 DPI sind maximal möglich, während in der anderen Richtung bei 100 Schluss ist. Ein nettes Detail: Verändert man den Wert eines Profils, beispielsweise von vormals 800 auf 100, ordnet es sich im Menü automatisch vor dem nächsthöheren ein.

Wer möchte, kann die Beschleunigung und Entschleunigung des Mauscursors per Schieberegler anpassen, Angle-Snapping hinzuschalten oder die Abtastrate (maximal 1000 Hz) verändern. Energiesparfunktionen beinhalten die Regulierung des Sleep-Timers sowie der LED-Dimmung. Zusätzlich gibt es noch den High-Efficiency-Mode, der das Gros der Beleuchtung deaktiviert und die Abtastrate bei 125 Hz parkt. Von vornherein aktiviert ist hingegen der Illumination-Smart-Mode. Der sorgt dafür, dass die Maus nur leuchtet, wenn sie nicht bewegt wird, lässt sich aber jederzeit ausschalten.

Die Beleuchtung lässt sich entweder über Engine oder das optional aktivierbare Prism einrichten. Die Beleuchtung der Maus ist in beiden Programmen in drei Zonen aufgeteilt, wobei jede Zone mit anderen Farben und Effekten versehen werden kann. Zur Auswahl stehen 26 Presets. Alternativ kann man aus fünf Grundeffekten wählen, die dann unter anderem in Ausrichtung, Farbe und Geschwindigkeit anpassbar sind.

Bedienbarkeit

Sowohl beim Spielen als auch beim Arbeiten macht die Maus einen kompetenten Eindruck. Wir bemerken keine spürbaren Verzögerungen oder ungewollt ausgelöste Klicks. Die Schale bietet eine für uns vollkommen ausreichende Griffigkeit, und während der durchlöcherte Rücken der Maus sich anfangs etwas ungewöhnlich angefühlt hat, haben wir uns schnell an dessen Textur gewöhnt.

Die Tasten sind lang genug, damit Palm-, Fingertip- und Claw-Grip-Spieler diese komfortabel betätigen können. Das Mausrad ragt für uns wie bereits erwähnt etwas zu flach aus dem Gehäuse hervor und auch die super schmalen seitlichen Tasten gefallen uns nach mehreren Gaming-Sessions nach wie vor nicht. Traditionell legen wir auf die vordere Taste unseren Push-to-Talk-Button. Im Fall der Aerox 3 Wireless pikst bei gedrückter vorderer Taste dann aber die hintere Taste leicht in den Daumen.

Sowohl Betätigungspunkt als auch Betätigungskraft der verwendeten Golden-Micro-IP54-Switches fühlen sich für uns optimal austariert an. Ein Klick benötigt vergleichsweise aber durchaus etwas Kraft und könnte für den einen oder anderen eine Umgewöhnung bedeuten.

Wir verwenden die Steelseries Aerox 3 Wireless tagsüber während der Arbeit und abends beim Spielen ausschließlich mit 1000-Hz-Abtastrate sowie aktivierter Beleuchtung und hinzugeschaltetem Illumination-Smart-Mode. In dieser Konfiguration ist der Akku nach nicht einmal einem Tag im Einsatz bereits zu einem Drittel leer. Am zweiten Tag hängen wir die Maus dann ans Ladekabel. Wer die Maus nur zum Zocken verwendet, holt hier sicherlich mehr Laufzeit heraus. Auch das Ausschalten der RGB-Beleuchtung dürfte den Akku etwas entlasten.

Preis

Die Steelseries Aerox 3 Wireless hat eine UVP von 110 Euro. Aktuell kostet sie in Weiß auf Amazon 83 Euro. Die Ghost-Variante schlägt mit gut 92 Euro zu Buche. In schwarzer Optik gibt es die Gaming-Maus derzeit für etwa 70 Euro auf Amazon.

Fazit

Im Praxistest überzeugt die Steelseries Aerox 3 Wireless beim Arbeiten und Zocken als zuverlässige Gaming-Maus. Eine ausgezeichnete Verarbeitung mit solider Griffigkeit punktet hier ebenfalls, wenngleich wir uns deutlich breitere seitliche Buttons gewünscht hätten. Die luftige Optik gefällt uns und lässt die intensive RGB-Beleuchtung hervorragend zur Geltung kommen. Leider ist der Akku verhältnismäßig schwach, wenn man diese aktiviert. Die Software überzeugt indes durch ihre Benutzerfreundlichkeit, bietet aber neben den erwarteten Standardfunktionen wenig Aufregendes.

Grundsätzlich macht man mit einem Kauf der Steelseries Aerox 3 Wireless wenig falsch. Vor allem, wenn man nicht die neuesten Funktionen benötigt und mit dem vergleichsweise schwächelnden Akku kein Problem hat. Optisch ist sie definitiv ein Hingucker und auch sonst überzeugt die Maus beim Arbeiten und Zocken. Zur UVP ist sie allerdings etwas zu teuer – hier empfehlen wir, auf einen Sale zu warten.

ZUSÄTZLICH GETESTET

MSI Versa 300 Elite Wireless

Akko Dash Ultra

Cherry Xtrfy M8 Wireless

Razer Deathadder V3 Hyperspeed



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