Künstliche Intelligenz
Mittwoch: Razzien wegen Glasfaser-Bestechung, Meta-Mitarbeiterüberwachung für KI
Ein Mitarbeiter der Deutschen Telekom soll Aufträge für den Glasfaserausbau einer Duisburger Baufirma zugeschanzt haben, gegen Gebühr. Durch einen internen Tipp ist die Telekom auf diese Bestechung aufmerksam geworden und hat Anzeige erstattet. Aufgrund dieses Verdachts wurden jetzt verschiedene Wohnungen durchsucht und Bankschließfächer geöffnet. Ohne Verdacht zeichnet eine neue Tracking-Software auf Büro-PCs bei Meta Platforms Maus- und Tastaturaktionen der Mitarbeiter auf. Laut Facebook-Konzern geht es nicht um Überwachung oder Leistungsbeurteilungen, durch die gesammelten Daten sollen KI-Modelle menschliches Verhalten lernen. Das soll die Entwicklung von KI-Agenten unterstützen. Derweil hat Framework ein neues Notebook-Modell mit neuen Prozessoren, besserem Display und gefrästem Gehäuse angekündigt. Insbesondere soll die Akkulaufzeit deutlich länger sein als bislang. Der Framework Laptop 13 Pro macht vieles besser, aber alte Framework-Notebooks sind mit den neuen Komponenten aufrüstbar – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.
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Ein Mitarbeiter der DT-Tochterfirma Telekom Technik GmbH steht unter Verdacht, Bestechungsgelder angenommen zu haben. Daher hat das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen gleich 40 Hausdurchsuchungen durchgeführt und zusätzlich diverse Bankschließfächer öffnen lassen. Anlass sind Ermittlungsergebnisse nach einer Anzeige der Deutschen Telekom selbst. Diese investiert im Zuge des Glasfaserausbaus viel Geld. Ihre Tochterfirma namens Telekom Technik GmbH hat immer wieder außenstehende Unternehmen mit Baumaßnahmen beauftragt. Ein dafür zuständiger 37-jähriger Mitarbeiter in Bonn soll wiederholt eine Duisburger Baufirma beauftragt haben, die ihm im Gegenzug heimlich drei Prozent der Auftragssumme zugesteckt haben soll: Razzien in Nordrhein-Westfalen wegen Glasfaser-Bestechung.
Meta Platforms hat die Mitarbeiter in den USA darüber informiert, dass auf deren Systemen eine neue Tracking-Software installiert wird, die Mausbewegungen, Klicks und Tastenanschläge aufzeichnet. Mit diesen Daten sollen KI-Modelle trainiert werden. Ziel sei es, KI-Agenten zu entwickeln, die Arbeitsaufgaben autonom ausführen können. Diese „Model Capability Initiative“ ist aktiv bei arbeitsbezogenen Programmen und Websites. Zudem werden gelegentlich Screenshots von den Bildschirmen der Angestellten angefertigt. Dabei geht es nicht um Überwachung oder Leistungsbeurteilungen, sondern allein um KI-Training, versichert ein Meta-Sprecher. In der EU würde dieses Vorgehen wohl gegen die DSGVO verstoßen, in den USA ist es legal: Meta erfasst Mausbewegungen und Tastenanschläge von Mitarbeitern für KI-Training.
Frameworks neueste Notebook-Generation bekommt den Namenszusatz Pro, mit Verbesserungen an vielen Stellen. Am stärksten macht sich das bei der Akkulaufzeit bemerkbar: Beim Netflix-Streaming in 4K-Auflösung sollen jetzt etwa 20 statt acht Stunden drin sein. Der Hersteller erhöht die Akkulaufzeit durch diverse Stellschrauben. Zum einen sitzt im Gehäuse ein größerer Akku mit gleichzeitig höherer Energiedichte, der so auf 74 statt 61 Wattstunden kommt. Zum anderen kommt effizientere Hardware zum Einsatz, etwa der Prozessor von Intel oder AMD und der Hauptspeicher. Framework will den Laptop 13 Pro in einer DIY-Version ohne Speicher und Betriebssystem für 1199 US-Dollar anbieten, aber auch Upgrades des bisherigen Framework Laptop 13 bleiben möglich: Framework Laptop 13 Pro verlängert Akkulaufzeit erheblich.

Alle Komponenten des Framework Laptop 13 Pro passen auch in bisherige 13er-Modelle des Herstellers.
(Bild: Framework)
Mit dem European Health Data Space (EHDS), der elektronischen Patientenakte (ePA) und der geplanten European Digital Identity Wallet (EUDI-Wallet) soll ein grenzüberschreitender Datenraum möglich werden, in dem einerseits Daten ausgetauscht werden, andererseits die Versorgung innerhalb der EU länderübergreifend funktionieren soll. Deutschland soll jetzt „EHDS-compliant“ werden. Hier bildet die seit dem 15. Januar 2025 flächendeckend eingeführte ePA die Basis für den Anschluss an den EHDS. Entscheidend ist aber, dass Datentypen wie Medikationsdaten, Laborbefunde oder Arztbriefe, die für die Versorgung benötigt werden, auch im EHDS vorgesehen sind. Durch den EU-Datenaustausch sollen E-Rezepte auch im EU-Ausland eingelöst werden können: Deutschland soll bei EU-Gesundheitsdatenraum, ePA und EUDI-Wallet liefern.
Über eine billigere MacBook-Baureihe wurde schon seit Herbst 2023 spekuliert. Ab Mitte 2025 tauchten Berichte auf, laut denen Apple darin einen iPhone-Prozessor einbauen wolle. Am 4. März stellte Apple das MacBook Neo dann vor und erwischte die gesamte Windows-Konkurrenz kalt. Denn es gibt bisher schlichtweg kein Gerät in diesem Preisbereich, das mit dem MacBook Neo mithalten kann. Dabei geht es nicht nur um die vergleichsweise hohe Rechenleistung des iPhone-SoC, sondern um das Gesamtpaket: ein in dieser Preisklasse führendes Display, lüfterlose Kühlung, ordentliche Akkulaufzeit, gute Tastatur, schickes Metallgehäuse. Welche Zutaten das MacBook Neo so besonders machen und welche Schwachpunkte es gibt, besprechen wir im Bit-Rauschen, dem Prozessor-Podcast: Apples MacBook Neo überrollt die Konkurrenz.
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Auch noch wichtig:
- Seit Einführung des Österreich-Modells am 1. April 2026 sind die Spritpreise gestiegen. Der ADAC zeigt, dass Mineralölkonzerne hohe Risikoaufschläge einpreisen: Der ADAC zeigt, warum neue Regelung Kraftstoffpreise verteuert.
- Kunden verwenden GitHub Copilot stärker als geplant. Jetzt zieht Microsoft die Reißleine und schränkt die Nutzung ein. Sind die Kapazitäten ausgereizt? Microsoft lehnt Neukunden für GitHub Copilot ab.
- Einige chinesische Automarken, darunter BYD und MG Roewe, gewinnen in Deutschland immer höhere Marktanteile. Der Iran-Krieg könnte ihre Expansion beschleunigen: Chinesische Autos drängen auf den deutschen Markt.
- Schon vor einem Jahr hat Curiosity mit einem Fund auf dem Mars für Aufsehen gesorgt. Nun kommt ein weiterer Nachweis organischer Verbindungen hinzu: NASA-Rover Curiosity findet „Bausteine des Lebens“ auf dem Mars.
- Es kam, wie erwartet: Tim Cook wird mit 65 zum Chef des Apple-Boards, Hardwareboss John Ternus wird CEO. Was das für Apple und die Nutzer bedeutet, beschreibt unser Kommentar zum Wechsel an der Apple-Spitze: Danke, Tim Cook, hallo John Ternus.
- Eine Datenschutzvereinbarung für Microsoft 365 an Schulen in Hannover fiel nicht streng genug aus. Kann die Stadt die Nutzung der Software noch ermöglichen? 75.000 Microsoft-Lizenzen in Hannover wegen Vertragsfehler vorerst nutzlos.
- Ein Japaner wurde für die Veröffentlichung von extensiven Spoiler-Texten zu einer Haftstrafe auf Bewährung verurteilt. Es habe sich um Adaptionen gehandelt: Gefängnisstrafe in Japan für Spoiler zu Godzilla-Film und Anime auf Internetseite.
- Ab Mai soll das Portal für den Zugang zur E-Auto-Prämie offen für alle Berechtigten sein. Wer gehört alles dazu, wann und wie beantragt man die Förderung? Die wichtigsten Informationen zur Beantragung der Elektroauto-Förderung.
- Seit Monaten wird wegen verschiedener Vorwürfe in Frankreich gegen X ermittelt. Dazu sollte Elon Musk befragt werden, er ist aber nicht erschienen: Bei Ermittlungen gegen X kommt Elon Musk Vorladung nach Paris nicht nach.
- Der Slicer spielt eine zentrale Rolle im 3D-Druck-Workflow. OrcaSlicer gewinnt zunehmend an Bedeutung und erweitert seinen Funktionsumfang stetig: Massives Update mit OrcaSlicer 2.3.2.
- OnePlus hat erstmals bestätigt, seine europäische Strategie zu prüfen. Zahlreiche Mitarbeiter haben das Unternehmen bereits verlassen: OnePlus prüft Zukunft in Europa – Mitarbeiter verlassen das Unternehmen.
- Milliarden gestoppte Werbeanzeigen, zig Millionen gesperrte betrügerische Nutzerkonten – das hat Google mit der Gemini-KI erledigt: Google blockierte 2025 mit KI-Hilfe mehr als 8 Milliarden Werbeanzeigen.
(fds)
Künstliche Intelligenz
Kommentar: Warum Microsoft jetzt auf Open Source setzt
Wie sich die Zeiten doch ändern: Ausgerechnet Microsoft liefert heute Open Source frei Haus. Richtig praktische und wirklich offene Werkzeuge für Entwickler reihte der Konzern auf der Build 2026 auf – ein quelloffenes KI-Terminal, hilfreiche Dev Configs, dazu WSL-Container und mehr als 75 Unix-Werkzeuge der Coreutils. Doch wer darin nur Entwicklerfreundlichkeit sieht, verpasst den eigentlichen Coup. Open Source ist inzwischen das perfekte Business für den Konzern.
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Moritz Förster schreibt seit 2012 für die iX und heise online. Er betreut neben dem iX-Channel den Bereich Arbeitsplatz.
Microsoft ging gegen offene Standards lange strategisch vor – und die Strategie trug in den 90ern ein berüchtigtes Kürzel: „EEE – Embrace, Extend, and Extinguish“. Das US-Justizministerium dokumentierte, wie der Konzern dabei vorging. Erst drang Microsoft in Märkte mit offenen Standards ein, dann erweiterte es diese Standards um proprietäre Funktionen, und schließlich nutzte es die so entstandenen Unterschiede, um die Konkurrenz auszuschalten.
Sofort wurde das zu Microsofts Geschäftspraxis: Zum Beispiel setzt Microsoft im Browserkrieg den Internet Explorer nicht nur offensiv gegen Netscape ein; interne Memos zeigen darüber hinaus, dass der Konzern Office und HTML-Funktionen so verzahnen wollte, dass sie als Hebel ausschließlich das eigene Ökosystem stärken.
Diesmal fehlt das dritte E
Doch die Ankündigungen der Build 2026 sind nicht einfach nur EEE 2.0 mit besserem Marketing. Das Umarmen war immer nur Mittel zum Zweck, und der Zweck hieß ersticken. Heute fehlt diese dritte Stufe.
Microsoft gibt bei den Werkzeugen, die Entwickler täglich nutzen, keinen Zentimeter Boden auf. Niemand muss migrieren oder sich umgewöhnen. Und niemand lockt den offenen Standard in eine proprietäre Sackgasse. Was hier an Reibung verschwindet, kostet Microsoft nur Entwicklungsaufwand – aber keinesfalls Marktmacht.
Nehmen wir als Beispiel die Datenbanken: Statt einer hauseigenen, geschlossenen Datenbank setzt Microsoft mit Azure HorizonDB auf das offene PostgreSQL. Die Botschaft: Bleibt bei Postgres, wir bauen die KI-Bausteine drumherum. Ausgerechnet der Konzern, der mit proprietären Datenbanken groß wurde, setzt jetzt auf die Open-Source-Alternative.
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Die Motivation ist betriebswirtschaftlich, Satya Nadella hat das nie verheimlicht. Seit 2014 verschiebt Microsoft sein Kerngeschäft von der Lizenzsoftware zu den Plattformdiensten, und Nadella sagt offen, dass sich mit geschlossenen Lizenzen auf Dauer kein Staat mehr machen lässt. Warum eine Lizenz einmal verkaufen, wenn man dieselbe Leistung monatlich vermieten kann? Dass heute über die Hälfte der Azure-Workloads unter Linux laufen, gehört inzwischen zum Geschäftsmodell.
Microsoft kassiert trotzdem ab
Der Coup steckt im Business-Schlachtfeld selbst. Der Kampf heißt nicht mehr Windows gegen Open Source. Er heißt Cloud gegen Cloud. Die Maut kassiert Microsoft nicht mehr an der Systemgrenze, sondern beim Cloud-Dienst: bei Azure, bei GitHub, beim Copilot-Abo. Der Konzern stellt das Kassenhäuschen einfach woanders auf.
Selbst Steve Ballmer hat das inzwischen eingeräumt. Seine frühere Haltung sei für ihre Zeit richtig gewesen, doch die Linux-Bedrohung liege heute „im Rückspiegel“. Und die harte Linie habe dem Konzern damals mehr Umsatz gebracht, als ein frühes Umarmen es getan hätte. Erst kämpfen, dann kassieren, schließlich umarmen – aus Sicht der Bilanz hat sich jede Phase gelohnt.
Bleibt die Frage nach dem dritten E
Man sollte die Wende trotzdem nicht zu gutgläubig feiern. Viele Entwickler misstrauen dem freundlichen Microsoft bis heute aus gutem Grund. Als der Konzern 2021 eine Hot-Reload-Funktion aus dem quelloffenen .NET herauslösen wollte und sie erst nach lautem Protest zurückholte, blitzten die alten Reflexe wieder auf. Auch die heute „umarmten“ Werkzeuge wie GitHub, Copilot und Codespaces tragen proprietäre Schichten in sich. Jede Nutzung zentralisiert die Branche ein Stück weiter auf einen einzigen Anbieter.
Microsofts Open-Source-Zuneigung mag heute echt sein – aber sie entspringt eben nicht einem Altruismus, sondern dem nüchternen Kalkül, nicht wie einst IBM zu erstarren. Doch in fünf Jahren kann schon wieder eine andere Business-Logik gelten.
(fo)
Künstliche Intelligenz
„gen ATLAS“: Neues Spiel von Fumito Ueda erscheint erstmals auf dem PC
Das nächste Spiel des rennommierten Spiele-Directors Fumito Ueda heißt „gen ATLAS“. Den offiziellen Titel samt neuem Trailer enthüllte das Studio genDESIGN auf dem Summer Game Fest am Freitag. „gen ATLAS“ erscheint für Playstation 5, Xbox Series X/S und PC. Auf dem PC bleibt das Spiel dem Epic Games Store vorbehalten, weil Epic Games das Publishing übernimmt – eine Steam-Version wird es also erst einmal nicht geben.
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Für Ueda ist es das erste Spiel, das nicht exklusiv für die Playstation erscheint. Der Japaner gilt als einer der einflussreichsten Spieledesigner der Branche, hat unter anderem „Ico“, „Shadow of the Colossus“ und „The Last Guardian“ im Portfolio. Alle drei Titel sind für ihren minimalistischen Erzählstil und ihre stille Bildsprache bekannt.
„gen ATLAS“ ist das erste neue Spiel von genDESIGN seit „The Last Guardian“ aus dem Jahr 2016. Bekannt war das Projekt bislang unter dem Arbeitstitel „Project Robot“, den das Studio bei den Game Awards 2024 erstmals enthüllt hatte.
Ein Third-Person-Shooter?
Laut der Spielbeschreibung erwacht der Spieler ohne Erinnerung auf einem verlassenen Planeten: „Vor dir erstreckt sich eine weite, stumme Welt. Kolossale Bauten erstrecken sich über endlose Ebenen, stillgelegte Anlagen und ein sich ständig veränderndes Meer“, heißt es bei Epic Games. „Als du tiefer in diese seltsame Welt vordringst, erwartet dich ein gigantischer Roboter. Seine überwältigende Kraft öffnet Wege zu vorher unerreichbaren Orten und deine Vorstellung von der Welt verändert sich.“
Das klingt tatsächlich nach Ueda, auch wenn die gezeigten Gameplay-Szenen überraschen: An die Stelle kontemplativer Entschleunigung tritt hier Action-Gameplay: „gen ATLAS“ spielt sich wie ein Third-Person-Shooter. Dennoch wolle er wieder „Momente stiller Verwunderung und Entdeckung“ schaffen, erklärt Ueda in einer Mitteilung.
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Wann „gen ATLAS“ auf den Markt kommt, ist noch offen. Im Trailer sieht man, dass es technisch noch zu tun gibt: In den Gameplay-Szenen sind Ruckler und niedrige Bildraten erkennbar.
(dahe)
Künstliche Intelligenz
Bots übernehmen Internet früher als gedacht
Eigentlich sollte die Bot-Apokalypse für das Web erst nächstes Jahr stattfinden, allerdings sind die automatisierten Helfer ihrem Zeitplan voraus. Jetzt hat Matthew Prince verkündet, dass es im Netz aktuell mehr HTML-Traffic durch Bots gibt als durch echte Menschen.
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Prince leitet das IT-Sicherheitsunternehmen Cloudflare, das die Infrastruktur und den Datenverkehr von Websites gegen Angriffe schützt – er kann also auf recht valide Daten zugreifen. Die Bot-Übernahme hat er eigentlich erst für Ende, dann für Anfang 2027 vorhergesagt. Er macht für die Planübererfüllung vor allem den Anstieg von agentic traffic verantwortlich, das sind Abrufe durch KI-Agenten. Seine aktuelle Feststellung hat er in einem Beitrag auf X öffentlich gemacht.
Insgesamt führen die Menschen (noch)
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Auf der Analyseseite von Cloudflare sind Bots aktuell für etwa 57 Prozent des HTML-Datenverkehrs verantwortlich – für HTTP-Requests, die HTML-Inhalte ausliefern. Die gesamte Menschheit kommt dagegen nur auf 43 Prozent. Wann genau die Maschinen das Web übernommen haben, kann Prince nicht genau sagen: Die Datenlage sei etwas schwammig, aber irgendwann in den letzten Monaten sei es wohl passiert.
Bei der Gesamtzahl aller HTTP-Requests liegt das Team aus Fleisch und Blut aber weiterhin vorn: Laut den Cloudflare-Daten sind die Menschen noch für 66 Prozent aller Anfragen insgesamt verantwortlich – also wenn es nicht nur um HTML-Inhalte geht.
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Bot, Mensch, Wayne
Aber vielleicht ist es am Ende auch völlig egal, wer nun einen HTML-Request anstößt. In einem Blog-Eintrag vom April 2026 geht Thibault Meunier von Cloudflare darauf ein, was die Bots aktuell so machen. Demnach sind nicht mehr nur einfache Skripte und Crawler im Netz unterwegs, sondern die KI-Agenten übernehmen für den Menschen komplexe Aufgaben. Es sei eh kaum ein Unterschied, ob nun ein Bot Konzerttickets bucht oder ein Mensch, so Meunier.
Website-Betreiber sollen sich lieber nicht mehr um die Identität der Nutzer oder „Nutzer“ kümmern, sondern das konkrete Verhalten und die Absichten der Besucher bewerten. Und wer weiß, irgendwann können die Bots vielleicht auch das Konzert miterleben, für das sie die Tickets gekauft haben – und die Menschheit hat dann endlich Zeit für die wichtigen Dinge im Leben.
(str)
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