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Agentic Commerce: Ohne Kontext wird KI-Shopping zum Risiko


KI-Agents verändern den digitalen Handel grundlegend: Kaufentscheidungen werden dialogisch, Customer Journeys agentisch. Was Marken jetzt für Agentic Commerce und datengetriebene CX beachten müssen.

Commerce Agents gehören aktuell zu den meistdiskutierten Entwicklungen im digitalen Handel. Statt nur zu unterstützen, gewinnen KI-Agents zunehmend aktive Rollen entlang der Customer Journey: Sie vergleichen Angebote, lösen Bestellungen aus, wählen die Versandoption, berücksichtigen Rabattmodelle und übernehmen so wesentliche Teile der Kaufentscheidung. Damit verschiebt sich die Logik im Commerce spürbar. Nicht mehr der Klick auf eine Anzeige oder ein Suchergebnis ist der Startpunkt, sondern ein Dialog, in dem Absicht, Situation und Kontext die Auswahl steuern. Für Händler:innen und Marken entsteht daraus eine neue strategische Aufgabe: Sie müssen nicht nur sichtbar sein, sondern für agentische Entscheidungsprozesse verständlich, verlässlich und kontextfähig werden.


Dreamforce 2025:
„Humans + Agents = the future“

Blick in die Messehalle der Dreamforce 2025 mit leuchtendem Schriftzug „Humans and Agents working together, that’s Agentforce.“ über dem Salesforce-Stand.
© eigene Aufnahme

Kontext ist zentrale Voraussetzung für Agentic Commerce

Mit der wachsenden Verbreitung von Commerce Agents wird jedoch auch eine zentrale Schwachstelle sichtbar: Viele Agents agieren bislang isoliert und treffen Entscheidungen auf Basis begrenzter Informationen. Kontext fehlt dort, wo Daten, Signale und Prozesse nicht zusammengeführt werden: Informationen über Kund:innen, Produkte, Verfügbarkeit, Servicefälle oder frühere Interaktionen liegen getrennt vor und fließen nicht in ein gemeinsames Entscheidungsbild ein. Hier stoßen isolierte Plattformen an ihre Grenzen: Da sie meist als spezialisierte „Aufsätze“ in bestehenden Kanälen fungieren, fehlt ihnen der tiefe Zugriff auf die gesamte Datenhistorie. Ein Agent mag zwar eine charmante Antwort formulieren, weiß aber nicht, dass Kund:innen gerade eine offene Reklamation haben oder treue Loyalty-Mitglieder sind. Die Folge sind fragmentierte Erlebnisse, sinkendes Vertrauen und verpasste Potenziale.

Entscheidend ist eine gemeinsame Kontext- und Intelligenzschicht, auf die alle KI-Agents zugreifen können. Sie setzt eine einheitliche Datenbasis voraus, in der Marketing-, Commerce-, Service- und operative Daten zusammengeführt sowie aktuell gehalten werden und semantisch zuzuordnen sind. Erst auf dieser Grundlage kann eine Multi-Agent-Architektur entstehen, in der Agents Informationen teilen, Entscheidungen aufeinander abstimmen und ihr Handeln an einem gemeinsamen Ziel ausrichten. Kontext fungiert dabei als verbindende Ebene zwischen Daten und Handlung.

Diese gemeinsame Intelligenzschicht verändert auch die Rolle klassischer Kanäle. E-Mails, SMS oder WhatsApp-Nachrichten sind nicht länger reine Benachrichtigungen, sondern werden zu dialogfähigen Interaktionspunkten mit derselben Entscheidungslogik wie Webshop oder App. Agents können kanalübergreifend wahrnehmen, interpretieren und handeln. Besonders Omnichannel-Händler:innen profitieren davon, da physische Stores zusätzlichen Kontext liefern. Beispielsweise lokale Verfügbarkeit, Kund:innenbindungs- oder Loyaltyprogramm-Informationen, wenn sich Kund:innen an der Kasse als Karteninhaber:innen ausweisen, oder Click-and-Collect. Voraussetzung ist jedoch eine konsequente datenbasierte Verzahnung von Online Agents und stationären Prozessen, damit sich Interaktionen über alle Kontaktpunkte hinweg konsistent miteinander verbinden lassen. Die aktuellen Entwicklungen machen deutlich, dass der Erfolg von Agentic Commerce sich nicht an der Anzahl der eingesetzten Agents entscheidet, sondern an der Qualität des Kontextes, in dem sie handeln. Drei Thesen helfen, diese Verschiebung einzuordnen.

These eins: Der First Click verliert an Bedeutung, weil Shopping dialogisch wird.

Der First Click war über viele Jahre essenziell im digitalen Handel und damit auch im Marketing. Sichtbarkeit bedeutete, in Suchmaschinen möglichst weit oben zu erscheinen, Aufmerksamkeit zu erzeugen und Nutzer:innen früh auf die eigene Website zu ziehen. Diese Logik prägte Suchmaschinenoptimierung, Performance Marketing und Content-Strategien gleichermaßen, steht heute jedoch grundlegend unter Druck.  

Ursache sind weniger veränderte Nutzergewohnheiten, sondern KI-Agents und damit eine neue technische Vermittlungsschicht. Kaufprozesse beginnen immer häufiger nicht mehr mit einer klassischen Suchanfrage, sondern mit einem dialogischen Einstieg über KI-Chats oder agentische Interfaces. Nutzer:innen formulieren keine Keywords mehr, sondern beschreiben Situationen, Ziele oder Probleme. Aus der Anfrage „Wanderschuh wasserdicht Herren“ wird ein Dialog wie: „Ich plane eine dreitägige Wanderung in den Alpen. Was brauche ich dafür?“ Der Einstiegspunkt verschiebt sich damit von der Suche zur Intention.

KI-Agents reagieren darauf nicht mit Trefferlisten, sondern mit Rückfragen. Sie klären Kontext, berücksichtigen Wetterbedingungen, Dauer, Budget oder Erfahrungslevel und erstellen daraus schrittweise Empfehlungen. Kaufentscheidungen basieren nicht mehr auf dem Durchklicken einzelner Angebote, sondern auf mehrstufigen Entscheidungslogiken, die der KI-Agent im Auftrag der Konsument:innen durchläuft. Der First Click wird damit irrelevant, weil er schlicht nicht mehr existiert.

Für Händler und Marken bedeutet das einen Paradigmenwechsel. Sichtbarkeit entsteht nicht mehr primär durch Reichweite oder Klickstärke, sondern durch Kontextfähigkeit. Produkte, Services und Inhalte müssen so strukturiert sein, dass sie von Agents verstanden, eingeordnet und priorisiert werden können. Die neue Eintrittskarte in die Customer Journey ist nicht der Klick, sondern die Fähigkeit, auf eine konkrete Situation die überzeugendste Antwort zu liefern.

These zwei: Agentic Commerce ist Agent-zu-Agent-Handel und verschiebt die Machtverhältnisse im Marketing.

Mit dem Übergang zu Agentic Commerce verändert sich auch die grundlegende Marktlogik: Kaufentscheidungen, vor allem für komplexere oder preisintensive Produkte wie Versicherungen oder hochwertige Elektronik, werden zunehmend an persönliche KI-Agents delegiert, die innerhalb von Plattformen wie ChatGPT oder Google Gemini  agieren, welche selbst agentische Systeme einsetzen. Die Shopping Journey wird damit zu einem Agent-zu-Agent-Prozess, in dem Marken, Händler:innen und Marketing-Botschaften nur noch indirekt wirken.

KI-Agents treten dabei als Gatekeeper der Customer Journey auf. Sie vergleichen Angebote, bewerten Anbieter und treffen Vorauswahlen, bevor ein Mensch überhaupt eingebunden wird. Entscheidungsgrundlagen sind nicht emotionale Markenversprechen oder Kampagnenreichweiten, sondern messbare Leistungsindikatoren wie Verfügbarkeit, Lieferzuverlässigkeit, Retourenquoten, Servicequalität und Datenkonsistenz. Marketing wird damit weniger zu einer Frage der Aufmerksamkeit als der systemischen Leistungsfähigkeit.

Welche Antworten kann der Handel auf diese Verschiebung geben? Dafür lohnt ein Blick auf die Herangehensweisen von zwei globalen Handelsriesen: Amazon setzt auf ein stark integriertes, kontrolliertes Ökosystem, in dem eigene Commerce Agents tief in Suche, Preislogik, Fulfillment und Logistik eingebettet sind. Sichtbarkeit entsteht durch Plattformkonformität. Walmart hingegen verfolgt einen offeneren Ansatz und integriert externe Partner, Start-ups und Technologien, um agentische Fähigkeiten schnell entlang der gesamten Customer Journey zu erproben. Trotz unterschiedlicher Wege gilt für beide: KI-Agents entscheiden, wer überhaupt in den Entscheidungsraum gelangt.

Marketingkampagnen erzeugen weiterhin Aufmerksamkeit, verlieren jedoch an direkter Steuerungswirkung. Relevanz entsteht zunehmend durch operative Exzellenz, Datenqualität und Prozessstabilität. Marken konkurrieren nicht mehr nur um Konsument:innen, sondern um die algorithmische Präferenz ihrer Agents.

These drei: GEO wird zur zentralen Marketing-Disziplin im Agentic Commerce.

Mit dem Aufstieg agentischer Systeme stößt SEO an ihre Grenzen. Sie war darauf ausgelegt, Inhalte für Ranking-Algorithmen auf Keyword-Basis zu optimieren und Klicks zu maximieren. In der agentischen Welt verlieren diese Mechaniken an Relevanz, während Generative Engine Optimization (GEO) immer wichtiger wird. GEO strukturiert Inhalte nicht für Suchmaschinen, sondern für die Entscheidungslogik von KI-Agents. 

Diese bewerten Inhalte nicht anhand von Keywords oder Platzierungen, sondern danach, ob sie eine konkrete Situation verständlich, faktenbasiert und konsistent erklären können. Fragmentierte Keyword-Texte oder oberflächliche Marketing-Botschaften sind in diesem Kontext wenig hilfreich. Entscheidend ist, ob Informationen in natürlicher Sprache vorliegen, Zusammenhänge herstellen und zuverlässig einordenbar sind. Kontext wird zur eigentlichen Optimierungsgröße.

Marketing Teams sollten daher einen grundlegenden Perspektivwechsel vornehmen. Produktinformationen müssen vom reinen Merkmal hin zur Nutzungssituation übersetzt werden. Technische Spezifikationen entfalten erst dann Wirkung, wenn sie in einen klaren Anwendungszusammenhang gestellt werden. Ranking wird durch Relevanz ersetzt und Sichtbarkeit durch Verständlichkeit.

GEO ist damit keine rein technische Disziplin, sondern eine strategische Marketing-Aufgabe. Sie erfordert konsistente Inhalte, saubere Datenstrukturen und eine enge Verzahnung von Marketing, Commerce und Service. Gleichzeitig wird deutlich, dass Verständlichkeit auf Inhaltsebene allein nicht ausreicht. Agents treffen Entscheidungen nicht auf Basis einzelner Texte oder Seiten, sondern im Zusammenspiel vieler Datenquellen. Ohne gemeinsame Datenbasis entstehen isolierte Systeme, in denen Marketing Agents Kampagnen kennen, Commerce Agents Kataloge verwalten und Service Agents Supportfälle lösen – jeweils ohne ein vollständiges Bild der Kund:innensituation. Genau hier wird Kontext zur verbindenden Intelligenzschicht, auf der agentische Entscheidungen überhaupt erst sinnvoll möglich werden.

Auch im Agentic Commerce bleibt der Mensch Teil der Entscheidung

Die drei Thesen zeigen, wie sich Handel und Marketing durch agentische Systeme grundlegend verändern. Kaufprozesse beginnen dialogisch statt klickbasiert, KI-Agents übernehmen eine Gatekeeper-Rolle in der Customer Journey, und mit GEO entsteht eine neue Marketing-Disziplin, die Inhalte für Verständlichkeit und Einordnung optimiert statt für Rankings.

Das Fundament dieser Entwicklungen ist Kontext. Sichtbarkeit und Relevanz entstehen nicht mehr isoliert über einzelne Touchpoints, sondern aus dem Zusammenspiel von Daten, Inhalten und Prozessen. Wer Agentic Commerce erfolgreich gestalten will, braucht daher eine gemeinsame Kontext- und Intelligenzschicht, auf der mehrere Agents konsistent zusammenarbeiten können.

Gleichzeitig bleiben Kaufentscheidungen auch in einer agentischen Welt menschlich. Emotionale Bindung an eine Marke, spontane Entdeckungen, persönliche Gewohnheiten oder situative Stimmungen lassen sich nicht vollständig automatisieren; sie ersetzen weder Neugier noch Inspiration und individuelle Entscheidungsfreiheit. Gerade im Zusammenspiel aus datenbasierter Orientierung und menschlichem Bauchgefühl entsteht der eigentliche Mehrwert. Agentic Commerce bedeutet daher nicht, Entscheidungen an Maschinen abzugeben, sondern Menschen besser zu befähigen, informierte und zugleich persönliche Kaufentscheidungen zu treffen.

Für Händler verschiebt sich damit der strategische Fokus: Wenn KI-Agents einen großen Teil der Vorauswahl im Top of Funnel übernehmen, sinkt der direkte Einfluss auf die erste Produktauswahl. Umso wichtiger wird es, Kund:innen nach dem Kauf nachhaltig zu überzeugen. Investitionen in Service, Community, Content, personalisierte Ansprache und exzellente Customer Experience gewinnen an Bedeutung, ebenso wie Loyalty-Programme. Wer es schafft, Vertrauen und echte Bindung aufzubauen, erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Kund:innen – oder ihre KI-Agents – bei der nächsten Kaufentscheidung gezielt wieder auf diese Marke oder diesen Händler:innen zurückkommen.





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CRM-Einführung ohne Chaos: Erfolgsfaktoren für den Mittelstand


CRM einführen ohne Frust? Diese Erfolgsfaktoren helfen dir 2026, typische Fehler zu vermeiden und Marketing und Vertrieb sauber zu verbinden. [Anzeige]

„Wir brauchen ein CRM“ – und plötzlich wird alles kompliziert

Die Entscheidung fällt oft schnell. Ein CRM soll her. Mehr Übersicht, bessere Lead-Verfolgung, sauberere Prozesse zwischen Marketing und Vertrieb.

Was danach passiert, ist deutlich weniger strukturiert.

  • Anforderungen wachsen während des Projekts
  • Prozesse werden diskutiert aber nicht festgelegt
  • Daten werden übertragen, aber nicht bereinigt
  • Teams sollen das System nutzen, verstehen aber den Mehrwert nicht

Am Ende steht ein CRM, das zwar implementiert ist aber im Alltag kaum genutzt wird. Dieses Szenario ist im Mittelstand keine Ausnahme. Es ist eher der Regelfall.

Warum CRM-Projekte selten an der Software scheitern

Die wenigsten CRM-Einführungen scheitern an der Technik. Sie scheitern daran, dass ein grundlegender Punkt unterschätzt wird: Ein CRM verändert nicht nur Tools, sondern Arbeitsweisen. Typische Probleme entstehen genau dort.

Unklare Zielsetzung

„Wir wollen mehr Struktur“ klingt sinnvoll, ist aber nicht konkret genug. Ohne klare Ziele bleibt offen:

  • Welche Prozesse sollen sich verbessern?
  • Welche Kennzahlen sind entscheidend?
  • Wer arbeitet wie mit dem System?

Das führt dazu, dass das CRM vieles kann – aber nichts wirklich löst.

Alte Prozesse werden einfach digitalisiert

Ein häufiger Reflex: Bestehende Abläufe werden eins zu eins ins CRM übertragen. Das Problem daran: Wenn Prozesse vorher nicht sauber waren, werden sie es digital auch nicht.

Das CRM wird zum zusätzlichen Tool

Gerade in gewachsenen Marketing Setups passiert Folgendes:

  • Das CRM wird eingeführt
  • Marketing bleibt im bestehenden Tool
  • Projektmanagement läuft separat
  • Kommunikation passiert weiterhin über andere Kanäle

Das Ergebnis ist kein zentrales System, sondern ein weiterer Baustein im Tool Stack.

Was sich 2026 verändert hat

Viele Unternehmen im D-A-CH-Raum hinterfragen genau diesen Ansatz. Nicht, weil sie weniger Tools wollen – sondern weil sie merken, dass Komplexität zum Problem wird. Deshalb gewinnen integrierte Plattformen wie Bitrix24 an Bedeutung. Der Unterschied liegt weniger in einzelnen Funktionen, sondern darin, wie diese zusammenspielen:

  • Leads werden nicht nur erfasst, sondern direkt weiterverarbeitet
  • Aufgaben entstehen automatisch aus Prozessen
  • Kommunikation findet im Kontext von Deals statt
  • Marketing und Vertrieb greifen auf dieselben Daten zu

Das CRM ist hier kein isoliertes System mehr, sondern Teil einer durchgängigen Struktur.

Erfolgsfaktor 1: Prozesse klären, bevor du Tools auswählst

Bevor du dich für ein System entscheidest, solltest du eine einfache, aber entscheidende Frage beantworten:

Wie sieht dein Vertriebsprozess konkret aus?

Zum Beispiel:

  • Wann wird ein Lead zum Verkaufschancen?
  • Welche Schritte folgen bis zum Abschluss?
  • Welche Informationen braucht der Vertrieb wirklich?

In einer Plattform wie Bitrix24 lassen sich diese Abläufe direkt abbilden:

  • Pipeline-Stufen definieren den Prozess
  • Automatisierungen unterstützen wiederkehrende Schritte
  • Aufgaben werden systemseitig erzeugt

Das sorgt dafür, dass das CRM nicht nur dokumentiert, sondern aktiv steuert.

Erfolgsfaktor 2: Marketing von Anfang an einbeziehen

Viele CRM-Projekte werden vom Vertrieb getrieben. Dabei entsteht der eigentliche Mehrwert erst, wenn Marketing integriert ist. Denn nur dann wird sichtbar:

  • welche Kampagnen tatsächlich Umsatz bringen
  • welche Leads qualitativ hochwertig sind
  • wo im Funnel Potenzial verloren geht

In integrierten Systemen wie Bitrix24 sehen beide Teams denselben Verlauf – vom ersten Kontakt bis zum Abschluss. Das verändert nicht nur die Datenlage, sondern auch die Zusammenarbeit.

Erfolgsfaktor 3: Automatisierung gezielt einsetzen

Ein CRM bringt wenig, wenn alle Schritte weiterhin manuell erfolgen. Gerade im Lead Management lassen sich viele Prozesse automatisieren:

  • Zuweisung neuer Leads
  • Erinnerungen für Follow-ups
  • Statuswechsel in der Pipeline
  • einfache Qualifizierungsregeln

In Bitrix24 können solche Abläufe regelbasiert definiert werden. Das sorgt dafür, dass nichts liegen bleibt – und reduziert gleichzeitig den Abstimmungsaufwand im Team.

Ein neuer Lead auf der Bitrix24-Plattform, © Bitrix24
Ein neuer Lead auf der Bitrix24-Plattform, © Bitrix24

Erfolgsfaktor 4: Komplexität reduzieren, nicht erhöhen

Ein häufiger Fehler: Das „perfekte“ CRM wird gesucht. Mit möglichst vielen Funktionen, maximaler Flexibilität und vollständiger Individualisierung. In der Praxis führt das oft zu:

  • langen Implementierungsphasen
  • geringer Nutzung im Alltag
  • wachsender Frustration im Team

Viele mittelständische Unternehmen profitieren stärker von einer Lösung, die:

  • mehrere Funktionen kombiniert
  • klar strukturiert ist
  • schnell verstanden wird

Hier liegt ein Vorteil integrierter Plattformen: Sie reduzieren Systemwechsel und bündeln Prozesse in einer Umgebung.

Erfolgsfaktor 5: Schrittweise einführen statt alles auf einmal

Ein CRM-Projekt muss nicht von Anfang an perfekt sein. Im Gegenteil: Zu große Einführungen scheitern häufig an ihrer eigenen Komplexität. Ein pragmatischer Ansatz sieht anders aus:

  1. CRM und Pipeline aufsetzen
  2. zentrale Prozesse definieren
  3. Team einbinden
  4. schrittweise erweitern

In Plattformen wie Bitrix24 lässt sich dieser Weg gut abbilden, da Funktionen modular genutzt werden können.

Wie ein funktionierender CRM-Prozess im Alltag aussieht

Ein strukturierter Ablauf unterscheidet sich deutlich von einem klassischen Tool Setup:

  • Ein Lead wird über ein Formular erfasst
  • Er erscheint direkt im CRM
  • Eine Aufgabe wird automatisch zugewiesen
  • Der Lead durchläuft klar definierte Pipeline-Stufen
  • Kommunikation und Dokumente werden zentral gespeichert
  • Marketing kann den gesamten Verlauf nachvollziehen

Der Unterschied liegt nicht im einzelnen Schritt, sondern im Zusammenspiel.

Drei Fragen, die du vor der Einführung klären solltest

  1. Welche Prozesse sollen konkret verbessert werden?
  2. Arbeiten Marketing und Vertrieb aktuell mit denselben Informationen?
  3. Wo entsteht heute der größte manuelle Aufwand?

Diese Fragen sind oft entscheidender als die Auswahl des Tools selbst.

Fazit: Ein CRM ist kein Tool – sondern ein System

Ein CRM einzuführen bedeutet nicht, ein weiteres System zu etablieren. Es bedeutet, Strukturen zu schaffen:

  • klare Prozesse
  • transparente Abläufe
  • eine gemeinsame Datenbasis

Integrierte Plattformen wie Bitrix24 unterstützen genau das, weil sie nicht nur einzelne Funktionen bieten, sondern Prozesse miteinander verbinden. Ob ein CRM erfolgreich ist, zeigt sich deshalb nicht bei der Einführung, sondern im Alltag.





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Unterwegs Seiten bauen: Lovable bekommt endlich eine App


Niklas Lewanczik
| 28.04.26

Mit der neuen Lovable App können User on the go Web und Mobile Apps sowie Seiten und Tools kreieren, ohne Programmierkenntnisse.

Deine Ideen warten nicht, bis du wieder im Büro oder an deinem Desktop PC bist. Deshalb bietet der KI-basierte App Builder Lovable jetzt eine Mobile App für iOS und Android User an. Damit können User auch unterwegs eigene Apps, Websites oder Tools kreieren und benötigen dafür keine Programmierkenntnisse. Vielmehr lassen sich die gewünschten Kreationen mithilfe natürlicher Sprache umsetzen.





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Für noch mehr Werbeumsatz: Meta will CTV Ads starten


Um die führende Stellung im Werbemarkt zu zementieren, erwägt Meta den Einstieg bei CTV Ads, den Pinterest schon wagt. Für den Konzern ergibt sich derweil ein KI-Dilemma.

2026 soll Meta laut eMarketer erstmals Google bei den weltweiten Werbeeinnahmen überholen und zur Nummer eins in diesem Bereich aufsteigen. Damit gibt sich der Konzern langfristig aber nicht zufrieden. Das Wachstumsfeld CTV hat Metas Interesse auf sich gezogen. Kein Wunder, andere Tech Player bieten Kund:innen bereits CTV-Optionen an, wie neuerdings etwa Pinterest. Während Meta den eigenen Werbekosmos ausbaut und dabei stark auf KI setzt, muss der Konzern einen Rückschlag bei der KI-Optimierung der eigenen Produkte hinnehmen.


Meta soll Google 2026 erstmals bei Werbeeinnahmen überholen

Mark Zuckerberg vor Meta-Logo, heller Hintergrund
© Meta, Dima Solomin – Unsplash

CTV als neues Ufer: Meta möchte Werbung außerhalb der eigenen Plattformen fördern

Mit einem prognostizierten Werbeumsatz von 243,46 Milliarden US-Dollar im Jahr 2026 kann sich Meta laut eMarketer an die Spitze der Werbeeinnahmen setzen. Meta setzt bereits auf ein breit gefächertes Werbeangebot über die riesigen Plattformen Facebook, Instagram, Threads und WhatsApp hinweg. Zuletzt wurden beispielsweise auch Ads auf Threads weltweit als Option für Advertiser ausgerollt, die Werbung im Updates Tab auf WhatsApp kommt ebenfalls global. Dazu kommen zahlreiche Formate in den erfolgreichen Reels, immer neue Facebook und Instagram Ads und die Advantage+ Tools, die KI-gestützte Performance-Optimierung versprechen. Die Zahl der User – über drei Milliarden pro Monat auf Facebook, Instagram und WhatsApp, über 400 Millionen monatlich auf Threads – ist für Werbetreibende bereits ein Kernfaktor bei der Budgetplanung für Social Media Ads. 2025 stieg die Zahl der Ad Impressions auf Metas Plattformen gegenüber dem Vorjahr um zwölf Prozent

Doch auch außerhalb der eigenen Plattformen sollen künftig Ad-Angebote für mehr Umsatz sorgen. Wie Ronan Shields für Digiday berichtet, erwägt Meta den Einstieg bei Connected TV (CTV) Ads. Demnach haben unternehmensnahe Quellen bestätigt, dass der Konzern eine entsprechende Entwicklung verfolgt. Erste Meetings mit SSPs und TV-Unternehmen sollen bereits stattgefunden haben. Obwohl es noch keine offizielle Bestätigung vonseiten Metas oder etwaiger Partner:innenunternehmen gibt, wäre der Schritt eine logische Folge von Metas Werbeexpansion. Immerhin könnte der Konzern umfassende User-Daten der eigenen Plattformen für Targeting-Zwecke im großen CTV-Kosmos einsetzen, die die Performance zu optimieren versprechen.

Die Konkurrenz ist im CTV Game schon aktiv

Und Meta könnte in Konkurrenz zu anderen großen Tech Playern treten, die bereits CTV-Ad-Lösungen anbieten. Dazu gehören Google und Amazon, die laut eMarketer 2026 Rang zwei und drei bei den globalen Werbeeinnahmen für digitale Ads erreichen sollen.

Zudem liefert neuerdings Pinterest nach dem Zukauf des Unternehmens tvScientific im Dezember 2025 ab jetzt eine dedizierte Werbeplattform für CTV Ads: tvScientific by Pinterest. Damit werden die Zielgruppen Pinterests über Connected TV-Kampagnen zur Verfügung gestellt.

Und das kann sich für Werbetreibende lohnen, immerhin ist die Plattform mit inzwischen mehr als 619 Millionen monatlich aktiven Usern eine Inspirationsumgebung, die auch Kaufintentionen und Produktsuchen im Zentrum hat.



Wie relevant Ads im Bewegtbildkontext längst sind, untermauern nicht nur die immensen Einnahmen, die Meta und Google über Werbung in Reels und YouTube-Videos (auch Shorts) machen, sondern ebenso die Umsätze, die Amazon mit Prime Video Ads macht, oder die Netflix für das eigene Werbemodell erwartet – immerhin über drei Milliarden US-Dollar in diesem Jahr. Zuletzt ermöglichte das Streaming-Unternehmen den Einkauf der Werbung über die Amazon DSP, wo neuerdings auch noch Amazons Shopping-Daten für ein Super Audience Match genutzt werden können.

AI Support soll Werbung bei Meta fördern – Manus AI-Veto macht Sorgen

Das gesamte Werbesystem möchte Meta derweil mithilfe der eigenen KI-Technologie stetig optimieren, auch für die Advertiser. Darauf deuten nicht nur zahlreiche Optionen aus dem KI-gestützten Bereich Advantage+ hin, sondern ebenso der Plan, ganze Kampagnen vollautomatisch durchführen zu können. Im Herbst 2025 führte Meta überdies eine KI-Unterstützung für Werbetreibende ein, die in Form des neuen Meta AI Business Assistants zunächst für kleine Unternehmen in den USA verfügbar war. Das Tool liefert unmittelbaren Account Support und stellt personalisierte Insights, Performance Benchmarks und Optimierungsvorschläge für Advertiser bereit. Damit korreliert es beispielsweise mit den neuen KI-gestützten Automatisierungen für das Meta Pixel und die Conversions API, die für noch bessere Werbeleistungen sorgen sollen. Inzwischen hat Meta die globale Betaerweiterung des Meta AI Business Assistants für Werbetreibende und Agenturen in wichtigen internationalen Märkten angekündigt – unabhängig von ihrer Größe.

Seit Anfang des Jahres sollte zudem das von Meta für rund zwei Milliarden US-Dollar übernommene Unternehmen Manus AI die KI-Technologie des Konzerns bereichern. Manus AI wurde als relevanter Player für die Entwicklung autonomer KI-Agents gekauft und sollte bei der Meta AI und anderen Diensten unterstützen. Die Fähigkeiten hätten nicht zuletzt die Werbeoptimierung in Bezug auf agentische Entwicklungen fördern können. Doch jetzt hat die chinesische Regulierungsbehörde ein verspätetes Veto gegen die Übernahme eingelegt, wie unter anderem die BBC berichtet.

Obwohl Manus AI inzwischen in Singapur ansässig ist, unterliegt es als in China gegründetes Unternehmen den chinesischen Behörden. Diese fordern jetzt, dass Manus AI wieder von Meta getrennt wird. Das könnte sich indes als schwierig erweisen, da die Technologien und das Personal bereits umfassend in Metas Ökosystem integriert sind. Meta geht gegen den Einwand aus China vor. Im Hintergrund der Auseinandersetzung dürfte nicht zuletzt die angespannte politische Situation zwischen China und den USA stehen, in der die Weitergabe von wertvollen Tech-Entwicklungen zuweilen zum politischen Druckmittel avanciert.


Auch auf Deutsch:

Meta AI Business Assistant wird weltweit mit weiteren Sprachen ausgerollt

buntes Schild mit Like-Daumen-Icon im Meta HQ, Grün dahinter
© Greg Bulla – Unsplash via Canva





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